(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich"

r 



THE UNIVERSITY 
OF ILLINOIS 
LIBRARY 

580.6 
V 

V.4I 



'^Cf S LIBRARY 



The person charging this material is re- 
sponsible for its return to the library from 
vvhich it was withdrawn on or before the 
Lotest Date stamped below. 

Theft/ mutilation, and underlining of books are reasons 
for disciplinary action and may result in dismissal ffrom 
the University. 

To renew call Telephone Center, 333-8400 

UNIVERSITY OF ILLINOIS LIBRARY AT URBANA-CHAMPAIGN 


MAY 27 


964 


L161— O-1096 



AC€S LIBRARY 



Terhandlungen 

der kaiserlich-königlichen 

zoologisch - botanischen Gesellschaft 

in Wien. 

Herausgegeben von der Gesellschaft. 

Fledig-irt von Dr. Carl Fritsch. 

Jahrgang 1891. 
XLI. Band. 

Mit 6 Tafeln und 13 Zinkographien. 



Wien, 1891. 

Im Inlande besorgt durch A. Hölder, k. und k. Hof- und UniTersitäts-ßucbhändler. 
Für das Ausland in Commission bei F. A. Brockhaus in Leipzig. 

Druck von Adolf Holzhausen, 
k. und k. Hof- und Universitäts-Buchdrucker in Wien. 

Adresse der Redaction: Wien, I., Herrengasse 13. 



Ausgegeben wurden: 

I. Quartal (Sitzungsberichte S. 1—26, Abhandlungen S. 1—314): 
Ende April 1891. 

II. Quartal (Sitzungsberichte S. 27—46, Abhandhingeu S. 315—646): 

Ende Juli 1891. 

III. Quartal (Sitzungsberichte S. 47— 80, Abhandhmgen S. 647— 700): 

Ende September 1891. 

IT. Quartal (Sitzungsberichte S. 81— 94, Abhandhingen S. 701—798): 
Ende December 1891. 



V 



Inhalt. 



Seite 

Stand der Gesellschaft am Ende des Jahres 1891 VII 

Ausgeschiedeue Mitglieder XXYIII 

Lehranstalten und Bibliothekeu, welche die Gesellschaftsschriften be- 
ziehen XXIX 

Wissenschaftliche Anstalten und Vereine, mit welchen Schriftentausch 

stattfindet XXXI 

Periodische Schriften, welche von der Gesellschaft angekauft werden XL 

Sitzungsberichte. 

Monatsversammlung am 7. Jänner 1891 Sitzb. 3 

„ 4. Februar 1891 Sitzb. 11 

„ 4. März 1891 Sitzb. 17 

Jahresversammlung am 1. April 1891 Sitzb. 27 

Monatsversammlung am 6. Mai 1891 Sitzb. 36 

„ „ 3. Juni 1891 Sitzb. 39 

„ 1. Juli 1891 Sitzb. 47 

„ 7. October 1891 Sitzb. 81 

„ „ 4. November 1891 Sitzb. 82 

„ „ 2. December 1891 Sitzb. 84 



Zoologischer Discussionsabend am 12. December 1890 Sitzb. 8 

„ 16. Jänner 1891 Sitzb. 12 

„ 13. Februar 1891 Sitzb. 18 

„ 13. März 1891 Sitzb. 35 

„ 10. April 1891 Sitzb. 38 

„ 13. November 1891 Sitzb. 87 

Botanischer „ „19. December 1890 Sitzb. 8 

„ 23. Jänner 1891 Sitzb. 13 

„ 20. Februar 189^ Sitzb. 20 

„ 20. März 1891 Sitzb. 85 

„ 17. April 1891 Sitzb. 39 

„ 22. Mai 1891 Sitzb. 42 

a* 



732813 



IV 



Inhalt. 



Seite 

Botanischer Discussionsabend am 19. Juni 1891 Sitzb. 47 

„ 23. October 1891 Sitzb. 83 

„ „ „20. November 1891 Sitzb. 88 



Anhang: Geschenke für die Bibliothek im Jahre 1891 Sitzb. 93 



Wissenschaftliche Abhandlungen und Mittheilungen. 

Zoologisehen Inhaltes: 

Brauer Dr. Fr.: lieber Dipteren-Familien Sitzb. 36 

Brunner v. Wattenwyl, Dr. Carl: Additamenta zur Monographie 

der Phaneropteriden. (Mit Tafel I und II.) Abh. 1 

— Ueber die Heuschrecken -Verheerungen in Algerien .... Sitzb. 82 

Cobelli, Dr. E.: Contribuzione allo studio dei Eotiferi Abh. 585 

Karpelles, Dr. Ludwig: Ueber merkwürdige Gebilde bei Acariden. 

(Mit 6 Zinkographien.) Abh. 300 

Klemensiewicz, Dr. Stanislaus : Ueber schwimmende Schmetterlinge Sitzb. 87 
Krasser F. A. : Eeferat über Dr. A. Otto, „Zur Geschichte der 

ältesten Hausthiere" Sitzb. 18 

Palacky, Dr. Joh. : Ueber die Entstehung der Süsswasserfische . . Sitzb. 33 

Eebel, Dr. H. : Beitrag zur Microlepidopteren-Fauna Dalmatiens . Abh. 610 
Eedtenbacher J.: Monographie der Conocephaliden. (Mit Tafel III 

und IV.) Abh. 315 

Eeischek Andreas: Die Fauna Neuseelands und der Einfluss der 

Civilisation auf ihr rasches Verschwinden Sitzb. 4 

Eogenhofer A. F.: Diagnosen neuer Schmetterlinge des k. k. natur- 
historischen Hofmuseums Abh. 563 

— Beschreibungen neuer Varietäten von Spinner -Arten aus Syrien Sitzb. 85 

Schreiber, Dr. E.: JJ eher Lacerta mosorensis Kolomb Abh. 574 

Wasmann E., S. J.: Neue Termitophilen, mit einer Uebersicht über 

die Termitengäste. (Mit Tafel VI.) Abh. 647 

Werner, Dr. Franz: Der Sommerschlaf bei Eeptilien und Amphibien Abh. 295 

— Ueber Giftschlangen Sitzb. 38 

— Beiträge zur Kenntniss der Eeptilien und Amphibien von Istrien 

und Dalmatien Abh. 751 

Botanischen Inhaltes: 

Ascherson P. und Magnus P.: Die Verbreitung der hellfrüchtigen 
Spielarten der europäischen Vaccinien, sowie der Vaccinium 
bewohnenden Sclerotinia -Arten Abh. 677 

Bäumler J. A. : Fungi Schemnitzenses. III Abh. 660 



Inhalt. 



V 



Seite 

Beck. Dr. Günther Ritter v. Mannagetta: Versuch einer neuen 

Classification der Früchte 'Abh. 307 

— Mittheilungen aus der Flora von Niederösterreich. II. . . . Abh. 640 

— Mittheilungen aus der Flora von Niederösterreich. III. . . . Abh. 793 
Cobelli, Dr. R. : Contribuzione alla Flora micologica della Valle 

Lagarina Abh. 581 

Dörfler Ignaz: Vorläufige Mittheilungen über neue albanesische 

Pflanzen Sitzb. 9 

— Was ist die siebenbürgische Mandragora ofßcinarum? . . . Sitzb. XI 

Fritsch, Dr. Carl: Beiträge zur Flora von Salzburg. III Abh. 741 

Haläcsy, Dr. Eugen v.: Oesterreichische Brombeeren Abh. 197 

Heeg M. : Niederösterreichische Lebermoose Abh. 567 

Heimerl, Dr. Anton: Desmidiaceae alpinae. (Mit Tafel V.) .... Abh. 587 
Höhnel, Dr. Franz v. : Beitrag zur Kenntniss der österreichischen 

Moosflora Abh. 739 

Kernstock, Prof. E.: Lichenologische Beiträge Abh. 701 

Knapp Josef Armin: Referat über Sagorski C. und Schneider S., 

„Flora der Centralkarpathen" Sitzb. 13 

— Referat über F. v. Herder's „Die Flora des europäischen 
Russland" Sitzb. 47 

Krasser Dr. Fr.: lieber die Entstehung des Bernsteins Sitzb. 16 

— Neue Methoden zur dauerhaften Präparation des Aleuron und 

seiner Einschlüsse Sitzb. 42 

— Referat über Dr. F. G. Kohl's „Die officinellen Pflanzen der 
Pharmacopoea germanica für Pharmaceuten und Mediciner" . Sitzb. 80 

Kronfeld, Dr. Moriz: Mittheilung zur Geschichte des Schönbrunner 

botanischen Gartens Sitzb. 37 

— Ueber Anthokjanblüthen von Daucus Carota Sitzb. 83 

Ostermeyer, Dr. Franz: Mittheilung, betreffend den „Beitrag zur 

Flora von Kreta" Sitzb. 35 

Rathay, Prof. Emerich: Ueber myrmecophile Eicheugallen . . . Sitzb. 88 

Richter, Dr. Carl: Ueber einige neue und interessante Pflanzen . Sitzb. 20 

Sennholz Gustav: Ueber Orchideen-Bastarde aus Niederösterreich . Sitzb. 40 

Simony, Dr. 0.: Reise nach den Canarischen Inseln Sitzb. 12 

Stockmayer Siegfried: Ueber die Algengattung Gloeotaenmm. (Mit 

7 Zinkographien.) Sitzb. 21 

Wettstein, Dr. R. v.: Zwei für Niederösterreich neue Pflanzen . . Sitzb. 45 

Zahlbruckner, Dr. Alexander: Ueber neuere lichenologische Arbeiten Sitzb. 19 

— Beiträge zur Flechtenflora Niederösterreichs. IV Abh. 769 

Verschiedenen Inhaltes: 

Brunner v. Watten wyl, Dr. Carl: Jahresbericht pro 1890 . . . Sitzb. 27 

Fritsch, Dr. Carl: Jahresbericht pro 1890 Sitzb. 29 



VI 



Inlialt. 



Seite 

Kaufmann J.: Jahresbericht pro 1890 Sitzb. 31 

Knapp Josef Armin: Nachruf an C. J. v. Maximowicz . . , . Abh. 313 

— Nachruf an Cardinal Haynald Abh. 785 

Lorenz, Dr. L. v. : Jahresbericht pro 1890 Sitzb. 28 

Rogenhofe r A. F.: Nachruf an August Edlen von Pelzeln . . . Abh. 791 



Verzeiclmiss der Tafeln. 

Erklärung 

siebe Seite 

Tafel I — II. Brunner v. Wattenwyl,- Dr. Carl: Additamenta zur 

Monographie der Phaneropteriden 195 

„ III — IV. Redtenbacher J. : Monographie der Conocephaliden . . 559 

„ V. Heimerl, Dr. Anton: Desmidiaceae alpinae 609 

„ VI. Wasmann E., S. J. : Neue Termitophilen, mit einer Ueber- 

sicht über die Termitengäste 659 



stand der Gesellschaft 



am Ende des 

Jahres 1801. 



Proteetor : 

Seine k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog 

Rainer. 



Leitung der Gesellschaft 

im Jahre 1892. 

Präsident: (Gewählt bis Ende 1894.) 
Seine Durchlaucht Fürst Josef Colloredo-Mannsfeld. 

YiceprUsidenteu : (Gewählt bis Ende 1892.) 

P. T. Herr Grobben Dr. Carl. 

„ „ Haläcsy Dr. Eugen v. 
„ „ Hauer Dr. Franz v. 

„ „ Pelikan v. Plauenwald Anton Freih. 

„ „ Rogenhofer Alois, 

„ „ Wiesner Dr. Julius. 

SecretUre : 

P. T. Herr F ritsch Dr. Carl. (Gewählt bis Ende 1894.) • 
„ „ Lorenz Dr. Ludwig R. v. (Gewählt bis Ende 1896.) 

Rechnungsführer: (Gewählt bis Ende 1893.) 
P. T. Herr Kaufmann Josef. 

AusschussrUthe : 

P. T. Herr Bartsch Franz. (Gewählt bis Ende 1892.) 

„ „ Beck Dr. Günther R. v. Mannagetta. „ „ 

„ „ Eichenfeld Dr. Michael Ritter v. „ „ 

„ Fuchs Theodor. 

„ „ Grobben Dr. Carl „ „ 

„ „ Kolazy Josef. „ „ 

„ „ Müllner M. Ferdinand. „ „ 

„ „ Pelikan v. Plauenwald Anton Freiherr. „ „ 

„ „ Pfurtscheller Dr. Paul. „ „ 

„ „ Rebel Dr. Hans. „ „ 

Z. B. Ges. B. XLI. h 



X 



Leitung der Gesellschaft. 



P. T. Herr Sennholz Gustav. 

„ „ Wettstein Dr. Ricli. R. v. Westersheim. 

„ „ Aberle Dr. Carl. 

„ „ Boehm Dr. Josef. 

„ „ Braun Heinrich. 

„ „ Brauer Dr. Friedrich. 

„ „ Brunner v. Wattenwyl Dr. Carl. 

„ „ Burgerstein Dr. Alfred. 

„ „ Claus Dr. Carl. 

„ „ Csokor Dr. Johann. 

„ „ Handlirsch Anton. 

„ „ Hauer Dr. Franz Ritter v. 

„ „ Heimerl Dr. Anton. 

„ „ Kerner Dr. Anton Ritter v. Marilaun. 

„ „ Kornhube r Dr. Andreas. 

„ „ Low Paul. 

„ „ Rogenhofe r Alois Friedrich. 

„ „ Vogl Dr. August. 

„ „ Wiesner Dr. Julius. 

„ „ Haläcsy Dr. Eugen v. 

„ „ Krasser Dr. Fridolin. 

„ „ Marenzeller Dr. Emil v. 

„ „ Mayr Dr. Gustav. 

„ „ Mik Josef. 

„ „ Ostermeyer Dr. Franz. 

„ „ Richter Dr. Carl. 



(Gewählt bis Ende 1892.) 
(Gewählt bis Ende 1893.) 



(Gewählt bis Ende 1894.) 



Mitglieder, welche die Sammlungen der Gesellschaft ordnen: 

Die zoologischen Sammlungen ordnen die Herren: Handlirsch Anton, Kauf- 
mann Josef. 

Die Pflanzensammlung ordnet Herr Dr. Franz Ostermeyer. 
Die Betheilung von Lehranstalten mit Naturalien besorgen die Herren: Hand- 
lirsch Anton, Ostermeyer Dr. Franz, Pfurtscheller Dr. Paul. 
Die Bibliothek ordnet Herr Franz Bartsch. 
Das Archiv hält Herr Paul Low im Stande. 

Kanzlist der Gesellschaft: 

Herr Frank Cornelius, VIII., Josef städterstrasse 5. 

Gesellschaftslocale : 

Wien, I., Herrengasse 13 (Landhaus). — Täglich geöffnet von 3 — 7 Uhr Nachm. 



XI 



Die Druckschriften der Gresellschaft werden überreicht: 



Seiner 
Seiner 
Seiner 
Seiner 
Seiner 
Seiner 
Seiner 
Seiner 



k. 11. k. Apostolischen ]\rajestät dem Kaiser Franz Joseph. 

k. u. k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Carl Ludwig. 

dem durchl. Herrn Erzherzoge Ludwig Victor, 
dem durchl. Herrn Erzherzoge Albrecht, 
dem durchl. Herrn Erzherzoge Josef Carl, 
dem durchl. Herrn Erzherzoge Wilhelm. 



k. u. k. Hoheit 
k. u. k. Hoheit 
k. u. k. Hoheit 
k. 11. k. Hoheit 
k. u. k. Hoheit 
Majestät dem Könige von Baiern. 4 P]xemplare 



dem durchl. Herrn Erzherzoge Rainer. 



SiibTentionen für 1891. 

Von dem hohen k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht. 
Von dem hohen niederösterreichischen Landtage. 
Von dem löbl. Gemeinderathe der Stadt Wien. 



b^ 



XII 



Mitglieder. 



Mitglieder, welche die (iesellscliaftsschrifteii beziehen. 

Die P. T. Mitglieder, deren Name mit fetter Schrift gedruckt ist, haben 
den Betrag für Lebenszeit eingezahlt und erhalten die periodischen Schriften 
ohne ferner zu erlegenden Jahresbeitrag. 



P. T. Herr Aberle Dr. Carl, k. k. Reg.-Rath, I., Salzgries 25 Wien. 
„ „ Acker 1 Josef, Hochw., req. Chorherr, Cooperator, 

Post Mühldorf Niederranna. 

„ „ Adamovic Vincenz, Bürgerschul-Director . . . Ragusa. 

„ „ Adensamer Dr. Theodor, I., Nibelungengasse 8 Wien. 

„ „ Alexi Dr. A. P., Professor am Obergymnasium . Naszod. 

„ „ Alscher Alois, städt. Lehrer. II., Holzhauserg. 7 Wien. 

„ „ Altenberg Felic, Apoth., V., Margarethenstr. 75 Wien. 
„ „ Am rhe in Anton, Kaufmann, beeid. Schätzungs- 

Commissär, IX., Servitengasse 12 Wien. 

„ „ Angerer Leonhard, P., Bened.-Ordens-Priester Kremsmünster. 

10 „ „ Arenstein Dr. Josef, Gutsbesitzer Gloggnitz. 

„ „ Arneth Alfred v., k. k. Director des geheimen 

Staatsarchives, Exc Wien. 

„ „ Arnold Dr. Ferd., k. Ober-Landesgerichtsrath, 

Sonnenstrasse 7 München. 

„ „ Arthaber Rudolf v., I., Löwelstrasse 18- . . . Wien. 

„ „ Äusserer Dr. Carl, e. Professor, VIII., Lenaug. 2 Wien. 

„ „ Au st Carl, k. k. Bezirksgerichts -Adjunct . . . Hainburg a. D. 

„ „ Bachinger August, Professor am Landes-Real- 

gymnasium, N.-Oe Horn. 

„ „ Bach Inger Isidor, Fachlehrer, Wienerstrasse 41 Wr.-Neustadt. 

„ „ Bachofen Adolf von Echt, Bürgermeister, Nr. 68 Nussdorf . 

„ „ Badini Graf Franz Jos., k. k. Postofficial . . . Triest. 

20 „ „ Bäumler Job. A., Erzherzog Friedrichstr. 26, II. Pressburg. 

„ „ Ball Yalentln, Geolog, Trinity College . . . Dublin. 

„ Bannwarth Th., Lithogr., VIL, Schottenfeldg. 78 Wien. 

„ „ Barbey William, Canton Vaud, Schweiz . . . Valleyres. 

„ „ Bartsch Franz, k. k. Finanzrath, III., Salmg. 14 Wien. 
„ „ Bauer Dr. Carl, Assistent am k. k. bot. Univ.- 

Garten und Museum, III., Rennweg 14 . . . Wien. 
„ „ Baumgartner Julius, Stud. jur., VIII., Pia- 

ristengasse 18 Wien. 



Mitglieder. 



xm 



P. T. Herr Beck Dr. Gtinth. R. v. Mannagetta, Custos und 
Vorst, der botaii. Abtheilung des k. k. naturh. 

Hofmuseunis, Hauptstrasse 11 Währing. 

„ „ Beer Berthold, Dr., IX., Maximilianplatz 13 . Wien. 

„ „ Benda Franz, Hochw., P. Provincial, VIII. . . Wien. 

„ „ Benseier Friedrich, Inspector d. botan. Gartens 

der k. k. Universität, III., Rennweg 14 . . . Wien. 

„ „ Berg Dr. Carl, Director des Museums .... Montevideo. 

„ „ Bergeiistamm Julius, Edl. v., II., Tempelg. 8 Wien. 

„ „ Bergh Dr. Rudolf, Prof., Chefarzt, Stormgade 19 Kopenhagen. 

„ „ Bergroth Dr. Ewald, Finland Tammerfors. 

„ „ Beuthin Dr. Hein., Steindamm 29, St. Georg . Hamburg. 

„ „ Bigot Jacques, Rue Cambon 27 Paris. 

„ „ B ischin g Dr. Anton, Communal-Ober-Realschul- 

Professor, IV., Carolinengasse 19 Wien. 

„ „ Bittner Dr. Alex., III, Thongasse 11 ... . Wien. 

„ „ Blasius Dr. Rud., Stabsarzt a. D., Petrithor-Pr. 25 Braunschweig. 

„ „ Blasius Dr. Wilh., Director am herz. zool. Mus. Braunschweig. 

„ „ Bobek Casimir, Lehrer am Gymnasium . . . Przemysl. 

„ „ B ober ski Lad., Director d. Lehrer-Bildungsanst. Tarnopol. 

„ „ Boehm Dr. Josef, k. k. Universitäts- Professor, 

VIII., Skodagasse 17 Wien. 

„ „ Bohatsch Albert, IL, Schreigasse 6 . . . . Wien. 

„ „ Bohatsch Otto, V., Ziegelofengasse 3 . . . . Wien. 

„ „ Boller A. Adolf, k. u. k. Oberlieutenant im 94. In- 

fanterie-Regimente, Böhmen Josefstadt. 

„ „ Bornmüller Josef, Eutrisch, Weststrasse 8, bei Leipzig. 

„ „ Brauer Dr. Friedrich, Custos des k. k. natur- 
histor. Hofmuseums und Profe.ssor der Zoologie 

an der Universität, IV., Mayerhofgasse 6 . . Wien. 

„ „ Braun Heinrich, Hauptstrasse 9 Simmering. 

„ „ Breidler J., Architect, Hubergasse 12 . . . Ottakriug. 

„ „ Bresadola R. G., Piazzetta dietro 12, il Duomo Trient. 

„ „ Breite nlohner Dr. J., Professor der Hoch- 
schule für Bodencultur Wien. 

„ „ Brunn er Franz, Südbahnbeamter Wien. 

„ „ Brunner V. Wattenwyl Carl, k. u. k. Hofrath 

i. P., VIIL, Trautsohngasse 6 Wien. 

„ „ Brusina Spiridion, Prof. u. Dir. d. zool. Museums Agram. 

„ „ Burger stein Dr. Alfred, Gymnasial-Professor, 

IL, Taborstrasse 75 Wien. 

„ „ Burmeister Heinrich, Einsbüttel, Eichenstr. 22 Hamburg. 

„ „ Burmeister Dr. Herrn., Director d. naturh. Mus. Buenos -Ayres. 

„ „ Buzek Franz, Lehrer Böhm.-Rakonitz. 



XIV 



Mitglieder. 



60 P. T. Herr Carus Dr. Victor v., Professor a. d. Universität Leipzig. 

„ „ Cassian Joh. Ritt, v., Dir. d. Dampf schilff. -Ges. Wien. 

„ „ Celerin Dominik, Mag. d. Pharm., I., Wollzeile 13 Wien. 
„ „ Chimani Dr. Ernst, k. u. k. General-Stabsarzt, 

I., Kärntnerstrasse 21 Wien. 

„ „ Chimani Otto, stud. jur., I., Kärntnerstrasse 21 Wien. 

„ „ Chyzer Dr. Cornel, k. Physikiis, Zempliner Com. Sätoralja-Ujhely. 

„ „ Cidlinsky Carl, k, k. Post-Cassen-Controlor, 

III., Erdbergerstrasse 37 Wien. 

„ „ Cischini Franz Ritter v., k. k. Staatsanwalt, 

I,, Schultergasse 5 Wien. 

„ „ Claus Dr. Carl, k. k. Prof. der Zoologie, Hofrath Wien. 

„ „ Cobelli Dr. Ruggero de Roveredo. 

70 „ „ CoUoredo-Mannsfeld, Fürst Josef zu, Durchl. Wien. 

„ „ Csato Johann V., Gutsbesitzer, k. Rath, Siebenb. Nagy-Enyed. 

„ „■ Csokor Dr. Joh., Prof. a. k. k. Thierarznei-Institut Wien. 

„ „ Cypers Victor Landrecy v., bei Hohen^lbe , . Böhm.-Harta. 

„ „ C zech Th. V., Dr. d. Med., Ungarn, Com. Szolnok Tasnad-Szänto. 

„ „ Dalla Torre Dr. Carl v., Prof., Meinhardtstr. 12 Innsbruck. 
„ „ Dalberg Friedrich Baron, k. u. k. Kämmerer, 

I., Weihburggasse 21 Wien. 

„ „ Damianitsch Martin, pens. k. u. k. General- 
Auditor, IV., Favoritenstrasse 1 Wien. 

„ „ Dam in Narcis, Professor der nautischen Schule, 

Croatieii Buccari. 

„ „ Degen Ärpäd V., VII., Kerepeserhof Budapest. 

80 „ „ Degeiikolb Herrn., Rittergutsbesitzer bei Pirna Rottwegendorf. 

„ „ Demi Arnold, Dr. med., Hauptstrasse 11 . . . Hietzing. 

„ „ Dewoletzky Rudolf, IX., Wasagasse 26 . . . Wien. 
„ „ Dimitz Ludwig, k. k. Ministerialrath, VIII., 

Buchfeldgasse 19 Wien. 

„ „ Doli Eduard, Realschul-Director, I., Ballgasse 6 Wien. 

„ „ Dörfler Ignaz, III., Rennweg 14 Wien. 

„ „ Dolenz Victor, Stud. phil., Studentengasse 5 . . Laibach. 
„ „ Dräsche Dr. Richard Freiherr V. Wart Imberg, 

I., Giselastrasse 13 Wien. 

„ „ D-rude Dr. Oscar, Prof. u. Dir. d. botan. Gartens Dresden. 

„ „ Dzieduszycki Graf Wladimir, Franziskanerpl. 45 Lemberg. 

90 „ „ Eckhel Georg v., bei Carl Schüler Mainz. 

„ „ Egg er Ed., k. k. Finanz-Obercommissär, III., 

Jacquingasse 5 Wien. 

„ „ Egger Graf Franz, Kärnten, am Längsee . . Treibach. 
„ „ Ehnhart Carl, Privatbeamter, VI., Gumpen- 

dorferstrasse 14 . Wien. 



Mitglieder. 



XV 



P. T. Herr Ehrlich Josef, k. k. Hofgärtner Laxeiihurg. 

„ „ Eiche Ilfeld Dr. Michael E. v., k. k. Landes- 
gerichtsrath, VIII.. Josefstädterstrasse 11 . . Wien. 

„ „ Eichler Wilhelm Eitter v. Eichkron, Hofrath Wien. 

„ Ellis J. B., Esq., New-Yersey, U.-St Newfield. 

„ „ Emich Gustav Eitter v. Emöke, k. Truchsess, 

rV., Sebastianiplatz 8 Budapest. 

„ „ Eutleutuer Dr. A. F., Privatgelehrter, Burg- 

grafenstrasse 14 Meran. 

00 „ „ Entz Dr. Geza, Prof. am Poljtechnicum . . . Budapest. 

„ „ ErscholT>"ikol.,Wassili-Ostroff, 12.Lin., 15.Haus St. Petersburg. 

„ „ Evers Georg, Eector, Pastor a. D., bei Innsbruck Mühlau. 

„ „ Fatio Dr. Victor, Eue Massot 4 (N.) .... Genf. 

„ „ Fekete Gabr. Fidelis V., Hochw., Priester, Steierm. U.-Premstätten. 

„ „ Felder Dr. Cajetan Freih. v., I., Schottengasse 1 Wien. 

„ „ Felix Dr. Paul v., I., Canovagasse 5 . . . . Wien. 

„ „ Feuer Dr. David, Waizuerstrasse Budapest. 

„ „ Figdor Gustav, Grosshändler, II., Kaiser Josef- 
strasse 38 Wien. 

„ „ Figdor Dr. Wilhelm, II., Kaiser Josefstrasse 38 Wien. 

10 „ „ Finger Julius, Kärnten Millstatt. 

„ Flatt Carl v. Alföld, Hofrichter, P. Elesd, p. 

Grosswardein Also-Lugos. 

„ „ Flügel Dr. Felix Leipzig. 

„ Fölkel Dr. Julius Emil, IX., Polyklinik . . . Wien. 

„ „ Förster J. B., Leiter der Eaffinerie- und Petro- 

leumiudustrie -Actiengesellschaft Budapest. 

„ „ Fontaine Cesar, Naturalist, Prov. Hennegau Papignies. 

„ „ Formänek Dr. Eduard, Gymnasial -Professor, 

Franz Josefstrasse 3 Brünn. 

„ „ Forster Dr. L., Director a. k.k. Thierarzenei-Inst. Wien. 

„ „ Frank Dr. Johann, Advocat, I., Operngasse 8 . Wien. 

„ „ Franz Carl, Dr. d. Med., Mähren, Post Zastawka Eossitz. 
20 ^ ^ Freyn Josef, Civil-Ingenieur, fürstlicher Bau- 
rath, Jungmannstrasse 3, Smichow . . . . Prag. 

„ „ Friedrich Dr. Adolf, Apoth., Schönbrunnerstr. Fünfhaus. 

„ „ Fritsch Dr. Anton, Prof. u. Cust. a, naturh. Mus. Prag. 

„ „ Fritsch Dr. Carl, Privat-Docent a. d. Universität, 

VIII., Lederergasse 23 Wien. 

„ „ Fritsch Josef, Privatier, Eichwaldthorstrasse 16 Teplitz. 

„ „ Frivaldszky Johann v., 1. Custos am Nat.-Mus. Budapest. 

„ „ Fuchs Josef, k. Eath, III., Hauptstrasse 67 . . Wien. 

„ „ Fuchs Theodor, Director der geol.-paläont. Ab- 
theilung des k. k. naturhistor. Hofmuseums , . Wien. 



XVI 



Mitglieder. 



P. T. Herr Fürstenberg Friedr., Landgraf zu, Cardinal, Em. Olmütz. 
„ „ G ander Hieronymus, Hochw., Pfarrer, P. Sillian, 

Tirol Inner -Villgraten. 

130 „ „ Gangib auer Ludwig, Gustos -Adjunct des k. k. 

naturhistor. Hofmuseums, IV., Hauptstrasse 40 Wien. 
„ „ Garcke Dr. August, Professor und Gustos am k. 

botan. Museum, Gneisenauerstrasse 20 . . . Berlin. 

„ „ Geitler Leop., k. u. k. Artillerie-Oberlieutenant Wien. 

„ „ Genersich Dr. Anton, Prof. der k. ung. Univ. Klausenburg. 

„ Frau Gerold Eosa v., I., Postgasse 6 Wien. 

„ Herr Glowacki Julius, Prof. am Landes-Eeal-Gymn. Leoben. 
„ „ Goldschmidt Theodor Eitter v., k. k. Baurath 

und Gemeinderath, I., Nibelungengasse 7 . . Wien. 

„ „ Gondola-Ghedaldi Baron Gravosa. 

„ „ G räf f e Dr. Eduard, Inspector d. k. k. zool. Station Triest. 

„ „ Graff Dr. Ludwig v., Prof. d. Zool. a. d. Univ. Graz. 

140 „ „ Gremblich Julius, Hochw., Gymn.-Prof., Tirol Hall. 

„ „ Grimus Carl E. v. Grimburg, Professor . . St. Pölten. 

„ „ Grobben Dr. Carl, Univ. -Prof., Frankgasse 11 Währing. 

„ „ Grunow Albert, Chemiker d. Metallwfab., N.-Oe. Berndorf. 
„ „ Gsangler Anton, Hochw., Eector des Piaristen- 

CoUegiums Krems. 

„ „ Gutleben Josef, Gärtner, III., Eennweg 14 . Wien. 

„ „ Haas Dr. Carl, VI., Matrosengasse 8 . . . . Wien. 

„ „ Haberhauer Josef sen., Naturalist, Bulgarien . Slivno. 

„ „ Haber 1er Franz E. v., Dr. jur., I., Bauernmarkt 1 Wien. 

„ „ Habich Otto, Fabrikant, Stiftgasse 64 . . . Hernais. 

150 „ „ Hackel Eduard, Gymnasial-Professor .... St. Pölten. 
„ „ Hacker P. Leopold, Hochw., Prof. der Moral, 

Küchenmeister im Stifte, Post Furth, N.-Oe. Göttweih. 
„ „ Haimhoffen Gustav Eitter v. Haim, k. k. 

Eegierungsrath und Director des Ministerial- 

zahlamtes i. P., VII., Breitegasse 4 . . . . Wien. 

„ „ Haläcsy Eugen v., Dr. med., VII., Schrankg. 1 Wien. 

„ „ Halfern Friedrich v., bei Aachen Burtscheid. 

„ „ Hampe Dr. Hermann, Hof- u. Gerichts -Advocat, 

I., Herrengasse 6 Wien. 

„ „ Handlirsch Anton, Magister der Pharmacie, 

Amanuensis am k. k. naturhistor. Hofmuseum, 

IV., Eubensgasse 5 Wien. 

„ „ Hanimair Jos., Beneficiat u. Convicts-Dir., O.-Oe. Freistadt. 
„ „ Hantken Max Eitt. v. Prudnik, k. Prof., Univ., 

VI., Eötvös utcza 9 Budapest, 

„ „ Haring Johann, Lehrer, N.-Oe Stockerau. 



Mitglieder. 



160 P. T. Herr Haszliuski Friedr., Prof. der Naturgeschichte Eperies. 
„ „ Hatschek Dr. Berthold, Professor der Zoologie 

an der Universität Pi-ag Prag. 

„ „ Hauer Franz R. v., Hofrath, Intendant de-s k. k. 

naturhistorischen Hofmuseums, I., Burgring 7 Wien. 

„ „ Haussknecht Dr. Carl, Professor der Botanik Weimar. 

„ „ Hede mann Wilhelm v., Frederiksgade 16 . . Kopenhagen. 

„ „ Heeg Moriz, Privatheamter, II., Circusgasse 35 Wien. 
„ „ Heger Dr. Hans, Redacteur der „Pharniaceuti- 

schen Zeitung," L, Jasomirgottstrasse 2 . . . Wien. 

„ „ Heiden Leopold, Oberlehrer, VII., Kandelg. 30 Wien. 

„ Hei der Dr. Adolf, IX., Wasagasse 12 ... . Wien. 
„ „ Heider Dr. Arthur R. v., Docent für Zoologie 

an der Universität, Maififrcdygassc 4 . . . . Graz. 

170 „ „ Heider Moriz, IX., Wasagasse 12 Wien. 

„ „ Heidmann Alberik, Hochw., Abt des Stiftes . Lilienfeld. 
„ „ Heimerl Dr. Anton, Professor an der Realschule 

Sechshaus, Parkgasse 30 a Penzing. 

„ „ Heinz Dr. Anton, Professor der Botanik an der 

croatischen Universität Agram. 

„ „ Heinzel Ludwig, Dr. d. Med., VII., Kircheng. 3 Wien. 

„ „ Heiser Josef, Eisemvaaren-Fabriksbesitzer,N.-Oe. Gaming. 

„ „ HelfertDr. Josef Alex. Freih. v., geh. Rath, Exc. Wien. 

„ „ Heller Dr. Camillo, Prof. d. Zool. a. d. Universität Innsbruck. 

„ „ Heller Dr. Carl M.. Gustos d. k. zoolog. Museums Dresden. 

„ Frau Henneberg M., geb. Hinterhuber, I., Lobkowitzpl. Wien. 
1.80 r Herr Henschel Gustav, Professor an der Hochschule 

für Bodencultur, VIII., Florianigasse 16 . . . Wien. 

„ „ Hepperger Dr. Carl v., Advocat . . . . . . Bozen. 

„ „ Hetschko Alfred, Prof. d. Lehrerbildungsanstalt Bielitz. 
1 „ Hiendlmayr Anton, Gustos der zoolog.-zootom. 

i Sammlungen des Staates, Neuhausergasse . . München. 

' „ „ Hinter waldner J. M., k. k. Bezirks-Schul- 

inspector, IL, Obere Donaustrasse 45 ... Wien. 
\ „ „ Höfer Franz, Fachlehrer der Bürgerschule i. P., 

Kirchengasse 48 Hernais. 

„ Hönig Rud., k. k. Reg.-Rath, ly.. Hechteng. 1/a Wien. 
„ „ Holz hausen Adolf, Buchdruckerei-Besitzer, VII., 

Breitegasse 8 Wien. 

r, „ Hop ff garten Georg Max Bar. V., b. Langensalza Mülverstedt. 
„ „ Horcicka Carl Richard, k. k. Postcontrolor, 

Goldschlaggasse 35 Fünfhaus. 

, 90 „ „ Hormuzaki Constantin v., Josefsgasse 8 . . . Czernowitz. 

„ „ Hornung Carl, Apoth., Siebenbürgen, Marktpl. Kronstadt. 

Z. B. Ges. B. XLI. C 



XVIII 



Mitglieder. 



P. T. Herr Horväth Dr. Geza v., Delibäb utcza 15 . . . Budapest. 

„ „ HuemerDr. Ign.,k. u.k.Reg.-Arzt i. 27.Inf.-Reg. Graz. 

„ „ H ütter Ott Georg V., kais. Japan. Consul . . . Triest. 

„ „ Hungerbyehler Julius, Edler v. Seestätten, 

I., Wollzeile 23 Wien. 

„ „ Hu SS Armin, Professor am evang. Collegium . . Eperies. 

„ „ Huter Eupert, Hochw., Pfarrer, bei Sterzing . Ried. 

„ „ Hyrtl Dr. Josef, Hofrath, Univ. -Professor i. P., 

Kirchengasse 2 Perchtoldsdorf. 

., „ Jahn Jaroslav, Dr. pMl., Volontär am k. k. natur- 
historischen Hofmuseum Wien. 

200 „ „ Jeannee Dr. Josef, I., Hegelgasse 7 . . . . Wien. 

„ „ Jette r Carl, Privatbeamter, IL, Rothesterng. 4/3 Wien. 

„ „ Juränyi Dr. Ludwig, Univ.-Prof. der Botanik . Budapest. 

„ „ Jurinac Dr. Adolf E., Prof. am Gymn., Croatien Warasdin. 

„ „ Kabät Jos. Eman., Zuckerfabriksdirector, Böhmen Welwarn. 

„ „ Karlinski Dr. J. V., k.u. k. Regimt.- u. Bez. -Arzt Konjica. 

„ „ Karpelles Dr. Ludvi^ig, IV., kleine Neugasse 14 Wien. 

„ „ K a s p a r Rudolf, Hchw., Dechant, b. Mähr.-Schönb. Blauda. 

„ „ Kaufmann Josef, IV., Rubensgasse 5 . . . . Wien. 

„ „ Keller AI., Bürgerschullehrer, VI., MoUardg. 29 Wien. 

210 „ „ Kempny Peter, Dr., prakt. Arzt Gutenstein. 

„ „ K e r n e r Dr. Anton, R. v. M a r i 1 a u n, Universitäts- 
Professor, Director des botan. Gartens, Hofrath Wien. 

„ „ Kern er Josef, Hofrath, Kreisgerichts-Präsident . Salzburg. 

„ „ Kern stock Ernst, Realschul-Professor .... Bozen. 

„ „ Kerry Rieh., Dr. phil., L, Gonzagagasse 5 . . Wien. 

„ „ Kinsky Ferdinand Fürst, Durchlaucht. . . . Wien. 

„ „ Kissling P. Benedict, Hochw., Pfarrverweser, 

a. d. Gölsen Schwarzenbach. 

„ „ Klein Julius, Prof. d. Botanik, Josefs-Polytechn. Budapest. 

„ „ Kiemensie wicz Dr. Stanislaus, Professor am 

Gymnasium, Galizien Brody. 

„ „ KlobDr. Al.,Hof-u.Ger.-Adv., L,Maximilianstr. 4 Wien. 

220 „ „ Kniet Andreas, röm.-kath. Pfarrer, b. Schemnitz Prencow. 

„ „ Knapp Josef Arm., IX., Liechtensteinstrasse 75 Wien. 

„ „ Knau er Dr. Blasius, k. k. Gymnasial-Professor, 

VIIL, Bennogasse 31 Wien. 

„ „ Knauthe Carl, Preussisch-Schlesien Schlaupitz. 

„ „ Koelbel Carl, Custos des k. k. naturhistorischen 

Hofmuseums, IX., Wasagasse 28 Wien. 

„ „ König Dr. Heinrich, k. Gerichtsarzt, Mühlgasse Hermannstadt. 

„ „ Köuig-swarter Moriz, Freiherr von .... Wien. 

„ „ Kohl Franz Fr., Assist, a. k. k. uaturhist. Hofmus. Wien. 



Mitglieder. XIX 

P. T. Herr Kolazy Josef, k. k. Hilfsämter-Directions-Adjunct, 

VI., Kauuitzgasse 85 Wien. 

„ „ K 1 in b a 1 V i c Georg, k. k. Prof. d. Ob.-Kealscliule Spalato. 

30 „ „ Körners C, Kastner, Ungv. Com., P. Csap, Zaliony ISalamon. 

„ Körle wie Anton, Professor am Ober-Gymnasium Agram. 

„ „ Kornhuber Dr. Andreas., k. k. Prof. d. Technik Wien. 

„ Kraatz Dr. G., Vorst, d. entom. Ver., Linkstr. 28 Berlin (W.). 

„ „ Krankel Dr. J., k. u. k. Ober-Stabsarzt . . . Zara. 
„ „ K rafft Dr. Guido, k. k. Professor der Technik, 

III., Seidelgasse 32 Wien. 

„ „ Krahulec Dr. Samuel, III., Hauptstrasse 83 . Wien. 

„ „ K ras an Frz., k.k.Prof., II. Gymn., Kroisbachg. 12 Graz. 
„ „ Krasser Dr. Fridol., Assistent am k. k. pfianzen- 

physiolog. Institut d. Univ., Wien, Alsbachstr 2 Währing. 

„ „ Kraus Alois, Inspector der k. k. Menagerie . . Schönbrunn. 

40 „ „ Kraus Dr. M. C, Ober-Baiern, bei Freising . . Weiheustephan. 

„ „ Krauss Dr. Hermann, prakt. Arzt, Hafnerg. 3 Tübingen, 

jjj^' „ „ Krebs Otto B., Vorstand, Westbahnhof . . . Wien. 

„ „ Kr ist Dr. Josef, Halbarthgasse 12 Graz. 

„ „ Kronfeld Dr. Moriz, IX., Schlickgasse 3. . . Wien. 

„ „ Krueg Julius, Doctor der Medicin, bei Wien . Döbling. 

„ „ Künstler Gust. A., Kealitätenbes., Sobieskig. 25 Wien. 
„ „ Kulczynski Ladislaus, k. k. Professor am 

St. Hyacinth-Gymnasium Krakau. 

„ „ Kuiitze Dr. Otto, Nied-Strasse 18, Friedenau bei Berlin. 

„ „ Kurz Anton, Privatbeamter, III., Salesianerg. 8 Wien. 

^0 ^ „ Kurz Carl, k. k. Medik.-Direct., III., Eennweg 12 Wien. 

„ „ Lach Alois, städt. Oberlehrer, IL, Kleine Sperlg. Wien. 

„ „ Lang Robert, Stationsvorstand, Niederösterreich St. Peter. 
„ „ Lauche Wilhelm, fürstl. Liechtensteinischer Hof- 

garten-Director Eisgrub. 

„ „ Lebzelter Ferdinand, k. k. Polizei-Commissär, 

III., Rennweg 12 Wien. 

„ „ Leder Hans, Ungargasse 12 Mödling. 

„ „ Leitgeb Ludwig, P., Oeconomiedirector . . . Göttweih. 
„ „ Lenk Dr. Johann, Arzt des österr.-ungar. Lloyd, 

Via Pozzo del mare 1 Triest. 

„ „ Leonhardi Adolf Freih., Gutsbes., bei Wittingau Platz. 
^ „ Lewandowsky Dr. Rudolf, em. k. u. k. Oberarzt 

und Professor am Militär-Mädchenpensionät . Hernais. 

öO „ „ Liechtenstein Johann, reg. Fürst von und zu Wien. 
„ „ Liechtenstern Franz Freih., k. u. k. Hauptmann 

der Reserve, Schloss Neustein, Post Radna . Krain. 

„ „Low Paul, IV., Kleine Neugasse 14 Wien. 

c* 



XX 



Mitglieder. 



P. T. Herr Loitlesberger C, Professurs-Candidat, Pen- 
sionat „Stella mattutina" Feldkirch. 

„ „ Lopez Dr. Joäs Martins da Silva, prakt. Arzt, 

Ena da Kainlia 272 Porto. 

„ „ Lorenz Dr. Lud. v. Liburnau, Custos-Adjunct 

am k. k. naturhist. Hofmuseum, VII., Burgg. 9 . Wien. 

„ „ Lostorf er Adolf, Dr. med., I., Wollzeile 3 . . Wien. 

„ „ Ludwig Dr. Ernst, Hofrath, Prof. a. d. Univ. Wien. 

„ „ Ludwig Josef, BürgerschuUelirer, VIIL, Zeltg. 7 Wien. 

„ „ Lütkemüller Dr. J., Primär., IV., Favoritenstr. 4 Wien. 

270 „ „ Maggi August, k. u. k. Oberlieutenant .... Fünfkirchen. 

„ „ Mahl er Dr. Julius, Zimmermanngasse 13 . . . Währing. 

„ „ Majer Mauritius, Hochw., C.-O.-Capit St. Gotthard. 

„ „ Mandl Dr. Ludwig, L, Wollzeile 1 Wien. 

„ „ Mantin Georges, 54, Quai de Billy Paris, 

„ „ Marchesetti Dr. Carl v., Dir. d. städt. Museums Triest. 

„ „ Ma renzeller Dr. Emil v., Gustos am k. k. natur- 

histor. Hofmuseum, VIII., Tulpengasse 5 . . Wien. 

„ „ Margo Dr. Theodor, Prof. d. Zoologie a. d. Univ. Budapest. 

„ „ Marktanner-Turneretscher Gottlieb . . . Graz. 

„ „ Maschek Adalbert, fürstlich Rohan'scher Garten- 

director Radimowitz. 

280 Massopust Hugo, Via Coroneo 23 Triest. 

„ „ Matoloni F. X., Xylograph, VIIL, Piaristeng. 35 Wien. 

„ „ Matz Maximilian, Hochw., Pfarrer, N.-Oe. . . Stammersdorf. 

„ „ Mayerhof er Carl, k. k. Hof-Opernsänger, XIII., 

Hauptstrasse 13 Wien. 

„ „ Mayr Dr. Gustav, Professor, III., Hauptstr. 75 Wien. 

„ „ Mazarredo D. Carlo de, Bergingenieur, Clauidio 

Coello 12, pral Madrid. 

„ „ M ehe ly Ludwig V., Lehrer der Staats-Ober-Real- 
schule, Siebenbürgen Kronstadt. 

„ „ Metzger Anton, Spare. -Beamter, III., Siegelg. 1 Wien. 

„ „ Miebes Ernest, Hochw., Provincial des Piaristen- 
ordens, 892/11 Prag. 

„ „ M i k Josef, Professor am akademischen Gymnasium, 

III., Marokkanergasse 3, IL, 50 . . . . . Wien. 

290 „ „ Miller Ludwig, III., Hauptstrasse, Sünnhof . . Wien. 

„ „ Mitis Heinrich Ritter v., k. u. k. Militär-Official, 

Poststrasse 94 Penzing. 

„ „ Moisilu J., Professor, Rumänien Slatina. 

„ „ Moj sisovics Dr. August V. Moj svar, k. k. Pro- 
fessor, Gustos des Landesmuseums Joanneum, 

Maiffredygasse 2 Graz. 



Mitglieder. 



XXI 



P. T. Herr Molisch Dr. Hans, a. o. Professor au der tech- 
nischen Hochscliule Graz. 

„ „ Müller Dr. Arnold Julius, prakt. Arzt .... Bregenz. 

„ „ Müller Florian, Hochw., Pfarrer, b. Marchegg, 

P. Lassee Groissenbrunu. 

„ „ Müller Hugo M., I., Grünaugergasse 1 . . . . Wien. 

„ „ Müllner Michael F., Neugasse 39 Eudolfsheim. 

„ „ Natterer Ludwig, k. u. k. Lieut. im 35. Inf.-Reg. Prag. 
500 ^ ^ Nav asch in Sergius V., Privat-Doc. d. Petrowski- 

schen Akademie Moskau. 

„ „ Net u Schill Franz, k. u. k. Hauptmann, Militär- 
geographisches Institut Wien. 

„ „ Neufellner Carl, k. u. k. Reserve-Lieutenant, 

V., Rüdigergasse 6 Wien. 

„ „ Neugebauer Leo, Director der k. u. k. Marine- < 

Realschule Pola. 

„ „ Neumann Anatol de Spallart, I., Getreidem. 10 Wien. 

„ „ Nickerl Ottokar, Dr. d. Med., Wenzelsplatz 16 Prag. 

„ „ Nietsch Dr. Victor, Bürgerschullehrer, Gürtel- 
strasse 27 Währing. 

„ „ Nonfried Anton, Entomologe, Böhmen . . . Rakonitz. 

„ „ Nosek Anton, Supplent am k. k. slavischen Ober- 
Gymnasium Brünn. 

^ „ „ Nunnenmacher Anton Ritter v. Rollfeld, 

W' VIII., Lederergasse 23 Wien. 

BIO „ „ Oberleitner Frz., Pfarrer, Ob.-Oe., bei Gmunden Ort. 

„ „ Ofenheimer Autou, IL, Obere Donaustrasse 77 Wien. 

I„ „ Osteii-Sacken Carl Rol)ert, Freih. v., Wredeplatz Heidelberg. 
„ „ Oster meyer Dr. Franz, Hof- und Gerichts- 

Advocat, L, Bräunerstrasse 11 Wien. 

„ „ Otto Anton, VIII., Schlösselgasse 2 Wien. 

„ „ Fächer David, Hochw., Dechant, Kärnten . . Ober-Vellach. 
„ „ Palacky Dr. Johann, Professor a. d. Universität, 

Director des geographischen Cabinets . . . Prag. 
„ „ Palla Dr. Eduard, Privat-Docent an der Univ., 

Assistent am botan. Garten, Neuthorgasse 46 Graz. 

„ „ Palm Josef, Dir. am Gymnas., Ob.-Oe., Innkreis Ried. 

„ „ Paltauf Dr. Richard, Univ.-Doc, IX., Alserstr. 4 Wien. 
320 „ „ PantocsekDr. Josef, P. Gr.-Tapolczan, Neutraer 

Comitat Tawornak. 

„ „ Paszitzky Eduard, Dr. d. Med., Stadtarzt . . Fünfkirchen. 

„ „ Paszlavszky Jos., Realsch.-Prof., IL, Hauptg. 4 Budapest. 

„ „ Pauli c Josef, k. Finanz-Vice-Director .... Ogulin. 

„ „ Paulin Alfons, Professor am k. k. Obergymn. . Laibach. 



XXII 



Mitglieder. 



P. T. Herr Pechlaner Ernst, Cand. prof., Kapuzinergasse Innsbruck. 
„ „ Pelikan v. Plauenwald Anton Freih, von, k. k. 

Vice-Präs. u. Fin. -Land. -Dir. i. P., Seilerstätte 12 Wien. 

„ „ Pest a August, k. k. Finanz-Minist.-Vice-Secretär Wien. 

„ „ Pfannl Edmund, bei Lilienfeld Niederhof. 

„ „ Pfeiffer Anselm, Hocbw., Prof. am Gymnasium Kremsmünster. 
330 „ „ Pfurtscheller Dr. Paul, Gymnasial-Professor, 

III., Kollergasse 1 Wien. 

„ „ Pier er Dr. F. S. J., Scbiffsarzt d. österr.-ungar. 

Lloyd, Via Carradori 7 Triest. 

„ „ Pintn er Dr. Theodor, Assist, a. zool. Inst. d. Univ. Wien. 

„ „ Platz Jos. Graf, k. k. Statth.-Beamt., Vorarlberg Feldkirch. 

„ „ Pokorny Emanuel, IV., Louisengasse 8 . . . Wien. 

„ „ Prandtstetter Franz v., Apotheker, N.-Oe. . Pöchlarn. 
„ I „ Prantl Dr. Carl, Professor der Botanik, Director 

am botanischen Garten Breslau. 

„ „ Preissmann Ernest, k. k. Aich-Ober-Inspector, 

Burgring 16 Graz. 

„ „ Pregl Friedrich, Stud. med., Körösistrasse 16 . Graz. 
„ „ Preudhomme de Borre Alfred, rue Scutin 11, 

Schaerbeck Brüssel. 

340 „ „ P r in zl August, Oeconomiebesitzer, N.-Oe. . . Ottenschlag. 
„ „ Procopianu-Procopo vici Aurel, Post Capu 

Codrului, Bukowina Capu Campului. 

„ „ Protits Georg, Dr. phil Zombor. 

„ „ Raimann Dr. Rudolf, Feldgasse 27 Währing. 

„ „ Rakovac Dr. Ladislav, Secretär d. k. Landes-Reg. Agram. 

„ „ Ransonnet Eugen v., Baron, I., Seitenstetteng. 5 Wien. 

„ „ Rathay Emerich, Prof. d. ön.-pom. Lehranstalt Klosterneuburg. 

„ „ Rebel Hans, Dr. jur., VI., Magdalenenstrasse 14 Wien. 

„ „ Rechinger Carl, Cand. phil., I., Friedrichsstr. 6 Wien. 

„ „ Redt enb acher Josef, VI., Barnabitengasse 9 . Wien. 

350 „ „ Regel Dr. Eduard, Direct. d. k. botan. Gartens St. Petersburg. 

„ „ Reiser Othmar, Custos am Landes-Museum . . Serajewo. 

„ „ Reiss Franz, prakt. Arzt Kierling. 

„ „ Reifte r Edmund, Mähren . Paskau. 

„ „ Re SS mann F., Dr. juris, Kärnten Malborgeth. 

„ „ Rettig Heinrich, Inspector am botan. Garten . Krakau. 

„ „ Reuss Dr. Aug. Leop. Ritt, v., I., Wallfischg. 4 Wien. 

„ „ Reuth P. Emerich L., Hochw., Eisenburg. Com. Nemet-Ujvär. 

„ „ Rey Dr. E., Naturalist, Flossplatz 9 Leipzig. 

„ „ Richter Carl, Dr. phil., IL, Taborstrasse 17 . Wien. 
360 „ „ Richter Ludwig (Adresse L. Thiering), Maria 

Valeriegasse 1 Budapest. 



Mitglieder. XXIII 

P. T. Herr Rimmer Dr. Franz, Seiniuarleliror St. Pölten. 

„ „ Rippe 1 Johann Conrad, Professor an der k. k. 

Staats-Ober-Realseluile Steyr. 

„ „ Robert Franz v.. I., Zedlitzgasse 4 Wien. 

„ „ Rock Dr. Wilhelm, II., Rembrandtstrasse 14 Wien. 

„ „ Röder Victor v., Oeconom, Herzogthum Anhalt Hojm. 

„ „ Rösler Dr. L., Professor der k. k. chemisch- 
physikalischen Versuchsstation Klostenieuburg. 

„ „ Rodenhof er Alois Friedrich, Custos am k. k. 

naturh. Hofmuseum, VIII., Josefstädterstr. 19 Wien. 

„ „ Rollett Emil, Doctor der Medicin, Primarius, 

I., Giselastrasse 2 Wien. 

„ „ Ronniger Ferd., Disponent, I., Rothethurmstr. 17 Wien. 
370 „ „ Ros oll Dr. Alexander, Professor a. d. n.-ö. Landes- 

Ober-Reai- und Maschinenbauschule .... Wr.-Neustadt. 

„ „ Rossi Ludwig, k. k. Landwehr-Oberlieutenant . Karlstadt. 

„ „ Rossmanit Dr. Theodor Ritt, v., k. k. Genera 1- 

Secretär der Börsekammer, L, Börseplatz 3 . Wien. 

jk „ „ Rothschild Albert, Freiherr v Wien. 

P „ „ Rothschild Baron IS'athauiel, IV., Theresia numg. Wien. 

„ „ Rüper tsberger Mathias, Hochw., Pfarrer, Post 

Mühldorf, Niederösterreich Nieder-Ranna 

„ „ Sandany F. J., k. k. Polizei-Rath Währing. 

^ „ „ Schaf er Joh., Hochw., Pfarrer, b. Zirkniz, Krain Grahovo. 

Wr „ „ SchaubDr. Robert Ritt. V., IX., Liechtensteinstr. 2 Wien. 

„ „ Scher fei Aurel, Apotheker Felka. 

380 „ „ Scherffel Aladar Iglö. 

„ „ Schernhammer Jos., Privatbeamter, Märzstr. 32 Neufünfhaus. 

„ „ Scheuch Ed., VI., Kollergerngasse 1 . . . . Wien. 

„ „ Schiedermayr Dr. Carl, k. k. Statthaltereirath, 

Kremsthal, O.-Oe Kirchdorf. 

„ „ Schieferer Michael, Wagnergasse 18 . . . . Graz. 

„ „ Schierholz Dr. Carl, Chemiker, III., Kegelg. 2 a Wien. 

„ „ Schiff ner Rudolf, Gutsbes., IL, Czerninplatz 7 Wien. 

„ „ Schleicher Wilhelm, Oeconomiebesitzer, N.-Oe. Gresten. 

„ Frau Schloss Natalie, L, Strauchgasse 2 Wien. 

„ Herr Schmerling Anton Ritter v., geh. Rath, Excell. Wien. 

390 „ „ S chn ab 1 Dr. Johann, Krakauer Vorstadt G3 . . Warschau. 

„ „ Schollmayer Heinrich, fürstl. Schönburg'scher 

Oberförster, bei St. Peter, Krain, Post Sagurje Masun. 

„ „ Scholtys Alois, Präparator der botanischen Ab- 
theilung des k. k. naturhistor. Hofmuseums . Wien. 

„ „ Schräm Otto, Stud. med., VI., Stumperg. 16 . Wien. 

„ „ Schreiber Dr. Egyd, Director d. Staats-Realsch. Görz. 



I 



XXIV 



Mitglieder. 



P. T. Herr Schreiber Mathias, Lehrer Krems a. d. D. 

„ „ S ehr oll Anton, Kunstverlag, I., Getreidemarkt 18 Wien. 

„ „ Schulzer T. Müggenburg St., p. k. u. k. Hptm. Vinkovce. 

„ „ Schuster Adrian, Professor an der Handels- 
Akademie, IV., Theresianumgasse 6 . . . . Wien. 

„ „ Schwaighofer Anton, Doctor der Philosophie, 

III.; Hetzgasse 25 Wien. 

400 „ „ Schwarz Carl v., Baron, Villa Schwarz . . . Salzburg. 

„ „ Schwarz-Senborn Wilhelm Freih. v., Excell. Wien. 

„ „ Schwarzel Felix, Oecon., bei Böhm.-Deutschbrod Bastin. 

„ „ Schwarzenberg Adolf Josef, Fürst, Durchl. . Wien. 

„ „ Scudder Samuel, Prof., Harward College, ü. St. Cambridge. 

„ „ Seiller Dr. Eudolf, Baron, I., Schottenhof . . Wien. 

„ „ Sennholz Gustav, Stadtgärtner, III., Heumarkt 2 Wien. 

„ „ Senoner Adolf, III., Marxergasse 14 ... . Wien. 

„ „ Siebeck Alexander, fürstl. Khevenhüller'scher 

Forstmeister, Niederösterreich Riegersburg. 

„ „ Siebenrock Friedrich, Assistent am k. k. natur- 
historischen Hofmuseum, I., Burgring 7 . . . Wien. 
410 „ „ Siegel Mor., Civil-Ingen.,V.,Hundsthurmerstr. 68 Wien. 

„ „ Siegmund Wilhelm jun., Böhmen Reichenberg. 

„ „ Sigl Udiskalk, P., Hochw., Gymnasial-Director Seitenstetten. 

„ „ Simonkaj Dr. Ludw., Prof. am Ob.-Gymn., VII. Budapest. 

„ „ Simony Dr. Oscar, o. ö. Professor der Hoch- 
schule für Bodencultur, III., Salesianergasse 13 Wien. 

„ „ Singer Dr. Max, Schriftsteller, IL, Weintrauben- 
gasse 9 Wien. 

„ „ Sitensky Dr. Fr., Professor der Landwirthschaft 

in der Landesanstalt Tabor. 

„ „ Soeding Emil, Buchhändler, L, Wallnerstr. 13 Wien. 

„ „ Sohst C. G., Fabriksbesitzer, Johns Allee 9 . . Hamburg. 

„ „ Spaeth Dr. Frz., Mag.-Beamt., L, Kohlmesserg. 8 Wien. 
420 „ „ Stäche Dr. G., k. k. Ober-Bergrath an der geo- 
logischen Reichsanstalt Wien. 

„ „ Stapf Dr. Otto, Privat-Docent an der Universität 
Wien, derz. Assistant for India am Herbarium 

der Royal Gardens Kew. 

„ „ Steinbühler August, Marine -Comm.-Adjimct, 

Gürtelstrasse 6 Währing. 

„ „ Stein dachner Dr. Fr., k. u. k. Hofrath, Director 

der zool. Abth. d. k. k. naturhistor. Hofmuseums Wien. 

„ „ Steiner Dr. Julius, Prof. am Staats-Gymnasium, 

VIII., Florianigasse 29 Wien. 

„ „ Steinwender Dr. Paul, k. k. Notar, Ob.-Oe. . Leonfelden. 



Mitglieder. 



XXV 



P. T. Herr Stell wag Dr. Carl v. Carioii, Hofrath, k. k. 

Uuiversitäts-Professor Wien. 

„ „ Sternbach Otto Freiherr v., k. u, k. Oberst i. P. Bliulenz. 

„ „ Stieglitz Franz, Hoehw., Domherr, Walterstr. 8 Linz. 

„ „ Stierliu Dr. Gustav, Schweiz Schaffhaiiseu. 

„ „ Stock may er Siegfried S., Med., Goldschmidtg. 1 Währing. 
„ „ St Ohl Dr. Lukas, fürstlich Schwarzenberg'scher 

Leibarzt i. P., III., Hauptstrasse 46 ... . Wien. 

„ „ Strasser Pius P., Hochw., Pfarrer, bei Rosenau Sonntagsberg. 

„ „ Strauss J., städt. Marktcommiss., IV., Waagg. 1 Wien. 

„ „ Strobl Gabriel, P., Hochw., Gymnasial-Professor Seitenstetten. 
„ „ Studnizka Carl, Oberwerkführer I. Classe im 

Artillerie-Zeugs-Depot • • • Olmütz. 

„ „ S t u m m e r Rudolf v. T r a u e n f e 1 s, III., Mechelg. 2 Wien. 
„ „ Stur Diouys, Hofrath, Director der k. k. geolo- 
gischen Reichsanstalt Wien. 

„ „ Sturany Dr. Rudolf, VII., Zieglergasse 3 . . Wien. 

„ „ Stussiner Josef, k. k. Postofficial, Wienerstr. 15 Laibach. 
„ „ Szyszylowicz Dr. Ignaz Ritter v., Assistent am 

k. k. naturh. Hofmuseum, III., Beatrixgasse 14 a Wien. 

„ „ T angl Dr. Eduard, k.k. Univ. -Prof., Albertineng. 3 Czernowitz. 

„ „ Tempsky Friedrich, Buchhändler Prag. 

„ „ Teuchmann Fr., VII., Burggasse, Hotel "Höller Wien. 

„ „ Then Franz, Prof. an der k. k. Theres. Akademie Wien. 

„ „ Thomas Dr. Friedr., herzogl. Professor, b. Gotha Ohrdruf?. 
„ „ Thümen Felix, Freih. v., k. k. Adjunct der forstl. 

Versuchsstation, derz. Kirchenplatz 153 . . . Schönau-Teplitz. 

„ „ Tief Wilhelm, Gymnasial-Professor Villach. 

„ „ Tobisch J. 0., Dr., Districtsarzt, Kärnten . . . Rosseg. 
„ „ Tomasini Otto R. v., k. u. k. Hauptmann im 

27. Feldjäger-Bataillon Görz. 

„ „ Tomek Dr. Josef, fürstl. Leibarzt, b. Fronsburg Riege rsburg. 

„ „ T Opitz Anton, Schulleiter, bei Grein, Ob.-Oe. . St. Nikola. 

„ TrailDr. Jam.H.W., Univ.-Prof.d.Bot.,Schottl. Aberdeen. 
„ „ Treusch Leopold, Beamter der I. österreichischen 

Sparcasse, I., Graben 21 Wien. 

„ „ Troyer Dr. Alois, Advocat, Stadt Steyr. 

„ „ Tscher nikl Carl, k. k. Hofgärtner Innsbruck. 

„ „ Tschörch Franz, k. u. k. militär.-techn. Official, 

VIII., Josefstädterstrasse 48 Wien. 

„ „ Tschusi Vict. R. zu Schmidhof fen, b. Hallein Tännenhof. 

„ „ Uhl Dr. Eduard, VI., Mariahilf erstrasse Ib., Wien. 

„ „ Valenta Dr. A., k. k. Reg.-Rath u. Spitalsdirector Laibach. 

„ „ Velenovsky Dr. Josef, Wenzelgasse 18 . . . Prag. 

Z. D. Ges. R. XLI. d 



XXVI 



Mitglieder. 



P. T. Herr Yerrall G. H., Sussex Lodge, England . . . Newmarket. 

„ „ Vesely Josef, k. k. Hofgärtner, IV., Belvedere . Wien. 

„ „ Vielguth Dr. Ferdinand, Apotheker, Ob.-Oe. . Wels. 

„ „ Viertl A., k. u. k. Hauptm. i. P., Franziskanerg. 18 Fünfkirchen. 

„ „ Vodopic Mathias, Bischof, Eminenz, Dalmatien Ragusa. 

„ „ Vogel Franz A., k. k. Hof-Garteninspector . . Laxenburg. 

„ „ Vogl Dr. August, k. k. Universitäts - Professor, 

k. u. k. Hofrath, IX., Ferstelgasse 1 . . . . Wien. 

„ „ Vojtek Eich., Apotheker, VI., Königseggasse 6 . Wien. 

„ „ Vukotinovic Ludwig Farkas v Agram. 

470 „ „ Wachtl Friedrich, k. k. Forst- und Domänen- 
Verwalter, L, Kolowratring 14 Wien. 

„ „ Waginger Dr. Carl, VII., Neubaugasse 30 . . Wien. 

„ „ Wagner Bernard, P., Hochw., Professor am Ober- 
Gymnasium Seitenstetten. 

„ „ Walter Julian, Hochw., P.-O.-P., Gymnasial- 

Professor, I., Herrengasse 1 Prag. 

„ „ Walz Dr. Rudolf, IV., Carolinengasse 19 . . . Wien. 

„ „ Washington St. V., Baron, Schloss Pols, Steierm. Wildon. 

„ „ Weiglsperger Fr., Hchw., Pfarr., P. Atzenbruck Michelhausen. 

„ „ Weinländer Georg, Gymn.-Prof., Theresieng. 3 Währing. 

„ „ Weinzierl Dr. Theodor Ritter v., Vorstand der 

Samen-Control -Versuchsstation, I., Herreng. 13 Wien. 

„ „ Weisbach Dr. August, k. u. k. Ober-Stabsarzt, 

Garnisonsspital Nr. 2, Rennweg Wien. 

480 „ „ Weiser Franz, k. k. Landesgerichtsrath, IV., 

Hauptstrasse 49 Wien. 

„ „ Weiss Dr. Adolf, Regier. -Rath, k. k. Univ.-Prof. Prag. 

„ „ Werner Franz, Dr. phil., I., Bellariastrasse 10 . Wien. 

„ „ Westerlund Dr. Carl Agardh, Schweden . . . Ronneby. 

„ „ Wettstein Dr. Richard Ritter V. Westersheim, 
Docent und Adjunct an der Universität, III., 

Mechelgasse 2 Wien. 

„ „ Wichmann Dr. Heinr., Adjunct a. d. österr. Ver- 
suchsstation für Brauerei, IX., Währingerstr. 59 Wien. 

„ „ Wiederniann Leopold, Hochw., Pfarrer, Post 

Sieghartskirchen Rappoltenkirchen, 

„ „ Wiemann August, Gärtner, III., Rennweg 14 . Wien. 

„ „ Wierer Ludwig V. Wierersberg, k. k. Bezirks- 
gerichts -Adjunct, Niederösterreich Korneuburg. 

„ „ Wiesner Dr. Julius, k. k. Univ.-Prof. d. Bot. . Wien., 

490 „ „ Wilczek Hans Graf, Excellenz, geh. Rath . . Wien. 

„ „ Wilhelm Dr. Carl, Professor an der Hochschule 

für Bodencultur, VIII., Skodagasse 17 . . . Wien. 



Mitglieder. 



XXVII 



P. T. Herr Willkomm Dr. Moriz, Hofrath, k. k. üniver- 

sitäts-Professor, Smichow Prag. 

„ „ Witting Eduard, VII., Zieglergasse 27 . . . Wien. 

„ „ Wocke Dr. M. F., Klosterstrasse 87 b . . . . Breslau. 

„ „ Wolf Franz, Gut Xeuhof bei Graz St*ieflingthal. 

„ „ Woloszczak Dr. Eustacb, Prof. an der Technik Lemberg. 

„ „ Woronin Dr. M., Prof., kleine italienische Strasse 6 St. Petersburg. 

„ Wright Dr. Percival, Prof. d. Bot., Trinity Coli. Dublin. 

„ „ Zabeo Alfons, Graf, IX., Berggasse 9 . . . . Wien. 
00 „ n Zahlbruckner Dr. Alex., Amanuensis am k. k. 

naturh. Hofmuseum, VII., Mechitharisteng. 7 . Wien. 
„ „ Zareczny Dr. Stan., Professor am III. Gymn. . Krakau. 
„ „ Zermann P. Chrysostomus, Gymn. -Prof. . . . Melk. 
„ „ Zickendrath Dr. Ernst, Haus Siegle, Butirki . Moskau. 
„ „ Zivotsky Josef, ev. Katechet, IV., Igelgasse 11 Wien. 
„ Frau Zugmayer Anna, Gut Neuhof bei Graz . . . Stiftingthal. 
06 „ Herr Zukal H., Uebungslehrer der k. k. Lehrerinnen- 
Bildungsanstalt, VIII., Lerchengasse 34 . . . Wien. 



IiTthümer im Terzeichniss und Adress'änderuiigeu woUen dem Secretariate 
zur Berücksichtigung bekannt gegeben werden. 



d* 



XXVIII 



Ausgeschiedene Mitglieder. 



Ausgeschiedene Mitglieder. 



1. Durch den Tod: 



P. T. Herr Andre Ed. 

„ „ Christen Severin. 

„ „ Feistmantel Dr. Ottokar. 

„ „ Gall Eduard v. 

„ „ Haynald Dr. Ludwig. 

„ „ Maly Franz. 

„ „ Martinovic Peter. 



P. T. Herr Maupas Peter Doimus. 

„ „ Maximowicz Dr. Carl. 

„ „ Pelzein August v. 

„ „ Polak Dr. J. E. 

„ „ Schuster Carl. 

„ „ Steininger Hans. 

„ „ Stummer Josef v. 



2. Durch Austritt: 



R T. Herr Apfelbeck Victor. 

„ „ Ettingshausen Const. v. 

„ „ Godeffroy Dr. Eichard. 

„ „ Gurschner A. 

„ „ Heinz e Hermann. 

„ „ Holzel Hugo. 

„ „ Jochum Adolf. 

„ „ Keck Carl. 

„ „ Latzel Dr. Robert. 

„ „ Lutz Josef. 



P. T. Herr Mikosch Dr. Carl. 

„ Mittrowsky Wlad. Graf. 

„ „ Prey er Leopold. 

„ „ Sehl Ott er Gustav. 

„ „ Treuinfels Leo. 

„ „ Twrdy Conrad. 

„ „ Ullepitsch Josef. 

„ „ Voss Wilhelm, 

„ „ Witlaczil Dr. Emanuel. 



3. Wegen Zurückweisung der Einhebung des Jahresbeitrages durch 

Postnachnahme : 



P. T. Herr Eifler Leo. 
„ „ Hirc Carl. 
„ „ Kalbermatten Leo. 
„ „ Leibiinger Gustav. 
„ „ Novotny Dr. Stefan. 



P. T. Herr Robic Simon. 

„ „ Eosenthai A. C. 

„ „ Vierhapper Friedrich. 
Niederösterreichische Landes-Ober-Eeal ■ 

schule. 



Lehranstalten und Bibliotheken. 



XXIX 



Lehranstalten und Bibliotheken, 

welche die Gesellschaftsschriften beziehen. 



Gefell Jahresbeitrag. 

Berlin: Königl. Bibliothek. 

Brixen: Fürstb. Gymnasium Vincentiniim. 

Brünn: K. k. 1. deutsches Ober-Gymnasium. (Nchn.) 

Dornhirn (Vorarlberg) : Communal-Unter-Realschule. 

Feldkirch (Vorarlberg): Pensionat Stella mattutina. 

Görz: Landesmuseum. 

„ K. k. Ober-Kealschule. 

„ K. k. Ober-Gymnasium. (Q.) 
Graz: K. k. 1. Staats-Gymnasium. 
10 „ K. k. Universitäts-Bibliothek. 
Güns: K. kath. Gymnasium. (P. f.) 
Kalkshurg: Convict der P. P. Jesuiten. 
Klagenfurt: K. k. Ober-Gymnasium. 

Klausenhurg : Landwirthschaftliche Lehranstalt (Moiiostor). 
Laihach: K. k. Lehrer-Bildungsanstalt. 

„ K. k. Staats-Ober-Realschule. 
Lemberg: K. k. Polytechnikum. 
Leohen: Landes-Mittelschule. 
Linz: Oeffentliche Bibliothek. 
20 „ Bischöfliches Knaben-Seminar am Freinberge. 
itfar&itr^; K. k. Gymnasium. 

Mariaschein bei Teplitz: Bischöfliches Knaben-Seminar. 

Martinsherg bei Raab: Bibliothek des e. Benedictiner-Erzstiftes. (Nchn.) 

Meran: K. k. Gymnasium-Direction. 

Oher-Holldbrunn : Landes-Realgymnasiuni. 

Oedenhurg: K. kath. Ober-Gymnasium. 

Olmütz: K. k. Studienbibliothek. 

„ K. k. Ober -Realschule. 
Pilsen: K. k. deutsche Staats-Realschule. 
30 Pola: K. k. Staats-Gymnasium, 

Prag: K. k. deutsches Gymnasium der Altstadt. 

„ K. k. deutsches Neustädter Gymnasium, Graben 20. 

„ K. k. deutsches Ober-Gymnasium der Kleinseite. (Nchn.) 

„ Gesellschaft für Physiokratie in Böhmen, Wenzelsplatz 16. 
Przihram: K. k. Lehrer-Bildungsanstalt. 



XXX 



Lehranstalten und Bibliotheken. 



Meichenberg (Böhmen): K. k. Ober-Eealgymnasium. 
Bied (Ober-Oesterreich): K. K. Staats-Ober-Gymnasium, 
Boveredo: Museo Civico. (P.) 
Salzburg: K. k. Gymnasium. 
40 „ K. k. Ober-Eealschule. 

Schässhurg: Evangelisches Gymnasium. 
Stockerau : Landes-Eealgymnasium. 

Tdbor: Höhere landwirthschaftlich-industrielle Landes -Anstalt. (P. f.) 
Temesvar: K. Ober-Gymnasium. 
Teschen: K. k. Staats-Eealschule. 
Troppau: Landes-Museum. (Nchn.) 

„ K. k. Staats-Gymnasium. (Buchh. G ollmann.) 

„ K. k. Ober-Eealschule. 
Ung arisch- Hradisch : K. k. deutsches Staats-Eeal-Obergymnasium. 
50 Villach: K. k. Eeal-Obergymnasium. 

Weisswasser, Böhm.-: Forstlehranstalts-Direction. 
Wien: K. k. Akademisches Gymnasium, I., Christinengasse 1. 
„ Oesterreichischer Apotheker -Verein. 

„ Kaiser Franz Josefs-Gymnasium der inneren Stadt, Hegelgasse. 
„ Leopoldstädter k. k. Staats-Ober-Eealschule, II., Vereinsgasse 21. 
„ K. k. Staats-Gymnasium, IL, Taborstrasse 24. 
„ Botanisches Museum der k. k. Universität, III., Eennweg 14. 
„ K. k. Staats-Ober-Eealschule, III., Eadetzkystrasse 2. 
„ K. k. Staats-Eealschule, Währing, Wienerstrasse 49. 
60 „ K. k. Staats-Unter-Eealschule, V., Eampersdorfergasse 20. 

„ Zoologisch-botanische Bibliothek der k. k. technischen Hochschule. 
Wiener-Neustadt : Niederösterreichisches Landes-Lehrer-Seminar. 
„ Nieder österreichische Landes-Ober-Eealschule. 



Unentgeltlich. 

Czernowitz: K. k. Universitäts-Bibliothek. 
Prag: Lese- und Eedehalle der deutschen Studenten. 
Waidhofen a. d. Thaya: Landes-Eealgymnasium. 
Wien: K. k. Hofbibliothek. 

„ Communal-Gymnasium Gumpendorf. 

„ „ „ Leopoldstadt. 

70 „ „ Ober-Eealschule Gumpendorf, VI., Marchettigasse. 

„ „ „ »I-, Schottenbastei 7. 

„ „ „ „ Wieden. 

„ K. k. Universitäts-Bibliothek. 
74 „ Landesausschuss-Bibliothek. 



Wissenschaftliche Anstalten. 



XXXI 



Wissenschaftliche Anstalten und Yereine, 

mit welchen Schriftentausch stattfindet. 



Oesterreich-Ungarn. 



'Agram: Societas Historica Naturalis Croatica „Glasnik". 
Bregenz : Landes-Museums -Verein. 
Brünn: Naturforschender Verein. 

„ Mährisch-schlesische Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues. 
Budapest: K. ungarische Akademie der Wissenschaften. 
„ „ „ geologische Anstalt. 
„ „ „ geologische Gesellschaft. 
„ Ungarischer naturwissenschaftlicher Verein. 
„ Redaction der naturhistorischen Hefte des Nationalmuseums. 
10 Graz: Naturwissenschaftlicher Verein für Steiermark. 
„ K. k. steiermärkischer Gartenbau -Verein. 
Hermannstadt: Siebenbürgischer Verein für Naturwissenschaften. 

„ Verein für siebenbürgische Landeskunde. 

Innsbruck: Naturwissenschaf tlich-medicinischer Verein. 

„ Ferdinandeum. 
Klagenfurt: Naturhistorisches Landes-Museum. 

„ K. k. Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues und der Industrie 
in Kärnten. 

Klausenburg: Medicinisch-naturwissenschaftlicher siebenbürgischer Museumsverein. 
Leipa, Böhm.-: Nordböhmischer Excursions-Club. 
^0 Leutschau: Ungarischer Karpathen -Verein. 
Linz: Museum Francisco-Carolinum. 

„ Verein für Naturkunde. 
Ftag: K. böhmische Gesellschaft der Wissenschaften. 

„ Naturhistorischer Verein „Lotos". 
Reichenberg: Verein der Naturfreunde. 
Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. 
Sarajevo: Glasnik zemaljskog muzeja u Bosni i Hercegovini. 
Trentschin : Naturwissenschaftlicher Verein des Trentschiner Comitats. 
Triest: Museo civico di storia naturale. 



Societä adriatica di scienze naturali. 



XXXII 



Wissenschaftliche Anstalten. 



Triest: Societä d'orticultiira del Littorale. 
Wien: Kais. Akademie der Wissenschaften. 

„ K. k. naturhistorisches Hofmuseum. 

„ Naturwissenschaftlicher Verein an der Universität. 

„ K. k. Gartenbau-Gesellschaft. 

„ K. k. geographische Gesellschaft. 

„ K. k. geologische Eeichsanstalt. 

„ K. k. Gesellschaft der Aerzte. 

„ Deutscher und österreichischer Alpenverein. 
40 „ Oesterreichischer Eeichs-Forstverein. 

„ Verein für Landeskunde von Niederösterreich. 

„ Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse. 

Deutsches Reich. 

AUenhurg: Naturforschende Gesellschaft des Osterlandes. 

Annaberg-Buchholz: Verein für Naturkunde. 

Arnstadt: Deutsche botanische Monatsschrift (G. Leimbach). 

Augsburg : Naturhistorischer Verein. 

Bamberg : Naturforschender Verein. 

Berlin: König! preussische Akademie der Wissenschaften. 

„ Botanischer Verein für die Provinz Brandenburg. 
''>0 „ Berliner Entomologischer Verein (B. Hache). 

„ Deutsche entomologische Gesellschaft. 

„ Jahrbücher des k. botanischen Gartens und Museums. 

„ Naturwissenschaftliche Wochenschrift (Verlag von Ferdinand Dümmler, 
Zimmerstrasse 94, S. W. 12). 

„ Archiv für Naturgeschichte (Nicolai 'sehe Buchhandlung). 

„ Entomologische Nachrichten (Friedländer). 

„ Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den k. preussischen Staaten. 
Bonn: Naturhistorischer Verein der preussischen Elieinlande und Westphalens. 
Bräunschiveig : Naturwissenschaftliche Eundschau ( V i e w e g & S o h n). 
„ Verein für Naturwissenschaft. 

60 Bremen: Naturwissenschaftlicher Verein. 

Breslau: Verein für sohlesische Insectenkunde. 

„ Schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur. 
Cassel: Verein für Naturkunde. 
Chemnitz: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. 
Colmar im Elsass: Societe d'histoire naturelle. 
Danzig: Naturforschende Gesellschaft. 
Darmstadt: Verein für Erdkunde. 

Donau-Eschingen: Verein für Geschichte und Naturgeschichte. 
Dresden: Gesellschaft „Isis". 
70 „ Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. 



Wissenschaftliche Anstalten. 



XXXI II 



Dürlheim: „Polliehia" (naturwisseuschaftliclier Verein der bairischen Pfalz). 
Elberfeld: Naturwisseuschaftliclier Verein von Elberfeld und Barmen. 
Emden: Naturforschende Gesellschaft. 
Erlangen: Biologisches Centralblatt. 

„ Physikalisch-medicinische Societät. 
Eranlfurt a. 31.: Senkenbergische naturforschende Gesellschaft. 

„ Redaction des Zoologischen Gartens. 

Franlfurt a. 0.: Naturwissenschaftlicher Verein für den Eegierungsbezirk Frank- 
fuit a. 0. 

„ Societatum Litterae (Dr. Ernst Huth). 

80 Freiburg i. B. : Naturforschende Gesellschaft. 
Fulda: Verein für Naturkunde. 

Glessen: Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Buchh. Richter). 
Görlitz: Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften. 

„ Naturforschende Gesellschaft. 
Göttingen: Königl. Gesellschaft der Wissenschaften. 

Greifswald: Naturwissenschaftlicher Verein von Neu -Vorpommern und Rügen. 

Güstroiv: Verein der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg. 

Halle a. d. S. : Naturwissenschaftlicher Verein für Sachsen und Thüringen. 

„ Naturforschende Gesellschaft. 

„ „Die Natur" (Schwetschke'scher Verlag). 

„ Kaiserl. Leopold.-Carolin. deutsche Akademie der Naturforscher 

Hamburg -Altona: Naturwissenschaftlicher Verein. 

„ Verein für naturwissenschaftliche Unterhaltung. 

„ Naturhistorisches Museum der Stadt Hamburg. 

Hanau: Wetterauische Gesellschaft für die gesammte Naturkunde. 
Hannover: Naturhistorische Gesellschaft. 
Heidelberg: Naturhistorisch-medicinischer Verein. 
Jena : Medicinisch-naturwissenschaftliche Gesellschaft. 
Kiel: Naturwissenschaftlicher Verein für Schleswig-Holstein. 
100 Königsberg: Königl. physikalisch-ökonomische Gesellschaft. 
Landshut: Botanischer Verein. 

Leipzig: Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie (W. Engelmann). 

„ Königl. sächsische Gesellschaft der Wissenschaften. 

„ Botanische Zeitung (Verlagsbuchhandlung Arth. Felix). 

„ Zoologischer Anzeiger (W. Engelmann). 

„ Verein für Erdkunde. 
Lüneburg: Naturwissenschaftlicher Verein für das Fürstenthum Lüneburg. 
Magdeburg: Naturwissenschaftlicher Verein. 
Mannheim: Verein für Naturkunde. 
HO 3Ietz: Societe d'histoire naturelle. 

München: Königl. baierische Akademie der Wissenschaften. 

„ Gesellschaft für Morphologie und Physiologie. 
Münster: Westphälischer Provinz -Verein für Wissenschaft und Kunst. 

Z. B. Ges. B. XLI. - e 



I 



XXXIV 



"Wissenschaftliche Anstalten. 



Nürnberg: NaturMstorische Gesellschaft. 
Offenbach: Verein für Naturkunde. 
Osnabrück: Naturwissenschaftliclier Verein. 
Passau: Naturhistorischer Verein. 
JRegensburg : Zoologisch-mineralogischer Verein. 

„ Königl. haierische botanische Gesellschaft. 
120 Stettin: Entomologischer Verein. 

Stuttgart: Verein für vaterländische Naturkunde in Württemberg. 
Wiesbaden: Nassauischer Verein für Naturkunde. 
Zwickau: Verein für Naturkunde. 

Schweiz. 

Basel: Naturforschende Gesellschaft. 

Bern: Allgemeine schweizerische naturforschende Gesellschaft. 
„ Naturforschende Gesellschaft. 

„ Schweizerische entomologische Gesellschaft. (Theodor Steck, Natur- 
historisches Museum.) 
Cliur: Naturforschende Gesellschaft. 

Frauenfeld: Mittheilungen der Turgauischen Naturforschenden Gesellschaft. 
130 Genf: Societe de physique et d'histoire naturelle. 
Lausanne: Societe vaudoise des sciences naturelles. 
Neufchdtel: Societe des sciences naturelles. 
Sion: Societe murithienne de Valais. 
St. Gallen: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. 
Zürich: Naturforschende Gesellschaft. 

„ Schweizerische botanische Gesellschaft (Jardin botanique). 

Skandinavien. 

Bergen: Bibliothek des Museums. 
Christiania: Vetenskaps Sällskapet. 
„ Universitäts-Bibliothek. 
140 Gothenburg: K. Vetenskaps Sällskapet. 
Bund: K. Universität. 
Stockholm: K. Vetenskaps Akademie. 

„ Entomologiska Föreningen, 94 Drokninggatan. 
Tromsö: Museum. 

Trondhjem: K. Norske videnskabers Selskabs. 
Upsala: Vetenskaps Societät. 
„ K, Universität. 

Dänemaric. 

Kopenhagen: Naturhistoriske forening. 

„ K. danske videnskabernes Selskab. 



Wissenschaftliche Anstalten. 



XXXV 



Holland. 

150 Amsterdam: Kouiuklijke Akademie van Wetenschappen. 

„ Kouiuklijke Zoologisch Geiiootscliap Natura Artis Magistra. 
Haag : Xederlaudsche Eutomologische Vereeniging. 
Uarlcm: Musee Tejler. 

„ Hollandsche Maatschappij de Weteuschappeu. 
Middelburg : Genootschap de Wetenschappen. 

Bottcrdam: Nederlaudsche Dierkundige Vereeniging (ä la Station zoologique, 
Helder). 

Utrecht: Provincial Utrechtsche Genootschap van Künsten en Wetenschappen. 

Belgien. 

Brüssel: Academie Royale des sciences, des lettres et des beaux-arts de Belgique. 
(Commission des echanges internationaux.) 
„ Societe Royale de Botanique de Belgique. 
GO „ „ entomologique de Belgique. 

„ „ malacologique de Belgique. 

„ „ Beige de Microscopie. 

Gent: Kruidkundige Genootschap „Dodonaea" (Prof. Mac Leod). 
Liege: Redaction de la Belgique Horticole (Morren). 

„ Societe Royale des Sciences. 
Luxemhourg: Societe des Sciences naturelles du Grand-Duche de Luxembourg. 
„ „de Botanique du Grand-Duche de Luxembourg. 

Grossbritannien. 

Belfast: Natural History philosophical Society. 
Dublin: Royal Irish Academy. 
70 „ Geological Society. (Trinity College.) 
„ Royal Society. 
Edinburgh: Royal Physical Society. 
„ Royal Society. 
„ Geological Society, 
j „ Botanical Society. 

! Glasgow: Natural history Society. 
Liverpool: Biological Society. 
London: Entomological Society. 
„ The Entoraologist. 
du „ Entomologist's Monthly Magazine. 
„ Geological Society. 
„ Linnean Society. (Picadilly, W.) 
„ Meteorological Office. 
„ Royal Society. (Burlington House, W.) 

e* 



XXXVI 



Wissenscliaftliche Anstalten. 



London: Uoynl inicroscopical Society. (Kings College.) 

„ Zoological Society. 
Manchester: Literary and philosophical Society. 
Neiücastle upon Tyne: Tyneside Naturalist's Field club. 
Perth: Scottish natnralist (Buchanan White, M. D. Annat Lodge). 

Russland. 

190 CharTcoiv: Gesellschaft der Naturforsclier an der kaiserl. Universität. 
Dorpat : Naturforscher-Gesellschaft. 

EkatJierinenhurg : Societe ouralienne d'aniateurs des sciences naturelles. 
Helsingfors : Finska Vetenskaps-Societeten. 

„ Societas pro Fauna et Flora fennica. 

Kiew: Societe des Naturalistes. 
Moskau: Societe Imperiale des Naturalistes. 
Odessa: Neurussische Gesellschaft der Naturforscher. 
Petersburg: Academie Imperiale des sciences. 
„ Kaiserlicher botanischer Garten. 
200 „ Societas entomologica rossica. 
Biga: Naturforschender Verein. 

Italien. 

Acireale (Sicilien): Societa italiana dei Microscopisti Sicilia. 

Bologna: Accademia delle scienze. 

Florenz: Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze. 

„ Monitore zoologico italiano (Istituto Anatomico). 

„ Eedazione del nuovo Giornale botanico, 

„ Societa entomologica italiana. 
Genua: Museo civico di storia naturale. 

„ Societa di letture e conversazioni scientifiche. 
210 Lucca: Accademia lucchese di scienze, lettere ed arti. 
Mailand: Societa italiana di scienze naturali. 

„ Istituto lombardo di scienze, lettere ed arti. 

„ Societa crittogamologica italiana. . 
Messina: Malpighia Eivista Mensuale di Botanica. 
Modena: Societa dei naturalisti. 

„ Accademia di scienze, lettere ed arti. 

„ Societa malacologica italiana. (Segretario Prof. Dante Pauternelli, 
Univers., Modena.) 
Neapel: Accademia delle science. 

„ Mittheilungen der zoologischen Station (Dr. Dohm). 
220 „ Societa di Naturalisti. 

Padua: K Istituto e giardino botanico dell' Universita. 



Wisscuscluiftliche AustiiUeu. 



xxxvir 



Padua: Nuova Notarisia (Dott. C. B. de Toui). 

„ Societa veneto-trentiua di scitMize uatiirali. 
Falcnnü: Eoale Accadeniia palermitaua delle scieiize, lettcrc etc. 

„ ISocietä di Acclimazione. 
Pisa: Societä toscana di scienze naturali. 
Pom: Reale Accademia dei Liucei. 
„ Societa italiaua delle scienze. 

„ Jahrbücher des botanischen Gartens (Prof. Pirotta). 
230 Siena: Reale Accademia dei Fisiocritici. 

„ Rivista italiana di scienze naturali. 
Venedig: Istituto veneto di scienze, lettere ed arti. 

„ „Neptunia", Rivista per gli Studi di scienza pura ed applicata (Dott. David 
Levi Morenos, 3422, Venezia). 
Verona: Accademia di Agricoltura, commercio ed arti. 

Frankreich. 

Amiens: Societe Linneenne du Nord de la France. 
Angers: Societe detudes scientifiques. 
Bordeaux: Societe Linneenne. 
Caen: Societe Linneenne de Normandie. 

„ Annuaire du Musee d'histoire naturelle. 
UO Cherboiirg: Societe des sciences naturelles. 
' Dijon: Academie des sciences, arts et belles-lettres. 
Lille: Societe des sciences de l'agriculture et des arts. 

„ Revue biologique du Nord de la France. 
Lyon: Academie des sciences, belles-lettres et arts. 

„ Societe d'Agriculture. 

„ Societe botanique de Lyon (Palais des arts, place des terreaux). 

„ Societe Linneenne de Lyon. 
Nancy: Societe des sciences. 
I „ Academie de Stanislas. 

'250 Paris: Journal de Conchiliologie. 

„ Nouvelles archives du Musee d histoire naturelle, 

„ Societe botanique de France. 

„ Societe entomologique de France. 

„ Societe zoologique de France. 
Pouen: Societe des amis des sciences naturelles. 

Portugal. 

('oimhra: Sociedad Broteriana (Boletin annual). 
Lissahon: Academia real das sciencias. 

Porto: Sociedade Carlos Ribeiro (Revista de Sciencias Naturaes E. Socides). 



XXXVIII 



Wissenschaftliche Anstalten. 



Spanien. 

Madrid: Sociedad espanola de historia natural. 

Asien. 

260 Batavia: Bataviaasch Genootschap van Künsten en Wettenschappen. 
„ Natuurkundige Vereeniging in Nederlandisch-Indie. 
Bombay: Journal of the Bombay Natural History Society. 
Calcutta: Asiatic Society of Bengal. 
Shanghai: Asiatic Society, north China branch. 

Afrilca. 

Cairo: L'Institut Egyptien. 

Amerika. 

a) Nordamerika. 

Boston: American Academy. 

„ Society of Natural History. 
Buffalo: Society of Natural Sciences. 

Cambridge: American Association for the advancement of science. 
270 „ Museum of comparative Zoology. 

„ Entomological Club „Psyche" (p. G. Diniok in Paris). 
Chapel Hill: Elisha Mitchell Scientific Society. 
Columbus: Geological Survey of Ohio. 
S. Francisco: Californian Academy of Natural Sciences. 
Franklin County: Brookville Society of Natural History. 
Halifax, N. S.: Nova Scotian Institute of Natural Science. 
Neiö-Haven: American Journal of Science and Arts. 

„ Connecticut Academy. 

St. Louis: Academy of Science. 
280 Minnesota: Minneapolis Geological and Natural History Survey of Minnesota 
(N. H. Winchell, Director U. S. a.). 
Montreal: Geological and Natural history Survey of Canada. 

„ Eoyal Society of Canada. 
New-Yo7'k: Academy of Sciences. 

„ Entomological Society, 16 and 18 Broad Street, New- York City. 
„ Society of Natural History (olim Lyceum). 
„ Torrey Botanical Club. 
Philadelphia: Academie of Natural Sciences. 
„ American Entomological Society. 

„ American Naturalist (Prof. E. D. Cope, 2102 Pine Street). 

290 „ American Philosophical Society. 



Wissenschaftliche Anstalten. 



XXXIX 



Philadelphia: The Journal of Comparativc Mediciue and Siirgerj, A. L. Hiimel 
(Editor Conklin), 1217 Filbert Street. 
„ Zoological Society of Philadelphia. 

Quebec bei London: Canadiau Entomologist by W. M. Saun der s (Ontario). 
Eochester, N. Y.: Academy of Science. 
Salem : Essex Institute. 
Toronto: Canadian Institute. 
Trenton: Natural History Society. 

Washington: Departement of Agriculture of the United States of North America 
„ Entomological Society. 

.00 „ Smithsonian Institution. 

„ United States commission of fish and fisheries. 

„ United States Geological Survey. 

b) Mittel- und Südamerika. 

Buenos -Ay res: Museo publico. 

„ Eevista Argentina de Historia Natural. 

„ Sociedad cientifica argentina. 

Caracas: Revista cientifica mensual d. 1. universitad de Venezuela. 
Cordoba: Academia nacional di ciencias exactas a la Universidad. 
Mexico: Deutscher wissenschaftlicher Verein. 

„ Memorias de la Sociedad Cientifica, Antonio Alzate. 
10 „ Museo nacional mexicaua. 

„ Sociedad mexicana de historia natural. 
Bio de Janeiro: Archivos do Museo nacional. 

Australien. 

Adelaide: Philosophical Society. (South Australian institute.) 
Melbourne: Public Liberary, Museum and National Gallery of Victoria. 
Sidney: Linnean Society of New South Wales. 
„ Royal Society of New South Wales. 
17 „ The Australian Museum. 



XL 



Von der Gesellschaft angekaufte periodisclie Schriften. 



Periodische Schriften, 

welche von der Gesellschaft angekauft werden: 

Berichte der Deutschen botanischen Gesellschaft in Berlin. 

Bibliotheca zoologica. Herausg. von Carus und Engelmann. 

Botanische Jahrbücher für Systematik etc. Herausg. von A, Engler. 

Botanischer Jahresbericht. Herausg. von Dr. E. Koehne (fr. Dr. L. Just). 

Botanisches Centraiblatt. Herausg. von Dr. Oscar Uhlworm. 

Claus C. Arbeiten aus dem zoologischen Institute der k. k. Universität Wien und 

der zoologischen Station in Triest. 
Flora (Allgemeine botanische Zeitung). 
Flora und Fauna des Golfes von Neapel. 
Le Naturaliste Canadien (Red, par Abbe Provancher). 
Oesterreichische botanische Zeitschrift. 

Wiener Entomologische Zeitung. Herausg. von J. Mik, E. Reitter und 
F. Wachtl. 

Zoologischer Jahresbericht. Herausg. von der zoolog. Station in Neapel. 
Zoologische Jahrbücher. Herausg. von Spengel. 



Sitzungsberichte. 



▼ 



Sitz.-Ber. 



3 



Versammlung am 7. Jänner 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

^ ^ Als Mitglied bezeichnet durch 

P- T- Herr ^ 

Heinz, Dr. Anton, Professor der Botanik an 

der Universität zu Agram Spiridion Brusina, A. Eogenhofer. 

Niet seh Victor, städtischer Bürgerschullehrer, 

Währing, Gürtelstrasse 27 ...... Dr. Carl Grobben, Dr. Th. Pintner. 



Herr Secretär Dr. Carl Fritsch legte folgende eingelaufene 
Manuscripte vor: 

Brunner v. Wattenwyl, Dr. Carl: „Additamenta zur Mono- 
graphie der Phaneropteriden". (Siehe Abhandlungen, Seite 1.) 

Haläcsy, Dr. Eugen v.: „Oesterreichische Brombeeren". 
(Siehe Abhandlungen, Seite 197.) 

K arpelies, Dr. Ludwig: „lieber merkwürdige Gebilde bei 
Acariden". (Siehe Abhandlungen, Seite 300.) 

Werner, Dr. Franz: „Der Sommerschlaf bei Keptilien und 
Amphibien". (Siehe Abhandlungen, Seite 295.) 

Ferner legte der Secretär Dr. Carl Fritsch einen „Aufruf 
zur Bildung eines Comites zur Sammlung von Beiträgen behufs 
Gründung einer biologischen Süsswasserstation in Verbin- 
dung mit einer Fisch zuchtanstalt in Oesterreich-Ungarn" vor. 
Derselbe ist von den Herren W. Freih. v. Wangenheim (Wien, 

A* 



4 



Versammlung am 7. Jänner 1891. 



L, Tuchlauben 20), E. Fink, C. E. v. Scheidlin und A. Bakus 
unterzeichnet. 



Herr Andreas Keischek hielt einen Vortrag unter dem 
Titel: „Die Fauna Neuseelands und der Einfluss der Civili- 
sation auf ihr rasches Verschwinden". 

Es ist sonderbar, dass Neuseeland nur vier Landsäugethiere aufzuweisen 
hat. Einen dem Dingo ähnlichen Hund ( Canis Maori), nur stärker gebaut, von 
röthlichgelber Farbe, mit kurzen, etwas spitzen Ohren und buschiger Euthe, 
welcher jedoch schon ausgestorben ist. Ich bekam noch ein Exemplar, welches 
vor 35 Jahren im Kaipara-District von Mr. E. Coats geschossen wurde. Wie mir 
Mr. Coats versicherte, jagten diese Hunde in Meuten und richteten unter den 
Schaf heerden grossen Schaden an, auch griffen sie manchmal die Menschen an. 
Die Maori benützten das Fell für Festmatten und verzehrten das Fleisch. Weiters 
kommt vor die Eatte (Mus Maori), von graubrauner Farbe, sehr fett, welche 
tagsüber in hohlen Bäumen oder zwischen Felsengeklüft schläft. Nachts aus 
ihren Schlupfwinkeln herauskommt und sich von Sämereien und Beeren ernährt. 
Diese Batten sind auf dem Festlande bereits ausgestorben, nämlich durch die 
von den Europäern eingeschleppte Wanderratte (Mus decumanus) aufgefressen 
worden. Ich bekam noch eine an der Paringa- Westküste der Südinsel und mehrere 
im Innern der Hauturu-Insel, wo ich die „Kiori" in den Fallen der Eingeborenen 
fing, welche sie als Leckerbissen verzehren. Von Fledermäusen schoss ich eine 
kleine braune und eine mausgraue, jedoch sind sie äusserst selten. Die Maori, 
welche sie in früheren Zeiten verzehrten, sagen, dass die von den Europäern ein- 
geschleppte Wanderratte die „Pekapeka" vernichteten; auch die vielen Waldbrände 
vernichten sie. Die Eingeborenen behaupten, dass sie den Hund und die Eatte 
von Hawaiki nach Neuseeland brachten. Seesäugethiere : Die Mähnenrobbe (Otaria 
juhata) kommt auf der Auckland-Insel vor; ich fand diese Eobbe oft ziemlich weit 
vom Ufer entfernt in dem dichten Gestrüppe auf der Morgenseite schlafen. Der 
Seebär (Arctocephalus cinereus), welcher einst sehr gemein war, wie mir Seehund- 
jäger versicherten, ist auf diesen Inseln selten und hält sich immer an den 
unzugänglichen Klippen an der Westküste auf, wo die See am heftigsten brandet. 
Leider hat man zu spät mit der Festsetzung einer Schonzeit für Eobben ange- 
fangen. Viele Eobbenhöhlen sind leer durch das immerwährende Vertilgen, auch 
ist es unmöglich, so viele unbewohnte, vom Festlande weit entfernte Inseln zu über- 
wachen. Der Eegierungsdampfer besucht diese Inseln nur zweimal im Jahre; so 
schonen wohl die Neuseeländer die Eobben, aber von anderen Ländern kommen 
insgeheim Eobbenjäger und vernichten sie. Auf der Macquary-Insel kommen die 
Elephantenrobben (Macrorhinus elephantinus) vor, welche auch vernichtet werden, 
um den Thran zu gewinnen. Von den Walthieren kommen der Potwal ( Catodon), 
der Schwarzwal (Eubalaena australis), der Buckelwal (Megaptera), der Sibbal- 
dius und der Goose beaked wal (Ziphodon novaezealandiae), sowie mehrere 



Versammlung am 7. Jänner 1S91. 



5 



Arten Delphine vor, welche in die Buchten und in die Sounds oft zu Tausenden 
hineinkommen, aber nie beunruhigt werden. Auf Neuseeland finden sich bei 
140 Arten Fische vor, die meisten sind geniessbar; auch eine Anzahl Krebse. 
Mehrere Arten Eidechsen kommen vor, wovon die Tuatara (Sphenodon pimctatum) 
die interessanteste ist; leider findet man sie nur mehr auf einigen unbewohnten 
Felseninseln, da sie von den importirten verwilderten Schweinen, Hunden und 
Katzen auf den anderen Inseln vernichtet wurden. 

Weiters sind vorhanden 97 Arten Land- und Strandvögel und 73 Arten 
Seevögel; unter diesen sind mehrere, welche sich von Australien herüber 
verirrten. 

Von den verschiedenen Moa-i)worms-Arten, so auch der Äptornis, Cnemi- 
ornis und Harpagornis, findet man nur mehr Skelette und einzelne Knochenreste, 
und viele andere werden ihnen folgen; bald wird auch der flötenartige Gesang 
der Lappenkrähe (Glaucopis Wilsoni und Glcmcopis cinerea) an den dicht be- 
waldeten Bergseiten verstummen, da sie sich meistens auf dem Boden und im 
niederen Gesträuch aufhalten, auch schlechte Flieger sind. 

Die Huia (Heteralocha) sind schon äusserst selten, und da ihr Wohn- 
gebiet sich nur auf wenige Meilen erstreckt und der Huiaschwanz bei den Wilden 
als Rangzeichen gilt, so wird ihm eifrig nachgestellt, auch von den Europäern, 
da der Pelz einen guten Preis erzielt. Der Saddleback (Creadion carunculatus) 
ist von der Nordinsel schon verschwunden und findet sich nur noch auf einigen 
kleinen unbewohnten Inseln an der Ostküste, wo noch keine Katzen und Ratten 
eingeschleppt wurden. 

Creadion cinereus kommt nur auf der Südinsel vor und ist schon äusserst 
selten; ebenso verhält es sich mit der Turnagra crassirostris, welche schon bis 
auf die Ostküste der Südinsel zurückgedrängt ist, wo man von den 20 Fuss hohen 
Fuchsienbäumen (Fuchsia Baueriana) an den Flussufern ihren melodischen Ge- 
sang hört; am Blauen Fluss fand ich sie noch am häufigsten. Dieser Vogel wird 
leicht ein Raub der Katzen, da er sehr neugierig und zutraulich ist; so kam 
es auch, dass Turnagra Heetori schon verschwunden ist. 

Die Kelchen (Miro), welche sehr zahm sind, sterben auf dieselbe Weise 
aus. Miro australis ist nur mehr auf einigen kleinen unbewohnten Inseln an der 
Ostküste zu finden. Es ist jammerschade, dass dieser ausgezeichnete Sänger dem 
Aussterben so nahe ist. 

Myiomoira toi-toi ist auch schon eine seltene Erscheinung. Der graue 
Schlüpfer (Gerygone) lässt den ganzen Tag seinen trillernden Gesang von den 
Manukabäumen (Leptosperrtium scoparium) ertönen, wo er in der dichten Krone 
sein beuteiförmiges, künstlich gebautes Nest befestigt, welches so oft ein Raub 
der Wanderratte wird. Der braune Fink, welchen ich 1877 in den Wäldern nahe 
von Ansiedelungen auf der Südinsel ziemlich häufig vorfand, war 1886 schon 
zurückgedrängt in die ausgedehnten Urwälder der Westküste; Clitonyx alhi- 
capilla, vor 14 Jahren einer der gemeinsten Vögel auf der Nordinsel, ist jetzt schon 
so selten, dass ich nur einige Paare bemerkte. Ebenso geht es mit der Sumpf- 
lerehe (Sphenoeacus). Freudig ruft der Maori, wenn er beim Ausgang auf die 



6 



Versammlung am 7. Jänner 1891. 



Jagd oder den Fischfang den schrillen Euf der „Matata" hört, weil er da auf 
guten Erfolg hofft; leider ist dieser kleine Schilfschlüpfer, welcher neugierig 
zwischen den Binsen hervorguckt, um im Moment wieder darin zu verschwinden, 
dem Aussterben nahe. Auch die Sandlerche (Änthus novaezedlandiae) wird schon 
immer seltener und von der europäischen Feldlerche (Alauda arvensis) ersetzt, 
mit welcher sie sich auch kreuzt. So ergeht es den lieblichen Fächerschwänzen 
(Rhipidura), welche schon am frühen Morgen und die letzten am Abend wie 
Schmetterlinge herumflattern und auf Mücken oder Sandfliegen stossen, die ihre 
Nahrung bilden. Die Glockenvögel (Anthornis), welche bei Tagesgrauen im Chore 
durch ihre melodischen Laute die Stille, welche in den neuseeländischen Urwäldern 
herrscht, brechen, sind vom Festlande der Nordinsel schon verdrängt, bis auf 
einige kleine Inseln an der Ostküste, und die Stitch Birds (Pogonornis cincta) 
sind auf dem Festlande schon ausgestorben und auf der Hauturu-Insel schon so 
selten, dass mich Sir W. Buller brieflich ersuchte, ihm von hier von meinen 
Doubletten ein Paar nach Neuseeland zu senden. Die Honigsauger leiden nicht 
nur von den vielen verwilderten Katzen, sondern auch die vielen verwilderten 
Bienen sind ihnen schädlich, denn sie rauben den Honig zu einer Zeit, wenn die 
ersteren ihn für ihre Brut benöthigen. 

Xenicus. Diese kleinen Alpenbewohner sind durch die Wanderratte bereits 
ausgerottet worden, welche ihre Eier und Jungen, sogar die Alten vernichtet, 
wenn sie ihrer habhaft wird. Dasselbe Los hat auch Acanthidositta chloris, der 
kleine muntere Baumläufer, welchen mau nie ruhig sitzen sieht. Von Platycercus 
alpinus fand ich oft nur mehr in den hohlen Baumästen der Zwergbuchen (Notho- 
fagus) die Schalen ihrer Eier, welche von den Eatten verzehrt worden waren. 
Die Stringo])S bewohnen noch immer die schroffen Hänge der Westküste auf der 
Südinsel, besonders in den Bergen der Sounds; aber auch sie vermindern sich 
schnell, seitdem jedes Jahr im Sommer mehrere Vergnügungsdampfer, gefüllt 
mit Passagieren, hingehen, von denen jeder einen Kakapo, Nachtpapagei oder 
Kiwi haben will. So werden diese Thiere vernichtet, ohne dass damit der Wissen- 
schaft gedient ist. Die Harpa novaezealandiae und Harpa ferox werden immer 
seltener durch ihre Kühnheit. Sie halten sich nahe den Farmen auf, wenn dort 
junge Hühner sind. Ich schoss mehrmals nach einem, der vor mir auf ein Huhn 
stiess, und einer war so dreist, dass er mir, als ich mich seinem Horste näherte, 
den Hut vom Kopfe stiess. Aehnlich verhält es sich mit dem Kea (Nestor nota- 
hilis), welcher den Schafzüchtern durch seine Kühnheit grossen Schaden zufügte. 
Diese Papageien kamen im Winter vom Hochgebirge herunter, wo mehrere zu- 
sammen ein Schaf angreifen, bis es erschöpft zusammenstürzt; dann hacken sie 
das Fett nahe den Nieren heraus und das Schaf verendet. Manche Stationshälter 
zahlten für jeden dieser kühnen Räuber von 2 — 10 Fr. Schussgeld. Die kleine 
Schnepfe Galinago ist auf dem Festlande schon ausgestorben. Demselben Schick- 
sale verfallen auch Ortygometra und Rallen, welche ein Raub der Katzen sind. 
Die Maorihühuer {Ocydromus) sind die intelligentesten Vögel, welche ich be- 
obachtete; sie sind geborene Diebe und werden in Folge ihrer Dreistigkeit von 
den Hunden, mit dem Gewehre und in Fallen vernichtet. An den entlegenen 



Versammhing am 7. Jänner 1891. 



7 



Farmen kommt die „Weka", sobald sie ein Huhn gackern hört, gleich herbei, um 
das eben gelegte Ei wegzuschleppen. Der Edelreiher (Ä7'dea egretta) kommt nur 
mehr an zwei Flüssen an der Westküste der Südiusel vor. Manche Entenarten, 
wie die Gebirgsente (H}jmenolaema), werden immer seltener. Letztere ist so 
zutraulich, wo sie die List des Menschen noch nicht kennt, dass sie, wenn man 
einen Stein nach ihr wirft, nur untertaucht, um sich sogleich wiederum auf einen 
nahen, aus dem Wasser herausragenden Felsen zu setzen. Auch die Podiceps- 
Arten, besonders die Haubentaucher, kommen nur mehr an wenigen Seen vor; 
sie werden wegen ihres schönen Pelzes geschossen. Das Gebiet der Äpteryx wird 
immer kleiner, besonders das von Apteryx mistmlis, und die Zeit ist nicht ferne, 
wo diese interessanten Thiere nur mehr in den Museen zu finden sein werden 
und der schrille Pfiff des Kiwi, das Gekrächze der Kakapo und der melancholische 
Ruf der Weka durch die nächtliche Stille der neuseeländischen Urwälder nicht 
mehr ertönen wird. Sogar manche Seevögel werden schon selten, welche in die 
Flüsse hereinkommen, wie die Phcilacrocorax, die der Fischzucht sehr schädlich 
sind, da die Europäer Forellen und Karpfen importirten. 

So wie sich die von Europa importirten Vögel vermehren, besonders die 
Spatzen (Passer domesticus, ferner Fringilla coelebs, Fringilla cMoris, Frin- 
gilla carduelis, Emheriza citrinella, Alauda arvensis, Turdus musicus, Turdus 
merula, Sturmis vulgaris), so vermindern sich die einheimischen Vögel, Avelche 
dem Vordringen der Cultur nicht gewachsen sind. 

Mit jedem Schiffe kommen neue Ansiedler, ein Stück Urwald nach dem 
andern wird geschlagen, sogar der mächtigste Baum muss sich vor der Axt beugen. 
Wird zum Beispiel heuer ein Stück Wald geschlagen, so bleiben die Bäume liegen 
und trocknen bis zum nächsten Hochsommer, dann werden sie an einem windigen 
Tage angezündet, das Feuer greift rasch um sich, erfasst auch oft den stehenden 
Wald und brennt so Tage lang, gerade in der Brutzeit der Vögel, welche ver- 
nichtet oder verscheucht werden, und von den Waldriesen, wie die Kaurifichte 
(Dammara australis), welche eine Höhe bis zu 200 Fuss und einen Durchmesser 
bis zu 18 englische Fuss erreicht, bleiben nur die mächtigen Stumpfen als 
Pieste übrig. 

Die Sammler, Mineraliensucher, Landmesser etc. leben oft Tage, ja Jahre 
lang von den Thieren. Ich kannte einen Mineraliensucher, welcher durch sieben 
Jahre die Westküste der Südinsel erforschte und jeden Tag zwei Kiwi, Kakapo oder 
Maorihühner als Nahrung benützte. Die Eingeborenen veranstalten grosse Jagden 
im Spätherbste, wenn die Vögel sehr fett sind, wo sie Kiwi, Kakapo, Weka, 
Tauben, Tui, Korimako, Parera zu Hunderten fangen und im Fett conserviren, 
um sie dann nach Belieben zu verzehren und aus den Kiwifedern Festmatten 
zu machen. Die verwilderten Schweine und Hunde graben die Kiwi und Kakapo, 
welche am Tage in Erdhöhlen oder hohlen Bäumen schlafen, aus und verzehren 
sie oder tödten sie und lassen sie liegen ; ich fand oft die Ueberreste. Die Katzen 
lauern bei Tag und Nacht auf die armen Vögel, welche durch ihre Zutraulich- 
keit als Beute fallen, und die Wanderratte tritt manchmal zu Tausenden auf, so 
dass die Wälder und Alpen davon wimmeln; ich fand ihre Fährten über 5000 Fuss 



8 



Versammlung am 7. Jänner 1891. 



Über dem Meere und hatte oft einen harten Kampf mit diesen Ratten, damit 
sie mich nicht aushungerten oder meine Sammlungen vernichteten. Die grössten 
Feinde der neuseeländischen Vögel sind die von den Europäern importirten 
Hermeline, Wiesel, Frettchen, welche freigelassen wurden, um Kaninchen zu ver- 
tilgen, leider vertilgen sie aber auch die Vögel in ihren letzten Schlupfwinkeln, 
zwischen den Abhängen, wo der Mensch nicht hingelangen konnte. Diese kleinen 
Eäuber haben schon die Schneegrenze, die Gebirge, welche die West- von der Ost- 
küste scheiden, überschritten, und den letzten Wohnsitz dieser Vögel aufgefunden. 

Ich und andere Naturfreunde gaben uns viele Mühe, diese Thiere vom 
Aussterben zu retten, so auch die herrlichen Wälder vor Vernichtung zu be- 
wahren. Die neuseeländische Regierung hat gute Gesetze für Schonzeit, sie macht 
auch Schutzgebiete, aber hat aus Ersparniss zu wenig Aufsichtspersonal und 
jedem Burschen ist das Tragen eines Gewehres erlaubt, ohne einen Pass oder 
eine Jagdkarte zu besitzen. 

Mein Freund Sir W. L. Bull er bemüht sich noch immer, die Regierung 
zu bewegen, die Thiere, welche dem Aussterben nahe sind, auf einer unbewohnten 
Insel anzusetzen, so auch die Pflanzen, welche schon selten sind, dort fortzu- 
pflanzen und zu hegen. Seinem letzten Briefe entnehme ich, dass er leider noch 
kein Resultat erzielte. 



Zu Rechnungs-Kevisoren für das Jahr 1890 wurden in dieser 
Versammlung die Herren Carl Jetter und Dr. Fridolin Krasser 
gewählt. 



Zoologischer Discussionsabend am 12. December 1890, 

Herr Dr. Ludwig Karpelles hielt einen Vortrag: „lieber 
merkwürdige Gebilde bei Acariden". (Siehe Abhandlungen, 
S. 300.) 

Herr Dr. Carl Richter demonstrirte hierauf ein abnormes 
Hasengebiss. 

Herr Dr. J. Schneider sprach zuletzt: „lieber Zellstructur". 



Botanischer Discussionsabend am 19. December 1890. 

Herr Dr. Moriz Kronfeld sprach „lieber Viscum alhum'-^. 
Die Publication der in diesem Vortrage gemachten Mittheilungen 
soll in der Zeitschrift „Die Natur" erfolgen. 



VersammlTing am 7. Jänner 1891. 



9 



Ferner machte Herr Ignaz Dörfler „Vorläufige Mitthei- 
lungen über neue albanesische Pflanzen" und leitete seinen 
Vortrag ungefähr mit folgenden Worten ein: 

Das Jahr 1839 widmete ein für unsere Wissenschaft hochverdienter Mann 
zu einer Forschungsreise durch Bithjnien, Thracien, Macedonien und Albanien, 
Gebiete, über die man bis dahin in wissenschaftlicher Beziehung entweder über- 
haupt nichts oder kaum Nennenswerthes wusste. 

Es war dies bekanntlich Dr. A. Grisebach, der die herrlichen Erfolge 
seines an Gefahren und Strapazen reichen Unternehmens hauptsächlich in seinen 
Werken „Eeise durch Runielien und nach Brussa" und „Spicilegium Florae Bithy- 
nicae et Rumelicae" niederlegte. 

Nach Grisebach wurden die meisten von ihm bereisten Gebiete von 
anderen Forschern wiederholt besucht und genauer durchforscht, den Öar-Dagh 
aber, jenen gewaltigen Gebirgsstock im nordwestlichen Theile Albaniens, betrat 
keiner mehr nach ihm, trotzdem Grisebach gerade dieses Gebiet als botanisch 
höchst interessant geschildert hat. Der Grund hiefür dürfte wohl nur in der dort 
herrschenden Unsicherheit zu suchen sein. 

Im vergangenen Sommer wurde mir von der Direction des botanischen 
Museums der k. k. Universität der Vorschlag gemacht, eine botanische Reise nach 
Südserbien zu unternehmen, und es ist leicht begreiflich, dass ich auf diesen 
ehrenden Vorschlag mit Vergnügen einging; bot sich mir doch Gelegenheit, ein 
mir floristisch unbekanntes, interessantes Gebiet durch eigene Anschauung kennen 
zu lernen. 

Zu den Vorbereitungen, die ich zur erfolgreichen Durchführung des er- 
haltenen Auftrages traf, gehörte selbstverständlich ein genaues Studium der 
Generalstabskarten des zu besuchenden Gebietes, und damit beschäftigt, wurde 
meine Aufmerksamkeit auf den erwähnten Sar-Dagh gelenkt und ganz unwill- 
kürlich tauchte in mir der Gedanke auf, zu diesem seit 51 Jahren von keinem 
Botaniker mehr betretenen Gebirgsstocke Exeursionen zu versuchen. Dieser Plan 
fasste in mir immer fester Wurzel und kurz vor meiner Reise ward der Plan 
zum festen Entschlüsse. 

Der Gefahren, die mir im Lande der gefürchteten, räuberischen Albanesen 
drohten, war ich mir wohl bewusst. Ich wandte mich daher noch in Wien persönlich 
mit einem von der Direction des botanischen Gartens und Museums der k. k. 
Wiener Universität ausgestellten Gesuche, das die höfliche Bitte um eine Em- 
pfehlung an die türkischen Behörden enthielt, an das hiesige löbliche türkische 
Generalconsulat. Hier fand ich aber kein zu liebenswürdiges Entgegenkommen, 
als man erfuhr, ich gedächte einen Theil Albaniens wissenschaftlich zu durch- 
forschen und ich verliess das Consulat mit dem schriftlichen Bescheide in der 
Tasche, es bedauere, mir eine solche Empfehlung nicht geben zu können, „da seine 
Instructionen ihm die Folgeleistung solcher Ansuchen verbieten!" 

Nun wusste ich, dass ich auf behördlichen Schutz in Albanien nicht rechnen 
dürfe, und obwohl dies nichts weniger als eine Aufmunterung war, so gab ich 

Z. B. Ges. Bd. XLI. Sitz.-Ber. B 



10 



Versammlung am 7. Jänner 1891. 



doch den einmal gefassten EntscUuss nicht auf, sondern wandte mich mit einem 
weiteren Gesuche an das hohe k. u. k. Ministerium des Aeussern in Wien, wo ich 
hereitwilligst eine Empfehlung an das k. u. k. österr.-ungar. Consulat in Uesküb 
in Albanien erhielt. 

So ausgerüstet trat ich meine Eeise an und begab mich vorerst nach 
Leskowatz in Südserbien, wo ich die Ankunft meines grösseren Gepäckes ab- 
warten musste. Unterdessen zog ich dort über das benachbarte Albanien Erkundi- 
gungen ein, erfuhr aber nichts besonders Ermuthigendes ; ja, man erzählte mir 
alle möglichen und unmöglichen Greuelthaten der Albanesen und suchte mich so 
auf jede Weise von meinem Vorhaben abzubringen. Aber auch dadurch Hess ich 
mich nicht einschüchtern, denn ich erkannte gar bald, dass schon der Name 
„Arnaute"*) der „Hannibal ante portas" der Südserbeu sei. Ich setzte mich daher 
schriftlich mit dem k. u. k. österr.-ungar. Consulat in Uesküb in Verbindung und 
als ich von dort die Zusicherung erhielt, dass mein Plan ausführbar sei, wenn 
ich meine Vorbereitungen mit Vorsicht treffen würde, so packte ich meine sieben 
Sachen zusammen und begab mich nach Uesküb. 

Von unserem dortigen Consul, Herrn Norbert Schmucker, wurde ich 
überaus liebenswürdig empfangen. Selbst ein grosser Naturfreund, brachte er 
meinem Unternehmen hohes Interesse entgegen, und wenn ich hier der that- 
kräftigen Unterstützung, die mir genannter Herr angedeihen Hess, gedenke, so 
komme ich nur der Pflicht der Dankbarkeit nach. 

Vor Allem verschaffte mir Herr Consul Schmucker die specielle Erlaub- 
niss des dortigen Gouverneurs, ohne die ich meine Excursionen nicht hätte 
unternehmen dürfen. Ferner empfahl er mich einem wohlerfahrenen alten, aber 
rüstigen Albanesen, unter dessen Begleitung ich so sicher war, wie dieser selbst 
unter seinen Landsleuten — allerdings war nicht ausgeschlossen, dass, im Falle 
man bei uns Geld oder Geldeswerth vermuthete, wir Beide der albanesischen 
Habsucht zum Opfer fielen — und endlich erhielt ich so manch werthvollen 
Rathschlag, wie ich als Fremder mich unter den Albanesen zu benehmen habe, 
um nicht für einen Spion gehalten und ohne Weiteres niedergemacht zu werden. 

So allein wurde es mir ermöglicht, meinen Plan zur Ausführung zu 
bringen. 

Von Uesküb aus unternahm ich zwei grosse Excursionen. Die eine galt 
dem Ljubitrn, die andere der Kobilica, jenen bedeutendsten Gipfeln des Sar- 
Dagh, die Grisebach besucht hatte. Den Gipfel des Ljubitrn^) erstieg ich 
zweimal, bei der zweiten Excursion zur Kobilica erstieg ich auch einen ihr be- 
nachbarten Gipfel, den Serdarica-Duran. Mein Vorhaben, in letzterem Gebiete 
länger zu verweilen, musste ich in Folge der drohenden Haltung der Bevölkerung 
aufgeben. Ausserdem führte ich noch einige kleinere botanische Ausflüge in die 
nähere Umgebung von Uesküb aus. 

') Gleichbedeutend mit „Albanese". 

2) „Ljubatrin"' nennt ihn Grisebach, als „Ljubotrn" ist er auf der Generalstabskarte im 
Massstabe von 1:300.000 verzeichnet und wird hier als 3050 m hoch angegeben. Nach neueren 
Messungen soll dessen Höhe ca. 2800 m betragen. 



Versammlung aiu 4. Foljruar 1891. 



11 



Eine Schilderung der Excursionen selbst würde wohl reich an interessanten 
Details sein, gar Manches habe ich dabei erlebt, doch darauf heute näher einzu- 
gehen, würde zu weit führen. 

Hierauf ging Herr Dörfler auf das eigentliche Thema seines Vortrages 
über. Er besprach fünf neue Arten seiner in Albanien gemachten interessanten 
botanischen Ausbeute aus den Gattungen Draba, Silene, Dianthus und Potentilla, 
legte diese selbst, sowie deren nächste Verwandte in schönen Exemplaren vor 
und machte auf ihre wichtigsten Unterscheidungsmerkmale aufmerksam. Ferner 
zeigte der Vortragende den Anwesenden instructive Exemplare der seltenen und 
für den Sar-Dagh endemischen Arten Koniga Scardica Gris. und Thlaspi bellidi- 
foUum Gris. und schloss seinen Vortrag mit der Bemerkung, dass ausser den 
besprochenen fünf neuen Arten von Herrn Dr. E. v. Wettstein, der die kri- 
tische Bearbeitung dieser Ausbeute durchführt, eine grössere Zahl neuer Unter- 
arten und Formen aus den Gattungen Trifolium, Anthyllis, Hypericum, Ceras- 
tium, Brypis, Viola und Älyssum eruirt wurde und dennoch damit kaum alle 
neuen Arten seiner albanischen Ausbeute erschöpft seien, indem die Bearbeitung 
derselben erst zum dritten Theile vollendet sei. 



Versammlung am 4. Februar 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 



Eingetreten: 
K. k. Staatsgymnasium in Pola. 



Eingesendete Gegenstände: 

10 Stück Herbarien von Meeresalgen zur Vertheilung an Schulen von 
Herrn Baron F. v. Liechtenstern. 

150 Stück Schmetterlinge von Herrn A. v. Neumann-Spallart. 



Herr Secretär Dr. Carl Fritsch legte folgende eingelaufene 
Manuscripte vor: 

Cobelli, Dr. Rnggero: „Contribuzioue alla Flora micologica 
della Valle Lagarina". 

Cobelli, Dr. Kuggero: „Contribuzioni allo studio dei Eotiferi". 

B* 



12 



Versammlung am 4. Februar 1891. 



Heeg Moriz: „Niederösterreichische Lebermoose". 
Schreiber, Dr. E.: „lieber Lacerta mosorensis Kolomb.". 
Alle diese Abhandlungen kommen im IL Quartalshefte zum 
Abdruck. 



Herr Custos Dr. Emil v. Marenzelle r berichtete über die 
erste österreichische Tiefsee-Expedition. 



Zoologischer Discussionsabend am 16. Jänner 1891. 

Herr Prof. Dr. 0. Simony berichtete über seine vorjährige 
Reise nach den Canarischen Inseln: Gran Canar (27. Juli bis 
3. September), Graciosa (6, und 7. September), Montana clara, Roque 
del Infierno (8. und 9. September), Allegranza (10. — 12. September), 
Roque del Este (13. September), Lobos (15. September), Lanzarote 
(17. September bis 12. October) und Fuerte Ventura (13. — 23. October). 

Der Vortragende gab zunächst unter entsprechender Erläuterung seiner 
zahlreichen, im Saale ausgestellten photographischen Aufnahmen aus den ge- 
nannten Inseln eine Schilderung ihrer allgemeinen, bisher unvollständig bekannten 
Configuration, sowie der Schwierigkeiten, welche einer Landung an den selbst 
bei gutem Wetter stark umbrandeten Eilanden Koque del Infierno und Eoque del 
Este entgegenstehen. 

Hieran schloss sich eine Besprechung der von Herrn Dr. Christ in Basel 
bestimmten Ausbeute an Phanerogamen, die in Folge der vorgerückten Jahres- 
zeit und mehrmonatlicher Dürre allerdings nur mehr spärlich war (76 Arten), 
aber doch einige interessante Speeles, so die höchst seltene Lyperia canariensis 
Wbb. (von zwei neuen Fundorten, dem Eoque de Bentayga und der Fortaleza 
auf Gran Canar), eine neue Statice von Graciosa, Odontospermum stenophyllum 
Schultz (Gran Canar), sericeum Schultz (Fuerteventura), Schultzii Bolle (Lanza- 
rote) und die prächtige Linaria heterophylla Spr. (Fuerteventura) enthielt. 

Was speciell die in botanischer Hinsicht am wenigsten bekannten Isletas 
anbelangt, so verdient hier hervorgehoben zu werden, dass sich im September 
auf den Eoques del Este und del Infierno ausschliesslich Zygophyllum Fontanesii 
Wbb. in grossen Fruchtexemplaren vorfand, während die drei nächsten Inseln: 
Graciosa, Montana clara und Allegranza, Atriplex glauca L., Euphorbia Eegis 
Jubae L., Lycium afrum L., Prenanthes spinosa L., Traganum Moquinii Wbb. 
und Salsola vermiculata L. mit einander gemein hatten. Die letztgenannte Pflanze 
bildete speciell im Kratergrunde der Montana de la Caldera (285 m) auf Alle- 



Versammlung am 4. Februar 1891. 



13 



granza stumpf -kegelförmige Büsche bis zu 15m Höhe und 2"5?/i Durchmesser, 
während die Aussenhcänge des Kraters an manchen Stellen dicht mit knorrigen, 
flechtenbesetzten Exemplaren von Lycium afrum und verkrüppelter Euphorbia 
Begis Jnhae bewachsen waren, zwischen deren, dem Verlaufe seichter Risse 
folgenden Zweigen die hellrothen Blüthen eines zierlichen Lepigonum hervor- 
leuchteten. 

Dieses Lepigonum, sowie Lotus arahicus var. trigonelloides Wbb., Beta 
procumhens Sm. und Webhiana Moq. scheinen auf den übrigen Isletas zu fehlen, 
während andererseits Äizoon canariense L., Ajuga Iva Schreb. und ForsJcohlea 
angustifolia Rtz. lediglich auf Graciosa, ferner Arthrocnemum fruticosum L., 
Euphorbia balsamifera Ait. (in Eiesenexemplaren bis zu 5 m Durchmesser), Fran- 
kenia Boissieri Reut., Statice tnbermilata Boiss. und ovalifolia Por. nur auf Lobos 
gefunden wurden. 

Entsprechend der dürftigen Vegetation und grossen Trockenheit war auch 
die Ausbeute an Insecten relativ gering. Speciell auf den Isletas wurde, abgesehen 
von einigen Microlepidopteren und Utethesia pulehella (auf Allegranza), nur 
Vanessa cardui beobachtet, die Coleopteren waren vorzugsweise durch Tenebrio- 
iiiden (Pimelia, Zophosis, Erodius), die Orthopteren und Dipteren nur durch je 
drei Arten (darunter die prächtige Dericornys lobata [determ. Dr. Krau ss]), die 
Neuropteren nur durch eine Libelle vertreten. 

Um so reichere Ergebnisse wurden dafür in herpetologischer und ichthyo- 
logischer Hinsicht erzielt, indem der Vortragende auf seiner letzten canarischen 
Reise circa 100 theilweise neue Arten Reptilien und Fische in circa 900 Exem- 
plaren erbeutete, welche vom Herrn Hofrathe Director F. Stein dachner bereits 
vollständig wissenschaftlich gesichtet sind und unter Einbeziehung thiergeographi- 
scher und biologischer Aufzeichnungen des Vortragenden in der Folge den Gegen- 
stand zweier Publicationen bilden werden. 



Botanischer Discussionsabend am 23. Jänner 1891. 

Herr Dr. Carl Bauer sprach „lieber eine Missbildung der 
weiblichen Inflorescenzen des Hopfens". 

Herr Dr. Carl Fritsch legte folgendes Referat von Herrn 
Josef Armin Knapp vor: 

Sagorski C. und Schneider S.: Flora der Centraikarpathen, mit specieller 
Berücksichtigung der in der Hohen Tatra vorkommenden Phanerogamen 
und Gefässcryptogamen. Leipzig, 1891, C.Kummer, XVH- VIII + 210 + 
592-hLVI S.kl.-8*'. Mit 2 Tafeln. 

Ueber die Flora der Centraikarpathen, als des Berührungspunktes von vier 
Nationen, den Magyaren, Polen, Zipser Deutschen und Slovaken, welche, von den 



14 



Versammlung am 4. Februar 1891. 



Beiträgen auswärtiger Autoren abgesehen, eine mehr oder minder reichhaltige 
botanische Literatur haben, zu schreiben, ist schon für einen Einheimischen 
schwierig, umso mehr für einen Ausländer, der das Gebiet nur von Zeit zu Zeit 
aufsuchen kann, in den allerseltensten Fällen die nothwendigen Sprachen- und 
Literaturkenntnisse mitbringt. Dieser Ueberzeugung verschlossen sich zwar die 
Verfasser nicht und dennoch lieferten sie ein Werk, welches geeignet ist, den 
Glauben an die deutsche Gründlichkeit in den Augen der genannten Nationen 
ernst zu erschüttern. 

Die Idee zur Abfassung desselben ging von Schneider aus, der sich der 
weitgehendsten Unterstützung seitens des viel zu früh verstorbenen Uechtritz, 
dessen kritisches Auge so zu sagen die ganze von den norddeutschen Botanikern 
30 Jahre (1856 — 1886) hindurch allhier gemachte Ausbeute überblickt hatte, 
erfreute, und erst als die so erzielten Vorarbeiten greifbare Dimensionen an- 
genommen hatten, gesellte sich zu ihm Sago rski, welcher unterdessen das frag- 
liche Gebiet wiederholt bereist hatte. Die nunmehrigen Conautoren einigten sich 
dahin, dassErstererdie Bearbeitung des physikalisch-pflanzengeographischen Theiles 
und der Gattung Hieracium, Letzterer hingegen die der übrigen Phanerogamen 
und ganzen Gefässcryptogamen übernommen hat. 

Die physikalische Geographie ist, weil vornehmlich nach Kolbenheye r's 
Führer „Die Hohe Tatra, siebente Auflage, 1888", abgefasst, viel zu succinct 
und wurden nicht benützt Hunfalvy's „A magyar birodalom termeszeti viszonyai- 
nak leiräsa" (Physikalische Geographie von Ungarn), die Schriften der k, k. 
geologischen Keichsanstalt, der ungarischen geologischen Gesellschaft, der physio- 
graphischen Commission in Krakau, die in Wien, Budapest und Krakau veröffent- 
lichten meteorologischen und phytophaenologischen Beobachtungen, sowie die 
daselbst im Erscheinen begriffenen geologischen Karten Galiziens und Ungarns 
u. s. w. Die Schilderung der Vegetationsregionen ist, da die Verfasser sich auf 
Autopsie stützen, eine naturgetreue, doch die Eintheilung derselben in die der 
Hochebene, die subalpine, die des Krummholzes und die alpine in Ermangelung 
von eigenen Höhenmessungen, die, auf der galizischen und ungarischen Seite ge- 
macht, wesentliche Differenzen zu Tage gefördert hätten, eine schwankende. 
Lapczyriski's Studie über die verticale Verbreitung der Pflanzen auf der gali- 
zischen Seite der Tatra, die von SzyszyJowicz im selben Geiste abgefasste Ab- 
handlung über die Lebermoose und Chal'ubinski's bedeutsame Arbeit über die 
Moosflora der Tatra und Pieninen sind dem Verfasser unbekannt geblieben. In 
den „Vegetationslinien der Tatra" zeigte der Verfasser, dass er mit Bezug auf 
Galizien, Polen und das ganze südwestliche Russland von der Donau bis zum 
baltischen Meere über des Referenten Werk „Die bisher bekannten Pflanzen 
Galiziens und der Bukowina", dann Rostaf inskfs „Florae Polonicae prodromus" 
und Ledebour's „Flora Rossica" nicht hinausgekommen ist, während die Er- 
forschung der gesammten Länder gerade in neuerer Zeit ungeahnte Fortschritte 
gemacht hat. Die numerische Uebersicht der Tatraflora nach natürlichen Familien 
geordnet, unter Betonung der Zahl der daselbst vorkommenden Arten, Unter- 
formen und Hybriden, ist ohne erschöpfende Benützung der einschlägigen Literatur- 



Versammlung am 4. Februar 1S91. 



15 



angaben eine mangelhafte, es gilt dieses auch für den Vergleich derselben mit 
Ungarn und Slavonien (nach Neil reich), Deutsch-Oesterreich (nach demselben), 
Schlesien (nach Fiek), doch hätten die „Jahresberichte der Schlesischen Gesell- 
schaft für vaterländische Cultur" schon der vielen Nachträge wegen eine Ver- 
werthung verdient, Galizien (nach Refer.), Polen (die Phanerogamen nach 
Kostafiriski; desselben Arbeit über die dortigen Gefässcryptogamen blieb dem 
"Verfasser unbekannt. Anm. des Ref.), Südrussland (nach Neil reich, soll heissen 
Ledebour, da Ersterem das fragliche Gebiet fremd geblieben ist, Anm. des Refer.) 
und die Schweiz (nach Gremli). Ein Vergleich mit den Beskiden und den Ost- 
karpathen, wiewohl näherliegend und nach den vorhandenen Vorarbeiten Zapa- 
lowicz's und Woloszczak's leicht durchführbar, unterblieb. Die Uebersicht der 
benützten Literatur bildet den wundesten Punkt des Ganzen. Dass P. Ambros 
mit Pater Ambrosius Trausyl aus Kentj identisch sein soll, lässt Referent als 
fraglich dahingestellt. Berdau's „Flora Tatr, Pienin i Beskiu zachodniego" ist 
weder in Krakau, noch 1870, sondern Anfangs 1890 in Warschau erschienen. 
Besser's „Enumeratio plautarum Podoliae, Volhyuiae etc." wäre, weil viele Be- 
richtigungen zu dessen „Primitiae" enthaltend, zu citiren gewesen. Haussknecht's 
„Monographie der Gattung Epilohium"' ist zufällig ausgeblieben. Haszliusky's 
„Magyar hon edenyes növenyei, Budapest, 1871" entging dem Verfasser. Nadänyi's 
„Florus Hungaricus, Amsterdam, 1663", ist eine historisch-politische Streitschrift. 
Nyman's „Conspectus florae Europaeae, Supplementum II, Orebro, 1889—1890" 
wird gleichfalls nicht erwähnt. Der Vorname von Pantocsek ist Josef. „Pora- 
cius" soll heissen Porcius. Scherfel's Verzeichniss der bisher bekannten 
Pflanzen, „Szepesvärmegyben eddig eszlelt vadon termö vagy nagyban mivelt 
edenyes növenyek rendszeres jegyzeke, Pelka, 1880, 32 S., 8^" und die pfianzen- 
geographische Skizze der Zips, „Szepesvärmegye növenyzeti viszonyai", ersteres 
selbstständig, letztere in dem anlässlich der XXIV. Versammlung der ungarischen 
Aerzte und Naturforscher in Tätrafüred ungarisch abgefassten Denkbuche (Em- 
lekkönyv) von S. 74 — 93 erschienen, blieben dem Verfasser unbekannt. Staszic's 
„0 ziemiorodztwie Karpat i innich gor i rownin Polski, Warszawa, 1815" hat 
Verfasser nicht gesehen und der von ihm gebrauchte Zusatz „Tom III, Warszawa, 
1804" ist dahin zu deuten, dass ein Theil desselben zuerst im Jahrbuche der 
Gesellschaft der Freunde der Wissenschaften ebendaselbst zum Abdrucke gelangt 
ist; es existiren vom genannten Werke mindestens zwei, wenn nicht noch mehr 
Ausgaben. Wimm er 's „Salices Europaeae" werden, wiewohl dem Verfasser be- 
kannt, übergangen. Noch wären nachzutragen Reichenbach's und Seringe's 
Arbeiten über Aconitum, Rohrbach's Monographie der Gattung Silene und 
dessen Torso über die Silenaceae, Fries' „Novitiae florae suecicae" und die dazu 
gehörigen „Mantissae", weil wichtige Commentare zu Wahlenberg's „Flora 
Carpathorum principalium" enthaltend, Reichenbach's „Flora germanica excur- 
soria" und „Iconographia botanica", De Candolle's „Prodromus" und „Mono- 
graphiae Phanerogamarum", sowie die meisten älteren und neueren Monographien. 
Geradezu unverzeihlich ist es, dass die Schriften der physiographischen Com- 
mission und die Sitzungsberichte der k. k. Akademie der Wissenschaften in Krakau, 



16 



Versammlung am 4. Februar 1891. 



das Jahrbuch des pohlischen Tatravereines ebendaselbst, die Schriften des Co- 
pernicus -Vereines in Lemberg und der dortige „Przewodnik naukowy i literacki", 
der in Tarnow herausgegebene „Przyrodnik" (Naturforscher), das in Warschau 
erscheinende Physiographische Jahrbuch und die dort vor Jahren eingegangene 
Zeitschrift „Przyroda i przemysl" (Natur und Industrie), die „Mathematikai es 
termeszettudomänyi közlemenyek" (Band II ausgenommen), der „Ertesitö" und 
die „Ertekezesek a termeszettudomänyok körebol" der ungarischen Akademie, die 
„Termeszetrajzi füzetek", der „Termeszettudomänyi közlöny" nebst den Ergän- 
zungsheften, die Arbeiten der Versammlungen der ungarischen Aerzte und Natur- 
forscher, sowie die in Klausenburg erscheinenden „Magyar növenytani lapok" 
nicht verwerthet worden sind. In minderem Grade gilt dies von der „Flora", 
„Botanischen Zeitung", „Linnaea", Engler's „Botanischen Jahrbüchern", dem 
Botanischen Centralblatte, den Bulletins der botanischen Gesellschaft in Paris und 
der naturforschenden in Moskau, sowie den „Acta horti Petropolitani" (die beiden 
letzteren wegen Herder 's „Plantae Raddeanae". Im systematischen Theile sind 
die Beschreibungen der Arten meistens ungleichmässig, sehr oft zu kurz und 
mitunter irrig. Gegen die Anordnung des Materials und die gebrauchte Nomen- 
clatur hat der Eeferent nichts einzuwenden, doch hätte er es gerne gesehen, 
wenn die Autoren durchgehends volle Citate zu ihren Arten, Unterformen und 
Hybriden geliefert hätten. Dass dieselben sich mitunter hinter die Klammer- 
methode verschanzten, findet Eeferent bei dem chaosartigen Charakter, welchen 
die botanische Nomenclatur in Europa angenommen hat, natürlich. Pinus uncinata 
der Tatra ist ganz bestimmt = Pinus uUginosa Neum., die schon in der Neumarkter 
Ebene vorkommt und jedenfalls in den Borysümpfen der Arva nicht fehlen dürfte. 
Bei Beseitigung der oben augedeuteten Mängel wäre das fragliche Werk für das 
genannte Gebiet von monumentaler Bedeutung geworden, doch bleibt es selbst 
in der vorliegenden Gestalt immerhin beachtenswerth. Die Lücken für die gali- 
zische Seite der Tatra wird Eeferent in der zweiten Auflage seines genannten 
Werkes auszufüllen trachten und für die ungarische erwarten wir dies von dem 
Bewerber um den von Herrn Andor v. Semsey ausgesetzten Preis im Betrage 
von 10.000 Gulden für das beste Handbuch der ungarischen Flora. Hinc illa 
reservatio mentalis. Dieser Grundsatz musste dem Eeferenten zunächst leiten, 
da er keine Lust hat, Anderen das Terrain zu applaniren. Die Ausstattung des 
Werkes ist eine gefällige, das Format ein handliches, doch der Preis ein ver- 
hältnissmässig exorbitanter. 

Hierauf demonstrirte Herr Dr. F. Krasser unter den nöthigen 
Erläuterungen einige interessante, auf die Entstehung des Bern- 
steins Bezug habende Objecte, sowie Dünnschliffe von Pinites 
succinifer. Die vorgezeigten Stücke hatte Herr Prof. W^iesner, 
welcher in liebenswürdigster Weise dem Vortragenden die erwähnten 
Objecte behufs Demonstration überlassen hatte, von Herrn Director 
Conwentz in Danzig erhalten. 



Versammlung am 4. März 1891. 



17 



Vortrageiuler gab schliesslich eine Uebersipht über das Ver- 
breitungsgebiet des Succinits und gedachte auch, unter Vorlage 
einiger Handstücke, des iui Wiener Flyschgebiete vorkommenden, 
fälschlich „Bernstein" genannten fossilen Harzes, dessen Stamm- 
pflanze nach seinen erst zu publicirenden Untersuchungen gleichfalls 
eine Ahletinee sei. 

Herr 1. Dörfler sprach dann noch über die Frage: „Was 
ist die siebenbürgische Mandragora officinarumP'. 

Eine für die Flora Siebenbürgens zweifelhafte Pflanze ist Mandragora 
officinarum L. Diese Art wird von Schur in seiner „Enumeratio plantarum 
Transsilvaniae", p. 479 mit der Notiz angeführt: „Soll nach Lerchenfeld im 
Tordaer Comitate vorkommen (1780). Mag wohl früher (vielleicht auch noch jetzt) 
als Alraune gepflanzt worden sein". 

In Simonkai's „Enumeratio florae Transsilvanicae", p. 411 wird Mandra- 
gora officinarum L. als '„planta culta aut errore e Transsilvania publicata" erwähnt, 
mit dem Beisatze: „olim culta". 

Nun befindet sich unter einer grossen Collection von Original-Exemplaren 
von Schur, Baumgarten und Lerchenfeld, die das botanische Museum der 
k. k. Universität Wien vor Jahren von Prof. Oppolzer erhielt, auch eine als 
Mandragora officinalis Mill. bestimmte Pflanze mit der Fundortsangabe: „Auf 
sonnigen Anhöhen bei Torda nach Ercsei". Auf dem vorliegenden Bogen befinden 
sich jedoch Theile von Solanum Melongena L., der bekannten, vielfach gebauten 
„Eierfrucht", woraus hervorgeht, dass Lerchenfeld 's Angabe auf einer Ver- 
wechslung beider genannten Arten beruht, und dass Mandragora officinarum L. 
nicht einmal verwildert in Siebenbürgen vorkommt. 



Versammlung am 4. März 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 



Neu eingetretenes Mitglied: 

_ _ Als Mitglied bezeichnet durch 

I"- Herr ^ Herren 
Baumgartner Julius, stud. jur., Wien, VIH., 

Piaristengasse 18 Dr.G. v. Beck, Dr. A. Zahlbruckner. 



Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. 



C 



18 



Versammlung am 4. März 1891. 



Anschluss zum Schriftentausch: 
Neapel: Societä di Naturalisti. 



Eingesendete Gegenstände : 
100 stück Schmetterlinge von Herrn Josef Krcek. 



Herr Custos Dr. Günther Eitter v. Beck hielt einen Vortrag 
„Ueber Fruchtsysteme" und überreichte ein diesbezügliches 
Manuscript unter dem Titel: „Versuch einer neuen Classifi- 
cation der Früchte". (Siehe Abhandlungen, S. 307.) 



Zoologischer Discussionsabend am 13. Februar 1891. 

Herr Dr. Eudolf Eitter v. Stummer hielt einen Vortrag 
unter dem Titel: „Vergleichende Betrachtungen über die 
Mundtheile der Thysanuren und Collemhola^ mit Berück- 
sichtigung ihres systematischen Werthes". 

Herr Dr. Ludwig v. Lorenz legte folgendes Eeferat von 
Herrn F. A. Krasser vor: 

Dr. August Otto: Zur Geschichte der ältesten Hausthiere. Breslau (Preuss 
und Jünger), 1890. 8°. 78 Seiten. M. 1.50. 

Diese heachtenswerthe Abhandlung gliedert sich in zwei Theile, deren 
erster eine allgemeine Auseinandersetzung über die Ansichten alter und neuer 
philologischer, historischer und zoologischer Schriftsteller, betreffend das Vor- 
kommen, die Verbreitung und Zähmung des Hundes, Rindes, Schafes, der Ziege, des 
Schweines und Pferdes, während der zweite Theil die positiven Ergebnisse der 
Untersuchung über die Stammarten dieser Thiere und deren Heimat enthält, 
welch letztere man nach zoogeographischen Arealen, nicht aber nach Erdtheilen 
zu suchen hat. . 

Im ersten Theile gelangt der Verfasser zu folgenden wichtigen Resultaten : j 

1. Die Kunst, Hausthiere zu halten, wurde nicht bloss an einem Punkte I 

I 

geübt und von da aus verbreitet. j 

2. Uebereinstimmung von Thier- und Pflanzennamen in den Einzelsprachen | 
beweist nur die urzeitliche Existenz der Lebewesen, aber nicht, ob dieselben als | 
Hausthiere oder Culturpflanzen bekannt waren. 



Versammlung am 4. März 1891. 



19 



3. Eine höhere Ciiltur mus^; nicht iiiiiiior an einwandernde Fremdlinge 
gebunden sein. 

4. Es ist falsch, das Alter von Haiisthierresten nach culturhistorischen 
Momenten abzuschätzen. 

5. Die Hausthiere treten in Europa nicht mit einem Schlage auf, vielmehr 
an den einzelnen Orten verschiedene Speeles als erste Hausthiere. 

6. Der Einfall eines civilisirten, von Hausthieren begleiteten asiatischen 
Volkes ist keineswegs sicher nachgewiesen. 

7. Es gab schon vor den „Ariern" in Nordeuropa Hausthiere. 

8. Die Fortschritte in der Züchtung eigener Hausthiere lassen sich für 
Europa in verschiedenen vorhistorischen Perioden deutlich nachweisen. 

9. Die Zoopaläontologie weist nach, dass die Hausthiere Nordeuropas viel 
früher vorhanden waren, als Nachrichten über Hausthiere in Asien. 

10. In der Hausthierfrage haben die Nachrichten der Schriftsteller des 
Alterthums gar keinen Belang, denn die Frage nach der Heimat der vorhistori- 
schen Hausthiere ist eine rein naturwissenschaftliche. 

Aus dem zweiten Theile der Abhandlung möge hervorgehoben werden: 

1 . Canis familiaris existirte als Hausthier zwar nicht in der paläolitischen 
Zeit, wohl aber zur Zeit der Pfahlbauten in Europa. Alle Paläontologen kommen 
darin überein, dass die Urväter unserer Hunde auf europäischem Boden sich finden. 

2. Auch Bos taurus ist oftmals für orientalischen Ursprunges erklärt 
worden, während nachgew^iesen werden kann, dass jede positive Unterlage dafür 
fehle, unserem Hausrinde einen asiatischen Ursprung zuzuschreiben, wohl aber 
ist ein Theil unserer Rinder sicher europäischer, ein anderer vielleicht afri- 
kanischer Herkunft; ja man hat Anhaltspunkte dafür gewonnen, dass Bos primi- 
(jenius als die wilde Stammart der jetzt vorhandenen Rassen des Rindes zu be- 
trachten sei und also Europa als die Hauptheimat unserer Rinder bezeichnet 
werden kann. 

3. Bezüglich der Abstammung von Ovis aries und Capra hircus sind die 
verschiedensten Meinungen laut geworden; festzustellen ist, dass das Schaf sich 
als Mitbewohner zahlreicher vorhistorischer Ansiedelungen Europas findet. Zur 
Zeit der Lössbildung gab es in Frankreich wilde Schafe und Ziegen, und beide 
Gattungen wurden auch für die Mammuthszeit nachgewiesen. Auch wurde aus- 
drücklich betont, dass sie ihrer ganzen Entwicklung nach der paläarctischen Region 
angehören müssen. Somit fehlen die Gründe, sie für speciell asiatisch zu halten. 

4. Was Sus domesticus anbelangt, so waren während der späteren Stein- 
zeit in der Schweiz zwei domesticirte Formen, Sus scrofa und Sus scrofa palustris. 
Bei ersterem war kein Zweifel über sein europäisches Indigenat, das zweite aber 
schien dem Sus indicus-Typus anzugehören. Doch ist in neuester Zeit auch für 
die europäische Herkunft des Sus palustris der paläontologische Beweis her- 
gestellt worden. 

5. Von Equus caballus gilt nach gediegenen Forschungen, dass keines 
unserer Hausthiere mit mehr Recht als einheimisch beansprucht werden kann, 

C* 



20 



Versammlung am 4. März 1-91. 



als gerade das Pferd, wenn auch jetzt nach mehr als 20 Jahrhunderte lang fort- 
gesetzten Kreuzungen ein Tropfen orientalischen Rossblutes fast in jedem Bauern- 
klepper rinnt. 

Schliesslich sei constatirt, dass Verfasser die Literatur der Haustbierfrage 
in sehr sorgfältiger Weise berücksichtigt hat. 



Botanischer Discussionsabend am 20. Februar 1891. 

Herr Dr. A. Zahlbruckner besprach die Eesultate der neueren 
lichenologischen Arbeiten Möller's, Bonnier's, Lindau's und 
Johow's, legte auf Grundlage derselben den heutigen Stand der 
Flechtenfrage klar und sprach sich entschieden für die Eichtigkeit 
der Lehre von der Doppelnatur der Flechten aus. 

Herr Dr. C. Richter zeigte einige neue und interessante Pflanzen 
seines Herbars vor und knüpfte hieran erläuternde Bemerkungen. 

Die wichtigsten demonstrirten Formen sind: 

Viola Muprechtiana Borb. (epijpsilay:^ palustris) vom Lieperbruch bei 
Königsberg (F. Schultz, Herb, norm., n. ser., Cent. 11, Nr. 1031). 

Viola Uechtritziana Borl). (mirdbüis X Biviniana) von Ettersberg in 
Thüringen, gesammelt von Prof. C. Haussknecht. 

Viola heterocarpa Borb. (mirdbüis X.rupestris) aus Jemtland (ins. 
Tröson) in Schweden. Kaum verschieden hievon ist Viola arenaria X mirahilis 
von Bethke in Bänitz, Herb, europ., Nr. 5386. 

Viola anceps m. (arenaria X canina) aus Schweden, Königsberg, 
Tirol; die von Warodell gesammelte Viola canina X rupestris ist kaum ver- 
schieden. 

Viola JSfeumanniana m. (montanaX Riviniana) aus Schweden, von 
L. M. Neu mann gesammelt, auch von BJocki aus Ostgalizien. 

Viola magna m. (Wettsteinii X Biviniana). Unterscheidet sich von 
Viola Betlikei m. = silvatica X Biviniana ebenso wie Viola Wettsteinii m. von 
Viola silvatica Fr. durch den kräftigeren Wuchs und die vorgezogene Spitze der 
oberen Blätter. Da es übrigens nicht ausgeschlossen ist, dass jene nur eine üppigere 
Form der Viola silvatica Fr. ist, so hätten wir es hier nur mit einer anderen 
Form von Viola Bethkei zu thun. In der That hat C. Bänitz als forma minor 
der Viola silvatica X Biviniana Lasch (Herb, europ., Nr. 5855) Viola Bethkei m., 
als forma major derselben Hybride (vide Prosp., 1889, p. 4) Viola magna m. aus- 
gegeben. 

Viola tenuis m. (canina X pratensis) aus Schweden. 4 
Medicago mixta Sennh, (falcataXprostrata) findet sich häufig unter 
den Stammeltern am Karst bei Divacca, wohl auch anderwärts. 



Versa m ml 11 ug am 4. März 1891. 



21 



Erviun iieiuortdc (iiraml. in Magu. .sciiii., II, }>. 115, im Kaiserwalde 
bei Pola, dürfte somit im Mittelmeergebiete weiter verbreitet sein. 

Epilohiuin IhirrcH in. (anagallidifoUtim X alsinefolium). Unter den 
Stammelteru auf der Raxalpe. Ein vornehmlich habituell zu erkennender Bastard 
mit schwach gez<ähuelten spitzlichen Blättern und oberirdischen Ausläufern, stärker 
als Epilohiiim anagallidifolium, viel zarter als das unmittelbar daneben stehende 
Epilohium alsinefolium. 

Thymus bracfeosus Vis. Am Monte spaccato bei Triest, der iiord- 
Avestlichste Standort dieser Art. 

Salix comhinata 9 Huter in sched. (arhusculaXhastata). „Capsulis 
cortice acuminatis distantihus a Salice proximiore arhiisciila distinguenda. Folia 
forma mere media"'. Vom Brenner, von Hut er gesammelt. 

Salix Indehetoui m. (arhusculaX polaris) aus Jemtland in Schweden, 
gesammelt von C. Indebetou. 

Salix Eichenfeldii G.aiider 9 (reticttlataXretusa) aus dem Puster- 
thal, von G ander gesammelt als Karitas eximia! Ein reizendes Pflänzchen, in 
den Blüthen und der Form der Blätter an Salix retusa erinnernd, die Blätter 
aber netzaderig und unterseits bereift, auch breiter als bei Salix retusa. Allem 
Anscheine nach identisch mit Salix Thomasii Ands. in DC, Prodr., XVI, 2, p. 297. 

Salix Gaiideri Huter 9 (cirbuscula X reticulata). Von G and er am 
selben Orte gesammelt. Blüthen der Salix reticulata, die Blätter in der Form 
zwischen den Stammeltern die Mitte haltend, wenig lederig, dabei schwach bereift 
und netzaderig, unterseits und am Rande seidenhaarig. 

Herr Siegfried Stockmayer besprach unter Demonstration 
der entsprechenden mikroskopischen Präparate die Algengattung 
Gloeotaenium. 

Diese Gattung wurde von Hansgirg im Vorjahre publicirt^) und die 
einzige bisher bekannte Art — Gloeotaenium Loitleshergerianum — von ihm 
ihrem Entdecker, Herrn K. Loitlesberger, zu Ehren benannt. Dieser sammelte 
die Alge in der Ischler Au vereinzelt unter anderen Algen; ein von Herrn 
Loitlesberger freundlichst abgetretener Theil dieses Materials ist es, den Vor- 
tragender zur Demonstration benützt, und auf den sich die folgenden Bemerkungen 
stützen. Seitdem sind noch drei Fundorte bekannt geworden: Bischoflack in 
Krain, St. Martin bei Klagenfurt (Hansgirg, a. a. 0.) und der Prater bei Wien 
(Dr. Lütkemüller). 

Ergänzend zu der Han sgirg"schen Beschreibung sei hier kurz Folgendes 
bemerkt: 

Die erwachsene Familie ist 2 — 4 zellig, in der Flächenansicht rund bis 
elliptisch (mitunter nierenförmig [Fig. 2]). Die zweizeiligen Familien (Fig. Sa) 



') Sitzungsber, d. legi. böhm. Gesellsch. d. Wissensch., 1890, I. Bd., p. 10. — Die lateinische 
Gattungs- und Artdiagnose s. Nuova Notarisia, p. 264. 



22 



Versaiumhing aui/4. März 1891. 



zeigen eine Aussenhülle, die mehr weniger in Gallerte übergegangen ist (ohne 
besondere Adhärenz von Fremdkörperu zu zeigen). Der äussere Contour ist dem 
entsprechend bald einfach, bald doppelt. Innerhalb dieser Hülle sind zwei mit 
stets deutlich doppelt contourirter Membran versehene Zellen. Die inneren, einander 
zugewendeten Eandpartien dieser sind aber verdeckt durch einen in die Gallerte 
der Aussenhülle eingetragenen breiten schwarzen Gürtel, der die Familie in ihrer 
Breitencircumferenz umgibt. Frist, wie Hansgirg angibt, von einer consistenten 
Substanz, die stärker bricht als die Gallerte. Es handelt sich da um eine ganz 
regelmässige Ablagerung von Inkrustatkryställchen. (Die schwarze Färbung ist 
die Folge der totalen Eeflexion bei Ansicht im durchfallenden Lichte). Es wäre 
am nächsten liegend, an Ca COs oder Ca zu denken. Der Gürtel löst sich 
aber sowohl in HCl, als in A ohne Blasenbildung, und zwar spurlos.^) Die Ab- 
lagerung dieses Inkrustates erfolgt ganz regelmässig innerhalb der Schichten der 
Aussenhüllen, und zwar in der Theilungszone der Zelle, resp. Zellen, aber noch 
vor der Theilung. In Fig. 1 ist eine einzellige Familie; die Aussenhülle ist in 
der Jugend deutlich geschichtet, erst später wird die Schichtung durch Vergal- 
lertung undeutlich; in diesem Falle ist sie ungewöhnlich wenig vorgeschritten, 
die Schichtung desshalb sehr ausgeprägt,^) daher auch die Innenhaut hin- 
und hergekrümmt. Gerade in jener Zone, in der die Theilung, zu der sich die 
Zelle bereits anschickt, stattfinden wird, findet die Ablagerung statt, und zwar in 
die zweite Schichte der Aussenhülle; hiebei kommt es zur Quellung der Schichte 
in dieser Zone (rechts nur erst die Quellung), die so stark sein kann, dass in den 
nach innen folgenden Schichten Falten aufgeworfen werden. In Fig. 2 sehen wir 
das Inkrustat in den ringförmigen Raum zwischen den beiden Tochterzellen 
ringsherum sich hineindrängen. Das fernere Wachsthum des Inkrustates geht 
Hand in Hand mit der zunehmenden Umbildung der äusseren Schichten in 
Gallerte, so dass schliesslich diese häufig gegen das umgebende Wasser sich durch 
ihre Lichtbrechung kaum abhebt und der Inkrustatgürtel daher der Familie von 
aussen her aufgelagert erscheint (Fig. 3, 4, 5). In der Theilungszone der beiden 
Zellen der zweizeiligen Familie treten wieder — in Form von „Kappen" — In- 
krustate auf, die, wenn die zwei Zellen sich getheilt haben, zwischen je zwei der 
neuen Tochterzellen vorwachsen und schliesslich beiderseits, auf der Vorder- und 
Hinterfläche, die Mitte des alten Gürtels erreichen; daher sieht man vorne und 
rückwärts ein Kreuz (Fig. 4). Schon in dieser Figur kann man eine leichte Ver- 
schiebung des Kreuzes erkennen: die Zwischenräume links oben und rechts unten 
sind grösser als die anderen, da jene Zellen stärker gewachsen sind. Wenn sie 
noch stärker wüchsen, so würde schliesslich ein Bild sich ergeben, wie es Fig. 5 
zeigt, und unter dem sich vierzellige Familien meist präsentiren. In der Theilungs- 
zone einer jeden der vier Zellen wird wieder eine Inkrustatkappe gebildet; es 
wäre also ganz wohl möglich, achtzellige Familien mit einem von der Fläche 

1) Eine genauere chemisclie TJntersucbimg würde eine grössere Menge reinen Materials 
verlangen. 

2) Aehnliclie Zustände beschrieb Hansgirg bei der verwandten Gattung Oocystis. (Pbysiolog. 
und algolog. Studien. 1887, S. 155.) 



Versammlung am 4. März 1891. 



23 



gesehen achtstrahligen schwarzen Inkrushilsterue zu finden. Doch scheinen sich 
die Familien regelmässig vorher aufzulösen.^) 

Bei der zweizeiligen Familie ist die Aussenhülle durch den Gürtel gleich- 
sam zusammengeschnürt, während sie ober- und unterhalb desselben, und zwar 
sowohl vorne als rückwärts sich vorwölbt. Diese Buckel sieht man in der Flächen- 
ansicht (Fig. 3 a) kaum, in der Seitenansicht treten sie aber deutlich hervor 
(Fig. 3 b), dieses Bild könnte freilich eben so gut entstehen, wenn jeder dieser 
vier Buckel z. ß. zweigipfelig wäre. Dass dies nicht der Fall ist, zeigt die dritte 
Ansicht auf den Scheitel (Fig. 3 c); es steht die Alge eigentlich etwas schief, 
nämlich gestützt auf dem unteren mittleren (Scheitel-) und unteren linken 




Fig. 4. Fig. 5. 



(Vergr. Fig. 1 : 800 mal; Fig. 2—5: G50mal.) 

(Fig. 3 h) Buckel, daher sieht man in Fig. 3 c den Gürtel links schmal und den 
darüber stehenden Buckel, während man rechts den Gürtel breit und den darüber 
stehenden Buckel nicht sieht. 

Die Erkennung der Zellinhaltsstructur ist oft sogar schon bei einzelligen 
Familien dadurch sehr erschwert, dass die Zelle sich sehr frühzeitig mit Stärke 
vollpfropft. Doch gelingt es bei solch jungen Zellen meist leicht, das in Einzahl 
vorhandene Pyrenoid, oder, wenn die Zelle sich zur Theilung anschickt, schon 
ihrer zwei zu finden (Fig. 1). Die Form des Chromatophors zu erkennen, gelingt 
nur in günstigen Fällen bei einzelligen Individuen; er ist nicht, wie Hansgirg 



>) Die von Hansgirg (a. a. 0., Anm.) erwähnten, von Inkrustat wohl ganz bedeckten Fami- 
lien fand ich nicht, wohl aber einzelne Exemplare, deren Gürtel so breit war, dass er die Zellen ganz 
rerdeckte. 



24 



Versammlung am 4. März 1891. 



als wahrscheinlich hinstellt, sternförmig, sondern muldenförmig, mit einer 
ziemlich seichten Auskehlung (Fig. 1). Diese von Schmitz (Die Chromato- 
phoren der Algen, Bonn, 1882, S. 17) beschriebene Form ist bei den Protococ- 
coideen sehr häufig {Pleurococcus, Palmella, Palmophyllum, Gloeocystis, Tetra- 
spora, Nephrocytium u. s. w.). 

Bezüglich der Vermehrung, die ausschliesslich durch vegetative Zelltheilung 
erfolgt (die Tochterzellen werden frei und bilden allmälig eine neue Familie), 
habe ich den Angaben Hansgirg's nichts zuzufügen. 

Welche systematische Stellung ist nun der Gattung Gloeotaenium einzu- 
räumen? Ihr Autor stellt sie mit den Spirotaeniaceen zu einer neuen Algen- 
familie zusammen, den Pseiidodesmidiaceae, denen er eine intermediäre Stellung 
zwischen Desmidiaceen und Palmellaceen anweist, was also wohl heissen soll, dass 
zwischen die vier Ordnungen der Chlorophyceen ( Confervoideae, Siphoneae, 
Protococcoideae , Conjugatae) eine fünfte (Pseudodesmidiaceae) eingeschoben 
werden soll. 

Was sind nun zunächst Spirotaeniaceae? Haupt fleisch hat in seiner 
schönen Arbeit „Zellmembran und Hüllgallerte der Desmidiaceen" (Greifswald, 
1888) den Nachweis geliefert, dass bei Spirotaenia die Hüllgallerte durch Ver- 
schleimung der äusseren Membranschichten entsteht, hingegen ist sie bei den 
übrigen Desmidiaceen eine durch Poren der Membran hindurch vom Plasma aus 
erfolgende Ablagerung, zusammengesetzt aus Prismen, die oft von feinen, von den 
Porenköpfchen ausgehenden Fadenbüscheln durchsetzt sind. Die Gattung Spiro- 
taenia dürfte die genannte Gallertstructur mit den Gattungen Mesotaenium und 
Cylindrocystis, die Hauptfleisch nicht untersucht hat (S. 65), gemeinsam 
haben. Hauptfleisch macht nun den Vorschlag, die genannten Genera als 
besondere Gruppe von den übrigen Desmidiaceen zu trennen und im Systeme 
zwischen Conjugaten und Desmidiaceen zu stellen. 

Diese Gruppe hätte als charakteristische Merkmale: 

1. Die Gallerte entsteht durch Verschleimung der äusseren Membran- 
schichten ; 

2. der „halbirte Bau" (äussere Theilung in zwei symmetrische Halbzellen, 
zwei Membranschalen, symmetrische Theilung des Zellinhaltes [Chlorophore]) ist 
nicht oder kaum ausgeprägt.^) 



1) Hansgirg's Angabe, a. a. 0., S. 12, dass die Spirotaeniaceenzelle, „was die morpholo- 
gische Ausbildung des Zellinhaltes anbelangt, nicht wie die Desmidiaceenzelle zygomorph, sondern 
cyclisch sei", ist unrichtig. Durch eine zur Längsachse senkrechte Symmetrieebene* zerfallen beide 
in zwei zygomorphe Hälften ; für eine mit der Längsachse zusammenfallende Symmetrieaxe aber sind 
alle geraden Desmidiaceenzellen mit kreisrundem Querschnitte {Penium, PUurotatnimn, Dociclium, 
Cosmarium Palangula Breb.) aktinomorph (radiär-symmetrisch), und zwar äusserlich nach allen Rich- 
tungen (CXD), innerlich nach der Zahl der Chromatophorenleisten ; die von vorn und rückwärts zu- 
sammengedrückten Formen {Cosmarium, Micrasterias etc.) sind äusserlich aktinomorph nach der Zahl 4; 
die eckigen Formen {Staurasirum, Desmidium etc.) äusserlich und innerlich aktinomorph nach der 
doppelten Zahl der Ecken (Staurastrum). Die gebogenen Closterien sind nach einer durch die Längs- 
axe gelegten Symmetrieebene zygomorph. 



Versammlung am 4. März 1891. 



25 



Das sub 1 angegebeiie Merkmal ist nur für Spirotaenia condensata 
coustatirt. Es fragt sich, ob die reichliche Gallerte von Mesotaenium und 
Cylindroci/stis denselben Bau hat, was allerdings wahrscheinlich ist (cfr. De 
Bary, Coujug., Tab. VII). 

Der halbirte Bau ist bei Cylmdroajstis für den Zellinhalt vorhanden 
(zwei sternförmige Chromatophoren), bei Cylindroajstis? diplospora (Lundell, 
De Desmidiaceis in Reg. Soc. Scientiar. Upsal., 1871, p. 83, Tab. VII C.) prägt 
er sich auch äusseiiich durch Einschnürung aus. ^) Ist da auch die Membran 
zweischalig? Man wird einwenden, Cylindrocystis diplospora sei eine zweifel- 
hafte Cylindrocystis, sie bilde einen Uebergang zu Astrocosmium, sei die ein- 
geschaltete „Dysphinctium'' -Form mit sternförmigen Chromatophoren. Dann sehen 
wir hier einen analogen Uebergang wie von Penium zu Cosmarium.^) Gerade 
diese Umstände sprechen für eine innigere Verwandtschaft von Cylindrocystis 
mit den übrigen Desmidiaceen. Ebenso wird für Mesotaenium noch festzustellen 
sein, ob die Membran zweischalig ist; denn daraus, dass der Zellinhalt den 
halbirten Bau nicht zeigt, folgt nicht dasselbe für die Membran, und umgekehrt, 
wie man das letztere aus den Angaben in De Bary, Conjug., p. 42 (unten), 
Tab. V, 5, 6, 7, 8, 13, 31, 33; VII G, 1, 3, entnehmen muss. 

Wenn also auch erst genauere Studien^) der Gruppe der Spirotaenieen 
ihre Festigkeit verleihen werden, so scheint sie doch im Ganzen den natürlichen 
Verwandtschaftsbeziehungen zu entsprechen. Doch dürfte sie jedenfalls, wie De 
Toni es thut (Sylloge Algarum, I, p. 805), mit den Closterieae, Docidieae, Mi- 
crasterieae den Didymioideae zu subordiniren, und nicht nach dem Vorschlage 
Haupt fleisch 's zwischen Zygnemeen und Desmidiaceen zu stellen sein. 

Ganz ungerechtfertigt aber ist es, wenn Hansgi rg die Spirotaenieen mit 
der Gattung Gloeotaenium vereinigt, und der so erzwungenen Gruppe eine Zwischen- 
stellung zwischen Desmidiaceen, also Conjugaten und Protococcoideen zuweist. 
Wenn die genannten Algen eine solche Mittelstellung wirklich einnähmen, so 
würde doch der Werth des Systems sehr beeinträchtigt werden, wenn man einige 
wenige Verbindungsglieder zweier grosser, natürlicher Gruppen zu einer dritten 
Gruppe erhebt, die man den zwei ersten coordinirt. Von einer solchen Mittel- 
stellung ist aber in unserem Falle keine Rede. Die zweifellose Conjugation ver- 



1) Ebenso bei einer Cylindrocystis sp., die ich in Niederösterreich fand. 

2) Diese zwei Gattungen sind kaum scharf zu trennen (vergl. Klebs, Desmid. Ostpreuss., 
Königsberg, Abhaudi., 1879, S. 12, und Wille, Desmidiaceae in Engler, Prantl, Natürliche 
Pflanzenfam., I, 2, S. 6, wo dieser Mangel der Grenzen zwischen vielen Desmidiaceengattungen treffend 
hervorgehoben wird. (Die spiralige Drehung der Leisten bei Closterium hirudo und didymoticum bietet 
indess doch keinen Uebergang zu dem parietalen Schraubenbande von Sjnrotaenia. Vergl. z. B. 
De Bary, Conjug., Tab. VII A, Fig. 9). Wie ferner Plmrotaenium mit Penium und Cosmariura zu- 
sammenhängen soll, ist auch unklar. — Die Gattung DysjMnctium, die an Stelle der einen un- 
scharfen Grenze zwischen Ptnium und Cosmarium zwei setzt, und ebenso wenig Klarheit gebracht 
hat, wie die von Häckel zwischen Thiere und Pflanzen eingeschobenen Protisten, ist weggelassen.) 

Vortragender hofft, im kommenden Sommer mit lebendem Materiale die aufgeworfenen 
Fragen lösen zu können. Auch Gonatozygon und Qenicularia wären in diese Studien einzubeziehen. 
Jenes hat mit Mesotaenium, diese mit Spirotaenia die Form der Chlorophoren geraein. 
Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. D 



26 



Versammlung am 4. März 1891. 



weist die Spirotaenieen zu den Conjugaten, bei Gloeotaenium fehlt sie, und auch 
wenn der Chromatophor sternförmig wäre, wie Hansgi rg annahm, so würde 
sich daraus keine Verwandtschaft mit den Desmidiaceen ergeben (vergl. Hor- 
midium, Prasiola, Euglena, Chlamydomonas plur. sp.). Die Gallertbildung aus 
den äusseren Membranschichten ist aber eine bei den Chlorophyceen und Cyanophy- 
ceen sehr verbreitete Erscheinung, und nur die echten Desmidiaceen haben eine 
ganz andere Art der Gallertbildung. 

Es hat Gloeotaenium vielmehr die gleiche Vermehrung und auch eine 
ähnliche Form der Familien wie Oocystis Näg. und Nephrocytium ; die Chro- 
matophoren sind ebenso gebaut wie bei letzterer Gattung.^) Es 
wird also Gloeotaenium mit den beiden genannten Gattungen in einer. 
Familie zu vereinigen sein,^) d. i., je nachdem man sich De Toni (Sylloge 
Algarum, I, p. 662) oder Wille (a. a. 0.) anschliesst, die Gruppe der Nephro- 
cytieen oder die der Pleurococcaceen. Der Inkrustatgürtel ist zwar ein interes- 
santes Object für physiologische Studien, aber eine solche morphologische Be- 
deutung, dass er die Aufstellung einer neuen Familie rechtfertigte, hat er 
gewiss nicht. 

Zum Schlüsse demonstrirte Herr Dr. Kicliard K. v. Wett- 
stein ein keimendes Exemplar von Lodoicea Seychellarioon und 
sprach über die sogenannten „springenden Früchte". 

1) Vergl. Näg e Ii, Gattungen einzell. Algen, 1849, S. 79, und Wille, Natürl. Pfianzen- 
familien, I, 2, S. 58. 

^) Ar eher 's Beobachtung von Schwärmsporen bei Nephrocytium ist sehr zweifelhaft (vergl. 
Wille, a.a.O., S. 55). — Schliesslich verweise ich noch auf die auffallende Aehnlichkeit, welche 
die Theilungszustände der Oospore von Cylindrocapsa geminella nach den Zeichnungen in Wolle, 
Fresh Water Algae of the United States, II, Tab. 91, mit Colonien von Nephrocytium und Gloeo- 
taenium (allerdings ohne Inkrustat) bieten. Es ist dies um so bemerkenswerther, als Gloeotaenium 
an dem zuerst bekannt gewordenen Fundorte (bei Ischl) mit Cylindrocapsa geminella gefunden wurde. 



27 



Jahres- Versammlung am 1. April 1891. 

Vorsitzender: Herr Hofrath Dr. C. Brunner v. Wattenwyl. 



Anschluss zum Schriftentausch: 
Bern: Schweizerische botanische Gesellschaft. 



Eingesendete Gegenstände: 
Flechten-Exsiccaten von Herrn F. Arnold. 



Bericht des PrUsidenten-Stellvertreters Herrn Hofrath Dr. Carl Brunner 

V. Wattenwyl. 

Hochgeehrte Collegen! 

Ich beginne den Bericht über das Jahr 1890 mit dem Verzeichniss der 
durch den Tod uns entrissenen Collegen. Es sind dies die Herren Barbieux 
in Oberlembach, Fe iiier in Wien, Grzegorzek in Bochnia, Adam Handlirsch 
in Wien, Hauck in Triest, Neumayr in Wien, Nowickiin Krakau, Rauscher 
in Linz, Rodler in Wien, Gustav Schwarz in Wien, Sebisanovic in Semlin, 
Winkler in Giesmannsdorf, und wir widmen denselben unser Andenken, indem 
wir uns von den Sitzen erheben. 

Wenn auch numerisch diese Verluste im Berichtsjahre relativ klein sind, 
so betrauern wir doch in denselben eine für uns nur allzu grosse Zahl von be- 
währten Fachgenossen und Freunden. 

Nachdem wir in der letzten Jahres -Versammlung unter Anderem den Tod 
des verdienstvollen Directors des Museums in Calcutta, Wood-Mason, betrauert 
hatten, bin ich heute in der erfreulichen Lage, Ihnen mittheilen zu können, dass 
ich vor wenigen Tagen von demselben eine Abhandlung zugesandt erhielt, welche 
für die lebensfrische Thätigkeit dieses vorzüglichen Entomologen bürgt. 

Die Zahl der Mitglieder, welche unsere Verhandlungen beziehen, beträgt 
540 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahre um 10 vermindert. 

Z. B. Ges. B, XLI. Sitz.-Ber. E 



28 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 



60 Lehranstalten erhalten die Verhandlungen zu ermässigtem Preise und 
11 beziehen dieselben unentgeltlich. 

Ausser den ordentlichen Sitzungen des Ausschusses wurden in den Monats- 
versammlungen 20 Vorträge gehalten, in den zoologischen Discussionsabenden 9, 
in den botanischen 24 Gegenstände besprochen. 

Der 40. Band unserer Verhandlungen hat einen Umfang von 722 Seiten 
und ist mit 9 lithographirten Tafeln ausgestattet. Er enthält 28 zoologische, 
42 botanische und 7 Abhandlungen gemischten Inhaltes. 

Diese Abhandlungen betreffen grösstentheils Beobachtungen und die wissen- 
schaftliche Kritik der letzteren. Spärlicher sind die systematischen Arbeiten 
vertreten. 

Durch die Erleichterung des Eeisens und die Aufmerksamkeit, welche den 
naturgeschichtlichen Sammlungen zugewendet wird, haben sich die Gegenstände 
unserer Forschung ausserordentlich angehäuft. Zu ihrer Classification sind die 
vorhandenen systematischen Werke nicht mehr ausreichend und ich halte dafür, 
dass heute die dringendste Aufgabe der Naturgeschichte sei, eine Eevision der 
Systeme vorzunehmen. 

Wenn dieses auch nur in Form von Monographien kleiner Gruppen ge- 
schieht, so bieten dieselben dem Sammler immerhin das einzige Hilfsmittel zur 
Bestimmung seiner Gegenstände und liefern der Wissenschaft die Gedenksteine, 
welche den jeweiligen Stand unserer Kenntnisse bezeugen. 

Es unterliegt keinem ZAveifel, dass bei der Ausdehnung des vorliegenden 
Materials und der in Einzelbeschreibungen massenhaft angesammelten Literatur 
die systematischen Arbeiten immer schwieriger werden. Allein sie übersteigen 
nicht die Kräfte unserer Gesellschaft. 

Die reichen Sammlungen, welche uns in Wien zu Gebote stehen, die vor- 
züglich ausgestatteten Bibliotheken und endlich der ernste wissenschaftliche Geist, 
welcher uns durchdringt, sind Momente, welche mir das Eecht geben, an Sie, 
verehrte CoUegen, die Aufforderung zu richten, nicht nur zu sammeln und zu 
beobachten, sondern auch das Gesammelte wissenschaftlich zu ordnen und die 
Beobachtungen zur Begründung wissenschaftlicher Systeme zu verwerthen. Hie- 
durch werden wir den Ruf, den die Gesellschaft durch die vierzig Bände ihrer 
Schriften sich erworben hat, erhalten und vermehren. 

Mit diesem Wunsche schliesse ich meine Anrede und ertheile den Herren 
Functionären das Wort zur Berichterstattung. 



Bericht des Secret*ärs Herrn Dr. L. v. Lorenz. 

Es gereicht mir zu besonderer Befriedigung, constatiren zu können, dass 
die Administration unserer Gesellschaft während des vergangenen Jahres einen 
regelmässigen günstigen Fortgang genommen hat und dass viele Mitglieder in 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 



29 



dieser Hinsicht die Zwecke und Ziele der Gesellschaft mit Eifer und Hingebung 
zu fördern bestrebt waren. 

Sowohl für die ständigen Sammlungen als auch zum Zwecke der Weiter- 
vertheilung an Schulen sind von den Mitgliedern wieder zahlreiche Naturalien 
eingesendet worden. Spender zoologischen Materiales waren namentlich die 
P. T. Herren: Damianitsch, Gangibauer, Habich, Kaufmann, P. Low, 
Lutz, Metzger, Baron Pelikan, Eessmann, Eiehl, Rogenhofer, Scholl- 
meyer und Stussiner, sowie die Weinbauschule in Klosterneuburg. 
Pflanzen wurden eingesendet von den P. T. Herren: Arnold, Braun, P. Dichtl, 
Dr. V. Eichenfeld, Evers, v. Hungerbyhler, Jetter, Keller, Baron v. 
Liechtenstern, Müllner, Dr. Ostermeyer, Rechinger, Dr. Richter, San- 
dany, Topitz, Dr. v. Wettstein und Witting. 

Ueber die Betheilung von Schulen hebe ich aus einem detaillirten Aus- 
weise des Herrn Anton Handlirsch, der vor Allen sich diesbezüglich grosse 
Verdienste erworben hat, hervor, dass an 20 Schulen im Ganzen 10.819 Objecte 
zur Vertheilung kamen, und zwar 6600 Pflanzen, meist in Herbarien von je 
400 Exemplaren, und 4219 zoologische Präparate, worunter wieder 196 Wirbel- 
thiere, 728 Weichthiere, 3265 Insecten und andere Gliederthiere, endlich 30 Strahl- 
thiere und Würmer. 

An der Zusammenstellung der Schulsammlungen haben sich ausser dem 
eben Genannten die Herren Kaufmann, Pf urtscheller, Dr. Ostermeyer und 
meine Wenigkeit betheiligt. 

Herr Dr. Ostermeyer hat ferner auch der Instandhaltung des ständigen 
Herbars, das wie gewöhnlich von den Fachleuten fleissig benützt wurde, seine 
Fürsorge zugewendet. 

Bezüglich der Bibliothek, welche unter der seit Jahren bewährten Ver- 
waltung des Herrn Finanzrathes Bartsch steht, will ich nur erwähnen, dass 
dieselbe durch Schenkung um 29 Werke bereichert wurde, während durch 3 Zeit- 
schriften die im Tauschwege uns zukommenden Publicationen auf die Zahl von 
312 gebracht wurden. 

Gestatten Sie, dass ich allen jenen Herren, welche in den angegebenen 
Richtungen der Gesellschaft ihr Interesse bethätigt haben, hiefür den gebühren- 
den Dank zum Ausdruck bringe. 



Bericht des Secrefärs Herrn Dr. Carl Fritsch. 

Mir obliegt heute die Aufgabe, Ihnen, geehrte Herren, über die publi- 
cistische Thätigkeit der Gesellschaft im Jahre 1890 Bericht zu erstatten. Der 
Band XL unserer „Verhandlungen" umfasst, abgesehen vom Mitgliederverzeich- 
nisse, 70 Seiten Sitzungsberichte und 610 Seiten Abhandlungen. An Abbildungen 
enthält derselbe 9 lithographirte Tafeln, 14 Holzschnitte und 60 Zinkographien. 
Ferner ist diesem Band das Porträt des uns so früh entrissenen Mitgliedes 
Dr. Adam Handlirsch beigegeben. 

E* 



30 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 



Was die Abhandlungen aus dem Gebiete der Zoologie anbelangt, so er- 
wähne ich als grössere Arbeiten zunächst die „Monographie der Proscopiden" von 
Brunner v. Wattenwyl, die Bestimmungstabellen der europäischen Parniden 
und Heteroceren von Kuwert, sowie die Abhandlung von Bergh über die 
Pleurophy Iiidien, endlich auch die Erklärung der Savigny' sehen Orthopteren- 
tafeln von Kr au SS. Kleinere Abhandlungen und Mittheilungen verdanken wir 
den P. T. Herren: Brauer, Claus, Cobelli, Grobben, Kieffer, Maren- 
zeller, Pintner, Reiser, Rogenhofer, Rübsaamen, Simony, Stummer, 
Thomas und Werner. 

Unter den botanischen Arbeiten erwähne ich zunächst die mono- 
graphische Bearbeitung der Gattung Mentha von Braun, ferner die licheno- 
logischen Arbeiten von Kernstock und Zahlbruckner, die mycologischen 
Mittheilungen von Bäumler und Zukal, die Bearbeitung der Gattung Bhizo- 
clonium von Stockmayer, dann die floristischen Arbeiten von Dörfler, 
Ostermeyer, Procopianu-Procopovici, Studnicka und Walz. Böhm 
publicirte in diesem Bande wichtige und interessante Beobachtungen über die 
Wasserbewegung in der Pflanze, Ha ekel werthvolle Mittheilungen über die An- 
passung der Gramineen an trockene Klimate. Verfasser kleinerer Artikel sind die 
P. T. Herren: v. Beck, Cobelli, Eichenfeld, Fritsch, Krasser, Kronfeld, 
Lenecek, Raimann, Thomas, v. Wettstein, Wiesbaur und Wiesner. 

Da mit dem Jahre 1890 wieder ein Jahrzehnt des Bestandes der Gesell- 
schaft verflossen ist, so wurde bereits vor Ablauf desselben für die Herstellung 
des General-Registers für die letzten zehn Bände der „Verhandlungen" Sorge ge- 
tragen. Auf meinen Antrag wurde diese mühevolle Arbeit Herrn J. A. Knapp 
übertragen, der auch einen grossen Theil der nöthigen Excerpte heute schon voll- 
endet hat. Es ist also mit Bestimmtheit zu hoffen, dass noch im Laufe des 
Jahres 1891 dieses Register fertiggestellt werden wird. 



Uebersicht der im Laufe des Vereinsjahres 1890/91 an Lehranstalten abgegebenen 
zoologischen und botanischen Lehrmittel. 



Zusammengestellt von Herrn Anton Handlirsch. 



Postnummerl 


Bezeichnung der Schule 


1 


Weichthiere 


Glieder- 
füssler 


Strahlthiere, 
Würmer 


Pflanzen 


1 


Eied: Volksscliule 


20 


25 


200 


3 


400 


2 


Ottakring: Volksscliule, Hauptstrasse 158 


7 


35 






400 


3 


Josefstadt : Volksscliule 


9 


35 


170 


2 




4 


Stadlau : Volksschule 


11 


70 


140 


4 


400 


5 


Kuttenterg: Mittelschule 


11 


61 


1850 


2 


600 


6 




5 


70 


90 


2 


400 


7 


Villach : Volksschule 


10 


70 


100 


1 


400 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 



31 



15 

g 

a 

a 

© 


Bezeichiiuiig der beb nie 


Wirbelthiere II 


Weichthierc 1 


Glieder- 1 
füssler 


Strahlthiere. 
Würmer 


Pflanzen 1 


8 




8 


15 


90 


3 


400 




Wien, III., Sechskrügelgasse : Bürgerschule .... 


29 


35 


50 


1 


400 


10 




7 


50 


100 


3 


400 


11 




10 


2 


10 






12 




11 


25 


75 


2 


400 


13 




12 


70 


90 


2 


400 


14 




10 


70 


90 




400 


15 




12 


60 


100 




400 


16 


Klosterneuhurg : Oenolog. und pomolog. Lehranstalt 










400 


17 




5 


35 


110 


2 


400 


18 




4 






















400 


20 




15 












Summe . . 
Totale .... 


196 


728 


3265 ' 30 
10.819 


6600 



Bericht des Rechnungsführers Herrn Josef Kaufmann. 
Einnahmen : 

Jahresbeiträge mit Einscbluss der Mebrzablungen und Eintritts- 



taxen von zusammen fl. 168 . 21 fl. 3.181 . 75 

Subventionen „ 1.540 . — 

Verkauf von Druckschriften und Druck-Ersätze „ 637 . 33 

Interessen von Werthpapieren und Sparcasseeinlagen .... „ 286 . 42 

Porto-Ersätze „ 18 . 64 

Sonstige Ersätze und Einnahmen „ 110 . — 

Summa . fl. 5.774 . 14 

und mit Hinzurechnung des am Schlüsse des 

Jahres 1889 verbliebenen Cassarestes von „ 2.166 . 86-5 

in Baarem und fl. 3.200 . — 

in Werthpapieren, im Ganzen fl. 3.200 . — fl. 7941 . OO'S 

Ausgaben: 

Besoldung des Kanzlisten fl. 600 . — 

Quartiergeld des Kanzlisten „ 180 . — 

Versicherungsprämie für den Kanzlisten „ 50 . 52 

Remunerationen und Neujahrsgelder „ 79 . — 

Beheizung, Beleuchtung und Instandhaltung der Gesellschafts- 

localitäten, dann der Beitrag für den Sitzungssaal . . „ 203 . 69 "5 



32 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 



Herausgabe von Druckschriften: 



Für den Band XL der Verhandlungen, Druck 



und broschiren 



fl. 2.728 . 50 

„ 431 ■ 18 fl. 3.159.68 
„ 287 . 82 



Illustrationen 

Büchereinkauf 

Erforderniss für das Museum , , 
Kanzleierfordernisse und Drucksorten 
Buchbinderarbeit für die Bibliothek , 
Porto- und Stempelauslagen . . . . 
Sonstige Auslagen 



119.65 
147 . 04 
240 . 56 



95 . 57-5 



Summa . fl. 5.180.79 



Hiernach verblieb am Schlüsse des abgelaufenen Jahres ein Cassarest von 
fl. 3.200 . — in Werthpapieren und fl. 2.760 . 21 '5 in Baarem, welch' letzterer zum 
grössten Theile bei der Ersten österreichischen Sparcasse hinterlegt ist, und wo- 
von ein Theilbetrag von fl. 2.500 . — ein unantastbares, aus den für Lebensdauer 
eingezahlten Beiträgen entstandenes Capital bildet. 

Die Werthpapiere bestehen aus : 
2 einh. Notenrenten ä 100 fl., gekauft um den Erlös für zwei Grundentlastungs- 

Obligationen , Geschenk von Sr. Excellenz Herrn Cardinal -Erzbischof 

Dr. Ludwig v. Haynald. 
1 einh. Silberrente zu 50 fl. von demselben. 

1 einh. Silberrente zu 100 fl., Geschenk von Herrn Dr. Ludwig E. v. Köchel. 
1 einh. Silberrente zu 100 fl., Geschenk von Herrn Brandmayer in Wien. 
1 einh. Notenrente zu 100 fl., als Beitrag von Herrn Rogenhof er. 

4 einh. Notenrenten ä 100 fl., Geschenk von Herrn Baron v. Königswarter. 
1 Rudolfslos zu 10 fl. (3 sind bereits ohne Treffer gezogen) und 

1 einh. Notenrente zu 100 fl. als Spenden von Herrn Martin v. Damianitsch, 
k. k. General-Auditor in Pens., zum Andenken an seinen am 19. October 
1867 verstorbenen Sohn Rudolf Damianitsch, stud. jur. 

1 Clarylos zu 40 fl. 

5 einh. Silberrenten ä 100 fl., Legat nach Herrn Dr. Ludwig R. v. Köchel. 
1 einh. Notenrente zu 100 fl., Legat nach Herrn Paul v. Wagner. 

1 einh. Notenrente zu 1000 fl. und 

5 einh. Notenrenten ä 100 fl., angekauft aus dem Vermögen der Mitglieder auf; 
Lebensdauer. 

Verzeichniss 

der im Jahre 1890 der Gesellschaft gewährten 
Subventionen : 

Von Sr. k. u. k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Josef I. fl. 200 . — 
„ Ihren k. u. k. Hoheiten den durchlauchtigsten Herren Erzherzogen : 

Carl Ludwig „ 30. — 

Ludwig Victor „ 20.— 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 33 

Albrecht fl. 50 . — 

Josef Carl „ 50.— 

Wilhelm „ 50.— 

Rainer ^ 50.— 

Heinrich • „ 50 — 

Von Sr. Majestät dem Könige von Baiern „ 40 . — 

Vom hohen k. k. Ministerium für Cultiis und Unterricht . . . . „ 300 . — 

„ hohen niederösterreichischen Landtage „ 400 . — 

„ löblichen Gemeinderathe der Stadt Wien „ 300 . — 



Verzeichniss 
der für das Jahr 1890 geleisteten höheren Jahresbeiträge von 7 fl. aufwärts. 

Von den P. T. Herren : 
CoUoredo-Mannsfeld, Fürst Josef zu, Durchlaucht fl. 100. — 



Liechtenstein Joh., regierender Fürst, Durchlaucht „ 25. — 

Heidmann Alberich „ 10.— 

Kabät J. E „ 10 . — 

Kinskj Ferdinand Fürst, Durchlaucht „ 10. — 

Pelikan V. Plauenwald Anton Freiherr V „ 10.— 

Rothschild Albert Freiherr v „ 10.— 

Zickendrath Ernst, Dr „ 9.13 

Bachinger August „ 8. — 

Aust Carl „ 7.— 

Evers Georg „ 7.— 



Herr Secretär Dr. Carl F ritsch legte folgende eingelaufene 
Manuscripte vor: 

Heimerl, Dr. A.: „Desmidiaceae alpinae". (Siehe Abhand- 
lungen, Seite 587.) 

Kebel, Dr. H. : „Beiträge zur Microlepidopteren-Fauna Dal- 
matiens". (Siehe Abhandlungen, Seite 610.) 

Redtenbacher Josef: „Monographie der Conocephaliden". 
(Siehe Abhandlungen, Seite 315.) 



Herr Prof. Dr. Palacky besprach die Entstehung der Süss- 
wasserfische unter Vorlage seines eben erschienenen Werkes über 
die Verbreitung der Fische. 



34 



Jahres -Yersammlting am 1. April 1891. 



Der morphologisclie Standpunkt, der mit dem geologischen gemeinsam be- 
sprochen wurde, war zuerst Gegenstand eingehender Erörterung. Die Süsswasser- 
fische sind keine besondere systematische Gruppe, ja es kommen selbst fast alle 
Familien der Meeresfische im Süsswasser vor, besonders in Malaisien und Austra- 
lien (Beryciden, Haie [ Carcharias gangeticus FitscMi.], Batiden, Tetrodonten etc.). 
Aber auch die Abtheilung der Palaeichthyes Günther (Selachier und Ganoiden 
gegenüber den Teleostiern) ist nicht haltbar. Den allgemeinen Begriffen gemäss 
sind Thiere mit intrauterinaler Copulation höher als die mit extrauterinaler 
Imprägnation, und doch haben letztere die meisten Teleostier, die erstere die 
Haie (und vielleicht die Cjprinodonten, wobei der merkwürdigen Analflosse bei 
Änahleps gedacht wurde). Vivipar sind Fische ohne systematischen Zusammen- 
hang {Zoarces y., Sehastes v., Embiotociden). Die Teleostier haben Brutpflege 
(meist des Vaters — Arius im Munde) bis auf Aspredo, Solenostoma. Die Larven- 
zustände haben höhere Fische (Teleostier) und Petromyzon, nicht die Selachier, 
Einzelne Zustände (Leptocefalen) sind noch ungenügend bekannt. Periophthalmus 
Koelreuteri athmet aus dem Schwanz! 

Unter Vorlage der Fische des „Talisman" (determ. Vaillant) wurde er- 
wähnt, dass der jetzt nur amerikanische Lepidosteus, welcher von allen Ganoiden 
am längsten sich in Europa erhielt {Lepidosteus suessoniensis, Straussi bei Frank- 
furt [Kinkel in] im Miocän), die intestinale Spiralklappe meist schon verloren 
hat, die doch ein Hauptkennzeichen der Palaeichthyes sein soll, ebenso wie Ämia 
cycloidale Schuppen aufweist, und dass Vaillant den Uebergang von den 
Teleostiern zu den Ganoiden in den Notacanthinen findet (S. 324 ff.). Ebenso 
wurde die Abwesenheit aller receptacula seminis bei den Salmoniden (wo die Eier 
in die Bauchhöhle fallen) betont, wie auch die Unsicherheit, ob die Conodonten 
von Myxine herrühren (wie Pander angab). 

Mit Rücksicht darauf wurde der geologische Weg eingeschlagen und ge 
zeigt, dass die Küstenfische die ältesten waren (Silur), dass von ihnen Brackwasser- 
fische (Kohlenfische, Ganoiden), Korallenfische, endlich die Tiefseefische stammen 
die man zuerst in Glarus nachweisen kann. 

Das Alter der Hochseefische ist unbestimmbar (wobei der Lamnazähne und 
Carcharodon des Ostpacific gedacht wurde, sowie des geologischen Alters z. B 
von Chlamydoselachus [Cladodid, toskanischer Pliocän], [Laivleyi], heute Japan 
und Madeira (anguineus). Eigentliche Süsswasserfische sind vor dem Tertiär un- 
sicher, obgleich die Haleciden gewiss Wanderfische waren, wie ihre Nachkommen 
die Clupeiden und Salmoniden. 

Die Entstehung der Süsswasserfische suchte der Vortragende in der Ab 
schnürung der Wanderfische (land-locking bei Jordan), der hiefür Beispiele be 
Salmoniden und Clupeiden anführt. 

* Für jeden Continent wurde die Entstehungsgeschichte besonders behandelt 
Der jüngste, Australien, hat noch die meisten Meeresfische im Süsswasser (z. B. 
Cristiceps, Cleidopus, Engraulis und einen brakischen Cypriniden), da dort das 
Centraimeer wohl am spätesten austrocknete. 



Jahres -Versammlung am 1. April 1891. 



35 



Für Afrika wurde die Dambeck'sclie Theorie vom ehemaligen Central- 
see besprochen und auf die Einheit (z. B. durch Chromis niloticus) der Fische 
von Tunis bis zum Ngamisee hingewiesen, wie auf die unterirdischen Fische der 
Nordwestsahara. 

Für Südamerika ist der postpliocäne Ursprung durch die Fossilien von 
Pebas und die der Pampas nachgewiesen. Nordamerika hingegen hat die ältesten 
Formen (Ganoiden) am zahlreichsten erhalten und überhaupt die reichste Ich- 
thys. Die Eiszeit hat in Europa und Nordasien eine grosse Armuth geschnifen, 
erst südlich der Alpen zeigt sich die heutige Ichthys fast identisch mit jener 
Oeningens (Vorwalten der Cypriniden). Die circumpolaren Monotypen (Hecht, 
Stör, Wels, Lota) sind ebenso Eemanenzen, wie die ungarische und nordamerika- 
nische Umbra, der baikalische Comephorus (dwarfed gadid Günther' s). Die 
europäischen Cypriniden scheinen aus dem Osten Europas und dem Westen Asiens 
zu stammen. Ceutralasien hat aber eigene Formen, sowie Südwestasien, Süd- 
europa und Nordamerika. 



Zu Kechnungs-Kevisoren für das Jahr 1891 wurden in dieser 
Versammlung die Herren Carl Jetter und Dr, Fridolin Krasser 
gewählt. 

Im zoologischen Discussionsabende am 13. März 1891 
sprachen Herr Director Dr. Theodor Fuchs „Ueber fossile 
Säugethiere der Pampas-Formation" und Herr Prof. Dr. Carl 
Grobben „Ueber parasitische Mollusken". 



Botanischer Discussionsabend am 20. März 1891. 

Herr Custos Dr. Günther Beck Kitter v. Mannagetta be- 
sprach und demonstrirte eine Anzahl von neuen und interessanten 
Pflanzen aus Nieder Österreich und überreichte ein diesbezüg- 
liches Manuscript. (Siehe Abhandlungen, Seite 640.) 

Herr Dr. Franz Oster meyer legte folgende Mittheilung vor: 

In den Standortsangaben des Beitrages zur Flora von Kreta (Verhandl. der 
k. k. zool.-botan. Gesellsch. in Wien, XL. Bd.) ist nachstehende Richtigstellung 
vorzunehmen. 

Spreitzenhofer hat bei den folgenden Pflanzen: Linum arhoreum L., 
Centranthus Sieben Heldr., Anchusa caespitosa Lam. und Leopoldia Spreitzen- 
hoferi Heldr. vulkanisches Gestein als Bodenunterlage auf den Etiquetten der 
Herbar-Exemplare seiner Sammlung angegeben. 

Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. F 



36 



Versammlung am 6. Mai 1891. 



Nach den sehr genauen Untersuchungen Raulin 's gibt es jedoch auf der 
Insel Kreta nirgends vulkanisches Gestein. Alle höheren Gebirge Kretas be- 
stehen aus schwärzlichem compacten Kalkstein der Kreideformation. Dieser bildet 
im Gebirge Hagios Theodoros auf der Hochebene nächst dem Gipfel vielfache 
trichter- oder kraterförmige Vertiefungen, „schwarze Gruben, Mavroi Lakkoi", 
genannt. 

Aehnliche Vertiefungen und Versenkungen mit Höhlenbildung kommen in 
den Kalkgebirgen Griechenlands sehr häufig vor, so am Parnassos, wo dieselben 
„Karkaria" genannt werden, auf dem Dirphysgebirge in Euboea u. s. w. 

Die vorstehenden Angaben verdanke ich einer gütigen Mittheilung des 
Herrn Directors Dr. Theodor v. Heldreich in Athen. 



Versammlung am 6. Mai 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 

Neu eingetretenes Mitglied: 



Als Mitglied bezeichnet durch 
^ T. Herr % ^, 

Fölkel Emil, Med. Dr., Wien Dr. L. v. Lorenz, Dr. Jul. Mahler. 



Eingesendete Gegenstände : 
15 Stück Eeptilien und Amphibien für Schulen von Herrn H. Scholl mayer. 



Herr Prof. Dr. Friedrich Brauer hielt einen Vortrag : „lieber 
Dipteren -Familien". 

Der Vortragende besprach 1. die von ihm und Herrn Julius v. Bergen- 
stamm aufgestellten Gruppen der Muscaria schizometopa (Denkschriften der 
kais. Akad. der Wissensch., mathem.-naturw. GL, Bd. LVI), welche die Bericht- 
erstatter gegen die Ansicht der Verfasser irrthümlich als Familien be- 
trachtet haben. 

2. Den unglaublichen Irrthum einiger Entomographen, dass die Larven der 
Insecten keine Bedeutung für die Systematik hätten. 

3. Die irrthümliche Ansicht, dass die Stellung oder das Vorhandensein 
oder Fehlen der sogenannten Macrochaeten bei den Dipteren zur Feststellung der 



Versammlung am 6. Mai 18!)1. 



37 



Familien von Wichtigkeit sei, während dasselbe nnr für Arten und Gattungen 
von Bedeutung ist und in jeder Familie behaarte und beborstete Formen vor- 
kommen. 

4. Die systematische Stellung der Ptychopteriden. Die von Osten-Sacken 
hervorgehobene Quernaht des Eückenschildes derselben ist nicht homolog jener 
der Tipuliden, indem dieselbe bei jenen der ersten, bei letzteren der zweiten 
Quernaht des Rückenschildes entspricht. Ptychoptera hat alle Charaktere der 
Plucephalen. 

5. Trat derselbe den Verfassern von Catalogen entgegen, welche sich ohne 
weitere Begründung Aenderungen im Systeme erlauben und Ansichten gewiegter 
Entomologen bei Seite setzen. 

6. Wies der Vortragende die Ansicht des Herrn C. H. Tyler-Townsend 
(Proc. Ent. Soc. of Washington, Vol. II, Nr. 1, p. 89, 1891) zurück, nach welcher 
die Einbeziehung der Oestriden in den Kreis der Muscarien von H. Low her- 
geleitet wird (Monogr. of the Diptera of North Amerika, P. I, 1862) und führt 
dem gegenüber an, dass er selbst bereits vier Jahre vor Low (Verhandl. der 
k. k. zool.-botan. Gesellsch., 1858, S. 391, Oestriden des Hochwildes) diese Ansicht 
ausgesprochen hat. Die neuen Formen, welche Low, 1. c, als für ihn bestim- 
mend anführt, hat derselbe beim Vortragenden kennen gelernt. 

Auch dasjenige, was Herr Tyler-Townsend über TJromyia sagt, zeigt, 
dass er die eingangs erwähnte Arbeit gar nicht gelesen hat, da Uromyia Meig. 
von uns Cercomyia genannt wird und der Name Uromyia der Rob. Desvoidy- 
schen Gattung verbleibt. 



Herr Dr. Moriz Kronfeld machte eine weitere Mittheiluug 
zur Geschichte des Schönbrunner botanischen Gartens. 

Die glanzvollste Epoche der Botanik in Oesterreich, vergleichbar jener, 
welche Linne in Schweden inaugurirte, ist die Zeit N. J. Jacquin's. Denn 
nicht allein die Summe der Beobachtungen, welche in einer bestimmten Epoche 
gesammelt wurden, sondern auch der Weg. auf welchem man zu den Fort- 
schritten gelangte, muss bei der Beurtheilung eines Zeitabschnittes in der Ge- 
schichte der Wissenschaft beachtet werden. Bis zur Stunde fehlt eine umfassende 
Darstellung der Ja cqu in' sehen Zeit. Im Verfolg der Geschichte des Schön- 
brunner Gartens hat der Vortragende jenes Material gesammelt, welches ihm die 
Bearbeitung der Ja cq u i n' sehen Epoche ermöglicht. 

Durch Zufall fand der Vortragende bei einem Antiquar von Jacquin 
selbst während der westindischen Reise (1755—1759) gezeichnete und mit Wasser- 
farben gemalte Pflanzenabbildungen, dann Bilder von Pflanzen und Vögeln, welche 
der Schönbrunner Hofgärtner Franz Boos während seiner Amerikareise malte. 
Jedes der Blätter trägt von Jacquin's Hand die lateinische Bezeichnung, respec- 
tive von Boos' Hand den lateinischen, deutschen und englischen Namen der be- 
trelFenden Pflanze und des auf derselben sitzenden Vogels. Die Jacquin 'sehen 

F* 



38 



Versammlung am 6. Mai 1891. 



Originalien sind zum Theile schon in dem Werke: Select. stirp. Americ. bist, 
publicirt. 

Von Jacquin's Eeisebegleiter, van der Scbot, rübrt ein ebenfalls vor- 
gelegtes Manuscript her. Dasselbe enthält ein alphabetisches Pflanzen verzeichniss, 
für welches der Linne 'sehe Index, ed. 13, als Grundlage genommen wurde. 



Zoologischer Discussionsabend am 10. April 1891. 

Herr Custos A. Eogenhofer sprach über die Ergebnisse 
der neueren Forschungen im antarktischen Gebiete, nament- 
lich auf Grundlage der Publicationen der Mission scientifique du 
Gap Horn im letzten Jahrzehnte. Er zog Vergleiche mit der arkti- 
schen Fauna, die sich, obwohl viel genauer erforscht, reicher als die 
besprochene herausstellt. 

Hierauf hielt Herr Dr. F. Werner einen Vortrag: „lieber 
Giftschlangen". 

Der Vortragende hob zuerst den Umstand hervor, dass der Begriif „Gift- 
schlange" eigentlich kein systematischer Begriff ist, indem manchen Schlangen- 
familien mit giftlosen Arten ganz ähnliche gegenüberstehen, deren Arten giftig 
sind. So entsprechen die Elapiden im Allgemeinen giftigen Colubriden; den 
Dendrophiden entspricht die giftige Dendraspis, den Dipsadiden die ebenfalls 
giftige Dinodipsas (Peters) und den Calamariden steht eine giftige Form in der 
Gattung Ogmodon gegenüber. Ferner wurde erwähnt, dass die echten Giftschlangen 
die geologisch jüngsten sein dürften, da bisher kein fossiler Giftzahn gefunden 
wurde, obwohl schon eine ziemliche Anzahl fossiler (tertiärer) Schlangen bekannt 
sind. Für den Menschen unschädliche Giftschlangen gibt es auch, und zwar theils 
solche, deren Gift nur für kleinere Thiere tödtlich oder gar nur lähmend wirkt, 
dahin gehören auch zwei europäische Schlangen: Coelopeltis monspessulana und 
Tarhophis vivax; dann solche, welche ihren Eachen nicht weit öffnen können, 
wie die kleinen Callophis -Arten und deren nächste Verwandte; endlich solche von 
gutmüthigem Naturell, wie die Seeschlange, Platiirus colubrinus, und vielleicht 
auch die Korallenotter (Elaps coralUnus). 

Sehr merkwürdig ist das Verhältniss der drei gewöhnlichsten europäischen 
Vipern: Vipera herus, aspis und ammodytes; die beiden ersten sind durch 
Zwischenformen verbunden, welche entweder die Kopfschilder der herus und die 
zwei Schuppenreihen unter dem Auge von aspis tragen oder die Beschuppung 
des Kopfes der aspis und die eine suboculare Schuppenreihe, wie sie für berus 
charakteristisch ist; auch zwischen Vipera aspis und ammodytes existirt eine 
Zwischenform, die Vipera Latastei; eine Form, welche vorzugsweise Spanien und 
Nordwestafrika eigen ist. Es besteht also eine sehr nahe verwandtschaftliche 



Versammlung am 3. Juni 1801. 



39 



Beziehung zwischen diesen Schlangen, so dass z. B. schon die Artselbstständigkeit 
der Vipera herus und aspis in Frage gestellt wurde. 

Manche Giftschlangen sind dem Baumleben (Trimeresuriis, Atheris, Den- 
äraspis), andere dem Leben im Meere (Seeschlangen) und wieder andere an Land 
und Wasser (Flaturus) angepasst; die mit nach aufwärts gerichteten Nasenlöchern 
sind wasserbewohnend, daher später der Beweis erbracht wurde, dass Vipera arie- 
tans eine Wasserschlange ist und Frösche und Kröten frisst; die mit Spalt- 
pupille versehenen sind Nachtthiere oder Lochkriecher, die unter der Erde jagen. 

Recht häufig sind Fälle von Mimicry, wobei also giftige Schlangen durch gift- 
lose in Färbung und Zeichnung, ja oft auch sogar in gewissen Bewegungen u. s. w. 
nachgeahmt werden. Am bekanntesten sind die Fälle, dass die giftigen Elaps- 
Arten Amerikas durch giftlose Schlangen aus den verschiedenartigsten Familien 
oft auf das Täuschendste nachgeahmt werden; und es ist bemerkenswerth, dass 
roth- und schwarzgeringelte Schlangen, also solche ^Zaps -Arten oder die sie 
nachahmenden Formen, wohl nur in Amerika vorkommen. Ziemlich zahlreich 
sind auch die Fälle, wo Crotaliden ( Crotalus, Bothrops) durch giftlose Schlangen 
(Nothopsis, Xenodon, Heterodon) nachgeahmt werden; andererseits sind aber 
Callophis, ÄdeniopJiis und Hemibungarus den Calamarien, von denen sie sich 
nähren, oft äusserst ähnlich, ohne dass es so sicher ist, ob die ersteren, die Gift- 
schlangen, die Calamarien nachahmen oder diese die Giftschlangen. 



Im botanischen Discussionsabend am 17. April 1891 
sprach Herr Prof. Hugo Zukal „lieber iVos^oc-Bildung" und 
es entspann sich unter den Anwesenden hierauf eine lange Discussion 
über diesen Gegenstand. 



Versammlung am 3. Juni 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 



Neu eingetretenes Mitglied: 

Als Mitglied bezeichnet durch 
P. 1. Herr t> rn tt 

P. T. Herren 

Moisilu J., Prof., Slatina (Rumänien) . . Dr.C.Fritsch,Dr.I.v. Szyszyl'owicz. 



Anschluss zum Schriftentausch: 

Florenz: Monitore Zoologico Italiano. 
Venedig: „Neptunia". 



40 



Versammlung am 3. Juni 1891. 



Herr Secretär Dr. Carl Fritsch legte folgende eingelaufene 
Manuscripte vor: 

Bäumler J. A.: „Fungi Schemnitzenses. III". (Siehe Abhand- 
lungen, III. Quartal.) 

Wasmann E.: „Neue Termitophilen, mit einer Uebersicht über 
die Termitengäste". (Siehe Abhandlungen, III. Quartal.) 



Herr Prof. E. Rathay hielt einen Vortrag: „lieber den Ein- 
fluss von Blitzschlägen auf die Weinrebe" und sprach dann 
noch über die Black-Eot-Krankheit des Weinstockes. 



Herr Gustav Sennholz legte hierauf einige Orchideen- 
Bastarde aus Niederösterreich vor. 

Orchis influenza. 

{Orehis maculata L. X Orchis samhucina L.) 

Tuheridia 2 — 4 lohata. Gaulis validus, erectus, elongatus, fere ad apicem 
usque foliis 6 — 7 ohsitus, 25 — 40 cm altus. Folia inferiora ohovato-lanceolata, 
öbtusa 5 — 7 cm longa, To — 2'5 cm lata; superiora lanceolata acuta, sensim 
diminuta, folium summum a spica remotum, omnia suhmaculata. Spica densa, 
ovata, ohtusa, circiter 5— 6 cm longa, 3 cm lata. Bracteae inferiores germen 
superantes, perigonium non attingentes, superiores germine aequilongae. Peri- 
gonii Idbellum hreviter trilohum, loho medio minore. Calcar cylindraceum, 
descendens, germine aequilongum vel subaequilongum. Perigonium albido-ochro- 
leucum, striis punctisque pallide-purpureis pictum vel saturato-lilaceum striis 
punctisque ohscitris pictum, Semper faucem versus colore luteo influente. 

Inter parentes frequentissimos in pratis valleculae „Myrthengraben'* jugi 
„Semmering'*, Äustriae inferioris (V, 1891). 

Steht im Allgemeinen der Orchis maculata näher, unterscheidet sich aber 
durch die nicht so viel und tief getheilten Knollen, den weniger beblätterten 
Stengel, die nach der Spitze zu breiteren unteren Blätter, die längeren Deckblätter, 
die kürzere Aehre, die weniger tief eingeschnittene breitere Lippe, sowie namentlich 
durch den längeren walzlichen Sporn und die Farbe der Blüthen, indem besonders 
der hintere Theil der Lippe nach dem Schlünde zu gelb gefärbt ist, was deutlich 
auf den Einfluss der Orchis sambucina hinweist. 

Von Orchis sambucina unterscheidet sie sich durch die tiefer getheilten 
Knollen, den verlängerten mehrbeblätterten Stengel, die schwach gefleckten Blätter, 
die längere Aehre, den etwas kürzeren Sporn und die Blüthenfarbe. 



Versammlung am 8. Juni 18itl. 



41 



Ich faud zwei Exemplare, und zwar eines, welches eine Hybride zwischen 
Orchis maculata und der gelbblüheuden Form und eines, welches eine solche 
zwischen der erstereu und der purpurblülienden Form der Orchis samhucina 
darstellt. 

Ein der ersteren Form dieser Hybride angehöriges Exemplar fand Herr 
Rechinger acht Tage später auf Wiesen des Semmerings beim „Erzherzog 
Johann" schon auf steierischem Gebiet. 

Orchis Erdingeri (Kern, sub Piatanthera). 
{Orchis viridis Crantz X Orchis samhucina L. typica.) 

Kerner hat im Jahre 1864 in der Oesterr. botan. Zeitschr., XIV. Bd., 
S. 140, diese Pflanze als Coeloglossum Erdingeri beschrieben, dann eine zweite 
ausführlichere Beschreibung nebst Abbildung im Jahre 1805 in den Verhandl. der 
zool. -botan. Gesellsch. in Wien, XV. Bd., S. 229, gegeben und den Namen daselbst 
in Piatanthera Erdingeri geändert. 

Die von ihm beschriebenen, aus dem Klauswalde bei St. Anton stammenden 
Exemplare stellten eine Hybride zwischen Orchis viridis Crantz (Coeloglossum 
viride Hartm., Piatanthera viridis Lindl.) und der rothblühenden Form der 
Orchis samhucina (var. purxmrea Koch) dar. Das von mir auf dem Semmering 
auf einer Wiese beim „Erzherzog Johann" auf niederösterreichischem Gebiete, hart 
an der steierischen Grenze gesammelte Exemplar entspricht unzweifelhaft einer 
Combination der gelbblühenden Form der Orchis samhucina mit Orchis viridis. 
Die Pflanze stimmt mit der Kern er 'sehen Beschreibung im Habitus, in der 
Form der Knollen und Blätter, sowie in der Grösse vollkommen überein, unter- 
scheidet sich aber von derselben durch die Form der Aehre, ferner durch die 
Gestalt und Farbe der Blüthen. Die Aehre ist länger und schmäler und ähnelt 
mehr der der Orchis viridis. Die seitlichen Zipfel und der Helm der Blüthe 
sind grünlichgelb, schwach röthlich überlaufen, die Lippe ist citronengelb, am 
Grunde mit hellrothen Streifen versehen. In der Gestalt weicht die Lippe 
ziemlich wesentlich von der von Kerner beschriebenen ab. Sie ist gegen die 
Spitze zu nicht so bedeutend verbreitert, nämlich bloss P/2— 2 mal so breit als 
am Grunde, der mittlere der drei Lappen ist etwas kürzer als die seitlichen, das 
Rosteilum ist hellroth gefärbt. Der Sporn ist von derselben Länge als bei der 
Kerner 'sehen Pflanze. 

Schon Kerner hob a. a. 0. den geringen generischen Unterschied zwischen 
Orchis und Coeloglossum hervor. Auch mir erscheint dieser Unterschied gering 
genug, um mit Crantz, sowie Grenier und Godron Coeloglossum mit Orchis 
zu vereinigen. Auch das Vorkommen einer Hybride spricht für die nahe Ver- 
wandtschaft der Eltern. 



42 



Versammluag am 3. Juni 1891. 



Botanischer Discussionsabend am 22. Mai 1891. 

Herr Dr. Fr. Krasser sprach unter Demonstration der ent- 
sprechenden Präparate über: „Neue Methoden zur dauerhaften 
Präparation des Aleuron und seiner Einschlüsse". 

Die Structurverhältnisse der Aleuronkörner bieten bekanntlich viel des 
Interessanten, doch ist die Erkennung der Details oft mit Schwierigkeiten ver- 
bunden, ein Umstand, der bei Untersuchungen des Aleuron den Wunsch nach 
geeigneten Methoden zur Herstellung von Dauerpräparaten rege macht, nament- 
lich dann, wenn es sich darum handelt, scharfe Bilder der Einschlüsse zu erhalten 
und zur Demonstration bereit zu haben. 

Schon Pfeffer^) (1872) constatirte, dass das Aleuron durch Sublimat ohne 
Desorganisation wasserunlöslich gemacht werden könne. Er digerirte Samen- 
durchschnitte in kleinen Fläschchen während mindestens 12 Stunden mit einer 
ca. 27o Lösung von Sublimat in absolutem Alkohol. Hierauf wurden die Schnitte 
in Alkohol abgespült und im Wasser beobachtet. Derselbe Autor hat auch be- 
hufs Isolirung der Krystalloide für jene Fälle, wo die Hüllmasse von Wasser 
nicht oder unvollständig gelöst wird, die Anwendung einer verdünnten Lösung 
von phosphorsaurem Natron empfohlen.^) Methoden zur Herstellung von Dauer- 
präparaten hat Pfeffer jedoch auf diese Beobachtungen nicht gegründet, wohl 
aber wurde an die Sublimatfixirung von Strasburger zum gedachten Zwecke 
angeknüpft. 

Strasburger^) (1884) gibt folgendes Verfahren an, „um hübsche Dauer- 
präparate der Eiweisskrjstalle von Ricinus und Bertholletia darzustellen" : Fixi- 
rung nach Pfeffer, Uebertragung der Schnitte aus dem Sublimat mittelst 
Hollundermarkstreifen in Wasser, Tinction mit wässeriger Eosinlösung etwa 
15 Minuten, Beobachtung und Einschluss in halb verdünnter Lösung von essig- 
saurem Kali durch Verkittung mit Canadabalsam-Terpentin. „Das Eosin färbt 
die Krystalle schön roth, gleichzeitig auch die Zellwände und Zellsubstanz, gegen 
welche aber die Krystalle dunkler hervortreten". 

Noch eine andere Methode publicirte derselbe Autor*) (1887). Auf Ver- 
suche V. Chmielewsky's gestützt, empfiehlt er die nach Pfeffer mit Sublimat 
fixirten Schnitte nach Abspülung in Wasser durch 1—3 Stunden in P/o Gold- 
chloridlösung im Dunkeln zu halten, dann in 5 — 77o Ameisensäure durch mehrere 
Stunden der Einwirkung des Lichtes auszusetzen. Hierauf kommen die Schnitte 
in verdünntes, allmälig in concentrirtes Glycerin. Einschlussmedium: Glycerin- 
gelatine. Nach einer von Strasburger unter Einem angegebenen Modification 



1) W. Pfeffer, Untersucliungen über die Proteinkörner etc. (Pringsh., Jahrl». f. w. B,, 
VIII. Bd., 1872, S. 441), 

2) W. Pfeffer, 1. c, S. 453. 

») Strasburger, Das botan. Practicum, 1. Aufl., Jena, 1884, S. 44; 2. Aufl., 1887, S. 47. 
«) Strasburger, 1. c, 2. Aufl., 1887, S. 47. 



Versammlung am 3. Juni 1891. 



43 



kann die Sublimatfixirung entfallen und können die entsprechenden Schnitte 
direct zunächst in alkoholische Goldchloridlösung (1 Tropfen l^o wässerige Gold- 
chloridlösung auf 20 Tropfen absoluten Alkohol) gethan werden, wo sie mehrere 
Stunden unter Lichtabschluss zu verbleiben haben. Hierauf werden sie im Lichte 
der Einwirkung eines Gemisches von 5 — 10 Theilen Ameisensäure auf 100 Theile 
507o Alkohol ausgesetzt. Präparation wie oben. Nach der Goldchlorid -Ameisen- 
säure-Tinction erscheinen die Krystalloide rosenroth bis violett. 

Ungefähr gleichzeitig theilte A. Zimmermann^) mit, dass sich das 
Aleuron auch durch eine concentrirte Lösung von Pikrinsäure in absolutem Al- 
kohol fixiren lasse, jedoch unter Lösung der Globoide, und dass sich die so be- 
handelten Schnitte, in welchen das Aleuron gelb gefärbt erscheine, direct in 
Canadabalsam conserviren lassen. 

J. H. Wakker^) (1888) bediente sich gelegentlich entwicklungsgeschicht- 
licher Studien über das Aleuron mit Chrom-Osmium-Essigsäure („Flemming- 
sches Gemisch") fixirter Präparate. Es handelte sich ihm um Feststellung der 
jüngsten Stadien der Krystalloide. Nach Auswaschung der fixirten Schnitte 
wandte er zur Tinction der jungen Krystalloide verdünnte wässerige Eosinlösung 
an (Einwirkung bis 24 Stunden). Das netzförmige Protoplasma erscheint dann 
dunkelbraun, die in den Vacuolen entstandenen Krystalloide roth. 

Es liegt auf der Hand, dass die von Wakker angewandte Methode mit 
geringer Modification zur Herstellung von Dauerpräparaten verwendet werden 
kann; Wakker selbst scheint dies jedoch nicht gethan zu haben. Zu diesem 
Zwecke hat man nur nöthig, die ausgewaschenen fixirten Schnitte durch Alkohol 
gradatim zu entwässern, schliesslich aus absolutem Alkohol in die Tinctions- 
flüssigkeit (Eosin, gelöst in absolutem Alkohol), dann behufs Aufhellung etwa in 
Nelkenöl für kurze Zeit zu übertragen, und hierauf in Canadabalsam (gelöst in 
Chloroform) einzuschliessen. 

Auf die chemische Beschaffenheit und die Löslichkeitsverhältnisse des 
Aleurons, respective seiner Einschlüsse, muss man selbstverständlich beim Prä- 
pariren Eücksicht nehmen, das heisst dieselben bei der Ausarbeitung von geeig- 
neten Methoden benützen. Bei der Anfertigung von Dauerpräparaten nun kann 
man mehrfache Zwecke verfolgen, entweder will man Entwicklungs-, Auflösungs- 
stadien etc. (bei der Keimung), Einschlüsse oder das Aleuronkorn in seiner Ge- 
sammtheit in klarer Weise zur Anschauung bringen. Die neuen Methoden, welche 
ich im Nachstehenden mittheile, dürften diesen Zwecken in mancher Hinsicht 
entsprechen. Wie man bei der Anfertigung eines Dauerpräparates der jüngsten 
Stadien der Krystalloide vorzugehen hat, habe ich oben im Anschlüsse an eine 
Beobachtung Wakker' s dargelegt. Einen Umstand will ich hier gleich besonders 
hervorheben : Im Verlaufe der Präparation muss die Anwendung von Wasser ver- 
mieden, und wenn es aus irgend einem Grunde zur Anwendung (etwa behufs 

A. Zimmermann, Morphologie und Physiologie der Pflanzenzelle, Breslau, 1887, S. 7.5. 
J. H. Wakker, Studien über die Inhaltskörper der Pflanzenzelle (Priugsh., Jahrb. f. w. 
B., XIX. Bd., 1888, S. 454). 

Z. B. Ges. ' XLI. Sitz.-Ber. ' G 



44 



Versammlung am 3. Juai 1891. 



Lösung der „Grundsubstanz") gelangt ist, muss das Präparat wieder entwässert 
werden. Es ist dies vornehmlich desshalb von Wichtigkeit, weil das beste Ein- 
schlussmedium Canadabalsam ist, daher nicht vollständig entwässerte Präparate 
zum Einschluss untauglich sind. Als Tinctionsmittel sind daher in erster Linie 
solche Farbstoffe anzuwenden, welche in absolutem Alkohol löslich sind. Weiters 
thut man gut, während der Präparation namentlich den Verlauf der Tinction 
unter dem Mikroskop zu verfolgen, um im geeigneten Momente abbrechen zu 
können. Zunächst seien jene Methoden mitgetheilt, deren Aufgabe es ist, Grund- 
substanz, Krystalloid und Globoid in difPerenter Färbung gleichzeitig zur An- 
schauung zu bringen. 

I. Pikrin-Eosin. Fixirung der Schnitte mit Pikrinsäure, gelöst in ab- 
solutem Alkohol, hierauf Entfernung des Ueberschusses durch Abspülen mit ab- 
solutem oder wenigstens hochprocentigem Alkohol, Tinction mit Eosin, gelöst in 
absolutem Alkohol, Abtönung der Tinction mit absolutem Alkohol, Aufhellung 
durch Nelkenöl, Einschluss in Canadabalsam (gelöst in Chloroform). Den Ver- 
lauf der Tinction verfolgt man am besten unter dem Mikroskop, ebenso die Ab- 
tönung. Die Färbung ist in wenigen' Minuten vollendet. Die gelungensten 
Stellen des Präparates zeigen die Grundsubstanz dunkelroth, das Krystalloid gelb 
und scharf contourirt, das Globoid nahezu farblos bis röthlich. An weniger ge- 
lungenen Präparaten zeigt sich das Krystalloid orange gefärbt. 

Modification : Einlegen der Schnitte durch mehrere Stunden in eine con- 
centrirte Lösung von Eosin in der oben erwähnten Pikrinsäurelösung in ab- 
solutem Alkohol. Weiterbehandlung wie oben. 

II. Pikrin-Nigrosin. In einer gesättigten Lösung von Pikrinsäure in 
absolutem Alkohol löst man Nigrosin, ^) ungefähr bis zur Sättigung. In dieses 
alkoholische Pikrin-Nigrosin kommen die Schnitte hinein und müssen bis zur 
Vollendung der Tinction in kürzeren Zwischenräumen durch Beobachtung in ab- 
solutem Alkohol controlirt werden. Die Tinction wird abgebrochen, sobald die 
Grundsubstanz des Aleurons blau erscheint. Nach Waschung mit absolutem Al- 
kohol Uebertragung in Nelkenöl behufs Aufhellung, sehr kurze Zeit, am besten 
am Objectträger auszuführen. Hierauf Einschluss in Canadabalsam nach Ab- 
saugung des Nelkenöls mit Filterpapier. An gelungenen Präparaten erscheint 
die Grundsubstanz blau, das Globoid farblos, das Krystalloid gelbgrün und scharf 
abgegrenzt. 

Handelt es sich allein darum, schöne Dauerpräparate von Krystalloiden 
zu gewinnen, so empfiehlt es sich, behufs Lösung der Grundsubstanz und Globoide 
die schon von Pfeffer angegebene verdünnte wässerige Lösung von phosphor- 
saurem Natrium anzuwenden, die Wirkung desselben unter dem Mikroskop zu 
verfolgen, mit absolutem Alkohol das Präparat zu waschen, dann etwa mit einer 
Lösung von Eosin in absolutem Alkohol zu tingiren (Tinction fast momentan), 

1) In der von E. Pfitzer in der Abhandlung „Ueber ein Härtung und Färbung vereinigendes 
Verfahren für die Untersuchung des plasmatischen Zellleibes-' (Ber. d. deutschen botan. Gesellsch., 
I. Bd., 1883, S. 44) angegebeneu Darstellungsvveise desshalb — in unserem Falle — nicht verwendbar, 
weil Zerstörung der Gruudsubstanz und Quellung der Krystalloide eintritt. 



Versammlung am 3. Juni 1891. 



45 



hierauf wieder mit absolutem Alkohol abzuspülen. Nun kann mit Nelkenöl auf- 
gehellt und in Balsam eingeschlossen werden. 

Die auf diese Art angefertigten Präparate sind sehr instructiv und dadurch 
ausgezeichnet, dass die Krystalloide nicht im mindesten gequollen, also die Winkel 
^ehr scharf erscheinen. 

Um die Einschlüsse von oxalsaurem Kalk isolirt zu demonstriren und 
in die Form eines Dauerpräparates zu bringen, bedarf es keineswegs immer einer 
so umständlichen Methode, \) als man nach verschiedenen Angaben glauben 
möchte. Bei Vitis vinifera genügt die Anwendung von phosphorsaurem Natron. 
Die weitere Behandlung des Präparates so, wie icli unmittelbar vorher für die 
Krystalloide angegeben habe. Tingirt erscheinen die Membranen der Endosperm- 
zellen und die Eiweisskerne der Kalkoxalatdrusen. 

Schliesslich sei noch bemerkt, dass sich die von mir angegebenen Methoden 
hauptsächlich auf Ricinus beziehen, welches Object ich hiermit auch zur Einübung 
empfohlen haben möchte. 

Hierauf zeigte Herr Dr. Richard v. Wettstein zwei für 
Niederösterreich neue Pflanzen vor. 

1. Aiichiwa Barreliei'i (AUioni) De CaiidoUe. Die Pflanze wurde 
bereits 1889 von dem Herrn Gerichtspräsidenten J. Kern er in Wr. -Neustadt 
aufgefunden und mir in getrockneten und lebenden Exemplaren übergeben. Die 
letzteren wurden im botanischen Garten der Wiener Universität cultivirt und zur 
Blüthe und Fruchtreife gebracht. Das Materiale ermöglichte eine vollständig 
sichere Bestimmung der Pflanze. Der Standort liegt im Gebiete der pannonischen 
Flora zwischen W^r. -Neustadt und Steinabrückl in einem abgetriebenen Föhren- 
bestande. 

A. Barrelieri war bisher aus einem weiten, zum Theile der mediterranen, 
zum Theile der pontischen Flora angehörigen Verbreitungsgebiete bekannt. Das- 
selbe erstreckte sich von Südostfrankreich und Oberitalien über Dalmatien, Croatien, 
die Herzegowina, Bosnien, Serbien, Bulgarien, Ungarn, Siebenbürgen, Galizien 
nach Südrussland. Die nächstgelegenen, bisher bekannt gewesenen Standorte sind 
die in Mittelungarn (in der Linie zwischen Komorn und Fünfkirchen). Der 
in Niederösterreich aufgefundene ist daher im Gebiete ^er pannonischen Flora 
der westlichste. Bei der Auffälligkeit der Pflanze ist wohl anzunehmen, dass ihr 
Vorkommen im Kronlande nicht weit zurückreicht. Trotzdem möchte ich sie 
durchaus nicht als eine zufällig eingeschleppte Pflanze ansehen, sondern ihre 
Ansiedlung in Niederösterreich als einen Fall der naturgemässen Verbreitung 
einer Pflanze innerhalb ihres Florengebietes erklären. 

2. Myosotis suaveolens W. et Kit. Im Jahre 1887 sammelte ich 
in dem durch seine reiche und hoch interessante Flora bekannten Gurhofgraben 

*) Entfettung der Schnitte mit wasserfreiem Aether ; Lösung der Grundsubstanz durch Wasser, 
der Krystalloide durch verdünntes Kali und der Globoide durch verdünnte Essigsäure. Conf. Tschirch, 
Angew.* Pflanzenanatomie, I, 1889, S. 52. 



46 



Versammlung am 3. Juni 1891. 



bei Melk auf Serpentinfelsen eine mir durch die Gestalt der Blätter und Blüthen 

sehr auffallende Myosotis aus der Verwandtschaft der Myosotis alpestris Schm. 
Ich hielt die Pflanze damals für Myosotis suaveolens W. et K. und cultivirte 
sie seither in zahlreichen Exemplaren im Wiener botanischen Garten neben 
Myosotis suaveolens aus Dalmatien und Croatien (Monte Orjen und Monte 
Tersatto) und Myosotis alpestris Schm. (Tirol, Steiermark, Niederösterreich). An 
demselben Standorte wurde die Pflanze in den folgenden Jahren von den Herren 
J. Kerner und A. Wie mann wieder gesammelt und mir gleichfalls in lebenden 
Exemplaren mitgetheilt. Die Culturversuche ergaben nun die vollständige Ueberein- 
stimmung mit der südlichen Myosotis suaveolens Wh. et K. Die Unterschiede 
zwischen dieser und der nächstverwandten Myosotis alpestris Schm. habe ich 
schon an einem anderen Orte hervorgehoben (Vgl. Kerner, Schedae ad floram exs. 
Austro-Hungaricam, Nr. 1410 (1886). Ich möchte hier nur beifügen, dass typische 
Myosotis suaveolens W. et K. mir bisher aus dem alpinen Gebiete, speciell 
jenem von Niederösterreich noch nicht bekannt wurde, dass Myosotis alpestris 
manchmal besonders an subalpinen Standorten, der Myosotis suaveolens ähnlich 
sieht, aber trotzdem von ihr immer zu unterscheiden ist. Das Vorkommen im 
Gurhofgraben ist daher das erste sichergestellte in Niederösterreich. 

Dieses Vorkommen ist von grossem Interesse. Myosotis suaveolens hat 
nahezu dasselbe Verbreitungsgebiet wie Änchusa Barrelieri, geht aber in Ungarn 
nicht so weit nach Norden. Sie ist eine ausgesprochen südliche, mediterran- 
pontische Pflanze. Das Vorkommen im Gurhofgraben findet ein Analogen darin, 
dass dieser Graben mit seinen heissen Serpentinfelsen als Standort südlicher 
Pflanzen (NotocJilaena Marantae, Scahiosa Banatica) schon längst bekannt ist. 
Pflanzengeographisch ist diese Insel südlicher Pflanzen sehr bemerkenswerth, sie 
kann bloss als Rest einer ehemaligen, einem wärmeren Klima angepassten Landes- 
flora befriedigend erklärt werden. 



4? 



Versaniniliiiig am 1. Juli 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 



Neu eingetretenes Mitglied: 

Als Mitglied bezeichnet durch 
P Herr p g^^^.^^ 

ischiui Frauz, Ritt, v., k. k. Staatsanwalt, 

Wien, I, Schultergasse 5 F. Lebzelter, Dr. F. Ostermeyer. 



Anschluss zum Schriftentausch : 

Rochester: Academy of Sciences. 



Herr Secretär Dr. Carl Fritsch legte folgendes eingelaufene 
Manuscript vor: 

Ascherson P. und Magnus P.: „Die Verbreitung der hell- 
früchtigen Spielarten der europäischen Vacciuien, sowie der Vaccinium 
')ewohnendeu Schrot inia -Ai'ien^^ . (Siehe Abhandlungen, S. 677.) 



Herr Dr. Fridolin K*. aSser hielt sodann einen Vortrag: „lieber 
die Gattung Fagus^^. 



Botanischer Discussionsabend am 19. Juni 1891. 

Herr Josef Armin Knapp verlas nachfolgendes Keferat über 
F. V. Herder 's „Die Flora des europäischen Russland. Nach den 
Forschungsresultaten der letzten 40 Jahre statistisch zusammen- 
gestellt", erschienen in den Botanischen Jahrbüchern für Syste- 
matik, Pflanzengeschif'hte und Pflanzengeographie, Band XIV (1891), 
S. 1—165. 

Z. Ii. ües. B. XLI. Sitz.-lier. H 



48 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



All Versuchen, die Flora des russischen Reiches in grösseren Werken vor- 
zuführen, hat es nicht gefehlt, doch wurden dieselben bei dem immensen Um- 
fange des genannten Gebietes und bei der Spärlichkeit weit ausblickender, sowie 
gleichzeitig schreibelustiger Männer viel seltener als in den übrigen civilisirten 
Ländern und Eeichen Europas gemacht. Pallas veröffentlichte in den Jahren 
1784 — 1788 eine unvollendet gebliebene „Flora Rossica", die kais. Akademie der 
Wissenschaften zu St. Petersburg plante in den Jahren 1832—1834 die Heraus- 
gabe eines ähnlichen Werkes unter Zuhilfenahme einer Reihe von Monographen, 
welche zu diesem Behufe bereits in Aussicht genommen worden waren, doch ist es 
nicht zur That gekommen und erst Ledebour vollbrachte unter Mitwirkung 
verhältnissmässig weniger Gelehrter, wie Bunge, Fenzl, Grisebach, Ernst 
Meyer und L. Treviran, diese Titanenarbeit, doch entfielen die Cuscuteae, weil 
Georg Engelmann, welcher mit deren Bearbeitung betraut gewesen, nicht 
rechtzeitig fertig geworden war. Ledebour 's Werk, wiewohl ein beredetes 
Zeugniss phänomenaler Belesenheit, heute und auch für das nächste halbe Jahr- 
hundert noch von Bedeutung, war schon zur Zeit seines Erscheinens in manchen 
Stücken mangelhaft; er hatte mehrere Pflanzen ohne jedwede Motivirung aus- 
gelassen, andere wieder in Gouvernements versetzt, für welche dieselben nicht 
angegeben waren, was in dem noch heute bestehenden Mangel an Ortsverzeichnissen, 
der damals ein umso empfindlicherer gewesen sein musste, seinen Grund hat, 
und mehrere Broschüren, ganze Zeitschriften mit einer Reihe von Arbeiten, 
sowie eine Fülle vereinzelter oder höchst zerstreuter Angaben sind ihm entgangen. 
Schon zu Ledebour 's Zeiten, gegen Ende der Vierzigerjahre, machte sich auf 
allen wissenschaftlichen Gebieten eine Bewegung bemerkbar, welche bis auf den 
heutigen Tag an Intensivität zugenommen, und lassen sich deren Consequenzen 
nur ahnen, aber keineswegs mit Gewissheit ermessen. In den zur Ausgabe ge- 
langten Monographien über einzelne Gouvernements wurden mehr oder minder 
grosse Abschnitte über die dortige Flora eingeräumt, Commissionen zur Er- 
forschung einzelner Studienbezirke traten in die Action, die Universitäten schufen 
sich in den Universitätsnachrichten (Universitetskija izwestija) ihre eigenen 
Organe, und als auch diese nicht mehr ausreichten, schritt man an die Gründung 
naturwissenschaftlicher Vereine. Die Versammlungen der russischen Naturforscher, 
welche in mehreren Städten wiederholt getagt, trugen den Sinn für Natur- 
wissenschaften, mithin auch für die Botanik, in weitere Kreise. Selbst die 
Zeitungen, Zeitschriften, mit Ausnahme der streng fachlichen, Kalender und die 
der letzteren Stelle vertretenden Gedenkbücher (Painjatnaja knjizkaj für einzelne 
Gouvernements, eine Art Beamtenschematismus, brachten gelegentlich auch bo- 
tanische Arbeiten, während einzelne Werke und Broschüren selbstständig erschienen 
sind. Der kaiserliche Garten in St. Petersburg begann die „Acta horti Petro- 
politani" heraus zu geben, und erst als dieselben sich als erfolgreich erwiesen, 
traten die „Scripta botanica horti imperialis universitatis Petropolitanae" als 
Coucurrenz- Unternehmen auf und brachten im Gegensatze zu den „Acta" auch 
Referate, welche jedoch nicht immer streng sachlich gehalten sind. Das derart 
zu Tage geförderte Material war so reichlich angewachsen, dass in der Evidenz- 



Versammlunfr am 1. Juli ISOI. 



49 



haltuDg dessi'll>on ein Chaos hereiiizubreclieii drohlo, imd um dies zu v(M-liindoru, 
veröffentlicht eu Traut vetter (Acta horli petropolitani. VII. p. 1 — 342) und Her- 
der (Bot. Centralblatt, II. i, S. 155-158, 185—188, 220—222, 281, 284, 316—318, 
346-348, 385—388, 406—408; I, i., S. 31—34, 63—67, 137—138, 176—178, 
277—296, 324 — 328) die „Florae Rossicae fontes", doch sind dieselben in vielen 
Stücken mangelhaft ausgefallen und waren für floristische Zwecke total unpraktisch 
angelegt. Dasselbe gilt von des Erstgenannten ^Incrementa florae phanerogamicae 
Rossicae" (Acta horti petropolitani, VIII, p. 23—268, 299—576, VI, p. 71—415). 
Fedor v. Koeppen erkannte, dass die Zeit für resumirende Arbeiten gekommen, 
machte einen kühnen Griff in den Born der bisher so wenig gewürdigten russischen 
Literatur und schilderte auf Grund der so gemachten Befunde die Verbreitung 
der Holzgewächse im europäischen Russland, Avobei ihm mehrere derselben ent- 
gangen sind, und aus Unkenntniss der ursprünglichen, sowie ausführlicheren 
Quellen musste er aus solchen zweiten und dritten Ranges, welche oft zu kurz 
oder confus gehalten waren, schöpfen. Anlässlieh der dritten Versammlung der 
russischen Naturforscher in Kiew vom Jahre 1871 kam die Abfassung einer neuen 
„Flora Rossica" auf die Tagesordnung und erging an Russlands Botaniker die Auf- 
forderung, Beiträge dazu in Gestalt von Orts-, Kreis- und Provinzialherbarien nebst 
Notizen an den Verfasser dieser Arbeit einzusenden, doch als schlagende Antwort 
hiei'auf lief nicht eine einzige Sendung ein. Der Verfasser steht heute noch 
unter dem Banne jener Idee, hält dieselbe zur Zeit für noch nicht „opportun", 
mit der Zeit jedoch für wohl ausführbar. Ohne mich in eine Discussion hierüber 
einzulassen, übergehe ich auf mein eigentliches Thema. Der Verfasser constatirt 
den Fortschritt, welchen die Kenntniss der russischen Flora während der ab- 
gelaufenen vierzig Jahre gemacht hat, mit wenigen und ziemlich kühlen Worten, 
Engherzig wie er ist, hat er für die Leistungen der unterdessen verstorbenen 
Autoren absolut keine Worte der Erwähnung, doch ergeht es manchem noch 
Lebenden nicht besser. Hierauf nennt er die Zahl der aus mehreren Gouvernements 
bekannt gewordenen Pflanzenarten, doch ist dieselbe, weil auf ungenügender 
Literaturkenntniss fussend und nicht für alle Gouvernements vorgeführt, belang- 
los. Dass das Gouvernement Poltawa zum Kiewer Studienbezirke gehört, hat der 
Verfasser zufällig übersehen. Geradezu unerörtert lässt er, was er unter „Neu- 
russland", welches er neben dem Kiewer Lehrbezirke (d. i. Volhynien, Podolien, den 
Gouvernements Kiew, Poltawa und Czernigow), Bessarabien, den Gouvernements 
Cherson und Ekaterinoslaw, sowie der Krim nennt, versteht. Nach L. Majkow 
(Chersonskaja gubernija LIII) bezeichnete man damit zu Ende des vorigen Jahr- 
hunderts das heutige Gouvernement Cherson, einen Theil der Krim, der Gou- 
vernements Ekaterino'ilaw, Poltawa und Kiew, sowie Podoliens, während nach 
N. Stieglitz (Charkowskaja gubernija XL) das noch in Betracht kommende Gou- 
vernement Charkow damals „Slobodische Ukraine" hiess und dahin überdiess Theile 
der Gouvernements Kursk, Woronez, Ekaterinoslaw, sowie Czernigow gehörten. 
Die auf den Landkarten üblichen Bezeichnungen sind, weil viel zu vag gehalten, 
für mich irrelevant. p]benso unklar ist die Bezeichnung „Dongebiet", da er 
darunter das Gouvernement Charkow und das Land der Donischen Kosaken, sowie 



50 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



iii manchen Fällen das Gouvernement Ekaterinoslaw subsummirt. Dasselbe ge- 
schieht mit Lithanen, welches beim Gouvernement Minsk oder bei den Baltischen 
Provinzen untergebracht wird. Hierauf folgt das Verzeichniss der hierbei benützten 
Schriften, wobei die über die angrenzenden Länder gleichfalls figuriren. Für 
Rumänien kennt er bloss Kanitz' „Plantas Eomaniae hucusque cognitas enumerat", 
während Brandza's „Prodromul florei romane etc.", Bucuresci, 1879—1883, 8^ 
und dessen in den Annalen der rumänischen Akademie erschienene Abhandlungen 
über die Flora Rumäniens unter Berücksichtigung des Umfanges vor dem Krim- 
kriege und der Dobrudscha ihm entgangen sind, für die Bukowina und Galizien 
mein Ende 1871 erschienenes Werk: „Die bisher bekannten Pflanzen Galiziens 
und der Bukowina", wo doch zweimal soviel Angaben, als dort vorgeführt worden, 
hinzugekommen sind, für Schlesien Fiek's „Flora von Schlesien" und anstatt 
der „Jahresberichte der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur" die 
auszugsweise referirenden „Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft", für 
Posen Ritschl's „Flora des Grossherzogthums Posen", ohne Berücksichtigung 
der seit vierzig Jahren hinzugekommenen Literatur, für Westpreussen Kling- 
graeff's „Versuch einer topographischen Flora der Provinz Preussen", für 
Preussen Patze, C. Meyer und Elkan's „Flora der Provinz Preussen", unter 
Umgehung der „Verhandlungen des Botanischen Vereins für die Provinz Branden- 
burg", der „Schriften der Naturforschenden Gesellschaft in Danzig", der physi- 
kalisch-ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg und der in Schulprogrammen 
erschienenen Aufsätze, für Norwegen Schuebeler's „Viridiarium norvegicum", 
während Blytt's „Norges flora" unbeachtet geblieben ist. Nicht minder un- 
vollständig ist das Verzeichniss für die 68 Gouvernements des europäischen Russ- 
land, doch kann ich ihn bloss für ein Terrain von mehr denn 20,000 O-Meilen, 
das ist für das Gebiet vom Baltischen Meere bis zur Donau, Krim und dem Azow- 
schen Meere, sowie von der galizisch-bukowinischen Grenze bis zum Don, schon weil 
fern von allen Brennpunkten der russischen Literatur, controliren. Für Polen 
citirt der Verfasser Rostaf iriski's „Florae Polonicae prodroinus" undSemenow's 
höchst mittelmässige „Nachträge zu einer Florenskizze der Umgebung von 
Nowo-Aleksandryja" (russisch), während die in dem Warschauer Physiographischen 
Jahrbuche (Pamietnik fizyjograficzny), in den nunmehr eingegangenen beiden 
Serien der Zeitschrift „Przyroda i przemysl" (Natur und Industrie), dem Tourist 
(Wedrowice), einem Vorläufer des heute bestehenden und sorgfältig redigirten 
Globus (Wszechswiat), den Berichten der physiographischen Commission in Krakau, 
den Jahresberichten der schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur und den 
Verhandlungen des Botanischen Vereines für die Provinz Brandenburg erschienenen 
Abhandlungen und Angaben, sowie Dr. Baenitz' Inaugural-Dissertation : „Beitrag 
zur Flora des Königreiches Polen, Königsberg, 1871", nicht verwerthet worden 
sind. Für Lithauen kennt er bloss Paszkiewicz' mangelhafte Compilation 
„Abriss der Flora von Minsk" (russisch), während die genannten polnischen Zeit- 
schriften eine Reihe interessanter Arbeiten, abgesehen von den vereinzelten An- 
gaben, enthalten. Neben Czolowski's unzuverlässigem „Abrisse der Flora des 
Gouvernements Mohylew" (russisch) wären Linde mann und Dowuar, weil glaub- 



Versainralnng am 1. Juli 18!tl. 



51 



würdiger, zu beachten gewesen, ebenso Linde mann neben Mi zgers „Uebersicht 
der wildwachsenden und eingeführten Pflanzen im Gouvernement Kursk" (russisch). 
Für das so schwach bekannte Gouvernement Charkow nennt er gar keine Quelle, 
wo doch Czernajew's „Conspectus plantarum circa Charcoviam et in Ucrania 
sponte nascentiura et vulgo cultarum", Gornitzki's Verzeichnisse der in den 
Districten Izjum und Walki gesammelten Pflanzen und J. Kowalewski's 
Catalog der wildwachsenden Pflanzen des Districtes Zmiew (beide russisch) 
existiren. Für das Land der donischen Kosaken kennt der Verfasser bloss 
Semenow"s Flora des Dongebietes (russisch) und wäre zum Mindesten das Ver- 
zeichniss der von Kohts daselbst gesammelten Pflanzen zu beachten gewesen, 
für das Gouvernement Ekaterinoslaw ausser Akinfiew's „Pflanzenwelt von 
Ekaterinoslaw" (russisch) nur noch Beketow's mystisch angehauchte Arbeit 
„Ueber die Flora von Ekaterinoslaw" (russisch), für die Krim wären noch Fi ek's 
„Botanische Streifzüge in Russland" (Oest. bot. Zeitschr., XXXV, S. 57—59, 94—97, 
130—132, 167—169, 207—209, 241—244, 357—360, 396—400) zu nennen ge- 
wesen, für das Gouvernement Cherson hätten gerade die vereinzelten Angaben, weil 
mitunter höchst wichtig, Beachtung verdient, was überhaupt für alle östlichen und 
südwestlichen Gouvernements gilt. Für den Kiewer Studienbezirk citirt er neben 
Schmalhausen 's Flora des südwestlichen Russlands (russisch) aus blosser Conni- 
venz auch Montresor's noch nicht vollends erschienene „Uebersicht der Flora 
des Kiew'schen Lehrbezirkes" und Tichomirow's „Umrisse der Flora von 
Konotop" (beide russisch) während Rogowicz' „Uebersicht der im Kiewer Studien- 
bezirke vorkommenden Phanerogamen und Gefässkryptogamen" (Kiew, 1869, 
308 S., 8° russisch) und Andrzej owski's Aufzählung der Dikotyledonen Podoliens 
ostentativ ignorirt werden. Ebenso blieben ihm Paczoski's Beiträge zur Flora des 
Humaner Bezirkes, Volhyniens und des Hrubieszower Bezirkes im Gouvernement 
Lublin (russisch, bis auf letzteren, welcher polnisch abgefasst ist) unbekannt. Fast 
selbstverständlich ist es, dass Vandas' „Ein Beitrag zur Kenntniss der Flora Wol- 
■ hyniens" (Oesterr. bot. Zeitschr., XXXVI, S. 155—157, 192—195) keine Beachtung 
gefunden hat. Hinter der Pflanzenaufzählung folgen siebzehn Rubriken behufs Er- 
sieh tlichmachung, wo die fraglichen Pflanzen vorkommen, doch kann von einer Voll- 
ständigkeit weder nach der einen, noch nach der anderen Richtung die Rede sein. 
Die Arten, bald succinct, bald weiter aufgefasst, folgen in bunter Unordnung und 
figuriren manchmal unter zweierlei, ja sogar dreierlei Namen, sowie die Uebersicht- 
lichkeit durch die von den Boragineae an folgenden Nachträge zu den einzelnen 
Ordnungen wesentlich gestört wird, während überdiess Wiederholungen vorkommen. 

Thalictrum petaloideiim L., welches im südöstlichen Galizien vorkommt 
und im benachbarten Russland gewiss zu gegenwärtigen ist, wird gar nicht 
berücksichtigt, ebenso wenig das von Lecoyer in Bull, de la Soc. roy. bot. 
de Belgique, XXIV, p. 173, aus Podolien beschriebene, auf Tafel 4, Figur 2 ab- 
gebildete T7i, Podolicum, TJi. foetidum L. wird auch für die Gouvernements 
Ekaterinoslaw, Poltawa und Czernigow angegeben, wiewohl in Galizien nicht 
fehlend und am Dnjestr in Podolien gewiss vorkommend, Th. collinum Wallr. 
auch für Lithauen, den Kiewer Studienbezirk, Bessarabien und das Gouvei-nement 



52 



Versammlung am 1. Juli 1891, 



Charkow, TU. Jacqtiiniautmt Kocli, welches im Kiewer Studienbezirke vor- 
kommt, fehlt überhaii])t, ebenso TU» capillare Rchb. und Th, medium 
Jacq. von ebendaher, T7i, elatum Jacq. ist auch von ebendorther bekannt, das 
für den Kiewer Studienbezirk angegebene Th» f/alioides Nestl. fehlt ganz, 
ebenso TJi. nir/ricans Crantz und Th» flavum L. ß. rufinerve (T.ej. et 
Court.) Kaufm. von ebendaher. Ob das gleichfalls übergangene Th, glmiciim 
Desf. wirklich im Districte Walki vorkommt, bleibt dahin gestellt. Clematis 
Vitalha L. wird auch für den Kiewer Studienbezirk angegeben, Anemone 
tnoiitana Hoppe wird, wiewohl von keinem Geringeren als MaxinioAvicz für 
das Gouvernement Cherson und Rogowicz für den Kiewer Studienbezirk an- 
gegeben, übergangen. Ä. vernalis L. ist auch aus Galizien bekannt und Ä. Uackelii 
Pohl für Polen und von Czernajew auch für das Gouvernement Charkow ver- 
zeichnet. Ädonis flammea Jacq. kommt auch im Kiewer Studienbezirke vor. 
Was der Verfasser unter Banunculus flaccidus Pers. meint, lässt sich nicht einmal 
vermuthen, da die gleichnamige Pflanze Persoon's bisher unaufgeklärt ist, 
R. hederaceiis L., in Polen und Pessar abien voi-kommend, fehlt, B. Ficaria 
kommt auch in Polen vor, R, Stevetii Andrz., aus dem Kiewer Studienbezirke 
und Galizien bekannt, wird ganz übergangen, B. hulhosus L. wird von eben- 
dorther und Lithauen nicht erwähnt, ebenso B. Philonothis Ehrh., der über- 
diess für Polen, Lithauen und Rumänien augegeben ist, B. wontanus ist nicht 
die Wilde now'sche Pflanze, sondern der auch in Ostgalizien vorkommende It» 
pseudo-Villarsii Schur. R, muricatus L., von Czernajew ohne näheren 
Standort angegeben, doch in der Krim, gleichwie R, trachycarpus Fisch, et 
Mey. und R, Neapolitanus Ten. vorkommend, sowie R, arvensis L., be- 
kannt aus Polen, Lithauen, dem Kiewer Studienbezirke und dem Gouvernement 
Ekaterinoslaw, fehlen überhaupt, ebenso Caltha cormita Schott, Nym. et 
Kotschy, wiewohl aus Galizien und Lithauen (Slendz. et Jundz., ex Rae ib., Fiz., 
XXII, p. 53) bekannt. Delphinium cuneatum Stev., unter D. elatum L. sub- 
summirt, kommt auch in Lithauen vor. D. Orientale Gay kommt in der Krim 
und in Podolien ganz sicher vor. D. divaricatum Ledeb. wird auch für Ru- 
mänien angegeben. Aconitum variegatum L , aus Polen und dem Kiewer 
Studienbezirke bekannt, fehlt gänzlich, ebenso das für den Kiewer Studienbezirk 
angegebene A, Orientale Mill. Paeonia triternata Pall, bekannt aus dem 
Gouvernement Ekaterinoslaw und der Krim, fehlt, Isopyrum thalictroides L. 
kommt auch in Lithauen vor. Die im Gouvernement Cherson vorkommende 
Leontice ist nicht einerlei mit L. altaica Pall., sondern deren var. ß. Odessana 
DC. (vgl. Uechtr., ap. Kanitz, PI. Rom., p. 173). Papaver laevigatum MB. ist 
auch aus dem Kiewer Studienbezirke bekannt. Glauciiim luteum MB. oder 
richtiger Scop. ist einerlei mit dem auch aus Rumänien bekannten G. flavum 
Crantz. Corydalis fahacea Pers. kommt auch in Lithauen vor. Fiimaria Ana- 
tolica Boiss., für die Krim angegeben, fehlt überhaupt, ebenso Nasturtitim 
terrestre Tausch, von Gornitzki für das Gouvernement Charkow angegeben, 
iV. sterile Czernajew kommt auch ebendaselbst und im Kiewer Schulbezirke vor, 
'N. Turcm^iinowii Czevn'd^ew, nach Simonkai in Mathem, es termeszettud. közl., 



Versammlung am 1. Juli ISOl. 



53 



XV, p. 8 et 93 = N. austriaciim X Beichenhachii, ist auch aus dem Kiewer 
Studii'ubezirke bekannt, während l^yrenaicum R. Br., von Tardent für 
Bessarabieu verzeichnet, dem ganzen Reiche fehkn soll! Clausia ajirica Kovmxch- 
Trotzky wird auch von Czernajew ohne näheren Standort angeführt, i»arZ>area 
arcuata Bess. wird auch für den Kiewer Sludienbezirk angegeb(;n, ebenso B. iwae- 
cox R. Br. von ebenda und dem Gouvernement Charkow, Ärabis auriculata 
Lam. für Lithauen, doch ist deren ß. dasijcarpa DC. mit der später folgenden 
Ä. clast/carpa Andrz. identisch, A. hirsuta Scop. kommt auch in Lithauen vor. 
Ä. sagittata der russischen Botaniker ist allem Anscheine nach einerlei mit 
Ä. Gerardi Bess., welche gleichwie A. hirsuta Scop. in Lithauen vertreten ist, 
während die für die Krim angegebene A, albida Stev. fehlt. Cardamine 
uliginosa MB. kommt auch im Gouvernement Charkov; vor. DentaHa pin- 
nata Lam., im Kiewer Studienbezirke vorkommend, fehlt beim Verfasser, ebenso 
die von ebenda bekannte D, Hypanica Bess., deren Artenrecht Andrzejowski 
so energisch aufrecht zu erhalten bemüht gewesen ist. Das Vorkommen von 
Hesperis pulmonarioides Boiss. bei Odessa nach Aucher-Eloy, schon von 
Boi ssier bezweifelt, wird von Schesterikow geradezu verneint. Sisymhrium 
Wolgense DC. kommt nach Paczoski auch im Land der donischen Kosaken 
vor, S. Austriacum Jacq. wird auch von Czernajew, doch ohne nähere Angabe 
erwähnt, S. Pannoniciim Jacq. kommt auch in Rumnnien vor. Erysimmn lepto- 
stylon DC. wird auch für die Gouvernements Charkow und Ekaterinoslaw an- 
gegeben, E. cretaceinn Rupr. gleichfalls für die Gouvernements Woronez und 
Chai'kow, E. exaltatum Andrz. auch für den Kiewer Studienbezirk und das 
Gouvernement Charkow, ebenso E. aureiim MB. auch für den Kiewer Studien- 
bezirk, E. sylvaticum MB. gleichfalls für das Gouvernement Charkow, ebenso 
E. virgatinn Roth für den Kiewer Studionbezirk, E. Marschallianum Andrz. und 
E. Andrzejoicskianum Bess. auch für das Gouvernement Charkow, E. crassipes 
Fisch, et Mey. wird von Czernajew ohne nähere Angabe angeführt, ebenso 
werden Syrenia siliculosa Andrz., S. sessiliflora Andrz. und S. angustifolia 
Bess. von Lindemann und Gornitzki für das Gouvernement Charkow an- 
gegeben. Brassica campestris L. kommt nach Gornitzki gleichfalls ebenda vor, 
B. nigra Bess. wird auch für Lithauen (das Gouvernement Minsk) und von 
Gornitzki für jenes von Charkow angegeben, während B. Besseriana Andrz. 
und Sinapis juncea L. identisch sind, Sinapis alba L. kommt gleichfalls in 
Lithauen vor, S. dissecta Lag. auch im Lande der Donischen Kosaken, in den 
Gouvernements Ekaterinoslaw und CharkoAV. Die aus der Krim bekannte Dijjlo- 
taxis viminea DC. fehlt ganz, Liinaria rediviva L. und L. anniia L., sowie 
Psilonema calycinum C. A. Mey., Diplotaxis muralis DC. und D. tenuifolia DC. 
werden auch für Lithauen angegeben. Menioccus linifolius DC. kommt im Gou- 
vernement Woronez vor, Alyssum montanum L. in Lithauen, A. rostratum Stev. 
wurde seiner Zeit nach bessarabischen Exemplaren beschrieben, A, nticropetalum 
Fisch, kommt in Bessarabien vor und wird gar nicht erwähnt, ebenso das für 
Podolien von Nyman nachgewiesene A, ff ierzbichii Heuff. und das aus der 
Krim bekannte A, umbellatiim Desf., A. minimum Willd. fehlt nicht in 



54 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



Bessarabien und im Gouvernement Charkow, Odontarrhena alpestris Ledeb. 
kommt aiicli im Gouvernement Woronez vor, 0. argentea Ledeb. fehlt nicht 
in den Gouvernements Charkow, Ekaterinoslaw, Kiew und Podolien, ebenso 
0. Marschalliana C. A. Mey. im Gouvernement Woronez. Draha cretacea 
Czernajew ist, wiewohl nie beschrieben, nur D. repens MB., D. lutea Gilib. 
kommt in Lithauen, dem Kiewer Studienbezirke, in Bessarabien, in den Gou- 
vernements Charkow und Smolensk vor, während das Vorkommen der D. muralis L. 
in Bessarabien und am Don zweifelhaft ist. Das für Bessarabien und Podolien 
angegebene Thlaspi montanum ist mit Th. praecox Wulf, verwechselt worden. 
Hutchinsia petraea E. Br. dürfte, weil von Lindemann ursprünglich mit Cap- 
sella elliptica C. A. Mey. verwechselt, aus Bessarabien und Cherson zu streichen 
sein, Subularia aquatica L. wird auch für das Gouvernement Mohylew angegeben. 
Iberis Tatirica DC. fehlt auch im Gouvernement Ekaterinoslaw nicht. Die für 
die Krim angegebene Sobolewskia lithophila MB. und die im südwestlichen 
Polen von Fritze und G. Schneider gefundene Biscutella laevigata L. 
fehlen überhaupt, ebenso die für Bessarabien und die Krim angegebene Konigu 
maritima E. Br., doch ist eine Verwechslung mit dem aus Bulgarien jüngst 
beschriebenen Lepidotrichum Uechtritzianum Bornm. in Oesterr, botan. Zeitschr., 
XXXIX, S. 322 — 324, nicht ganz ausgeschlossen. Isatis campestris Stev. kommt 
auch in Podolien vor, J. heterocarpa Andrz., von ebendaher bekannt und 
angeblich mit I. Villarsii Gaud. identisch, so wie die aus Podolien, Cherson 
und dem Gouvernement Ekaterinoslaw bekannte J. Maeotia DC. werden gar 
nicht angeführt, ebenso die aus Bessarabien von Czernajew nach Turcz. in 
Bull. Mose, XXVII, i. i., p. 311, beschriebene J. suherosa, 31yagrum. 
perfoliatum L., aus Podolien und der Krim bekannt, fehlt, ebenso die nach 
Tardent in Bessarabien vorkommende Bmiias ErucagoL. CaJcile maritima 
Scop. wird gleichfalls für Lithauen angegeben, Cramhe pinnatifida E. Br. kommt 
auch im Gouvernement Charkow vor, anstatt C. tatarica Jacq. ist C. Tataria Se- 
beök zu setzen und C. maritima L. wird auch für Eumänien angegeben; Clypeola 
Jonthlaspi L., aus der Krim bekannt, fehlt. Reseda mediterranea L. und B. 
inodora Echb. sind zwei verschiedene Pflanzen, M. Phyteuma gehört zur letzt- 
genannten und ist das Vorkommen derselben im Kiewer Studienbezirke aus der Luft 
gegriffen, B. lutea L. für Polen, Helianthemum salicifolium Pers. und 
H, Fumatia Mill., bekannt aus der Krim, fehlen, doch ist eine Verwechslung 
der letzteren mit dem folgenden nicht ganz ausgeschlossen. H. procumbens Dun. 
kommt auch im Gouvernement Charkow vor, Cistus Creticus L., aus der 
Krim bekannt, fehlt, Viola umhrosa Fries wird auch für das Gouvernement Kiew 
angegeben, kommt jedoch in Bessarabien sicher nicht vor, die Identität der 
V. campestris MB. mit V. amhigua W. K. ist noch nicht sichergestellt, V, Steveni 
Bess., aus Podolien bekannt, fehlt ganz, V. suavis MB. wird nicht von Charkow, 
dem locus classicus, angegeben, während Viola silvestris Kit. keineswegs mit 
der gleichnamigen Pflanze Lamarck's identisch ist. Polygala sibirica L. wird 
auch aus dem Gouvernement Orel angegeben, P. andrachnoides Willd., aus 
der Krim bekannt, fehlt, P. supina, in Podolien von Eogowicz und Montresor 



Versammlung am 1. Juli 1891 



55 



im Kiewer Studienbezirke gefunden, dürfte eher hieher als zur Sch reber 'sehen 
Pflanze gehören, P. Wolfgangiana Bess. kommt, wie nicht anders zu erwarten 
gewesen, auch in Lithauen vor, P. hybrida DC. wird auch für die Gouvernements 
Woronez und Ekaterinoshiw, sowie für die Ukraine angegeben, ebenso P. PodoUca 
DC. für das Gouvernement Cherson, JP. Austriaca Crantz, für Polen verzeichnet, 
fehlt ganz, ebenso I*, aniarella Crantz (P. decipiens Bess.) aus Lithauen und dem 
Kiewer Studieubezirke, während die typische P. amara L. viel seltener sein dürfte 
als die Angaben des Verfassers lauten. Diantims barbatus L. dürfte trotz der 
Behauptung Sch mal hausen 's im Kiewer Studienbezirke spontan sein, D. sil- 
vaticus Hoppe ist zweifelhaft für das ganze Gebiet, D. trifasciculatus ist nicht 
die Kitaibelsche Pflanze, sondern D, inembrauaceus Borb., welcher vom 
Autor selbst für Volhynien, Podolien, Cherson, die Dobrudscha und von Bl ock i 
für Ostgalizien angeführt wird. D. Liburnicus Ledeb., non Bartl. und D. pseudo- 
barbatus Bess. (nomen solum), welch letzteren Trautvetter auch aus dem 
Gouvernement Kiew anführt, gehören offenbar hieher, D. atrorubens ist nicht die 
Pflanze AUioni s, sondern die in Jacquin, Ic. pl. rar., auf Taf. 467 abgebildete 
= 1>. giganteus d'ürv., D. atrorubens MB. hingegen = B. capitatus DC, 
X>. JPotitedet^ae Kern. = D. atrorubens Rchb., von Tardent für Bessarabien 
augegeben, dürfte auch anderswo vorkommen, X). Borbdsii Vandas, aus Vol- 
hynien bekannt, fehlt, dürfte mit D. glomeratus Andrz. identisch sein und hätte, 
weil es eine gleichnamige, von Ledebour bei D. polymorphus MB. unter- 
gebrachte Pflanze Bess er 's gibt, dann die Priorität für sich. D, pratensis 
MB., für den Kiewer Studienbezirk und das Gouvernement Ekaterinoslaw an- 
gegeben, wurde ausgelassen, D. guttatus MB. wird auch für Cherson und das 
Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben, ebenso D. pallidiflorus Ser. für den 
Kiewer Studienbezirk, D. rigidus MB. für die Gouvernements Charkow und 
Cherson, D. leptopetalus Willd. für das Gouvernement Ekaterinoslaw, D. bicolor 
MB. für Bessarabien, I). serotinus WK. für den Kiewer Studienbezirk, D, elegans 
MB. ined. ex Eupr., für die Gouvernements Charkow und Poltawa angegeben, 
fehlt, D. prolifer L. kommt auch im Gouvernement Ekaterinoslaw vor, Gypso- 
phila trichotoma Wender, gleichfalls ebendaselbst und in Rumänien, G. pani- 
culata L. in Polen, G. altissima L. auch im Gouvernement Charkow, G. collina 
Stev. überdiess in Podolien, Tuiiica saacifraga Scop., in Polen und im Gou- 
vernement Kiew vorkommend, fehlt ganz, ebenso die aus der Krim bekannte 
Saponaria glutinosa MB. ; Vaccaria vulgaris Host kommt auch in Lithauen 
vor, Silene saponariaefolia Schott aus Cherson ist, weil nach Rohrbach, Oesterr. 
botan. Zeitschr., XIX, S. 71, -= S. inflata Sm. «. latifolia Rgl., die gleichnamige 
Pflanze Besser «, Reichenbach's, Ledebour's, Steven's, Rehmann's und 
Fiek's ^ S. Cserei Baumg., welche erst auf S. 26 folgt, ein Anachronismus, 
S. Fabaria Sibth. et Sm. bei Odessa, wo auch S. Cserei Baumg. vorkommt, 
angegeben, von Rohrbach bestätigt, fehlt ganz. Steven unterschied eine 
S. inflata Sm. forma 1. (bei Ledebour) und nannte selbe später S. crispata. 
doch gehört dieselbe nach dem bei Sudak gesammelten und mir vorliegenden 
fragmentarischen Original-Exemplare ganz entschieden in den Formenkreis der 

Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. I 



56 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



S. Cserei Baumg,, ebenso Andrzejowski eine S. conringiaefolia mit dem Zu- 
sätze: „Anne Cucubahis fabarius L.?" und der Angabe: „In saxosis pagi Wrib- 
lewci, distr. Camenec", welche nur 8. Faharia darstellt. Da dieser Standort hart 
arf der galizischen Grenze liegt, sehe ich mich zu dem Ausrufe: ^Silene Fabaria 
ante portas!" veranlasst. Silene procumbens Murr, kommt auch im Gouvernement 
Ekaterinoslaw vor, S. multiflora Pers. auch ebenda und im Gouvernement 
Charkow, S. Tatarica Pers. auch in Lithauen und dem Gouvernement Charkow, 
S. conica L. auch im Gouvernement Ekaterinoslaw, S chlorantha Ehrh. auch 
in Lithauen, S. saxatilis Sims. var. elatior MB., für Bessarabien ange- 
geben, fehlt überhaupt, S. catholica Otth, kommt auch im Gouvernement Kiew, 
die fehlende S, nemoralis WK. ebendaselbst vor, S. pendula L. ist nur ver- 
wildert, S. compacta Fisch, kommt auch im Gouvernement Cherson vor, S. Wol- 
gensis Otth. und S. parviflora Pers. ebenfalls im Gouvernement Ekaterinoslaw 
und S. longiflora Ehrh. überdiess im Kiewer Studienbezirke; Lychnis Chalce- 
doniea L. wird auch für Bessarabien angegeben, Buffonia tenuifolia L., aus 
Podolien bekannt, fehlt, Sagina nodosa Fenzl kommt auch in Lithauen vor, 
Arenaria trinervia L. und Moeliringia trinervia Clairv. bedeuten eine und dieselbe 
Pflanze, Honkenya peploides Ehrh. kommt auch in Lithauen vor, Moenchia 
mantica Barth, für Volhynien angegeben, fehlt, Holosteum umbellatum L. ist 
auch für Lithauen verzeichnet, die neben Stellaria Frieseana Ser. genannte 
St. longifolia Mhlbrg. ist nicht die echte Pflanze, sondern die Fries', mithin 
ein Synonym der ersteren, Cerastium viscosum L., mit C. glomeratum Thuill. 
identisch, kommt auch in Lithauen und im Gouvernement Mohylew vor, C. rude- 
rale MB. ebenfalls in Bessarabien. C ptitniltmt Curt., bekannt aus der Krim, 
fehlt, Herniaria odorata Audrz. kommt auch im Gouvernement Bessarabien und 
Charkow vor, Paronychia cephalotes Bess., auch in der Krim vorkommend, ist 
keineswegs ein Synonym von P. capitata Lam., welch letztere in Eussland fehlt, 
Polycarpon tetraphyllum L., in Polen gefunden, wird gar nicht erwähnt, 
ebenso das von da und Galizien bekannte Illecebi'um verticillatum L., 
Spergularia media Pers. kommt überdiess in Lithauen vor, Elatine Schkuhriana 
Hayne auch im Gouvernement Smoleiisk, E. Hydropiper L. auch in Lithauen 
und im Kiewer Studienbezirke. Linum Tauricum Willd. ist auch für Bessarabien 
angegeben, L. squamulosum Rud. gleichfalls für den Don, ebenso L. hirsutum L. 
und Radiola linoides Gmel. auch für das Gouvernement Charkow, Lavatera 
triniestris L., aus dem Kiewer Studienbezirke und Bessarabien bekannt, fehlt, 
Älthaea cannabina L. kommt auch im Kiewer Studienbezirke vor, A. hirsiita L. 
gleichfalls im Gouvernement Cherson und in Rumänien, während A. rosea Cav. 
(nicht Kit.!) bloss verwildert ist. Malva Mauritiana L., auch für das Gou- 
vernement Charkow angegeben, ist gleichfalls ein Gartenflüchtling, für M. verti- 
cillata L. im Gouvernement Kursk gilt dasselbe. Abutilon Avicennae Hall, kommt 
auch in Bessarabien vor, Tilia intermedia Hayne, für Lithauen angegeben, 
fehlt, Hypericum tetrapterum Fr. und H. montanum L. wurden auch für 
Lithauen, letzteres auch für die Gouvernements Charkow, Bessarabien und 
Cherson angegeben und H. hyssopifolium Vill. auch für Bessarabien. JPisfacia 



Versammlnnf!: am 1. Juli 1801. 



57 



nnitic€i Fiscli. et Mey., für die Krim angegeben, fehlt. Geranium sihiricum L. 
wii'd auch für Polen angegeben. G. collinum Steph. soll auch im Gouvernement 
Mohylew und Charkow, sowie G. Bohemicum L. in Polen vorkommen, ebenso 
G. lucidum L., G. rotundifoliiim L., G. Bohemicum L. und G. dissectiim L. in 
Lithauen, Erodium ciconium Willd. auch in Bessarabien, Muta Besseri Schmalh. 
wird nur für Bessarabien, mithin für das heutige Gouvernement Cherson an- 
gegeben, während die aus der Krim bekannte M, TmiHca (Spach.) fehlt, ebenso 
Evonymus nanus MB. nur für Podolien und Bessarabien, aber keineswegs 
für das Gouvernement Cherson, während E. latifolius Scop. und Paliiiviis 
aeuleatus Lam., bekannt aus der Krim, fehlen. Bhus Cotinus L. ist in Podolien 
wirklich wild, ebenso am Donec und Bh. Coriaria L. kommt in der Krim wild 
vor. Ononis repens L. wird auch für den Kiewer Studienbezirk angegeben, 
ebenso Genista germanica L. für die Gouvernements Charkow und Bessarabien, 
G. depressa MB. gleichfalls für das Land der donischen Kosaken und den Kiewer 
Studienbezirk, G. albida Willd. kommt mit Bestimmtheit bloss im Gouvernement 
Cherson und in Rumänien vor, das für die Krim angegebene Trichasma 
calycinuni Walp. fehlt, ebenso der aus Rumänien und dem Gouvernement 
Cherson bekannte Cytisiis Heuffelii Wierzb., während C. elongatus W. K. 
auch für Podolien verzeichnet ist. Meclicago rigidula Desv., M, orhicularis 
All., M, maculata Willd., 31, denticulata Willd. und M, praecox DC, 
bekannt aus der Krim, fehlen, M. Gerardi W. K. kommt auch in der Krim und 
in Rumänien vor, M. prociimhens Bess. gleichfalls in den Gouvernements Cherson 
und Ekaterinoslaw. THgonella gladiata Stev., aus dem Gouvernement Cherson, 
aus der Krim und aus Rumänien bekannt, fehlt. Trigonella Besseriana Ser. 
ist auch für Bessarabien und das Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben, ebenso 
Melilotus pallida Bess. auch aus dem Kiewer Studienbezirke, M. Petitpierreana 
Hayne auch von ebenda und Lithauen, M. Buthenica MB. aus dem Gouvernement 
Ekaterinoslaw, ebenso M. altissima Thuill. auch aus dem Gouvernement Cherson, 
während die für die Krim angegebenen M, Taurica Ser. und M, Indica 
All. fehlen, Trifolium parviflorum Ehrh. kommt gleichfalls in Rumänien voi", 
T. filiforme L. (richtiger T. minus Reih ) auch in Polen und Lithauen, sowie 
im Gouvernement Charkow, T. pallidum W. K. ebenfalls im Lande der donischen 
Kosaken, T. ochroleucum Huds. auch im Gouvernement Cherson und T. amhiguum 
MB. gleichfalls im Gouvernement Charkow, während die in der Krim vor- 
kommenden T. angiistifoliimt L., T. leucanthiim MB , T. hirtum All, 
r. striatum L. und T. lappaceum L. fehlen. Lotus uliginosus Schk. 
wird auch für den Kiewer Studieubezirk und das Gouvernement Cherson an- 
gegeben, Galega orientalis Lam. auch für das letztgenannte Gouvernement, Gly- 
ct/rrhiza glandulifera W. K. gleichfalls für das Don-Gebiet, die Gouvernements 
Cherson und Ekaterinoslaw, G. glahra L. ebenfalls auch für das Gouvernement 
Kursk und G. echinata L. auch für das Gouvernement Ekaterinoslaw. Caragana 
arhorescens Lam. soll auch in Podolien und Bessarabien nicht fehlen und C 
grandiflora DC, wiewohl für Bessarabien angegeben, wird übergangen, während 
C. spinosa DC. im Gouvernement Cherson nur verwildert ist, Oxytropis Pallasii 

l* 



58 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



Pers. wird auch für Podolien und 0. floribunda DC. auch für das Gouvernement 
Kursk augegeben. Ästragalus liypoglottis ist nicht die Linne'sche Pflanze, sondern 
einerlei mit dem erst auf folgender Seite angeführten A. Dan^cus Retz., Ä. Tauricus 
Pall. wird auch für das Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben, ebenso Ä. clasy- 
anthus Pall. für das Gouvernement Cherson, Ä. alhicauUs DC. gleichfalls für 
das Gouvernement Kursk, A. vimineus L. auch für das Gouvernement Cherson, 
A. contortuplicatus L. angeblich auch in Bessarabien, A. diffusus Willd. gleich- 
falls im Gouvernement Ekaterinoslaw, ebenso A. Tanaiticus C. Koch im Lande 
der donischen Kosaken und im Gouvernement Cherson, A. puhißorus DC. auch im 
Lande der donischen Kosaken, A. pallescens MB. gleichfalls am Donec und 
A. falcatus L. auch für das Land der donischen Kosaken, während A, Tiamo- 
sus L., wiewohl bekannt aus Rumänien und für das Gouvernement Ekaterinos- 
law angegeben, fehlt. Ervum nigricans M. B. in Bessarabien, E, Et'vilia L. 
im Gouvernement Czernigow und E, monanthos L. in Lithauen vorkommend, 
fehlen. Vicia hiennis ist nicht die Linne 'sehe Pflanze, sondern die unten 
folgende, auch für das Gouvernement Tambow angegebene V. picta Fisch, et Mey., 
Vicia Gerardi Jacq. auch für das Gouvernement Charkow, Vicia lutea L. ist, 
weil hier nicht vorkommend, zu streichen, V lathyroides L. soll auch in Lithauen. 
im Gouvernement Mohylew und am Don vorkommen, Vicia villosa Roth gleich- 
falls in Lithauen, Vicia polyphylla ist nicht die gleichnamige Pflanze Des- 
f ontaines', sondern allenfalls V. villosa Roth ß. gldhrescens Koch, V. striata 
MB., F. Bithynica L. und F. varia Host, bekannt aus der Krim, fehlen. 
Lathyrus rotundifolius Willd. wird auch für das Land der donischen Kosaken 
verzeichnet, L. latifoUus L. und L. lieterophyllos L. sind für das Gebiet zweifelhaft. 
Orohus luteus ist nicht die Linne 'sehe Pflanze, sondern 0. laevigatus W. K., 
welcher gleichfalls in Lithauen vorkommt, 0. tuberosus L. wird auch für das Gou- 
vernement Mohylew angegeben, O. cyaneus Stev. aus Cherson, O. hirsutiis L. 
und O. sessilifolius Sibth., ferner Coronilla Cretica L., CjEmerus L. 
und C, scorpioides Koch, sowie Securigera Coronilla DC. und Hedy- 
saruni catididuni MB., bekannt aus der Krim, fehlen. Hedysarum grandi- 
florum Pall. wird auch für das Gouvernement Charkow angegeben, H, argen- 
teum L. fil., aus Podolien und dem Gouvernement Cherson bekannt, fehlt. 
Onohrychis montana DC. und 0. arenaria DC. kommen auch im Kiewer Studien- 
bezirke vor, O. conferta DC, von ebenda angegeben, und O. maeotica Stev., 
ursprünglich irriger Weise mareotica genannt, aus dem Gouvernement Ekaterinos- 
law fehlen, während 0. gracilis Bess. auch im Gouvernement Podolien, weil von 
da beschrieben, zu Hause ist. Dorycnium herhaceum Vill. wurde auch in Galizien 
gefunden, während D, latifolium Willd. und Psoralea palaestina Bassi 
oder richtiger P. Taurica Ledeb., bekannt aus der Krim, fehlen. Prunus 
divaricata Ledeb., von Czernajew ohne Standortsangabe genannt, fehlt gleich- 
falls. Spiraea crenifolia C. A. Mey. und Sp. confusa Rgl. et Kcke. sind identisch. 
Waldsteinia geoides Willd., im benachbarten Ostgalizien stellenweise häufig, ist 
im angrenzenden Russland zu gewärtigen! Poterium polygamum W. K. wird 
auch für Podolien und Galizien angegeben, ebenso Älchemilla arvensis Scop. 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



59 



fnr Volhynien und Lithauen. PotentiUa supina L. und P. rupestris L. sind auch 
aus Lithauon bokaunt, P. Thurimjkica Beruh, auch aus dem Gouvornemout Rjezan, 
während P. maculata Pourr., P. saUshurgensis Haenke (P. verna L. ex Ru])r.) und 
P. nlpestris Hall. fil. eine und dieselbe Pflanze bedeuten, P. hirta L. auch aus 
dem Kiewer Studienbezirke, P. ohscura Willd. von ebenda und aus Bessarabien, 
P. Astrachanica Jaeq. ebenfalls aus dem Kiewer Studienbezirke und dem Gou- 
vernement Charkow, P. canescens Bess. ist keineswegs synonym mit P. incUnata 
Vill., P. procumhens Sibth. ist gleichfalls nicht ein Synonym von P. reptans L., 
sondern von der folgenden P. nemoraJis Nestl., welch letztere auch in Bessarabien 
und dem Gouvernement Mohylew vorkommen soll, P. multifida L. wird als im 
Kiewer Studienbezirke vorkommend angegeben, was aus der Luft gegriffen ist, 
und überdiess nennt er die fragliche Pflanze auf der vorangegangenen Seite 40, 
P. longipes Ledeb. kommt auch im Lande der donischen Kosaken vor, P. verna L. 
auch in Lithauen, P. rnicratitha Ram. und P, geoides MB., bekannt aus der 
Krim, fehlen. Piibiis suberectus Anders, ist keineswegs ein Synonym des JR. fruti- 
cosiis L. und die Standortsangaben sind desshalb zusammengeworfen, P. arcticusli., 
B. Chamaemorus L. und B. nemorosus Hayne kommen auch in Lithauen vor. 
Bosa acicularis Lindl., für Lithauen und nicht für den Kiewer Studienbezirk 
angegeben, dürfte eher B. Karelica Fr. sein, B. mollissima Fr. ist auch aus 
Lithauen und dem Kiewer Studienbezirke bekannt, ebenso B. pomifera Herm. 
aus dem Kiewer Studienbezirke, H* altaica Pall. aus dem Gouvernement Cherson, 
J2. Andrzejoivskii Stev. aus dem Kiewer Studienbezirke, jB. arniata Stev. 
von ebenda, H, arvensis Huds. angeblich von ebenda, JK. Bessert Tratt. von 
ebenda, jB. ßoreykiana Bess. von ebenda, jB. calycina MB. aus Bessarabien 
und dem Gouvernement Cherson, Mosa caryophyllacea Bess. aus dem Kiewer 
Studienbezirke, jB. ciliato-petala Bess. von ebenda, JB. coriifolia Fr. aus 
Polen, M, cuspidata MB. aus Polen, dem Kiewer Studienbezirke, Bessarabien 
und dem Lande der donischen Kosaken, CzacMana Bess. von ebenda, 
R, dimorpha Bess. von ebenda, JB. Eglanteria L. angeblich aus Lithauen und 
Bessarabien, It. flomhiinda Stev. aus dem Kiewer Studienbezirke, R. Fried- 
liietideHana Bess. von ebenda, K. frondosa Stev. von ebenda, R, frute- 
toriim Bess. von ebenda, R, glaiica Vill. aus Polen, R, Iberica Stev. von ebenda, 
R, inodora Fr. aus Polen, jB. Jundzillii Bess. aus dem Kiewer Studienbezirke, 
JB. Klukii Bess. von ebenda, R, Kosinsciana Bess. von ebenda, JB. livescens 
Bess. von ebenda und Bessarabien, Rosa melanocarpa Link aus dem Kiewer 
Studienbezirke, JB. mOntana Stev, von ebenda, JB. nitidiila Bess. von ebenda, 
-R. poteriifolia Bess. von ebenda, R, pygmaea MB. von ebenda, -R. JPyre- 
naica Gou. auch aus Polen", R, Ratomsciana Bess. aus dem Kiewer 
Studienbezirke, R» saocatilis Stev. von ebenda, JB. Schottiana Desegl. von 
ebenda, R. speciosa Desegl. von ebenda, JB. siihinermis Bess. von ebenda, 
R. terebinthinacea Bess. von ebenda, -ß, tomentella Lem. aus Polen, 
R. unciriella Bess. aus dem Kiewer Studienbezirke, R, venosa Sw. von ebenda 
und R, Wolfgangiana Bess. von ebenda, wiewohl von Borbäs, Heinrich 
Braun, Christ, Crepin, Deseglise und Kerner erörtert, fehlen. Crataegus 



60 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



Tcyrtostyla Fingerh. ist auch aus der Krim bekannt, ebenso C. melanocarpa MB. 
aus dem Gouvernement Charkow, dem Kiewer Studienbezirke und Bessar:ibien, 
C. orientalis Pall, von ebenda und der Krim fehlend, gleichwie Cotoneaster 
imfnmularia Fisch, et Mey. ß. ovalifolia Boiss. für die Krim verzeichnet, 
Pirus praecox Pall. wird auch für das Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben. 
P. Aria Ehrh. aus der Krim dürfte P. Graeca Spach. sein, Pmiica Grana- 
turn L. fehlt, wiewohl in der Krim, wie es scheint nur cultivirt, vorkommend. JEpi- 
lobium lineare Mhlbrg. kommt auch in Polen, E. Laniyi F. Schultz ebenfalls im 
Gouvernement Kursk, E. virgatum Fr. in Polen und E. öhscurum Eoth auch in 
Bessarabien und Gouvernement Cherson vor. Circaea lutetiana L. kommt auch 
im Gouvernement Charkow, C. intermedia Ehrh. ebenfalls in Lithauen vor und 
Czernajew nennt es ohne näheren Standort, C. alpina Jj. in Lithauen. Calli- 
triche stagnalis Scop., bekannt aus dem Kiewer Studienbezirke, Polen, den 
Gouvernements Mohjlew und Charkow, C platycarpa Kuetz. aus dem Kiewer 
Studienbezirke, und Lithauen, sowie C. hamulata Kuetz. aus dem Kiewer 
Studienbezirke, den Gouvernements Mohylew und Charkow, fehlen, C. autiim- 
nalis L. wird auch für Lithauen angegeben und C. virens MB. für das Gou- 
vernement Smolensk. Ceratophyllum demersum L. kommt auch in Polen vor 
und C. suhmersum L. auch ebenda, sowie in Rumänien. Middendorfia Borys- 
thenica Trautv. kommt auch im Gouvernement Charkow vor. Tamarix tetrandra 
Pall. und T. Odessana Stev. werden auch für den Kiewer Studienbezirk an- 
gegeben, letztere auch für das Gouvernement Cherson, sowie T. Pallasii Desv. 
gleichfalls für das Gouvernement Charkow und für Bessarabien. Myricaria 
Germanica Desv. kommt auch in Polen und im Kiewer Studienbezirke vor, 
Bryonia alba L. in Lithauen, B. dioica Jacq. soll auch im Gouvernement 
Cherson nicht fehlen, Sicyos angulata L. kommt auch im Gouvernement Charkow 
vor. Bulliardia Vaillantii DC. wird auch für das Gouvernement Cherson an- 
gegeben, Crassula caespitosa Cav., bekannt aus der Krim, fehlt. Sedum 
Anacampseros L. kommt in Russland nicht vor und wurde mit S, Poloniciim 
Blocki in Deutsche Botan. Monatsschr., V, S. 66, verwechselt, S. Hispanicum L., 
oder richtiger S. glaucum W. K., dürfte, weil in Galizien vorkommend, auch im 
Kiewer Studienbezirke nicht fehlen und S. villosum L. kommt auch in Lithauen 
vor. Sempervivum tectorum L. bezieht sich, soweit die Pflanze der Gouvernements 
Kiew und Ekaterinoslaw, sowie Podolien gemeint ist, eher auf das in der Do- 
brudscha und Bulgarien vorkommende S. Zelehori Schott, S. soholiferum Sims, 
ist keineswegs mit dem hier fehlenden S. hirtum L. identisch, während S. Butheni- 
cum Koch, im Gouvernement Charkow, im Kiewer Schulbezirke und Bessarabien 
vorkommt. Saxifraga granulata L. wurde auch in Lithauen gefunden, S. stella- 
ris L., S. oppositifolia L., S. aizoides L. und hieraciifolia W. K. werden aus 
Galizien, wiewohl längst von da bekannt, nicht angegeben, während S, irrigua 
MB., für die Krim verzeichnet, fehlt. Chrysosplenium oppositifolium L. ist 
auch für den Kiewer Studienbezirk verzeichnet. Eryngium maritimum L. kommt 
auch in Rumänien vor, ebenso Hydrocotyle vulgaris L., Astrantia major L., 
Cicuta angustifolia Kit. und Berula angustifolia Koch auch in Lithauen. 



Versammlung am 1. Jnli 1891. 



61 



Sülm Sisarum L. wird auch für das Dongebiet, die Goiivernements Charkow und 
Ekaterinoslaw, sowie Bessarabieu augegeben, was jedoch auf einer Verwechslung 
mit aS". lancifolmm MB. beruhen dürfte. HelosciacUnm repens Koch soU^auch 
in Galizien vorkommen. Bupleurum junceum des Kiewer Studieubczirkes ist 
zweifellos die Bieber stein sehe Pflanze, mithin B. affine Sadl., Carum divari- 
catutn Koch, bekannt aus der Krim, fehlt, C. Carvi L. kommt auch im Gou- 
vernement Cherson vor, ebenso Pimpinella Tragium Vill. auch in Rumänien, 
Oenanthe fistulosa L. kommt im Kiewer Studienbezirke nicht vor und die von 
ebendaher und Bessarabien angegebene Oe. Lachenaln ist mit der aus Rumänien, 
Bulgarien u. s. w. bekannten Oe. media Griseb., welche bis zur Weichsel reicht, 
identisch. Aethusa Cynapium L. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, 
ebenso Ae. cijnapioides MB. auch im Dongebiete und in Rumänien, während 
die aus dem Kiewer Studienbezirke bekannte Ae, elata Friedl. fehlt. Cnidium 
Fischen Spr. kommt auch in Lithauen vor, Seseli varium Trev. wird auch für 
Rumänien angegeben, S. coloratum Ehrh. gleichfalls für Lithauen, das aus dem 
Kiewer Studienbezirke bekannte S, osseum Crantz fehlt, ^S*. tortuosum L. 
kommt auch im Gouvernement Woronez vor, ebenso S. rigidum W. K. auch im 
Kiewer Studienbezirke. Silaus pratensis Bess. wird auch im Gouvernement 
Charkow angegeben und soll S. Besseri DC. auch in Bessarabien vorkommen, 
Conioselinum Fischeri Wimm, et Grab, wird auch für Lithauen angegeben, 
während mit „C. carvifoUa L." nur das Selinum CarvifoUa L. gemeint ist. 
Ostericum pahistre Bess. und 0. pratense Holfm. bedeuten eine und dieselbe 
Pflanze, was längst bekannt ist. Angelica montana Schleich, kommt auch im 
Gouvernement Cherson vor, ebenso Archangelica officinalis HofFm. und Ferida 
silvatica Bess. auch im Gouvernement Chai'kow, F. orientalis L. gleichfalls im 
Kiewer Studienbezirke. Mit Peucedanum officinale L., welches auch in Lithauen 
vorkommen soll, kann nur P. Buthenicum MB. gemeint sein, letzteres wird auch 
für das Don-Gebiet angegeben, P. Cervaria Guss. (richtiger Cuss.) gleichfalls für 
Lithauen und Polen, ebenso P. Pastinaca Bth. et Hook. ß. opac^m.. ,Schmalh. 
auch für das Gouvernement Ekaterinoslaw und den Kiewer Studienbezirk, während 
ich für denselben P. Ostruthium Koch nirgends verzeichnet finde. Heracleum 
angustifolium Jacq. kommt auch im Gouvernement Woronez und im Dongebiete 
vor, während die aus der Krim bekannten H, villosiim Fisch, und Toriiis 
lieteropliylla Guss. fehlen. Das für Bessarabien und Rumänien angegebene 
Tordylium maocimum L. fehlt gleichfalls. Caucalis latifolia L. kommt 
auch in Rumänien vor, Orlaya platycarpa Koch und Scandiac grandi- 
flora L., bekannt aus der Krim, fehlen, Anthriscus nemorosa Spr. finde ich 
nirgends für den Kiewer Studienbezirk verzeichnet, von A. nitida, welcher auch 
in Galizien vorkommt, ist Hazslinski (1864) und nicht Garcke (1865) der Autor, 
A. trichosperma Schult, ist auch aus dem Gouvernement Ekaterinoslaw bekannt, 
ebenso A. vulgaris Pers. aus dem Gouvernement Mohylew, dem Kiewer Studien- 
bezirke, Bessarabien und Cherson. Chaerophyllum Prescottii DC. kommt auch im 
Gouvernement Charkow vor, doch für den Kiewer Studienbezirk finde ich es 
nicht verzeichnet, ebenso erwähnt er nicht das für Rumänien nachgewiesene 



62 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



Ch. nodosum Lam., Cli. temulum L. und Myrrhis odorata Scop. sind auch aus 
Lithauen bekannt, ebenso Pleurospermum Äustriacum HofFm. auch aus dem 
Kiewer Studienbezirke. Die Angabe, dass Smyrnium Olusatrum L. im Gou- 
vernement Cherson vorkomme, ist auf Georgi (Beschr. d. russ. E., III, z. v. 
p. 858), welcher sich auf Andreas Meyer beruft, zurückzuführen, doch dieser 
(Powj. zeml. i estest. op. oczak. zemli, p. 108) erwähnt nur ein nicht näher be- 
zeichnetes Smyrnium, das er am Schwarzen Meere gefunden haben will. Hedera 
Helix L. kommt auch in Lithauen und der Krim vor. Cornus citrifolia 
Whlnbrg., für das Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben, fehlt. Viscum album L. 
ist auch aus Lithauen, dem Gouvernement Charkow und Bessarabien bekannt, 
Samhucus Ebulus L. finde ich auch für das Gouvernement Charkow verzeichnet, 
ebenso Lonicera Tatarica L. auch für das Gouvernement Cherson und das Don- 
Gebiet, L. Xylosteum L. gleichfalls für das Gouvernement Woronez. Linnaea 
horealis L. wird auch für Polen, Lithiiueu und das Gouvernement Charkow an- 
gegeben, ebenso Sherardia arvensis L. auch für Lithauen. Asperula tinctoria L. 
wird überdiess für Lithauen verzeichnet, A. gmveolens Bess. kommt auch in 
Eumänien vor, ebenso A. supina M. B. auch im Gouvernement Woronez, A. ar- 
vensis L. auch im Don-Gebiete, A. Aparine Schott gleichfalls in Lithauen, 
A., setulosa Boiss., bekannt aus Eumänien und dem Gouvernement Cherson, 
fehlt. Mubia Tatarica Fisch, et Mey. finde ich nirgends für den Kiewer Studien- 
bezirk verzeichnet. Galiiim triftdum L. wird auch für das Gouvernement Kursk 
angegeben, G. triflorum Mchx. auch von Czernajew, doch ohne Standort, 
G. aristatum ist G. intermedium Schult., auch aus Lithauen bekannt, ebenso 
G. temiissimum MB. auch aus dem Gouvernement Charkow, G, Tauriciim 
E. Sch., bekannt aus dem Don-Gebiete und der Krim, fehlt, G. silvestre Poll, 
und €r. lucidum All., bekannt aus Polen und Galizien, fehlen, G. Pede- 
montanum ist G. reflexum Presl, non Pohl, G, verticillatum Danth., bekannt 
aus der Krim und Eumänien, fehlt, Crucianella angustifolia L., bekannt 
aus der Krim und Eumänien, fehlt, ebenso wie die für die Krim angegebene 
C. latifolia L., Valerianella oUtoria Moench kommt gleichfalls in Lithauen 
vor, V. carinata Lois. auch in Bessarabien und im Gouvernement Ekaterinoslaw, 
ebenso F. Auricula DC, V. tridentata Stev., V. coronata DC. und V. dentata 
Poll., einschliesslich ß. dasycarpa Stev. auch im Kiewer Studienbezirke, letztere 
überdiess in der Krim, während die aus der Krim bekannte V, truncata Betcke 
fehlt. Valeriana dioica ist V. polygama Bess., während die aus Polen bekannte 
V, tripteris L. fehlt, Dipsacus laciniatus L. wird auch für das Gouvernement 
Ekaterinoslaw angegeben, D. pilosus Mill. für Lithauen, ebenso Cephalaria Ta- 
tarica Schrad. für den Kiewer Studienbezirk und das Gouvernement Cherson, C. 
leucantha Schrad. auch für das Gouvernement Charkow von Gornitzki, während 
Czernajew 's gleichnamige Pflanze C. Transsylvanica Schrad. ist. Knautia 
sylvatica Duby kommt auch in Lithauen, Polen und dem Kiewer Studienbezirke 
vor, Scahiosa Ucranica L. auch in Lithauen, S. micrantha Desf. finde ich bloss 
für das Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben, aber keineswegs für das Land 
der donischen Kosaken, die aus Polen bekannte S, siiaveolens Desf. fehlt. 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



63 



S. Siiccisa L. kommt auch im Lande der douischen Kosaken vor. Bei Scabiosa 
australis. bekannt auch aus Polen, Posen und Galizien, ist Wulf, als Autor zu 
setzen, während Rei eben b ach dieselbe Succisa australis genannt hat, doch ist 
der älteste Name Scabiosa infJexa Kluk, Dykc. rosl., ed. 1, III (1788), p. 56. 
Petasites niveiis Bauing. dürfte in Russland kaum vorkommen, P. spurius Rchb. 
ist auch aus Lithauen, den Gouvernements Woronez und Mohylew bekannt, ebenso 
Tripolium vulgare Nees aus Polen und Lithauen. Galatella punctata Lindl, 
wird auch aus dem Kiewer Studienbezirke angegeben, ebenso G. dracunculoides 
Lallem. von ebenda und den Gouvernements Cherson, sowie Charkow, G. Hauptii 
Lindl, gleichfalls zwischen Woronez und Krasnojarsk. Bellis perennis L. kommt 
auch in Lithauen, Bessarabien und dem Gouvernement Charkow vor, Stenactis 
annuu Nees gleichfalls in Lithauen, ebenso Erigeron acris L. ß. Podolicus Ledeb. 
auch im Kiewer Studienbezirke, Linosyris villosa DC. gleichfalls auch im Gou- 
vernement Woronez. Inula squarrosa L. finde ich auch für das Gouvernement 
Cherson verzeichnet, I. liybrida Baunig. auch für das Gouvernement Charkow, 
I. media MB. gleichfalls für das Gouvernement Cherson. SiegesbecMa orien- 
talis L., wild im Kiewer Studienbezirke vorkommend, fehlt, Carpesium cer- 
mium L., von ebenda, Rumänien und Ostgalizien bekannt, fehlt. Anthemis 
altissima L. soll in Bessarabien und nicht im Gouvernement Cherson vorkommen, 
Ä. Buthenica MB. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, A, Austriaca 
Jacq., für Posen und Polen angegeben, fehlt, A. Pontica d'Urv. aus dem Gouverne- 
ment Cherson ist nach Boissier ^. Buthenica MB., A. nobilis L. ist auch aus dem 
Gouvernement Cherson, Bessarabien und dem Kiewer Studienbezirke bekannt, 
Ptarmica cartilaginea Ledeb. auch aus Lithauen und dem Gouvernement Samara, 
Achillea setacea W. K. gleichfalls aus dem Don-Gebiete, A. Millefolium L. ß. lanata 
Koch wird auch für den Kiewer Studienbezirk und das Gouvernement Cherson 
angegeben, A. Millefolium 6. tenuissima Andrz. auch für den Kiewer Studien- 
bezirk, A. Millefolium L. t. micrantha (MB.) für den genannten Bezirk und 
das Don-Gebiet, sowie für die Gouvernements Charkow und Cherson, A. compacta 
Willd. gleichfalls für den genannten Bezirk, ebenso A. Gerberi MB. für Bess- 
arabien, A. leptophylla MB. gleichfalls für den genannten Bezirk. Matricaria 
suaveolens L. kommt auch in Lithauen und im Gouvernement Cherson vor, 
M. suaveolens L. und M. discoidea DC. in Polen, letztere überdies in Lithauen, 
im Kiewer Studienbezirke und im Gouvernement Woronez, Artemisia arenaria 
DC. und A. salsoloides Willd. werden auch für den Kiewer Studienbezirk und 
letztere auch für das Gouvernement Woronez angegeben, A. glauca Pall. figu- 
rirt auf S. 68 und 70, ebenso werden verzeichnet A. chamaemelifolia Vill. für 
das Gouvernement Cherson, A. Austriaca Jacq. auch für das Don-Gebiet, A. an- 
nua L. auch für das Gouvernement Charkow, A. sericea Web. auch für das 
Land der donischen Kosaken, Gnaphalium luteo-album L. auch für das Gou- 
vernement Charkow und den Kiewer Studienbezirk, Arnica montana L. finde ich 
nirgends für den genannten Bezirk angegeben. Senecio viscosus L., S. sylvati- 
cus L. und S. vernalis W. K. kommen auch in Lithauen vor, S. rapistroides DC. 
auch im Kiewer Studienbezirke, S. barbareaefolius Krock. auch in Lithauen, 

Z. B. Ges. Bd. XLI. Sitz.-Ber. K 



64 



Versammlung am 1. Juli 1891, 



den Gouvernements Cherson und Ekaterinoslaw. S. praealtus Bert. ß. horystheni- 
cus DG. ist S. Marschallianus Spr. oder S. arenarius MB., non Thbg., S. Jaco- 
haea L. selbstverständlich auch in Polen, S. aquaticus Huds. soll auch im Kiewer 
Studienhezirke nicht fehlen, 8. JDoria L. wird gleichfalls für Bessarabien ange- 
geben, S. paludosus L. auch für das Gouvernement Ekaterinoslaw, ebenso S. Sarra- 
cenicus L. für Lithauen und das Gouvernement Smolerisk, S. papposus (Echb.), 
S, pratensis DC, S, brachychaetus DC, S, aurantiacus DC. und S. 
alpestris DC, für den Kiewer Studienbezirk angegeben, fehlen. Echinops 
Dahuriciis Fisch., ebendaselbst vorkommend, fehlt. E. strictus Fisch, kommt 
ebenda vor, E. exaltatus Schrad.,' mit dem in Ostgalizien vorkommenden E. 
commutatus Juratzka verwechselt und für dasselbe Gebiet verzeichnet, fehlt. 
Xeranthetnum annuum L. und X radiatum Lam. sind eine und dieselbe Pflanze, 
X. cylindraceum Sibth. et Sm. wird auch für den Kiewer Studienbezirk und das 
Land der donischen Kosaken angegeben, ebenso Kentrophyllum lanatum DC, 
beziehungsweise K. Tauricum Fisch, et May. auch für Rumänien und das Gou- 
vernement Ekaterinoslaw, Carlina acanthifoUa ist C. acanthifolia y. spathulata 
Lapczynski in Pam. fiz., II (1882), p. 519, = C. onopordifoUa Bess. und wird 
für Polen, Lithauen, den Kiewer Studienbezirk und Rumänien angegeben, C. 
acaulis L. auch für Polen, Centaurea conglomerata C A, Mey., zweimal (S. 70 
und 72) angeführt, soll auch im Kiewer Studienbezirke vorkommen, C. Buthenica 
Lam, wird auch für das Gouvernement Woronez angegeben, C. amara L, für den 
Kiewer Studienbezirk, C. salicifoUa MB. für das Gouvernement Charkow, C. inu- 
loides Fisch, für das Land der donischen Kosaken, C. Pseudophrygia CA. Mey. 
für das Don-Gebiet, C. Sibirica ist nicht die Linne 'sehe Pflanze, sondern die 
nächstfolgende C. Marschalliana Spr., C. adpressa Ledeb. kommt auch im 
Kiewer Studienbezirke und in Bessarabien, worunter das heutige Gouvernement 
Cherson gemeint sein dürfte, vor. C. Wolgensis DC, im Gouvernement Charkow, 
C. Biehersteinii DC. auch im Kiewer Studienbezirke, C. paniculata ist nicht die 
Linne 'sehe, sondern die Jacquin'sche = (7. JRhenana Boreau, ebendaselbst 
und für das Don-Gebiet angegeben, C. dealbata Willd. finde ich nirgends für den 
Kiewer Studienbezirk angegeben, C. montana ist nicht die Linne 'sehe Pflanze, 
sondern C, stricta W. K. oder axillaris Willd., angegeben auch für Polen, 
C. solstitialis L. oder richtiger C, Adami Willd. ist auch aus Lithauen, dem 
Kiewer Studienbezirke und dem Gouvernement Ekaterinoslaw bekannt, C. nigra L, 
soll nach Reichenbach fil, von Besser auch im Kiewer Studienbezirke gefun- 
den worden sein, zu C. centauroides L. setzt der Verfasser irriger Weise die 
hier und in Rumänien vorkommende C Salonitana Vis. als Synonym, C Besse- 
rina DC. kommt auch in Bessarabien und Rumänien vor, C. ruhescens Bess. eben- 
falls in Rumänien, während C. Moefftiana C. A. Mey., bekannt aus dem Lande 
der donischen Kosaken, (7. integrifolia C. A. Mey, aus dem Kiewer Studien- 
bezirke, C. JReichenhachii DC aus Bessarabien, C. tenuiflora DC, aus 
Rumänien und bei Czernajew ohne näheren Standort verzeichnet, C, ammo- 
phila Bess. aus dem Kiewer Studienbezirke und dem Gouvernement Cherson, 
sowie C, Iherica Trev. aus Rumänien, und hieher die für das Gouvernement 



Ä 



Vorsammliingr am 1. Juli isyi. 



65 



Ekaterinoslaw . beziehungsweise die Krim angegebene C. Calcitrapa gezogen, fehlen. 
Onopordou Tfturicnm Willd., angegeben für die Krim, fehlt. Carduus 
Thocrmeri Wcinm. und der angebliche C. macrocephalus „Desf." dürften mit 
dem für Bulgarien nachgewiesenen C. platylepis Saut, zusammenfallen, C. acan- 
thoides L. kommt auch in Polen und Lithauen vor, C. semitmdus MB., im 
Kiewer Studienbezirke vorkommend, fehlt, C. uncinatus MB. soll auch im Gou- 
vernement P]kateriuoslaw und im Don-Gebiete vorkommen, C, cineretis MB., für 
das Gouvernement Charkow und C, alhidiis MB., für die Krim verzeichnet, 
fehlen. Cirsmm ciliatum MB. kommt auch im Kiewer Studienbezirke vor, C. 
criophorum ist C. eriopliorum Scop. ß. spathulatum Griseb., C. palustre Scop. 
wird gleichfalls für Lithauen angegeben, C. setigerum Ledeb. auch für Eumänien, 
C. Erisithales Scop. auch für Lithauen, C. rivulare Link und C. canum Moench 
auch für das Gouvernement Charkow, C. acaule All. auch für Polen und Lithauen. 
Lappa nemorosa Koernicke und L. macrosperma Wallr. bedeuten eine und die- 
selbe Pflanze, die damit verwandte C. piihens Bab. kommt in Kussland sicher 
nicht vor. Acroptilon Picris C. A. Mey. finde ich nirgends für den Kiewer Studien- 
bezirk und das Gouvernement Cherson angegeben. Leuzea salina Spr. kommt 
auch in Eumänien vor, doch für den Kiewer Studienbezirk finde ich selbe nicht 
verzeichnet. Crupina vulgaris Gass, wird auch für das Don-Gebiet angegeben, 
C. Cnipinastttini Vis., angeblich im Gouvernement Cherson, fehlt, doch dürfte 
Auch er ein lapsus memoriae unterlaufen sein. Serratula tinctoria L. kommt 
auch im Gouvernement Charkow vor, ebenso S. coronata L. und S. radiata MB., 
DC. im Kiewer Studienbezirke, S. isophylla Claus und S. centauroides L. werden 
irriger Weise von ebendaher angegeben, S. xerantliemoides MB. angeblich auch 
in Bessarabien. Lapsana intermedia MB., Zacyntha verrucosa Gaertn. 
und Rhagadioliis stellatus Gaertn., bekannt aus der Krim, fehlen. Jurinea 
polydonos DC. wird irriger Weise für die Gouvernements Mohylew und Minsk 
verzeichnet, J. cyanoides Echb., einerlei mit der weiter folgenden /. PolUchii, 
Koch, fehlt nicht im Kiewer Studienbezirke und in den Gouvernements Charkow, 
sowie Cherson, J. polydonos Bge. kommt im Kiewer Studienbezirke vor, /. Evers- 
manni Bge. wird auch für das Don-Gebiet, doch nicht für die Gouvernements 
Kursk und Cherson angegeben, ebenso wenig J. arachnoidea Bge. und J. alhi- 
caulis Bge. für letzteres Gouvernement, doch erstere für Bessarabien und das 
Gouvernement Charkow. Aposeris foetida Less., für Galizien, Bessarabien und 
Polen angegeben, fehlt, Ärnoseris pusilla Gaertn. wird auch für Lithauen und 
von Czernajew dem Namen nach, doch keineswegs für das Gouvernement Mohy- 
lew und den Kiewer Studienbezirk angeführt, Hypodiaeris glahra L. auch für 
Lithauen, ebenso Leontodon hiscutellifolius DC. für den Kiewer Studienbezirk, 
während der von da bekannte L, asperrimus Willd. fehlt. Podospermum 
Canum C. A. Mey. finde ich nicht für den Kiewer Studienbezirk und Eumänien 
verzeichnet, P. laciniatum DC. kommt auch in Eumänien vor, P, JTacfjuinianum 
DC, mit der vorigen verwechselt und bloss für den Kiewer Studienbezirk ange- 
geben, fehlt, während P. molle Fisch, et Mey. und Tragopogon campesiris Bess. 
Niemand für Polen und das Gouvernement Minsk angegeben hat, T. orientalis L, 

K* 



66 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



und T. porrifoUus L. kommen auch im Kiewer Studienbezirke vor, während der 
aus Lithauen beschriebene T. Görskianus Echb. fil. (-^ T. heterosperimis 
Schweigg. ?), fehlt. Scorzonera purpurea L. kommt auch in Lithauen vor, S. 
mollis MB. ist mit dem früher erwähnten Podospermum molle Fisch, et Mey. 
identisch, Sc. Austriaca Willd. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne nähere 
Angabe, Sc. Taurica MB. wird auch für Bessarabien und den Kiewer Studien- 
bezirk verzeichnet, Sc. parviflora Jacq. für den genannten Bezirk und das Don- 
Gebiet, Sc. MarschalUana C. A. Mey. und Sc. tuherosa Fall, auch für das Don- 
gebiet, letztere überdies für den Kiewer Studienbezirk und Bessarabien, Picris 
pcmciflora Willd., bekannt aus der Krim, fehlt, Lactuca viminea Presl auch 
für das Gouvernement Ekaterinoslaw, L. tuherosa Jacq. auch für den Kiewer 
Studienbezirk, doch ist die bessarabische Pflanze, wie Boissier gezeigt, Mulge- 
dium Tataricum DC, L. saligna L. soll auch in Lithauen vorkommen und 
Czernajew erwähnt selbe ohne näheren Standort, L. sagittata W.K. und L. 
altissima MB., eine und dieselbe Pflanze bedeutend, wird auch für das Gouverne- 
ment Charkow angegeben, L» quercina L., d. i. X. stricta W. K., nur aus dem 
Kiewer Studienbezirke bekannt, fehlt, Ghondrilla graminea MB. wird auch für 
das Don-Gebiet angegeben, Taraxacum glaucanthum DC. kommt in der Krim vor, 
T. palustre DC. ist auch für das Gouvernement Charkow verzeichnet, Crepis 
virens Vill. auch für den Kiewer Studienbezirk, das Gouvernement Cherson und 
Eumänien, C. Nemausensis MB. ist Lagoseris orientalis Boiss., C. setosa Hall. fil. 
kommt auch im Gouvernement Cherson vor, doch fehlen die für die Krim ange- 
gebenen C. alpina L. und C. pulchra L., Sonchus roseus Bess., bekannt 
aus Podolien, fehlt, S. uliginosus MB. kommt auch im Gouvernement Orel und 
dem Kiewer Studienbezirke vor, ebenso Mulgedium Tataricum DC. in Eumänien, 
und nennt es auch Czernajew ohne nähere Angabe. Lagoseris orientalis Boiss. 
ist auch aus dem Don-Gebiete und der Krim bekannt, während Czernajew's 
angebliche ^Pterotheca bifida Fisch, et Mey." unbedingt hieher gehört, doch fehlt 
die für die Krim und Eumänien angegebene Lagoseris bifida Koch. Hiera- 
cium piloselloides Vill. wird auch für das Gouvernement Orel angegeben, ebenso 
H. hifurcum MB., dessen Synonym R. stoloniflorum W. K. keineswegs ist, auch 
für das Gouvernement Charkow. H. stoloniflorum, bekannt aus Polen, dem Gou- 
vernement Mohylew und dem Kiewer Studienbezirke, ist entschieden das nicht 
erwähnte H, flagellare Willd., H. Auricula L. kommt auch im Gouvernement 
Cherson vor, ebenso ist H. echioides W. K., non Lumn. einerlei mit H. albo- 
cinereum Eupr., während das für Polen, Lithauen, den Kiewer Studienbezirk, 
Bessarabien und Eumänien angegebene H, echioides Lumn. fehlt, H. vulgatum 
Fr. überdies für Lithauen, H. virosum Pall. auch für das Gouvernement Woronez 
und den Kiewer Studienbezirk, H. foliosum W. K. auch für das Don-Gebiet, doch 
wurden beide letztgenannte Arten oft mit einander verwechselt, H. Vaillantii Koch 
und H. aurantiacum L. gleichfalls für den Kiewer Studienbezirk, letzteres auch 
bei Czernajew, doch ohne nähere Angabe, während H, subcaesium Fr., be- 
kannt aus Polen, fehlt, H. florihundum Wimm, et Grab, ist auch für Lithauen 
und den Kiewer Studienbezirk, H. cinereum Tausch auch für den erwähnten 



Versammlung am 1. Juli ISltl. 



67 



Bezirk, H, raniosiim W. K. für Lithauen, doch felilend. H. glomeratum Froel. 
gleichfalls für Poleu und den genannten Bezirk, ebenso H. Gothicum Fr. nnd H. 
Sttecicum Fr. für Polen angeführt. Cdinpaiiula divergens Willd., bekannt aus 
der Krim und dem Gouvernement Cherson (C. Sibirica L. ß. kixiirians Lindem.), 
C. macrostachya Willd., für das Gouvernement Charkow angegeben und nach 
Lipski's brieflicher Mittheilung in Bessarabien vorkommend, fehlen, während G. 
Cervicaria L. ß. australis Lindem, hieher gehört, C. latifolia L. wird auch für 
Lithauen und Bessarabien angegeben, ebenso C. Simplex Stev., einerlei mit C. 
Steuenii MB., für das Gouvernement Woronez. Adenophora latifolia Fisch., 
bekannt aus dem Kiewer Studienbezirke, und A. stylosa Fisch, aus den Gou- 
vernements Orel, sowie Woronez, fehlen, doch scheint der Verfasser selbe unter 
A. polymorpha mitbegrilFen zu haben. Vaccinium Vitis Idaea L. auch in Li- 
thauen, Cassandra calyculata D. finde ich nirgends für den Kiewer Studienbezirk 
angegeben, EHca cinerea L., für Lithauen angegeben, fehlt. Pyrola chlorantha 
Sw. soll auch in Bessarabien vorkommen, P. media Svv., Moneses grandiflora 
Salisb., Chimapliila umhellata Nutt. und Utricularia intermedia Hayne auch im 
Gouvernement Charkow, U. minor L. überdies in Polen, Primula farinosa L. 
kommt auch in Lithauen vor, ebenso Androsace maxima L. im Gouvernement Ekate- 
rinoslaw, Glaiix maritima L. im Gouvernement Charkow, Lysimachia punctata L. 
im Gouvernement Cherson. Anagallis coerulea Schreb., für Galizien, Polen, Bess- 
arabien und den Kiewer Studienbezirk angegeben, fehlt, A. tenella L. soll auch 
in Bessarabien vorkommen. Centunculus minimus L. ist auch im Gouvernement 
< 'harkow zu Hause, ehenao Fraxinus oxyphylla MB. im Kiewer Studienbezirke. Jas- 
minum funiticans L., in der Krim vorkommend, fehlt, Apocynum Venetum L. 
auch im Gouvernement Plock, Fer^ploca Graeca L., von Syreniusz bereits 
für Podolien angegeben und in Rumänien vorkommend, fehlt. Vincetoxicum 
medium Dene. kommt auch im Don-Gebiete und im Gouvernement Cherson vor, 
Avährend F. laociim Gr. et Godr., angegeben für das Gouvernement Charkow, 
fehlt. Erythraea linearifolia Pers. nennt auch Czernajew ohne näheren Stand- 
ort. Gentiana Livonica Eschech. wird auch für das Gouvernement Woronez und 
den Kiewer Studienbezirk angegeben, ebenso G. campestris L. und Limnan- 
themiim nymphoides Link, et Hoffmsgg. für Lithauen, Convolvulus lineatus L. 
für das Don-Gebiet, C. lanuginosus Ledeb., nicht Desr., bloss für das Gouverne- 
ment Ekaterinoslaw und nicht für das Don-Gebiet angegeben, ist C, Calverti 
Boiss. Von der auch in Lithauen vorkommenden Cuscuta minor ist der Autor 
Gilib. und von C. major Buxb. nach Boeber, C. monogyna Vahl ist auch aus 
dem Gouvernement Cherson bekannt, Heliotropium Europaeum L. von ebenda und 
Rumänien, H. Stevenianum Andrz. aus dem Gouvernement Ekaterinoslaw, H. sub- 
canescens Andrz. und H. Eichiualdi Steud. sind eine und dieselbe Pflanze, H. 
littorale Stev. erwähnt auch Czernajew, doch ohne nähere Angabe. Echium 
violaceum L. ist eine verschollene Pflanze oder doch E. plantagineum Koch und 
E. Italicum der russischen Autoren grösstentheils E. altissimum Jacq., bereits 
für die Krim angegeben, Nonnea lutea Rchb. kommt auch im Gouvernement 
Cherson vor, ebenso Symphytum Tanaicense Stev. auch im Kiewer Studienbezirke 



68 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



und am unteren Don, S, peregrinmn Ledeb., bekannt aus Podolien, fehlt, 
S. tuberosum L. ist eher -S'. foliosum Eehmann, über welches die Acten lange 
noch nicht geschlossen sind, S. Tauricum Willd. ist auch aus den Gouvernements 
Charkow und Cherson bekannt, Anchusa stylosa MB. auch aus Bessarabien, A» 
Sj^runeri Boiss. oder Ä. stylosa ß. major DC, für das Gouvernement Cherson 
verzeichnet, fehlt. Lycopsis orientalis L. wird auch für das Gouvernement Ekate- 
rinoslaw und die Krim angegeben. Onosma echioides L. ist eine CoUectivspecies, 
0. setosum Ledeb. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne nähere Angabe, 0. 
arenarium W. K. soll auch im Gouvernement Charkow vorkommen, 0. tinc- 
torium, MB. kommt ebenda und im Gouvernement Cherson vor, doch bedarf die 
ganze Gattung einer eingehenden Eevision, Pulmonaria angustifolia L. und P. 
azurea Bess. sind eine und dieselbe Pflanze. Myosotis caespitosa Fr. Schulz und 
M. Ungulata Lehm, sind identisch, M. sparsiflora Mill. wird auch für Lithauen 
angegeben, 31, variahilis Angelis, angeblich im Kiewer Studienbezirke, fehlt, 
M. hispida Schlechtdl. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, ebenso 
M. versicolor Sm. im Kiewer Studienbezirke und in Lithauen, Echinospermum 
harhatum Lehm, und E. marginatum Lehm, im Gouvernement Ekaterinoslaw, 
Cynoglossum pictum Ait. ebenda und in der Krim, Omphalodes scorpioides 
Schrank im Gouvernement Charkow. Rindera umbellata Bth. et Hook, und B. 
tetraspis Pall. finde ich nirgends für den Kiewer Studienbezirk verzeichnet, Sola- 
num miniatum Bernh., bekannt aus dem Kiewer Studienbezirke und dem 
Gouvernement Cherson, sowie S. humile Bernh. aus dem genannten Bezirke, 
fehlen, wiewohl gleichwerthig als S. villosum Lam. Nicandra physaloides Gaertn. 
wird für das Gouvernement Charkow und den Kiewer Studienbezirk angegeben, 
Atropa Belladonna L. auch für das Don-Gebiet und das Gouvernement Ekate- 
rinoslaw, Lycium harbarum L. für das Gouvernement Charkow, Verbascum 
phlomoides L. für die Gouvernements Charkow und Cherson, V. pyramidatum MB. 
und F. nigrum L. für den Kiewer Studienbezirk, F. collinum Schrad. für das 
Gouvernement Mohylew, F. rubiginosum der russischen Autoren, nicht W. K., soll 
F. orientali X phoeniceum Schmalh., nicht Reichardt sein, das auch für Polen 
angegeben wird, während das aus der Krim bekannte V, spectahile MB. fehlt. 
Linaria odora Chav. kommt gleichfalls in Lithauen vor, L. Italica Trevir. auch 
im Gouvernement Charkow, L. arvensis Desf. im Kiewer Studienbezirke, L. 
cretacea Fisch, im Gouvernement Woronez, L. minor Desf. und Scrophularia 
vernalis L. im Gouvernement Charkow, Sc, peregrina L., von Czernaj ew ohne 
näheren Standort angeführt, fehlt, Sc. Scopolii Hoppe kommt auch im Gouver- 
nement Cherson vor, dass Sc. aquatica L. hier neben der auch aus Lithauen be- 
kannten Sc. alata Gilib. vorkommen soll, ist höchst unwahrscheinlich. Sc. ru- 
pestris MB. kommt auch im Gouvernement Ekaterinoslaw vor. Sc. cretacea Fisch, 
im Gouvernement Woronez, Vandellia pyxidaria Maxim, im Gouvernement Char- 
kow, Digitalis grandiflora All. im Kiewer Studienbezirke, während D. lutea L. 
in Galizien, im Gouvernement Minsk und in Rumänien sicher nicht vorkommt. 
Veronica spicata L. wird auch für Lithauen angegeben, V, aquatica Bernh. 
aus dem Kiewer Studienbezirke und V, anagallioides Guss., von ebenda, den 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



69 



Gouvernements Orel, Cherson und Bessarabien bekannt, fehlen, F. orientaUs Mill. 
wird auch für die Gouvernements Bessarabien und Cherson, V. iwlita Fries für 
(las Gouvernement Kursk verzeichnet, V. Persica Poir. und V. hederifolia L. für 
Lithauen, letztere erwähnt auch Czernajcw. doch ohne nähere Angabe, während 
die für die Krim angegebene V. umhi'osa MB. fehlt, ebenso die nus Polen be- 
kannte Euphrasia coevulea Tausch. Uhlnanthus Alectorolophus Poll., 
bekannt aus Lithauen, Bessarabien, dem Kiewer Studienbezirke, den Gouverne- 
ments Kursk und Cherson, fehlt, ebenso der in Polen gefundene Rh, angusti- 
folhis Gmel., Pedicularis sylvatica L. kommt auch in Lithauen, Weissrussland, 
d. i. im Gouvernement Mohylew vor, jP. campestris Griseb. et Schenk, im Be- 
reiche des Steppengebietes, wurde mit P. comosa L. verwechselt, P. Sceptrum 
CaroUtwm L. kommt auch im Gouvernement Woronez vor. Melmnpyrum 
barhatum W. K., für das Gouvernement Cherson angegeben, fehlt. Orobanchc 
coerulea Yill. wird auch für das Gouvernement Cherson angegeben, 0. arenaria 
Borkh. auch für das Gouvernement Orel und das Don-Gebiet, Or'ohanche 
cftesia Rchb. ß. 1. borealis G. Beck, bekannt aus dem Gouvernement Ekate- 
rinoslaw und dem Dougebiete, fehlt, ebenso O. 3IutelU F. W. Schultz aus dem 
Gouvernement Cherson, O. gracilis Sm. aus Bessarabien und O. antirrhiiia 
Reut, aus dem Kiewer Studienbezirke, 0. pallidiflora Wimm, et Grab, finde ich 
nicht für den genannten Bezirk angegeben, wohl aber 0. elatior Sutt., 0. Libano- 
tidis Rupr. auch für das Gouvernement Charkow und das Land der donischen 
Kosaken, 0. cernua Loeffl. finde ich nicht für den Kiewer Studieubezirk ange- 
geben, dagegen 0. concolor Duby und 0. röbusta Alb. Dietr., eine verästelte 
Form der 0. arenaria Borkh. Der Autor von Verhena supina, welche auch im 
Don-Gebiete vorkommt, ist L, und nicht MB. Mentha viridis L. wird auch für 
das Gouvernement Cherson angegeben, M. pratensis Sole für das Gouvernement 
Woronez, M, micrantha Fisch., bekannt aus dem Don-Gebiete und dem Gou- 
vernement Cherson, fehlt, ebenso M. rotuudifolia L., für Lithauen und Ori- 
gfimim hirtum Vogel ß. humile Bth. = 0. parviflorum d'ürv., für das Gou- 
vernement Cherson verzeichnet. Satureja hortensis L. finde ich nirgends als spontan 
für den Kiewer Studienbezirk angegeben, während S. montana L. bloss aus dem 
Gouvernement Ekaterinoslaw bekannt ist. Hyssopiis ofßcinalis L. kommt auch 
im Gouvernement Woronez vor, ebenso TJujmus Serpyllum L. y. Marschallianus 
(Willd.) auch im Gouvernement Orel und ö. odoratissimus (MB.) im Don-Gebiete, 
während e. villosus Ledeb., für den Kiewer Studienbezirk verzeichnet, fehlt, 
Th, Pannonicus All., für ebenda und das Gouvernement Charkow, T7i,.inon- 
tamis W. K. und 27«. collinus MB., für den genannten Bezirk angegeben, 
fehlen, während Calamintha alpina, bekannt aus dem Gouvernement Ekaterinoslaw 
und vom Verfasser ostentativ ausgelassen, nicht die echte Pflanze dieses Namens, 
sondern C, Hungariea Simonk. in Termeszetr. füz., X, p. 182 = G. rotundi- 
folia Bth. quoad pl. hung. ist. I^lvia Sclarea L. finde ich für das Gouverne- 
ment Ekaterinoslaw und nicht für das Don-Gebiet verzeichnet, S. glutinosa L. 
auch für das Don-Gebiet, S. betonicaefolia Ettl. und S. pendula Vahl sind zwei 
verschiedene Pflanzen; während die erstgenannte im Kiewer Studienbezirke, den 



70 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



Gouvernements Charkow, Ekaterinoslaw und Cherson, in Bessarabien und Eumä- 
nien vorkommt, dürfte die letztere hingegen hier fehlen. Ziziphora capitata L. 
finde ich für das Gouvernement Ekaterinoslav^r und nicht für das Don-Gebiet an- 
gegeben. Nepeta Nepetella L. soll auch im Kiewer Studienbezirke und im Gou- 
vernement Ekaterinoslaw vorkommen, doch bezweifle ich die Richtigkeit dieser 
Angaben, N. Ucranica L. finde ich auch für das Don-Gebiet angegeben. Gle-- 
eJioma hirsuta W. K., bekannt aus dem Kiewer Studienbezirke, dem Don- 
Gebiete, den Gouvernements Ekaterinoslaw, Cherson und Bessarabien, fehlt. 
Brunella alba Fall, kommt auch in Lithauen und dem Gouvernement Charkow 
vor, Scutellaria alpina L. ß. lupulina Bth. im Don-Gebiete, S. orientalis L. im 
Gouvernement Ekaterinoslaw und Sideritis montana L. im Gouvernement Mohy- 
lew, MarruMum praecooc Janka, bekannt aus Rumänien und Bessarabien, 
fehlt. Molucella laevis L. fand Rehmann cultivirt auch im Gouvernement 
Cherson. Betonica grandiflora Steph., bekannt aus dem Don-Gebiete, fehlt. 
Stachys lanata Jacq. ist auch für den Kiewer Studienbezirk verzeichnet, St. Ger- 
manica L. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, St. arvensis L. wird von 
ebenda angegeben, Lamium maculatum L. für Lithauen, Leonurus glaucescens 
Bge. besteht aus der typischen Pflanze und L, campestris Andrz., welch letztere 
im Kiewer Studienbezirke, in den Gouvernements Cherson und Ekaterinoslaw 
vorkommt, wohin noch der aus dem Don-Gebiete und Lithauen bekannte und bei 
Czernajew ohne nähere Angabe figurirende L. Tataricus gehören dürfte. Teu- 
crium Chamaedrys L. kommt auch in Lithauen vor, T. Scorodonia L., bekannt 
aus Polen, Galizien und Schlesien, fehlt. Ajuga pyramidalis L. wird auch für 
das Gouvernement Woronez angegeben. Glohularia vulgaris L., für Lithauen 
verzeichnet, in Rumänien ganz bestimmt vorkommend und in Ostgalizien hart an 
der russischen Grenze angegeben, fehlt. Statice Besseriana R. et Sch. kommt 
auch in Bessarabien und dem Gouvernement Cherson vor, St. Gmelini Willd. 
c) parviflora Schmalh. auch .im Kiewer Studienbezirke, St. scoparia Pall. und 
St. tomentella Boiss. erwähnt auch Czernajew, doch ohne nähere Angabe, St. 
intermedia Czern. kommt nach dem Autor selbst in der südlichen Ukraine, wo- 
mit das Gouvernement Ekaterinoslaw gemeint ist, vor, St. alutacea Stev. auch 
im Kiewer Studienbezirke, St. Meyeri Boiss. figurirt auch bei Czernajew, doch 
ohne nähere Angabe. Armeria vulgaris Willd. kommt in Lithauen, aber keines- 
wegs im Kiewer Studienbezirke vor. Plantago tenuiflora W. K. finde ich auch 
für Lithauen und bei Czernajew ohne näheren Standort verzeichnet, P. Cor- 
nuti Gouan für die Nordküste des Schwarzen Meeres, mithin für die Gouverne- 
ments Cherson und Bessarabien, P. maxima Juss. für die Gouvernements Charkow 
und Woronez, sowie das Don-Gebiet, P. maritima L. für Lithauen, Ämarantus 
Blitum L. für das Gouvernement Charkow, Ä. prostratus Balb. für das Gou- 
vernement Mohylew, Ä. divaricatus Andrz. ist ein Linde mann (Prodr. flor. 
chers., p. 185) entnommener Schreibfehler für Chenopodium divaricatum Andrz., 
A, defiexus L., für das Gouvernement Charkow angegeben, fehlt, A, viridis L. 
vermuthe ich nicht ohne Grund im Kiewer Studienbezirke. Polycnemum ar- 
vense L. findet sich auch für das Don-Gebiet verzeichnet, Beta maritima L. für 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



71 



Bessarabien, B. trigijna W. K. und Teloxys aristata Moq. für das Gouvernement 
Ekaterinoslaw, Chenopodium Vnlvaria L. für Lithauen und das Gouvernement 
Charkow, Ch. ticifoUiim Sm. für das Gouvernement Ekaterinoslaw, Ch. oimli- 
folium Schrad. für das Gouvernement Charkow und den Kiewer Studienbezirk, 
Ch. amhrosioides L. für den genannten Bezirk und von Czernajew ohne Stand- 
ort angeführt, Ch. foetidiim Schrad. vom oben erwähnten Bezirke. Blitum 
chenopodioides Bess. ist schon nach dessen eigener Berichtigung (Suppl. au Cat. 
du jard. bot. a Krzem., 1812, p. 36) Chenopodium rubrum L. Atriplex nitens 
Rebent. und A. littorale L. werden auch für Lithauen, letzteres überdies für 
die Gouvernements Woronez und Cherson angegeben, A. latifolium Whlnbrg. 
(nicht L.) auch für den Kiewer Studienbezirk, während A. hastata L. höchstens 
im Norden vorkommen dürfte, A. Tataricum L. für das Gouvernement Charkow, 
den Kiewer Studienbezirk und Galizien. Camphorosma annua Pall. ist synonym 
mit der auch im Gouvernement Ekaterinoslaw vorkommenden C. ovata W. K., 
Echinopsilon hyssopifoliiis Moq. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, 
E. sedoides Moq. ebenda, C. hirsutus Moq. im Don-Gebiete und im Gouverne- 
ment Ekaterinoslaw, Agriophyllum arenarium MB. im Don-Gebiete, Corispermum 
hyssopifolium Juss. im Gouvernement Charkow, C. intermedium, Schweigg. in 
Lithauen, C. nitidum Kit. im Gouvernement Charkow und in Rumänien. Suaeda 
baccifera Fall., aus dem Gouvernement Ekaterinoslaw bekannt, fehlt, Salsola 
Kali L. wird für die baltischen Provinzen und Lithauen, S. tamariscina Pall. und 
die fehlende S. ericoides MB., sowie Bumex ohtusifolius L. für das Gouver- 
nement Charkow angegeben, B. palustris Sm. für Polen, B. cristatus Wallr. für 
den Kiewer Studienbezirk, B. conglomeratus Murr, für Polen, B. nemorosus 
Schrad., beziehungsweise It, sangimieus L., angegeben für Polen, Lithauen, 
den Kiewer Studienbezirk, die Gouvernements Charkow und Cherson, fehlt, B. 
stenophyllus Ledeb. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, B. domesticus 
Hartm. in Lithauen und dem Gouvernement Mohylew, B. Hydrolapathum Huds. 
im Gouvernement Charkow, B. Patientia L. im Gouvernement Charkow, B. 
maximiis Schreb. in Polen und im Gouvernement Charkow, B. confertus Willd. 
im Gouvernement Charkow, R, cordifolius Hornem. ebenda, doch fehlend, 
B. haplorrhizus Czern. ebenda und im Kiewer Studienbezirke, Atraphaxis spi- 
' nosa L. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne nähere Angabe. Polygonum 
mite Schrnk. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, P. arenarium W. K. 
im Don-Gebiete und in Lithauen, P. acetosum MB. im Gouvernement Cherson 
und nicht im Kiewer Studienbezirke. Thesium intermedium Schrad. gibt auch 
Czernajew ohne Standort an, Th, montaniiin Ehrh., bekannt aus Polen, 
fehlt, ebenso Th, pratetise Ehrh. aus dem Kiewer Studienbezirke. Dajyhne 
Altaica Pall., von Czernajew ohne näheren Standort angeführt, fehlt, doch 
ist eine Verwechselung mit der folgenden nicht ausgeschlossen, D. Sophia Kale- 
nicz, auch im Gouvernement Charkow vorkommend, dürfte mit der nicht er- 
wähnten D, Caucasica Pall., von welcher Meissner ukrainische Exemplare 
gesehen, zusammenfallen, B. Cneorum L. überdies in Polen, Euphorbia helio- 
scopia L. wird auch von Czernajew ohne Standort angeführt, E. epithymoides 

Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. L 



Versammlung am 1. Juli 1891, 



Jacq. für Polen, E. micrantha Steph. fehlt nicht im Gouvernement Ekaterinos- 
law und in der Krim, während JE, verrucosa Jacq., für Bessarabien verzeichnet, 
übergangen wird, E. falcata L. auch für Polen und das Gouvernement Ekate- 
rinoslaw (hier als ß. acuminata Ledeb.), E. Peplus L. für das Gouvernement 
Mohylew, E. tenuifoUa Auct. ross., non Lam. und E. leptodada Boiss. bedeuten 
eine und dieselbe Pflanze, welche auch im Don-Gebiete als E. praecox Fisch, 
auftritt, E, Lathyris L., im Kiewer Studienbezirke cultivirt, fehlt, E. Sareptana 
Beck kommt auch im Lande der donischen Kosaken, doch als ß. Tanaitica Pa- 
czoski vor, E. glareosa Pall. ist nicht identisch mit E. Nicaeensis All., E. saxa- 
tilis MB. und E. petrophila C. A, Mey. sind eine und dieselbe Pflanze, bisher 
bloss aus dem Gouvernement Charkow, der Krim und Eumänien, doch nicht aus 
dem Gouvernement Ekaterinoslaw bekannt, E. salicifolia Host auch aus Lithauen, 
ebenso E. agraria MB. aus dem Gouvernement Ekaterinoslaw, Mercurialis an- 
nua L. auch aus Lithauen, Querctis Thomasii Ten., im Gouvernement Kiew 
vorkommend, fehlt, Salix undulata (triandra X alba) Ehrh. ist auch für den 
Kiewer Studienbezirk verzeichnet, S. cuspidata (pentandra X fragilis) Fr. Schultz 
für ebenda und Lithauen und S. Busseliana (fragilis X alba) Sm. für den genannten 
Bezirk, S. daphnoides YSll. ist bloss aus dem Gouvernement Mohylew bekannt, 
während alle übrigen Angaben sich auf die mit derselben identificirte S. acuti- 
folia Willd. beziehen, S. myrtilloides L. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne 
nähere Angabe, S. ambigua (aurita X repens) Ehrh. ist auch für Lithauen ver- 
zeichnet, S. phylicifolia L. wird auch für das Gouvernement Kursk angegeben, 
S, lattrina ( Caprea X phylicifolia) Sm., für ebenda und Lithauen angegeben, 
fehlt, ebenso S» (lasyclados Wimm., für Polen und Galizien und S, aurita X 
livida y^imm., für Lithauen verzeichnet. S. Lßpponum L. erwähnt auch Czerna- 
jew, doch ohne nähere Angabe, S* versifolia (Lapponum X myrtilloides) 
Whlnbrg., bekannt aus Lithauen, fehlt, Populus canescens Sm. wird auch für das 
Gouvernement Ekaterinoslaw angegeben. Aus der Gattung Urtica werden nur 
U. piluUfera L., TJ. dioica L. und U. urens L. als Arten anerkannt. Celtis 
australis L. ist im Gouvernement Cherson nicht spontan, während die aus der 
Krim bekannte C. Toiimefortii Lam. fehlt. Uhnus glabra Mill. figurirt auch 
bei Czernajew, doch ohne nähere Angabe, U. pumila Pall. kommt auch im 
Kiewer Studienbezirke vor, ebenso U. siiberosa Ehrh. im Gouvernement Orel und 
U. montana Wither. im Gouvernement Charkow und im Kiewer Studienbezirke. 
Neben Betula alba L. nennt der Verfasser auch B. verrucosa Ehrh., auf die sich 
auch die meisten Angaben beziehen düften, B. pubescens Ehrh. erwähnt auch 
Czernajew, doch ohne nähere Angabe, B. nana L. und Myrica Gale L. kom- 
men auch in Lithauen vor, Typha Laxmanni Lepech = T. stenophylla Fisch, 
et Mey. auch im Gouvernement Cherson, T, minima Funk, für das Land der 
donischen Kosaken angegeben, fehlt, 2\ pendula A. F. C. v. Fischer (nomen solum) 
ist T. elata Boreau, d. i. eine Varietät von T. latifolia L., Sparganium mini- 
mum Fr. wird auch für Lithauen und das Gouvernement Charkow angegeben, 
S. angustifolium Mchx. für Lithauen, S, emersum Rehm., aus dem Kiewer 
Studienbezirke beschrieben, fehlt, das auf S. 122 genannte S. affine Schnieb. 



Vorsammlimg am 1. Juli 1801. 



73 



wioderhült sich auf S. 120. Aiiini BesseHanum Schott, für den Kiewer 
Studienbezirk angegeben, fehlt, Ä. Orientale des Don-Gebietes, der Gouvernements 
Cherson und Ekaterinoslaw dürfte eher hieher gehören. Najas minor All. kommt 
auch in Lithauen vor, N. intermedia Wolfg. finde ich nirgends für den Kiewer 
Studienbezirk und Polen angegeben, Huppia spiralis Dumort. kommt auch in 
Lithauen vor, ebenso Zostera marina L. im Gouvernement Ekaterinoslaw, Zanni- 
chellia palustris L. in Lithauen und im Gouvernement Charkow, Fotamogeton poly- 
gonifolius Pourr. (non lieich.) auch in Polen, überdies von Czernajew erwähnt, 
doch ohne nähei-e Angabe, P. rigidus Wolfg. kommt auch im Kiewer Studienbezirke 
vor, P. heteropliylliis Schreb. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne nähere 
Angabe, P. nitens Web., P. acuminatus Schum., P. longifoUus Gay und P. salici- 
folius Wolfg. kommen auch in Lithauen vor, ersterer überdies in Polen, P. de- 
cipiens Nolte in Polen, ebenso P. compressus L. im Gouvernement Charkow, 
P. zosteraefoliiis Schum. in Lithauen, P. ohtusifolius M. K. und P. trichoides 
Chmss. et Schicht dl. auch im Gouvernement CharkoAV, letzterer überdies in Polen, 
ebenso P. densus L. in Lithauen, Älisma iKirnassifolium L. im Gouvernement 
Charkow, A. natans L. und Microstylis diphyllos Lindl, gleichfalls im Kiewer 
Studienbezirke, ersteres auch in Polen, Elodea Canadensis Rieh, et Mchx. auch 
in den baltischen Provinzen, daselbst zuerst von Lapczyri ski gefunden, Malaxis 
paludosa Sw. in Lithauen und dem Gouvernement Charkow, Liparis Loeselii 
Rieh, in Lithauen. Orchis mascula L. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne 
nähere Angabe, 0. laxiflora Lam., 0. coriopliora L. und 0. Morio L. kommen 
auch im Gouvernement Charkow vor, erstere auch in der Krim, O. punctu- 
lata Stev. und O. commtitata Tod., eine südliche Race der 0. tridentata 
Scop. = 0. variegata All., bekannt aus der Krim, sowie O. longicornu Poir., 
angeblich in Südrussland, fehlen. Gymnadenia cucullata Rieh, wird auch von 
Czernajew ohne näheren Standort erwähnt, Aceras hircina Lindl, ist auch aus 
Rumänien bekannt, Cephalanthera pallens Rieh, aus dem Gouvernement Char- 
koAv, C. rubra Rieh, erwähnt auch Czernajew, doch ohne nähere Angabe, 
Listera cordata R. Br. kommt auch in Lithauen vor, ebenso Neottia Nidus avis 
Rieh,, Epipactis atrorubens Schult, und E. latifoUa All. ebenda, Cypripedium 
macrantlium Sw. im Gouvernement Mohylew, C. ventricosum Sw, im Kiewer 
Studienbezirke, Iris graminea L, ebenda, doch nicht 1. tenuifolia Pall., I. are- 
naria W, K. auch im Gouvernement Charkow, I. aequiloha Ledeb. im Gouverne- 
ment Ekaterinoslaw, 1. Hungarica W, K, in Bessarabien und dem Gouvernement 
Charkow, während I. Germanica der russischen Autoren hieher gehören dürfte. 
Gladiolus communis ist, weil ein Gemisch von G. imhricatus L. und G. palustris 
Gaud., einfach zu streichen, G. palustris finde ich für Lithauen und das Gou- 
vernement Mohylew, aber nicht für den Kiewer Studienbezirk angegeben, Crocus 
Heuffelianus Herb, auch für Galizien, C. Susianus Ker, für das Gouvernement 
Cherson, Polygonatum verticillatum All. für Lithauen, Tulipa Gesneriana L. für 
das Gouvernement Charkow, aber nicht für den Kiewer Studienbezirk, T. Bieber- 
steiniana Schult, führt auch Czernajew ohne näheren Standort an, T. hiflora L, 
kommt im Gouvernement Ekaterinoslaw, aber nicht im Kiewer Studienbezirke 



74 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



vor, ebenso T. Altaica Pall. im Don-Gebiete, aber nicht im Gouvernement Ekate- 
rinoslaw, T. Celsimia Red. und T. suaveolens Roth., bekannt aus dem Don- 
Gebiete, fehlen. Galanthus nivalis L. kommt auch in Lithauen vor, Gagea 
stenopetala Rchb. kommt auch im Gouvernement Kiew und in Lithauen vor, 
G. minima Schult, im Gouvernement Charkov^, G. spathacea Schult, im Gou- 
vernement Cherson, G. arvensis Schult, in Lithauen, G. Bohemica ist eher die 
auch in der Dobrudscha vorkommende G. saxatilis Koch, G. eruhescens Bess. 
wird auch für das Gouvernement Charkow angegeben, Fritillaria minor Ledeb. auch 
für das Gouvernement Charkow, Muscari ciliatum Gawl. für den Kiewer Studien- 
bezirk, M. racemosum Mill. auch für das Gouvernement Woronez, M. pallens 
Auct., non Fisch., ist der auf S. 132 erwähnte Hyacinthus leucophaeus Stev., 
M. tenuißorum Tausch, ist auch aus dem Gouvernement Cherson und der Krim 
bekannt, M. comosum Mill. aus der Krim, während das von da beschriebene 31, 
fuliffinosum Freyn (= Hyacinthus fuliginosus Pall.?) fehlt, Scilla hifolia h. 
aus dem Gouvernement Charkow, Ornithogalum Narhonense L. aus dem Gou- 
vernement Ekaterinoslaw und dem Lande der donisehen Kosaken, 0. nutans L. 
im Gouvernement Charkow und am Baltischen Meere, doch dürfte damit das 
für Rumänien und Galizien angegebene 0. chloranthum Saut, gemeint sein, 0. 
Gussonii Ten. auch im Kiewer Studienbezirke und im Gouvernement Cherson, 
während 0. refractum W. K., weil von Besser als 0. fimhriatum Yerschickt, in 
Russland gewiss zu gewärtigen ist! Ällium Scorodoprasiim L. gibt auchCzerna- 
jew ohne näheren Standort an, Ä. margaritaceum Sibth. et Sm. kommt auch 
im Don-Gebiete, A. Ämpeloprasum L. auch im Kiewer Studienbezirke und in 
Bessarabien vor, doch dürfte eine Verwechslung mit der gleichnamigen Pflanze 
Wal dst eins und KitaibeTs, d. i. der Varietät von Ä. rotundum L., unterlaufen 
sein, Ä. ammophilum Bess. auch im Gouvernement Charkow, doch ist das hieher 
gezogene A. albidum Fisch, eine ganz andere und allem Anscheine nach im euro- 
päischen Russland fehlende Pflanze, A. oleraceum L. im Gouvernement Charkow, 
A, ochroleucmn W. K., im Gouvernement Kursk angegeben, fehlt, A. gloho- 
sum MB., identisch mit dem auf S. 134 erwähnten A. Steveni Willd., kommt 
auch im Gouvernement Cherson vor, A. strictum Schrad. im Gouvernement 
Charkow, A. fallax Don im Gouvernement Cherson, A. ursinum L. im Gou- 
vernement Charkow, Anthericum Liliago L. in Lithauen, Asparagus trichophyllus 
Bge. im Gouvernement Ekaterinoslaw, A. maritimus Pall. finde ich nirgends für 
den Kiewer Studienbezirk angegeben. Neben Bulbocodium Buthenicum Bge. 
figurirt auch B. Vernum L., was jedenfalls eine Inconsequenz involvirt, da ent- 
weder das erstere mit dem letzteren zusammenfällt, oder, wenn dies nicht zuge- 
geben wird, letzteres zu streichen ist. Narthecium ossifragum. Huds. kommt auch 
in Lithauen vor, während die galizische Pflanze Tofieldia calyculata Whlnbrg. 
ß. glacialis Thomas ist, was Uechtritz bereits vermuthet hat. Liizula silvatica 
Gaud. finde ich auch für das Gouvernement Charkow angegeben, Jtmcus 
Leersii für Lithauen, doch beim Verfasser fehlend, J. glaiicus Ehrh. für das 
Gouvernement Charkow, /. alpinus Auct., non Vill. und fuscoater Schreb., 
eine und dieselbe Pflanze, auch im Gouvernement Charkow, /. atratus Krock, 



Versauimluug am 1. Juli 185tl. 



75 



ebenda, J. maritimus Lam. am Baltischen und Schwarzen Meere, aber nicht im 
Kiewer Studienbezirke, /. sulvaticus Reichard (nicht Rchb.) auch im Gouverne- 
ment Woronez, J. supimis Moench im Gouvernement Mohylew, doch nicht im 
Kiewer Studienbezirke, für den triglumis L. ebenso wenig verzeichnet ist, J. 
capitatus Weig. und /. Tenageia Ehrh. erwähnt auch Czernajew, doch ohne 
näheren Standort, letzterer, zu dem Verfasser mit Unrecht /. sphaerocarpus Nees 
zieht, kommt auch in Polen und Lithauen vor, J. ranarius Perr. et Song, auch 
in Polen, /. stygms L. in Lithauen, doch nicht im Kiewer Studienbezirke, /. 
ühtusiflorus Ehrh. ist zweifelhaft für Russland überhaupt, J. Balticus Deth. wird 
auch für Lithauen angegeben. Cyiieriis imicronatiis Rottb., von Czernajew 
ohne näheren Staijdort verzeichnet, fehlt, C. Pannonicus Jacq. ist auch für den 
Kiewer Studienbezirk, das Gouvernement Charkow und Rumänien nachgewiesen, 
C. glomeratus L. für das Don-Gebiet, C, aiistralis Schrad. für Bessarabien, 
fehlt jedoch beim Verfasser, Heleocharis uniglumis Link und H. multicaulis Dietr. 
für den Kiewer Studienbezirk, letztere figurirt auch bei Czernajew, doch ohne 
nähere Angabe, Scirpus pauciflorus Lightf. kommt auch in Lithauen und im 
Gouvernement Charkow vor, S. triqiieter L. im Kiewer Studienbezirke, S. Ta- 
bernaemontani Gmel. in Lithauen und dem Gouvernement Charkow, S. Diivalii 
Hoppe in Lithauen, doch fehlend, Eriophorum cdpinum L. ebenda, aber nicht 
im Kiewer Studienbezirke, E. angiistifoUum Roth, E. latifoUum Hoppe und E. 
gracile Koch im Gouvernement Charkow, während das aus dem Gouvernement 
Kursk beschriebene E, Hoefftii Nyl. fehlt, Isolepis setacea R. Br. kommt auch 
in Lithauen vor, I. hamulosa Kth. figurirt auch bei Czernajew, doch ohne 
nähere Angabe. BhyncJiospora alba Vahl kommt auch im Gouvernement Charkow 
vor, Rh. fiisca R. et Sch. ebenda, aber nicht im Kiewer Studienbezirke, Chaeto- 
spora nigricans Kth. in Galizien und Rumänien, Ch. ferruginea Rchb. in Lithauen 
und dem Gouvernement Charkow, Bhjsmus compressus Panz. in Lithauen, B. 
rufus Link ebenda, aber nicht im Kiewer Studienbezirke, Cladium Mariscus R. Br. 
in Lithauen und dem Gouvernement Mohylew, während es Czernajew ohne 
näheren Standort anführt. Carex dioica L. in Lithauen, C. pulicaris L. und C. 
stenophylla Whlnbrg. finde ich nicht für den Kiewer Studienbezirk angegeben, 
C. cJwrdorrhiza Ehrh. kommt auch in Lithauen vor, C. disticha Huds. und C. 
arenaria L. sind aus dem Gouvernement Charkow bekannt, letztere auch aus 
Rumänien, ebenso C. Ligerica Gay auch aus dem Gouvernement Cherson, C. gracilis 
Schk. aus Lithauen, C. loliacea Whlnbrg. von ebenda, doch nicht aus dem Kiewer 
Studienbezirke, C. remota L. und C. pediformis C. A. Mey. aus dem Gouverne- 
ment Charkow, erstere überdies aus der Krim, letztere auch aus Galizien, C. 
Buxbaumii Whlnbrg. und C. digitata L. aus Lithauen, C. panicea L. aus dem 
Gouvernement Woronez, C. brevicolUs DC. aus dem Gouvernement Charkow, C. 
capillaris L. kommt in Bessarabien gewiss nicht vor, C. sylvatica Huds. und C. 
distans L. werden auch für das Gouvernement Charkow angegeben^ C. fulva 
Good. auch für Lithauen, C. diluta MB. erwähnt auch Czernajew, doch ohne 
näheren Standort, C. hordeiformis des Verfassers umfasst zwei Arten : C. hordei- 
sticJios Vill. und C. secalina Whhibrg., doch kann ich in Ermangelung von Beleg- 



76 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



Exemi^laren über deren Verbreitung nichts Bestimmtes sagen, C. verna Vill. kommt 
gleichfalls in der Krim vor, C. tomentosa L. und G. pilulifera L. finde ich auch 
für Lithauen verzeichnet, ebenso C. glohularis L. und C. supina Whlnbrg. für 
das Gouvernement Charkow, C. nitida Host für den Kiewer Studienbezirk, C. 
glauca Scop. für die Krim, G. irrigua Sm. für Polen, G. acuta L. für das Gou- 
vernement Cherson, G. ortliostachys des Gouvernements Charkow, folgerichtig 
auch die des Gouvernements Orel, ist die fehlende C. Siegertiana Uechtr. 
ß. (flabra Uechtr., welche auch für den Kiewer Studienbezirk angegeben wird, 
und nicht C. A. Meyer 's Pflanze, G. riparia Curt. kommt auch in Lithauen vor, 
G. fdiformis L. im Gouvernement Charkow, G. alba Scop. auch in Lithauen, was 
ich jedoch bezweifle, C. divisa Huds. ebenda, G. elongata L. jn Polen, G. jun- 
cella Fr. und G. Oederi Ehrh. im Kiewer Studienbezirke, letztere auch in Lithauen 
und von Czernajew ohne näheren Standort erwähnt, G. longifolia Host und 
die später folgende G. polyrrliiza Wallr., eine und dieselbe Pflanze bezeichnend, 
auch im Gouvernement Orel, G. maxima Scop. in der Krim, G. prolixa Fr. und 
G. tricostata Fr. im Kiewer Studienbezirke, C. axillaris Good., bekannt aus 
Lithauen, und C Boemiingliauseniana Weihe für Polen, fehlen, und werden 
zum Ueberflusse die bereits erwähnten G. Drejeri 0. F. Lang (nicht Lange), G. 
SchJcuJirii Willd., G. vaginata Tausch und G. verna Vill. neuerdings vorgeführt. 
Nardus stricta L. kommt auch im Gouvernement Charkow vor, ebenso Hordeum 
murinum L. in Lithauen, während die aus der Krim bekannten H, lejjorinum 
Link, H, bulbosum L. und II, maritimmn Wither., oder richtiger H. Gus- 
soneanum Pari., fehlen. H. secalinum Schreb. im Gouvernement Charkow, Ely- 
mus arenarius L. in Lithauen, E. sahulosus MB. nenntauch Czernajew, doch 
ohne näheren Standort, während ich ihn nirgends für den Kiewer Studienbezirk 
verzeichnet finde, Seeale fragile MB. ist auch aus dem Gouvernement Charkow 
bekannt, Triticum prostratum L. und T. Sibiricum Willd. werden mit Unrecht 
für den Kiewer Studienbezirk verzeichnet, T. desertorum Fisch, wird auch für das 
Gouvernement Charkow angegeben, T. caesium Presl ist auch im Gouvernement 
Cherson zu Hause, ebenso T. elongatum Host im Don-Gebiete, T. dasyanthiim 
Ledeb. im Gouvernement Charkow, T. junceum L. im Kiewer Studienbezirke, den 
Gouvernements Woronez und Cherson, sowie in Bessarabien, T. villosum MB. auch 
in der Krim, Aegilops cylindrica Host auch für das Don-Gebiet und das Gou- 
vernement Ekaterinoslaw, während dieselbe im Kiewer Studienbezirke bisher Nie- 
mand gefunden hat. Lolimii Mavschalli Stev., für Podolien und 1, leptu- 
roides Boiss., für die Krim angegeben, fehlen, L. linicola Sond. und L. temu- 
lentum L. nennt auch Czernajew als selten, doch ohne näheren Standort, letzteres 
finde ich auch für Bessarabien angegeben, ebenso Brachypodium silvaticum E. et 
Sch. für die Gouvernements Charkow und Cherson, Cynosurus echinatus L., 
für Bessarabien und die Krim angegeben, fehlt, ebenso Festuca Myurus Ehrh. 
für Lithauen, die Krim und das Gouvernement Ekaterinoslaw, F, Valesiaca 
Schleich., F, vaginata Kit. und F, Fannonica Wulf., für den Kiewer Studien- 
bezirk verzeichnet, sowie F* ciliata Danth., für die Krim, wo auch die zweit- 
genannte vorkommt, und F» Taurica Kern., für das Gouvernement Cherson, 



Versammlung am 1. Juli 1891, 



77 



F. arenaria Osb. gleichfalls für Lithaiien, F. glaiica Schrad. auch für Polen, 
obigen Bezirk und das Gouvernement Charkow, F. lieterox)hylla Lam. wird 
auch für Bessarabien und Lithauen verzeichnet, F. sylvatica Vill. für Lithauen, 
F. Drymeja Mert. et Koch für den Kiewer Studienbezirk, während F, elatior X 
Lolium perentie, für Polen und Lithauen angegeben, fehlt, Bromiis sterilis L. 
für Lithauen, B. patulus W. K. für das Gouvernement Charkow, B. commutatus 
Schrad. und Poa Sndetica Haenke für Lithauen und das Gouvernement Charkow, 
letztere auch für Polen und P. serotina Ehrh. für Lithauen, Poa sterilis MB. 
und P. angustifolia L. für das Gouvernement Charkow, Eragrostis megastachya 
Link für den Kiewer Studienbezirk, E. Äegypiiaca Link, auch für das Gouverne- 
ment Ekaterinoslaw (Grun., Bull. Mose, XLV, i., p. 143) und den Kiewer Studien- 
bezirk (Rgl. in Act. hört. Petrop., VII, p. 622), fehlt bei Njman und K. Eichter, 
E, Purshii Schrad. kommt bei Warschau verwildert vor, Ätropis distans Griseb. 
für Lithauen, Ä. festucaeformis (Heynh.), später auch als Glyceria festucae- 
formis Heynh. figurirend, gleichfalls für das Gouvernement Cherson, Glyceria 
plicata Fr. für die Gouvernements Charkow und Orel, G. remota Fr. für Lithauen, 
die Gouvernements Charkow, Ekaterinoslaw und Cherson, Scolochloa festucacea 
Link für Lithauen und das Gouvernement Charkow, Molinia coerulea Moench 
für das Gouvernement Cherson, Melica viridißora Czernajew auch für das Gou- 
vernement Charkow, Koeleria cristata Pers. var. glauca (DC.) für das Don-Gebiet 
und var. major Koch für Lithauen und das Gouvernement Cherson, K. hrevis 
Stev. auch für Rumänien, während K. Valesiaca Gaud. auch Czernajew, doch 
ohne näheren Standort erwähnt, Hierochloa australis R. et Sch. für Bessarabien 
und Galizien, Sesleria coerulea Ard. in Lithauen, während die gleichnamige 
Pflanze aus dem Kiewer Studienbezirke, dem Gouvernement Charkow und dem 
Don-Gebiete die aus Galizien bekannte S* Heufleriaua Schur darstellt, Hol- 
cus lanatus L. für die Gouvernements Bessarabien und Cherson, H. mollis L. und 
Ärrhenatherum elatius Presl für das Gouvernement Cherson, ersteres auch für 
Lithauen und letzteres auch für die Gouvernements Charkow und Cherson, Ävena 
praecox P. B. im Kiewer Studienbezirke, A. dubia Leers und A. tenuis Moench 
bedeuten eine und dieselbe Pflanze, welche auch in Lithauen vorkommt, während 
die aus dem Gouvernement Orel und Galizien bekannte A» compressa Heufi". 
= A. pratensis L. ß. compressa Zing., sowie A, Ludovicemia Durieu, für 
die Krim verzeichnet, fehlen, dagegen sind A. desertorum Less. und A. Besseri 
Griseb., wie Janka vor Jahren dargethan, identisch. Aira Bottnica Whlnbrg. 
und A, media Gouan kommen auch in Lithauen vor, doch fehlt letztere, A. 
uliginosa Weihe auch in Polen, Calamagrostis Halleriana DC. in Lithauen und 
dem Kiewer Studienbezirke, C. phragmitoides Hartm. in Lithauen, C. laxa Host 
im Kiewer Studienbezirke, C. pseudophragmites Aschers. = C. litorea DC. für 
Galizien, Lithauen, den Kiewer Studienbezirk und das Gouvernement Cherson, 
C. acutiflora DC. im Gouvernement Woronez, C. varia P. B. in Lithauen, während 
C montana Host, bekannt von ebenda und Galizien, sowie O. Hostii Bess. 
aus Podolien fehlen, Psamma arenaria R. et Sch. aus Lithauen, den Gouverne- 
ments Charkow und Ekaterinoslaw, doch für den Kiewer Studienbezirk finde ich 



78 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



selbe nicht angegeben, P. Baltica R. et Sch. für Lithauen, Ägrostis alba L. auch 
für das Don-Gebiet, Ä. Biehersteiniana Claus, in Beitr. zur Pflanzenk. d. russ. 
Reiches, viii, (1851), S. 264 = Ä. trichoclada Griseb. ap. Ledeb., Fl. ross., IV 
(prelo commissum m, majo 1852), p. 439, für den Kiewer Studienbezirk, A. tenui- 
folia MB. für das Gouvernement Charkow, A. alba L. ß. gigantea Gaud., A. 
prorepens C. F. W. Mey., A. alpina Scop. und A. hispida Willd. für den Kiewer 
Studienbezirk, letztere überdies für Lithauen und das Gouvernement Orel, A. mari- 
tima Lam. für Lithauen, A. stolonifera L. für den genannten Bezirk und das 
Gouvernement Orel, A. varia Host für den Kiewer Studienbezirk, während A. 
striata Spr. auf A. stricta P. B. zurückzuführen ist, weil Spr. keine Agrostis- 
Art so benannt hat. Apera Spica venti P. B. ß. macilenta Czernajew, Consp., 
p. 75, ist zweifellos die für Russland noch nicht angegebene C. interrupta P. B. 
Milium holciforme Spr. kommt auch in Rumänien vor, Stipa Lessingiana Trin. 
et Rupr. im Kiewer Studienbezirke und Gouvernement Charkow, St. Grafiana 
Stev. im Kiewer Studienbezirke, den Gouvernements Cherson und Ekaterinoslaw, 
während die aus der Ukraine und dem Gouvernement Cherson bekannte St. 
Tirsa Stev. fehlt. Das für das Gouvernement Kursk angegebene Phleum Michelii 
All. ist nicht die echte Pflanze, sondern Ph. Boehmeri Wib. ß. ciliatum Griseb., 
von Gruner bereits für das Gouvernement Orel angegeben, Pli. arenarium L. 
ist auch aus Lithauen bekannt, doch nicht aus dem Kiewer Studienbezirke, Ph. 
asperum Vill. aus dem Gouvernement Cherson, Crypsis phalaroides MB. aus dem 
Kiewer Studienbezirke und dem Gouvernement Cherson, Alopeeurus Buthenicus 
Weinm. aus dem Gouvernement Charkow, während der für das Gouvernement 
Kursk angegebene A. lanatus Sibth. et Sm. fehlt, Leersia oryzoides Sw. kommt 
auch in Lithauen vor, Tragus racemosus Hall, aus dem Don- Gebiete, Digitaria 
glabra R. et Sch. aus dem Gouvernement Charkow, Z). ciliaris Koel. aus dem 
Gouvernement Cherson und wird solche auch von Czernajew ohne näheren 
Standort erwähnt, Panicum capillare L. aus den Gouvernements Charkow und 
Cherson, Setaria Germanica P. B. aus dem Kiewer Studienbezirke und dem Gou- 
vernement Cherson, doch fehlen die für das Gouvernement Ekaterinoslaw ange- 
gebene S. macrochaeta R. et Sch. und die aus der Krim bekannte Echinaria 
capitata Desf. Taxus baccata L. kommt auch in Lithauen, aber nicht im 
Kiewer Studienbezirke vor, Abies pectinata DC. gleichfalls in Lithauen, Juni- 
perus Sabina L. im Gouvernement Ekaterinoslaw, während die aus der Krim 
bekannten J. foetidissima Willd. und J, Marschalliana Stev. fehlen. 
Pinus sylvestris L. ß. brevifolia Rogowicz ist nicht die gleichnamige Pflanze 
Heer's, sondern ein neuer Bürger der russischen Flora, über den Herr 
Dr. J. V. Szyszylowicz seiner Zeit berichten wird. Pinus Laricio der Krim 
ist bekanntlich P. Pallasiana Lamb. und hieher gehören ofi'enbar die für den 
Kiewer Studienbezirk angegebene P. silvestris (austriaca), welche auch Reichen- 
bach für P. Laricio Poir. erklärt hat, und die von Kaleniczenko aus dem 
Gouvernement Kursk flüchtig skizzirte Form der P. sylvestris L. Equisetum 
arvense L., E. silvaticum L. und E. limosum L. finde ich auch für das Gou- 
vernement Charkow angegeben, die beiden letzteren, sowie E. palustre L., E. 



Versiimmluug 1. Juli ISOl. 



79 



liicmale L. und liJ. pratense Ehrli. für Litluiiiou, E. ramosissimum Desf. für 
l.ithaiien, E. hiemale L. für das Goiivernemeut Charkow, E. variegatiim Schleich, 
l'ür Poleu, doch fehlt die für Poleu, Lithaueii und das südwestliche Russlaiid 
wTzeichnete Pilularia globulifeva L., Salvinia natans All. für Polen und 
!,ithauen, sowie Isoetes lacustris L. für Lithauen, doch ist letztere noch auf die 
uar bei St. Petersburg vorkommende I. echinospora Dur. zu prüfen, Lycopodium 
-rlago L. und L. inundatum L. im Gouvernement Charkow, ersteres auch in 
Lithauen, L. annotimim L. im Gouvernement Charkow, in Polen und Lithauen, 
/>. complanatum L. und L. clavatum L. in Lithauen und im Gouvernement 
< harkow, L. Chamaecyparissus A. Br. in Polen und Galizien, doch fehlt Selagi- 
iiella denticulata Spring., angegeben für Polen, Osmunda regalis L. in Polen 
und Galizien, Ophioglossum vulgatum L. im Gouvernement Charkow, Botryehium 
Virginianum Sw. in Lithauen und dem Gouvernement Charkow, daher auch die 
Benennung B. Charcomeyise Portenschi., B. Lunaria Sw. und B. matricariae- 
folium A. Br. in Lithauen und dem Gouvernement Charkow, letzteres auch in 
Polen, B. rutciefolium A. Br. in Polen und Lithauen, Polypodium vulgare L. in 
Bessarabien und Lithauen, Phegopteris polypodioides Fee in Polen und Lithauen, 
Ph. Dryopteris Fee in Lithauen und dem Gouvernement Charkow, Ph. Eohertiana 
A. Br. in Polen und Lithauen, Äspidium aculeatum Sw. in Polen, Ä. Oreopteris 
Sw. in Polen und Lithauen, auch erwähnt es Czernajew ohne näheren Stand- 
tut, Ä. Thelypteris Sw. für Lithauen, die Gouvernements Charkow und Cherson, 
Ä. Filix mas Sw. und Ä. cristatum Sw. für Lithauen und das Gouvernement 
Charkow, letzteres auch für Polen, Ä. spimdosum Sw. für Lithauen, Polen 
und das Gouvernement Charkow, Ä. dilatatum Sw. für Polen, Lithauen, den 
Kiewer Studienbezirk und Galizien, Äthyrmm Filix femina Roth für Lithauen, 
Cystopteris fragilis Beruh, für Polen, Lithauen und das Gouvernement Charkow, 
( '. Sudetica A. Br. et Milde für Galizien und die Bukowina, Pteris aquilina L. 
für das Gouvernement Charkow und Lithauen, Blechnum Spicant Sm. für Polen 
lind Lithauen, Äsplenium viride Huds. für Polen, Ä. septentrionale Hoffm. für 
Polen, Lithauen und den Kiewer Studienbezirk, Ä. Buta muraria L. für Lithauen, 
Woodsia ilvensis R. Br. auch in der Bukowina, Struthiopteris Germanica Willd. 
auch im Gouvernement Charkow, während die aus der Krim bekannten Adimi- 
tuin Capillus VeneHs L. und Ceterach officinarmn Willd. fehlen. 

Bei der Abfassung des vorliegenden Referates befleissigte ich mich der 
grösstmöglichen Kürze und kam desshalb auf die vom Verfasser ausgelassenen 
zahlreichen Varietäten und mehrere Bastarde nur in einzelnen Fällen zurück. 
Ich that dies in der Ueberzeugung, dass kein wie immer vollendet sein mögender 
Nachtrag den ephemeren Charakter der fraglichen Arbeit zu bannen vermag. 

Ich erblicke demnach in derselben ein Pamphlet und gleichzeitig einen 
Köder, au.sgeworfen vom Verfasser, um die russischen Botaniker für dessen weitere 
aussichtslose Publicationen zu captiviren, sowie eine geradezu unqualificirbare 
Insulte, gerichtet an die auserlesene Schaar von zumeist europäischen Fach- 
gelehrten, deren Verdienste um die Aufklärung vieler russischer Pflanzen derselbe 
ostentativ ignorirt hat. „Sutor ne ultra crepidam!" Mit diesen Worten schliesse 

Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. ^ 



80 



Versammlung am 1. Juli 1891. 



ich mein lleferat und glaube zur Genüge den Beweis erbracht zu haben, dass 
der Verfasser die nothwendige Eignung zu grösseren resumirenden Aibeiten über 
die russische Floi-a nicht hat. 



Herr Dr. Frid. Krasser legte der Versammlung die eben er- 
schienene erste Lieferung von Dr. F. Gr. Kohl's ,,Die officinellen 
Pflanzen der Pharmacopoea germanica für Pharmaceuten und Medi- 
ciner", Leipzig, Verlag von Ambr. Abel, vor und knüpfte daran eine 
Besprechung des genannten Werkes. 

Abbildungen und textlicher Inhalt der ersten Lieferung sind in der That 
ganz darnach angethan, um das Werk bei gleichmässiger Fortführung zu einem 
sehr gediegenen zu machen, sowohl in wissenschaftlicher, wie in praktischer Hin- 
sicht. Sehr anzuerkennen ist es, dass nur Abbildungen gegenwärtig officineller 
Pflanzen geboten werden, denn die Abbildungen obsoleter Arzneipflanzen findet 
man ohnedies in vorhandenen Werken ähnlicher Tendenz. Die Auswahl der 
abzubildenden Pflanzen ist trefflich durchgeführt. Von den projectirten 165 mit 
der Hand colorirten Kupfertafeln liegen bereits vor: Aloe socotrina Lam., Urginea 
maritima Baker, Colchicum autumnale L., Veratrum album L., Smilax medica 
Schlechtdl. und S. pseudosyphilitica Kth. Zeichnung, Stich und Colorirung sind 
musterhaft. Der Text ist zwar knapp, enthält aber alles Nöthige und wird — 
was die Hauptsache ist — auch streng wissenschaftlichen Anforderungen durch- 
aus gerecht. 

Wir wünschen dem Werke, welches in 33 Lieferungen ausgegeben wird, 
besten Erfolg. Der Preis der Lieferung (3 Mk.) ist namentlich mit Eücksicht 
auf die treffliche Ausstattung billig zu nennen. 

Wir werden nach dem Erscheinen mehrerer Lieferungen nicht verabsäumen, 
das Werk neuerlich, und zwar mit Kücksicht auf die Pharmacopoea austriaca zu 
besprechen. 



Verscmmluiig am 7. October 1891. 



Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Gustav Mayr. 



Eingesendete Gegenstände : 

600 Stück Insekten für Schulen von Herrn Prof. Alfred Hetschko. 
50 Schmetterlinge nnd eine Partie Pflanzen für Schulen von Herrn Ferdi- 
nand Leb zeit er. 

8 Stück Amphibien für Schulen von Herrn Dr. Ludwig v. Lorenz. 
Einige neuseeländische Conchylien von Herrn Anton Eeischek. 



Herr Dr. Fridolin Krasser hielt einen Vortrag: „lieber 
plötzliche Formänderungen an Pflanzen". 



Herr J. A. Knapp widmete hierauf dem verstorbenen Mitgliede 
Cardinal Haynald einen längeren Nachruf (Siehe Abhandlungen, 
Seite 785.) 



Herr Secretär Dr. Carl F ritsch legte folgende eingelaufene 
Manuscripte vor: 

Fritsch, Dr. Carl: „Beiträge zur Flora von Salzburg. III.". 
(Siehe Abhandlungen, Seite 741.) 

Höhnel, Dr. Franz v. : „Beitrag zur Kenntniss der öster- 
reichischen Moostlora". (Siehe Abhandlungen, Seite 739.) 

Kernstock, Prof Ernst: „Lichenologische Beiträge. III.". 
(Siehe Abhandlungen, Seite 701.) 

Werner, Dr. Franz: „Beiträge zur Kenntniss der Reptilien 
und Amphibien von Istrien und Dalmatien". (Siehe Abhandlungen, 
Seite 751.) 



Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Ber. 



N 



82 



Versammlung am 4. November 1891. 



Versammlung am 4. November 1891. 

Vorsitzender: Herr Hofrath Dr. C. Brunner v. WattenwyL 



Anschluss zum Schriftentausch: 

Buenos-Ayres: Eevista Argentina de Historia Natural. 
Halifax: Nova Scotian Institute of Natural Science. 



Eingesendete Gegenstände : 

1 Fascikel Pflanzen von Herrn F. Ressmann. 

900 Stück Coleopteren für Schulen von Herrn H. Schollmajer. 



Herr Secretär Dr. Carl Fritsch legte ein Manuscript von 
Dr. Alexander Zahlbruckner vor, betitelt: „Beiträge zur Flechten- 
flora Niederösterreichs. IV.". (Siehe Abhandlungen, Seite 769.) 



Herr Custos Alois Rogenhofer widmete dem verstorbenen 
Mitgliede August v. Pelzein einen Nachruf: (Siehe Abhandlungen, 
Seite 791.) 



Herr Hofrath Dr. Carl Brunner v. Wattenwyl berichtete 
über die Heuschrecken-Verheerungen in Algerien. 

Dieselben rühren von zwei Speeles her, die verschiedenen Abtheilungen 
der Acridiodeen angehören und in ihrem Auftreten abweichende Erscheinungen 
zeigen. Seit fünf bis sechs Jahren tritt an der Südseite des Atlas massenhaft 
der Stauronotus maroccanus Thunb. auf, welcher im Larvenzustand von Ost nach 
West fortschreitend, zuerst in der Provinz Constantine auftrat und jetzt in der 
Provinz Gran angekommen ist. Im Juni ist das Insekt entwickelt, legt die Eier 
in die Erde und im nächsten Frühjahre beginnen die ausgekrochenen Larven 
die Wanderung von Neuem. 

Ausser dieser autochthonen Erscheinung sind im letzten Winter aus dem 
Sudan, die Sahara überschreitend. Schwärme der bekannten egjptischen Wander- 
heuschrecke {Schistocerca peregrina Oliv.) eingebrochen, welche dermalen das ganze 
Gebiet von Algerien fleckenweise, ohne Auswahl der Gegend heimsuchen. Diese 
Species hat den Nachtheil, dass sie, als Ausnahme von allen Orthopteren, in 



i 



Versammlung am 4. November 1891. 



83 



zwei bis drei Mouateu den ganzen Entwickelungsgang vollendet und somit jährlich 
vier Generationen erzeugt. 

Während die erste Speeles in regelmässigem Fortschreiten jenen Theil 
des Teil, welcher einerseits vom Atlas, andererseits von der Sahara begrenzt ist, 
heimsucht, vei'breitet sich die Wanderheuschrecke in einzelnen, allerdings kleineren 
Flügen ohne Regel. 

Zur Abwehr werden die Thiere im Larvenzustande mit den sogenannten 
apparails cypriotes abgefangen und zerstört, oder im Ei-Zustande durch Aufhacken 
des Bodens, in welchem die Eier niedergelegt sind, durch die Sonnenwärme aus- 
getrocknet und getödtet. Wirksamer dürfte die Zuhilfenahme einer Epidemie 
sein und Herr Charles Brongniart glaubt in einem Pilz {Botrytis acridiorum) 
das Zerstörungsmittel gefunden zu haben, welches durch künstliche Cultur erzeugt, 
der Heuschrecken-Colonie eingeimpft wird. Versuche in dieser Richtung werden 
dermalen in algerischen Versuchsstationen ausgeführt. 



Hierauf hielt Herr Dr. Kichard R. v. Wettstein einen Vor- 
trag unter dem Titel: „Die Pflanzengeographie und ihre Be- 
ziehungen zur systematischen Botanik". 



Die im Verlaufe der Versammlung vorgenommene Wahl von 
7 Ausschussräthen fiel auf die P. T. Herren: 



Halacsy, Dr. Eugen v. 
Krasser, Dr. Fridolin. 
Marenzelle r, Dr. Emil v. 
Mayr, Dr. Gustav. 



Mik Josef. 

Ostermeyer, Dr. Franz. 
Richter, Dr. Carl. 



Als Scrutatoren fungirten die Herren J. Kolazy, J. Lütke- 
müller und C. Rechinger. 



Botanischer Discussionsabend am 23. October 1891. 

Herr J. A. Knapp referirte zunächst über Velenovsky's 
„Flora bulgarica". 

Hierauf sprach Herr Dr. M. Kronfeld „lieber Anthokyan- 
blüthen von Daucus Carota^'. 

In einem längeren Vortrage erörterte Dr. Moriz Kronfeld die Geschichte 
des Gegenstandes und seine Ansichten über die dunkle Centralblüthe von Daucus 

N* 



84 



Versatnmhing am 2. Decem1)er 1891. 



Carota. ^) Da der Vortragende eine ausführliche Publication im Sinne hat, fasst er 
hier seine Resultate nur in einigen Sätzen — als vorläufige Mittheilung — 
zusammen : 

1. Als Anthokyanblüthe ist die dunkle Blüthe im Centrum der Daucus- 
Dolde desshalb anzusprechen, weil sie mit Anthokyan gefärbt ist. Dies bezieht 
sich in der Mehrzahl der Fälle nur auf die Fetalen, doch aber auch auf die 
Stamina, das Nectarium und mitunter auch auf die Ovula. 

2. Die Anthokyanblüthe gehört meist dem centralsten Döldchen an. Sie 
ist auf correlativem Wege vergrössert, wenn sie allein das Döldchen ausmacht. 

3. Die Fetalen der Anthokyanblüthe sind an den Rändern vergrössert und 
nach oben und innen zusammengeneigt, so dass der Einblick in das Blüthen- 
innere verwehrt ist. Die Filamente sind einwärts gekrümmt, wie dies dem 
Knospenzustande der Umbelliferenblüthe überhaupt entspricht. 

4. Die eben angeführten Momente, dazu noch der Umstand, dass die 
Anthokyanblüthe gewöhnlich zwischen den anderen Blüthen verborgen ist, endlich 
die Thatsache, dass die Ovula der Anthokyanblüthe sich befruchtet zeigen, 
sprechen dafür, dass die Anthokyanblüthe von Daucus Carota eine kleisto- 
game ist. 

5. Die Anthokyanblüthe ist wahrscheinlich eine vererbte Gallenbildung. 
Auf dem Wege künstlicher Zuchtwahl könnten die Abkömmlinge (Sämlinge) der 
Anthokyanblüthe vielleicht eine eigene Varietät oder Rasse ergeben. 

6. Gegenüber dem stehenden Satze der Floren, Handbücher u. s. w. ist 
zu betonen, dass die Anthokyanblüthe fruchtbar ist und in der Mehrzahl der 
Fälle zweigeschlechtig, seltener eingeschlechtig (weiblich). 

Zum Schlüsse demonstrirte Herr A. Keller eine Fasciation 
von Linaria vulgaris. 



Yersammlung am 2. December 1891. 

Vorsitzender: Herr Dr. Franz Ostermeyer. 



Neu eingetretenes Mitglied: 



Als Mitglied bezeichnet durch 
^- P. T. Herren 

Scherffel Aladär, Iglo . . . . . •. . . Dr. C.Fritsch, Dr. A. Zahlbruckner. 



1) Bei den sehr weit auseinander gehenden Aeusserungen der Autoren üher die Dunkelblüthc 
von Daucus Carota ist anzunehmen, dass dieselbe je nach dem Standorte verschieden ist. Das dem 
Ohigcn zu Grunde gelegte Material stammte durchaus von den feuchten Wiesen hei St. Audrä (unweit 
Wien) in Niederösterreich. 



Versammluug am 2. Deccmboi- ISÜl. 



85 



Eingesendete Gegenstände : 

Eine Schmetteiiiiigsammlimg für Schulen von Herrn F. Lebzelter. 
Eine Käfersammlung für Schulen von Herrn F. Kessmann. 



Herr Secretär Dr. Ludwig R. v. Lorenz legte folgende ein- 
gelaufene Manuscripte vor: 

Bergh, Dr. Rudolf: „Die Nudibranchiata holohepatica 
l)orostomata''^ . 

Westerlund, Dr. C. A.: „Neue Binnen-Conchylien aus der 
paläarktischen Region". 

Zdarek Robert: ^^Prunus Salzeri^^. 

Alle diese Abhandlungen kommen im XLIL Bande der „Ver- 
handlungen" zum Abdruck. 



Herr Gustos Dr. Emil v. Marenzeller hielt einen Vortrag 
über die Lebensbedingungen der Wasserthiere in grossen 
Tiefen und erörterte insbesondere den Einfluss des Druckes auf 
den thierischen Körper, im Anschlüsse an die Versuche von Dr. Paul 
Regnard, welche derselbe in seinem Werke: „Recherches experi- 
mentales sur les conditions physiques de la vie dans les eaux" (Paris, 
1891) darlegte, und die Lichtverhältnisse in den Tiefen. 



Herr Gustos A. Rogenhofe r legte die Beschreibungen neuer 
Varietäten von Spinner-Arten aus Syrien vor. 

1. Die eine Form steht der pontischeii Ocneria lapidicola H. Seh. nahe und 
scheint diese im Süden zu vertreten; sie unterscheidet sich sofort durch die ganz 
eintönig helleren Hinterflügel, welche bei einzelnen Stücken wohl auch verdun- 
kelt erscheinen, aber nie eine scharfe Kandlinie zeigen. Auf der Unterseite der 
Hinterflügel tritt in der Mitte des Vorderrandes ein rundlicher dunkler Fleck 
scharf hervor, der bei lapidicola kaum sichtbar wird. Von Jaffa. 
Flügelausmass des od— 42 mm, des 9 42— 54 

I Ocneria lapidicola var. 2}hoenissa in. Ko])f und Rücken dunkel- 

aschgrau, die Stirnhaare schopfartig vorstehend, schwärzlich, Paljien und Fühler 

I wie bei lapidicola, der Schaft des heller, weisslich, nicht röthlich, Leib vorne 

I roströthlich, hinten grau, Bauch grau. 



86 



Versammlung am 2. December 1891. 



Oberseite: Vorderflügel licht röthlichgrau, mehr oder weniger mit 
schwärzlichen Schuppen, die sich am meisten in der Mitte und auf den Linien 
häufen, bedeckt. Wurzelbinde angedeutet, Discus mit zwei wenig gezackten 
schwärzlichen Mittellinien und gleich gefärbtem, mehr weniger dunklem Schatten 
zwischen beiden; Fransen mehr weniger dunkel gescheckt. Hinterflügel eintönig 
schmutzigweiss, mit röthlichem Anfluge und der Rand sparsam schwärzlich be- 
schuppt. Fransen hell. 

2. Seit Langem existiren Formen von Gastropacha trifoUi S. V. aus Syrien 
in den Sammlungen, die wohl auch mit Namen bezeichnet zu werden verdienen. 
Die Eine zeichnet sich durch ihre Grösse und eintönige Färbung aus. 

Gastropacha trifolii E. yar, fjrandis m. Oberflügel gelbröth- 
lich bis rothbraun, mit kleinem weisslichen Mittelpunkt und geschwungener 
schmaler blassgelber Binde, innen dunkel begrenzt; Hinterflügel, wenig heller. 
Unterseite etwas heller, namentlich die Hinterflügel mit gemeinsamer geschwun- 
gener schmaler Binde. 

9 mehr ins Gelbliche ziehend, an manche dunkle 9 von Gastropacha 
quercus erinnernd, mit grösserem Mittelpunkt. 

Flügelausmass des 61 — 65 mm, des 9 80 mm. 

Eine zweite, kleinere Form ist: 

Gastropacha trifolii var. maculosa m. Das cT zeichnet sich oben 
durch braunes Mittelfeld mit dunklem Punkte aus; die Wurzel und das Aussen- 
feld ist hell lehmgelb, mit dunkleren, theilweise oft gescheckten Fransen ; Hinter- 
flügel eintönig rothbraun mit hellerem Vorderrande. Leib und Fühler ockergelb. 
Unterseite ockergelb, mit ziemlich breiter brauner gemeinsamer Binde, Fransen 
dunkel. 

9 oben eintönig blass rothbraun, mit ringförmigem Mittelpunkte, an blasse 
9 von medicaginis erinnernd. Unterseite heller, ohne Binde. 
Flügelausmass des cT 37 — 41 mm, des 9 45 mm. 

Die Stücke befinden sich in der reichen Sammlung des Herrn M. Wis- 
kott in Breslau und im k. k. naturhistorischen Hofmuseum. 



Schliesslich theilte der Vorsitzende das Eesultat der in dieser 
Versammlung vorgenommenen Wahlen mit. Es erscheinen gewählt: 

Zum Präsidenten: Se. Durchlaucht Fürst J. Colloredo- 
Mannsfeld. 

Zu Vice-Präsidenten die P. T. Herren: 



Grobben, Dr. Carl. 
Haläcsy, Dr. Eugen v. 
Hauer, Dr. Franz v. 



Pelikan v. Plauenwald, Ant. Freih 
Rogenhofer Alois. 
Wiesner, Dr. Julius. 



Zum Secretär: Herr Dr. Ludwig v. Lorenz. 



4 



Versammlung am 2. Decembcr 1891. 



87 



Als Scrutatoren fungirten die Herren A. Handlirsch, F. Höfer 
und J. V. Hungerbyehler. 



Von Herrn Prof. Dr. Stanislaus Klemensiewicz in Brody 
wurde folgende Mittlieilung eingesendet: 

lieber schwimmende Schmetterlinge. 

Im August 1. J. besuchte ich das Tatragebirge und unternahm dortselbst 
einen Ausflug zu dem prachtvollen Hochgebirgssee Czarny Staw. Während 
einer Kahnfahrt auf jener bedeutenden Wasserfläche (circa 30 ha), die sich bei 
vollkommener Windstille wie ein riesiger Spiegel ausbreitete, bot sich, etwa in der 
Mitte derselben, meinen Augen eine eigenthümliche Erscheinung dar. Hunderte 
Weissfarbiger Tagschmetterlinge, in denen ich bald den Pieris Bapae L. (kleine 
Form), erkannte, schwebten, von den riesigen Felsthürmen aller Seiten heran- 
kommend, ruhig über dem glatten See. Manche von ihnen senkten sich bis 
unmittelbar an die Wasseroberfläche, setzten sich auf derselben nieder, um nach 
einigen Augenblicken genossener Ruhe wieder aufzufliegen. Dabei trachtete der 
Schmetterling nur die Flügel der einen Seite an die Wasserfläche zu lehnen, 
was ihm jedoch meistentheils misslang, da auch das anderseitige Flügelpaar bald 
am Wasser klebte. Nach einigen Augenblicken, etwa nach einer halben Minute, 
erhob der Schmetterling die Flügel wieder und flog davon. Dies beobachtete ich 
an zahlreichen Individuen. Allerdings gelang es nicht jedem Schmetterlinge, 
dieses Spiel öfter zu wiederholen, da schliesslich die durchnässten Flügel ihren 
Dienst versagten und das Thier dem sicheren Tode anheimfallen musste. Zahl- 
reiche, am Wasser herumtreibende Leichen waren traurige Zeugen der Katastrophe. 

Es muss angenommen werden, dass die über dem verhältnissmässig grossen 
See längere Zeit hindurch flatternden Thiere in Folge der Ermüdung bei man- 
gelndem festen Boden sich an der Wasserfläche auszuruhen wagten, wenn auch 
ein ähnlicher, von mir etwas später an dem ganz schmalen Popradflusse beobachteter 
Fall noch andere Erklärungsweisen zulässt. 



Zoologischer Discussionsabend am 13. November I89f. 

Herr Dr. Th. Pintuer sprach „lieber die Kattenkönig- 
Cercarie (Cercaria Clausii Montic.) und die Beziehungen 
zwischen Cercarien und Finnen". 

Herr Dr. Ludwig v. Lorenz leitete hierauf eine Discussion 
„Ueber einen Entwurf von allgemeinen Kegeln für die zoologische 
Nomenclatur" ein, welche noch fortgesetzt wird. 



88 



Versammlung am 2. Decemter 1891. 



Botanischer Discussionsabend am 20. November 1891. 

Herr Prof. Emerich Käthay hielt einen Vortrag „lieber 
myrmecophile Eichengallen". 

Delpino lenkte jüngst^) die Aufmerksamkeit der Botaniker auf eine bereits 
im Jahre 1882 veröffentlichte und „The Honej Ants" betitelte Abhandlung des 
amerikanischen Naturhistorikers Mc. Cook^), welche die Lebensweise der merk- 
würdigen mexikanischen Ameise Myrmecocystus meiliger zum Gegenstande hat. 
Der Inhalt dieser Abhandlung ist derart, dass man aus demselben auf gegenseitige 
Beziehungen zwischen Ameisen einerseits und gewissen Gallenerzeugern und Eich- 
bäumen andererseits schliessen muss. Delpino referirt über die betreffende Ab- 
handlung im Wesentlichen wie folgt: 

Die Eigenthümlichkeit der Hymenoptere Myrmecocystus melliger besteht 
darin, dass ihr Arbeiter angehören, welche lebende Honiggefässe darstellen. Diese 
Arbeiter haben nämlich einen angeschwollenen Hinterleib, welcher ungefähr die 
Grösse und Gestalt einer kleinen Weinbeere besitzt und mit Honig gefüllt ist, 
den sie für hungerige Glieder ihrer Colonie erbrechen. 

Das Vaterland dieser sonderbaren Ameise ist Mexiko, Neu -Mexiko und 
Süd- Colorado; es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie auch in Californien vor- 
kommt. Sie führt eine nächtliche Lebensweise und ist gegen die directen Sonnen- 
strahlen so empfindlich, dass sie durch dieselben verletzt, ja vielleicht sogar 
getödtet wird. Cook beobachtete, dass sie während der Nacht Ausflüge macht, 
um Honig einzusammeln. In zahlreichen Processionen wandert sie da auf eine 
bestimmte Eichenart, nämlich auf Quercus undulata, v/elche an ihren Zweigen 
zahlreiche Gallen trägt. Diese scheiden, so lange sie jung und zart sind, an 
mehr als zehn unbestimmt vertheilten Stellen ihrer Oberfläche grosse Nectar- 
tropfen aus, welche von den oben beschriebenen Arbeitern verschluckt und so 
eingesammelt werden. Cook sagt aber darüber nichts, ob dieselben Arbeiter 
gelegentlich auch Honig anderen Ursprunges eins-ammeln. 

Honigausscheidende Gallen scheint es übrigens mehrere zu geben. Nach 
Professor Eilej sondern verschiedene Gallen, darunter auch jene einer Phyllo- 
xera, welche auf Carya porcina lebt, Zucker aus. Ein anderer Naturhistoriker, 
H. F. Basset, welcher ausgedehnte und genaue Studien über Gallen machte, 
versichert, dass er viele Gallen beobachtet habe, welche von Ameisen besucht 
werden, und weil derartige pathologische Bildungen viel Tannin enthalten, so 
nimmt er an, dass deren Zucker aus dem genannten Glucosid durch Spaltung 
neben Gallussäure entstehe. 

Die von Myrmecocystus besuchten Gallen der Quercus undulata werden 
von Eiley einer noch nicht bestimmten Cynipide zugeschrieben, welche jener 

1) Delpino, ^Galle quercine mirmecofile'' in „Malpighia", Anno III, Vol. III, p. 15. 
-) Mc. Cook, H. C. : „The Honey Ant of tlie Garden of the Gods". Proceedings of tbe Acad. 
of Nat. Sc. Philadelphia, 1881. 



Versammlung am 2. December 1891. 



89 



ähnlich sein soll, die auf Quercus viacrocarpa in Missouri vorkommt. Rilej 
schlägt für sie den Namen Cynips Quercus mellariae vor. 

Der dem Hinterleibe von Myrmecocystus entnommene Honig enthält 
imkrystallisirharen Fruchtzucker und schmeckt vortrefflich, doch ist er weniger 
dick als jener der Bienen. Der Hinterleib eines einzigen Individuums enthält 
davon durchschnittlich 0'3942 (jr, und man müsstc daher um 1 hg dieses Honigs 
zu bekommen, 2504 Ameisen opfern. 

Delpino knüpft an das Vorstehende noch einige Bemerkungen. Er sagt 
ungefähr: Hier handelt es sich um eine von verschiedenen Entomologen fest- 
gestellte Thatsache^), welche unseres Wissens bis jetzt den Botanikern unbekannt 
geblieben ist. Auch erscheint es unwahrscheinlich, dass sich ähnliche Verhältnisse, 
wie bei den Gallen auf Quercus undulata, bei irgend einer der vielen Gallen, 
welche auf unseren Eichen vorkommen, wiederfinden. Die Wechselbeziehungen 
zwischen Myrmecocystus und der Cynipide auf Quercus undulata erinnern an 
jene, welche zwischen Ameisen und den Spermogonien gewisser Aecidiomyceten 
bestehen. Wie die Spermogonien mittelst des süssen Inhaltes, welchen sie den 
Ameisen darbieten, diese zu ihrem und vielleiclit aucli ihrer Wirthe Schutz gegen 
feindliche Insekten anlocken, so thun dies die Gallen auf Quercus undulata 
mittelst des Nectars, welchen sie für die Ameisen ausscheiden, durch deren 
Erscheinen feindliche Insekten der Gallenerzeuger und vielleicht auch der Eichen 
verscheucht werden. Die Gallen würden indirect durch Anlockung der Ameisen, 
diese direct durch Verscheuchung schädlicher Insekten zur Erhaltung der Eichen- 
blätter beitragen. 

Unsere Studien über die geographische Verbreitung der mit myrmecophilen 
Nectarien ausgestatteten Pflanzen hätten festgestellt, dass Califo r nie n, Mexiko 
und Australien an diesen am ärmsten seien, aber gerade in den genannten 
Ländern finden sich Ameisen, bei denen gewisse Arbeiter wahre Honiggefässe 
darstellen; so in den ersteren beiden Ländern Myrmecocystus und in Australien 
die beiden Arten Mellophorus Bagoti Lubb. und Camponotus inflatus Lubb. 
."Man könne leicht verstehen, dass in solchen Ländern, in denen die Ameisen 
zu jeder Jahreszeit extrafloralen Nectar von zahlreichen und verschiedenen Pflanzen 
haben können, Arbeiter mit der Function von Honiggefässen nutzlos wären, hin- 
gegen werden derartige Individuen dort eine Nothwendigkeit sein, wo auf eine 
honigreiche eine honigarme Jahreszeit folgt. Die Bienen bewahren ihren Honig- 
vorrath in Zellen, welche sie aus Wachs bilden, gewisse Ameisen aber im Hinter- 
leibe besonderer Individuen auf. 

Im Anschlüsse an das eben Mitgetheilte habe ich selbst Einiges über 
myrmecophile Eichengallen zu sagen. Bei Gelegenheit meiner Arbeit „lieber 
die Spermogonien der Aecidiomyceten", in welcher ich den Nachweis 
lieferte, dass die bezeichneten Organe, ähnlich wie die Blüthen vieler Pflanzen, 

') Lucas in „Annales de la Societe cntomologique de France", V, III. — Saundcrs in 
„Canadian Entomologist", VII, 12. — Edwards, ,.Proceedings of the California Academy", 1873. — 
Blake, ebenda, 1874. — Loew in „American Naturalist", Vol. VIII, 1874. — Mc. Cook, „The 
Honey Ant of the Garden of the Gods" in „Proceedings of the Acad. of Nat. Sc. Philadelphia", 1881. 
Z. B. Ges. B. XLI. Sitz.-Bcr. 



90 



Versammlung am 2. December 1891. 



Insekten anlocken, ^) fiel es mir einmal auf, dass die durch Cynips cahjcis auf 
Quercus loedunciüata erzeugte Galle wegen des klebrigen Secretes, das sie aus- 
scheidet, von zahlreichen kleinen Ameisen aufgesucht wurde, und ich nahm bereits 
damals an, dass zwischen diesen und der erwähnten Galle Wechselbeziehungen 
bestehen würden. Da ich jedoch nicht sogleich die Zeit hatte, die eben mit- 
getheilte Beobachtung weiter zu verfolgen, und es mir seither nicht mehr gelingen 
wollte, die gleiche Galle wieder zu finden, so musste ich mich unterdessen damit 
begnügen, in der Literatur nach Angaben zu suchen, welche mit Kücksicht auf 
meine Beobachtung von Interesse wären. Solche Angaben fand ich in der That, 
und zwar in der Abhandlung H. Adler 's über den Generationswechsel der Eichen- 
gallwespen. Daselbst steht nämlich an einer Stelle wörtlich Folgendes : 

„Diese (Adler meint die Gallen von Äphilotrix Sieboldi Htg.) und andere 
Gallen sind in hohem Grade den Nachstellungen verschiedener Schmarotzer 
{Torymus- und Synergus -Arten) ausgesetzt. Interessant ist es nun zu beobachten, 
wie indirect der Galle eine Eigenschaft zum Nutzen gereicht. Die rothe saftige 
Aussenschale sondert ein klebriges Secret ab, welches von Ameisen begierig auf- 
gesogen wird. Um diesen Saft ungestört geniessen zu können, bauen sie aus 
Sand und Erde einen vollständigen Mantel um die Gallen, und gewähren den 
Insassen auf diese Weise die beste Deckung gegen ihre Feinde."^) 

Und an einem anderen Orte .derselben Abhandlung heisst es : 

„Der Hauptzweck dieser Bildung (der Organisation des peripheren Theiles 
der Galle) ist im Allgemeinen der, für die Galle Schutzeinrichtungen zu liefern. 
Namentlich die Behaarung tritt in ausserordentlich verschiedenen Formen auf, 
bald als zarter Anflug, bald als dichter Filz. Bisweilen schwitzen die Härchen 
einen klebrigen Saft aus, der die Schmarotzer verhindert, an die Galle heranzu- 
kommen; auch glatte Gallen, wie Äphilotrix Sieboldi, secerniren einen Saft, der, 
wie schon erwähnt, Ameisen anlockt. Wie Wächter beschützen sie die Gallen, jagen 
andere Insekten fort und bauen oftmals einen Mantel von Erde um die Gallen."^) 

Nach diesen beiden Aeusserungen H. Adler 's ist es wohl unzweifelhaft, 
dass zwischen den Gallen von Äphilotrix Sieboldi und den sie besuchenden 
Ameisen Wechselbeziehungen bestehen. Die bezeichneten Gallen finden sich meistens 
dicht gehäuft an dünnen Eichenzweigen oder an den Stämmchen jüngerer Bäume 
und vorzugsweise nahe dem Erdboden. Sie bilden sich im Monate Juni und 
stellen kegelförmige Gebilde dar, welche im frischen Zustande die Aufmerksamkeit 
der Ameisen durch ihre rothe Farbe auf sich lenken. Ihr Secret bildet eine so 
vorzügliche Lockspeise für Ameisen, dass diese dasselbe durch Schutzbauten aus 
Erde für sich allein zu sichern suchen. Es wurde dies nicht allein von H. Adler, 
sondern auch von Professor Dr. G. Mayer und Oberförster Fr. Wacht 1 beobachtet. 
Der Umstand, dass dieses Secret von den Ameisen gierig aufgesucht wird, spricht 

') Emericli Rathay, „Untersuchungen über die Spermogonieu der Rostpilze". Aus dem 
XLVI. Bande der mathematiscli-naturwissenschaftlicben Classe der kais. Akademie der Wissenschaften. 

2) Dr. H. Adler, „Ueber den Generationswechsel der Eichengallwespen " in „Zeitschrift für 
wissenschaftliche Zoologie", 35. Bd., S. 172. 

3) Ebenda, S. 211 und 212. 



I 



Versammlung am 2. December 1891. 



91 



für einen Zuckergehalt desselben; ist es doch bekannt, dass diese Thiercheu vor 
Allem zuckerhaltige Säfte lieben. Uebrigens erzählte mir Oberförster Wachtl, 
dass das in Kede stehende Secret in der That süss schmecke. 

Einerseits bieten also die Gallen von Aphilotrix Sieholdi den Ameisen 
in sehr aulfälliger Weise eine Lieblingsnahruug dar und andererseits gewähren 
die Ameisen den Bewohnern der genannten Gallen Schutz gegen ihre Feinde, 
indem sie diese theils verscheuchen, theils durch Erdbauten von den Gallen und 
deren Bewohnern ferne halten. 

Nach der Ansicht Adler's würden demnach die Drüsen der Gallen' von 
Aphilotrix Sieholdi ähnlich wie jene der auf Quereus undulata vorkommenden 
\ nipiden-Gallen als indirecte Schutzeinrichtungen zu betrachten sein. Hiezu 
-ei übrigens bemerkt, dass imehrere und unter diesen zum Theile sehr hervor- 
ragende Forscher in den mannigfachen peripheren Bildungen verschiedener Eichen- 
gallen ebenfalls Schutzeinrichtungen erblicken, wie sich z. B. aus den folgenden 
Aeusserungen entnehmen lässt: 

Theodor Hart ig schreibt: „Bei denjenigen Gallenarten, welche häufig 
vorkommen, bedarf es eines Schutzes gegen die Feinde nicht. Uebergewicht der 
\ ermehrung allein sichert ihren Fortbestand im Kampfe mit den Schlupfwespen. 
Anders verhält sich dies mit den in geringerer Zahl vorkommenden Arten. Bei 
gleicher Exposition würden sie der Ueberzahl ihrer Feinde erliegen, die Art 
würde aus der Reihe der lebenden Wesen verschwinden, entgegen dem Natur- 
gesetz der Mannigfaltigkeit, daher zeigen die Gallen solcher Arten oft sehr com- 
plicirte Sicherheitsvorrichtungen gegen ihre Feinde. Die Gallen von Cynips 
lucida sind mit keulenartigen Auswüchsen besetzt, die an ihrer Spitze einen 
Klebstoff reichlich absondern, eine Fähigkeit, welche der Eiche in keinem ihrer 
Theile eigenthümlich ist. Bei Cynips Mediisae ist die Annäherung feindlicher 
Insekten durch einen Wald verästelter Dornhaare verhindert, bei Cynips Hartigii K. 
ist die kleine einkammerige Galle rundum besetzt mit Streitkolbeii ähnlichen 
Bildungen, die sich am verdickten Ende gegenseitig pressen, wie die Frucht- 
schuppen von Cupressus Semper vir ens, es entsteht dadurch zwischen Galle und 
Kolbenschluss ein abgeschlossener Zwischenraum, in den der Legestachel der 
feindlichen Schlupfwespen hinabreicht". ^) 

Pas zlavsky sagt: „. . . . und demselben Zwecke dient die zottige, haarige, 
stachelige und klebrige Oberfläche der Gallen. So habe ich öfters an Gallen 
der Cynips glutinosa angeklebt und verendet einen Hemiteles, Torymiden und 
sonstige kleine Parasiten gefunden .... Im Allgemeinen kann man behaupten, 
dass die Zahl der Schmarotzer und der Grad der Schutzfähigkeit der Galle zu 
einander im verkehrten Verhältnisse stehen. Aus den nackten und glatten Gallon 
der Cynips Kollari, lignicola, der Dryophanta folii und pubescentis Mayr habe 
ich verhältnissmässig viel mehr Schmarotzer erzogen, als aus den klebrigen Gallen 
der Cynips calycis und glutinosa".^) 

') Dr. Theod. Harti-g, ^Anatomie und Physiologie der Holzpflanzen S. 389. 
-) J. Paszlavsky, „Beiträge zur Biologie der Cynipiden" in „Wiener Eutomologischc Zei- 
tung-^, II. Jahrg., S. 131. 

0* 



92 



Versammhing am 2. December 1891. 



Und Hofrath A. v. Kerner bemerkt bezüglich der Galle von Cynips 
lucida: „. . . . von ihrem Umfange erheben sich unzählige dünne Fortsätze, 
welche an Leimspindeln erinnern, insoferne nämlich, als sie an dem köpfchen- 
förmig verdickten Ende sehr klebrig sind. Die dem Gallenerzeiiger feindlich 
gesinnten Schlnpfwespen und andere Thiere nehmen sich vpohl in Acht, mit diesen 
Leimspindeln in Berührung zu kommen".^) 

Noch möchte ich am Schlüsse dieses Aufsatzes bemerken, dass sich nach 
und nach die Ansicht zu bilav^n scheint, als ob alle Zuckersecrete, welche ausser- 
halb der Blüthen auf chlorophyllhältigen Pflanzen erzeugt werden, durch ■ An- 
lockung von Ameisen zum Schutze dieser Pflanzen gegen Feinde dienen. D elpin o 
stellte als Erster die Hypothese auf, dass die extrafloralen Nectarien den Pflanzen 
nützlich seien, indem sie auf dieselben Thiere, wie Ameisen und Wespen, locken, 
durch deren Gegenwart den Feinden der Pflanzen, namentlich den Schmetterlings-- 
raupen, der Aufenthalt auf denselben verleidet wird.^) Yon der grossen Menge 
kleiner Eaupen und anderer Insekten, welche von Ameisen getödtet werden, 
bekommt man eine Vorstellung, wenn man die Angabe Forel's beachtet, nach 
welcher die Ameisen eines grossen Nestes in der Minute 28 todte Insekten ein- 
tragen; hiernach würden in der Zeit der grössten Thätigkeit von den Bewohnern 
eines einzigen Nestes an einem Tage über 100.000 Insekten vertilgt werden.^) 
Später sprach man den Blattläusen eine den extrafloralen Nectarien ähnliche 
Leistung für die Pflanze zu und L und ström ist sogar so weit gegangen, die 
Blattläuse als wandelnde Nectarien zu bezeichnen,^) aber nach Büsgen's Be- 
rechnungen verlor ein Lindenbaum, dessen Blattoberfläche 120 betrug, durch 
die Honigthaubildung der Blattläuse eine Kohlenhydratmenge, welche zur Bildung 
von mindestens 4000 Blättern ausgereicht hätte. Wiewohl nun genaue Angaben 
darüber fehlen, einen wie grossen Bruchtheil der Blätter ein blattlausfreier Baum 
unter normalen Verhältnissen durch Eaupenfrass verliert, so glaubt Büsgen 
doch, dass der Verlust eines vollen Sechstels der ganzen Blattmasse ein zu hoher 
Preis für den Ameisenschutz gewesen sein würde. Der genannte Autor vermochte 
keinen Unterschied bezüglich des Raupenschadens zwischen houigthaufreien und 
honigthautragenden Bäumen zu bemerken. Auch für Sträucher und Kräuter ist 
der Nutzen des Honigthaues ein sehr fraglicher und die Ansiedlung der Blatt- 
läuse dicht unter den Blüthenständen ist durchaus nicht immer ungefährlich.^) 
Bald darauf behauptete Delpino. dass die nectarabsondernden Spermogonien 
gewisser Aecidiomyceten die Laubblätter für successive Aecidienbildungen ver- 
theidigeu.^) Endlich vermuthet jetzt derselbe Forscher, dass die honigabsondernden 



A. Kerner v. Marilaun, „Pflanzenleben", IL Bd., S, 535. 

-) Federigo Delpino, „Rapporti tra insotti e tra uettarii estranuziali in alcune piante". 
Estratte dal BuUetiuo entomologico. Anno VI. 

3) Sir John Lubbock, „Ameisen, Bienen und Wespen", 1883, S. 49. 
^) Axel N. Lundström, „Pflanzenbiologiscbe Studien", II, S. 84. 

5) M. Büsgen, „Der Houigthau. Biologische Studien an Pflanzen und Pflanzenläusen", 
1891, S, 71. 

'"') Federigo Delpino, „Funzioue mirmecofila nel regno vegetale", Parte IIa. 



Geschenke für die Biltliotbek. 



93 



Galleu. welche sich auf Qncrcus undulata bildeu, iudeui sie Ameisen anlocken, 
auch zur Erhaltung der Blätter dieses Baumes beitragen. 

Hierauf machte Herr Ciistos Dr. Günther Kitter Beck v. 
Maiiiiagetta neue „Mittheiluiigeii aus der Flora von Niecleröster- 
reich'^ unter Vorzeigung der betreffenden Herbar-Exemplare. (Siehe 
Abhandlungen, Seite 793.) 



Am 27. November 1891 trat eine neue Institution ins Leben, 
nämlich die Abhaltung botanischer Literaturabende. An den- 
selben wird die in jüngster Zeit erschienene Literatur den Mit- 
gliedern vorgelegt; wichtigere Puljlicationen werden besprochen. Es 
muss mit besonderer Freude begrüsst werden, dass die Herren 
Dr. Günther Beck Kitter v. Mannagetta und Dr. Richard 
Wettstein Ritter v. Westers heim sich bereit erklärt haben, die 
in der botanischen Abtheilung des k. k. naturhistorischen Hof- 
museums, beziehungsweise im botanischen Museum der k. k. Uni- 
versität einlaufende Literatur für die einzelnen Literatur ab ende der 
Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Hiedurch wird es möglich 
sein, nahezu alle namhafteren Publicationen den Mitgliedern vorzu- 
legen. Für den ersten Literaturabend am 27. November hatte Herr 
Dr. Richard v. Watt st ein, auf dessen Anregung diese Institution 
ins Leben trat, die Vorlage und Besprechung der Literatur über- 
nommen. 



A.nhang'. 



Geschenke für die Bibliothek 

im Jahre 1891. 

1. Cauestrini Giovanni. Ricerche intorno ai fitoptidi. Padova, 1890. 

Vom Verfasser. 

2. Dziedzielewicz Josef. Uebersicht der einheimischen Fauna der Netzflügler. 

Krakau, 1890. Vom Verfasser. 

'■>, Bottin i A. Pseudoleskea ticinensis. Vom Verfasser. 

4. Mittheilungen der Section für Naturkunde des Oesterreichischen Touristen- 
Club, 1890. 

Oesterreichische Touristen -Zeitung, herausgegeben vom Oestcrrcichischen 
Touristen-Club. 1889, 1890. Von Herrn Josef Kaufmann. 



94 



Geschenke für die Bibliotliek. 



5. Woloszczak, Dr. Eustach. Beiträge zur Flora Pokiitiens (polnisch). Krakau, 

I, 1887; II, 1888; III, 1890. Vom Verfasser. 

6. Palacky, Prof. Dr. Die Verbreitung der Fisclie. Prag, 1891. Vom Verfasser. 

7. Monaco, Albert I. von. Zur Erforschung der Meere und ihrer Bewohner. 

Gesammelte Schriften. Aus dem Französischen von Dr. Emil v. Mareu- 
zeller. Wien, 1891. Von Dr. Emil v. Marenzeller. 

8. Nehring, Dr. Alfred. Die geographische Verbreitung der Säugethiere in dem 

Tschernosew-Gebiete des rechten Wolgaufers, sowie in den angrenzenden 
Gebieten. Berlin, 1891. Vom Verfasser. 

9. Eösel August Johann. Der monatlich herausgegebenen Insecten-Belustigung 

I., IL, III. Theil. Nürnberg, 1746, 1749, 1755. Von Herrn Neuf ellner. 

10. Kronfeld, Dr. M. Haynald als Botaniker. Vom Verfasser. 

11. Delpino Pederigo. Fiori Monocentrici e Policentrici. Genova, 1890. 

12. — Sulla Impollinazione delF Ärum Dracunculus L. Genova, 1890. 

Von Herrn Dr. M. Kronfeld. 

13. Redtenbacher Josef. Monographie der Conocephaliden. Vom Verfasser. 

14. Räthay Emerich. Der Black-Rot. Vom Verfasser. 

15. Murbeck Svante. Beiträge zur Kenntniss der Flora von Südbosnien und der 

Hercegovma. Lund, 1891. Vom Verfasser. 

16. Koch, Prof. Dr. Gust. Ad. Seltsame Gelüste in der Thierwelt. Wien, 1891. 

Vom Verfasse]'. 

17. Bottini A. Contributo alla Briologia del Cantone Ticino. Roma, 1891. 

Vom Verfasser. 

18. Mik Josef. Ein Beitrag zur Bibliotheca entomologica. Wien, 1891. 

Vom Verfasser. 

19. Canestrini Giovanni. Abbozzo del Sistema acarologico. Veuezia, 1891. 

Vom Verfasser. 

20. Entleutner Anton. Die immergrünen Ziergehölze von Südtirol. München, 

1891. Vom Verfasser. 

21. Wettstein, Dr. R. v. Die Omorikafichte, Picea Omorica (Panc.). Wien, 

1891. Vom Verfasser. 

22. Polin M. de. Catalogue de la Collection de Coccidae. Vom Verfasser. 

23. Wachtl Fritz. Die Nonne (Psi/itra Ii onac/m L.). Wien, 1891. Vom Verfasser. 

24. Werner Franz. Untersuchungen über die Zeichnung der Schlaugen. Wien, 

1890. Vom Verfasser. 

25. Targioni-Tozzetti Ad. Animali ed insetti del Tabacco in orba e del Ta- 

bacco secco. Firenze, 1891. Vom Verfasser. 

26. Thümen Felix v. Ueber einige besonders beachtenswerthe, durch parasitische 

Pilze hervorgerufene Krankheiten der Apfelbaumblätter. Klosterneu- 
burg, 1890. Vom Verfasser. 

27. Gasperini, Prof. R. Äraneae et Opiliones Dalmatiae: Tentliredinarum 

Speeles nova. Spalato, 1891. Vom Verfasser. 

28. Gedenkblatt an die Kerner-Feier am 12. November. Wien, 1891. 
Kronfeld Dr. M. Bakterien im Haushalte. Wien, 1892. 

Von Dr. M. Kronfeld. 

29. Radde, Dr. G. Kurze Geschichte der Entwicklung des kaukasischen Museums 

während der ersten 25 Jahre seines Bestehens. Tiflis, 1891. 

Vom Verfasser. 

30. Kerner v. Marilaun Anton. Pflanzenleben. 2 Bde. Leipzig, 1888, 1891. 

Bibliographisches Institut. Von der Verlagshandlung. 

31. Gangib auer Ludwig. Die Käfer von Mitteleuropa. Wien, 1892. 1. Band. 

Vom Verfasser. 



J) Eine eingehende Bcsin-cchung dieses Werkes folgt im I. Quartalshcft 1892. 



Abhandlungen. 



VcHumdl (krk.k. y.ool. bot. (res 
Band Xn.iÖitl 



C.brumterr. Jlattcnwi/l : 

. Iddidanunta zurMoiwgr. äerFluiticropt/riflcn 




J-Redtenbacher del. 



Li th . .\n st . V. Th ß annwarth , Wi eii 



IcHui/ull. der lt.k.zooH>- bot. 6 
Bfuid Xni89J. 



AddidcunrnUt y.urMoiUHjr.di'rVlHun roptaidm. 




1 



Additameüta zur Monographie der Phaneropteriden. 

Von 

C. Brunner t. Wattenwyl. 

(Mif 2 Doppeltafeln I und IL) 



(Vorgelegt in der Versammlung am 7. Jänner 1891.) 



Einleitung. 

Die systematische Eintheilung wird umso schwieriger, je weiter man sich 
von der Species entfernt. Schon das Genus ist ein subjectiver Begriff des Syste- 
matikers und noch viel grösseren Spielraum lässt die Abgrenzung der höheren 
Abtheilungen. 

Diesen Uebelstand muss Stäl empfunden haben, als er in seinen Mono- 
graphien der Phasmodeen, Mantodeen und Acridiodeen in den analytischen Tabellen 
die höheren Abtheilungen durch lange Beschreibungen definirte, in welchen die 
Antithese und mit derselben der Werth der Tabellenform wegfällt. 

H. de Saussure in seinen Monographien der Mantodeen, Gryllodeen und 
Oedipodiden erkennt mit ebenso grosser Gewissenhaftigkeit alle die Schwierig- 
keiten, welche sich bei den höheren Abtheilungen der Anwendung des dichotomen 
Systems entgegenstellen, als er trotzdem mit Scharfsinn brauchbare synoptische 
Tabellen bietet, was dadurch erreicht wird, dass er für ein und dieselbe Abthei- 
lung mehrere Tabellen aufstellt, welche nach verschiedenen Merkmalen angeordnet 
sind, jedoch zu der nämlichen Eintheilung führen. 

Die Abgrenzung der Zünfte der Locustodeen, in der Ausdehnung, wie ich 
sie im Jahre 1878^) publicirte, ist von den Autoren allgemein befolgt worden und 
hat sich als der natürlichen Verwandtschaft entsprechend erwiesen. Ich werde 
bei einer anderen Gelegenheit einige kleine Abänderungen einführen. Für die 
vorliegende Arbeit über die Phaneropteriden bleibt die Definition der Zunft in 
unverändertem Umfang. 

In Folge der Zunahme des Materials ist die im Jahre 1878 erschienene 
Monographie nicht mehr erschöpfend. Allein ich habe die Befriedigung, dass die 



') Monographie der Phaneropteriden, S. 7. 
Z. B. Ges. B. XLI. Abh. 



1 



2 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



neu zugewachsenen Speeles sich gut in das System einreihen lassen, welches sich 
somit bewährte. Dies veranlasst mich, die vorliegende Arbeit einfach als Ergän- 
zung des älteren Werkes zu behandeln, wobei ich darauf bedacht war, durch Um- 
arbeitung einzelner Bestimmungstabellen das Auffinden der Speeles zu erleichtern. 

In Betreff der Terminologie verdient lediglich die Bezeichnung des Flügel- 
geäders einer Erläuterung. Durch die schöne Arbeit Redtenbacher's ist die 
längst gesuchte Homologie in den verschiedenen Ordnungen der Insecten mit 
vielem Scharfsinn hergestellt. Wenn ich in der vorliegenden Arbeit die alte em- 
pirische Terminologie ^) verwende, so geschieht dieses aus Bequemlichkeitsgründen, 
und dieser Vorgang ist dadurch gerechtfertigt, dass meine Terminologie mit den 
Resultaten der neueren Forschung nicht im Widerspruch steht. 

Auch für diese Arbeit erfreute ich mich der wohlwollenden Unterstützung 
meiner Herren CoUegen durch Mittheilung eines reichen Materiales und ich er- 
greife diesen Anlass, um meinen Dank auszusprechen den Herren Dr. J. Bolivar 
in Madrid, Dr. Dohrn in Stettin, Dr. v. Schul thess-Rechberg in Zürich, 
sowie den Museum vorständen von Genf,, Lübeck, Stuttgart, Zürich und Wien. Von 
Berlin erhielt ich kein Material. Als Antwort auf meine diessbezügliche Anfrage 
im Jahre 1887 wurde ich dagegen nach einigen Monaten durch eine vortreffliche 
Arbeit des Herrn Dr. Karsch über die Phaneropteriden Afrikas überrascht, 
welche ich mit grossem Vortheile benützte. 



Zugewachsene Literatur. 

Bruniier y. Watteinvyl C, Neue Phaneropteriden (Journal des Museum 
Godetfroy, 1878, Heft 14). 

— Ueber hypertelische Nachahmungen bei den Orthopteren (Verhandl. der 
k. k. zool.-botan. Gesellschaft in Wien, 1883, S. 247). 

— Prodromus der europäischen Orthopteren. Mit 11 Tafeln. Leipzig, 1882. 
De Bormaiis A., Spedizione italiana nelF Africa equatoriale. Ortotteri (Annali 

del Mus. civico di sc. nat. di Genova, Vol. XVI, 1881, p. 205). 
Butler Arthur G., Description of a new Speeles of the Orthopterous Genus 
Phylloptera from Madagascar (Proc. of the Zoologie. Society of London, 
1878, p. 648). 

Karsch, Dr. F., Verzeichniss der von H. W. Belck 1885 im Damaralande ge- 
sammelten Orthopteren (Entomol. Nachrichten, XIII, Berlin, 1887, S. 39). 

— Zwei neue ostafrikanische Phaneropteriden (Entomol. Nachrichten, XIII, 
Berlin, 1887, S. 52). 

— Orthopterologisehe Beiträge. Beiträge zur Kenntniss der Phaneropterlden- 
Fauna Afrikas, der Seychellen und Madagaskars (Berliner Entomol. Zeltschr., 
XXXII, 1888, Heft II, S. 417). 



1) Monographie der Phaneropteriden, S. 7. 



Additamcnta zur Monographie der Pliaiieropterideu. 



3 



Karsch, Dr. F., Ueber von H. Oskar Schöne mann in Chile gesammelte Phane- 
ropteriden (Eutomol. Nachrichten, XV, Berlin, 1889, S. 124). 
— Ueber Phanerojiteriden (Entomol. Nachrichten, XVI, Berlin, 1890, Nr. 4, 
S. 57). 

Paiicie, Dr. J., Orthoptera in Serbia hiicdum detecta. (Serbisch.) Belgrad, 1883. 
Pictet Alphouse, Locnstides nouveaux ou peu connus du Miisee de Geneve 
(Memoires de la Soc. de Physique de Geneve, XXX, 1888). 



Monographie, S. 12. 

Die Dispositio generiim Phaneropteridariim wird neu verfasst. 

1. Coxae anticae inermes (exceptis nonnulUs speciebus generis Elimaeae, nec- 
non singulis speciminihus Ducetiae Japonicae Spina brevissima instructis). 
(Genus Terpnistria coxis inermihus, in divisionem 1' locandum.) 
2. Pronotum teres, sinu humer ali nullo. Lamina subgenitalis ^ stylis arti- 
culato insertis destituta. Elytra lohiformia^) .... Odonturae. 
3. Meso- et metasternum postice lobata, foramina basalia tegentia. Fastigium 
verticis articulo primo antennarum duplo latius, tumidum, non sul- 
catum. Tibiae anticae supra, utroque margine spinis 8 — 10 armato. 

1. Orphania Fisch. 

3'. Meso- et metasternum truncata, impressiones basales Uberantia. Fasti- 
gium verticis articulo primo antennarum rarissime latius, plerumque 
sulcatum. Tibiae anticae supra, utroque margine spinis raris (3 — 5) 
vel nullis armato. 

4. Femora antica longitudinem pronoti sesqui vix superantia. Ovipositor 
valvulis inferioribus apicem versus subdilatatis. 
5. Pronotum sulco transversa postico ante medium sito, margine 
postico rotundato, elytra in ultra venam plicatam tegens, in 

9 subtota tegens 2. Poecilimon Fisch. 

5'. Pronotum sulco transversa postico pone medium sito, margine 
postico truncato vel late emarginato, venam plicatam elytri sinistri 
in liberans, in 9 elytra dimidia liberans. 
6. Vena plicata elytri sinistri ^ obliterata. Cerci flexuoso- 
curvati, infra laminam subgenitalem decussati. 

Barbitistes Charp. 
6'. Vena plicata elytri sinistri <^ per totum discum extensa. Cerci 
simpliciter incu/rvi, supra laminam subgenitalem positi. 

Isophya m. 

4'. Femora antica longitudinem pronoti duplam attingentiavel superantia. 
5. Pronotum carinis lateralibus nullis. 



*) Genus Peronura Karsch, pronoto sinu liumtrali nullo, sed tibiis anticis utrinque foramine 
conchato instructis, ad divisionem Acrometoparum locandum. 

1* 



4 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



6. Ovipositor modice compressus, a hasi sensim angustatus, utroque 
margine apicem versus acute serrato-dentato (Pronotum margine 
postico truncato, elytra tota Uherans.) 

7. Vena plicata elytri sinistri cT ohliterata (excepta Odontura 
aspericauda). (Lamina supraanalis ^ oblonga, apice rotun- 
data, inter cercos deflexa. Lamina suhgenitalis <^ apice attenuata, 
excisa.) Speeles JEuropaeae Odontura B^i^mh. 

7'. Vena plicata elytri sinistri P^*' totum discum perducia. 
Speeles Americanae et Africana. 

8. Femora postica lohulis genicularibus ohtusis. Abdomen 
apice depressum et dilatatum. Lamina supraanalis trans- 
versa, latissima, late emarginata. 

9. Femora longissima, postica siibtus inermia. Lamina suh- 
genitalis triangulariter emarginata, lohis exsertis. Spe- 
eles Americanae Dichopetala m. 

9'. Femora hreviora, postica siibtus spinulosa. Lamina suh- 
genitalis in appendices duas angustas producta. Speeles 

Africana Peropyrrhicia gen. nov. 

8'. Femora postica lohulis genicularibus acuminatis. Abdomen 

(j^ apice teres. Lamina supraanalis triangularis. Lamina 

suhgenitalis hrevis, subtriangularis, emarginata. 

Angara gen. nov. 

6. Ovipositor valde compressus, latus, marginihus minutissime crenu- 
latis vel integris. Speeles Europeae et Asiaticae. 

Leptophyes Fleb. 

5'. Pronotum carinis lateralibus expressis, (postice emarginatum, elytra 
liberans. Ovipositor compressus, suhrectus, marginihus apicem versus 
minutissime crenulatis). Speeles Americanae. Xenica gen. nov. 

2'. Pronotum sinu humerali distincto instructum. Lamina suhgenitalis cT stylis 
liberis nullis, exceptis Arantiis, stylis liheris minimis instructis. Elytra 
p}erfecte explicata. 

3. Vertex planus vel declivis, modice elongatus, cum fastigo frontis angulato- 
constiguus. Fastigium frontis planum vel tuherculatum. 
4. Lamina suhgenitalis stylis liberis nullis. 

5. Tibiae anticae utrinque, vel in latere antico solo, foramine conchato 
instructae. Speeles Mundi antici. 
6. Tibiae anticae supra sulcatae, spinulosae. 

7. Ovipositor brevissimus, tener, in modum Ephippithytarum 
constructus. Elytra apice subito dilatata, margine postico 
valde sinuato. Speeles Africae occidentalis . KarscJiiae. 

Karschia gen. nov. 



Additamentil zur Monographie dor Phancroptcriden. 



5 



8. Antennae minus graciles, fragiles. ^) Alae in 9 elytris saepe hreviores. Femora 
antica teretia, snbtus suhsulcata, snhincrmia (Tibiae anticae utrinque fora- 

mine conchato instructae.) Acrometopae. 

9. Pronotum sinn humerali suhnullo. Elytra ahdomine hreviora. Alae nullae? 

Pcronura Karsch. 

9'. Promtum simt humerali distincto. Elytra apicem ahdominis superantia. 
Alae 2^Zms minus perfecte explicatae. 

10. Elytra acuminata, ramo radiali nullo (Alae rudimentariae. Pronotum 
margine postico rotundato, lohis deflexis multo longioribus quam altiori- 
bus, antice et postice aeque altis.) . . Plegmatoptera Karsch. 
10'. Elytra apice rotundata, ramo radiali instructa. 

11. Pronotum lobis deflexis longioribus quam altioribus, margine in- 
feriore siibrecto. Ovipositor gracilis, pronoto duplo longior. 
12. Elytra angusta, venis radialibus a basi divisis, campis me- 
diastino et ulnari venulis transversis, confertis, parallelis in- 

structis Rhegmatopoda gen. nov. 

12'. Elytra latiora, venis radialibus vix divisis, venulis transversis 
irregulariter dispositis. (Ramo radiali furcato.) 

Horatosphaga Schaum. 

11 '. Pronotum lobis deflexis aeque altis ac longis, margi^ie inferiore 
rotundato. Ovipositor brevis, validus, basi subito incurvus, disco 
granulato. 

12. Pronotum lobis deflexis margine antico emarginato. Elytra 
venis radialibus basi contiguis, ramo radiali primo in margi- 
nem posticum elytri exeunte. Lamina subgenitalis cercis 
longior, profunde fissa. Speeles Mediterraneae. 

Acrometopa Fieb. 

12'. Pronotum lobis deflexis margine antico recto. Elytra venis 
radialibus a basi divisis, ramo radiali primo in apicem 
exeunte. Lamina subgenitalis ^ cercis brevior, triangulariter 
emarginata. Speeles Africae occidentalis. 

Conchotopoda Karsch. 

8'. Antennae graciles, setaceae et flexibiles. Alae etiam in 9 elytris longiores 
(excepto genere Pantolepta). Femora antica compressa vel supra carinata, 
subtus distincte sulcata, serrulata vel multispinulosa .... Elimaeae. 
9. Tibiae anticae utrinque foramine conchato instructae. 

10. Elytra campo mediastino venulis transversis parallelis instructo. 

11. Facies perpendicularis. Lamina subgenitalis ^ profunde fissa. 

Antennae setaceae. Speeles Asiaticae . . . . Elimaea 
11'. Facies prostata. Lamina subgenitalis 9 triangulariter excisa. 
\ Antennae fragiles. Speeles J./r^■cm^a . . Pantolepta lL^v%c\i. 

') Genus Pantolepta antennis fragilibus in divisionem Elimaearum locandum. 



6 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



10'. Elytra campo mediastino venulis irregularibus instructo. 
(Facies prostata.) Speeles Äsiatica .... Ectadia m. 
9'. Tibiae anticae latere antieo foramine conehato, latere postico 

foramine aperto instructae Hemielimaea m. 

6'. Tibiae anticae supra subplanae, inermes, (in latere antico foramine con- 
ehato, in latere postico foramine aperto instructae) . . JMirolliae, 
7. Pronotum disco piano. Elytra margine postico subsinuato, margine 

apicali oblique truncato Exora m. 

7'. Pronotum disco subplano, linea media longitudinali elevata perducta. 
Elytra margine postico necnon margine apicali rotundatis. 

Mirollia Stäl. 

5'. Tibiae anticae utrinque foramina aperta gerentes. 

6. Tibiae anticae supra teretes, muticae (Lamina subgenitalis cT brevis, 

emarginata.) JPseudophaneropterae» 

Pseudophaneroptera m. 

6'. Tibiae anticae supra sulcatae. 

7. Lamina subgenitalis cT profunde fissa. Speeles Mundi antici. 

8. Tibiae anticae supra spinulosae, a latere visae, pone partem basalem, 

foramina gerentem, sensim angustatae JDucetiae, 

9. Elytra femora postica superantia, alis multo breviora, vena ra- 
diali plerumque ramos quatuor vel quinque obliquos versus mar- 
ginem posticum elytri emittente (Excepta Ducetia adspersa m. 

ramo radiali primo furcato.) Ducetia Stäl. 

9'. Elytra femoribus posticis breviora, alas obliteratas superantia, 
vena radiali pone medium, ranum unicum in marginem postictim 

elytri emittente Isotima m. 

8'. Tibiae anticae supra muticae, a latere visae, pone partem basalem, 

subito angustatae JPyrrhiciae, 

9. Lamina subgenitalis lobis basi valde hiantibus, apice contiguis, 
valde inflexis. Cerci <^ teretes, apice obtusi. Lamina subgenitalis 

9 triangularis, obtusa Pyrrhicia Stäl. 

9'. Lamina subgenitalis lobis a basi contiguis, non inflexis. Cerci 
acuminati, latere interno sulcato. Lamina subgenitalis 9 

lobata Himerta m. 

7'. Lamina subgenitalis margine postico emarginato. 

8. Tibiae anticae et intermediae supra spinulosae, minime spinula unica 
armatae. (Exceptis generibus Pseudoburgili et Stenophyllia.) 
Speeies plerumque Americanae. 

9, Elytra angusta, alis breviora, venis radialibus plerumque dis- 

junctis. Alae acuminatae Aniarae. 

10. Pronotum lobis deflexis antice et postice aeque altis. Segmen- 
tum anale truncatum. Speeles Americanae. 
11. Tibiae anticae supra, margine postico spinis fortioribus 
confertis armato. Femora omnia subtus spinosa. Pronotum 



Additamcnta zur Monographie der rhancroptoridcn. 



7 



suhcylindrimm, lohis deflexis multo longiorihus quam altioribus. 

Elytra valde angustata Tetana m. 

ir. Tihiac anticae siipra, margine externa spinulis nullis vel spinulis 

raris armato. Femora antica suhtus inermia, postica spinulosa vel 

inermia. Fronotum lohis deflexis rotundato vel angulo acuto insertis. 

12. Fronotum lohis deflexis rotundato insertis. Femora postica suhtus 
sjnnulosa. Alae elytris hreviores (Elytra acuminata, venis radiali- 
hus disjunctis, non furcatis, vena spuria inter illas et venam 
ulnarem interposita.) Fseudohurgilis m. 

12'. Fronotum lohis deflexis angulo acuto vel ohtuso (in genere 
Aniaria) insertis. Femora postica suhtus inermia. Alae elytris 
longiores. 

13. Alae elytris plus dimidio longiores. Haec apice^n versus 
attenuata, (ramo radiali xwimo integro). Ovipositor suhrectus, 
angustus, disco scahro, marginihus acute serrato-dentatis. 

Burgiiis Stäl. 

13'. Alae elytra vix tertia parte superantes vel iis parum longiores. 
Ehjtra margiyie antico toto rodundato. Ovipositor valde in- 
curvus, compressus, laevis vel rugulosus, marginihus ohtuse 
serratis. 

14. Elytra hasi valde dilatata, margine antico valde rotun- 
dato, apice acuminata, campo tympanali inusitate dilatato. 
Alae elytris parum longiores. Ovipositor semicirculariter 
incurvus, disco scahriusculo . . . Coryphoda m. 
14'. Elytra angusta, apice rodundato, campo tympanali nor- 
mali. Alae elytris quarta parte longiores. Ovipositor 
valde compressus, hrevis, hasi subito incurvus, disco laevi. 
15. Elytra in campis marginali et radiali venulis trans- 
versis parallelis, confertis instructa, venis radialihus 

pone hasin contiguis Aniara m. 

15'. Elytra venulis transversis irregularihus instructa, 
venis radialihus a hasi disjunctis. Hyperopliora in. 
10'. Fronotum lohis deflexis versus angulum posticum valde dilatatis. Segmen- 
tum anale pistillatum. Speeles Africana .... Corymeta m. 
9'. Elytra latiora, alis longiora. Hae ohtusae vel ahortivae (Ovipositor com- 
pressus, hrevis, hasi suhito incurvus, disco laevi.) . . . Cosinopltylla, 

I, 10. Elytra venulis transversis confertissimis instructa (Fronotum disco piano, 
lohis deflexis angulato insertis.) Engonia m. 
10'. Elytra venulis transversis nullis vel valde irregularihus instructa. 
11. FJlytra suhlinearia, apice ohtusa, venis radialihus disjunctis. (Fro- 
notum lohis deßexis rotundato insertis. Tihiae anticae supra muticae.) 

Stenophyllia m. 
11'. Elytra ovata, acuminata, venis radialihus contiguis. 



8 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



12. Fronotum lobis deflexis angulo acuto insertis, 
margine postico oblique truncato, sinu humerali 
subnuUo. Alae abortivae. Tibiae anticae supra 

submuticae Marenestha m. 

12'. Fronotum lobis deflexis angulo obtuso insertis, 
margine postico rotundato, sinu humerali dis- 
tincto. Alae (elytris breviores,) perfecte explieatae. 
13. Sterna truncata. Lamina subgenitalis 
elongata, attenuata. Speeles Americanae. 

Cosmophyllum Blanch. 
13'. Sterna triangulariter lobata. Lamina sub- 
genitalis cT brevis, parum attenuata. Speeles 
Madagassa. 

Faracosmophyllum gen. nov. 
8'. Tibiae anticae et intermediae supra totae inermes. Speeles 
Mundi antici. 

9. Elytra et alae margine antico rotundato. Alae campo 
triangulari apicali plicato, valde producto. Speeles Africanae. 

Pardalotae* 

10. Fronotum margine postico recto. Elytra latiuscula. 
Sterna margine pwstico recto. Lamina supraanalis 
utrinque in appendicem bicornutum producta. Gerd <^ 
apice securiformes. Speeles Africae occidentaUs. 

Fardalota m. 

10'. Fronotum margine postico rotundato. Elytra angusta. 
Sterna margine postico sinuato. Lamina supraanalis 
utrinque dentata. Gerd cT apice obtusi. Speeles Africae 

orientalis Foecilogramma Karseh. 

9'. Elytra et alae margine antico sinuato. Alae apice obtusae, 
campo triangulari nullo. Speeles Asiaticae Scamboxihylla. 

Scambophyllum m. 

4'. Lamina subgenitalis stylis minimis, articulato insertis. (Fronotum 
disco ptlano. Elytra coriacea, longitudine pronoti duplo latiora. Tibiae 
anticae foraminibus rimatis instructae, supra, margine postico spinuloso.) 

Speeles Africae occidentaUs et meridionalis Arantiae, 

Arantia Stäl. 

3'. Vertex valde declivis, elongatus, cum fastigio frontis angulum nullum vel 
vix perspicuum formans. Fastigium frontis horisontaliter laminato-productum. 
Speeles Asiaticae et Australicae. 
4. Fronotum breve, caput amplectens. 

5. Falpi graciles. Femora omnia gracilia. elytris et alis amplis, lamina 
subgenitali stylis nullis instructa. 9 ßlytfis fornicatis, alis nullis, ovi- 
positore brevissimo, valvulis liberis, muticis . . . Acridopezae, 

Acridopeza Guer. 



Additamenta zur Monographie der Phancroptcridon. 



9 



5'. Palpi articiilis hinis ultimis dilatatis. Femora dilatata et com- 
2)ressa. 9 dytt'i^ angustis, margine postico sinuato, apice 

trmicato. Lainina suhgenitalis stylis liberis instructa. Ovipositor 
pronoto longior, semicirculariier incurvus . . . EuryjJiilpae, 
6. Äntennae graciles. Fronotum sellatum . . Eurypalpa m. 
6'. Äntennae basi incrassatae, hirsutae. Pronotum planum, lobis 
deflexis angulo obttiso insertis . . Ceratopompa Karsch. 
4'. Pronotum angustum, elongatum, caput liberans. (Tibiae anticae supra 
muticae. Elytra latissima.) Speeles Sundaicae et Africae orientalis. 

Leptoderae, 

5. Pronotum disco piano, siibconcavo, antice angusto, postice latiore, 
lobis deflexis angulo acuto insertis . . . Leptodera Serv. 
5'. Pronotum cylindricum, constrictum. 

G. Pronotum biconstrictum. Elytra perfecte explicata. Speeles 

Äsiaticae Trochalodera m. 

6'. Pronotum medio constrictum. Elytra nulla. Speeles Africae 

orientalis Myrmecophana m. 

r. Coxae anticae Spina armatae. (Genus Terpnistria coxis muticis, in hanc 
divisionem locandum.) 

2. Fastigiiim frontis laminato valde productum. (Elytra ampla. Femora et 

tibiae laminato dilatatae.) Speeles Americana Aeglmiae, 

Aegimia Stäl. 

2'. Fastigium frontis non productum, vel laminam transversam brevem formans. 
3. Vertex in dentem vel cristam dentiformem a fastigio ipso remotam ele- 
vatus. (Femora et tibiae posticae plerumque lobatae vel longe spinosae.) 

Speeles Americanae Aphidniae, 

4. Femora postica spinulosa, nec lobata nec longe spinosa. 

5. Anteitnae nodosae. Fastigium verticis compressum, acuminatum. 

Femora postica lobis genicularibus obtusis. Hammatofera in. 
5'. Äntennae laeves, fuseo-annulatae. Fastigium verticis depressum, 
sulcatum. Femora postica lobis genicularibus longe dentatis. 

Oxyprora m. 

4'. Femora postica longe sjjinosa vel lobata. 

5. Femora et tibiae pjosticae longe spinosae . . . Machima m. 
5'. Femora postica lobata. Tibiae posticae dentibus triangularibus 

armatae Aphidnia Stäl. 

3'. Vertex planus vel tumescens, non spinosus. 

4. Tibiae intermediae laminato- dilatatae, compressae, spinam longam 

includentes. Speeles Americana Centroferae, 

Centrofera m. 

4'. Tibiae intermediae forma consueta construetae. 

5. Ovipositor brevissimus, valvulis liberis, laevissimis. Lamina sub- 
genitalis cT in lobos angustos, stylos imitantes producta (excepto 
gener e Victyota, stylis liberis instructo). 

Z. B. Ges. B. XLI. Abh. 2 



10 



C. ßrunner v. Wattenwyl. 



6. Tibiae anticae in utroque latere foramine aperto vel rimaeformi instructae. 

Ephippithytae, 

7. Pronotum ante medium constrictum, sellaeforme, vel postice cristatum. 
Femora postica gracilia, suhtus tota dentata. 

8. Pronotum sellaeforme, inerme. Elytra ramo radiali ante medium venae 
radialis Oriente, furcato Ephippithyta Serv. 

8'. Pronotum margine antico necnon latere utrinque spina armatum, disco 
postice cristato. Elytra rugulosa, ramo radiali longe pone medium 

venae Oriente, integro Alectoria m. 

7'. Pronotum nec constrictum nec cristatum, disco piano vel (in genere Pro tina 

solo) postiCi. tectiforme elevato. Femora postica suhtus inermia vel pone 

medium spinulosa. 

8. Elytra lanceolata vel apicem versus dilatata. Pronotum lohis deflexis 
altiorihus quam longioribus, vel aeque altis ac longis. Meso- et meta- 
sternum in margine postico lohata. 

9. Pectus latiusculum. Meso- et metasternum lohis aeque longis et altis. 
Pronotum lohis deflexis medio altissimis, margine inferiore rotundato 
vel recto. Elytra campo marginali irregulariter reticulato. Femora 
postica hasi plus minus dilatata. 

10. Fastigium verticis acuminatum, cum fastigio frontis suhcontiguum. 
11. Elytra a medio sensim attenuata, ramo radiali medio vel 

parum ante medium, furcato Caedicia Stkl. 

11'. Elytra in tertiaparte apicali latissima, ramo radiali hasi 
furcato. (Tihiae anticae supra sulcatae, excepta spina apicali 
externa, inermes. Femora omnia suhtus spinulosa.) 

12. Pronotum disco piano Diastella m. 

12'. Pronotum postice tectiforme elevatum . . Protina m. 
10'. Fastigium verticis obtusum, cum fastigio frontis lineola conti- 
guum (Bamus radialis medio furcatus.) . . Symmachis m. 
9'. Pectus compressum. Meso- et metastet'num lohis longiorihus quam 
latiorihus. Pronotum lohis deflexis pone medium altissimis, margine 
inferiore, supra coxas, suhemarginato. Elytra campo marginali 
venulis transversis parallelis, densis regulariter lineato. Femora 

postica hasi gracillima Dictyota m. 

8'. Elytra linearia, angusta. Pronotum lohis deflexis longiorihus quam 
altiorihus, vel aeque altis ac longis. Meso- et metasternum margine 
postico truncato vel suhrotundato (Femora postica gracilia, suhtus 

inermia vel spinulosa.) Polichne '&tk\. 

G'. Tihiae anticae antice foramine conchato, postice foramine aperto instructae. 
7. Tihiae anticae supra teretes, vel sulcatae, muticae. Meso- et metasternum 
triangulariter lohata. Speeles Australicae et Sundaicae. 

Paracaedicia gen. nov. 
7'. Tihiae anticae supra sulcatae, spinulosae. Meso- et metasternum postice 
suhtruncata. Speeles Africae occidentalis Phlaurocentra, 



Additainenta zur Monographie der Phaueropterideu. 



11 



8. Fastigiuni verticis ralde compressum, non sulcatum. Pronotum lohis 
deflexis rotundato insei'tis, multo altiorihus quam lomjioribus. Än- 

tennae cinguJatae Buttneria Karsch. 

8'. Fasiigium verticis profunde sulcatum. Pronotum loJm deflexis angu- 
lato insertis, rix altiorihus quam longiorihus. 

Ph lauroce n t r u m. K ;i r s c h. 
5'. Ovipositor pronoto longior rel aeque longus, marginihus apicem versus crenu- 
latis vel serrulatis, rarissime inermihus. Lamina suhgenitalis <^ stylis liberis 
vel nullis instructa. 

6. Tibiae anticae in latere antico foramine concliato, in latere postico fora- 
mine aperto instriictae. 

7. Ovipositor gracilis, compressus, sensim incurvus, apice sensim acumi- 
natus, plica basali rotundato tumescente. Elytra pleriimque textura 
tenera, pliLS minus subhyalina. 

8. Elytra venis radialibus contiguis, venulis transversis hcmd elevato- 
prominulis. S^ecies Äsiaticae {excepto genere Weissenhornia). 

JPsyrae. 

9. Pronotum carinis latercdibus obtusis vel acutis, nunquam granu- 
latis instructum. 

10. Elytra pone medium latissima, (interdum parum manifeste) 
ramis venae radialis et ulnaris angulosis, retro-currentibus, 
inter se retem irregulärem efßcientibus. ^) 
11. Pedes (femora vel tibiae) laminato dilatati vel foliacei. 
12. Pcdpi foliacei. Femora atque tibiae anticae et inter- 
mediae laminato dilatatae. Speeles Africana. 

Weissenbornia Karsch. 
12'. Palpi normcdes. Femora et tibiae lobis foliaceis in- 
structae. Speeles Sundaica . Ancylecha Serv. 
11 '. Pedes integri. Speeles ^s^V^^^me. 

12. Caput ab antico visum, obconicum (ad ocidos latius 
quam ad os). Margines scrobum antennarum haud 
inusitato elevati. Ovipositor pronoto sesqui longior. 
13. Vena ulnaris anterior a margine postico elytri 
valde remota, flexuosa. Pedes glabri. Ovipositor 
semicirculariter incurvus, marginibus apice crenu- 

latis Phygela Stäl. 

13'. Vena ulnaris anterior margini postico elytri magis 
appropinquata quam venae radiali, subrecta. Pedes 
longe-pilosi. Ovipositor sidjrectus, marginibus in- 
tegris Arnobia Stäl. 



') Genus Gonatoxia Karsch secundum formam elytrorura in hanc divisionem, seciindum retem 
Tenarum in divisionem 10' locandum. 

2* 



12 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



12'. Cajmt ab antico visum, conicum. Margines scrobum antennarum 
laminato valde elevati. Ovipositor pronoto multo brevior. 

Pyrgophylax gen. nov. 

10'. Elytra linearia (margine antico et postico parallelis), ramis rectis, venulis 
transversis regulariter dispositis. 

11. Caput et pronotum punctis impressis confertis scabra (Pronotum lobis 
deflexis angulato insertis.) (PJiaula rugulosa pronoto impresso-punc- 
tato in divisionem 11' locando.) Tapeina m. 

11'. Caput et pronotum laevia. 

12. Pronotum disco piano vel subconcavo, lobis deflexis angulo acuto 
insertis. Speeles Äfricae orientalis. 

13. Elytra venulis transversis parallelis regulariter dispositis. Fasti- 
gium verticis apice rotundafum,, ante apicem constrictum, pro- 
funde sulcatum. Lobi geniculares femorum posticorum rotundati. 

Dapanera Karsch. 

13'. Elytra irregulariter venosa: Fastigium verticis trianguläre, de- 
planatum, acuminatum. Lobi geniculares femorum posticorum 

acuminati Gonatoxia Karsch. 

12'. Pronotum disco subrotundato , lobis deflexis rotundato insertis. 
Speeles Asiaticae. 

13. Fastigium frontis cum fastigio verticis lineola contiguum. 

Casigneta m. 

13'. Fastigium frontis acuminatum, cum fastigio verticis puncto 
subcontiguum,. 

14. Vena mediastina vix conspicua. Tihiae anticae supra teretes, 
plus minus spinulosae, vel subsulcatae, inermes. 
15. Lamina subgenitalis stylis liberis nullis, at in lobos 
stylos imitantes producta. Ovipositor laevissimus. 
16. Fastigium verticis depressum. Elytra longitudine 
pronoti sesqui sublatiora. 

17. Bamus radialis primus ante medium venae ra- 
dialis oriens, pone medium furcatus, ramulum an- 
ticum in apicem elytri emittens. Elbenia Stäl. 
17'. Vena radialis ramos quatuor obliquos, integros 
vel ramos tres, primum furcatum, in marginem 
p)OSticum elytri emittens . . . . Phaula m. 
16'. Fastigium verticis ah antico visum, elevatum. Elytra 
longitudine pronoti haud latiora. (Tibiae anticae 
supra teretes, spinulosae. Segmentum anale securi- 
forme longe productum.) . . Habra gen. nov. 
15'. Lamina subgenitalis stylis liberis instructa. Ovip>ositor 

totus granulosus Calopsyra gen. nov. 

14'. Vena mediastina expressa. Tibiae anticae supra sulcatae, 
spinulosae (in Psyra Ceylonica teretes). (Bamus radialis 



Additamenta zur Monographie der Phaueropteriden. 



13 



■hl media renae radialis oriens, ante mediiiin fnr- 
catiis, utrumque ramulum flexuosum m marginem 
•posticum elytri emdttens. Lamina suhgenitalis 
stylis liberis, gracilihiis instructa. Ovipositor 
laevis.) Speeles Äsiaticae . . . Psyra Stäl. 
9'. Pronotimi carinis lateralibits grannlatis. (Fastigiiim verticis con- 
vexum, latiim, cum fastigio frontis Tinea contigumn. Elytra ante 
medium latissima, longitudine pronoii diiplo latiora. Ovipositor 
pronoto aeqiie longus, acuminatus, marginihus serratis.) Speeles 

Äfricae occidentalis Plangiopsis Karsch. 

8'. Elytra venis radialibns hasi vel totis disjunctis, vena antica impressa 
(j)licam longitudinalcm formante), venulis transversis confertis, elcvato- 
prominalis, parallelis. (Lamina suhgenitalis stylis liheris nullis.) 

Speeles Africanae Poreuomenae, 

9. Elytra angusta, longitudine pronoti rix latiora, campo ulnari 

normali Poreuomena m. 

9'. Elytra lata, longitudine p)ronoti sesqui latiora, campo tympnndli 
amplo. 

10. Tibiae intermediae normales. Cerci longi, acuminati. Lamina 
suhgenitalis angusta, valde elongata . Zeuneria Karsch. 
10'. Tibiae intermediae apice, Spina longa, artieulato-inserta, armatae. 
Cerci crassi, breves, apice inflati. Lamina subgenitalis brevis, 
transversa, triangulariter emarginata . . Morgenia Karsch. 
r. Ovipositor validus, plus minus scäber, margine superiore apice oblique 
truncato (excex)to genere Liotrachela), plica basali supra acute angu- 
lata (Segmentum anale <^ productum. Lamina subgenitalis profunde 
fissa, stylis brevissimis vel stylis liberis nullis.) .... HolocJilorae, 
8. Elytra vena mediastina distincta, recta, plicata instructa. Pronotum 
lobis deflexis rotundato insertis (Lamina subgenitalis stylis liberis 

brevissimis instructa.) Holo chlor a Stäl. 

8'. Elytra vena mediastina obsoleta vel curvata, non plicata instructa. 
Pronotum lobis deflexis angulo plus minus acuto insertis. 
9. Metasternum lobis rotundatis instructum. Elytra margine postico 
recto, longitudine pronoti sesqui Tiaud latiora, ramo radiali flexuoso, 
utrumque ramulum in marginem posticum elytri emittente. Ovipositor 
parum scaber, apice obtusus, margine superiore apice rotundato. 

Liotrachela m. 

9'. Metasternum lobis triangularibus instructum. Elytra medio dilatata, 
margine postico rotundato, longitudine pronoti duplo latiora, ramo 
radiali furcato, ramulum anticum rectum in apicem ipsum elytri 
emittente, ramulo postico cum vena ulnari rectissima confluente. Ovi- 
positor in modum generis Holochlorae constructus. 

Sympaestria m. 
Tibiae anticae foraminibus utrinque apertis vel utrinque rimatis. 



14 



0. Rruuner v. Watteuwyl. 



Tibiae anticae et intermediae supy-a sulcatae vel planae sed acute cmgulatae, 
in margine exteriore spinulosae vel muticae. (Nonnullae species generis Eury- 
coryphae tibiis anticis supra teretibus. — Genus Syntechna et nonnullae 
species generum Ctenophlebiae, Phyllopterae, Turpiliae , Arotae et 
Micro centri tibiis anticis sulcatis, in divisionem 7' locandae.) 
8. Tibiae anticae supra spinulosae, sed spinulis apicalibus nullis. (Elytra 
antice eburnco-marginata. Lamina subgenitaUs stylis liberis instructa. 
Ovipositor pronoto multo longior, sensim incurvus, acuminatus, disco laevi.) 

Species Austrcdicae Taeniomenae. 

9. Femora postica subtus inermia. Pronotum lobis deflexis longioribus 
quam altioribus, margine inferiore subrecto. Ovipositor a basi sensim 
attenuatus, marginibus distincte serrulatis .... Taeniomena m. 
9'. Femora postica subtus spinulosa. Pronotum lobis deflexis aeque altis 
ac longis, margine inferiore rotundato. Ovipositor medio latissimus, 

marginibus minutissime serrulatis Elephantodeta m. 

8'. Tihiae anticae supra spinulosae vel muticae, saltem Spina apicali in 
margine externo armatae, (exceptis nonnullis speciebus generis Plagio- 
pleurae, quae spina apicali carent). 

9. Fastigium verticis partim deflexum, acuminatum vel (in generibus 
Tetraconcha et Otomystra) truncatum. 

10. Tibiae anticae et intermediae supra, excepta spina apicali, muticae. 
(Isopsera aliena, tibiis anticis spinulosis in hanc divisionem 
locanda.) Species mundi antici. 

11. Elytra angusta, venis radialibus a basi discontiguis. Lamina. 
subgenitaUs <^ stylis nullis vel minimis instructa. 

12. Pronotum sellacforme, lobis deflexis in tumescentibus. 
Elytra angustissima, margine postica sinuato, ramo radiali 
cum Vena ulnari confluente. Femora postica subtus, apicem 
versus spinulosa. Lamina subgenitaUs stylis minimis in- 
structa Dioncomena m. 

12'. Pronotum disco subplano, lobis deflexis in utroque sexu 
planis. Elytra margine postico recto vel subrotundato. 
13. Alae x)erfecte expUcatae. Elytra apice rotundata. 

14. Femora omnia subtus inermia. Alae elytra valde 
superantes (excepta Phaneroptera annulata). 

Phaneroptera Serv. 
14'. Femora antica subtus spinulosa. Alae elytra parum 
superantes. 

15. Pronotum lobis deflexis trapezoideis, cdtioribus 
quam longioribus. Elytra longitudine pronoti 
parum latiora. Species Insularum Oceanicarum. 

Agnapha gen. nov. 



Additanienta zur Monographie der Plianoroptorideu. 15 

15'. Pronotnm lohis defle.ris rotundatis, acque altis ac longis. 
Elytra longitudine pronoti duplo suhlafiora. Speeles 
Afncana 3felidia Stäl. 



18'. Alae rudimenfariae. Elytra ajnce acuminata. (Pronotnm lohis 
deflexifi angnlo acuta insertis^ midto longiorihus quam altiorihus. 
Femara omnia suhtus inermia.) Speeles Madagassae. 

Eucatapta Karseh. 

11'. Elytra plus viinus! latiora, renis radialibus cantiguis. Lamina suh- 
genitaJis stylis longis rel lohis angustis, stylos imitantihus instructa. 
{Ovipositor pronoto longior, sensim incurrus, acuminatus.) Speeles 

Asiaticae (unica Africana) Isopserae, 

12. Elytra longitudine pronoti sesqui haud latiora. Alae elytra sat 
superantes, campo apicali non producta. 

1 8. Elytra textura fortiore, venulis transversis parallelis instructa. Ovi- 
ptosHor laeris. ( Segmentum anale non productum. Lamina sub- 
genitalis stylis longis instructa.) Species Indicae. Isopsera m. 
13'. Elytra textura tenera, siihpellucida, venulis transversis irregu- 
lariter dispositis. Ovijwsitor disco granuloso. Speeles Africana. 

Pseudopyrrhizia gen. nov. 
12'. Elytra longitudine pronoti subduptlo latiora (textura fortiore). Alae 
elytra rix superantes, campo apticali producta . . Allodapa m. 
Tibiae anticae vel saltem intermediae supra spinulosae. (Isopsera aliena 
tihiis anticis spinulosis, in divisionem 10 locanda.) 

1 1 . Pronotum valde sellatum, disco postice elevata. Elytra margine postico 
sinuato, apice oblique truncata. Femara postica subtus lobata vel 
triangulariter dentata. Lamina subgenitalis cT stylis liberis instructa. 

Speeles Africanae Terpnistriae. 

12. Tibiae anticae utrinque foramine aperto instructae. 

18. Pronotum antice in lobum acuminatum, elevatum productum. 
Fastigium verticis compressum, acuminatum. Coxae anticae 

inermes Terpnistria ^td,\. 

18'. Pronotum antice truncatum. Fastigium verticis depressum, latum, 
antice truncatum. Coxae anticae Spina armatae. 

Gelatopoia gen. nov. 
12'. Tibiae anticae utrinque foramine rimato instructae (Pronotum antice 
integrum. Coxae anticae spina instructae.) . . . Diogena m. 
1 1 '. Pronotum disco piano vel sellata, sed nec postice nec antice elevato. 
Elytra margine postico recto rel sinuato. Feinora jwstica suhtus spinu- 
losa vel lobata. 

12. Tibiae anticae faraminihus rimatis rel conchatis instructae. Speeles 
mumdi antici. 

13. Elytra angusta, longitudine pronoti parnm latiora. Femara 
antica subtus inermia. Ovipositor pronoto longior. Tylo2)sidae, 

Tylapsis Fieb. 



16 



C. Brunner v. Wattcnwyl. 



13'. Elytra longitudine pronoti subditplo latiora. Femora antica subtus 
spinulosa. Ovipositor pronoto muUo hrevior .... Otiaj)hysae, 
14. Fastigium verticis acuminatum, depressum. Fronotum lohis deflexis 
altioribus quam longioribus. Femora postica lohis genicularibus 

bispinosis Otiaphysa Karsch. 

14'. Fastigium verticis truncatum, elevatum, articulo primo antennarum 
sublatius. Fronotum lobis deflexis longioribus quam altioribus vel 
aeque altis ac longis. Femora postica lobis genicularibus breviter 

bidentatis Tetraconcha Karsch. 

12'. Tihiae anticae forami^iibus apertis instructae. (Genus Ducetia in divi- 
sionem 1 locandum.) Speeles Americanae, exceptis Symmetropleura 
Africana, nec non divisione 16'. 

13. Elytra angusta, margine postico sinuato. Femora antica plerumque 
supra, apice compressa, acuminata. Femora postica lobis genicularibus 

longe acuminatis instructa Horniilüie. 

14. Fronotum disco piano, postice rotundato, lobis deflexis rotundato 
insertis. Lamina subgenitalis stylis minimis liberis instructa. 

Hormilia Stäl. 

14'. Fronotum sellatum, disco postice triangulariter producto. Lamina 
subgenitalis stylis nullis instructa . . . . Arethaea Stsil. 
13'. Elytra latiora, margine postico recto vel rotundato. Femora antica 
supra teretia. Femora postica lobis genicularibus obtusis vel breviter 
dentatis instructa. {S])eGies Asiatica . . Ischnoptera aliena ^]}. n.) 
14. Lamina subgenitalis stylis nullis instructa (Elytra linearia, 
angusta vel latiora, ramo radiali furcato, in marginem posticum 

elytri excurrente.) Scuddemae. 

15. Femora antica et intermedia subtus inermia, postica inermia 
vel raro-spinulosa. Ovipositor apice obtusus. Speeles Americae 

borealis Scudderia Stäl. 

15'. Femora antica et intermedia subtus spinulosa, ijostica spinulosa. 
Ovipositor acuminatus vel obtusus. 
16. Fronotum carinis lateralibus integris. 

17. Elytra ramo radiali primo furcato. Lamina subgenitalis 
brevis vel elongata, ajnce leviter emarginata. Speeles 
Americae meridionalis et Africae Symmetropleura m. 
17'. Elytra ramo radiali ^wimo integro. Lamina subgenitalis 
in appendices duas sidjulatas, incurvas producta. 
Speeles Madagassae . . . Anchispora gen. nov. 
16'. Fronotum carinis lateralibus crenulatis. (Elytra ampla.) 
17. Carinae pronoti dentibus majoribusö — lOinstructae. 3Ieso- 
et metasternum lobis rotundatis. Speeles Madagassae. 
18. Fastigium verticis apice truncatum. Fronotum cari- 
nis obtuse crenulatis, lobis deflexis subaeque altis ac ( 



Additamcnta zur Mouograpliio der Phaueroptcriden. 



17 



longis. Elyira ramo primo radiali pone medium venae 
radialis Oriente. Alac elytra superantes. 

Megotoessa Karsch. 
18'. Fastigium verticis acuminatum. Pronotum carinis acute 
denticulatis, lohis deflexis longiorihus quam altioribus. Elytra 
ramo primo radiali ante medium venae radialis Oriente. 
Alae ab elytris ahsconditae . . . Cosmozoma Karsch. 
17'. Carinae pronoti minute et confertissime crenulatae. Meso- et 
metasternum lohis triangularihus, elongatis, aciwiinatis instructa. 

Speeles Indicae Trigonocorypha Stäl. 

14'. Lamina subgenitalis stylis liheris instructa. 

15. Pronotum carinis acutis, vel ohtusis, vel nxillis, nunquam elevatis nec 
dentatis nec crenulatis. 

16. Vertex planiusculus. Pronotum disco piano, lohis deflexis plus minus 
angulato-insertis. Antennae hasi nec incrassatae nec hirsutae. Elytra, 

excepte genere Tlieudoria, viridia JPlaffiopleurae, 

17. Elytra venis radialibus plus minus (minime pone medium) dis- 
junctis, ramo radiali in marginem posticum elytri exeunte. 
18. Tibiae anticae supra, pone foramina spinula nulla instructae 
C$ Amaurae olivaceae spinula hasali instructa). Pro- 
notum laeve, nitidum. (Femora postica apicem elytri non 
attingentia, suhtus utroque margine spinuloso.) Lamina suh- 
genitalis <^ brevis, margine postico emarginato. 

Amaura m. 

18'. Tibiae anticae supra, p)one foveolas spinula minima armatae. 
Pronotiwi nitidum sed impressionibus inaequale vel opacum. 
Lamina subgenitalis longior, attenuata, fissa. 
19. Ovipositor apice acuminatus. 

20. Elytra apice rotundata, alis parum breviora. Femora 
postica subtus, margine externo inermi, (excepta 
Theudoria nigrolineata femoribus utrinque 
spinulosis). 

21. Lamina subgenitalis cT niodice attenuata. Seg- 
mentum abdominale ventrale ultimum 9 <^ ^^0- 
mentis ceteris haud diversum. 

Homotoicha gen. nov. 
21'. Lamina subgenitalis valde attenuata et elon- 
gata, jirofunde fissa. Segmentum abdominale ven- 
trale ultimum 9 ceteris multo majus, trapezoideum. 
Lamina subgenitalis 9 brevissima, transversa. 

Theudoria Stäl. 

20. Elytra apice obtuse oblique tru/ncata. Femora postica 
subtus utroque margine spinuloso. (Segmentum ab- 
dominale ventrale ultimum 9 <^ ceteris haud diversum. 

Z. B. Ges. B. XLI. ALh. 3 



18 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Lamina suhgenitalis 9 dongata, apice truncata et utrin- 
que in appendicein angustam terminata.) 

Parascudderia gen. nov. 
19'. Ovipositor apice rotundatus (Femora postica subtus, utroque 

margine spinuloso.) Ceraia gen. nov. 

17'. Elytra venis radialibus, excepto apice, totis contiguis, ramo radiali 
in apicem elytri exeunte, vel in mar ginein posticum elytri deflexo. 
(Tibiae anticae supra, pone foramina spinula nulla.) 
18. Elytra ramo radiali recto, in apicem elytri exeunte. Ovipositor 
basi subito incurvus, acuminatus, marginibus totis crenulatis. 
19. Vertex antice carinato-marginatus, utrimque ad medium oculi 
in dentem obtusum abruptus, fastigio angulato-deflexo . Elytra 
ramo radiali non furcato, cum vena ulnari ramulo obliquo 

conjuncto Ectemna m. 

19'. Vertex antice obtusus, fastigio rotundato-deflexo. Elytra ramo 
radiali furcato vel, in modum generis praecedentis, cum vena 
ulnari ramulo obliquo conjuncto . Plagiopleura Stäl. 
18'. Elytra ramo radiali furcato, in marginem posticum elytri de- 
flexo. Ovipositor parum incurvus, obtusiusculus, marginibus 

integris vel apice subcrenulatis Parableta m. 

16'. Vertex rotundatus, valde declivis. Pronotum plus minus sellatum, lobis 
deflexis rotundato insertis. Antennae basi incrassatae, plerumque hir- 
sutae. Elytra colore atro vel laete ferrugineo. Abdomen plus minus 
extense chalybaeo-tinctum (Tibiae anticae supra totae inermes. Alae 

campo triangulari apicali distincto.) Scaphurae, 

Scaphura Kirby. 

15. Pronotum carinis lateralibus plus minus elevatis et dentatis, vel rectis, et 
tanturn postice crenulatis. (Species statura magna, elytris corneis. Ovi- 
positor brevis, parum coinpressus, attenuatus, marginibus integerrimis.) Species 

Americanae excepta Xantia Borneensi Steirodontia, 

16. Bamulus anticus rami radialis in apicem ipsum elytri excurrens. 

17. Fastigium verticis horizontaliter ptroductum, sulcatum, articulo primo 
antennarum vix latius. Pronotum carinis in quarta parte postica 

sola crenulatis Stilpnochlora Stdbl. 

17'. Fastigium verticis deflexum, haud sulcatum, articulo primo anten- 
narum duplo latius. Pronotum carinis lateralibus ampliatis, totis 

crenato-dentatis Steirodon ^evY. 

16'. Bamulus anticus rami radialis in marginem posticum elytri excurrens. 
17. Pronotum carinis lateralibus cristato-elevatis. Tibiae anticae supra 
deplanatae. (Tibiae p)OSticae valde compy-essae et dilatatae.) 

Peucestes Stäl. 

17', Pronotum carinis lateralibus non elevatis. Tibiae anticae supra 
sulcatae. 



I 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



19 



18. Ociili glöbosi. Tibiae anticae in latere 
externo foramine aperto, in latere interno 
foramine suhrimafo instructae. Tibiae 
posticae compressae, parum dilatatae. 

Posidippus Stäl. 
18'. Omdi valde elongati. Tihiae anticae utrin- 
que foramine rimato instructae. Tihiae 
posticae supra valde dilatatae. Speeles 

Asiatica Xantia m. 

, Fastigiiim verticis ohtusum, deflexum, articulo primo antennarum multo latius. 

Amhlycoryphae, 

10. Tihiae anticae supra, margine postico spinuloso vel foliaceo-lohato. Bamus 
radialis medio vel pone medium furcatus. Speeles Americanae. 
11. Femora et tihiae omnes simplices. Pronotum planum. 

12. Fastigium verticis articulo primo antennarum triplo latius, ohtu- 
sum, non sidcatum. Mesosternum triangulariter lohatum. Ovi- 
positor semicirculariter incurvus, pronoto duplo longior, margine 

superiore sinuato Amhlycoryplia 

12'. Fastigium verticis articulo primo antennarum vix duplo latius, 
sulcatum. 3Iesosternum rotundato-lohatum. Ovipositor hasi subito 
incurvus, pronoto vix longior, margine superiore recto. 

Ane2'>sia m. 

11'. Femora necnon tihiae anticae et intermediae foliaceo-lohatae. Pro- 
notum disco profunde concavo ( Oculi valde elongati. Elytra latissima 

obovata.) Agaura gan. noY. 

10'. Tibiae anticae supra, margine postico, excepta Spina apicali, inermi, 

(interdum etiam Spina apicali deficiente). Mamus radialis ante medium 

furcatus. Speeles Africanae. 

11. Fastigium verticis articulo hasali antennarum triplo latius. Oculi 
oblongi. 

12. Tihiae anticae utrinque foramine aperto instructae, margine ex- 
terno spinula apicali instructae. Pronotum lobis deflexis medio 
altissimis. 

13. Frons depressa, latere carinata, versus labrum angustata. 

Tihiae intermediae supra inermes . Eurycorypha Stäl. 
13'. Frons rotundata, latere Tiaud carinata. Tibiae intermediae 
supra, margine antico spinuloso . Monteiroa Kar seh. 
12'. Tibiae anticae utrinque foramine clauso instructae, supra totae 
inermes. Pronotum lobis deflexis pone medium altissimis. (Frons 
rotundata. Tibiae intermediae supra inermes.) 

Vossia gen. nov. 

11 '. Fastigium verticis articulo hasali antennarum parum latius. Oculi 
globosi (Frons rotundata, haud carinata.) . . . Plangia Stäl. 

3* 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Tibiae anticae et intermediae supra teretes, plerumque totae inermes, (ra- 
rissime sulcatae, quod si ita est, Spina apicalis deest (Ctenophlehiae), 
vel quum spina aincalis adest, meso- et metastermtm longe lohata (Micro- 
centrum). (Nonnullae species generis Phyllopterae tibiis anticis sulcatis 
per exceptionem praeditae, nec non genus Arota tibiis anticis sulcatis.) 
8. Fastigium frontis acuminatum vel obtusum, nunqiiam laminato productum. 

Species Americanae, exceptis nonnullis speciebus generis Anaulacomerae 

et genere Africano Anchispora. 

9. Femora antica subtus plerumque, intermedia Semper teretia, postica 
subtus deplanata. Lamina subgenitalis stylis nullis instructa. Ovi- 
positor pronoto plerumque longior, parum incurvus, acimiinatus, laevis, 
rarissime (tantum in genere Africano Parapyrrhicia) dentatus et 
disco acute-granuloso. 

10. Mamus radialis furcatus. Pronotum lobis deflexis rotundato vel 



angulo obtuso insertis Anaulacomerae, 

11. Pronotum disco planiusculo, linea elevata yiulla. 

12. Ovipositor laevissiinus. Species Americanae et nonnullae 



12'. Ovipositor dentatus necnon disco granulis acutis scabro. 



11'. Pronotum disco rotundato, lineola subelevata longitudinali in- 
structo. Species Americanae. 

12. Pronotum lobis deflexis aeque altis ac longis. Elytra sub- 
pellucida, venulis transversis parum expressis. Pedes minus 
graciles. Femora antica pronoto vix longiora, postica pro- 
noto 4-plo haud longiora . . . . Grammader a m. 
12'. Pronotum lobis deflexis longioribus quam altioribus. Elytra 
prasina, opaca, venulis transversis parallelis, elevatis. Pedes 
gracillimi. Feynora antica pronoto sesqui longiora, postica 
pronoto 5-plo longiora . . . Abrodiaeta gen. nov. 
10'. Vena radialis ramos complures indivisos, parallelos emittens. Pro- 
notum lobis deflexis angulato insertis (Fastigium verticis plus minus 
laminato-compressum. Tibiae anticae et intermediae supra sulcatae, 

totae inermes.) Ctenophlehiae. 

11. Elytra angusta, ramis venae radialis longitudinalibus, in apicem 



elytri exeuntibus. 

12. Fastigium verticis articulo primo antennarum brevius. Pro- 
notum lobis deflexis longioribus quam altioribus, margine 
postico circulariter rotundato. Elytra angusta, basi et apice 
aeque lata. Ovipositor basi angulato incurvus. Species 
Madagassa Agennis gen. nov. 

12'. Fastigium verticis articulo primo antennarum longius vel 
aeque longum. Pronotum lobis deflexis altioribus quam 
longioribus, margine postico plus minus angulato-producto. 



species Australicae 



Anaulacomera Stäl. 



Species Africana 



Parapyrrhicia gen. nov. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



21 



Ehjira hasi latiora, apicem versus angustata. Ovipositor parum 

incurvus. Speeles Americanae Tomeophora m. 

11'. Elytra valde dilatata, ovata vel trapezoidea, ramis radialihus ohli- 
quis, in marginem posticum ehjtri exeuntibus. Speeles Americanae. 

Ctenophlebia Stäl, 

9'. Femora omnia suhtits sulcata. Lamina siihgenitalis stylis instructa. Ovi- 
positor rarissime pronoto longior, subito incurvus, scaber, acuminatus, vel 
laevis, apice truncatus et crenulatus aiit obtusus (in Microcentris). 
10. Lobi mesosterni trianguläres, non producti, lobi metasterni rotimdati, 
excepto genere Turpilia (lobis metasterni triangularihus). Ovipositor 
acuminatus. Fastigium verticis acuminatum. 
11. Venae radiales contiguae. 

12. Fastigium verticis cum fastigio frontis non contiguum. Margines 
interni scrobum antennarum, ab antico visi, fastigium frontis in- 
cludentes. Frons plus minus tumescens (Metasternum rotundato 

lobatum.) Pliyllopterae, 

13. Alae elytra super antes. 

14. Venae secundariae elytrorum irregulariter dispositae. 
15. Pronotum lobis deflexis plerumque altioribus quam 
longioribus, margine antico sinuato. Tibiae anticae 
et intermediae minus graciles. Illae pronoto parum 
longiores. Ovipositor pronoto brevior, basi et apice aeque 
latus. Cerci brevio7'es, curvati. Phylloptera Serv. 
15'. Pronotum lobis deflexis aeque altis ac longis, mar- 
gine antico recto. Tibiae anticae et intermediae gra- 
ciles. Illae longitudinem pronoti sesqui superantes. 
Ovipositor pronoto longior (excepto genere Cora), 
basi attenuatus. Gerd <^ recti, longi. 
16. Fastigium verticis parum ante oculos productum. 
Elytra ovata, medio vel pone medium latissima. 
Alae apice acuminatae, campo triangulari apicali 

non producto Hyperphrona m. 

16'. Fastigium verticis ante oculos valde productum. 
Elytra marginihus xmrallelis. Alae apice obtusae, 
campo apicali rotu^ndato-producto . . Cora m. 
14'. Venae secundariae elytrorum regulariter oblique alineatae. 

Arota gen. nov. 
13'. Alae elytris breciores (campo apicali valde producto). 

14. Fastigium verticis sulcatum. Tibiae anticae et intermediae 
minus graciles, illae pronoto subbreviores. Pronotum lobis 

deflexis medio altissimis Prosagoga m. 

14'. Fastigium verticis teres vel subsuleatum. Tibiae anticae 
et intermediae graciles, illae pronoto longiores. Pronotum 
lobis deflexis pone medium altissimis . Phrixa Stäl. 



22 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



12'. Fastigium verticis cum fastigio frontis contiguum, (in Plagio- 
pleurahicordata non contigmmi, quod si ita est, margines scrohum 
antennarum valde distantes). (Phylloptera Peruviana, fastigio 
verticis et frontis contiguis, in divisionem 12 locanda.) Tiirpiliae, 
13. Femora antica suhtus, margine antico dentato. Tibiae anticae 
supra, in apice 2icirtis dilatatae, spinula armatae. Elytra ovata, 
in tertia parte apicali longitudine pronoti triplo latiora. 

Plagioptera Stäl. 

13'. Femora antica suhtus spinulis minimis armata vel inermia. 
Tibiae anticae supra, spinula basali nulla. Elyh'a lanceolata 
vel linearia, longitudine pronoti duplo non latiora. 
14. Alae elytris longio7'es. Ovipositor pronoto vix longior. 

15. Vertex declivis, cum fronte angulo valde obtuso conti- 
guus. Elytra apice oblique truncata. 
16. Elytra margine postico late sinuato. Pronotum breve, 

postice truncatum Theia gen. noY. 

16'. Elytra margine postico recto. Pronotum postice longe 
triangulariter producttmi . . Hetaira gen. nov. 
15'. Vertex Jiorizontalis, cum fronte angulum distinctum 
formans. Ehjtra lanceolata . . . Turpilia Stäl. 
14'. Alae elytris breviores, campo triangulari valde producto. 
Ovipositor pronoto sesqui longior . , . Apocerycta m. 
11'. Venae radiales a basi divisae. (Statura minore, habitu generis Xiphidii. 
Pronotum postice elliptico-productum. Elytra angusta.) Speeles Africana. 

Anepitactae, 
Anepitacta gen. nov. 

10'. Lobi meso- et metasterni triangulariter producti, exceptis generibus Ischyra 
et Apoballa lobis metasternalibus rotundatis. Fastigium verticis acumi- 
natum vel obtusum. Ovipositor obtusus, crenulatus vel acuminatus et val- 

vulis laevissimis, discontiguis Mierocentra, 

11. Ovipositor basi subito incurvus, valvulis inferioribus apice truncatis, 
et profunde crenulatis (Fastigium verticis deflexum, articulo primo an- 
tennarum latius vel aeque latum, obtusum. Elytra lanceolata vel ovata, 
ramo radiali utrumque ramulum in marginem posticum elytri emittente 
fexcepto Microcentro Otomio].) . . . Microcentrum Scudd. 
11'. Ovipositor subito vel sensim incurvus, marginihus laevissimis, valvulis 
inferioribus apice acuminatis, cum valvulis superioribus discontiguis, ex- 
cepto gener e Stibaria, ovipositor e valvulis inferioribus apice crenulatis. 
12. Fastigium verticis valde obtusum, articulo primo antennarum qua- 
druplo latius. (Ischyra flaviceps fastigio verticis articulo primo 
antennarum tantum duplo latiore.) 

13. Tibiae anticae utrinqiie foramine conchato instructae. Femora 
postica subtus, margine externo toto dentato. Metasternum lobis 
triangularibus instructum Lobophyllus Ssiuss. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



13'. Tibiae anticae ii frinque foramine aperto instructae. Femora 
postica suhtKS, margine externo apicem versus spinulosa . 
Metasternum lohis triamjularihus vel rotundatis instructum. 

Isch i/ra m. 

12'. Fastüjium verticis longe productum, vel hreve, articulo primo 
antennarum parum latius, vel acuminatum. 
13. Fastigium verticis Jiorizontaliter productum, articulo primo 
antennarum longius, apice acuminatum, vel ohtusum. 

Petaloptera Sauss. 

13'. Fastigium verticis hreve. 

14. Fronotum lohis deflexis margine ciliato. Elytra mem- 

hranacea vel coriacea. (Ramus radialis ramulum anti- 

cum in apicem elytri ipsum emittens.) 

15. Tihiae anticae et intermediae supra sulcatae. Meta- 
sternum lohis triangularibus instructum. Gerd cT 
simpliciter incurvi Syntechna m. 

15'. Tihiae anticae et intermediae supra teretes. Meta- 
sternum lohis rotundatis instructum. Cerci 

flexuoso-decussati Apohalla m. 

14'. Fronotum lohis deflexis margine glahro. Elytra Cornea. 

15. Elytra margine postico suhrecto. Ramus radialis 
utrumque ramulum in marginem 2^osticum elytri 
emittens. Mesosternum lohis planis, supra coxas 
extensis. 

16. Fastigium verticis articulo primo antennarum 
latius. Elytra pone medium valde angustata. 
Tihiae anticae utrinque foramine aperto in- 
structae Philophyllia Stäl. 

16'. Fastigium. verticis articulo primo antennarum 
angustius. Elytra pone medium modice an- 
gustata. Tihiae anticae utrinque foramine 
rimato instructae . . . Phoeholampta m. 
15'. Elytra margine postico toto rotundato vel tecti- 
forme elevato. Bamus radialis utrumque ramulum 
vel ramulum anticum solum in apicem elytri emit- 
tens. Mesosternum. lohis valde compressis. 
16, Fastigium frontis hituherculatum. Bamus ra- 
dialis utrumque ramulum in apicem elytri 
emittens. Ovipositor valvulis integerrimis, oh- 

tusis Äcra m. 

16'. Fastigium frontis ohtusum. Bamus radialis 
ramulum anticum in apicem, ramulum posticum 
in marginem posticum elytri emittens. Ovipositor 
valvulis acuminatis, crenulatis. Stihara m. 



24 



C. Br linner v. Wattenwyl. 



8'. Fastigium frontis laminato liorizontalUer productum (Vertex declivis, pro- 
notum valde convexum. Elytra amiüa, Cornea, apice rotundata. Speeles 

Asiatica, Jiahitu insolite obeso.) Dysiiiorphae, 

Dysmorpha m. 



S. 35. 

Die Diagnose des Genus Orpliania Fisch, ist zu ergänzen: Tihiae an- 
ticae supra utroque margine 8 — lO-spinuloso. . 

Dispositio specierum generis Orphaniae. ^ 

1. Fastigium vertieis articulo hasali antennarum triplo latius, supra haiid sul- 
catum. Pronotum margine postico recto. Cerci cT adunci. Lamina sub- 
genitalis ^ elongata et attenuata l. denticauda Q^i^ir^^. 

V. Fastigium vertieis articulo hasali antennarum duplo haud latius, supra sul- 
catum. Pronotum margine postico rotundato-producto. Cerci cf simpliciter 
incurvi. Lamina subgenitalis bfevis, parum attenuata . 2. scutata m. 

S. 36. 

Anzuschliessen : 

2. Orphania scutata m. 

Viridis, unicolor vel ferruginea, fusco-adspersa. Fastigium vertieis arti- 
culo hasali antennarum vix duplo latius, supra breviter sulcatum. Antennae 
nigro-annulatae. Pronotum postice rotundato-productum. Femora postica suhtus, 
utroque margine spinulis 8 — 10 armato. Tihiae anticae supra, margine antico 
spinulis 7, margine postico spinulis 8 armatae. Abdomen viride unicolor vel 
ferrugineum, utrinque vitta lata fusca ornatum. Lamina supraanalis äila- 
tata, margine postico sinuato. Cerci ^ breviores, semicirculariter incurvi, acumi- 
nati. Lamina subgenitalis ampla, deplanata, multo brevior quam in specie 
praecedente, margine postico obtuse triangulariter emarginato. , $ . 

c? 9 

Long, corporis 33 37 mm 

„ pronoti 12 5 105 „ 

„ femorum posticorum . . . 23 ? r, 

„ ovipositoris — 22 ^ 

Orphania scutata Brunner, 1882, Prodr. d. europ. Orthopt., S. 256. 
Orphania scutata Pancic, Serbiens Orthopt., S. 96. 
Patria: Montes Balcani Serbici in collibus herbidis (coli. m.). 

S. 37. 

Dispositio specierum generis Poecilimonis. 

1. Cerci cf apice simpliciter mucronati vel bispinosi, unicolores (in Poec. 
in f lato apice nigri). 



Additamouta zur Monograpliic der PlianoroptiM ideu. 



25 



Pronotum lobis defexis margine posiico suhsinnato. 
'^. Oi'ipositor pronoto äupJo suNoiujior. Species statura majore. 
4. Antennae nnicoJorcs. 

5. Fastigium verticis antice (Icpressum, leviter impremim. Pronotum 

hmid constrictum 1. ohesus Fieh. 

5'. Fastigium verticis globosum sulcatum. Pronotum antice con- 
strictum 2. affinis 

4'. Antennae nigro-annulatae (Fastigium verticis subdepressum, sulcatum. 

Pronotum antice constrictum.) 3. Fieh er i Ullrich. 

o'. Ovipositor pronoto sesqin haud longior. Species statura minore. 
4. Pronotum disco postice haud carinato. 

5. Cerci aince hispinosi vel deplanati. Species Asiaticae. 
6. Cerci angulato incurvi, hispinosi. 

7. Angulus cercorum in spinam productus . . 5. hamatus m. 
7'. Angulus cercorum rotundatus, spinula minima eo supposita. 

7. unispinosus ra. 

G'. Cerci apice deplanati. 

7. Antennae unicolores fuscae. Pronotum ^ elytra suhtota tegens. 

Statura minore 22. deplanatus m. 

7'. Antennae atro- et albido-cingulatae. Pronotum cT elytra usque 
ad venam plicatam liherantia. Statura majore. 

23. pul eher spec. nov. 
5'. Cerci apice simpliciter miicronati. Species Italicae et Balcanicae. 
6. Antemiae nigro-annulatae. 

7. Cerci cT graciles, lamina subgenitali longior es, acuminati. 
Femora postica suhtus inermia. 

8. Pronotum disco, a latere viso, recto. Cerci apice con- 
colores. Species Balmatica et Graeca. 19. Jonicus Kollar. 
8'. Pronotum disco, a latere viso, inflato-rotundato. Cerci cT 
apice atri. Species Asiae Minoris. 24. in flatus spec. nov. 
7'. Cerci lamina subgenitali hreviores, teretes, apice ohtusius- 
culi. Femora postica suhtus, utroque margine apice spinuloso. 

Species Graeca 20. noö* Z*s Fi eb. 

6'. Antemiae unicolores vel in longis interstiis pallide annulatae. 
7. Pronotum postice decurvum, elytra suhtota tegens. Ahdomen 
vitta dorsali fusca, lata ornatum. Cerci laminam suhgenitalem 
duplo superantes. Species Sicilica. 18. laevissimus Fisch. 
7'. Pronotum postice formicatum, elytra liherans. Ahdomen 
unicolor. Cerci laminam suhgenitalem sesqui haud superantes. 

Species Italica 25. incertus T?irg. 

4'. Pronotum disco ad marginem p)osticum carinula longitudinali in- 
structo. (Pronotum margine postico infuscato, in fornicato, elytra 
Uherante. Elytra in utroque sexu latere levissime fusco-maculata.) 
Species Austriaca et Ibmgarica 21. Schmidti Fieh. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 4 



26 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



2'. Pronotum lobis deflexis margine postico rotundato. (Äntennae nigro- 
annulatae.) 

3. Cerci ajnce dilatati, plus minus angulato-inflexi, ynucronati. Species 
Balcanicae. 

4. Cerci angulo recto inflexi, ad inflexionem valde dilatati, parte 
inflexa cum parte hasali aeque longa . . 12. Brunneri Friv. 

4'. Cerci rotundato-inflexi, parte inflexa, quam parte hasali hre- 
viore. 

5. Pronotum etiam in cT postice adpressum. Lamina suhgenitalis 

plana 15. Fussi Fieb. 

5'. Pronotum in postice fornicatum. Lamina suhgenitalis ^ 

compressa 14. ampliatus m. 

3'. Cerci cT teretes, apice rotundato-inflexi. 

4. Cerci apice simpliciter acuminati. Lamina suhgenitalis cercis 
haud longior. 

5. JElytra vena plicata infuscata. Species Europeae. ' 

6. Pronotum in postice deflexum, elytra suhtota tegens. Vena 
pjlicata elytrorum fusco-vittata. Species Dalmatica. 

13. elegans Fieb. 

6'. Pronotum in postice triam, elytra dimidia liherans. Vena 
plicata elytrorum atro-signata. Species Hungarica et Balcanica. 

17. thoracicus Fieb. 
5'. Elytra unicoloria vel disco leviter infuscato. Species Asiaticae. 
6. Cerci parte apicali inflexa hrevi. 

7. Cerci acuminati. Lamina suhgenitalis margine postico 
triangulariter emarginata. 26. Pergamicus spec. nov. 
7'. Cerci ohtusiusculi. Lamina suhgenitalis margine postico 

recto 27. Syriacus spec. nov. 

6'. Cerci parte apicali inflexa cum parte hasali aeque longa (apice 

ohtusi) 11. amissus m. 

4'. Cerci apice hidentati. ^) Lamina suhgenitalis cercos superans. 
Species Asiaticae. 

5. Dentes cercorum cf majores, apice nigrati. Lamina suhgenitalis 

cercos parum superans 6. concinnus m. 

5'. Dentes cercorum cT tninimi, toti nigri. Lamina suhgenitalis 
cercos valde superans .... 28. Smyrnensis spec. nov. 
1'. Cerci apice nigrato et extus, dentihus adpressis serrato. 

2. Lamina suhgenitalis cT apice truncata. Species Balcanicae et Graecae. 
Pronotum lohis deflexis margine postico rotundato. (Poecilimon in- 
flatus cercis apice nigratis, sed non spinulosis in divisionem 1 locandus.) 
3. Cerci apice extus dense denticulati, dentihus omnihus suhaequalibus. 



Poecilimon Smyrnensis dentihus minimis irt-itructa. 



Additamcnta zur Monographie der Phaneropteridon. 



27 



4. Cerci <^ angulato- et siibfJexuoso-incurvi. ^) (Pronotum margine postico 
concolore. Elytra vena plicata plus minus distincte atro-signata.) 

29. Thessaliens spec. nov. 

4'. Cerci cT rotundato-incurvi. 

5. Pronotum <^ antice angustatum, margine postico nigro-limhato. ( Ovi- 
positor protioto sesqiii longior.) ... 8. flavescens Herr.-Sch. 
5'. Pronotum cT antice non angustatum, margine postico concoloi'e. 
6. Pronotum postice parum elevatum. Ovipositor pronoto parum 

longior 10. propinquus m. 

6'. Pronotum postice valde elevatum (hians). Ovipositor pronoto 

duplo longior SQ. Bulgariens s-pec. nov. 

3'. Cerci cT dente terminali caeteris longiore ... 9. Bosphoricus m. 
2'. Lamina subgenitalis profunde emarginata, lohis acuminatis. Pronotum 
lohis deflexis margine postico suhsinuato. (Statura majore.) Species Asiatica. 

4. Sancti Pauli m. 

S. 43. 

Zu Poecilimon Bosphoricus ist als synonym zu setzen: 
Poecilimon Tauricus Retowski, 1888, Bullet, de la Soc. imper. Natur, de 
Moscou, Nr. 3, p. 408. 

Vorkommen: Krim. 

5. 51. 

Folgende neue Species des Genus Poecilimon sind einzureihen: 
22. Poecilimon deplanaUis spec. nov. 

Colore fusco-ferrugineo, atro-variegato. Antennae unicolores fuscae. Pro- 
notum elongatum, margine postico adpresso, elytra suhtota tegente, lohis deflexis 
margine postico suhsinuato. Elytra cT apice atro-signata. Femora omnia atro- 
punctata, indistincte lineata. Abdomen ferrugineum, vittis. fuscis trihus per- 
ductis, necnon segmentis omnibus margine p)OStico breviter atro-striolatis. Cerci 
rotundato-incurvi, apice depressi et dilatati, rotundati. Lamina sub'genitalis 
brevis, attenuata, margine postico triangulariter emarginato. cf. 



Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 5'8 „ 

„ femorum posticorum . . . 12 „ 



Patria: Insiila Kos in mare Aegaeo (coli, m.).^) 
23. Poecilimon piilchet' spec. nov. 

Statura majore. Colore ferrugineo vel flavo-viridi, atro-variegato. Fasti- 
gium verticis deplanatum et valde deflexum, vix sulcatum. Antennae atro- et 



') Nota subtilissiina I 

^) Von Herrn v. Oertzea mir mitgetheiit. 



4* 



28 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



albido-cingulatae. Pronotum elongatum, antice in (j^ leviter constrictum, utrinque 
vitta nigra ornatum, margine postico deflexo. sed in utroque sexu elytra lihe- 
rante. Elytra utriusque sexus latere atro-signata. Femora omnia supra et 
suhtus nigro-lineata. Abdomen medio, vitta atra ornatum. Lamina supraanalis 
rotundata. Cerci parum incurvi, apice fusciores et deplanati, hreviter 
triangulariter terminati. Lamina subgenitalis cT attenuata, margine postico 
truncato. Ovipositor pronoto parum longior, suhrectus, acuminatus, acute ser- 
ratus. Lamina subgenitalis 9 hrevissima, transversa. cT, 9 • 

9 

Long, corporis ....... 30 28 mm 

„ pronoti 8'7 8 „ 

„ femoruyn posticorum . . . 24 21 5 „ 

„ ovipositoris — 10 „ 

Patria: Bozdagh prope Smyrnam (Mus. imp. Vindoh.). 

24. Poecilinion inflatus spec. uov. 

Colore ferrugineo, atro-variegato.. Vertex nnicolor ferrugineus, fastigio 
angusto, non sulcato. Antennae nigro- et albido-annulatae. Pronotum postice 
in utroque sexu inflato, excepta macula media nigra, ante sulcum sita, ferru- 
gineum, lohis deflexis flavo-vittatis, margine postico sinuato. Elytra in utroque 
sexu tota dbscondita. Femora omnia suhtus nigro-lineata. Abdomen vitta atra 
longitudinali, media, utrinque vitta flava apposita. Cerci ^ parum incurvi, 
hreviter acuminati, tertia parte apicali nigrata, sed non serrulata. Lamina sub- 
genitalis hrevis, attenuata, margine postico truncato. Ovipositor pronoto 
longior, eroso-dentatus. Lamina subgenitalis 9 triangularis, ohtusa. ^T, 9- 

d 2 

Long, corporis . 18 20 mm 

„ pronoti 7 <S » 

„ femorum posticorum . . . 16 « 

„ ovipositoris — 10 5 „ 

Pat7'ia: Makri in Asia minore (coli. m.). 

Diese Speeles hat den Habitus von Poecilimon Jonicus und unterscheidet 
sich durch das gewölbte Pronotum, welches die Flügel vollständig verdeckt, sowie 
durch die an der Spitze schwarz gefärbten Cerci, was sie aber wieder der Gruppe 1 ' 
nahe bringt, von welcher sie sich durch die ausgerandeten Seitenlappen des Pro- 
notums und die Abwesenheit der Zähnchen an der Spitze der Cerci unterscheidet. 

25. Poecilimon hicertiis Targ. 

Laete viridis. Fastigium verticis compressum, angustissime sulcatum, cum 
fastigio frontis non contiguum. Antennae virides, unicolores (?). Pronotum 
supra convexum, deplanatum, utrinque linea alba longitudinali ornatum, 
lohis deflexis margine postico rectissimo, nec rotundato, nec sinuato sed medio 
leviter adpresso. Elytra viridia, margine postico pallidiore. Femora postica 
unicoloria, viridia, suhtus haud nigro-marginata. Abdomen laete viride, lineis 



Additamenta zur Monographie der Pbaneropteriden. 



29 



albidis pronuti nsque ad medium continuatis. Cerci <^ apice hrcviter incurvi, 
nuicronati. Leun i na snhgcnitalis hrevis, angustata, marginc posiico recto. 
Ovijwsitor in modum Voce, laecissimi constriictus. (j^, 9- 

Long, corporis 10 mm 

„ proHoti 4 2 5o „ 

„ fcmonun posticorum . . . 16 18 „ 
„ oripositoris — 9 „ 

Poecilimon inccrtus Targioiii, 1881, Bull. Soc. eiit. ital., XIII, p. 183. 

Foccilimon inccrtus Briiunei-, 1882, Prodi-, d. europ. Orthopt., Ö. 202. 

Patria: Savignano in Liguria (coll.m.), Pr ata Sannita in Calahria (Targ.) 

26. Poecilimon Perf/ainicus spec. iior. 

Hahitu Pocc. clcgantis. Colore pallide viridi. Fastigium vcrticis 
angustitm, non sidcatum. Antennae fusco-cingulatae. Pronotum tcrcs, utrinque 
citta cdhida ornatum, lohis dcflexis marginc postico rotundato. Elytra cf magis 
prominentia quam in Poec. elcganti, ferruginca, unicoloria. Abdomen supra, 
citta longitudinali fusca ornatum. Cerci cf recti, in tertia parte apicali scnsim 
incurvi, graciliter acuminati. Lamina suhgenitaJis rotunclato-emarginata. Ovi- 
positor pronoto parum longior, partim incurvus. Lamina suhgenitalis 9 trian- 
gularis. cf', 9- 







9 


Long, corporis 


14 


15 mm 


„ pronoti 


5 


5-2 „ 


„ femorum posticorum . . 


. 13 


14-5 „ 


„ ovipositoris 




6-8 „ 



Patria: Pergamon in Asia minore (coli. m.). 
27. Poecilimon Syriacus spec. nov. 

Vicina speciei praecedentis. Colore pallide viridi vel ferrugineo. Antennae 
fusco-cingulatae. Pronotum utrinque vitta lata, ferruginea ornatum, lohis de- 
flexis margine postico rotundato. Elijtra ferruginea unicoloria. Abdomen 
supra unicolor vel leviter vittatus. Cerci sensim incurvi, apice obtusiusculi. 
Lamina subgenitalis margine postico recto. Ovipositor latus, pronoto sesqui 
longior. Lamina subgenitalis 9 triangularis, graciliter acuminata. ^f, 9- 



9 

Lo7ig. corporis .... 16—18 18 mm 

„ pronoti 62 ^ n 

„ femorum posticorum 14 15 — 17 „ 

„ ovipositoris ... — 10 5 „ 



Patria: Syria (Beirut, Hierosolyma), Bitlis in Asia minore (coli. m.). 
28. Poeciliman Smyrneiisis spec. nov. 

Colore viridi- fero-ugineo. Occiput rufo-fusco-punctatum. Phstigium vcr- 
ticis latiusciilum, sulcatum. Antennae fusco-annulatae. Pronotum utrinque vitta 



« 



30 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



ferruginea lata ornatum, lohis deflexis margine postico rotundato. Elytra 
parum prominentia, ferruginea, unicoloria. Cerci cT niedio angulato-incurvi, 
apice dentibus duohus minimis atris instructi. Lamina suhgenitalis valde elon- 
gata, attenuata, margine postico truncato. Ovipositor pronoto parum longior. cT? 9 • 

J 9 

Long, corporis 20 16 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ femorum posticorum . . . 15 16 5 „ 

„ ovipositoris — „ 

Patria: Smyrna (coli. m.). 

Diese Speeles steht dem Poecilimon amissus am nächsten durch die recht- 
winkelig gebogenen Cerci, welche jedoch am Ende zwei schwarze Zähnchen tragen, 
wodurch die Speeles einen Uebergang zu der folgenden Gruppe bildet. Das 9 
unterscheidet sich von der zweiten Speeles nur durch eine etwas kürzere Lege- 
scheide. 

29. Poecilimon Thessaliens spec. nov. 

Poec. flavescenti et Poec. propinquo proximus. Ah hoc speci 
differt pronoto antice minus angusto, margine postico concolore, elytris ad venam 
plicatam nigro-signatis, cercis suhßexuoso-incurvis, ax)ice tantum margine 
nigrato et denticulis minoribus. . 

Long, corporis 19 mm 

„ pronoti . 5'5 — 6'5 „ 

„ femorum posticorum . . 17 5 „ 
Patria: Montes Ossa in Thessalia,^) Parnassus in Graecia (c. m.). 



30. Poecilimon Bulgaricus spec. nov. 

Colore sordide viridi. Fastigium verticis latiusculum, sulcatum. Occiput 
cum parte antica pronoti fusco-punctatum. Antennae fusco-cingulatae. Pro- 
notum utrinque ferrugineo-vittatum, postice elevatum, elytra late liberans, 
lohis deflexis margine postico rotundato. Elytra ferruginea unicoloria. Cerci 
rotundato-inflexi, apice nigrati, extus oblique truncati et 5-spinulosi, spi- 
nulis minimis, adpressis. Lamina subgenitalis cT attenuata, margine postico 
recto. Ovipositor pronoto duplo longior. cf, 9 • 

Long, corporis 17 16 mm 

„ pronoti 4'8 5 „ 

„ femorum posticorum . . . 13 14' 5 „ 

„ ovipositoris — 10'2 „ 

Patria: Montes Pilo in Bulgaria (coli. m.). 



I 



Von Herrn J. Stussiner gesammelt. 



Additameuta zur Monog:raphie der Phanoroptcridon. 



31 



S. 52. 

Die Dispositio specieriim des Genus Barhitistes ist auf folgende 
Weise abzuändern : 

Die Species 5. Barhitistes Frivalds'kyi ist zu streichen, indem die- 
selbe als Varietät von Barhitistes Ocsl'ayi Charp. erkannt wurde. 

Bei 1., 2., 3., 4. ist zu unterscheiden: 

5. Cerci apice acuminati serricaiida F?ih. 

5'. Cerci apice ohtusi ohtusus T?i,vg. 

Die Gruppe 1.1. ist wie folgt zu fassen: 
1'. Lamina siihgenitalis postice compressa. Cerci Jiaucl decussati. 

2. Lamina siihgenitalis angusta, utrinque dente spinaeformi apposito. 

Cerci <^ simplices pulchripennis Costn. 

2'. Lamina suhgenitalis cT in aculeum incurvum terminata. Cerci dichotomi. 
3. Lamina suhgenitalis cT adpressa, aculeo simplici. Cerci suhrecti, 

apice dichotomi Brunneri Fmic. 

o'. Lamina suhgenitalis horizontaliter producta, aculeo hifido, utrinque 
lohulo apposito. Cerci contorti, in duos ramos terminati. 

Oertzeni spec. nov. 

S. 56. 

5. Barhitistes Frivaldskyi m. ist als Species zu streichen, indem die 
hieher gehörenden Exemplare als Varietät der folgenden Species zu betrachten sind. 

S. 59. 

Folgende Species sind anzuschliessen : 
9. Barhitistes obtusus Targ. 

Differt a Barh. serricauda Fab. cercis apice ohtusis. 9 ^on diversa. 



Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ femorum posticorum . . . . 14 „ 



Barhitistes obtusus Targioni-Tozzetti, 1881, Bull. soc. ent. Ital., XIII, p. 183. 
Barhitistes obtusus Brunner, 1882, Prodr. d. europ. Orthopt., S. 369. 
Barhitistes serricauda var. Frey-Gessner, Mitth. d. Schweiz, entom. Ges., 
IV, S. 15. 

Barhitistes serricauda Brunner, Phaneropt., S. 54. 

Patria: Cagliari (Targ.), Möns Generosus ad Mendrisium agri Ticinesis 
(Frey-Gessner, coli, m.), Tyrolium meridionale (coli. m.). 

10. Barhitistes Brunnem Paiic. 

Statwa Barb. constricti, colore laete viridi, supra ferrugineo. Fasti- 
ginm verticis teres, acuminatum. Antennae ferrugineae. Pronotum hreve, utrinque 



32 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



lineola longitudinali albida ornatum. Elytra subtota lihera, fornicata, venis 
suhdeletis, margine externo flava, vitta fusco-ferruginea apposita. ' Lamina 
supraanalis triangularis, deflexa. Cerci subrecti, apice obtusi. Lamina 
subgenifnlis lata, basi impressa, medio longitudinalüer carinata, carina in 
aculeum incurvum producta. Ovipositor rectus, apice incurvus, serrato-dentatus. 
Lamina subgenitalis 9 obtusa. cf, $. 

9 

Long, corporis 15 17 mm 

„ pronoti 3'8 4'5 „ 

„ femorum posticorum . . . 14 15 „ 

„ ovipositoris — S'5 

Barbitistes Brunneri Pancic, 1883, Orthopt. in Serbia hiicdum det. Beo- 
grad., p. 102. 

Patria: Ak-Palanka in Serbia, Möns Vitos in Bulgaria (coli. m.). 
11. Barbitistes Oertzeni spec. nov. 

Statura majore. Colore laete viridi. Fastigium verticis teres, breve. Pro- 
notum margine postico valde elevato, breviter fusco-striolato, in 9 margine 
postico decurvo, unicolore. Elytra corpori concoloria, in utroque sexu plana. 
Abdomen postice deplanatum. Lamina supraanalis triangularis, deflexa, 
utrinque appendice subulata, erecta, obtusa instructa. Cerci longi, parum 
adunci, apice furcati. Lamina subgenitalis horizontaliter producta, attenuata, 
medio carinata, in duos aculeos contiguos, incurvos terminata, utrinque lobo 
rotundato apposito. Ovipositor breviusculus, parum incurvus, apice obtusus, 
obtuse serrulatus. Lamina subgenitalis 9 transversa, rotundata. 9- 

d 9 

Long, corporis 18 18 mm 

„ pronoti 5 5 „ 

„ femorum posticorum . . . 17 17 y, 

„ ovipositoris — 7'8 

Patria: Olympia in Graecia (coli, m., a viro doctissimo H. Oertzen 

lectus). 



S. 60. 

Die Dispositio specierum generis Isophya ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Fastigium verticis obtusum, depressum, articulo primo antennarum aeque 
latum vel latius. 
2. Species Americanae. 

3. Unicolor. Pronotum lobis deflexis margine postico rotundato. Cerci <^ 
acuminati. Ovipositor pronoto duplo longior. 

4. Fastigium verticis valde depressum, articulo primo antennarum latius. 
Lamina subgenitalis lobis acutis instructa. 1. Brasiliensis m. 



Additamenta zxir Monographie der Pbaneropteriden. 



33 



4'. Fastigium verticis rotundatuvi, articulo primo antennarum aeque 
latum. Lamina suhgenitalis lobis ohtiisis instructa. 

18. Sclioenemanni Karsch. 
3'. Punctata. Pronotum lohis äeflexis margine postico subrecto. Cerci 
apice clavati. Ovipositor pronoto parum longior. (Fastigium verticis 
rotUiudatum, articulo primo antennarum aeque latum.) 

2. punctinervis Stäl. 

2'. Species mundi antici. 

3. Fastigium verticis valde depressum, articulo primo antennarum latius. 
Pronotum lobis deflexis margine postico obliquo, recto. 

3. Straubei Fieb. 

3'. Fastigium verticis rotundatum, articulo primo antennarum aeque latum. 
Pronotum lobis deflexis margine postico rotundato 4. Pavelii m. 
Fastigium verticis compressum, angustum. 

2. Fastigium verticis oblongum, basi et apice aeque latum, supra sulcatum. 
3, Cerci dense hirsuti, apice ipso obtuso, interdum mucronato. 

4. Elytra viridia, subtiliter reticulata. Pronotum a latere visum, haud 
sellatum. Lamina subgenitalis cT plus minus distincte triangulariter 
emarginata. 

5. Ovipositor pronoto 2^/2 sub longior. 

6. Pronotum antice et postice subaeque latum. Elytrum sinistrum 
angulo interno obtuso. (Gerd semicirculariter incurvi.) 
7. Elytra pronoto longiora. Gerd cT cbpi^^ obtusi. Ovi- 
positor pronoti longitudinem triplicem subattingens. Species 

HuMgarica b. modesta m. 

7'. Elytra pronoto breviora. Gerd fusco-mucronati. Ovi- 
positor pronoto duplo parum longior. Species Serbica. 

19. modestior m. 

6'. Pronotum margine postico subduplo latiore quam margo 
anticus. Elytrum sinistrum angulo interno acuto. 

6. costata m. 

5'. Ovipositor pronoto duplo haud longior. 

6. Lamina supraanalis cT rotundata. Lamina subgenitalis 
obtuse triangulariter emarginata. Species Eurox)aea. 

8. camptoxipha Fieb. 
6'. Lamina supraanalis <^ triangularis. Lamina subgenitalis cT 
acute triangulariter emarginata. Species Syriaca. 

20. triangularis spec. nov. 
4'. Elytra ferruginea, rugoso-reticulata. Pronotum a latere visum, 
sellatum. Lamina subgenitalis <^ rotumdato-emarginata. 
5. Elytra 'marginem posticum segmenti abdominalis primi non 
superantia. Gerd crassiusculi. Species F/wropae orientalis. 
6. Elytra cT marginem posticum segmenti primi haud attingentia. 
Gerd cT tantum apice incu/rvi. Ovipositor margine superiore 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 5 



34 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



a hasi semicirculariter incurvus, pronoto duplo haud longior. 

10. hrevipennis m. 

6'. Elytra usque ad marginem posticum segmenti abdominalis 
primi extensa. Gerd a hasi semicirculariter incurvi. Ovipositor 
minus incurvus, pronoto duplo longior . . . . 21. ohtusa m. 
5'. Elytra ampla, marginem posticum segmenti abdominalis primi 
superantia. Cerci <^ graciles. Species Äsiatica. 

13. amplipennis m. 

3'. Cerci raro-pilosi, apicem versus toti glabri, graciliter acuminati. (Elytra 
rugoso-reticulata.) 

4. Fronotum pone sulcum transversum carinula longitudinali subtilissima 
instructum. Species Humgarica 11. speciosa Fieb. 

4'. Pronotum carinula nulla Species Asiaticae et Tauricae. 

5, Colore rufo-ferrugineo. Pronotum atro-pictum. Elytra fiisca. Pro- 
notum a latere visum, sellaeforme. 

6. Statura minore. Elytra ^ ampla et longa, segmentum abdominale 
secundum superantia Ib. acuminaia m. 

6'. Statura majore. Elytra brevia, segmento abdominali primo 

brevioria 7. Taurica Eversm. 

5'. Colore viridi vel ferrugineo. Pronotum, exceptis lineis lateralibus 

albidis, intus fusco-delineatis, unicolor. Pronotum cT a latere visum, 

rectum. 

6. Elytra depressa, elongata, marginem posticum segmenti abdo- 
minalis secundi superantia 14. rectipennis m. 

' 6'. Elytra fornicata, marginem posticum segmenti abdominalis 

primi parum superantia 12. Schneideri m. 

2'. Fastigium verticis breve, trianguläre, suprahaud sulcatum. Species Asiaticae. 
3. Cerci <^ graciles, apice mucronati. Species Syriaca. 16. Savignyi m. 
3'. Gerd <^ crassiuscuU, obtusi apice crenulati. Speciae Asiae minoris. 

17. major m. 

5. 64. 

Isophya Taurica Eversm. Die unvollständige Diagnose ist wie folgt 
zu ersetzen: Obesa, statura majore, colore rufo-fusco, atro-variegato. Occiput 
atrum. Frons pallida. Pronotum subsellatum, subtotum atrum, latere 
utrinque linea flava signatum. Elytra brevia, in marginem posticum segmenti 
abdominalis primi haud attingentia, in 9 illum marginem vix superantia, rufo- 
fusca, latere late albido-marginata, grosse reticulata, venis valde expressis. Pedes 
rufo-fusci. Femora postica fusco-punctata. Abdomen atro-variegatum. Lamina 
supraanalis rotundata. Gerd graciles, acuminati, basi sparse pilosi, a^nce 
toti glabri. Lamina subgenitalis ferruginea, late triangulariter emarginata. 
Ovipositor pronoto duplo longior, sensim incurvus. Lamina subgenitalis 9 
valde obtusa. (f, 9- 



Additamenta zur Monographie der rhaneropterideu. 



3Ö 



9 

Long, corporis 28—30 mm 

„ pronoti 5 7 6' 7 „ 

„ elytrorum ultra pronotum .5 „ 
„ ovipositoris — 13 5 „ 



Isophya Taurica Retowski, 1888, Bullet, de la Soc. imper. Natural, de 
Moscou, p. 402. 

Die von Retowski angeführte Längsleiste des Pronotums ist bei weitem 
nicht in der Deutlichkeit vorhanden, wie bei Isophya speciosa. Die Larven aller 
Isophyen haben die hintere Hälfte des Pronotums etwas dachförmig geknickt und 
mit einigem Wohlwollen kann man Spuren dieser Falte auch bei ausgewachsenen 
Individuen erkennen. 

S. 65. 

Isophya Kraussii m. Eine sorgfältige Untersuchung dieser Speeles, 
namentlich mit Berücksichtigung der aus dem südlichen Frankreich stammenden 
Exemplare von Isophya camptoxipha Fi eh., veranlasst mich, diese beiden 
Speeles zu vereinigen. Ebenso belehrt mich die Einsicht des mir von Herrn Re- 
towski übersendeten Original-Exemplares, dass dessen Isophya Brunneri 
(Bull, de la Soc. imp. Natur, de Moscou, 1888, p. 402) ebenfalls zu Isophya 
camptoxipha gehört. 

S. 71. 

Folgende neue Species des Genus Isophya sind einzuschalten: 
18. Isophya Schoenemmmi Karsch. 

Farm, tota viridis, limhus posticus disci et margo superior lohorum de- 
flexorum pronoti fusci. Fastigium verticis rotundatum, ohtusum, articulo primo 
antennarum aeque latum. Pronotum medio constrictum, postice in ^ paulo 
elevatum, disco suhplano, lobis deflexis angulato-insertis, margine inferiore et 
postico rotimdatis. Elytra pronoto longiora, disco pone venam plicatam 
transversam piano, margine interno rotundato, leviter exciso, vena exteriore 
acuta. Elytra 9 pronoto hreviora, suhtectiformia. Segmentum anale <^ ultimum 
magnum, valde convexum, medio longitudinaliter Impressum, margine %)ostico 
rotundato-emarginatum. Cerci incurvi, ante apicem valde curvati, apice 
mucrone nigro instructi. Lamina subgenitalis ampla, parum attenuata, 
margine postico triangulariter exciso, lobis obtusis. Ovipositor incurvus, pronoto 
duplo longior, margine superiore pone medium crenulato, margine inferiore 
serrato-dentato, disco ruguloso. Lamina subgenitalis 9 convexa, postice rotun- 
data. cT, 9- 

9 

Long, corporis 10'5 12 mm 

„ pronoti 3 3 5 „ 

„ elytrorum 3'5 3'2 „ 

5* 



36 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Long, femorum anticorum ... 4 4 8 mm 

„ „ posticorum . . . 12'5 14 „ 

„ ovipositoris — 7'2 „ 

Isophya Schoenemanni Karseli, 1889, Entomol. Nachrichten, XV, p. 126. 
Patria: Chile, Corclillera de Rengo, provinciae Caupolican, in arhorihus 
mese Febr. (Karsch). 

19. Isophya modestior m, 

Differt a modesta Fieb. elytris <^ pronoto hreviorihus, campo margi- 
nali valde hreviore, in 9 postice truncatis (in modesta rotundatis), ovipositore 
pronoto duplo vix longiore. 







9 


Long, corporis 


24 


24 mm 


„ pronoti 


55 


5-2— 5-5 „ 


„ femorum ]}OSticorum 


. 21 


18—19 „ 






13-14 „ 



Isophya modestior Brunner, 1882, Prodr. d. eiirop. Orthopt., S. 276. 
Patria: Montes Baleani Serhici (coli. m.). 

20. Isophya triarigtilaris spec. iiov. 

Pallide viridis. Statura et hdbitu Is. c a mp toxiphae. Ah hac specie differt 
lamina supraanali triangulari (in Is. camptoxipha rotundata), lamina 
suhgenitali acute triangulariter excisa, ovipositore hreviore, minus curvato. 



d 2 

Long, corporis 20 — 22 mm 

„ pronoti 5 5 „ 

„ femorum posticorum . . . 18 19 „ 
„ ovipositoris — 8'6 „ 



Patria: Ladakia in Syria (coli, m., a Doctissimo Leuthner lecta). 
21. Iso2)hya ohtusa m. 

Viridis, fusco-punctata. Äntennae unicolores ferrugineae. Pronotum 
hreve, in a latere visum, sellaeforme, utrinque linea longitudinali albida, 
linea fusca adjecta ornatum. Elytra marginum posticum segmenti abdomi- 
nalis primi attingentia, fornicata, fusco-ferruginea, venis valde expressis, rugoso- 
reticulatis. Elytra 9 truncata. Cerci hirsuti, crassiusculi, a basi incurvi, 
obtusi, mucronati. Lamina subgenitalis rotundato-emarginata. Ovipositor 
pronoto duplo multo longior. cT, 9- 







9 


Long, corporis 


19 


21 mm 


„ ptronoti 


4 


4-7 „ 


„ femorum posticorum . . 


. 17 


17 „ 


„ ovipositoris 




11-5 „ 



Isophya ohtusa Brunner, 1882, Prodr. d. europ. Orthopt., S. 279. 
Patria: Montes Baleani Serhici (coli. m.). 



Additiiiuenta zur Mouographie der Phaneropteridcu. 



37 



S. 78. 

Folgende neue Genera sind einzuschalten: 

Greil. noY. I*eropyrrhicia. 

(rorjpd? — mutus. Pyrrhicia — geuus Phaneroptidarum.) 

Differt a genere DicJiopetala femorihus hreviorihus, posticis suhtus 
spinulosis, lamina supraanali longa, sursum curca'.a, lamina suhgenitali in 
appendices duas longas, sursum inflexas, hiantes et apice appropinquatas pro- 
ducta. cT. 

Es ist misslich, ein Genus zu gründen auf die Beschreibung einer Species, 
die man nicht gesehen hat. Allein die angeführten Charactere sind so genau, 
dass ich keinen Anstand nehme, in diesem neuen Genus eine Pyrrhicia zu sehen, 
welche mit der Verstümmlung der Flugorgane den Character der Odonturen 
annahm. 

Species unica. 

JPeropyrrhicia 3Iassaiae de ßorni. Viridis, facies et palpi pallidiores. 
Antennae virides, articulo secundo partim fusco, articulonmi omnium hasi 
flai'o-punctata. Pronotum viride, lineola media rufa, medio constrictum, disco 
rotundato. Elytra viridia, margine externo late alhovittato, disco subinfuscato, 
margine interno angulo parum producto. Pedes toti virides, femora postica 
subtiis, margine externo, spinis quinque nigris armato. Abdomen concolor. 
Lamina supraanalis lata, cylindrica, cercis longior, sursum curvata, apice 
truncata et infuscata. Cerci breves, basi validi, Jiorizontaliter incurvi, acumi- 
nati, inermes. Lamina subgenitalis viridis, lata, basi fere quadrata, apice serru- 
lata et triangulariter excisa, in appendices duas producta. Hae appendices 
hiantes, apice appropinquatae, semicirculariter sursum inflexae, apicem versus 
dente brevi interno obtuso instructae, basi cylindricae, a dente compressae (?), 
uti in genere Pyrrhicia conformatae. ^f. 

Long, corporis 16 5 mm 

„ pronoti 3'2o „ 

„ elytroriim 45 „ 

„ femorum anticorum ... 8 5 „ 

„ „ posticorum . . . 155 „ 

Dichopetala Massaiae de Bormans, 1888, Ann. Mus. civ. di Stor. Nat. di 
Genova, XVI, p. 218. 

Patria: Let-Marefia in Abyssinia. 

Gren. nov. Angara. (Fig. 1.) 

(ayyapo? — Cursor publicus.) 

Occiput liberum, elevatum. Fastigium verticis perpendiculariter deflexum, 
acuminatum, haud sulcatum. Antennae annulatae. Pronotum breve, sellae forme. 



38 



C. Brunaer v. Wattenwyl. 



constrictum, sulco transverso medio sito, lobis cleflexis margine inferiore recto, 
margine jmstico obliquo, recto. Elytra subtota Ubera, usque ad medium 
segmenti abdominalis primi extensi, venis valde expressis. Pectus latiusculum, 
meso- et metanotum truncata. Pedes longi. Femora antica pronoto triplo 
longiora P'emora postica gracillima, basi parum incrassata, subtus inermia, 
pilosa, lobis genicularibus longe acuminatis. Tibiae anticae supra sulcatae, spinu- 
losae. Tibiae posticae supra, spinis sat longis armatae. Abdomen obesum, teres. 
Lamina supraanalis triangularis, sulcata. Cerci subrecti, apice ipso cur- 
üato et mucronato. Lamina subgenitalis brems, attenuata, leviter emargi- 
nata. ^f. 

Speeles unica. 
Angara albo-fasciata spec. nov. (Fig. 1.) 

Fusco-marmorata. Antennae fuscae, albo-annulatae. Frons fusca, basi 
cum chjpeo alba. Pronotum fusco-marmoratum, margine postico fusco-striolato. 
Elytra pallida, margine exteriore albo-vittato. Pedes fusco-marmorati. Abdomen 
segmentis singulis margine postico fusco-punctato. 



Long, corporis 17 mm 

„ pronoti 2'o ,^ 

„ femorum anticorum .... 7'8 „ 

„ „ posticorum . . . 19 „ 



Patria: Theresopolis in Brasilia (coli, m., a Fruhsdorfero lecta). 
S. 78. 

Die Dispositio specieriim generis Leptophyes ist abzuändern, 
wie folgt: 

1. Pronotum mesonotum non superans, elytra in utroque sexu tota liberans. 
2. Ovipositor pronoto triplo longior. 

3. Ovip)Ositor pone medium latissimus, margine superiore integro. Species 

Europaea laticauda Friv. 

3'. Ovipositor sensim angustatus, margine superiore minute crenulato. Spe- 
cies Indica angusticauda spec. nov. 

2'. etc. 

S. 84. 

Anzuschliessen : 

7. Leptophyes angusticauda spec. nov. 

9 differt a Lept. laticauda elytris planissi^nis, metanotum superantibus, 
ovipositore angustiore, sensim acuminato, margine superiore minute crenulato. 



9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti ■5'5 „ 

„ femorum anticorum .... 7'5 „ 



Additamenta zur Monographie der Plianeropteriden. 



39 



9 

Long, femorum ]JOSticorum . . . 16 5 mm 

„ ovipositoris 10 5 „ 

Patria: Kaschmir (coli. m.). 



Mit Zögern schliesse ich dem Genus Leptophyes eine abyssinische 
Species an, von welcher bereits der Autor bemerkt, dass sie ein eigenes Genus 
zu constituiren habe, namentlich mit Kücksicht auf die auffallende Form der 
Deckflügel. 

Le][)tophyes AntinoHi de Borm. 

Tota viridis. Antennae unicolores. Pronotum hreve, disco margine postico 
panm producto, rotundato, lohis deflexis margine inferiore sid)sinuato, margine 
postico rotundato. Elytra forma insigni, pronoti longitudinem attingentia, a 
basi inter se valde remota, quasi triangularia, hasi et apice angustissima, intus 
medio valde dilatata, viridia, rugosa. Alae nullae. Ovipositor hasi, lateraliter 
valde sed brevissime inflatus, deinde valde depressus et incurvus, margine 
superiore laevi, margine inferiore in tertia parte apicali minutissime serrulato. 
Lamina subgenitalis 9 brecis, lata, rectangularis, margine postico late et pro- 
funde triangulariter exciso, medio leviter carinata. 9 • 



Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 4 „ 

„ femorum anticorum .... 8 „ 

„ „ posticorum . . . . 16 „ 

„ ovipositoris 10 „ 



Leptophyes Antinorii de Bormans, 1881, Ann. Mus. civ. di Stor. Nat. di 
Genova, XVI, p. 217. 

Patria: Schoa (de Bormans). 

S. 84. 

Einzuschalten : 

Gren. nov. Xenica. (Fig. 2.) 

(^svixds — peregrinus.) 

Vertex planus, fastigio triangulari, depresso. Pronotum disco planius- 
culo, antice et postice late emarginato, carinis lateralibus eburneis, plus minus 
distincte expressis, obtusis vel crenulatis, a sulco transverso interruptis. Elytra 
in utroque sexu subtota libera, brevia, venis expressis. Femora antica pronoto 
dwplo longiora. Femora postica gracilia, subtus inermia. Tibiae anticae supra 
sulcatae, spinulosae. Pectus latiusculum, meso- et metasternum transversa, trun- 
cata. Cerci cT recti. Lamina subgenitalis brevis attenuata. Ovipositor com- 
pressus, subrectus, acuminatus, marginibus apice serratis. cf, 9- 



40 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Dispositio specierum. 

1. Pronotum carinis ehurneis ohtusis. Statura minore. 1. Dohrni spec.'nov. 
r. Pronotum- carinis ehurneis crenulatis. Statura majore. 

2. superha spee. nov. 

1. Xenica Dohrni spec. uov. 

cf. Statura minore. Fastigium verticis depressum, acuminatum, haud 
sulcatum. Äntennae pallidae, articulis hasalibus hinis atro-maculatis. Pronotum 
margine postico angustissime atro, angulo insertionis loborum deflexorum calloso- 
carinato, albo, linea sanguinea extus apposita, lobis deflexis multo longioribus 
quam altioribus, infuscatis. Elytra pronoto multo breviora, segmentum abdomi- 
nale primum dimidium liberantia, angulo interno obtuso. Femora omnia 
rufo-adspersa. Abdomen utrinque lineis alba et sanguinea, lineas pronoti 
continuantibus ornatum. Cerci graciles, longi, rectissimi, apice ipso incurvo et 
mucronato. Lamina subgenitalis brevis, late emarginata. 



Long, corporis '. 15 mm 

„ pronoti 3 „ 

„ elytrorum . • 25 ^ 

„ femorum anticorum .... 7'5 „ 

„ „ posticorum . . . 20 „ 



Patria: Santa Catharina in Brasilia (coli. Dohm). 

2. Xenica superba spec. nov. (Fig. 2.) 

9 . Statura magna. Fastigium verticis trianguläre, depressum. Äntennae 
rufo-fuscae, albido-annulati, articulis basalibus binis subtus atris. Pronotum 
disco velutino, toto fusco et granuloso, carinis pallidis, crenulatis, a sulco trans- 
verso profunde interruptis, lobis deflexis humilibus, margine inferiore recto, mar- 
gine postico valde obliquo, recto. Elytra segmentum abdominale primum haud 
superantia, truncata, fusca, pallide reticulata. Femora omnia lobis geniculari- 
bus acuminatis, sat productis. Abdomen unicolor. Ovipositor pronoto duplo 
longior, subrectus, acuminatus, margine inferiore in quarta parte apicali rotun- 
dato, retrorsum serrato. Lamina subgenitalis triangularis, attenuata, apice 



obtusa. 

9 

Long, corporis 25 mm 

„ p)ronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 2'8 y, 

„ femorum anticorum . ... 10 „ 

„ „ posticorum . . . 24 „ 

„ 4)vipositoris 12 „ 



Patria: Santa Catharina in Brasilia (coli. Dohm). 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



41 



Gruppe Karschiae. 

Ich bin geiiöthigt, für eine aus Kamerun stammende Speeles eine neue 
Gruppe aufzustellen, welche den Acrometopen wohl zunächst steht, jedoch durch 
die verkümmerte Legescheide und die gegen die Spitze plötzlich verbreiterten 
Deckflügel sich unterscheidet. 

Die Fühler gehören in die Abtheilung der stärkeren, zerbrechlichen. Die 
Deckflügel sind an der Basis am schmälsten und erreichen gegen die Spitze mehr 
als die doppelte Breite. Die Unterflügel überragen die Deckflügel. Die Püsse 
sind auffallend lang und dünn. Die Vorderhüften ohne Dorn, die Vorderschienen 
beiderseits mit muschelförmigem Gehörorgan versehen. Die sehr kurze Lege- 
scheide läuft spitz zu und hat eine weiche Textur. 

Gren. noY. Karschia. (Fig. 3.) 

(Li honorem viri doctissimi F. Karsch.) 

Caput parvum. Oculi glohosi, valde prominuli. Fastigium verticis com- 
pressum, sulcatum, cum fastigio frontis puncto contiguum. Antennae fortiores, 
fragiles. Pronotum angustum, lobis deßexü rotundato insertis, antice angustis, 
2)ostice latioribus, rotundatis. Elytra margine antico parum rotundato, margine 
postico profunde sinuato, apice dilatato et oblique rotundato-t^'uncato. Alae elytra 
superantes, campo triangulari haud producto. Coxae anticae inermes. Femora 
omyiia gracillima, longissima. Tibiae anticae supra sulcatae, spinulosae, utrinque 
foramine conchato itistructae. Meso- et metasternum angusta, rotundato-lohata. 
Ovipositor brevissimus, acuminatus. Lamina subgenitalis 9 ampla, triangularis, 
obtusa. 9 • 

Species unica. 
Karschia corrosa spec. nov. (Fig. 3.) 

Tota fusco-ferruginea. Antennae nigrae. Elytra venis valde expressis, 
macuUs irregularibus pellucidis corrosa, maximis ad sinum marginis j^ostici 



sitis. 9- 

9 

Long, corporis ^9 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 43 „ 

Lat. „ in quarta ^jar^e basali . 8 „ 

„ „ „ „ „ apicali . 13 „ 

Long, femorum posticorum 31 „ 

„ ovipositoris -2"5 „ 

Patria: Kamerun (coli. Dohm). 

Z. B. Ges. B, XU. Abb. Q 



42 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



S. 85. 

Einzuschalten: J 

Gren. I^eronura Karsch. ] 

Occiput valde elevatum. Fastigium verticis depressum, cum fastigio frontis 
non contiguum. Äntennae c7'assiores, fragiles. Pronotum elongatum, elytra iota 
liherans, sulco transverso fere medio posito, sinu humerali suhindistincto . Fedes 
longissimi. Femora antica 9 pronoto sesqui multo longiora, suhtus spifiis 
validis armata. Tibiae anticae supra sulcatae, spinulosae, foraminibus con- 
chatis vel suhrimatis. Elytra lohiformia. Ovipositor hasi tumidus, dein com- 
pressus, sensim attenuatus, parum incurvus, acuminatus, marginihus apice ser- 
rato-dentatis, disco suhrugoso. Lamina suhgenitalis Q crista longitudinali, 
marginem posticum superante instructa. 9 • 

Peronura Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 8. 426. 

Karsch bemerkt mit Recht, class dieses Genus auf der Grenze der Gruppen 
der Odonturae und der Acrometopae stehe. Namentlich dem Genus Odon- 
tura scheint es sehr nahe zu stehen. Für mich wäre die Form der Sterna ent- 
scheidend, von welchen nichts angeführt ist. 

Dispositio specierum. 

1. Elytra 9 lohiformia, pronoto liaud, longiora. Lamina suhgenitalis utrinque 
appendicula tumosa instructa \. clavigera Knirsch. 

r. Elytra 9 usque ad apicem, ahdominis extensa, acimiinata. Lamina suhgeni- 
talis 9 haud appendiculata 2. Hildehrandtiana Karsch. 

1. Peronura clavigera Karsch. 

Pufo-viridis, fusco-variegata. Pronotum suhcompressum, modice elon- . 
gatum, disco suhplano, margine antico recto, suhemarginato, margine postico 
truncato, lohis deflexis suhrotundato insertis, longiorihus quam altiorihus, angulo 
antico suhrecto, suhrotundato, angulo postico rotundato. Elytra pronoto breviora. ■ 
Femora antica teretia, suhtus utroque margine spinis validis viridibus 6 — 7 ar- 
mato. Femora intermedia spinis 7 — 8, femora postica apicem versus utrinque i 
spinis 7 armata. Tibiae anticae et intermediae supra sulcatae, spinulosae. v 
Ljamina suhgenitalis 9 utrinque appendicem claviformem gerens. 9- 

9 

Ljong. corporis 29 mm 

„ pronoti „ 

„ femorum, anticorum . . . . 11' 5 „ 
„ „ posticorum . . . 24 9 „ 
„ ovipositoris 11 „ 

Peronura clavigera Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 
S. 427, Tab. IV, Fig. 2. 

Patria: Momhassa (Karsch, Mus. Berol., ab J. M. Hildehrandt lecta). 



Additaraenta zur Monographie der Phancropteriden. 



43 



2. Peronuvft Hildebrandtiand Karsch. 

Rufo-viriäis, fusco-variegata. Pronotum elongatum, suhcompressum, disco 
piano, ntrinque linea nigra ornato, margine antico recto, margine postico 
rotumlato-tnincato, lohis defle.ris suhrotundato insertis, fere duplo longiorihus 
quam altiorihus, angulo antico quam recto majore, rotundato, postico rotundato. 
Ehjtra abdominis apicem attingentia, macuUs alhidis adspersa, acuminata, venis 
radialibus a hasi disjunctis. Femora antica et intermedia suhtus utrinque spinis 
nigris 7, postica utrinque spinis 9 — 10 armata. Tibiae anticae et intermediae 
supra late sulcatae, spinulosae. $. 



Long, corporis 27 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ femorum anticorum . . . . 13 „ 

„ „ posticorum .... 58 „ 

„ ovipositoris 1^ n 



Peronura Hildebrandtiana Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 
S. 427, Taf. IV, Fig. 3. 

Patria: Mombassa (Karsch, Mus. Berol., a Hildebrandt lecta). 

Greil. Plegmat02)tera Karscli. (Fig. 4.) 

Caput angustum. Pronotum disco suhplano, angusto, postice parum 
dilatato, antice emarginato vel recto, postice rotundato-truncato, lobis deflexis 
rotundato insertis, angulo antico subrecto, rotundato, postico late rotundato, 
sinu humerali distincto, rotundato. Elytra $ acuminata, campo marginali ultra 
medium leviter ampliato, dein angustata, venis radialibus a basi divisis, vena 
ulnari vemilis transversis retem irregulärem inaequalem primariam, retem den- 
sissimam secundariam includentem conformantibus. Akte 9 nidimentariae. 
Tibiae anticae utrinque foramine conchato instructae. Ovipositor plus minus 
longus, parum incurvus, acuminatus, valde compressus, marginibus tenuiter 
crenidatis. 9 • 

Plegmatoptera Karscli, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 428. 

Dispositio specierum. 

1. Pronotum margine antico truncato. Venae radiales basi contiquae. Species 
Natalensis 1. grallatoria St?i\. 

1 '. Pronotum margine antico emarginato. Venae radiales a basi divisae. Species 
Africae orientalis. 

2. Antennae nigrae. Elytra abdomcn parum- superantia, ramo radiali nullo. 
Ovipositor pronoto subtriplo longior .... 2, reticulata Karscli. 

2'. Antennae flavae. Ehjtra abdomine tertia parte longiora, ramo radiali in 
medio venae radialis Oriente, in apicem ipsum elytri exeunte. Ovipositor 

pronoto sesqui haud longior 3. Hoehneli spec. nov. 

6* 



44 



C. Brunner v. Watten wyl. 



1. Plegmatoptera grallatoria Stäl. 

Olim Horatosphaga grallatoria. (Moiiogr. der Phaneropt., S. 88.) 

2. Plegmatoptera reticulata Karsch. 

Viridis, antennis nigris. Elytra ahdomen vix superantia, ramo radiali 
nullo. Ovipositor pronoto suhtriplo longior. 9 • 

9 

Long, corporis 23 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 24 5 „ 

Lat. „ maxima . . . . 6 „ 

Long, femorum anticorum . ... 12 „ 

„ „ posticorum . ... 28 „ 

„ ovipositoris 17 „ 

Plegmatoptera reticulata Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII 
S. 429, Tab. IV, Fig. 4. 

Patria: Lacus TanyanjiJca (Karsch, Mus. Berol.). 

3. Plegmatoptera Hoehneli spec. iiov. (Fig. 4.) 
Äntennae flame. Elytra acuminata, ahdomen valde superantia, ramo 

radiali medio Oriente, in apicem ipsum elytri exeunte, campo marginali venuUs 
densissimis parallelis instructo. Femora antica et intermedia suhtus, utroque 
margine muUispinuloso. Femora postica apicem versus spinulosa. Ovipositor 
pronoto sesqui haud longior. 9- 

9 

Long, corporis ........ 28 mm 

„ pronoti ........ 5'8 „ 

„ elytrorum 35 „ 

Lat. „ maxima .... 6 „ 
Long, femorum anticorum . ... 13 „ 
„ „ posticorum . ... 22 „ 
„ ovipositoris 9 „ 

Patria: Territorium KilimandscJiara (coli, m., a peregrinatore clarissimo 
equite Hoehnel allata). 



G^en. noT. Mhegmatopoda, 



rima, tou; 



pes.) 



Habitu Tylopsidarum. Fastigium verticis trianguläre, deflexum. Oculi 
ohlongi, valde prominentes. Äntennae? Facies perpendicularis. Pronotum 
elongatum, lohis deflexis rotundato-insertis, multo longiorihus quam altioribus, 
margine inferiore recto. Elytra angusta, venis radialibus a hasi divisis, campis 
marginali et ulnari venulis transversis parallelis, confertis, regulariter lineatis, 
campo tympanali valde prominulo. Alae elytris longiores, Femora omnia 



Additanienta zur 3Ionographie der Phaneropteriden. 



45 



gracilUma, mutica Foramina tibiarnm anUcarum conchis adpressis clausa. 
Cerci hreves, teretes, incurvi, apice mucronati. Lamina subgenitalis ^ elon- 
gata, deplanata, triangulariter excisa, lohis triangularibus. 

Horatosphaga Brimner, Monogr. der Phaneropt., S. 87. 

Die als Horatosphaga beschriebene leptocerca Stäl ist so verschieden 
von der typischen Hör. serrifera Schaum., dass die Aiifstellimg eines eigenen 
Genus gerechtfertigt ist. 

Species unica. 

Hhegmatopoda leptocerca Stäl. (Brunner, Monogr. der Phaneropt., 
S. 89. Fig. 9 a, h, c.) 

S. 88. 

Aus dem Genus Horatosphaga sind die beiden Species Hör. gralla- 
foria und Hör. leptocerca auszuscheiden und erstere dem Genus Plegma- 
toptera Karsch, letztere dem Genus Rhegniatopo da m. beizugesellen. 

S. 89. 

(xeii. Conchotopoda Karsch. 

Occiput parum elevatum. Fastigium verticis trianguläre, sulcatum. Oculi 
globosi. Äntennae fragiles. Pronotum disco antice subfornicato, postice de- 
presso, lohis deßexis margine antico recto, margine inferiore rotundato. Elytra 
lata, venis radialibus a basi divisis, ramo radiali primo furcato, cum ramo 
secundo integro in apicem elytri exeuns. Alae elytris longiores Pedes longissimi, 
femoribus subtus raro-spinulosis. Tibiae anticae utrinque foramine distincte con- 
chato instructae. Cerci longi, apice incurvi, mucronati. Lamina subgenitalis 
cercis brevior, plana, apicem versus parum attenuata, triangulariter exsisa. . 

Conchotopoda Karsch, 1887, Entomol. Nachr., XIII, Nr. 3, S. 41. 

Species unica. 
Conchotopoda Belekt Karsch. 

Viridis, oculis, spinulis pedum necnon mucrone cercorum nigris. cf. 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 6'2 „ 

„ elytrorum 35 „ 

„ femorum posticorum . . . 32'5 „ 

Conchotopoda Belcki Karsch, 1887, 1. c. 

Patria: Damara (Karsch). 

S. 91. 

Die D i s p s i t i s p e c i e r u m des Genus Elimaea ist abzuändern wie folgt : 

1. Femora antica teretia, recta. Coxae anticae spinula minima armatae. 
2. Pronotum linea longitudinali elevata nulla. 



46 



C. Brunner V. WattenAvyl. 



I 



3. Äntennae nigrne, alho-annulatae. Elytra <^ campo tympanali modice pro- 
ducto. Cerci apice excavati et longe appendiculati. 1. annulata m. 
3'. Äntennae pallidae, anguste nigro-anmdatae. Elytra cT campo tympa- 
nali valde extenso. Cerci cT graciles, teretes, acuminati. 

17. inversa spec. nov. ^ 
2'. Pronotum linea longitudinali elevata flava instructum. m 
3. Cerci apice compressi, parum dilatati. Lamina suhgenitalis lohis 

usque ad apicem contiguis 2. flavolineata m. 

3'. Cerci apice securiformes. Lamina suhgenitalis lobis a medio 

hiantibus 3. securigera m. 

1'. Femora antica compressa, in modum Fhasmodeorum curvata. Coxae 
anticae inermes. 

2. Mamus in medio vel ijone medium venae radialis oriens. 

3. Fronotum linea longitudinali elevata, subverrucosa instructum. Elytra 
distincte sensim acuminata. (Äntennae subnodulosae.) 
4. Linea media pronoti aequaliter perducta. Elytra longitudinem femo- 
rum posticorum unam et dimidiam attingentia, ramo radiali medio 

Oriente 4. carinqta m. 

4'. Linea media pronoti interrupta, tuberculis obsita. Elytra femora 
X)ostica parum superantia, ramo radiali pone medium Oriente. 

5. verrucosa m. 

3'. Pronotum disco linea elevata nulla (interdum linea picta ferruginea 
instructo). Elytra linearia vel apice latiora. 

4. Pronotum disco Jiaud constricto, lobis deflexis totis angulato-insertis. 
5. Elytra linearia, pronoti longitudine parum latiora. 

6. Segmentum anale tumescens. Pronotum lobis deflexis latiori- 
bus quam altioribus. Statura majore. 
7. Segmentum anale bilobum, lobis obtusis. 

6. poaefolia de Haan, 
7'. Segmentum anale ^ lobis elongatis, attenuatis, trispinosis. 

7. spinig er a m. 

6'. Segmentmn anale cT forma normali. Pronotum lobis deflexis 
aeque altis ac latis. Statura minore. 18. minor spec. nov. 
5'. Elytra apice latiora, medio, pronoti longitudine duplo latiora. 
6. Femora postica supra teretia . . . . 8. marmorata m. 
6'. Femora postica supra depressa . . . . 9. femorata m. 
4'. Pronotum disco medio constricto, utrinque linea longitudinali atra 
delineato, lobis deflexis angulo obtuso insertis. 
5. Bamus radialis in medio venae radialis oriens. 

6. Femora intermedia et postica inermia. (Lamina suhgenitalis 9 
latissima, transversa, truncata et utrinque dente acuminato 

instructa.) Species Indica 11. bidentata m. 

6'. Femora intermedia et postica spinulosa. Species Sundaicae et 
Philippinicae. 



Additauienta zur Monographie der Plianeroptoriden. 



47 



7. Elytra punctis nigris singulis signata. Lamina suhgenitalis 9 tume- 
scens, triangularis, leviter triangiilariter emarginata. Speeles PM- 

lippinica 10. parumpunctata Serv. 

7'. Elytra punctis singulis nigris nullis vel minutissimis. Lamina suhgeni- 
talis 9 transversa, lohata. Species Sunclaicae. 
8. Lamina suhgenitalis 9 hilohata. 

9. Cerci laminam suhgenitalem duplo superantes. Lamina suh- 
genitalis 9 triangulariter emarginata, lohis triangularibus, acumi- 
natis. Ovipositor pronoto duplo longior. Species Borneensis. 

19. longicercata spec. nov. 
9'. Cerci ? Lamina suhgenitalis 9 truncata, latere utrinque in 
lohum angustum, acuminatum producta. Ovipositor pronoto sesqui 
rix longior. Species Sumatrana . 20. roseo-aZaiaspec. nov. 
8'. Ijamina suhgenitalis 9 suhtruncata, trilohata, lohis lateralihus parum 
productis, triangularibus, loho mediano leviter emarginato. ( Cerci 
valde incurvi, lamina suhgenitali hreviores.) -Species Javanica. 

21. curvicercata spec. nov. 

5'. Bamus radialis pone medium oriens. 
etc. etc. 

S. 92. 

Die Beschreibung der Elimaea annulata ist zu ergänzen wie folgt: 

Pronotum disco lineis nigris saepe defidentihus, at fusco-punctato. Campus 
tympanalis in utroque sexu hasi ater, in cT haud inusitato productus. Femora 
antica suhtus, utroque margine spinuloso. Cerci hreves, teretes, valde cur- 
vati, apice excavati et supra in appendiculam angustissimam, acuminatam pro- 
ducti. Ljamina suhgenitalis profunde fissa, lohis angustis, lanceolatis, lyratis. 

Patria: Adde: Assam (coli. Dohm). 

S. 94. 

Als Fundort der Elimaea securigera ist beizufügen: Ceylon (coli. 
Dohm). 

Der Diagnose der Elimaea carinata ist beizufügen: 

Pronotum linea longitudinali media parum distincta. Elytra margine 
antico et postico ferrugineis, campo tympanali usque ad primam tertiam partem 
marginis elytri extenso, campo sinistro infuscato, campo dextro hyalino. Cerci 
parum incurvi, acuminati. Lamina suhgenitalis a quarta parte hasali fissa, 
lohis teretihus, suhcontiguis. 

Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 34 „ 

Lat. „ hasi 7 „ 



48 



C. Br linner v. Wattenwyl, 



Lat. elytrorum medio 5 mm 

Long, femorum posticorum .... ,25 „ 
Patria: Ceylon (coli, m., coli. Dohm). 

S. 98. 

Zu Elimaea parumpunctata Serv. ist zu bemerken: Wahrscheinlich 
verstanden Serville und De Haan unter diesem Namen eine der folgenden, 
aus Java stammenden Arten. Da jedoch die Diagnose auch auf die philippinische 
Species ])asst und ich für diese den angeführten Namen gebrauchte, so wünsche 
ich denselben für die letztere beizubehalten. 

S. 102. 

Folgende neue Species sind anzuschliessen : 
17. Elimaea inversa spec. iiov. 

Differt ab E. annulata antennis pallidis, anguste nigro-annulatis, arti- 
culis hinis hasalibus extus infuscatis, pronoto unicolore, elytris brevioribus, 
medio latioribus, vena radiali magis flexuosa, cainpo tympanali magis producto 
et longe ultra medium marginis elytri extenso, tibiis anticis laminis auriculari- 
bus magis adpressis, lamina supraanali angustata, apice dilatata et truncata, 
cercis gracilibus, parum incurvis. sensim acuminatis, lamina subgenitali a medio 
fissa, lobis sensim divergentibus, apice obtusis. ^. 



Long, corporis 19 mm 

„ 2)ronoti ^'5 

„ elytrorum 29 „ 

Lat. „ medio 9'5 „ 



Long, femorum posticorum . ... 21 „ 
Patria: Celebes (coli. Dohm). 
18. Elimaea minor spec. iiov. 

Statura minore. Antennae flavae, fusco-cingulatae. Pronotum disco 
piano, medio haud constricto, lobis deflexis subaltioribus quam latioribus. Elytra 
punctis nigris singulis 10—15 signata, apice non dilatata, ramo radiali medio 
Oriente, apice furcato. Pedes fusco-punctati. Femora antica curvata. Femora 
postica subtus, margine externo toto spinuloso. Segmentum anale normale, 
truncatum, laminam supraanalem angustam inter cercos emittens. Cerci valde 
incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis usque ad basin fissa, lobis hiantibus, 
angustis, deplanatis, obtuse truncatis. ^. 



Long, corporis 14 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum ^3 „ 



Additameuta zur Monographie der Phaneropteriden. 



49 



Lat. elytromm meäio 4 mm 

Long, femonim posticorum .... 17'5 „ 

Patria: Java orientalis (coli. m.). 



19. Elimaea longicercata spec. uov. 

Fermgineo-olivacea. Äntennae ferrugineac, latere antico toto atro. Pro- 
notiim disco piano, medio constricto, costis late atro-lineaiis. Elytra apice haud 
dilatata, punctis minimis nigris confertissimis infuscata, ramo radiali partim 
ante medium Oriente, in tertia parte apicali furcato. Akte virescentes. Femora 
gracilia, longa, fusco-ferruginea, sithtiis fusciora. Femora antica cnrvata, cum 
intermediis subtus spinulosa. Femora postica subtus inermia. Segmentum anale 
truncatum. Lamina supraanalis angusta, sulcata, inter cercos deflexa. Cerci 
perlongi, laminam siihgenitalem duplo superantes, semicirciilariter curvati, 
extus atro-lineati, apice clavati et longe ac dense pilosi, apice ipso acuminati, 
Organum securiformem includentes. Lamina subgenitalis pone hasin valde 
angustata, profunde fissa, apice truncata, in lohulos acutos, exsertos terminata. 
Ovipositor pronoto duplo siibaegue longus, ohtusiusculus. Lamina subgenitalis $ 
brevis, transversa, triangulariter profunde emarginata, lobis acuminatis. $ . 







9 




17 


17 mm 


„ pronoti 


4-8 


4-5 „ 




34 


34 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 5-5 


8 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 23 


23 „ 


„ ovipositoris 




8-5 „ 



Patria: Borneo (coli. m.). 

20. Elimaea roseo-alata spec. nor. 

Poseo-olivacea. Äntennae ferrugineae, latere antico toto nigro. Pronotum 
subsellatum, costis valde obtusis, linea atra signatis. Elytra apice haud dila- 
tata, margine postico vix infuscato, ramo radiali medio Oriente, apice furcato. 
Alae roseo-afflatae. Femora ferruginea, haud infuscata. Femora antica cur- 
vata, subtus, utroque margine nigro-spinuloso. Femora intermedia subtus, mar- 
gine antico spinuloso, margine postico mutico. Feinora ptostica apice bispinulosa. 
Ovipositor pronoto sesqui haud longior, obtusus, margine superiore sinuato, 
crenulato. Lamina subgenitalis 9 brevis, transversa, truncata et latere utrinque 



in appendicem fdiformem producta. 9 • 

9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti ^'6 ^ 

„ elytrorum 33 „ 

Lat. ^ medio 55 „ 

Z. B. Ges. B. XU. Abb. 7 



50 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Long, femorum posticorum . . . ^2 mm 

„ ovipositoris 6'5 „ 

Patria: Deli in insiila Sumatra (coli. Dohm). 

21. Elimaea ciirvicercata spec. uov. 

Speciei praecedentis vicinissima. Pronotum disco testaceo, latere utrinque 
linea nigra apposita. Elytra angusta, laete viridia, tympano elytri sinistri, 
a plica transversa infuseato, necnon campo anali toto in infuscato, ramo 
radiali apice hiramuloso. Alae virescentes. Femora suhmutica, antica margine 
antieo suhmutica, intermedia et postica mutica. Segmentum anale ^ truncatum. 
Lamina supraanalis ohtuse triangularis, sulcata. Cerci cT, lamina suhgenitali 
multo hreviores, valde curvati, hasi teretes, virides, dehinc dilatati et infuscati 
necnon in lohum compressum, acuminatum, terminati, Organum acuminato- 
recurvum includentes. Lamina suhgenitalis angustissima, parum profunde 
fissa, lohis triangularihus. Ovipositor , pronoto sesqui Jiaud longior, pallide 
viridis, apice ipso infuscato, ohtuso, margine superiore recto, crenulato. Lamina 
suhgenitalis 9 transversa, truncata, suhtriloha, lohis lateralibus triangularihus, 
acutis, loho medio triangulari, emarginato. cT? $• 







9 




, 20 


18 mm 


„ pronoti 


4-5 


5 „ 




, 30 


31 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 5 


6 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 20 


22 „ 


„ ovipositoris 




7-3 „ 



Patria: Java orientalis (coli. m.). 

Greil. JPantolepta Karscli. 

Caput parvum. Occiput non elevatum, Vertex depressus. Frons prostata. 
Antennae crassae. Pronotum elongatum, apicem versus angustatum, disco piano, 
margine antico emarginato, postico rotundato-truncato, lohis deflexis angulato- 
insertis, plus duplo longiorihus quam, altiorihus, margine antico suhrecto, mar- 
gine inferiore ohliquo, suhrotundato, margine postico rotundato, sinu liumerali 
profunda, rotundato. Elytra angustissima, longa, venis radialihus a hasi divisis, 
ramo paulo ante medium Oriente, non furcato, vena ulnari 9 ramo radiali suh- 
parallela, in hasi huic valde appropinquata, campo mediastino venulis trans- 
versis valde expressis, parallelis instructo. Alae cT elytris longiores, 9 rudimen- 
tariae. Pedes longissimi. Femora omnia suhtus utrinque multi-spinulosa, antica 
et intermedia supra carinata. Tihiae supra late sulcatae, anticae et intermediae 
tenuiter spinulosae, illae utrinque foraminihus conchatis, in convexis, in 9 
planis instructae. Lamina suhgenitalis elongata, angusta, suhtus carinata, 
margine postico triangulariter exciso. Cerci longi, apice incurvi. Ovipositor 



Adilitaiuenta zur Monographie der Phaiicropteriden. 



51 



pariim incurvus, acuminatus, pronoto suhduplo longior, marginibus apice cre- 
7ii(Iatis. 9- 

Pantolepta Karsch, 1888, Berliner Eutom. Zeitschr., XXXII, S. 429. 

Dieses Genus gehört trotz der dicken, zerbrechlichen Fühler, welche den 
Acrometopen eigenthümlich sind, zu den Elimaeen durch die zusaniniengepressten, 
oben gekeilten und unten reichlich mit Dornen besetzten Vorder- und Mittel- 
schenkel. Hier steht es dem asiatischen Genus Ectadia durch den prognathen 
Kopf sehr nahe. 

Species unica. 
Pantolepta lieteromorpha Karsch. 

Laete viridis. Pronotum disco in ruhro, marginibus lateralihus nigris, 



in 9 concolorihus. rf, 9- 

cf 9 

Long, corporis 20 29 mm 

„ X)ronoti 5 o5„ 

„ elytrorum 33 5 37 „ 

Lat. „ medio .... 4 5 4 5 „ 

Long, femorum posticonm . . . 32 39 „ 

„ ovipositoris — „ 



Pantolepta heteromorpJia Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 
S. 430, Taf. IV, Fig. 5. 

Patria: Momhassa (Karsch). 

S. 104. 

Die Diagnose des Genus Hemielimaea ist zu ergänzen: 

Lamina suhgenitalis 9 ampla, profunde triangulariter excisa, lobis apice 
biappeyidiculatis vel triangularis, apice rotundata. 

Syn. Änisotochra Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 430. 

Dispositio specierum. 

1. Elytra femore postico sesqui sublongiora. Lamina suhgenitalis 9 profunde 
triangulariter emarginata. Species Chinensis . . . . 1. Chinensis m. 

r. Elytra femore postico parum longiora. Lamina suhgenitalis 9 triangularis, 
rotundata. Species Africae occidentalis . . . 2. gracilix^es Kn,vsG]i. 

2. Hemielimaea gracilix>es Karsch. 

Fusco-viridis, antennis nigris. Occipiit non elevatum. Antennae graciles, 
flexibiles, unicolores. Pronotum margine postico subtiliter nigro-limbato. Elytra 
canipo ulnari xmnctis nigris sparsis, campo tympanali pumctis nigris, agglome- 
ratis ornatis, venis radialibus suhcontiguis, ramo radiali primo pone medium 
Oriente, medio furcato. Ovipositor pronoto sesqui longior. Lamina suhgenitalis 
9 subtriangularis, apice rotundata. 9- 

7*. 



52 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Long, corporis 26 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 26 „ 

Lcit. „ 7 „ 

Long, femorum posticoriim . ... 21 „ 

„ ovipositoris 8'5 ^ 



Anisotochra gracilipes Karsch, 1888, Beii. Entom. Zeitschr., XXXII, S.431. 
S. 105. 

Dispositio generis Exorae. 

1. Pronotum macula media fusca ornatum. Elytra margine comhusto. 

1. deflorita m. 

1 '. Pronotum macula media nulla, at utrinque angulo insertionis lohorum de- 
flexorum fusco-lineato. Elytra viridia . . . . . 2. X)oÄrwispec. nov. 

S. 106. 

Anzuschliessen : 

2. Exora Dohrni spec. nov. 

Pedes soli pilosi. Äntennae remote nigro-annulatae. Pronotum disco 
piano, ad marginem posticum carinula longitudinali hrevissima instructo, antice 
angulis insertionis lohorum deflexorum fusco-lineatis. Elytra viridia, maculis 
diffusis fuscis inquinata, margine apicali truncato, fusco-marginato, campo 
tympanali testaceo, ramo radiali medio venis radialis Oriente, ante medium 
angulato furcato. Alae longae, acuminatae, parte prominente fusco-maculata. 
Tihiae omnes hasi et apice sanguineo-inflatae. Tihiae anticae supra subsulcatae. 





9 




. . 15 mm 


„ pronoti 




„ elytrorum 


. . 22 , 


Lat. „ medio . . . 


. . 6 „ 


Long, femorum anticorum . . 


. . 4-5 „ 


„ „ posticorum . . 


. . 12-5 „ 




. . 5-5 „ 



Patria: Deli in Sumatra (coli. Dohm). 
S. 108. 

Dispositio specierum generis Pseudophaneropterae. 

1. Statura minore. Pronotum disco nec carinulato nec emarginato. Alae roseo- 
afflatae. Ovipositor angustus, suhacuminatus. Species Ceylonica. 1. turhidam. 

1'. Statura majore. Pronotum disco carinula media longitudinali perducto, tiec- 
non margine postico levissime emarginato. Alae aurantiaco-afflatae. Ovi- 
positor latior, obtusus. Species Sumatrana . . . 2. major spec. nov. 



Additamenta zur ilonographie der Pbauerop<;jjiiden. 



53 



S. 108. 

Anzuschliesseu: 

2. Pseiidophaneroptet'a major spec. iiov. 

Differt a Ps. turhida statiira majore, antennis fusco-fnsciatis, disco 
pronoti sulcis t)'C(nsversis sat wqjrcssis necnon postice carinula longitudinaU 
instructo, et margine postico levissime emarginato, ehjtris campis marginali et 
radiali venulis transversis 3 — 4 xKrductis, alis cmrantiacis, ovipositore latiore, 



öbtuso. $ . 

9 

Long. corp>oris 16 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ ehjtrorum M „ 

Lat. „ media 5 „ 

Lo7ig. femorum posticorum . . . . 13 „ 

„ ovipositoris 7 „ 

Patria: Dell in Sumatra (coli. Dohm). 



S. 109. 

Die Dispositio specierum generis Ducetiae ist zu ergänzen 
wie folgt: 

1. 2. Ehjtra apicem versus acuminata etc. 

3. Pronotum lobis deflexis longiorihus guam altiorihus. Cerci cT simpli- 
citer curvati, apice triangulariter deplanati, marginibus acutis. Lamina 
siibgenitalis 9 triangularis, non sulcata . . 1. Jap o nie a Thunb. 
3'. Pronotum lohis deflexis altiorihus quam longiorihus. Cerci longissimi, 
toti teretes, in modum generis Barhit ist es decussati. Lamina suh- 
genitalis 9 triangularis, profunde sulcata, hasi utrinque dente apposito. 

5. cruciata spec. nov. 

S. 112. 

Anzuschliessen : 

5. Ducetia cruciata spec. iiot. 

Statura et hahitu Duc. Japonicae. Ah ea differt ehjtris campo tympa- 
nali latiore, cereis longissimis, teretihus, hicurvatis et decussatis, ovipositore 
ohtusiusculo, lamina suhgenitali 9 triangulari, sulcata, hasi utrinque appen- 
dicula dentiformi instructa. 9- 







9 


Long, corporis 


. 16 


20 mti 


„ pronoti 


4 


4-8 „ 




29 


31 „ 




. 5-5 


7 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 22 


26 „ 


„ ovipositoris 




6 „ 



Patria: Camhodja (coli. m.). 



54 



C. Brunuer v. Wattenwyl. 



S. 112. 

Die Diagnose des Genus Isotima ist zu ergänzen: Älae obliteratae. 
Als Synonym ist anzuführen : 

Paura Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 439. 
S. 113. 

Dispositio specierum generis Isotimae. 

1. Speeles Äsiaticae. 
2. Statur a minore. 

3. Elytra rufo-marcjinata, campo marginali venulis imrallelis confertis 

instructo 1. rufomarginata m. 

3'. Elytra viridia vel ferruginea, liaud marginata, campo marginali irre- 

gulariter reticuJato 3. Javanica s^^ec. noY. 

2'. Statura majore (Elytra unicoloria, viridia.) .... 2. CJiinensis m. 
V . Species Africanae. 

2. Elytra acuminata, ramis radialihus duohus . . 4. et wos<x Karsch. 
2'. Elytra ol)tusa, ramis radialihus nullis ... 5. reticulosa Karsch. 

3. Isotima Javanica spec. nov. 

Statura parva, colore laete viridi vel ferrugineo. Äntennae remote fusco- 
cingulatae. Pronotum linea media longitudinali, pallida signatum, venis radiali- 
hus totis disjunctis, ramo radiali nullo, campo marginali irregulariter reticulato, 
campo tympanali ^ infuscato. Segmentum anale truncatum. Lamina supra- 
analis inter cercos deflexa. Cerci graciles, acuminati. Lamina suhgenitalis 
valde angustata, a medio fissa. Ovipositor pronoto parum longior, margine 
superiore recto, minute crenulato. Lamina suhgenitalis $ triangularis, oh- 



tusa. cT, Q. 

9 

Long, corporis 14 16 mm 

„ pronoti 3'5 3 5„ 

„ elytrorum 15 17 5 „ 

Lat. „ maxima . . . 4 4 „ 

Long, femorum posticorum . . . 14 5 16 „ 

„ ovipositoris — 5 „ 



Patria: Insula Java orientalis (coli. m.). 
4. Isotima biramosa Karsch. 

Viridis, fusco-variegata. Elytra suhacuminata, vena radiali ramos duos 

fuscos in marginem posticum elytri emittente. 9- ^ 

Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 22 „ 

Lat. „ maxima .... 65„ 



Additamcnta zur Monographie der Plianoroptoriden. 



55 



9 

Long, femoriim posHcorum . ... 22 mm 

„ ovipositoris S „ 

Panra Uramosa Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 439, 
Taf. IV, Fig. 6. 

Patria: Usamhara (Karsch). 

5. Isotima reticulosa K.irseli. 

Viridis. Elytra apicem versus angustata, apicc rotunäaia, vena radiali 
cum vcna nlnari venis ohliquis permiiUis, refem angustum formantibus con- 



juncta, ramis ipsis non disfinguenclis. 9- 

9 

Long, corporis 17 mm 

„ pronoti 5-Z ,, 

„ elytrorum 19 5 „ 

Lat. „ maxima .... „ 

JjOng. fcmorum posticorum . . . 21 „ 

„ ovipositoris G „ 



Paiira reticulosa Karsch, 1888, 1. c, S. 440, Taf. IV, Fig. 7. 
Patria: Momhassa (Karsch). 

S. 118. 

Zu Pyrrhizia lege ich vorläufig eine afrikanische Speeles, welche zwar 
in der Form der Subgenltalplatte des von dem Genuscharakter abweicht, jedoch 
im üebrigen den Habitus des genannten Genus besitzt. 

7. Pyrrhizia Zanzibarica spec. nov. 

Pallide viridis. Pronotum lohis deflexis rotundato-insertis, aeqiie altis et 
longis. Elytra suhpellucida, dilute reticulata, apice rotundata, venis radialibiis 
contiguis, ramo primo ante medium Oriente, medio furcato, campo tympanali 
macula nigra signato. Femora antica siibtus submutica. Femora postica mutica. 
Tibiae anticae basi sanguineo-signatae. Gerd flexuosi, acuminati. Jjamina 
subgenitalis elongata, a medio fissa, lobis congituis, obtusis. 



Long, corporis 12 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 25 „ 

Lat. „ medio 4 „ 

Jjong. femormn posticorum .... 17 5 „ 



Patria: Zanzihar (Mus. imp. Vindob.). 
S. 118. 

Die Diagnose des Genus Himerta ist zu ergänzen wie folgt: 
Femora postica supra in lobum plus minus acuminatum producta. Seg- 
mentum anale latum, transversum, truncatum, margine postico limbato, vel 



56 



0. Bruuner v. Wattenwyl. 



in lohum lanceolatum, decurvum proäuctum. Ovipositor hrevis, subito incwvus, 
apice crenulatus, vel pronoto duplo longior, sensim incurvus, marginibus eroso- 
dentatis. Lamina subgenitalis 9 longe bilobata, lobis rotundatis vel acuminatis. 
Species Indicae. 

Dispositio specierum. 

1. Colore fusco. Segmentum anale ^ truncaUmi. (Ovipositor pronoto sesqm 
non longior, in modum generis Phanerop)terae constructus.) 
2. Pronotum lobis deflexis totis flavis. Alae elytris quarta parte rix longiores 
Femora postica siipra in lobum obtusum producta. 1. marginata m 
2'. Pronotum lobis deflexis fuscis, margine inferiore flavo-fasciato. Alae elytris 
subduplo longiores. Femora postica in dentem acuminatum producta. 

2. marmorata spec. nov 
r. Colore pallide-viridi. Segmentum anale (j^ in lobum longum deflexum pro 
ductum. (Femora postica in lobum obtusum producta.) 

3. pallida spec. nov 

Sedis incertae. (Colore pallide-viridi. Ovipositor sensim incurvus, pronoto dupl 
longior, serrato-dentatus, in modum generis Odonturae constructus.) 

4. odonturaeformis spec. nov 

Die Diagnose der Himerta marginata ist zu ersetzen durcli folgende 

1. Himerta marginata m. (Fig. 19.) 

Castanea. Pronotum lobis deflexis totis flavis, fascia flava in marginem 
anticum elytrorum continuata. Femora postica supra in lobum obtusum pro 
ducta. Tibiae posticae basi albo-annulatae. Segmentum anale truncatum 
margine postico medio inciso. Cerci longi, semicirculariter incurvi, acuminat 
compressi, sulcati. Lamina subgenitalis elongata, profunde fissa, lobis conti- 
guis, apice rotundatis, margine interno breviter nigro-hirsutis. Ovipositor in 
modum generis Phaneropterae constructus, marginibus apice crenulatis. 
Lamina sidjgenitalis 9 lobos duos rotundatos producta, c^, $ . 







9 




Long, corporis 


. 115 


15 


mm 


„ pronoti 


3-4 


37 




„ elytrorum 


145 


16 


?? 


Lat. „ medio . . . 


. 3-5 


4 




Long, femorum posticorum . . 


? 


19 


n 






55 


n 



Patria: India (Mus. imp. Vindob.). 

2. Himerta marmorata spec. nov. 

Supra fusca. Frons albida, fusco-punctata. Antennae fuscae, castaneo- 
et albido-cingulatae. Pronotum lobis deflexis cum disco fuscis, margine inferiore 
albido-vittato . Elytra angusta, fusco-marmorata, campo marginali albido. Alae 
elytris suhduplo longiores, campo antico fusco-marmorato. Femora postica 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



57 



apicem versus atqiie tihiae hasi infuscatae. Hae ante hasin albido-annulatae. 
Segmentum anale cT triincatum. Lamina siipraanalis ohlonga. Cerci cT hast 
angulato-incurvi, compressi, aciiminati. Lamina sxibgenitalis in modum speciei 
praecedentis constructa. Ovipositor gracilis. Lamina suhgenitalis 9 «'^ loJws 
trianguläres obtusos producta, cf , 9 . 

d 9 

Long, corporis 11 15 mm 

„ pronoti 3 3 2„ 

„ elytrorum 12 15'5 „ 

Lat. „ 25 3 „ 

Long, femorum posticorum ...175 20 „ 
„ ovipositoris — 4 5 „ 

Patria: Ceylon (coli, m., a Dr. F. Sara sin allata). 

3. Himet^ta pallida spec. iiov. 

Unicolor pallide viridis. Elytra latiuscula, ohtusa, venis radialihus a 
basi interstitio lato divisis. Alae elytris tertia parte longiores. Femora postica 
supra in lobum obtusum producta. Segmentum anale lobum longum 

lanceolatum productum. Cerci acuminati, basi subangulato incurvi, compressi, 
sulcati. Lamina subgenitalis ^ profunde fissa, lobis obtusis, margine interno 
impubi. cT- 

Long, corporis 12 mm 

„ pronoti 3 „ 

„ elytrorum ^^'5 „ 

Lat. „ medio 3 5„ 

Long, femorum posticorum . . . 19'5 „ 
Patria: Insula Ceylon septentrionalis (coli. Dohm). 

4. Himerta odontui^aeformis spec. uov. 

Unicolor viridis. Elytra venis radialibus a basi interstitio modico divi- 
sis. Alae elytris quarta parte longiores. Femora postica? Ovipositor parum 
incurvus, gracilis, disco granuloso, marginibus eroso-dentatis, in modum generis 
Odonturae constructus. Lamina subgenitalis $ profunde rotundato excisa, 
lobis oblique truncatis, acuminatis. 9- 

Long, corporis 14 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 15 „ 

Lat. „ 3 „ 

Long, femorum posticorum . . . . ? „ 

„ ovipositoris 6'2 „ 

An femina speciei praecedentis? 

Patria: India orientalis (Mus. Genav., coli. m.J. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 8 



58 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



S. 124. 

Dispositio specierum generis Aniarae. 

1. Vena mediastina nulla vel ohsoleta. 

2. LoM deflexi pronoti angulo ohtuso inserti. Statura rnajore. 1. typica m. 

2'. Lohi deflexi pronoti angulo acutiusmlo inserti, lineola tenuissima, fusca 

signato. Statura minore S. proxima si^ec. noY. 

1 Vena mediastina venulas transversas campi marginalis, a hasi ultra medium 

secante. (Lohi deflexi pronoti angulo acutiusculo inserti, lineola tenuissima 

fusca signato.) 2. punctulata m. 

Der Diagnose von Äniara typica ist beizufügen: Lamina suhgenitalis $ 
truncata. 

$ 

Long, corporis 19 mm ' 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 39 „ 

Lat. „ in tertia parte hasali . . 8'6 „ 

Long, femorum posticorum 22'5 „ 

„ ovipositoris 5 „ 

S. 125. 

Anzuschliessen : 

3. Aniara proxima spec. noT. 

Differt ah An. typica statura minore et angulo insertionis lohorum de- 
flexorum acutiore, lineola longitudinali fusca signato, lamina suhgenitali 9 
triangulariter emarginata. cT, $. 

9 

Long, corporis 14 22 mm 

„ pronoti 3'5 46 ^ 

„ elytrorum 26 35 „ 

Lat. elytrorum in tertiaparte hasali 4'8 7 „ 
Long, femorum posticorum . . . 16 20 5 „ 
„ ovipositoris — 5 „ 

Patria: Lages in provincia Santa Catharina in Brasilia (coli. m.). 
S. 126. 

Die Dispositio specierum generis Hyperophorae ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Vena mediastina nulla. 

2. Cerci processu interno mediano apice dilatato et hiramuloso instructi. 
3. Elytra longitudine pronoti sesqui latiora, viridia, unicoloria. Segmen- 
tum ahdordinale dorsale nonum cf in lohum triangulärem, medio cari- 
natum productum 1. Brasiliensis m. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



59 



3'. Elytra longitucUne pronoti parum latiora, margine antico pallide 
aeruginoso, linea rufescente apposita. Segmentum abdominale dorsale 
nonum in appendicem angustam, acutam productum. 

3. angustipennis spec. nov. 
2'. Cerci processu interna mediana apice haud dilatato, obtuso. 

4. minor spec. nov. 

r. Vena mediastina adest. 

2. Alae venis roseis (Ovipositor hasi subito incurvus.) . . 2. major m. 
2'. Älae venis viridibus 5. Peruviana spec. nov. 

3. Hyperophora angustipennis spec. nov. 

Gracilis. Pranotum angustius quam in congenericis. Elytra longitudine 
pronoti aeque lata, margine antico ipso pallide aeruginoso, lineola rufesce^ite 
apposita. Segmentum abdominale dorsale nonum in appendicem spinaeformem 
productum. Cerci <^ subrecti, processu interna apice breviter biacuminato. 



LiOng. corporis 13 mm 

„ pronoti 3 „ 

„ elytrorum 21 „ 

Lat. „ in quarta parte basali . 3 „ 

Lang, femorum pasticorum 18'5 „ 



Patria: Cardoba in respublica Argentina (call, m., a Dr. Frenzel allata). 
4. Hyperophora minor spec. nov. 

Pranotum breve, labis deflexis angulo acuta insertis. Elytra quam in 
congenericis latiara, vena mediastina nulla, vena radiali ramas quatuar abli- 
quos, non furcatas in marginem posticum elytri emittente. Cerci apice verti- 
caliter decurvi et depressi, dente interna lange pone medium sito, apice abtuso. cf. 



Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 3-2 „ 

„ elytrorum 25 „ 

Lat. „ in quarta parte basali . 5'5 „ 

Lang, femorum pasticorum 19 „ 



Patria: Paraguay (call. Balivar), Cardoba in respublica Argentina (coli. 
in., a Dr. Frenzel allata). 

5. Hype?'ophora Peruviana spec. nov. 

Pranotum labis deflexis angula acuta insertis. Elytra angusta, vena 
mediastina distincta, recte lange perducta. Cerci in madum Hyp. Brasi- 
liensis canstructi. cf. 

Long, corporis 16 5 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 30 „ 

8* 



60 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Lat. elytrorum in tertia parte hasali . . . 4 mm 

Long, femorum posticorum ^5 „ 

Patria: Peru (coli. BoUvar). 

Mit Unsicherlieit füge ich. ein 9 ^^s Santa Catharina in Brasilien (Coli. 
Dohm) bei: 

Antennae pallidae. Pronotum media lineola longitudinali, angustissima, 
albida, acute delineata ornatum, necnon carinis lateralibus albido-lineatis, rufo- 
fusco circumdatis. Femara postica extus, cum tibiis infuscata. Ovipasitor 
parum incurvus, acuminatus, margine superiare a media, margine inferiore toto 



crenulata. Lamina subgenitalis elongata-triangularis. 

9 

Long, corporis 15 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 27 „ 

Lat. „ in tertia parte hasali . . 5 „ 

Long, femorum posticorum 23 „ 

„ ovipositoris 6'2 „ 



S. 132. 

Die Diagnose des Genus Cosmophyllum ist zu verbessern durch die 
Bemerkung: Fastigium verticis sulcatum. 

Dispositio specierum generis Cosmophylli. 

1. Statura majore. Lamina subgenitalis triangulariter emarginata. Ovi- 
pasitor basi, lamina laterali profunde semicirculariter sulcata. 

1, olivaceum Blanch. 

1'. Statura minore. Lamina subgenitalis truncata. Ovipasitor basi, lamina 
laterali subimpressa 2. pallidulum Blsmch. 

S. 133. 

Einzuschalten : 

2. Cosmophyllum pallidulum Blanch. 

Statura minore. Lamina subgenitalis apice subtruncata. Ovipasitor lamina 
laterali basali subimpressa. 

Lang, corporis 116 15 mm 

„ pronoti 3'8—4 4 5 „ 

„ elytrorum 13 5 17 „ 

Lat. „ media ... 6 7'5 „ 

Lang, femorum posticorum . . 13 13 5 „ 

„ ovipositoris — 5 „ 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



61 



Cosmophyllum palUdnlum Blaiichard, 1851, Gay, Historia fisica y politica 
de Chile, Zool, VI, p. 52. 

Cosmophyllum palUdnlum Karsch, 1889, Entomol. Nachr., XV, S. 127. 
Patria: Chile, Concepcion etc. (Karsch). 

Gfen. noY. JParacosmojyhyllum, (Fig. 5.) 

Vertex planiusculus, fastigio acuminato, sulcato, cum fastigio frontis 
contiguo. Äntennae breves. Pronotum disco piano, postice rotundato, lobis de- 
flexis ayigulo obtuso insertis, aeque altis ac latis. Elytra Cornea, venulis trans- 
versis nullis, venis radialibus contiguis, rectissimis, ramis tribus non furcatis. 
Alae ab elytris totae ahsconditae. Meso- et metasternum trilobata. Femora 
breviuscula, antica subtiis, margine antico raro-spinulosa. Femora postica subtus, 
utroque margine spinuloso. Tibiae anticae breves, parte attenuata parum lon- 
giore quam pars basalis dilatata, supra sulcatae, excepta spina apicali externa, 
muticae. Segmentum anale cT in lobum late sulcatum, rotundatum productum. 
Cerci breves, incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis brevis, parum attenuata, 
margine postico emarginato, stylis nullis. Species Madagassa. cT. 

Dieses Genus, welches den Habitus von Cosmophyllum trägt, weicht 
wesentlich ab durch die gelappten Brustsegmente und die wenig verschmälerte 
Subgenitalplatte. Es wäre vollkommen gerechtfertigt, für dasselbe eine eigene 
Gruppe aufzustellen, was ich nur wegen mangelnden Materials unterlasse. 

Species unica. 

JParacosmophyllum atro-delineatum spec. nov. (Fig. 5.) 
Elytra olivaceo-viridia, Cornea, nitida, campo tympanali infuscato et 
linea atra delineato. Alae venis fusco-purpureis. 

Ijong. corporis 20 mm 

„ pronoti 65 „ 

„ elytrorum 25 „ 

Lat. „ medio 9 5^^ 

Long, femoruin posticorum . . . . 16' 5 „ 
Patria: Madagascar centralis (coli. m.). 

S. 134. 

Einzuschalten : 

Gren. I*oecilogramma Karsch. (Fig. 6.) 

Differt a genere Pardalota pronoto postice rotundato, elytris angustis, 
npicem versus attenuatis, apice rotundato-truncatis, margine antico recto, meso- 
et metasterno postice sinuatis, lamina siipraanali profunde emarginata, 
utrinque in lobum acuminatum producta, medio impressione triangulari instructa. 



62 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



cercis gracilibus, apice ohtusis, lamina suhgenitali postice angulato- 
emarginata, ovipositore pronoto 2'^!^ longiore, acuminato, disco scdbro, margini- 
hus in tertia parte apicali acute serratis. Speeles Äfricae orientalis. 

Poecilogravima Kaisch, 1887, Entomol. Nachr., XIII, Nr. 4, S. 52. 

Dispositio specierum. 

1. Femora postica hasi lineis longitudinalihus nigris picta. Tibiae omnes atrae 
nitidae. Elytra nigrata, vitta longitudinali pallide viridi vel flava ornat 
Alae liyalinae, antice infuscatae \. striatifemur IL^v^c' 

r. Femora postica hasi nigro-hiannulata. Tibiae posticae flavae. Elytra rose 
venis, necnon margine antico anguste flavis. Alae hyalinae, antice rosae. 

2. annulifemur Karsch 

1. Poecilofframma striatifemur Karscli. (Fig. 6.) 
Corpus ferrugineum. Antennae nigrae. Frons, vertex et pronotum nigra 

et purpureo-maculati. Fronotum lohis deflexis, margine postico purpureo-marg- 
nato, necnon disco linea media purpurea. Elytra nigrescentia, venis flavis, 
necnon vitta angusta pallide viridi vel flava, pone venam radialem sita, macula 
humerali, necnon venulis campi tympanalis sinistri purpureis. Alae hyalinae, 
margine antico, usque ad medium campi triangularis, nigro. Femora omnia 
apice nigra. Femora postica hasi lineis atris longitudinalihus signata. Tibiae 
omnes atrae, nitidae, extus et intus vitta ferruginea ornatae, sulco superiore 
albido. Tarsi omnes nigri. Cerci nigri. Ovipositor subrectus, acuminatus, 
marginihus apice eroso-dentatis, disco qranuloso. Lamina suhgenitalis Q brevis, 

Long, corporis 15 14 mm 

„ pronoti 4 3 2 „ 

„ elytrorum 21 22'5 „ 

Lat. „ medio .... 5 4 „ 

Long, femorum posticorum . . . 16 15 6 „ 

„ ovipositoris — 14 5 „ 

Poecilogramma striatifemur Karsch, 1887, 1. c, S. 53. 
Patria: Momhassa (Karsch), Zanzibar (Mus. imp. Vindob.). 
Diese Species scheint ausserordentlich zu variiren. Es liegen mir Exem- 
plare vor, hei welchen Alles, was von Karsch als purpurroth angegeben ist, hell- 
grün erscheint. Die schwarzen Streifen an der Basis der Schenkel fehlen. Die 
Tibien sind nur auf der Oberseite schwarz und die untere Seite ist der ganzen 
Länge nach hellgrün. 

2. Poecilogramma annulifemur Karsch. 

Corpus ferrugineum. Vertex et pronotum nigro-maculata et lineata. An- 
tennae nigrae. Elytra rosea, antice anguste flavo-marginata, venis flavis necnon 
macula basali flava. Alae hyalinae, roseae. Femora omnia apice nigro-striata. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



63 



Femora postica basi, latere externo annulis duohus nigris. Tibiae posticae flavae, 



carinis superioribus nigris. c^, $. 

^, 9 

Long, corporis 14 mm 

„ pronoii 4 „ 

„ elytrortim 19 „ 

Lat. „ medio 5 5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 17 „ 

„ ovipositoris 11' 5 „ 



Poecilogramma annuUfemur Karsch, 1887, Entom. Nachr., XIII, Nr. 4, S.53. 
Patria: Lacus Tanganjica (Karsch). 

Da der Autor keine anderen Unterschiede von der ersten Species angibt, 
als die Färbung, so bin ich geneigt, mit Rücksicht auf die grosse Variabilität 
derselben auch diese zweite Species als Varietät anzusehen. 

S. 135. 

Die Diagnose des Scambophyllum sanguinolentiim Westw. ist zu 
ergänzen wie folgt: 

Antennae atrae, flavo-annulatae. Femora omnia apice atro-marginata. 
Tibiae omnes supra, carinis atris. Lamina supraanalis callosa, inter cercos 
deflexa. Cerci breves, recti, apice nigri, mucrone incurvo armati. Lamina 
subgenitalis brevis, transversa, margine postico rotimdato, stylis nullis. 



Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum ^9 „ 

„ femorum posticorum . . . . 17 „ 



S. 137. 

Dispositio specierum generis Arantiae. 

1. FJlytra nec eburneo-guttulata, nec maculis opacis infumata, sed punctis im- 
pressis, concoloribus signata, apice oblique truncata. Femora postica subtus, 
margine interno spinis 3 — 4, majoribus, margine externo apicem versus 
Spinulis minimis armato. 

2. Pronotum unicolor. Spinae femorum posticorum nigrae. Species Natalensis. 

1. spinulosa m. 

2'. Metazona pronoti linea atra, transversa signata. Spinae femorum posti- 
corum rufescentes. Species Africae occidentalis. 

12. atrolineata spec. nov. 
r. Elytra ad basin marginis antici guttulis eburneis rufescentibus, vel in sinu 
ramorum maculis opacis signata, apice rotundata. Femora postica subtus, 
utroque margine spinulis minimis ornaia. Species Africae occidentalis. 



64 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



2. Elytra ad hasin marginis antici guttuUs ehurneis, rufescentihus ornata. 
(Femora antica suhtus inermia vel spinulosa.) 

3. Femora antica suhtus inermia. Femora postica pronoto quadruplo longiora, 
suhtus utrinque spinulis 6 — 7 armata. 

4. Elytra longitudine pronoti sesqui vix latiora. Femora postica suhtus, 

spinulis viridihus armata 2. rectifolia m. 

4'. Elytra longitudine pronoti duplo latiora. Femora postica suhtus, spi- 
nulis nigris armata Gahunensis s-^qq,. hoy. 

3'. Femora antica suhtus spinulosa. Femora postica pronoto triplo vix 
longiora, suhtus utrinque multispinulosa ... 5. excelsior Karscli. 
2'. Elytra ad marginem hasalem guttulis ehurneis nulUs, sed maculis fuscis, 
dilutis in sinu ramorum signata vel maculis fuscis nullis sed nodulis ehur- 
neis in angulis ramulorum venae ulnari sitis (hydatinoptera). (Femora 
antica suhtus spinulosa.) 
3. Elytra medio latissima. 

4. Elytra longitudine pronoti duplo latiora. 

5. Femora postica extus spinulis 13 — 16, intus spinulis 6 — 8 armata. 

6. regina Karsch. 
5'. Femora postica extus spinulis 4, intus spinulis 5 armata. 

7. Äccrana Karsch. 

4'. Elytra longitudine pronoti sesqui haud latiora. 

5. Ramus radialis, sicut in congenericis plurimis, angulosus, cum vena 
ulnari venulis transversis, complurihus conjunctus. Femora postica 
suhtus utrinque multispinulosa, spinulis nigris. 

8. hydatinoptera Karsch, 
5'. Vena radialis in 9 ramum primum furcatum necnon ramos duos 
sequentes integros, in ramos duos furcatos emittens, ramis non angu- 
loso insertis. Femora postica suhtus, margine externo mutico, margine 
interno spinis 4 — 7 nigris armato . . 9. simplicinervis Karsch. 
3'. Elytra pone medium latissima. 

4. Elytra campo tympanali hasi, macula atra, nitida ornata. Femora 
postica utrinque, hasi spinis parvis, viridihus, versus apicem spinis nigris 

armata 10. marmorata Karsch. 

4'. Elytra campo tympanali non maculato. 

5. Cerci medio dente armati. Femora postica longitudine pronoti 

5-plo longiora fatidica 

5'. Cerci cT apice himucronati. Femora postica longitudine pronoti 
4-plo vix longiora. Statura majore . . 11. retinervis Karsch. 

S. 139. 

Folgende neue Speeles des Genus Ärantia sind anzuschliessen : 
4. Arantia Gabunensis spec. nov. 

Valida. Pronotum disco parum profunde sulcato. Elytra lata, ante 
medium latissima, venis ulnarihus rectissimis, margine antico hasi guttulis 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



65 



eburneis sanguineis 4 — 5, necnon apicem versus punctis sanguineis ornato. 
Femora antica et intermedia siihtus inermia. Femora postica suhtus, margine 
externo spiindis nigris 9, margine interno spinulis nigris 4 — 6 armato. $. 



9 

Long, corporis 34 mm 

„ pronoti ^"5 „ 

„ elijtrorum 64 „ 

Lat. „ medio 19'5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 35 „ 

„ ovipositoris 6 „ 

Patria: Gabun (coli. m.). 



5. Arantia excelsior Karsch. 

Statura modica. Flavo-viridis. Pronotum disco lato, piano, postice latiore, 
ante medium sulco transverso profundo instructo, postice sanguineo, utrinque 
macula marginali flava ornato, lohis deflexis rotundato insertis, pone medium 
altissimis, margine inferiore suhemarginato. Elytra latiora, ante medium la- 
tissima, margine antico rotundato, margine postico recto, apice oblique truncato, 
venis radialibus curvatis, campo mediastino areolis multis hyalinis, basi maculis 
marginalibus profunde impressis (?), sanguineis, necnon apice maculis margi- 
nalibus parum profundis, campis radiali et ulnari punctis fuscis, irregularibus 
ornatis. Femora antica subtus spinulosa, apice fusca. Femora postica bre- 
viora, basi valde incrassata, subtus utrinque spinis confertis viridibus armata, ^) 
extus fusca. Tihiae anticae basi, tibiae posticae totae fuscae. Cerci <^ flexuosi, 



apice incrassati et ungui curvato armati. cT. 

Long, corporis 33 mm 

„ pronoti 8 „ 

„ elytrorum 55 „ 

Lat. „ maxima -^5 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 26 „ 



Arantia excelsior Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 435. 
Patria: Sierra Leone (Karsch). 

Die vorstehende Diagnose, sowie diejenigen der folgenden Species sind nach 
Karsch, mit Benützung seiner üebersichtstabellen aufgestellt. 

6. Arantia regina Karsch. 

Statura majore. Laete viridis. Oculi fusco-maculati. Pronotum disco 
lato, subplano, postice parum dilatato, lobis deflexis margine inferiore emargi- 
nato. Elytra lata, marginibus rotundatis, venis radialibus contiguis, subrectis, 
ramo radiali parum ante medium Oriente, cum venis ulnari et radiali necnon 
cum margine postico, venis obliquis, areolas magnas subhexagonales formanti. 



^) Nach der Uehersicht der Arten vom gleichen Autor sollen die Dornen schwarz sein. 
Z. B. Ges. B. ILI. Ath. 9 



66 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Femora antica subtus, margine antico spinis 3, apice nigris, intermedia spinis 
dudbus, longe disjunctis, postica margine externa spinis minoribus 13 — 16 nigris, 
margine interno spinis crassioribus 6 — 8 armato. 9- 



9 

Long, corporis 39 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 64 5 „ 

Lat. „ maxima . ... 19 „ 

Long, femorum posticorum . ... 34 „ 

„ ovipositoris 8 „ 



Arantia regina Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 434. 
Patria: Gaboon (Karsch). 

Diese Species stimmt im Habitus und in den Dimensionen vollständig mit 
Arantia Gabunensis überein, allein die Bedornung der Vorderscbenkel, welche 
von Karsch angeführt ist, und die Abwesenheit der elfenbeinartigen Flecken am 
Vorderrand der Deckflügel, welche Herrn Karsch gewiss nicht entgangen wären, 
veranlassen mich, die beiden Species zu trennen. 

7. Arantia Accrana Karsch. 

Statura minore. Flavo-viridis. Oculi unicolores. Pronotum disco lato, 
piano, postice subconcavo, lobis angulato-insertis, margine inferiore emarginato. 
Elytra latiora, medio latissima, marginibus subrotundatis, venis radialibus sub- 
rectis, ramo radiali cum venis radiali et ulnari, necnon cum margine postico, 
venulis transversis obliquis, areolas subhexangulares formante. Femora antica 
subtus, margine antico spinis viridibus 2 — 3, intermedia Spina singula subapi- 
cali, postica margine externo spinis 4 obtusis, margine interno spinis 5 acutis, 
apice nigris armata. Tibiae anticae supra, margine postico spinula singula 
submediana, tibiae intermediae spinulis duabus viridibus armatae. Tibiae posticae 
curvatae, femore multo longiores. Ovipositor brevissimus, valvulis inferioribus 



apicem versus ampliatis. 9- 

9 

Long, corporis 24 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 53 „ 

Lat. „ medio 13 5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 28 „ 

„ tibiarum posticarum . ... 33 „ 

„ ovipositoris 5 „ 



Arantia Accrana Karsch, 1888, 1. c, S. 436. 
Patria: Accra (Karsch). 

8. Arantia hydatinoptera Karsch. 

Statura minore. Viridis, albido-pollinosa. Pronotum medio constrictum, 
disco angustiore, convexo, lobis deflexis margine inferiore emarginato. Elytra 



Additamenta ztir Monographie der Phaneropteriden. 



67 



angusHora, subhyalina, rete viridi, vena ulnari ex parte infuscata, margine 
antico parum, margine antico $ magis rottmdato, margine posfico suhsinuato, 
in 9 apice rotimdato, in(^apice rotundato-truncato}) Femora antica suhtus spinu- 
losa. Femora postica longiora, hasi incrassata, suhtus utrinqiie multispinulosa. 
Cerci flexuosi, apice incrassati, inermes. Ovipositor apice obtusus. 9- 

9 

Long, corporis 30 35 mm 

„ pronoti 8 6 » 

elytrorum 49 39 (49?) 

Lat. „ maxima . . . 10 S „ 

Long, femorum posticorum . . . 28 27 „ 

„ tibiarum posticarum . . . 33 31 5 „ 

„ ovipositoris — ^ » 

Arantia hydatinoptera Karsch, 1888, Berl. Entom. Zeitschr., XXXII, S. 436. 
Patria: Benue (Karsch, coli Dohm). 

9. Arantia simpUeinervis Karsch. 

Statura minore. Laete viridis. Frons et lobi laterales, pronoti albidi. 
Oculi fusco-striati. Fronotum valde compressum, disco subconvexo, medio an- 
giistissimo, postice piano, suhimpresso, lobis deflexis margine inferiore sub- 
emarginato. Elytra angustissima, densissime reticulata, margine antico sub- 
rotundato, margine postico subrecto, nigro-punctulato, venis radialibus subrectis, 
ramo radiali primo ante medium Oriente, furcato, pone basin venulam obliquam 
ad venam ulnarem emittente, hac venula transversa areolis hyalinis et venulis 
sanguineis circumdata, campo tympanali 9 basi nigro nitido. Praeterea maculae 
duae minimae albidae adsunt in basi elytrorum. Femora antica subtus, margine 
antico spinis 5 — 10 viridibus, femora intermedia margine antico spinis 5 — 7, 
femora postica subtus margine externo mutico, margine interno spinis 4 — 7 nigris 
armata. Tibiae anticae supra, margine postico spinulis 2, intermediae margine 
antico spinulis 3, margine postico spinulis 2 armatae. Tibiae posticae rectae, 
femoribus multo longiores. Cerci cf longi, graciles, flexuosi, apice incrassati, 
subcompressi, mutici. Ovipositor pronoto brevior. 9 • 

^ 9 

Long, corporis 28 36 mm 

„ pronoti 6'5 6'7 „ 

„ elytrorum 44 45 „ 

Lat. „ maxima . . . 9 H » 

Long, femorum posticorum . . . 28 27 

„ tibiarum posticarum . . . 33 31 „ 

„ ovipositoris — 4 5 „ 

') Ans der Dohrfl 'sehen Sammlung erhielt ich ein 9 Einsicht, welches mit der Diagnose 
Karsch 's ühereinstimmt, jedoch an den Insertionsstellen der Zweige der vena ulnaris weisse Flecken 
aufweist. 

Q* 



68 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Ärantia simplicinervis Karsch, 1888, Berliner Eutom. Zeitschr., XXXII, 
S. 438. 

Patria: Chinchoxo et Kimioolco (Karsch). 

Diese Species unterscheidet sich von allen anderen des Genus durch die 
Abwesenheit des hexagonalen Aderngeflechtes. 

10. Arantia marmorata Karsch. 

Flavo-viridis. Statura majore. Pronotum disco lato, suhplano, postice 
latiore, utrinque macula parva fusca et lineola transversa, flexuosa, fusca ornato, 
lohis deflexis rotundato insertis, margine inferiore suhtruncato. Elytra lata, 
pone medium latissima, apice angustata, marginihus valde rotundatis, venis 
radialibus siibrectis, ramo radiali parum ante medium Oriente, cum vena radiali 
et ulnari necnon cum margine postico, venis ohliquis, areolas suhhexagonales 
magnas formante, campo tympanali 9 basi, macula atra, nitida ornato, campis 
mediastino et ulnari punctis minoribus sparsis, campo radiali punctis minori- 
hus necnon maculis majoribus sanguineis ornatis. Femora antica subtus, margine 
antico spinis 4 — 6 vi7'idibus, femora intermedia spina singula praeapicali ar- 
mata. Femora postica basi parum incrassata, utrinque basi spinulis viridibus 
et apicem versus spinulis nigris, spina ultima, longe ante apicem utrinque sita, 
basi laminato extensa, armata. Tibiae anticae supra, margine postico spinulis 5, 
intermediae utrinque spinulis 5 — 7 armatae. Tibiae posticae curvatae. 9- 



9 

Long, corporis 33 mm 

„ pronoti ........ 8 „ 

„ elytrorum 54 „ 

Lat. „ maxima . ... 22 „ 

Long, femorum posticorum .... 37'5 „ 

„ tibiarum posticarum . ... 42 „ 

„ ovipositoris 5 „ 



Ärantia marmorata Karsch, 1888, 1. c, S. 435. 
Patria: Congo (Karsch). 

11. Arantia retinervis Karsch. 

Statura minore. Laete viridis vel ßavescens, vitta infraoculari fusca, 
interdum obliterata. Pronotum subcompressum, disco angusto, subplano, postice 
subconcavo, lobis deflexis margine inferiore rotundato. Elytra pone medium 
latissima, marginibus rotundatis, margine apicali oblique truncato, venis radiali- 
bus rectis, ramo radiali ante medium venae radialis Oriente, cum vena ulnari 
et margine postico elytri, venis obliquis, areolas magnas subhexagonales formante. 
Femora antica subtus, margine antico spinulis 4 — 5 viridibus, intermedia subtus, 
margine antico spinula unica vel nulla armata. Femora postica subtus, mar- 
gine externo spinis 4, margine interno spinis 3 — 5 viridibus armata. Tibiae 
anticae basi rufo-fuscae, supra, margine postico spinulis 5 — 8 armatae. Tibiae 
'^ntermediae supra, utroque margine spinulis 5 — 8 armato. Tibiae posticae rectae, 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



69 



I 



femorihus paulo longiores. Cerci suhrecti, hasi incrassati, dehinc angusti, 
apice dente nigro, necnon mucrone terminali hrevissimo armati. Lamina suh- 
genitalis sat producta, attemiaia, trimcata, stylis subobliteratis. Ovipositor 
brevis, obtusus, valvuUs inferioribus valde rotundatis. cT, $. 

<? 9 

Long, corporis 30 30 vim 

„ pronoti 7'5 6 6 „ 

„ ehjtrorum 47 43 „ 

Lat. ehjtrorum in tertia parte apicali 14 15 „ 

Long, femorum posticorum . . . 32 33 ,^ 
„ tibiarum posticarum . . . 35 37 „ 

„ ovipositoris — — „ 

Arantia retinervis Karscli, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 437. 
Patria: Chinchoxo, Cameriin (Karsch), Sierra Leone (coli. Dohm, coli, 
m.), Ora aurea (coli. m.). 

12. Arantia atrolineata spec. iiov. 

Statur a maxima. Pronotum in tertia parte postica linea transversa 
atra ornatuni. Elytra lata, punctis impressis, concoloribus signata, margine 
postico rufescente, apice oblique truncata. Femora antica inermia. Femora 
postica suhtus, margine interno spinis 3 — 5 majoribus, rufescentibus, margine 
externo apicem versus spinuUs 3 minimis armato. $. 

9 

Long, corporis .... 

„ pronoti .... 

„ elytrorum . . . 
Lat. „ maxima 

Long, femorum posticorum 

„ tibiarum posticarum 

„ ovipositoris . . . 



41 mm 
9-9 „ 

75 „ 

24 „ 

42 „ 
^7 „ 

7-5 „ 



Patria: Ora servorum Africae occidentalis (coli. L)r. Schulthess-Pechberg) 



S. 142. 

Einzuschalten : 

Gfen. Cerat02)ompa Karsch. (Fig. 7.) 

Occiput elevatum, vertex valde declivis, fastigio depresso. Frons brevis, 
transversa, fastigio laminato-elevato. Palpi compressi, dilatati. Oculi ovati, 
prominuli. Antennae incrassatae, dense setaceo-hirsutae. Pronotum caput 
amplectens, supra planum, lobis deflexis rotundato-insertis, longioribus quam 
altioribus, margine antico subsinuato, margine inferiore subrecto, margine postico 
obliquo. Elytra margine postico subsinuato, apice oblique truncato, venis radiali- 
bus valde flexuosis, in quarta parte basali valde distantibus, dehinc contiguis, 
ramo longe pone medium Oriente, cum vena ulnari confluente, campo tympanali 



70 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



amplo, Vena plicata elytri sinistri clausa, elytro dextro speeulo nullo instructo. 
Älae elytris parum longiores, campo triangulari magno. Pedes breves, com- 
pressi, sparse ciliati. Tibiae anticae breves, compressae, foraminibus apertis, 
pone foramina subito angustatae, supra sulcatae, muticae. Pectus angustum. 
Meso- et metasternum compressa, breviter lobata. Cerci curvati, obtusi. 
Lamina suhgenitalis attenuata, latere carinata, stylis liberis instructa. 
Ovipositor a basi semicirculariter incurvus, pronoto sesqui longior, valvulis 
superioribus, valvulas inferiores superantibus, margine superiore toto, margine 
inferiore apice crenulato. 9- 

Ceratopompa Karsch, 1890, Entomol. Nachrichten, XVI, Nr. 4, S. 57. 

Speeles unica. 
Ceratopompa festiva Karsch. (Fig. 7.) 

Vertex impresso-punctatus, fusco-aeneus. Antennae in fusco-fcrrugineae, 
in 9 nigrae, subtus basi flavidae, dense nigro-hirsutae. Frons cum palpis pal- 
lida. Pronotum dense impresso-punctatum, rufo-ferrugineum, linea longüudinali 
media, nigra perducta. Elytra fusco-ferruginea, maculis incertis fuscioribus. 
Älae atro-coerulescentes, venulis transversis angustissime albidis, maculis orbi- 
ctilaribus vel angulatis albis 7 — 10, necnon macula magna aurantiaca in campo 
antico instructae. Pedes rufo-ferruginei, geniculis et tarsorum posticorum arti- 
culis tribus primis nigris. Abdomen supra atro-coeruleum, subtus rufo-ferrugi- 



neum. Ovipositor ferrugineus. 9- 

^ 9 

Pong. corporis 22 30 mm 

„ pronoti 6 ^'2 „ 

„ elytrorum 24 31' 5 „ 

Lat. „ medio . . . . ? ^"5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 11 13 3 „ 

„ ovipositoris — 9 



Ceratopompa festiva Karsch, 1890, 1. c, S. 58. 
Patria: Sumatra (Karsch, 9; coli, m., (^). 

S. 143. 

Dispositio specierum generis Leptoderae. 

1. Caput et pronotum unicoloria. Femora antica subtus, margine antico 
5 — 6 spinulosa. Species Javanica \. ornatipennis '^qvy. 

1'. Occiput utrinque linea atra, ab oculis in carinas pronoti perducta. Femora 
antica subtus, apice tantum spinulis 3 — 4 armata. Species Ceylonica. 

2. flavipennis spec. nov. 

2. Leptodera flavipennis spec. nov. 

Piffert a specie praecedente fastigio verticis haud sulcato, occipite pone 
Odilos nigro lineato, pronoto disco planissim,o, carinis lateralibus atris, elytris 
flavis, pallide marmoratis, femoribus anticis subtus, apice tantum spinulosis, 



I 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



71 



abdomine segmentis singidis, margine postico nigro. Cerci subrecti, apice in- 
curvi, acuminati. Lamina subgenitaUs trimcata, sfglis 7ninimis, ohliteratis in- 



structa. cf. 

Long, corporis M mm 

„ pronoti 8 „ 

„ ehjtronim 32 „ 

Lat. „ meclio 13 » 

Long, femorum posticorum . . . . 17 „ 

Fatria: Ceylon (coli. m.). 



S. 144. 

Greil. Myrmecophana m. (Fig. 8.) 

Occipiit latum. Vertex valde declivis, cum fronte confluens. OcuU elon- 
gati. Antennae hreves, hast suhincrassatae. Fronotum caput liherans, totum 
rotundatum, medio constrictum, postice rotundatum. Elytra et alae nullae. 
Femora omnia gracillima, inermia. Femora postica hast incrassata. Tibiae 
anticae inermes, foraminibus nulUs (?). Abdomen pone medium tumescens. Or- 
gana sexualia rudimentaria. An larva? 

Myrmecophana m., 1883, Verhandl. der k. k. zool.-botan. Gesellsch. iu 
Wien, S. 248. 

Speeles unica. 
My^^mecophana fallax m. (Fig. 8.) 

Nigra. Abdomen nirinque fascia alba signatum, quoinodo forma abdo- 
minis Formicae delineatur. Sexus? 

Long, corporis 9 mm 

„ pronoti 55 „ 

„ femorum posticorum .... 5 „ 
Myrmecophana fallax m., 1883, 1. c, S. 248, Taf. XV, Fig. 1. 
Myrmecophana fallax Karsch, 1888, Berl. Entom. Zeitschr., XXXII, S. 440. 
Patria : Ambucarra ( Sudan) (Mus. Bruxell.), Mombassa ( Zanzibar) (Karsch). 

S. 159. 

Gren. Weissenbornia Karsch. (Fig. 9.) 

Vertex valde declivis, fastigio depresso, sulcato, cum fastigio frontis 
contiguo. Palpi valde foUaceo-dilatati. Antennae setaceae, tenuissimae. Pro- 
notiim antice sinuatum, postice rotundatum, lobis lateralibus acute insertis, 
altioribus quam longioribus, margine inferiore et postico subcirculariter rotun- 
datis. Elytra ampla, apicem versus latiora, margine apicali oblique rotundato- 
trtmcato, venis radialibus contiguis, flexuosis, ramo ante medium inserto, furcato, 
ramulos decurvus in marginem posticum elytri emittente. Alae venulis trans- 



72 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



versis confertissimis, campo apicali magno, inflexo. Meso- et metanotum trans- 
versa, subtruncata. Pedes hreves, com,pressi. Femora antica et intermedia 
foliaceo-dilatata, ciliata, subtus, lohis tribus acuminatis instructa. Femora 
postica basi crassa, apice gracillima, subtus margine externo 5 — 6 spinuloso, 
lobis genicularibus rotundatis. Tibiae anticae dilatatae, compressae, sulcatae, 
inermes, longe-hirsutae, latere antico foramine conchato, latere postico foramine 
aperto instructae. Tibiae intermediae dilatatae. Cerci (J^ longi, teretes, ineurvi, 
obtusi. Lamina subgenitalis emarginata, stylis longis instructa. 
Weissenbornia Karsch, 1888, Entomol. Nachr., XIV, S. 65. 

Speeles unica. 

Weissenbornia praestantissima Karsch. (Fig. 9.) 
Colore sordide viridi-flavo et ferrugineo. Elytra maculis fuscis, diffusis 
conspurcata. Alae ochraceae, margine exteriore toto anguste nigro-fasciato. 



campo plicato subtoto nigro. cf. 

Long, corporis 24 — 25' 5 mm 

„ pronoti 5' 8 „ 

„ elytrorum 32 — 33'5 „ 

Lat. „ medio 11— 12 5 „ 

Long, femorum posticorum .... 15 „ 



Weissenbornia praestantissima Karsch, 1888, Entomol. Nachr., XIV, S. 66; 
Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 441, Taf. IV, Fig. 9. 

Patria: Ostium fluminis Loivry-Criby in territorio Kamerun (Karsch), 
Gabun (coli. m.). 

S. 160. 

Die Diagnose der Phygela marginata ist zu ergänzen wie folgt: 

Antennae fuscae, anguste albido-annulatae. Femora omnia apice necnon 
tibiae anticae et intermediae totae sanguineo-afflatae. Femora antica subtus, 
margine antico 8-spinuloso. Femora postica gracillima, subtus, utroque margine 
5 — 7 -spinuloso. Cerci parum ineurvi, attenuati, apice bimucronati. Lamina 
subgenitalis attenuata, triangulariter emarginata, stylis liberis instructa. 



Ljong. corporis 25 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 42 „ 



Lat. elytrorum in tertia parte apicali 10 „ 
Long, femorum posticorum . . . 27 5 „ 

S. 162. 

Die Diagnose der Arnobia pilipes ist zu ergänzen wie folgt: 
Elytra ^ campo tympanali subtoto infuscato. Femora postica subtus 
utrinque apice spinulis 3 — 4 armata. Tibiae anticae supra sulcatae, inermes. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropterideu. 



73 



Cerci graciles, flexuoso-incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis attenuata, 
truncata, stylis brevissimis. 

<f 

Long, corporis 32 mm 

„ pronoti 5"7 „ 

„ elytrorum 36 „ 

Lat. elytrorum in tertia parte apicali 9 „ 
Long, femorum postieorum . ... 18 „ 

G^eii. noT. JPyrgophylax. (Fig. 10.) 

(7T:upyo9uXai — custos turris.) 

Corpus totum a latere compressum. Caput pyramidale. Fastigium verticis 
horizontaliter productum, acuminatum, cum fastigio frontis haud contiguum, 
utrinque a marginihus scrohum antennarum, valde elevatis, suffultum. Frons pro- 
ducta, rectissima, valde reclinata, fastigio toto a marginihus scrohum antennarum 
ahscondito, ocello mediano magno, nitido. Antennae tenuissimae, fusco-nodulosae, 
articido hasali magno, longo, articulo secundo aeque lato, hrevi. Pronotum a 
latere compressum, lohis deflexis rotundato insertis, aeque altis ac longis, mar- 
gine inferiore rotundato. Elytra a hasi ad apicem dilatata, margine apicali 
ohlique ohtuse-truncato, textura opaca. Venae radiales suhcontiguae, sidjrectae, 
ramo ante medium Oriente, angulato-flexuoso, ante medium furcato, utrumque 
ramulum in marginem posticum elytri emittente, cum vena ulnari venula trans- 
versa conjuncto. Alae elytra super antia, campo triangulari prominulo, in quiete 
plicato. Pedes graciles. Femora antica siihtus mutica, intermedia spinulosa, postica 
apice raro-spinulosa. Tihiae anticae et intermediae teretes, illae supra inermes, 
foramine antico conchato, foramine postico aperto, hae supra spinulosae. Meso- 
et metasternum lohis rotundatis instructa. Segmentum ahdominale ^ ultimum 
truncatum. Lamina supraanalis triangularis. Cerci longi, siibrecti, hasi 
granosi et longe pilosi, a medio laeves, apice coclileati, ante dilatationem dente 
aciiminato armati. Lamina suhgenitalis elongata et attenuata, apice dilatata 
et rotundata, stylis liheris nullis instructa. Ovipositor hrevissimus, ohtuse acumi- 
natus, margine superiore crenulato, margine inferiore laevi. Lamina suhgeni- 
talis 9 compressa, profunde triangulariter emarginata, lohis acuminatis. cf, $ . 

Dieses Genus ist ausgezeichnet durch den pyramidalen Kopf und die hohen 
Bänder der Fühlergruben, welche den Stirngipfel vollständig umschliessen. Es 
erinnert im Habitus an die Genera Phyllomimus und Aprion aus der Zunft 
der Pseudophylliden, welche beide ebenfalls in Ceylon einheimisch sind. 

Species unica. 
Pyrc/oxjhylajß Ceylonicus spec. iiov. (Fig. lO.j 

Pallide viridis, opacus. Articulus secundus antennarum nigro-striolatus. 
Elytra maculis incertis fuscis ornata. Pedes antici et intermedii lohulis geni- 
cularihiis necnon hasi tihiarum atro-signatis. $ • 

Z. B. Ges. B. XLI. Ahh. 10 



74 



C, Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Long, corporis 24 24 mm 

„ pronoti 5 2 53 „ 

„ elytrorum 35 33 „ 

Lat. „ in quarta parte ajncali 7 ^ n 

Long, femorum posticorum 22 20 „ 

„ ovipositoris — 4 „ 

Patria: Begio septentrionalis insulae Ceylon (coli. m.). 

S. 163. 

Dispositio generis Tapeinae. 

1. Species Bengalensis. (Lamina subgenitalis 9 hrevis, triangularis ohtusa.) 

1. acutangula m. 

1'. Species Sumatranae. 

2. Statura minore. Tihiae anticae unicolores. Segmentum abdominale ulti- 
mum in appendicem eucullatam productum. (Lamina subgenitalis 9 
amplissima, truncata, leviter emarginata.) . . 2. cucullata spec. nov. 

2'. Statura majore. Tihiae anticae hasi ad foramina nigro-signatae. (Seg- 
mentum abdominale ultimum truncatum.) . 3. truncata spec. nov. 

2. Tapeina cucullata spec. uov. 

Nitida. Caput, pronotum et pleurae dense impresso-punctatae. Segmentum 
abdominale ultimum cf in appendicem angustam, eucullatam, apice tubercu- 
latam productum. Cerci curvati, acuminati, toti ab illa appendice abdominali 
absconditi. Lamina subgenitalis sensim angustata, profunde incisa et stylis 
liberis longis instructa. Ovipositor acuminatus. Lamina subgenitalis 9 cimpla, 
rotundato-truncata, leviter emarginata. 9- 

$ 

Long, corporis 20 23 mm 

„ pronoti 5 5'7 „ 

„ elytrorum 31 33 „ 

Lat. „ medio .... 8 8'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 14 15 „ 

„ ovipositoris — ^ « 

Patria: Deli in Sumatra (coli. Dohm). 

3. Tapeitia timncata spec. nov. 

Statura majore. Nitida, tota dense impresso -punctata. Tibiae anticae 
basi, supra nigro-signatae. Segmentum ultimum abdominale non productum, 
in laminam supraanalem triangulärem, obtusam deflexum. Cerci longiores, 
apice incurvi. Lamina subgenitalis attenuata, rotundato-emarginata, stylis in- 
structa. cT. 

Long, corporis 19 mm 

„ pronoti 5'8 „ 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



75 



Long, elytrorum .... 
Lat. „ medio . . 

Long, femorum posticorum 



35 mm 
18 „ 



Patria : Sumatra (coli. m.). 



S. 163. 



Nach dem Genus Tapeina ist einzuschalten: 



Gren. Dapanera Karsch. 



Fastigium verticis suhacuminatum, profunde sulcatum, cum fastigio frontis 
subcontiguum. Pronotum disco piano, antice emarginato, postice rotundato, lobis 
deflexis angulato-insertis, subaeque altis ac longis, margine inferiore subrecto. 
Elytra angustiora, marginibus rotundatis, venis radialibus contiguis. ramo ra- 
diali longe ante medium renae radialis Oriente, medio furcato, ramulis inter se 
et cum venis radiali et ulnari venulis multis obliquis, areolas subquadrangulares 
formantibus, conjunctis. Alae elytra superantes. Pedes longi. Femora omnia 
subtus spinulosa. Femora postica lobis genicularibus muticis. Tibiae anticae 
latere antico foramine conchato, latere postico foramine aperto instructae, supra 
sulcatae, inermes. Tibiae intermediae supra inermes vel margine postico spinis 
duabus armatae. Lamina subgenitalis stylis longis, articulato-insertis in- 
structa. Cerci longi, curvati, decussati, laminam subgenitalem amplectentes. 

Dapanera Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 441. 

Dispositio specierum. 

1. Fjlytra pronoto sexto-longiora, campo radiali venulis transversis, regulariter 
dispositis instructo 1. genuteres Knirsch. 

r. Elytra pronoto quintuplo vix longiora, campo radiali venulis densis irregu- 
lariter dispositis instructo 2. irregularis KakTsch. 

1. Dapanera genuteres Karsch. 

Flavo-viridis. Pronotum punctis impressis nullis. Femora antica subtus, 
margine antico spinis viridibus 4, subaeque distantibus, femora intermedia 
spinis 2 subapicalibus armatae. cT. 



Long, corporis 



22 mm 

6 „ 
40 „ 

20 „ 



pronoti 



„ elytrorum . . . . 
Lat. „ . . . . 

Long, femorum posticorum 



Dapanera genuteres Karsch, 1888, 1. c, S. 441. 
Patria: Accra (Karsch). 



10* 



76 



C. Brunn er V. Watten wyl. 



2. Dapanera irregulm^s Karsch, 

Flavo-viridis. Pronotum costis subochraceis, lohis deflexis margine postico 
ohliquo, margine inferiore parum rotundato. Elytra medium femorum posticorum 
liaud attingentia. Tibiae anticae hasi nigro-variegatae necnon suhtus spinis 
fusco-circumdatis. Tibiae posticae supra, basi nigro-bistrigatae. Lamina sub- 
genitalis ^ stylis brevibus instructa. Ovipositor angustus, compressus, sensim 
incurvus, acuminatus, margine siiperiore toto distincte, margine inferiore apice 
minute crenulatis. cT, 9- 







9 


Long, corporis 


25 


22 mm 


„ pronoti 


6-4 


6 „ 




33-5 


34-8 „ 


Lat. „ maxima . . 


. 9 


9-8 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 195 


20 „ 


„ ovipositoris 




6 „ 



Dapanera irregularis Karsch, 1890, Entomol. Nachr., XVI, S. 258. 
Patria: Kribi (Äfrica occidentalis) (Karsch). 

Gen. Gonatoxia Karsch. 

Fastigium verticis acuminatum, non sulcatum, cum fastigio frontis sub- 
contiguum. Pronotum disco piano, antice emarginato, postice rotundato, lobis 
deflexis angulato-insertis, subaeque altis ac longis, rotundatis. Elytra lata, medio 
vel ante medium latissima, margine antico rotundato, margine postico subsinuato, 
apice oblique truncato, venis radialibus contiguis, subrectis, ramo radiali ante 
medium venae radialis Oriente, ante medium furcato, ramulo postico in mar- 
ginem posticum elytri exeunte, vena ulnari basi a margine postico elytri valde 
remota, flexuosa, cum ramulis rami radialis non conju/ncta. Alae elytra supe- 
rantes. Pedes sat graciles. Femora omnia subtus spinosa. Lobi geniculares 
femorum posticorum in spinam producti. Tibiae anticae latere antico foramine 
conchato, latere postico foramine aperto instructae, supra sulcatae, margine 
postico spinuloso. Tibiae intermediae supra utrinque spinulosae. Ovipositor pro- 
noto brecior, valde incurvus, marginibus apice serrulatis. cf, 9- 

Gonatoxia Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 442. 

Dispositio specierum. 

1. Pronotum sparse impresso-punctatum. Elytra immaculata, medio latissima. 

1. immaculata Karsch. 

1 '. Pronotum dense impresso-punctatum. Elytra in campo radiali maculis tribus 
albidis, purpureo-circumdatis ornata 2. mac?^Z<xiaKarsch. 

1. Oonatoxia Immaculata Karsch. 

Flavo-viridis. Pronotum sparse et grosse impresso-punctatum. Femora 
antica subtus, margine antico spinis 3, femora intermedia spinis 2, femora 
postica margine externo spinis viridibus 7 — 9, margine interno spinis 5 — 7 armatis. 



Additamentii zur Monogiaplüo der Phaiieropteriden. 



77 



Tibiae anticae supra, margine postico spinis 4 armatae. Elijtra immaculata, 



media latissima. Q. 

9 

Long, corporis 27 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum „ 

Lat. „ media « 

Long, femorum posticarum . . . . 24 „ 

„ ovipositoris 5 „ 



Gonatoxia immaculata Karsch, 1888, Beii. Eiitom. Zeitschr., XXXII, S. 442. 
Patria: üsamhara in Zanzihar (Karsch). 

2. Gonatoxia maculata Karsch, 

Viridis. Pronotum densiiis grosse impresso-punctatum. Elytra in campo 
radiali maculis trihiis albidis, purpureo-circumdatis arnata, macula hasali 
rotundata, macula intermedia in hasi rami radialis sita, maculaque apicali 
elongata, ahliqua. Latituda maxima elytrorum ante medium sita. . 



Long, corporis 30 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 41 „ 

Lat. „ ante medium . . 11 5 „ 

Lang, femorum iwsticorum . ... 25 „ 



Gonatoxia maculata Karsch, 1888, 1. c, S. 442. 
Patria: Somali (Karsch). 

S. 164. 

Dispositio specierum generis Casignetae. 

1 . Lamina suhgenitalis pronota sesqui suhlongior, in lobos deplanatos termi- 
nata, stylis ohsoletissimis instructa. 

2. Lohi laminae suhgenitalis recti, apice ahtusi, cochleati. Cerci breves, 
suhangulato-incurvi, apice bidentati 1. cochleata ni. 

2'. Lobi laminae suhgenitalis compressi, acuminati, hasi valde distantes, 
pone medium contigui. Cerci longiores, parum incurvi, apice chelati. 

3. lamellosa spec. nov. 

r. Lamina suhgenitalis jjronotum aequans, angusta, margine postico leviter 
emarginato, stylis distinctis instructa 2. pellucida m. 

S. 165. 
Beizufügen : 

3. Casigneta lamellosa spec. nov. 

Cerci cT parum incurvi, apice chelati. Lamifia suhgenitalis pronoto sesqui 
longior, hasi in lobos duos partita, his lobis lamellasis, hasi valde hiantihus, a 
media contiguis, acuminatis, stylis minimis instructis. cf. 



78 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 38 „ 

Lat. „ medio 7 „ 



Long, femorum posticorum .... 24 5 „ 
Patria: Celebes (coli. Dohm). 

S. 165. 

Die Diagnose des Genus Elhenia ist abzuändern wie folgt: 

Segmentum anale cT valde productum, hilohum. Cerci gracillimi, flexuosi, 
acuminati et infra laminam subgenitalem decussati. Lamina subgenitalis plus 
minus elongata, profunde fissa, stylis liberis nullis. 

S. 166. 

Die Dispositio specierum generis Elbeniae ist zu ergänzen 
wie folgt : 

1. Statura minore. Elytra longitudine pronoti parum latiora. Species Sundaicae. 

2. Eamus radialis medio furcatus 1. tenera m. 

2'. Bamus radialis pone medium furcatus. (Campus tympanalis macula 
nigra signatus. Lamina subgenitalis in lobos angustos, recurvos, apice 
in margine interno acute serratos producta.) . 2. nigro-signata Stäl. 
1 '. Statura majore. Elytra longitudine pronoti sesqui latiora. ( Campus tympa- 
nalis modice infuscatus. Lamina subgenitalis lobis brevioribus, lamel- 
latis, margine interno laevi.) Species Philippina. 3. modesta spec. nov. 

3. Elhenia modesta spec. noT. 

Statura majore. Elytra viridia, margine postico ipso infuscato, vena 
ulnari recta, a margine elytri magis remota quam a ramo radiali, campo tympa- 
nali ferrugineo. Segmentum anale in lobos duos, breves, trianguläres pro- 
ductum. Cerci semicirculariter incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis 
trapezoidea, medio longitudinaliter carinata, profunde fissa, lobis deplanatis, in 
dentem obtusum productis, margine interno laevi. Ovipositor parum incurvus, 
apice utrinque crenulatus. Lamina subgenitalis 9 triangularis, obtusa. cT, 9- 







9 


Long, corporis 


25—30 


26 mm 


„ pronoti 


6— 7 


6-^ . 


„ elytrorum .... 


39—47 


42 


Lat. „ medio . . 


8— 9 


9-5 „ 


Long, femorum posticorum 


22—28 


23 5 „ 


„ ovipositoris . . . 




12 „ 



Patria: Insulae Philippinae (coli m.). 



Additamenta zur Monographie der Plianeropteriden. 



79 



S. 167. 

Die Dispositio specieriim generis PÄa?*Zae ist abzuändern wie folgt: 

1. Vena radialis ramos tres vel quatuor integros in marginem posticum elytri 
emittens. Segmentum anale in cornii longum, aciiminatum productum. 
Cerci longi, apice clavati vel hicornuti. Lamina subgenitalis hrevis, 
emarginata. 

2. Pronotum disco depressiusculo, punctis impressis scdbro. (Elytra pronoti 
longitudine parum latiora.) Tihiae anticae et intermediae supra teretes. 
Cerci apice hicornuti \. riigulosa m. 

2'. Pronotum disco rotundato, laevi. Tihiae anticae et intermediae supra 
sulcatae. Cerci apice sinipliciter clavati. 

3. Statura majore. Pronotum disco antice valde rotundato et compresso. 
4. Elytra medio, longitudine pronoti sesqui latiora. Species Philippinica. 

2. laevis m. 

4'. Elytra medio, longitudine pronoti parum latiora. Species Sundaica. 

5. compressa spec. nov. 
3. Statura minore. Pronotum disco planiusculo. Species Philippinica. 

6. phaneropteroides spec. nov. 
1 '. Bamus radialis primus ante medium furcatus. Bami duo vel tres sequentes 
integri. Segmentum anale plus minus callosum, hilohatum vel hifidum. 
Cerci ^ hreves vel longi, acuminati. Lamina subgenitalis elongata, hipartita 
vel (in Ph. peregri^ia) hrevis, ohtusa. 

2. Proyiotum. disco suhrotundato, lohis deflexis rotundato-insertis. Segmentum 
anale truncatum vel hreviter hipartitum, lohis ohtusis. 
3. Species Asiaticae. 

4. Elytra medio, longitudine pronoti parum latiora. Femora postica 
suhtus, utroque margine spinulis fuscis 8 — 10 armato. Lamina sub- 
genitalis usque ad medium rotundato-emarginata, lohis suhteretihus. 

7. gracilis spec. nov. 
4'. Elytra medio, longitudine pronoti sesqui latiora. Femora postica 
suhtus, apice utrinque tantum spinulis 3 — 4 armata. 
5. Elytra suhhyalina, leviter fusco-punctata vel venulis nodulosis in- 
structa. Species Javanicae et Borneenses. 

6. Elytra ohsoletissime fusco-punctata, ramo radiali primo angu- 
loso. (Segmentum anale truncatum. Lamina suhgenitalis in 
lohos duos deplanatos, acuminatos producta necnon inter lohos 
dentihus hreviorihus duohus instructa.) 

3. spinoso-laminata m. 

6'. Elytra venulis transversis alhido-^odulosis, ramo radiali primo 

suhrecto 4. chlorotica m. 

5'. Elytra textura aequali, unicoloria. (Segmentum anale callosum 

vel hilohum. Lamina suhgenitalis cT attenuata, profunde fissa, 

stylis laminato-deplanatis instructa.) 



80 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



6. Segmentum anale in lohos callosos, longos, ohtusos productum. 
Lamina suhgenitalis segmentum anale vix superans. Speeles 
Sumatrana 8. Sumatrana spec. nov. 

6'. Segmentum anale eallosum, hipartitum. Lamina subgenitalis 
elongata, segmentum anale valde superans. Species Indica. 

9. Indica spec. nov. 

3'. Species Äfricanae. 

4. Statura majore. Tihiae intermediae supra deplanatae. ( Segmentum anale 
truncatum. Lamina subgenitalis triangularis, ohtusa, stylis longis 

instructa.) 10. Lenzi spec. nov. 

4'. Statura minore. Tihiae intermediae supra teretes. (Ovipositor pronoto 

parum longior.) 11. inconspicua spec. nov. 

2'. Pronotum disco piano, concaviusculo, lohis deflexis angulo ohtuso insertis. 
(Elytra pronoti longitudine sesqui latiora.) Segmentum anale duas 
appendices teretes, acuminatas productum. 
3. Statura majore. 

4. Fronotum lohis deflexis altiorihus quam longioribus. Femora postica 
suhtus, margine externo 8 — 10 spinuloso. (Lamina subgenitalis longa 
producta, attenuata, apice dilatata, triangulariter late emarginata, stylis 
minimis instructa.) 12.corntt^6tspec. nov. 

4'. Fronotum lohis deflexis aeque altis ac longis. Femora postica suhtus, 
margine externo 4 — 5 spinuloso. ( Ovipositor margine et disco eroso- 

dentatis.) 13. denticauda spec. nov. 

3'. Statura minore. (Lamina subgenitalis hrevis, ohtuse triangularis.) 

Species Oceani Polynesici 14. peregrina spec. nov. 

S. 168. 

Der Diagnose der Fliaula rugulosa ist beizufügen: 
Segmentum anale in appendicem long am, teretem, apice acuminatam 
deflexum. Cerci breves, apice bicipes. Lamina subgenitalis brevis, tri- 
angularis, ohtusa, stylis angustis instructa. cT- 

Der Diagnose der Fliaula laevis ist beizufügen: 

Segmentum axiale ^ in appendicem longam, deflexam, basi inflatam. 
apice truncatam et cavatam productum. Cerci longi, sensim inciirvi, apice 
clavati et acuminati. Lamina subgenitalis brevis, ohtusa, stylis crassioribus, 
hirsutis instructa. . 

Der Diagnose der Fhaula spinoso-laminata ist beizufügen: 

Segmentum anale truncatum. Ovipositor pronoto vix longior, sensim 
incurvus, marginibus integris, valvulis superioribus margine inferiore, ante apicevi 
emarginatis, quo loco apices valvularum inferiorum impressi sunt. Lamina 
subgenitalis 9 triangularis. Long, uvipositoris 7 mm. 



Additamenta zur Monographie der Pbaueropterideu. 



81 



S. 169. 

Der Diagnose der Phaula clilorotica ist beizufügen: 

Elytra maculis hyaUnis diffusis necnon nochdis alhidis 5 — 6 inaequalia. 
Patria: Borneo (coli m.). 

Folgende neue Species sind anzuscMiessen : 
5. Phciula compressa spec. iiot. 

Statura minore. Pronotum angustum, disco valde rotundato, Tinea media 
pallida signata. Elytra longitudine pronoti parmn latiora, ramis radialihus tri- 
hus integris. Femora antica subtus, margine antico spinuloso. Femora postica 
margine externo 10-, margine interno 8-spinuloso. Tibiae anticae supra sulcatae, 
inermes. Ovipositor sensim ineurvus, marginihiis apicem versus crenulatis. 
Lamina suhgenitalis 9 triangtilaris ohtusa. 9- 



9 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 30 — 32 „ 

Lat. „ medio ... 7 — 8'5 

Long, femorum posticorum . . 15 — 19 „ 

„ ovipositoris 10 „ 



Patria: Insulae Key (coli. m.). Menado in insiüa Celehes (coli. Dohm). 
6. Phaula pJianeropteroides spec. uov. 

Statura parva, hdbitu generis Phaneropterae. Fastigium verticis 
acuminatum. Pronotum disco planiusculo, antice et postice subaeque latum, 
lobis deflexis altioribus quam latiorihus. Elytra angusta, dilutius reticulata, mar- 
gine postico recto, ramis radialibus 4 integris. Femora antica subtus, margine 
antico minutissime spinuloso. Femora postica apicem versus spinulosa. Seg- 
mentum anale rotundatum. Cerci subrecti, apice late cochleati. Lamina 
suhgenitalis cT brevis, emarginata, stylis teretibus instructa. 



Long, corporis 15 mm 

„ pronoti 3 5 „ 

„ elytrorum 23 „ 

Lat. „ medio 4 „ 

Long, femorum posticorum . ... 17 „ 
Patria: Manilla (coli, m)- 



7. Phaula gracilis spec. nov. 

Laete viridis. Pronotum disco rotundato, lobis deflexis altioribus quam 
longioribus. Elytra longitudine pronoti parum latiora, ramo radiali primo ante 
medium venae radialis Oriente, ante medium furcato, ramis duobus sequentibus 
integris. Femora antica subtus, margine antico- spinuloso. Femora postica 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 11 



82 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



subtus utrinque spinulis 8 — 10 infuscatis armata. Segmentum anale cT in lohos 
duos callosos, dense hirsutos deßexum. Cerci hreves, toti dhsconditi. Lamina 
subgenitalis ^ attenuata, in lohos teretes, pilosos producta, stylis deplanatis. cT. 



Long, corporis 21 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 34 „ 

Lat. „ medio 6 5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 26 „ 
Patria: Borneo (coli. m.). 



8. TTiaula Sumatrana spec. uov. 

Colore flavo-viridi. Pronotum disco subrotundato, lohis deflexis angulo 
ohtuso insertis. Elytra longitudine pronoti sesqui latiora, subpellucida, campo 
tympanali cT nec vena plicata nec tympano pellucido instructo, ramo radiali 
primo furcato, ramis trihus sequentibus Antegris, vel ramo primo integro et ramis 
sequentibus quatuor. Femora antica subtus inermia. Femora postica utroque 
margine 5 — 6 spinuloso. Tibiae anticae sulcatae, inermes. Segmentum anale 
in lobos duos callosos, rotundatos, deflexos productum. Cerci longi, apice in- 
curvi, mucronati, Organum medium., conicum, obtusum, apice infuscatum (titilla- 
torem ?) includentes. Lamina subgenitalis in lobos duos angustos, depressos pro- 
ducta, stylis brevibus, depressis instructa. cT. 



Long, corporis 21 mm 

„ pronoti 5"^ „ 

„ elytrorum 30 „ 

Lat. „ medio 8 „ 



Long, femorum posticorum .... 19 5 „ 
Patria: Dehli in insula Sumatra (coli. Dohm). 

9. Phaula Indica spec. nov. 

Statura et colore speciei praecedentes. Elytra vena plicata et tympano 
instructa, ramo radiali primo furcato. Femora antica subtus inermia. Femora 
postica utrinque spinulis 3 — 4 armata. Tibiae anticae sulcatae, inermes. Seg- 
mentum anale cT calloso-bipartitum. Cerci breves, apice incurvi, mucronati. 
Lamina subgenitalis valde elongata et attenuata, hreviter fissa, stylis longis, 
laminato-deplanatis, acuminatis instructa. (j^. 



Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 5'3 „ 

„ elytrorum 33 „ 

Lat. „ medio 7"5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 23 „ 



Patria: Merkara in provincia Madras (coli. m.). 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



83 



10. Phmila Lenzt spec. noT. 

Pronotum disco piano, margine postico oblong o-rotundato, lohis deflexis 
rotundato-insertis, ad marginem inferiorem aeqiie latis quam ad insertionem. 
Elytra textura fortiore, longitudine pronoti sesqui lafiora, margine postico 
rotundato, venulis transversis valde inter se remotis, ramo radiali primo longe 
ante medium vetme radialis Oriente, medio furcato, ramo secundo integro. Femora 
antica siibtus, margine antico 5-spinuloso. Femora intermedia inermia. Femora 
postica utroque margine 7—8 spinuloso. Tibiae anticae teretes, inermes. Tibiae 
intermediae supra deplanatae, siibsiUcatae, inermes. Segmentum anale trun- 
catum. Lamina supraanalis triangularis. Cerci longiusculi, apice incurvi, 
acuminati. Lamina subgenitalis triangularis, stylis liberis longis instructa. cT. 

Li honorem viri doctissimi Lenz, Museo Lubecensi praepositi, nominata. 



Long, corporis 34 — 30 mm 

„ pronoti 6 5 — 7 „ 

„ elytrorum 38 — 40 „ 

Lat. „ medio . . . 10 5 — 11'5 „ 

Long, femoriim posticorum . 20 — 21 „ 



Patria: Kamerun (Mus. Lubecense), Gabun (coli. m.). 

Ich versetze diese westafrikanische Species mit der folgenden in das Genus 
Phaula, obgleich letzteres sonst nur aus asiatischen Species besteht. Sie könnte 
wohl auch zu den Caedicien gehören. Die Form der Legescheide des bis jetzt 
unbekannten 9 müsste entscheiden. 

11. Phaula inconspicua spec. uov. 

Statura minore. Pronotum lobis deflexis rotundato-insertis. Elytra longi- 
tudine pronoti vix latiora, ramo radiali parum ante medium venae radialis 
Oriente, medio furcato. Femora antica subtus, margine antico 6-spinuloso. 
Femora postica subtus, apicem versus utrinque spinulis 3 — 4 concoloribus armata. 
Tibiae anticae supra teretes, inermes. Ovipositor brevis, valde incurvus, acumi- 



natus, apice utrinque crenulatus. 9- 

9 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 5'2 „ 

„ elytrorum 30 „ 

Lat. „ medio 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 21 „ 

„ ovipositoris 6 „ 

Patria: Kamerum, (coli. m.). 



12. Phaula coimuta spec. nov. 

Statura congenericis majore. Pronotum disco piano, subconcavo, lobis 
deflexis angulo obtuso insertis, lobis deflexis altioribus quam longioribus. Elytra 
ramo radiali primo parum ante medium venae radialis Oriente, ante medium 

U* 



84 



C. Brunner v, Wattenwyl. 



furcato, Vena ulnari a ramo radiali et margine postico elytri aeque remota, 
campo tympanali cT hrevi, infuscato. Femora antica subtus, margine antico 
spinuloso. Femora postica subtus, margine externa 8 — 10 spinulosa, margine 
interna 4 — 5 spinuloso. Tibiae anticae teretes, inermes. Segmentum anale in 
duos appendices Tongas, ängustas, teretes, acuminatas, lyrata-curvatas productum. 
Cerci semicirculariter curvati, acuminati. Lamina suh genitalis deplanata, valde 
elongata, attenuata et apice dilatata, late emarginata, lobis truneatis, extus 
dentatis, intus stylis brevissimis, nigra-acuminatis instructis. 



Long, corporis .... .... 28 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 43 „ 

Lat. „ medio „ 

Long, femorum posticorum . . . . 22 „ 
Patria: Luzon (call. m.). 



13. Phmila denticauda spec. nov. 

Statura majore. Pranatum disco plana, lobis deßexis angulo obtuso in- 
sertis, aeque altis ac langis. Flytra venulis transversis regulariter dispositis, 
ramo radiali medio venae radialis Oriente, medio furcato. Femara antica subtus, 
margine antico 5-spinulosa. Femora postica subtus, utraque margine 4 — 5 spinu- 
losa. Ovipasitar pronota sesqui longior, acuminatus, utraque margine necnan 
disco eroso-dentatis. Lamina subgenitalis 9 triangularis, abtusa. $. 



9 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 40 „ 

Lat. „ medio iO „ 

Long, femorum posticorum . . . . 21 „ 

„ ovipositoris 12 ^ 



Patria: Insula Jolo in Oriente insulae Celebis (call. Dohm). 

Nach dem Habitus gehört diese Species Meher. Allein die stark gezähnelte 
Legescheide gibt ihr einen von allen Gattungen der Ps^/m-Gruppe verschiedenen 
Charakter. 

14. Phmila peregrifia spec. nov. 

Statura minore. Pronotum disco plana, lobis deflexis angulo subacuto 
insertis. Flytra longitudine pronoti sesqui latiora, ramo radiali pane basin 
angulato, campo tympanali elongata, unicolore. Tibiae anticae supra teretes, 
muticae. Segmentum anale breviter appendiculatum, appendicibus teretibus, 
acuminatis. Cerci longi, incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis brevis, abtuse 



triangularis. ^f. 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 5 „ 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



85 



Long, cli/trontm 32 mm 

Lat. „ medio T'o „ 

Long, femorum. posticoriim . . . 20 „ 



Patria: Insula Vaihou in Archipelago pohjnestco (coli. Bolivar), Nova- 
Guinea (Mus. Stuttgart.). 

S. 1(39. 

Einzuschalten : 

Creii. iiOT. Habra, (Fig. 11.) 

(aßpd; — delicatus.) 

Fastigium verticis horizontaliter productum, acuminatum, sulcatum, ab 
antico visum, elevatum, cum fastigio frontis suhcontiguum. Äntennae longissimae. 
Oculi glohosi, valde prominuli. Pronotum disco piano, sulculis inaequale, lobis 
deflexis rotundato-insertis, aeque longis et altis. Elytra subhyalina, angusta, 
margine postico rectissimo, ramo radiali primo medio venae radialis Oriente, 
apice furcato, ramis secimdo et tertio integris, vena ulnari rectissima. Femora 
omnia longa, gracillima, antica subtus spinulis 3 — 4 minimis armata, postica 
margine externo 3-spinuloso, margine interno mutico. Tibiac anticae supra 
teretes, margine exteriore 3-spinuloso. Segmentum anale in processum. lon- 
giim, tectiforme plicatum, apicem versus dilatatiim et truncatum productum. 
Cerci breves, incurvi, acuminati. Lamina suhgenitalis ampla, utrinque in 
appendicem teretem, longissimam, lyrato-curvatam producta, stylisliberis nullis. ^f. 

Species unica. 
Habra seciiHfeva spec. noY. (Fig. 11.) 

Colore viridi-olivaceo. Äntennae longissimae, nigrae. Pronotum mar- 
gine postico angustissime nigro-marginato. Elytra angusta, margine postico 
rectissimo, campo tympanali depresso, circumcirca nigro-marginato. Femora 
et tibiae omnes graciles, longae. ^f. 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 24: „ 

Lat. „ medio 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 25 „ 
Patria: Borneo (coli. m.). 

Gren. noY. Caloj^syra. (Fig. 12.) 

(xaXo? — pulcher. Psyra — genus vicinum.) 

Fastigium verticis depressum, sulcatum, acuminatum, cum fastigio frontis 
non contiguum. Oculi valde prominentes. Pronotum lobis deflexis rotundato- 



86 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



insertis, altiorihus quam longioribus, rotundatis. Elytra hasi et apice suhaeque 
lata, apice rotundata, vena mediastina nulla, venis radialibus a medio discon- 
tiguis, ramis radialibus tribus, non furcatis, venulis transversis sat expressis, 
regulariter dispositis. Alae elytra parum superantes. Femora antica subtus, 
margine antico spinuloso. Femora postica gracillima, subtus, utroque margine 
apice 4 — 5 spinuloso. Mesosternum acute triangulariter lobatum, metasternum 
truncatum. Segmentum abdominale subexcavatum, rotimdatum. Cerci longi, 
acuminati. Lamina subgenitalis elongata, valde attenuata, stylis longis, for- 
tioribus instructa. Ovipositor basi inflatus, dehinc angustus, sensim incurvus, 
acuminatus, marginibus dentatis, disco tuber culis acutis granoso. Lamina sub- 
genitalis $ triangulariter profunde emarginata, lobis acuminatis. ^f, 9- 
Phylloptera Westwood. 

Speeles unica. 
Calopsyra octo-mactilata Westw. (Fig. 12.) 

Statura majore. Colore viridi. Antennae atro- et ochraceo-cingulatae. 
Genae cum disco pronoti toto et lobis deflexis dimidiis castaneae. Elytra maculis 
quinis magnis, nigris ornata. Alae ochraceae. Femora antica tota atra, nitida. 
Femora intermedia et postica testacea, apice atrata. Tibiae anticae basi, tibiae 
intermediae supra, tibiae posticae totae nigrae. Tarsi pallidi. Segmentum 
anale utriusque sexus atrum. Cerci ferruginei. Ovipositor basi ater, nitidus, 
dehinc fuscus. Lamina subgenitalis 9 ferruginea. cT? 9- 

? 

Long, corporis 22 32 mm 

„ pronoti 6'5 7'5 „ 

„ elytrorum 43 57 „ 

Lat. „ medio .... 8 9 „ 

Long, femorum posticorum . . . 26 31 „ 

„ ovipositoris — 12 „ 

Phylloptera octo-maculata Westwood, 1848, Oriental Entom., p. 52, 
Tab. 25, Fig. 4. 

Patria: Sumatra (Westiv., coli. Dohm), Malacca (coli. Dohm). 

Die Abbildung dieses brillanten Thieres bei West wood ist namentlich da- 
durch von den vorliegenden Exemplaren der Dohm 'sehen Sammlung verschieden, 
dass der grösste Basalfleek fehlt. 

S. 170. 

Die Dispositio specierum generis Psyrae ist abzuändern wie folgt: 

1. Elytra unicoloria. 

2. Pronotum plus minus latius infuscatum. 

3. Pronotum tantum in tertia vel quarta parte postica infuscatum. Vena 
mediastina concolor. Tibiae anticae basi atro-signatae. 
4. Tibiae anticae sulcatae. Species Sundaicae et Philippinae. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



87 



5. Pronofnm limho postico ipso pallidiore, margine interno atro- 
lineaio. Ovipositor Jongitudinem äuplicem pronoti non attingens. 

1. ensis de Haan. 

5'. Pronotum limho postico toto fernigineo. Ovipositor longitudinem 

pronoti duplicem superans 2. Borneensis m. 

4'. Tihiae anticae teretes. (Pronotum in quarta parte postica infus- 

catum.) Species Ceißonica 6. Ceylonica spec. nov. 

3'. Pronotum totum vel partim infuscatum. Vena mediastina sulfurea, 
fascia purpurea apposita. Tihiae anticae totae coneolores. Species 

Sundaica 3. melanonota Stäl. 

2'. Pronotum totum viride. 

3. Oculi valde prominuli. Pronotum lohis deflexis aeque altis ac longis. 
Cerci suhrecti. 

4. Elytra longitudine pronoti sesqui haud latiora. Cerci longi, lami- 
nam suhgenitalem aequantes. Haec profunde triangulariter emargi- 
nata, stylis longis instructa. Species Philippinica. 

7. longestylata spec. nov. 
4'. Elytra longitudine pronoti sesqui latiora. Cerci hreves. Lamina 
suhgenitalis longissima, apice parum profunde triangulariter 
emarginata, stylis modicis instructa. Species Borneensis. 

8. longelaminata spec. nov. 
3'. Oculi modice prominuli. Pronotum lohis deflexis altiorihus quam 
longiorihus. Cerci depressi, suhangulato-incurvi. (Lamina suhgeni- 
talis cT profunde triangulariter emarginata, stylis modicis instructa.) 

4. unicolor m. 

1'. Elytra rufo-fusco-maculata b. tigrina m. 

5. 173. 

Anzuschliessen : 

6. Psyra Ceylonica spec. uoy. 

Pronotum disco in quarta parte postica infuscato. Elytra campo tympa- 
nali infuscato. Femora antica et postica suhtus spinulosa. Tihiae anticae 
supra teretes, margine postico trispinuloso, conchis anticis atro-marginatis. 
Segmentum anale truncatum. Cerci acuminati. Lamina suhgenitalis attenuata, 
rotundato-emarginata, stylis liheris hrevihus instructa. ^. 



Long, corporis 26 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 38 „ 

Lat. „ medio 8'5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 23 „ 



Patria: Pars septentrionalis insulae Ceylonis (coli. Dohrnj. 



88 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



7. Psyra longestylata spec. noT. 

Oculi glohosi, valde prominuli. Pronotum lohis deflexis aeque altis ac 
longis. Elytra longitudine pronoti sesqui haud latiora, ramo radiali primo ante 
medium venae radialis Oriente, cum vena ulnari confluente. Femora antica et 
postica siihtus spinulosa. Tihiae anticae supra sulcatae, margine postico 5-spi- 
nuloso. Segmentum anale lohum longum, triangulärem, inter cercos 

deflexum productum. Cerci longi, prorecti, subcompressi, acuminati. Lamina 
suhgenitalis elongata, attenuata, profunde triangulariter emarginata, stylis lon- 



gissimis instructa. cf. 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 55 „ 

Lat. „ medio 9 „ 



Long, femorum posticorum . . . . 25 „ 
Patria: Insulae Philippinae (coll. m.). 

8. JPsyra longelaminata spec. nov. 

Pfiff ert a specie praecedente: pronoto interdum postice anguste nigro- 
limhato, elytris latiorihus, tibiis anticis supra subteretibus , margine postico 
3-spinuloso, segmento anali in lobos duos trianguläres producto, cervis brevi- 
bus, mucronatis, lamina subgenitali valde elongata et attenuata, leviter triangu- 
lariter emarginata, stylis modicis. $ ovipositore incurvo, disco in parte apicali 
granuloso et marginibus ser7'atis, lamina subgenitali triangulari, truncata. 9 • 







9 




. 25 


26 mm 




6 


6-5 „ 


„ elytrorum 


40 


43 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 10 


11 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 25 


28 „ 






11 . 



Patria: Borneo (coli, m., coli. Dohm). 

Gren. Plangiopsis Karsch. 

Fastigium verticis convexum, latissimum, a fastigio frontis sulco trans- 
verso sejunctum. Oculi rotundato-subovales. Antennae setaceae. Pronotum disco 
piano, a/ntice emarginato, postice rotundato, lobis deflexis subaeque altis et 
longis, angulo acuto insertis, carinis irregulariter dense granulatis. Elytra ab- 
domen longe superantia, lata, ante medium latissima, venis radialibus contiguis, 
valde curvatis, in marginem posticum elytri paulo ante apicem exeuntibus, cum vena 
ulnari ramulis secundariis areolas majores irreguläres formantibus. Alae elytra 
paulo superantes. Femora omnia subtus spinosa. Lobi geniculares subrotundati. 
Tibiae anticae supra planae, inermes, latere antico foramine conchato, latere 



Additaraenta zur Monographie dor Phaneropteriden. 



89 



2>ostico foramine aperto instriictae. Lohi mesosternales et metasternales acuminati. 
Ovipositor hrevis, pronoto acqiic longus, incurviis, opicc acuminatus, marginibus 
serratis, disco grosse squamoso-granoso. Lamina subgenitalis 9 cipice triangu- 
lariter emarginata, hast carinis duabiis, triangulum postice acutum, includentibus 
instructa. 9 ■ 

Plangiopsis Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 459. 

Karsch setzt dieses mir durch Autopsie nicht bekannte Genus zu den 
Steirodontien, wegen der gezähnelten Kanten des Pronoturas, allein die Form 
der Gehörorgane und der Legescheide veranlassen mich, dasselbe hieher zu setzen. 
Wenn mehrere verwandte Species bekannt werden, so wird dafür eine ^■on den 
Psyren getrennte Gruppe aufzustellen sein. 

Species unica. 
Plangioiysis semiconchata Karsch. 

Laefe viridis. Äntemiae tenuissimae, fuscae. IPronotum grosse et densius 
punctatum, disco parum concavo, cruce sulcorum ahhreviatorum ornato. Elytra 
dense reticulata. Ovipositor hrunneo-nitidus. 9- 



9 

Long, corporis 35 mm 

„ pronoti 8 „ 

„ ehjtrorum 32 „ 

Lat. „ ante medium . . 15 5 „ 

Long, femorum posticorum .... 18'5 „ 

„ ovipositoris 9 „ 



Plangiopsis semiconchata Karsch, 1888, 1. c, S. 460. 

Patria: Barovibi ad laciim Elephantum in Kamerun (Karsch). 

S. 175. 

Die Dispositio specierum generis Holochlorae ist abzuändern 
wie folgt: 

Dispositio specierum secundum 9- 

1. Lamina subgenitalis triangularis, apice acuminata vel obtusa, vel emarginata, 
vel fissa. 

2. Lamina subgenitalis apice integra, vel fissa. 
3. Lamina subgenitalis apice integra. 

4. Lamina subgenitalis triangularis, elongata. 

5. Lamina obliterata segmenti noni ventralis unicolor. Ovipositor a 
plica ad apicem quam pronotum parum brevior. Species Sundaica. 

4. venosa Stäl. 

5'. Lamina obliterata segmenti noni angustissime fusco-marginata 
Ovipositor a plica ad apiicem, xwonoto dimidio brevior. Species 

Philippina 12. marginata spec. nov. 

4'. Lamina subgenitalis triangularis, obtusa. (Ovipositor a plica ad 
apicem, pronoto vix brevior. Cerci apice nigro-signati.) Species 
Malaccensis b. obtusa m. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abh. 12 * 



90 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



3'. Lamina suhgenitalis apice ßssa. 

4. Segmentum abdominale dorsale nonum unicolor. 

5. Lamina suhgenitalis elongato-triangularis. Plica hasalis oviposi- 
toris supra atro-nitida. Speeles Ceylonicae et Mauritiana. 
6. Ovipositor a plica ad apicem, pronoto dimidio hrevior. Tibiae 
posticae pronoto 5V2 vix longiores ... 6. brevifissa m. 
6'. Ovipositor a plica ad apicem, pronoto parum brevior. Tibiae 
posticae pronoto 4V2 longiores. 13. piraetermissa spec. nov. 
5'. Lamina subgenitalis brevi-triangularis, marginibus lateralibus 
rotundato-emarginatis. (Ovipositor basi, supra vix fusco-margi- 

natus.) 7. Celebica m. 

4'. Segmentum abdominale dorsale nonum latere nigro-maculatum. 
(Lamina subgenitalis elongato-triangularis, distincte fissa. Plica 
hasalis ovipositoris nigra vel infuscata.) . . . ^. Javanica m. 
2'. Lamina subgenitalis apice rotundato-emarginata. 

3. Plica hasalis ovipositoris subrotimdata. Pronotum vel hasis elytrorum 
minutissime nigro-signatae. 

4. Statura majore. Pronotum margine postico, linea nigra intramargi- 
nali signatum. Apex femorum anticorum et hasis tibiarum haud 
nigratae. Lamina ohliterata segmenti abdominalis ventralis noni 

unicolor. Species Philippina 9. emarginata m. 

4'. Statura minore. Pronotum unicolor. Elytra basi, puncto nigro 
signata. Apex femorum anticorum cum condylo tibiarum nigro 
signatus. Lamina ohliterata segmenti abdominalis ventralis noni 
nigro-marginata. Species Sundaica . . 14. signata s])eG. noY. 
3'. Plica hasalis ovipositoris acuta. Pronotum et hasis elytrorum uni- 
colores. (Statura majore. Plica ovipositoris et segmentum nonum rudi- 
mentarium unicolores.) Species Celebica . 10. Forstenii de Haan. 
1'. Lamina suhgenitalis biloba, lobis diver gentihus. 

2. Ovipositor subito incurvus. Lamina suhgenitalis lobis lyratis, depressis, 
ohtusis instructa. 

3. Ovipositor pronoto haud longior, plica hasali atro-nitida. Species Cey- 



lonica et insulae Mauritii 1. biloba ^tk\. 

3'. Ovipositor pronoto sesqui longior, plica hasali tota albida. Species 

Sundaica 2. albida m. 

2'. Ovipositor sensim incurvus. Lamina suhgenitalis basi valde fornicata. 



lobis triangularibus rectis, acuminatis. Species Sundaica. 

3. tumescens m. 

Dispositio specierum secundum 

1. Lamina subgenitalis profunde fissa vel pirofunde emarginata. 

2. Segmentum anale in lobum rotundatum productum. (Lamina suhgenitalis 
lobis gracillimis, longissimis instructa.) . . . 14. signata si^ec. nov. 
2'. Segmentum anale hicornutum. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



91 



3. Segmentum anale lohis longis, teretibus, acuminatis, rotundato-deflexis. 

8. Javanica m. 

3'. Segmentum anale lohis hrevihns, ohtusis. 

4. Segmentum anale lohis seciiriformihus. (Lamina suhgenitalis pro- 



funde rotundato-emarginata.) \. hiloha '^td.l. 

4'. Segmentum anale lohis cylindricis, truncatis. 

5. Lamina suhgenitalis callosa, triangulariter emarginata. Tihiae 
anticae hasi atro-signatae 6. hrevifissa m. 



5'. Lamina suhgenitalis liaud callosa, profunde fissa. Tihiae anticae 
haud signatae. 

6, Statura minore. Elytra longitudine pronoti parum latiora, 
unicoloria. Feinora postica suhtus, spinis concolorihus armata. 

Speeles Sundaica 4. venosa 

6'. Statura majore. Elytra longitudine pironoti sesqui latiora, 
maculis fuscis 4—5 suhohsoletis, secundum venam radialem 
dispositis. Femora postica suhtus spinis infuscatis armata. 
Species Philippina .... 15. fuscospinosa spec. nov. 
r. Lamina suhgenitalis angusta, elongata, leviter emarginata. 

2. Segmentum anale in processum securiformem productum. Cerci longissimi, 

valde curvati. Species Sundaica ^. tumescens m. 

2'. Segmentum anale hilohatum, lohis latis, callosis, truncatis. Cerci toti 
ahsconditi. Species Japonica 11. Japonica m. 

S. 177. 

Der Diagnose der Holochlora tumescens m. ist beizufügen: 
Segmentum anale in appendicem callosum, sacriformem productum. 
Cerci haniato-flexuosi, acuminati. Lamina suhgenitalis valde elongata, 
angustata, sensim incurva, marginihus callosis, stylis sat longis instructa. 
Patria: Java (coli. m.). 

Ich bin nicht sicher, ob die Einfügung dieses zii der genannten Species 
richtig ist. 

S. 181. 

Dem Vorkommen der Holochlora Japonica ist beizufügen: Shanghai 
(coli. Dohm). 

S. 182. 

Folgende neue Species sind anzureihen: 
12. Holochlora margüiata spec. nov. 

Statura majore. Elytra ramo radiali primo parum ante medium furcato. 
Femora postica suhtus, spinulis concolorihus armata. Tihiae omnes longae. 
Ovipositor hrevis, suhito incurvus, hasi corpori concolor, apice infuscatus. 
Lamina suhgenitalis 9 triangularis, ohtusa. Segmentum abdominale ventrale 
nonum ohliteratum angustissime nigro-marginatum. 9- 

12* 



92 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti „ 

„ elytrorum 45 „ 

Lat. „ medio 9 „ 

Long, femorum posticorum . . . 30 „ 

„ ovipositoris 8 „ 

Fatria: ? (coli BoUvar). 



13. Holochlora praetermissa spec. iiov. 

Differt a Hol. hrevifissa tihiis posticis longioribus et ovipositore tnimis 



incurvo, $ . 

9 

Long, corporis 30 nun 

„ pronoti /'o „ 

„ elytrorum 50 „ 

Lat. „ medio 13 „ 

Long, femorum posticorum . ... 34 „ 

„ ovipositoris 11 „ 

Patria: Ceylon (coli. m.). 



14. Holochlora sigiiata spec. nov. 

Statura minore. Pronotum disco inaequali. Elytra angusta, vena radiali 
hasi ad insertionem puncto atro signata. Femora antica apice, necnon tihiae 
hasi nigro-signatae. Segmentum anale in lohum amplum, rotundatum pro- 
ductum. Cerci longiusculi, compressiusculi, valde incurvi, acuminati. I^amina 
subgenitalis profunde fissa, lohis gracillimis, teretihus. Ovipositor hrevis, 
subito incurvus, plica hasali margine ohtuso, supra, cum rudimento segmenti 
abdominalis noni atro-marginata. Lamina subgenitalis $ ampla, trapezoidea, 
late rotundato-emarginata. (f, 9- 







9 




Ljong. corporis 


21 


22 


mm 




6 


6 






37 


39 




Lat. „ medio . . . 


. 8 


8 


» 


Long, femorum posticorum . . 


. 23 


23 


11 






5-6 


n 



Patria: Borneo, Singapur (coli. m.). 

15. Holochlora fmeo-spinosa spec. nov. 

Statura majore. Elytra m.aculis parvis fuscis 3—4 pone venam radialem 
seriatim dispositis signata. Femora postica subtus utrinque spinulis 6 — 7 fuscis 
et fusco-circumdatis armata. Segmentum anale <^ in lobos duos cylindricos, 
apice obtusos productum. Cerci subrecti, acuminati. I^amina subgenitalis elon- 
gata, attenuata, profunde fissa, lobis deplanatis. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



93 



Long, corporis 26 mm 

„ pronoti T'o „ 

„ ehjtrorum 45 „ 

Lat. „ medio 12 „ 

Long, femorum posticorum . . . 26 „ 

Fairia: Luzon (coli. m.). 



S. 182. 

Die Diagnose des Genus Liotrachcla ist zu rectificiren wie folgt: Ehjtra 
Vena mediasiina nulla vel vix indicata. 

In der Dispositio specierum ist als gemeinschaftliclier Charakter der ange- 
führten Speeles 1 — 4 anzuführen: Lcimina suhgenitalis § ampla, triangularis, 
obtusa, und als zweite Abtheilung anzuschliessen : Lamina suhgenitalis $ angusta, 
aciminata, utrinque loho roiundato, inflato instructa. Species Philippina. 

5. lohata spec. nov. 

S. 183. 

Die Diagnose der Liotrachela Philippina ist zu ergänzen wie folgt: 
Segmentum anale truncatum. Cerci longi, valde incurvi, apice 
suhclavati. Lamina suhgenitalis hreviter emarginata, stylis longiorihus instructa. 



Long, corporis 24 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 43 „ 

Lat. „ medio .9 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 30 „ 
Patria: Borneo (coli. Dohm). 



S. 184. 

Als neue Species ist anzuschliessen: 
5. lAotrachela lohata spec. nov. 

Antennae totae pallidae. Lamina suhgenitalis 9 compressa, angusta, 
hast sulcata, utrinque appendicula suhlihera, rotundata, ampla, margine hirsuta 
instructa. Ceterum vix diversa a L. Philippina. 9- 



9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum ^8 „ 

Lat. „ medio 10 „ 

Jjong. femorum posticorum . . . . 25 y, 

„ ovipositoris 7 „ 



Patria: Philippinen (coli, m.), Mindanao (coli. Dohm). 



94 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



S. 187. 

Einzuschalten : 

Gfen. ZeuneHa Karscli. (Fig. 13.) 

Fastujium verticis compressim, sulcatum, cum fastigio frontis non conti- 
guum. Pronotum cUsco piano, suhconcavo, p)ostice rotundato, lobis deflexis 
rotundato-insertis, suhaeque altis et longis, angulo antico subrecto, angulo postico 
rotundato. Elytra ampla, venuUs transversis prominulis, confertis, regulariter 
dispositis, vena mediastina vix distincta, venis radialihus omnino disjunctis, 
ramo radiali primo ante medium venae radialis Oriente, longe ante medium 
furcato, vena ulnari curvata, campo tympanali cT amplo, a,ngulato-producto, 
ultra medium marginis postici elytri extenso, vena plicata valde expressa. Älae 
elytris parum longiores. Pedes graciles. Femora antica subtus minutissime 
spinulosa. Femora postica inermia. Tibiae anticae latere antico foramine con- 
chato, latere p)OStico foramine aperto instructae, supra sulcatae, spinulosae. 
Segmentum anale truncatum. Cerci graciles acuminati, valde incurvi, latere 
interno basi, dentibus duobus gracilibus instructi. (Fig. 13 b.) Lamina subgeni- 
talis elongata, valde attenuata, profunde fissa, lobis obtuse acuminatis, stylis 
nullis. Ovipositor pronoto duplo longior, sensim rotundato-incurvus, acuminatus, 
apice crenulatus. Lamina subgenitalis 9 brevis, triangularis. ^f, 9- 

Zeuneria Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 443. 

Species unica. 
Zeuneria melcmopeza Karsch. (Fig. 13.) 

Statura majore. Colore laete viridi. Antennae, exceptis articulis basali- 
bus binis, atrae. Pronotum breviter nigro-pubescens, subsellatum, marginibus 
antico et postico ipsis atris. Elytra lata, in fornicato-inflata, in 9 plana, 
venis radialibus a basi disjunctis, vena antica impressa, vena postica elevata, 
campo tympanali valde ampliato, vena plicata valde expressa, sulcis pro- 
fundis, campo tympanali 9 non ampliato. Pedes longi, graciles, breviter pube- 
scentes. Femora omnia apice infuscata (in 9 minus distincte), femora antica 
subtus, margine antico 8-spinuloso, postica mutica. Tibiae in quarta parte api- 
cali cum tarsis nigrae. Tibiae anticae supra sulcatae, foraminibus nigro-circum- 
datis, lamina conchata valde producta. Segmentum anale <^ subrotundatum. ^, 9 • 







9 




Long, corporis 


27 


28 


mm 




7-5 


65 




„ elytrorum 


. 56 


49 


n 


Lat. „ medio . . . 


. 13 


14 


» 


Long, femormn posticorum . . 


. 38 


38 


n 


„ ovipositoris 




13-5 


n 



Zeuneria melanopeza Karsch, 1888, 1. c, S. 443. 
Patria '. Kamerun (Karscli, coli. m,.). 



Additainonta zur Monopjraplüo dcv Plianeroptcridcn. 



95 



(jcii. 3Iorgenia Kiirsch. (Fig. 14.) 

Fastigium vcrticis suhacuminatum, valdc dcflexiim, sulcatum. Fronotum 
disco lüano, postice rotimdato, lohis deflexis angulo ohtuso insertis, suhaeque 
longis et latis. Elytra ampla, venidis transversis in modum generis Zeuneriac, 
valde expressis, parallelis, venis radicdibus discontiguis, hasi vcdde distantihus, 
ramo radiali longe ante medium Oriente, pone medium furcato, campo tympa- 
nali amplo, valde producto. Alae elytris parum longiores. Femora omnia 
suhtus spimdosa. Tibiae anticae latere antico foramine conchato, latere postico 
foramine aperto instructae, supra siücatae, inermes. Tihiae intermediae sup>ra 
sulcatae, inermes, suhtus, apice margine xiostico, spina longa, articulato-inserta 
instructae. (Fig. 14 h.) Segmentum anale iruncatum. Cerci hreves, crassi, 
Siihrecti, apice suhclavati et hreviter mucronati. (Fig. 14 a.) Lamina suhgenitalis 
hrevis, transversa, profunde rotundato-emarginata, lohis teretihus, acuminatis, 
stylis nullis. Ovipositor p>ronoto rix longior, subito attenuatus, margine superiore 
subtoto crenulato. Lamina sidjgenitalis 9 elongato-triangularis. 9- 
Morgenia Karsch, 1890, Entomol. Nachrichten, XVI, S. 261. 

Speeles unica. 
Mm'geiiia hmnuligera Karsch. (Fig. 14.) 

Laete viridis. Äntennae corpori concolores. Elytra campo tympanali 
valde angidato-producto, macula magna fusca ornato. Tibiae anticae basi, ad 
foramina fusco-notatae. ^T, 9- 







9 


Long, corporis 


20 


18 mm 


„ pronoti 


6 


5-5 „ 


„ elytrorum 


31 


31 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 8 


8 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 20 


19 „ 






„ 



Morgenia hamidigera Karsch, 1890, 1. c, S. 63, Fig. 3, 4. 
Patria: Kamerun (Karsch, Mus. Lubecae, coli. m.). 



S. 189. 

Einzuschalten : 

Gfen. Alectoria in. (Fig. 15.) 

Caput magnum. Fastigium verticis perpendiculariter deflexum-, com- 
pressum, sulcatum, cum fastigio frontis subcontiguum. Frons pe^pendicidaris, 
vix reclinata, utrinque infra oculos impressa. Äntennae nigro-annulatae. Pro- 
notum margine antico in dentem producto, sidco transverso primo profunde 
impresso, disco postice in cristam compressam, denticulatam, postice valde pro- 
ductam elevato. Elytra pone medium subito angustata, venulis transversis 
elevatis confertis, vena radiali ramos tres integros, pone medium Orientes, in 



90 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



marginem iwsticum elytri emittente. Älae elytra supermites. Pedes necnon pectus 
in modiim (jeneris Epliix)pitliytae constructi. Ovipositor cercis hrevior. 9- 
Alectoria Brunner, 1878, Journal des Mus. Godeffroy, Heft 14. 

Speeles unica. 
Alectoria sapevha m. (Fig. 15.) 

Olivaceo-viridis. Crista pronoti ferrugineo- et atro-marginata. Elytra 



et pedes maculis fuscis picti. Tarsi omnes fusci. $ . 

9 

Long, corporis 36 7nm 

„ pronoti ^5 „ 

„ elytrorum 58 „ 

Lat. „ in quarta parte hasali . . 12 „ 

„ „ j^one medium 9 „ 

Long, femorum posticorum 32 „ 

„ ovipositoris 2 „ 



Alectoria superha Brunner, 1878, 1. c, S. 2, Fig. 1. 
Patria: Peak-Downs (Mus. Hamburg.). 

S. 190. 

Die Dispositio specierum generis Caediciae ist zu ergänzen 
wie folgt: 
r. etc. 
2. etc. 

3'. Tihiae anticae supra, excepta spina apncali, inermes. 
4. Feinora postica subtus spinulosa. 

5. Metasternum lohis triangularibus instructum. Speeies Australicae. 
6. Pronotum lobis deflexis medio altissimis. Elytra medio, longi- 

tudine pronoti duplo latiora 7. olivacea m. 

6'. Pronotum lobis deflexis pone medium altissimis. Elytra medio, 
longitudine pronoti sesqui non latiora . . 15. porrecta m. 
5'. Metasternum lobis rotundatis instructum. (Elytra. medio, longi- 
tudine pronoti parum latiora.) Speeies Africanae. | 
6. Femora postica subtus spinis concoloribus armata. StaturcA 

majore 16. Afra Karsch.1 

6'. Femora postica subtus spinis nigris armata. Statura minore. 

17. nigro-spinosa spec. nov. 

4'. etc. 
S. 198. 

Folgende neue Speeles des Genus Caedicia sind anzureihen: 
15. Caedicia porrecta m. 

Sordide viridis. Oculi oblongi. Pronotum disco planissimo, postice j^ariim 
latiore, carinis fusco-ferrugineis, lobis deflexis pone medium altissimis. Elytra 



Adilitamenta zur Monographie der Phanoroptoridon. 



97 



media, longitiidine iwo7ioti sesqui non latiora, cmipo radiali veiiulis ohliquis 
instructo, ramo radiali iwimo medio furcato, apice denuo fwculato. Tibiae 
anticae supra sidcatae, excepta Spina apicali inermes. ¥emora postica siihtus, 
utroque margine apicem versus spinuloso. Ovipositor brevissimus, valvula in- 
feriore acnminata. 9- 

9 

Long, corporis 26 mm 

„ pronoti 6'8 „ 

„ elytrorum 40 „ 

Lat. „ medio .9 

Long, femorum posticoriim . ... 22 „ 
„ ovipositoris 2 „ 

Caedicia porrecta Brimner, 1878, Journal des Mus. Godeffroy, Heft 14. 
Patria: Bockhampton (Mus. Hamburg.). 

16. Caedicia Afra Karscli. 

Viridi-olivacea. Pronotum disco postice quam antice latiore. Elytra medio 
longitudine pronoti partim latiore, campis radiali et ulnari venulis obliquis sub- 
transversis instructis, vena radiali ramos duos emittente, ramo primo medio 
furcato, ramo secundo integro. Mesosternum triangulariter lobatum. Meta- 
sternwn lobis rotundatis instructum. Femora postica subtus utroque margine 
spinidoso. Tibiae anticae supra sulcatae, excepta sptina apicali inermes. Ovi- 
p)Ositor brevissimus. 9- 

9 

Long, corporis 25 mm 

k„ pronoti 6'5 „ 
„ elytrorum 38 „ 
Lat. „ medio 7'5 „ 
Long, femorum p)OSticorum .... 24'7 „ 
„ ovipositoris 2'5 „ 
Caedicia Afra Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitselir., XXXII, S. 4GG. 
Patria: Benue in territorio Kamerun (Karscli, coli. Böhm). 
17. Caedicia nigro-spinosa spec. iiov. 
Pronotum lobis deflexis altioribus quam longioribus. Elytra angusta, 
mo radiali lange ante medium venae radialis Oriente, medio furcato. Femora 
antica siihtus, margine antico spinulosa. Femara postica subtus, utroque mar- 
gine spinulis 4 — 5 nigris armata. Tibiae anticae supra sulcatae, excepta spina 
apicali inermes. 9- 

Long, corporis 18 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 30 „ 

Lat. „ medio 6 „ 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 13 



98 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Long, femorum posticorum . . . 20 mm 

„ ovipositoris 2'5 y, 

Patria: Kamerun (coli. Dohm). 

S. 198. 

Dispositio specierum generis Diasteilae. 

1. Pronotum postice subduplo latiiis quam antice. Cerci hreves, simpliciter 
curvati. Speeles Australica 1. latifolia m. 

1'. Pronotum postice parum latius quam antice. Cerci elongati, flexuosi. 
Speeles Novae-Guineae 2. flexuoso-cercata si^ec. nox. 

2. Diastella flejcuoso-cercata spec. nov. 

Pronotum disco concavo, margine antico parum angustiore quam mar- 
gine postico, lohis deflexis altiorihus quam longiorihus. Elytra fasciis fusciori- 
hus ohliquis levissime zehrata. Cerci ^ elongati, flexuosi, apice suhclavati. 
Lamina suhgenitalis brevis, quadrata, lohulis styliformihus, inter se contiguis, 



gracillimis, a^nce clavatis instructa. 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 37'5 „ 

Lat. „ medio 10 2 



Long, femorum posticorum . ... 21 „ 
Patria: Nova-Guinea (Mus. Stuttg.). 

Gren. I^rotina in. (Fig. 16.) 

Fastigium verticis horizontaliter productum, sulcatum, acuminatum, cum 
fastigio frontis contiguum. Frons tumescens. Pronotum amplum, non con- 
strictum, disco antice piano, postice tectiforme elevato, lohis deflexis rotundato 
insertis, altiorihus quam longiorihus, pone medium altissimis. Elytra lata, 
apicem versus sensim latescentia, margine apicali rotundato-truncato, ramo 
radiali primo ante medium venae radialis Oriente, ante medium, furcato. Tihiae 
anticae supra sulcatae, margine postico parum spinuloso. Femora postica hasi j 
dilatata, compressa, suhtus pone medium spinulosa. Tihiae posticae apice curvatae. \ 
Pectus compressum. Mesosternum triangulariter-, metasternum rotundato-lohatum. ' 
Ovipositor sat longus. 9- 

Protina Brunner, 1878, Journal des Mus. Godeffroy, Heft 14. 

Speeles unica. 
I*rotina guttiilata m. (Fig. 16.) 

Olivaceo-viridis. Antennae nigro-annulatae. Elytra guttis fuscis, raris, 
irregulariter dispositis picta. $. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



99 



9 

Long, corporis 33 mm 

„ pronoti «^'o „ 

„ elytrorum 50 „ 

Lat. „ pone medium . . 15 „ 

Long, femoriim posticorum . . . 27 „ 

„ ovipositoris 7 „ 



Protina guttulata Brimner, 1878, Journal des Mus. GodelFroy, Heft 14. 
Patria: Peak-Downs (Mus. Hamhurg.). 

S. 202. 

Die Diagnose des Genus Polichne ist abzuändern wie folgt: Oculi glo- 
bosi vel oblongi. Pronotum lobis deflexis aeque altis ac longis vel longioribus 
quam altioribus. 

Dispositio specierum. 

1. Pronottim lobis deflexis aeque altis ac longis, margine inferiore rotundato. 
Femora postica subtus spinulosa. 
2. Oculi globosi. 

3. Pronotum lobis deflexis unicoloribus. Elytra campo marginali viridi. 
4. Femora postica dimidiam longitudinem elytrorum vix superantia. 

2. brevipes m, 

4'. Femora postica duas tertias partes longitudinis elytrorum superantia. 
(Femora antica et intermedia subtus nigro-spinulosa.) 3. longipes m. 
3'. Pronotum lobis deflexis argenteo-marginatis. Elytra campo marginali 
nigro, venulis irregularibus eburneis reticulato, ad marginem hyalino. 

4. argentata m. 

2'. Oculi oblongi. (Femora antica et intermedia subtus, margine externo toto 

spinuloso.) h. spinulosa m. 

V. Pronotum lobis deflexis longioribus quam altioribus. Femora postica subtus 
inermia. ( Oculi oblongi.) 

2. Pronotum lobis deflexis, marginibus inferiore et postico rotundatis. Elytra 
campo tympanali modice producto . . . . 1. parvicauda Stsil. 
2'. Pronotum lobis deflexis, margine inferiore recto, margine postico angulato- 
producto. Elytra campo tympanali amplo ... 6. angustiloba m. 

S. 203. 

Die Diagnose der Polichne parvicauda ist zu ergänzen wie folgt: 

Oculi oblongi. Pronotum lobis deflexis angulo obtuso insertis, longioribus 
quam altioribus, margine inferiore rotundato. Elytra angusta, campo tympa- 
nali sinistro (f parum producto. Femora antica pronotum parum superantia, 
subtus, margine antico trispinuloso. Femora intermedia subtus unispinulosa. 
Femora postica subtus inermia. 

18* 



100 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



2. Polichne brevipes m. 

Oculi majores, glohosi. Pronotimi lohis deflexis aeque altis et longis, 
margine inferiore rotunclato. Elytra viridia, campo tympanali macula atra, 
nitida ornato. Femora antica pronoto partim longiora, suhtus inermia. Femora 
postica dimidiam longitudinem ehjtrorum vix superantia, suhtus, apicem versus 
utroque margine minutissvme spinulosa. 

Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 4 5 „ 

„ elytrorum 31 „ 

„ femorum posticorum . . . 16 „ 

Polichne hrevipes Brunner, 1878, Journal des Mus. GodeiFroy, Heft 14. 

Patria: Peak-Doiüns. 

3. PolicJiiie lonc/ipes m, 

Statura majore. Oculi glohosi. Pronotum hreviusculum, disco postice 
quam antice latiore, lohis deflexis suhaltiorihus quam longiorihus, margine in- 
feriore rotundato, suhemarginato. Femora antica pronoto parum longiora, suhtus 
infuscata, margine antico spinulis nonnullis nigris armato. Tihiae anticae hasi 
infuscatae. Femora postica elytris tantum tertia parte hreviora, suhtus, utroque 
margine apicem versus rarospinuloso. $. 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 4 5 „ 

„ elytrorum 33 „ 

„ femorum posticorum . . . 24= „ 

Polichne longipes Brunner, 1878, 1. c. 

Patria: Bockhampton (Mus. Hamhurg.). 

4. Polichne argentata m. 

Statura minore. Fastigium verticis latiusculum, sulcatum. Oculi glohosi 
Genae argenteo-vittatae. Pronotum lohis deflexis antice rotundato-insertis, aequ 
altis ac longis, ad marginem inferiorem vitta argentea, in meso- et metapleuras 
extensa, ornatis. Elytra angustissima, viridia, campo marginali nigro, venulis 
irregularihus alhidis reticulato, margine antico toto hyalino, campo tympanali 
infuscato. Femora antica pronoto parum longiora, suhtus, cum intermediis 
margine antico spinulis trihus nigris armato. Femora postica elytris parum 
hreviora, suhtus utroque margine raro-spinuloso. rf, Q- 

9 

Ljong. corporis 17 17 mm 

„ pronoti 3 3 6 „ 

„ elytrorum 21 24 „ 

„ femorum posticorum . . . 16'5 20 „ 

Polichne argentata Brunner, 1878, 1. c. 

Patria: PeaJc-Downs (Mus. Hamhurg.). 



Additameuta zur Monographie der Pbaneropterideu. 



101 



5. Poliehne sjjinulosa m. 

Statura majore. Oculi ohlongi. Pronotum lohis defJexis angulo ohtitso 
insertis, suhaeqiie altis ac longis, margine inferiore rotundato. Femora aniica 
pronoto distincte longiora, siihtus cum femoribus intermediis margine antico 
7 — S spinuloso. Femora postica suhtus, margine externo a medio ad apicem, 
margine intemo tantum medio (nee hasi nec apice) spimdoso. 9- 



Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ ehjtrorum S2 

„ femorum posticorum . . . . 25 „ 



Poliehne spinulosa Briiniier, 1878, Journal des Mus. Godeffroy, Heft 14. 
Patria: Bocliliampton. 

Greil. HOT. JParacaedicia m. (Fig. 17.) 

Hahitu generis Caediciae, statura majore. Fastigium verticis deflexum, 
acuminatum, sulcatum, cum fastigio frontis contiguum. Frons rotundata. Pro- 
notum lohis deflexis altiorihus (piam longiorihus. Elytra lanceolata, interdum 
punctis callosis, seriatim dispositis ornata, vena radiali ramos tres in marginem 
posticum ehjtri emittente, primo furcato. Meso- et metasternum triangulariter 
lohata. Feinora antica suhtus, margine antico spinuloso vel mutico. Femora 
postica suhtus, utrinque spinulosa. Tihiae anticae supra teretes vel sulcatae, 
excepta spina apicali inermes, latere antico foramine conchato, latere postico 
foramine aperto instructae. Segmentum axiale truncatum vel cornutum. 
Lamina supraanalis rotundata. Cerci teretes, apice plus minus appendiculati. 
Lamina suhgenitalis <^ lohis angustis, teretihus, stylos imitantihus instructa. 
Oüipositor in modum generis Caediciae constructus. cT, $. 

Dispositio specierum. 

1. Ehjtra emendata, ramo radiali primo longe ante medium furcato. 
2. Elytra unicoloria, longitudine pronoti sesqiii latiora. 
3. Tihiae posticae supra vel suhtus atratae. 

4. Tihiae anticae supra, hasi necnon tihiae posticae suhtus totae atratae. 
Vena radialis extra ramum primum furcatum ramos tres vel quatuor 
in marginem posticum elytri emittens . . 1. tihialis spec. nov. 
4'. Tihiae anticae unicolores. Tihiae posticae supra atratae. Vena 
radialis extra ramum primum furcatum, ramos duos emittens. 

2. raro-ramosa spec. nov. 
3'. Tihiae anticae et ])Osticae unicolores virides. 

4. Pronotum disco suhrotundato, lohis deflexis rotundato-insertis. 
5. Femora postica suhtus, apicem versus sparse spinulosa. 

6. Segmentum anale ^ hicornutum. Cerci simplices. Species 
Novae Guineae 3. o&esa spec. nov. 



102 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



6'. Segmentum anale truncatuni. Cerci spina interna, longa 
instructi. Speeles Insulae Aru . . . 4. s^inosa spec. nov. 
5'. Femora postica suhtus tota dense serrata. (Tibiae anticae et inter- 

mediae deplanatae.) 5. serrata spec. nov. 

4'. Fronotum disco piano, lohis deflexis angulato-insertis. 

6. planicoUis spec. iiov. 
2'. Ehjtra punctis nigris S2)arsis ornata, longitudine pronoti parum latiora. 

7. nigro-punctata spec. nov. 
1'. Elytra punctis albidis callosis, secundtim venani radialem in Seriem dispo- 
sitis ornata, ramo radiali primo medio furcato. 8. verrucosa spec. nov. 

1. ParacaecUcia tihialis spec. nov. (Fig. 17.) 

Statura magna. Pronotum lohis deflexis rotundato insertis, altiorihus 
quam longioribus. Elytra longitudine pronoti sesqui latiora, margine postico ipso 
nigro, venulis transversis rarioribus, irregulariter dispositis, ramo radiali longe 
ante medium furcato, ramis tribus sequentibus integris. Femora antica subtus, 
margine antico spinuloso. Femora postica subtus, utroque margine spinulis 
15 — 17 infuscatis armata. Tibiae anticae supra teretes, inermes, basi nigratae, 
foramine antico conchato, foramine postico aperto. Tibiae posticae latere interno 
totae atro-coeruleae. 9 • 

9 

Long, corporis 36 mm 

„ pronoti ........ 8'3 „ 

„ elytrorum 50 „ 

Lat. „ medio 13 „ 

Long, femorum posticorum . ... 27 „ 

„ ovipositoris 2 „ 

Patria: Insulae Key (coli. m.). 

2. Paracaedicia raro-ramosa spec. nov. 

A specie praecedente parum diversa. Differt margine postico elytrorui 
concolori; vena radiali extra ramum primiun furcatum, ramos duos emittentil 
tibiis anticis supra sulcatis, unicoloribus, tibiis posticis supra dilatatis, infuscatis^ 
latere interno haud atrato. Q. 

9 

Long, corporis 33 mm 

„ pronoti 9 „ 

„ elytrorum 54 „ 

Lat. „ medio 15 „ 

Long, femorum posticorum . ... 30 „ 

„ ovipositoris 3'5 y, 

Patria: Insula Hahnahera (coli Dohm). 

3. Paracaedicia ohesa spec. nov. 

Statura minore. Pamus radialis primus basi angulato-flexuosus, rami 
tres sequentes integri. Femora antica subtus, margine externo spinulis minimis 



Additamenta zur ISIonograpliie der Phanoropterideu. 



103 



0—4 Lumatü. Femara postica subtus, utroque margine spinulis rarioribus con- 
coloribus armato. Tibiae anticae supra sidcatae, unicolores. Tibiae x^osticae 
Bupra nec dilataiae nec infuscatae. Segmentum anale ntrimque in denfem 
aaoninatum producUim. Cerci valde curvati, acuniinati. Lamina subgenitalis 
angKstata, in lobnlos aciminatos, styliformes producta. 9 . 







9 


Long, corporis 


23 


30 mm 


„ pronoti 


6 


7-8 „ 






^7 


Lat. ^ media . . . 


f) 


11-5 


JjOng. femorum posticoriim . . 


. 21 


24-5 „ 



Patria: Waigoiin (Oster-Liseln) (call. Balivar), Nova- Guinea (call Dohm). 
Yainetas minor, cum Far. ohesa cangruit, excepta statura minore. 

Ijong. corporis 21 mm 

„ pronoti 5 2 

„ elytrorum 36 „ 

Lat. „ medio 7 5 „ 

Jjong. femorum posticorum . . . 17' 5 ^ 
Patria: Nova-Guinea (Mus. Stuttgart.). 

4. Paracaedicia sinnosa spec. iiov. 

Parum differt a specie praecedente. Famus radialis pi'imus basi ante 
furcationem rectus, interdum non furcatus. Femara postica subtus, margine 
externa 12-spinuloso, margine interna 8-spinulasa. Tibiae anticae supra sulcatae. 
Segmentum anale <^ truncatum. I-jamina supraanalis ratundata. Cerci in 
tertia parte apicdli Spina interna longa instructi. Lamina subgenitalis brevis, 
angustata, appendicibus duabus teretibus styliformibus instructa. (j^. 



Tjong. corporis 22 mm 

„ pronoti 6' „ 

„ elytrorum, 5^ „ 

Jjat. „ media 7 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 22 

Patria: Insulae Arn (call. Dohm). 



5. Farucaedicia serrata spec. iiov. 

Statura majore. Pronotum lobis dejlcxis ratundata insertis, sulcis pro- 
fundis inaequalibus. Elytra lata, ramo radiali primo valde flexuoso, ramis 
sequentibus duobus, vena ulnari, a margine elytri magis remota quam a vena 
radiali. Femara antica subtus, margine antico 7-spinuloso. Femara postica 
subtus utroque margine dense serrulata. Tibiae anticae et intermediae deplanatae, 
leviter sulcatae. 



104 



C. Brunner v. Watteuwj'l. 



9 

Long, corporis 34 mm 

„ pronoti 8 „ 

„ elytrorum 50 „ 

Lat. „ medio « 

Long, femorum posticorum . . . . S6 „ 

„ ovipositoris 2 „ 



Patria: Sekar in insula Nova-Guinea (coli. Dohm). 
6. Paracaedlcia planicollis spec. iiov. 

Pronotwn supra planum, lohis deflexis angulato insertis, aeque altis ac 
longis. Elytra longitudine pronoti sesqui latiora, ramo radiali primo hasi 
angulato furcatus, cum vena ulnari conjuncto, ramis sequentibus tribus in- 
tegris. Femora antica subtus mutica. Femora ptostica subtus utrinque spinulis 
12 — 15 concoloribus armata. Tibiae anticae supra teretes. 9- 



9 

Long, corporis 21 mm 

„ pronoti (> „ 

„ elytrorum , . . 40 

Lat. „ medio -ZÖ „ 

Long, femorum postieorum . . . . 24 „ 

Patria: ? (coli. BoUvar). 



7. Paracaeclicia nigro-punctata spec. iiov. 

Pronotum lobis deflexis rotundato insertis. Elytra angusta, punctis nigris 
sparsis signata, ramo radiali primo longe ante medium furcato, ramulis vix 
flexuosis. Femora antica subtus, margine antico 7-spinuloso. Femora postica 
utrinqiie spinulis 12 — 13 armata. Tibiae anticae supra teretes. 9- 



9 

Long, corporis 23 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 46 „ 

Lat. „ medio ^''5 „ 

Long, femorum postieorum . . . . 23 2 „ 

„ ovipositoris 2 „ 



Patria: Nova-Guinea (Mus. Stuttgart, a Barone Mueller capta). 
8. Paracaedicia verrucosa spec. iiot. 

Pronotum disco planiusculo, lobis deflexis angulo ohtuso insertis, aeque 
longis et altis. Elytra punctis nodulosis albidis 7 — 8, secundum venam ra- 
dialem dispositis signata, ramo radiali primo ante medium furcato, ramis 
sequentibus integris duobus. Femora antica subtus, margine antico 5-spinuloso. 
Femora postica subtus utrinque 12 — 15 spinulosa. Tibiae anticae supra teretes. 
Segmentum anale cT truncatum. Cerci pilosi, curvati, apice dilatati et sub- 
bicornes. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



105 



cT 



Long, corporis 



25—28 mm 
7- 7-8 „ 

42—48 „ 
11-12 „ 
24-27 „ 



pronoti . 
elytronim 



Lat. „ media . . 

Long, femoriim posticorum 



Patria: Insula Am (coli, m., coli. Dohm). 



S. 203. 

Einzuschalten : 



Gruppe PMaurocentra. 



Die wenigen hieher gehörenden bisher bekannten Species stimmen in der 
Form der Legescheide mit den Ephippithyten überein, sind dagegen in der 
Form und namentlich in der so wichtigen Bedornung der Vordertibien ganz ver- 
schieden. Ebenso weist die Structur der Flügel auf eine wesentliche Verschieden- 
heit, und die ungleich geformten Foramina der Vorderschienen verweist sie in 
die Nähe der Psyren, wo sie der Gruppe der Poreuomenen gewiss zunächst 
steht, welche in dem nämlichen Verbreitungsgebiete (Westafrika) vorkommen. 
Allein die verkümmerte Legescheide trennt sie wieder scharf von den letzteren. 

Die Phlaurocentren sind daher als Caedicien zu betrachten, welche 
den Habitus der Poreuomenen angenommen haben, oder als Poreuomenen, 
bei welchen eine Verkümmerung der Legescheide eingetreten ist. 



Fastigium verticis angustum, apice compressum, acuminatum, non sulca- 
tum, cum fastigio frontis subcontiguum. Caput parvum. Oculi valde prominuU, 
ohlongi. Frons latere suhsulcata, carina ohsoleta perducta. Pronotum angustum, 
suhcompressum, disco suhplano, lohis deflexis rotundato insertis, multo altiorihus 
quam longioribus, margine inferiore antice suhtruncato, postice rotundato. Elytra 
latiora, medio latissima, irregulariter reticulata, venis radialibus a hasi spatio 
peUucido, angustissimo disjunetis, ramo radiali ante medium Oriente, furcato, 
campo tympanali elytri dextri in $, venulis scalaribus, valde distinctis, instructo. 
Älae elytra longe superantes. Femora subtus spinosa, lobis genicularibus bidentatis. 
Femora postica basi distincte incrassata. Tibiae anticae supra sulcatae, mar- 
ginibus spinulosis, foramine in latere antico conchato, in latere postico aperto. 
Mesosternum truncatum. Metasternum rotundatum. Segmentum anale 9 pone 
medium valde angustatum, pjostice rotundato-truncato. Ovipositor valvulis in- 
ferioribus brevissimis, valde cw'vatis, acutis, valvulis superioribus subrectis, 
obtusis. Lamina 9 subgenitalis ampla, subcarinata et subcompressa. 9- 

Buettneria Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 444. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 14 



Gren. Buettneria Karsch. 



106 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Speeles unica. 
ßuettneria maculiceps spec. nov. 

Flavo-viridis. Occiput pone oculos utrinque macula parva nigra signatum. 
Äntennae nigro-annulatae. Elytra margine postico, alae utroque margine nigro- 
punctato. Elytra campo mediastino apice densius nigro-punctulato. Tihiae 
posticae hasi nigro-maculatae. Tarsi omnes nigro-variegati. 9- 



9 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 30 „ 

Lat. „ medio 8'5 „ 

Long, femorum posticorum 20 5 „ 



Buettneria maculiceps Karsch, 1888, Berl. Entom. Zeitschr,, XXXII, S. 444. 
Patria: Kuäko et Kimpoho (Africa occidevit.) (Karsch). 

Gren. JPhlaurocentrum Karsch. 

Fastigium verticis angustatum, profunde sulcatum, cum fastigio frontis 
suhcontiguum. Caput parvum. Oculi valde prominuli, ohlongi. Frons latere 
sulcata, carina ohsoleta perducta. Pronotuin medio constrictum, disco suhplano, 
lohis deflexis angulato-insertis, vix altiorihus quam longiorihus, margine inferiore 
rotundato. Elytra angustiora, venis radialibus a hasi contiguis, cum ramo 
radiali venulis transversis conjunctis, ramo radiali ante medium Oriente, furcato, 
campo tympanali 9 elytro dextro venulis scalarihus valde distinctis. Femora 
suhtus spinosa, loMs genicularibus hidentatis. Femora postica hasi distincte in- 
crassata. Tihiae anticae supra sulcatae, margine exteriore spinuloso. Meso- et 
metasternum suhtruncata. Segmentum anale 9 convexum, margine postico 
rotundato. Ovipositor hrevissimus, valvulis suhrectis , ohtusis. Lamina suh- 
genitalis 9 ampla, elongata, ante apicem suhito valde depressa, emarginata. 9 • 

Phlaurocentrum Karsch, 1888, 1. c, S. 445. 

Speeles uniea. 
Phlaurocentrum latevittatum Karsch. 

Fusco-viride. Occiput pronotique dorsum et area tympanalis elytrorum 
hrunneo-ruhra. Elytra sparsius, area tympanalis dense fusco-punctulata. Femora 



postica latere externo sparsius impresso-punctato. 9- 

9 

Long, corporis 29 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 33 „ 

Lat. „ medio 7 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 26 „ 



Phlaurocentrum latevittatum Karseh, 1888, 1. c., S. 446. 
Patria: Kuako et Kimpoko (Africa occident.j. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



107 



S. 209. 

Der Dioncomena ornata m. ist als Varietät D. superba Karsch 
(Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 449) beizufügen, welche durch grössere 
Ausdehnung der hellen Stellen sich auszeichnet. Karsch beschreibt eine rothe 
Varietät. Im kais. Hofmuseum befinden sich Exemplare, bei welchen die lichte 
Färbung zart bläulich erscheint. 

Vorkommen: Bondei und üsambara im Zanzibargebiet (Karsch), Zanzibar 
(Mus. imp. Vindob.). 



S. 210. 

Der Dispositio specierum generis Phaneropterae ist einzuschalten: 
{'. Antennae nigrae. 

5. Antennae nigrae, valde remote albo-cingulatae. Elytra viridia, nigro- 
punctulata, campo tympanali ^ valde producto. Tihiae posticae imi- 
colores. Speeles Japonica 7. nigro-antennata m. 

5'. Antennae totae nigrae. Elytra ftisco-olivacea, margine postico fusco- 
purpureo, campo tympanali non producto. Tihiae posticae annulo atro 
signatae. Species Madagassa 12. annulata spec. nov. 



S. 217. 

Den Species des Genus Phaneroptera ist anzuschliessen : 
12. Phaneroptera annulata spec. hot. 

Fiisco-olivacea. Antennae totae atrae. Pronotum lohis deflexis suh- 
altiorihus quam latioribus. Elytra fusco-olivacea, margine postico rufescente, 
basi macula atra signata, campo tympanali parum producto. Alae elytra 
partim superantes, infumatae, venis nigris, margine antico fusco-purpureo, apice 
fusco-olivaveo. Femora antica subtus inermia. Femora postica subtus, apice 
utrinque spinulosa. Tibiae posticae flavescentes, in tertia parte basali annulo 
atro signatae. Segmentum anale utrinque in lobum, angustum, acuminatum 
terminatum. Cerci graciles, valde incurvi, apice acuminati. Lamina subgenitalis 
cf angusta, compressa (cercos non superans), triangulariter emarginata, lobis 
acuminatis. Ovipositor pronoto duplo valde longior, gracilis sensim incurvus, 
acuminatus, utroque margine apicem versus crenulato. cf, 9- 







9 




Long, corporis 


. . 12 


13 


mm 


„ pronoti 


3 


3-4 


n 


„ elytrorum 


17-5 


20 


n 


Lat. „ medio . . 


. . 25 


2-5 


n 


Long, femorum posticorum . 


. . 15 


22-5 


r> 






7-5 


» 



Patria: Madagascar centralis (coli 



m.). 



108 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



S. 217. 

Eiiizusclialten: 

Gren. nov. Agnapha, 

(ayvacpo; — recens.) 

Hahitu generis Phaneropterae. Fastigium verticis sulcatmn, cum 
fastigio frontis contiguum. Pronotum disco piano, lohis suhangulato-insertis, 
sensim angustatis, altioribus quam longioribus, angulis acutiuscuUs. Elytra 
angusta, venis radialihus siibconUguis, ramo radiali medio inserto, medio fur- 
cato, venuUs transversis in campo marginali irregularibus, valde expressis. Älae 
elytris quinta parte longiores, campo plicato nullo. Pectus lohis rotundatis. 
Femora antica subtus, margine antico trispinuloso. Femora postica gracilia, 
subtus, apicem versus spinulosa. Tibiae anticae utrinque foramine aperto in- 
structae, pone foramina subito angustatae. Ovipositor subito incurvus, longior 
quam in gener e Phaneroptera, disco toto granuloso. Lamina subgenitalis 9 
triangularis, obtusa. $. 

Speeles unica. 
Agnapha fusca spec. noT. 

Fusco-ferruginea. Occiput fasciis quatuor atris, in p^'onotum perductis 
et hoc loco fascias duas discoidales necnon utrinque angulum insertionis loborum 
lateralium atratum formantibus. Flytra fusco-ferruginea, subliyalina, fascia 
lata, longitudinali, fusca ornata. Älae infumatae, apice fuscae. Ovipositor pro- 



noto sesqui longior. $. 

9 

Long, corporis ........ 20 mm 

„ pronoti ^'2 n 

„ elytrorum 27 „ 

Lat. „ medio ^"5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 18 „ 

„ ovipositoris 7 „ 



Patria: Insula Waigoun (Oster-Inseln) (coli. Bolivar). 
S. 218. 

Einzuschalten : 

Gren. Bucatopta Karscli. (Fig. 18.) 

Fastigium verticis planum, subsulcatum, cum fastigio frontis angulo recto 

contiguum. Antennae setaceae. Oculi parvi, globosi. Pronotum disco piano, j 

postice parum latiore, margine postico truncato, lobis deflexis angulato insertis, 1 

plus duplo longioribus quam altioribus, angulo antico valde obtuso, angulo \ 

postico rotundato. Elytra acuminata, venis radialihus contiguis, ramo radiali \ 
nullo, sed vena intercalata inter venas radialem et ulnarem perducta. Älae 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



109 



rudimentär iae. Pedes graciles. Femara omnia stihtus inermia, postica basi 
pantm incrassata. Tibiae anticae siipra sulcatae, inermes, utrinque foramine 
aperto instnictae, pom foramen sensim angustatae. Tibiae intermediae supra 
sulcatae, margine postico Spina apicali necnon spina singula, pone medium 
posita, armato. Cerci cT graciles, valde incurvi, acuminati. Lamina subgeni- 
talis longa, apice profunde incisa. Ovipositor pronoto partim longior, latior, 
basi subito incurvus, acuminatus, margine superiore recto, toto crenulato, margine 
inferiore semicirculariter rotundato, apice crenulata. Lamina subgenitalis $ 
triangularis, obtusa. , 9 • 

Eucatopta Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 447. 

Speeles unica. 
Eucatopta Heringi Karsch. (Fig. 18.) 

Pallide viridis. Pronotum carinis necnon elytra margine antico anguste 
aurantiacis. cT, 9- 

Long, corporis 11 13 5 mm 

„ pronoti 3 5 35 „ 

„ elytrorum 12'5 16 „ 

Lat. „ medio .... 5 ^ » 

Long, femorum posticorum . . . 13 15 „ 

„ ovipositoris — 4 „ 

Eucatopta Heringi Karsch, 1888, 1. c, S. 448, Taf. IV, Fig. 8. 
Patria: Insula Madagascar centralis (Karsch, coli. m.). 

S. 219. 

Die Dispositio specieruin generis Isopserae ist zu ergänzen 
wie folgt: 

r. etc. 
2. etc. 

2'. Pronotum lobis deflexis rotimdato insertis. 

3. Elytra subpellucida, venis radialibus disjunctis. Ovipositor pronoto 
duplo longior 4. obtusa m. 

3'. Elytra textura fortiore, venis radialibus contiguis. Ovipositor pronoto 
sesqui non longior. (Tibiae anticae. supra, margine externa 4 — 5 spinu- 
losa.) 5, punctulata spec. nov. 

S. 221. 

Anzuschliessen : 

5. Isopsera punctulata spec. iiot. 

Pronotum lobis deflexis rotundato insertis. Elytra gracilia, punctis nigris 
mmimis, sparsis signata, venulis transversis parallelis, rama radiali ante medium 
venae radialis Oriente, pone medium furcato. Femara antica et intermedia 



110 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



speciebus congenericis longiora, suhtus spinulosa. Tibiae anticae supra sulcatae, 
margine postico 4 — 5 spinuloso. Ovipositor pronoto sesqui haud longior, 
acuminatus, apice utroque margine crenulato, disco laevi. Lamina subgenitalis 



9 obtusa. 9- 

9 

Long, corporis 29 mm 

„ pronoti ö „ 

„ elytrorum «57 „ 

Lat. „ medio 7 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 25 „ 

„ ovipositoris 9 „ 



Patria: Pars septentrionalis insulae Ceylon (coli. Dohm). 

(xeii. 110 V. Pseudopyrrliima, 

Fastigium verticis compressum, sulcatum, apice obtusiusculum, cum fastigio 
frontis contiguum. Frons a latere compressa. Antennae setaceae. Pronotum 
disco piano, lobis deflexis rotundato-insertis, aeque altis ac longis, margine 
inferiore rotundato. Elytra subpellucida, apice rotundata, venis radialibus 
usque ad tertiam partem apicalem contiguis, ramo radiali primo ante medium 
venae radialis Oriente, pone medium furcato. Alae elytris parum longiores, 
camp)0 apicali triangulari plicato sed non producto. Femora antica subtus, 
margine antico spinuloso. Femora postica subtus, margine externo spinuloso. 
Tibiae anticae utrinque foraminibus apertis instructae, supra sulcatae, inermes. 
Ovipositor elongatus, marginibus eroso-dentatis, disco granoso. Lamina sub- 
genitalis 9 truncata. 9- 

Dieses Genus hat vollständig den Habitus der Pyrrhizia durch die bei- 
nahe ganz durchsichtigen Flügel. Die bedornten Coxae der Vorderfüsse in Ver- 
bindung mit denvereinigten Kadialnerven weisen das Genus zu den Isopseren. 

Speeles unica, 
PseiidopyrrMzia punctata spec. nov. 

Pallide viridis. Elytra basi puncto eburneo, nigro circumdato signata. 



Tarsi omnes tenuissime nigro-striolati. 9« 

Long, corporis 13 mm 

„ pronoti 4 <S „ 

„ elytrorum 27 „ 

Lat. „ medio 55 „ 

Long, femorum posticorum . . . 18'3 „ 

„ ovipositoris 8 „ 



Patria: Zanzibar (Mus. imp. Vindob.). 



Additamenta zur Monographie der Pbaneropteriden. 



III 



S. 222. 

Einzuschalten : 

? Allodapa aliena m. 9 

In der Sammlung des Herrn Dr. H. Dohm befindet sich ein 9 ^^^s 
Penang oder Ceylon, welches unzweifelhaft zum Genus Allodapa und wahr- 
scheinlich zur Species aliena m. gehört Die Form stimmt mit der Besclireibung 
und der Zeichnung überein, allein die Dimensionen weichen etwas ab, und da 
die genannte Species mir nicht vorliegt, so bin ich über die Zutheilung etwas 
unsicher. 

Ovipositor pronoto duplo longior, sensim incurvus, laevis, acum.inatus, 
apicem versus crenulatus. Lamina subgenitalis truncata. 

9 

Long, corporis 23 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 35 „ 

Lat. „ medio ^^'5 „ 

Long, femoriim posticoriim . ... 19 „ 

„ ovipositoris 14 „ 

S. 226. 

Einzuschalten : 

Gen. iiOY. Gelotoj^oia. (Fig. 19.) 

(ysXfoTOT^oio? — scurra.) 

Occiput depressum. Fastigium verticis planum, depressum, antice trim- 
catinn, cum fastigio frontis lineola contiguum. Frons depressa, latere rotundata. 
Oculi globosi. Antennae setaceae. Pronotum sellaeforme, disco adscendente, 
margine antico sinuato, integro, margine postico in lohos duos roUmdatos pro- 
dueto, lohis deflexis altioribus quam longioribus, margine inferiore recto. Elytra 
angusta, margine antico pone medium sinuato, margine postico sinuato, margine 
apicali rotundato, ramo radiali unico, in medio venae radialis Oriente, medio 
furcato et ramulos hinos in marginem posticum elytri emittente. Alae elytris 
longiores, oblique truncatae. Femora omnia breviuscula, apice compressa, sed 
haud cristata, lobis genicularibus spinosis. Femora postica subtus, margine 
externo dentibus triangulariter lobatis armato. Tibiae anticae supra oblique 
depressae, excepta Spina apicali muticae, utrinque foramine aperto instructae. 
Tibiae intermediae supra, utrinque dentibus lamellosis tribus armatae. Tibiae 
posticae dentibus omnibus lamellosis instructae. Segmentum anale obtusum. 
Cerci acuminati, incurvi. Lamina subgenitalis brevis, truncata, utrinque 
dente obtuso, styliformi instructa. . 

Dieses afrikanische Genus hat vollständig den Habitus des amerikanischen 
Genus Aphidnia. 



112 



C. Brunner v, Wattenwyl. 



Speeles unica. 
Gelotopota hicolor spec. noT. (Fig. 19.) 

Pallide straniinea. Occiput utrinque fascia atra signatum. Pronotum 
disco toto aterrimo. Elytra necnon alae in parte apicali prominente maculis 
atris, margini appositis ornata. Femora et tihiae atro-maculatae. 

LiOng. corporis 19 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 27 „ 

„ femorum posticorum . ... 12 „ 

Patria: Sierra Leone (coli. Dohm). 
S. 227. 

Die Dispositio specierum generis Tylopsidis ist abzuändern 
wie folgt : 
1. etc. 
1'. etc. 
2. etc. 

3, Statura minore. Pronotum lohis deflexis margine inferiore recto. Elytra 
unicoloria viridia, vena mediastina vix distincta, venulas irreguläres 
emittente. (Cerci elongati, flexuosi, sensim acuminati.) 

2. hilineolata Serv. 

3'. Statura majore. Pronotum lohis deflexis margine inferiore suhrotun- 
dato. Elytra margine antico purpureo, vena mediastina distincta, longa, 
venulas fortiores, parallelas in marginem elytri emittente. 

4. marginata spec. nov. 
2'. Pronotum disco infuscato, lohis deflexis rotundato insertis, angulo postico 
non producto, ohtuso. Ovipositor pronoto multo longior. Lamina suhgeni- 
talis 9 acuminata. 

3. Pronotum disco concavo, vitta media longitudinali fusca ornato, lohis 
deflexis margine inferiore suhrecto. Segmenta ahdominalia singula, 
margine postico dentato vittata m. 

3'. Pronotum disco convexo, medio indistincte infuscato, lohis deflexis late 
rotundatis. Segmenta ahdominalia mutica . 5. «w?iama^a Karsch. 

S. 228. 

Während die Tylopsis hilineolata in Nossibe unverändert vorkommt, 
erhielt ich aus dem Innern von Madagascar (Tananarive) durch den eifrigen 
Sammler Franz Sikora in vielen Exemplaren eine Tylopsis, welche von T. hi- 
lineolata nur durch die Grösse abweicht. Die Farbe ist gleichförmig sattgrün, 
die Hinterschenkel und alle Schienen sind violett, das ^ hat den Hinterrand des 
Vorderflügels stets braun gefärbt. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



113 



9 

Long, corporis 13 5 13 5 mm 

„ pronoti 3' 5 3'7 „ 

„ elytronim 20 20' 5 „ 

Lat. „ ante medium . . 3 5 2'8 „ 
Long, femorum posticorum . . . 20 20 y, 
„ ovipositoris — 5 „ 

S. 229. 

Als neue Speeles sind anzuschliessen : 

4. Tylojisis marginata spec. nov. 

Viridis, Statur a majore. Pronotum lohis deflexis angulato insertis, postice 
rotundato productis, margine inferiore suhrotimdato. Elytra pone medium 
attenuata, margine antico purpureo-vittato, ramo radiali primo medio furcato, 
ramis hinis sequentibus integris, vena mediastina valde expressa, venulas fortiores 
parallelas alhidas in marginem purpureum elytri emittente. Pedes perlongi, 
infuscati. Ovipositor pronoto vix longior. Lamina suhgenitalis $ truncata, 
suhtridentata. 9 • ^ 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 55 „ 

Lat. „ ante medium . . 4'8 „ 

Long, femorum posticorum . ... 31 „ 

„ ovipositoris ^'8 „ 

Patria: Port Natal (coli m.). 

5. Tylopsis inJiamata Karsch. 

Viridis. Pronotum hreve, disco siibconvexo, medio longitudinaliter plus 
minusve infuscato, lohis deflexis rotundato insertis, margine inferiore late rotun- 
dato, postice puncto singulo nigro signatis. Elytra viridia, apice rotundata, 
vena mediastina distincta, ramo radiali primo furcato. Segmenta abdominalia 
dorsalia margine postico non dentato. Cerci longi, flexuosi, mucrone hrevi 
terminati. Lamina suhgenitalis elongata, suhcompresssa, medio carinata, 
apice triangulariter excisa. Ovipositor pi'onoto sesqui longior, rotundato-in- 
curvus, acuminatus, marginihus apice acutissime dentatis. Lamina suhgenitalis 
9 triangularis, acuminata. cT, 9- ^ ^ 

Long, corporis 16 19 mm 

„ pronoti 4 5 „ 

„ elytrorum 23'5 26 „ 

Lat. „ medio .... 4 4'2 „ 

Long, femorum posticorum . . . 22 24 5 „ 

„ ovipositoris — 9 „ 

Tylopsis inhamata Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 453. 
Patria: Delagoa-Bai (Karsch). 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 15 



114 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



S. 229. 

Einzuschalten : 

Gruppe Otiaphysae. 

Diese afrikanische Gruppe unterscheidet sich von den Tylopsiden durch 
die feinen elastischen Fühler, im Gegensatze zu den zerbrechlichen der Tylopsiden. 
Die Flügeldecken sind breiter und die Adern wellig. Die Vordertibien haben zu 
beiden Seiten weit abstehende Ohrmuscheln, im Gegensatze zu den anliegenden 
der Tylopsiden. Die Vorder- und Mittelschenkel sind bedornt. Die Legescheide 
streift durch ihre Kleinheit an diejenige der Ephippithyten. Sie hat jedoch 
gezähnelte Eänder und geschlossene Valven. 

Gfeii. Otiaphysa Karsch. 

Fastigium verticis acuminatum, compressum , valde declive, sulcatum. 
Oculi glohosi, valde prominuli. Frons öbliqua. Pronotum valde compressum, 
disco piano, postice latiore, lohis deflexis rotundato insertis, vix altioribus quam 
longiorihus, margine inferiore toto rotundato. Elytra lata, margine antico 
rotundato, margine postico sinuato, margine apicali truncato, venis radialibus 
pone hasin disjunctis, medio contiguis et longe pone medium divaricantibus, 
ramo radiali primo ante medium Oriente et longe ante medium furcato, campo 
marginali venulis transversis, parallelis, confertis regulariter lineato. Alae 
elytra superantes. Pedes longissimi. Femora anteriora subtus, margine antico 
spinis 11 — 12 armata. Femora postica basi incrassata, mutica, lobis genicularibus 
utrinque bispinosis. Tibiae anticae utrinque foramine conchato, valde fornicato 
instructae, supra sulcatae, margine antico inermi, margine postico spinuloso. 
Tibiae intermediae utrinque spinulosae. Ovipositor brevissimus, pronoto brevior, 
marginibus apice tenuiter crenulatis. Lamina subgenitalis 9 triangularis. $. 

Otiaphysa Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 453. 

Speeles unica. 
Otiaphysa hebetata Karsch, 

Flavo-ferruginea. Antennae et elytra cum apice alarum pulcherrime laete 
virides, hebetatae. Femora postica latere exteriore fascia fusca, basi lata, apice 
acuta ornata. 9- ^ 

Long, corporis 26 5 mm 

„ pronoti ö'i „ 

„ elytrorum M „ 

Lat „ 1^ n 

Long, femorum posticorum . . . 27'5 „ 

„ ovipositoris 5 „ 

Otiaphysa hebetata Karsch, 1888, 1. c, S. 454. 
Patria: Africa orientalis: Usambara (Karsch). 



Additamenta zur Monographie der riianeropteridon. 



115 



Greil. Teti'aconcha Karscli. (Fig. 20.) 

Capxit parmun. Fastigium verticis horizontaliter productum, antice trun- 
catum, ab antico visum, sulcatum, cum fastigio frontis contiguum. Oculi globosi. 
Änfennae setaceae. Pronotum lohis deflexis angulo ohtuso insertis, longioribus 
quam altioribiis, angulo postico rotundato. Elytra lata, a media sensim atte- 
miata, apice oblique truncata, campo marginali valde extenso, venis radialibus 
basi discontiguis, flexuosis, ramo radiali primo media vel ante medium venae 
radialis Oriente, ante medium furcato, campo radiali basi venulis transversis 
costato vel speculo hyalino instructo. Alae elytris multo longiares, margine 
antico apicem versus rotundata. Femara antica et intermedia subtus, margine 
antico spinulosa. Femara postica gracillima, parum dilatata, subtus plus 7ni- 
nusve spinulosa. Tibiae anticae utrinque faramine canchato instructae, supra 
plus minus canfertim spinulosae. Mesasternum obtusum. Metasternum ratundato- 
lobatum. Segmentum ultimum abdominale dorsale truncatum. Lamina 
supraanalis rotundata. Cerci incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis cT P'>'o- 
funde emarginata vel truncata, stylis liberis nullis. cT. 

Tetraconcha Karsch, 1890, Entomol. Nachrichten, XVI, S. 61. 

Dispositio specierum. 

1. Elytra campo radiali basi speculo pellucido instructo. (Pronotum disco 
et lobis planis.) 1. fenestrata Karsch. 

r. Elytra campo radiali basi, venulis transversis fartioribus regulariter 
dispositis instructo. 

2. Pronotum inflatum. Tibiae anticae supra, margine postico multi- 
spinulosa 2. scalaris spec. nov. 

2'. Pronotum disco et lobis deflexis planis. Tibiae anticae supra, margine 
postico uni- vel bispinulasa 2>. smaragdina q^qq,. noY. 

1. Tetraconcha fenestrata Karsch. (Fig. 20.) 

Pronotum lobis deflexis planis. Elytra venulis transversis irregulariter 
dispositis, in basi campi radialis speculum hyalinum gerentia. Femara antica 
subtus, margine antica 10-spinulaso. Femara postica submutica. Tibiae anticae 
supra, margine postico multi-spinuloso. Lamina subgenitalis profunde emar- 



ginata. (f. 

Long, corporis 15 — 18 mm 

„ pronati 5— 6 „ 

„ elytrarum 30—35 5 „ 

Lat. „ in tertia parte basali 12 „ 

Long, femorum pasticorum .... 23 — 26 „ 



Tetraconcha fenestrata Karsch, 1890, 1. c, S. 62. 
Patria: Kamerun (Karsch), Ora aurea (coli. m.). 

15* 



116 



C. Brunner v. Wattenwyl, 



2, Tetraconcha Scolaris spec. noT. 

Colore flavo-ferrugineo, elytris et alis fusco-marginatis. Äntennae rufo- 
ferruginae, hasi fuscae, articuUs hasalibus hinis rufo-ferrugineis. Pronotum totum 
inflatum, foramine auriculari valde hiante. Elytra campo marginali hasi valde 
extenso, venis radialibus valde flexuosis, campo radiali venulis transversis for- 
tiorihus, regulariter alineatis reticulato, venis et venulis ceteris angulato- flexuosis. 
Femora antica suhtus, margine antico 4 — 6 spinulosa. Femora postica margine 
externo 9-spinuloso, spinulis fuscis, margine interno mutico. Lamina suh- 



genitalis triangularis, ohtusa. 

Long, corporis 13 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 19 „ 

Lat. „ in tertia parte basali . . 13 „ 

Long, femorum posticorum 19 „ 

Patria: Gdboun (coli. m.). 



3. Tetraconcha smaragdina spec. uov. 

Saturate viridis. Pronotum disco et lobis deflexis planis. Elytra longa, 
circum venas radiales ferruginea, ramo radiali pone medium venae radialis 
Oriente, ante 7nedium furcato, campo radiali hasi, venulis confertis reticulato. 
Femora postica subtus, margine externo 5-spinuloso. Lamina subgenitalis brevis, 
valde angustata, triangulariter emarginata. cT. 



Long, corporis 15 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum ....... 35 „ 

Lat. „ medio 6'5 „ 



Long, femorum posticorum . ... 25 „ 
Patria: Kamerun (Mus. Lubecanum). 

S. 231. 

Die Dispositio specierum generis Hormiliae ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Äntennae fortiores, fragiles. Pronotum lobis deflexis angulato-insertis, 
longioribus quam altioribus, vel aeque altis ac longis. Femora antica et inter- 
media supra, apice compresso et acuminato. Species Americae centralis. 
2. Pronotum medio distincte constrictum. Elytra abdomen valde superantia.; 
Tibiae anticae pone foramina subito angustatae. \ 
3. Elytra apicem versus acuminata, ramo radiali biramoso. Femora antica 
subtus, spinulis tribus vel quatuor armata . . . \. gracillima m. 
3'. Elytra apicem versus dilatata, margine apicali subtruncato, ramo radiali 
simpliciter furcato. Femora antica subtus inermia vel bispinulosa. 



Additamenta zur Monographie der Pbaneroptcriden. 



117 



4. Elytra femora postica superantia. Femora antica subtus hispinulosa. 

2. Tolteca Sauss. 

4'. Elytra femorihns posticis hreviora. Femora antica subtus inermia. 

3. intermedia m. 

2'. Pronotum meäio vix angustatum. Elytra abdomen haud superantia. 
(Femora antica subtus inermia.) Tibiae anticae pone foramina sensim 

angustatae 4. abbreviata m. 

1'. Antennae setaceae. Pronotum lobis deflexis angulo obtuso insertis, altioribus 
quam longiorihus. Femora antica et intermedia supra non compressa. Species 
Ämericae meridionalis et centralis. 
2. Elytra medio, longitudine pronoti haud latiora. 

o. Ramus radialis cum vena ulnari confluens. Femora postica apice rufo- 

fusco fasciata. Species Brasiliensis b. fasciata m. 

3'. Pamus radialis bifurcatus, in marginem apicalem elytri exeuns. Femora 
postica marmorata, haud fasciata. Species Peruviana. 

6. Peruviana spec. nov. 
2'. Elytra medio, longitudine pronoti sesqui latiora. (Ramus 7'adialis bi- 
furcatus, ante apicem elytri evanescens.) . 7. latipennis spec. nov. 

5. 234. 

Folgende neue Species des Genus Hormilia sind anzuschliessen : 

6. Ho^miilia Peruviana spec. nov. 

Fuseo-testacea, fusco-marmorata. Antevmae gracillimae, setaceae, fusco- 
et albido-annulatae. Frons fusco-punctata. Pronotum. disco piano, haud con- 
stricto, lobis deflexis rotundato-insertis, altioribus quam longioribus. Elytra 
angusta, apicem versus latiora, apice obtuso, ramo radiali furcato, in apicem 
elytri exeunte. Alae elytris quarta parte longiores, apice rotundatae. Femora 
omnia supra rotundata. Femora antica subtus, margine antico 6-spinuloso. 
Femora postica subtus utrinque spinulosa. Ovipositor parum attenuatus, pronoto 
duplo longior, margine superiore toto, margine inferiore apice dense serrulatis. 9 • 



9 

Long, corporis 14 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 21 „ 

Lat. „ medio 3 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 18 „ 

„ ovipositoris 6 „ 



Patria: Sarayacu in Peru (coli. Dohm). 
1. Hormilia latipennis spec. nov. 

Fusco-testacea, fusco-marmorata. Antennae graciles, fusco- et albo- 
annulatae. Frons rotundata, fusco-punctata. Pronotum lobis deflexis rotundato- 
insertis, altioribus quam longioribus. Elytra in medio longitudine pronoti 



118 



C. Brunner v, Wattenwyl. 



sesqui latiora, apice latiora, oblique truncata, ramo radiali furcato, ante apicem 
elytri evanescente, vena ulnari haud ramosa. Alae acuminatae. Femora antica? 
Femora intermedia et postica supra rotundata, haec distincte sulfureo-biannulata, 
suhtus spinulosa. Ovipositor parum angustatum, margine superiore toto, mar- 



gine inferiore apice crenulatis. 9. 

$ 

Long, corporis 15 mm 

„ pronoti 3'8 „ 

„ elytrorum 23 „ 

Lat. „ medio 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 18 5 „ 

„ ovipositoris 6 „ 



Patria: Chiriqui in repuhlica Costa Hica (coli. Dohm). 
S. 238. 

Eine genaue Untersiicliung der südamerikanisclien Speeles des Genus 
Scudderia überzeugte mich, dass dieselben ricMiger in die Abtheilung der 
Plagiopleurae verlegt werden, somit entfallen alle von 22 ab aufgezählten 
Species, wovon Sc. minor zu Homotoicha und Sc. dentata, punctulata 
und cruenta zu Ceraia verlegt werden. 

S. 246. 

Zu Symmetropleura Africana m. 
Karsch beschreibt^) das $ wie folgt: 

Segmentum anale margine postico utrinque inciso, loho medio sinuato. 
Lamina supraanalis illo loho aeque lata, rotundata. Ovipositor hasi subito 
incurvus, pronoto vix hrevior, margine superiore fere toto, margine inferiore 
apice crenulato-serrato. Lamina subgenitalis apice acuminato-rotundata. 



9 

Long, corporis 26 — 28 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 40 „ 

Lat. „ maxima ... 17 „ 

Long, femorum posticorum . . 25 5 — 28 „ 

„ ovipositoris 6 — 7 „ 

Patria: Chinchoxo, KuaJco. 



Mit einigem Zweifel über die richtige Classification wird hier angereiht: 
4. Symmetro^Jleura dirempta Karsch. 

Viridis. Pronotum disco piano, glabro, nitido. Elytra angustissima, 
margine postico subrecto, ramo radiali paulo ante medium furcato. Femora 
anteriora subtus, margine antico spinis Septem, femora postica margine externo 



1) Orthopt., Beitr. III, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 1888, S. 450. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



119 



spinis 7, margine interno spinis 4 armata. Tibiae anteriores supra non sulcatae, 
interniediae margim postico sparse spiniiloso. Segmentum anale postice non 
productum, margine postico late suhemarginato. Lamina supraanalis pro- 
ducta, apice angustissima. Cerci crassi, incurvi, apice mucronati. Lamina 
suhgenitalis cercos superans, elo7igata, postice angustata, apice profundius 



Long, corporis 16 mm 

„ proyioti 45 „ 

„ elytrorum 29 „ 

Lat. „ maxima .... 4'5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 18 „ 



Symmetropleura dirempta Karsch, 1888, Orthopt., Beitr. III, Berliner 
Entom. Zeitschr., XXXII, S. 431. 

Patria: Nosibe (Madagascar) (Karsch). 

S. 247. 

Anzuschliessen : 

Gren. noY. AncMspora, (Fig. 21.) 

(ayxidTcopo? — proximus genere.) 

Fastigium verticis ohtusiusculum, sulcatum. Pronotum disco concaviusculo, 
lohis deflexis angulato insertis, aeque altis ac longis, margine inferiore recto. 
Elytra lata, ramo radiali pone medium Oriente, integro, cum ramo secundo in 
marginem posticum elytri exeunte. Alae elytris haud longiores. Meso- et 
metasternum ohtuse lohata. Femora omnia suhtus dense denticulata. Tibiae 
anticae a basi sensim angustatae, supra sxdcatae, inermes, foraminibus apertis 
instructae. Segmentum anale cT lobum longum triangulärem productum. 
Cerci breves, incurvi. Lamina subgenitalis in duas appendices longissimas, sub- 
ulatas, incu/i'vas producta, cf. 

Species unica. 
AncMspora appendiciilata spec. nov. (Fig. 21.) 



Long, corporis 27 mm 

„ pronoti „ 

„ elytrorum 46 „ 

Lat. „ medio 13 „ 



Long, femorum posticorum . . . 25 „ 
Patria: Nosibe (Madagascar) (coli. m.). 

Gren. Megotoessa Karsch. 

Fastigium verticis depressum, angustum, apice truncatum. Antennae 
setaceae, unicolores. Pronotum disco subconcavo, margine antico sinuato, mar- 



120 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



gine postico rotundato, lohis deflexis suhaeque altis ac longis, acute insertis, 
costis crenulato-tuberculatis. Elytra lata, pone medium latissima, ramis radialihus 
tribus, indivisis, in marginem posticum elytri exeuntibus, ramo primo longe 
pone medium venae radialis Oriente. Alae elytra parum superantes. Femora 
omnia subtus spinosa. Lobi geniculares femorum posticorum bidentati. Tibiae 
anticae utrinque foramine late aperto instructae, supra sulcatae, margine postico 
tantum spinuloso. Lobi meso- et metasternales rotundati. Ovipositor longus, 
valde incurvus, acuminatus, marginibus apice tenuiter sed distincte crenulatis. 
Lamina subgenitalis $ apice triangulariter excisa. 9- 

Megotoessa Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 460. 

Speeles unica. 
Megotoessa insulana Karsch. 

Fusco-viridis. Femora antica subtus, margine antico spinis concoloribus 8, 
femora intermedia spinis 9, femora postica margine externo spinis 8 — 12, 
margine interno spinis 9 crassis, acutis armata. Tibiae anticae supra, margine 
postico spinis 4, tibiae intermediae spinis 6 armatae. 9- 



9 

Long, corporis 33 mm 

„ pronoti 9 „ 

„ elytrorum 47 „ 

Lat. „ maxima 18 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 31 „ 

„ ovipositoris 15 „ 



Megotoessa insulana Karsch, 1888, 1. c, S, 461, Taf. IV, Fig. 11. 
Patria: Madagascar centralis (Karsch). 

Gren. Cosmo^oma Karsch. (Fig. 22.) 

Fastigium verticis sulcatum, triangulariter productum, vix deflexum, cum 
fastigio frontis haud contiguum. Antennae setaceae, articulo primo secundum 
triplo superante. Oculi globosi. Pronotum disco piano, lobis deflexis angulo 
acuto insertis, longioribus quam altioribus, costis acutius denticulatis. Elytra 
ampla, obtusa, pone mediim latissima, ramis radialibus tribus. Alae elytra non 
superantes. Mesosternum rotundato-triangulariter lobatum. Metasternum obtusum. 
Femora antica pronoto sesqui longiora. Femora omnia subtus spinosa, lobulis 
genicularibus acute bidentatis. Tibiae anticae a basi sensim angustatae, utrinque 
foramine aperto instructae, supra sulcatae, spinosae. Segmentum anale <^ 
callosum, in appendices duas productum vel truncatum. Cerci breves, incurvi. 
Lamina subgenitalis <^ in appendices duas longissimas, recurvas producta, vel 
Tiorizontaliter producta, breviter appendiculata. Ovipositor angustus, acumi- 
natus. cT, 9- Species Madagassae. 

Differt a gener e Trigonocorypha Stäl fastigio verticis hörizontaliter 
producto, sulcato, carinis pronoti minus dense sed profundius crenatis, lobis 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



121 



deflexis distincte longioribus quam altiovihus, tihiis cmiicis pronoio sesqui lon- 
(jiorUnts, ntrinqnc foramin-ihus apertis instnictae, femorihiis omnilms lohulis 
(jenicularibus longe hidentatis. 

Cosmozoma Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 461. 

Dispositio specierum. 

l. StaUira minore. Pwnohnn costis iitrinqiie dentihiis 3 — 5 armatum, costa 
metazonae infegra. Segmentum anale callosum, truncatum. 
2. Dcntes costae pronoti majores, amminati. Antennae fusco-anmdatae. 

Elytra puncHs nigris, alineatis ornata . . . . 1. Sikorae s,-^ee. nov. 
2'. Deutes costae pronoti parvi, ohtusi. Antennae unicolores. Elytra non 

punctata 2. Doenitzi Karsch. 

r. Statura majore. Pronotum costis totis midtidenticulatis. Segmentum anale 
cT longe appendicidatim 3. voluptaria spec. nov. 

1. Cosmozoma Sikorae spec. nov. 

Statura minore. Antennae articido hasali supra atro-lineato, ceterum 
infuscatae et alho-cingulatae. Pronotum disco piano, angustiore, costis 4-dentatis, 
dentibus majoribus, acuminatis. Elytra angustiora, punctis nigris alineatis 
signata, vena radiali uniramoso, ramo in apicem elytri exeunte. Femora longa, 
gracillima, spinis longis armata. Ovipositor rotundatus, margine superiore 
rotundato, apice crenulato. 9- 

9 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 50 „ 

Lat. „ medio 10 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 28 „ 

„ ovipositoris 11 ,i 

Patria: Madagascar centralis (coli, m., ab' investigatore diligentissimo 
F. Sil-ora allata). 

2. Cosmozoma Doenitzi Karsch. 

Statura minore, colore satiirate viridi. Pronotum pone medium costis 
integris, ante medium utrinque 4-dentatis. Elytra vemdis transversis confertis, 
ramo radiali primo furcato, ramo tertio in apicem ipsum elytri exeunte. Seg- 
vientvm anale ^ calloso-truncatum. Lamina supraanalis ^ triangularis. 
Cerci breves, obtusi. Lamina subgenitalis lobis styliformibus, acutis in- 
structa. Oripositor angustus, sensim incurvus, acuminatus, apice sid)tus levissime 
crenulatus. Lamina subgenitalis 9 parva, triangularis, emarginata. ^, 9- 

Long, corporis 25 20 —28 mm 

„ pronoti 6 5-8— 6 „ 

„ ehjtrorum . ... 37 38 —39 

Z. B. Ges. P. XT.I. Abh. 16 



122 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Lat. elytrorum meäio . . . 11' 5 11 — 13 mm 
Long, femorum posticonmi . 28 26 „ 

„ ovipositoris .... — 10 — 116 „ 
Cosmozoma Doenitzi Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 
S. 461, Taf. IV, Fig. 12. 

Patria: Madagascar centralis (Karsch, coli. m.). 

3. Cosniozoina voluptaria spec. iiov. (Fig. 22.) 

Statura majore. Pronotum costis totis utrinque 8-dentatis. Elytra ampla, 
venulis transversis sat inter se remotis, ramo radiali tertio in marginem posticum 
elytri exeunte. Segmentum anale callosum, in duos appendices, apice clavatas 
productum. Cerci hreves, incurvi. Lamina subgenitalis in duas appendices 
longissimas, teretes, acuminatas, rotimdato-incurvas producta. cT. 

Long, corporis 28 mm 

„ pronoti 8-2 ^ 

„ elytrorum 43 „ 

Lat. „ medio 17 „ 

Long, femorum posticorum . ... 29 „ 

Patria: Nosibe (coli. m.). 
S. 248. 

Die Dispositio specierum g^n^vi^ Amaurae ist abzuändern wie folgt: 

1. Pronotum lohis deflexis angulo acuto insertis. 

2. Elytra unicoloria (non punctata). Segmentum anale cT utrinque latere 
laminato-productum, necnon spinulis trihus contiguis armatum. 

1. spinata m. 

2'. Elytra punetis minimis nigris 8, regulariter dispositis signata. Segmentum 

anale truncatum 2, pi*nciaiam. 

r. Pronotum lohis deflexis angulo ohtuso insertis. (Segmentum anale cf trun- 
catum.) 

2. Pallide viridis. Femora postica elytris tertia parte hreviora. Cerci cf 
laminam suhgenitalem duplo superantes. 3. longicercata spec. nov. 

2'. Olivacea. Femora postica elytris parum hreviora. Cerci ^ laminam suh- 
genitalem haud superantes 4. olivacea spec. nov. 

S. 249. 

Die Diagnose von Ämaura punctata ist zu ergänzen wie folgt: 

Segmentum anale cf truncatum. Cerci hreves, incrassati, granosi, incurviA 
acuminati, medio dente armati. Lamina suhgenitalis hrevis, truncata, stylis\ 
gracilibus instructa. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



123 



Long, corporis 12 mm 

„ pronoti 3 „ 

„ elijtrorum 19 „ 

Lat. „ medio 2'3 „ 

Long, femoriim posticorum . ... 15 „ 
Patria: Alto Amasonas (coli. Dohm). 



o. Amaura lougicercata spec. iiot. 

Fronotim lohis deflexis angulo ohtuso insertis, suhaltioribus quam lon- 
gioribiis. Elijtra dilute reticulata, apice obtusa, ramo radiali ante medium 
venae radialis Oriente, medio vel parum ante medium furcato. Fenwra antica 
et intermedia suhtiis inermia. Femora postica suhtus, apice utrinque raro spinu- 
losa. Tibiae anticae supra sulcatae, totae inermes. Segmenttim anale trun- 
catum, leviter emarginatum. Cerci cT longi, subrecti, apice ipso incurvi, mucro- 
nati. Lamina subgenitalis cT brevis, parum attenuata, leviter emarginata, stylis 
minimis instructa. cf. 

Lo7ig. corporis 17 mm 

„ pronoti ^'^ n 

„ elytrorum 29 „ 

Lat. „ medio 6 „ 

Long, femorum posticorum . ... 18 „ 
Patria: Theresopolis (coli. m.). 

4. Amaura olivacea spec. nov. 

Colore ferrugineo-olivaceo. Pronotum laeve, lobis deflexis rotundato- 
insertis, aeque altis et longis. Ehjtra angusta, venis radialibus totis discontiguis, 
ramo medio inserto, medio furcato. Alae leviter infumatae, margine antico 
necnon venis omnibus ferrugineis. Femora antica subtus inermia. Femora 
postica subtus, apicem versus utrinque raro-spinulosa. Tibiae anticae supra 
sulcatae, totae inermes (in unico specimine 9 spinula basalis adest). Segmentum 
anale <^ truncatum. Cerci parum incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis 
brevis, parum angustata, truncata, stylis longis instructa. Ovipositor brevissimus, 
basi subito incurvus, acuminatus, marginibus eroso-dentatis, disco granoso. 
Lami}ia subgenitalis 9 triangularis, acuminata. 9- 







9 


Long, corporis 


15 


15 mm 




4 


4 « 


„ elytrorum 


, 205 


^3 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 2-8 


3 „ 


T.ong. femorum posticorum . . 


. 16 


16 „ 


„ ovipositoris 




3-8 „ 



Patria: Rio grande da Sul (Mus. Genav.). 

16* 



124 



C. Brunner v. Watten-wyl. 



Diese Speeles hat ganz die Gestalt und die Färbung der Scapliura in- 
fuscata ni., welche von dem Genuscharakter der Sca})hura ebenfalls abweicht 
durch die an der Basis nicht verdickten Fühler, jedoch im Uebrigen den Cha- 
rakter des Genus (stark ausgesprochenes Apicalfeld der Hinterflügel, längere, an 
der Spitze abgestumpfte Cerci des ) aufweist. 

Greil, iiov. Homotoicha. (Fig. 23.) 

(6[xdTot/o? — vicinus, eadem pariete utens.) 

Pronotum disco xilano, laevi vel imnctis impressis scahriuscido, lohis 
deflexis angulo ohtuso vel acutiusciilo insertis, aeque altis ac longis. Elytra 
dilutius reticulata, venis radialibus basi et apice disjunctis, rcmo primo media 
vel ante medium venae radialis Oriente, medio furcato, in marginem posticum 
elytri exeunte. Femora postica elytra haud superantia, subtus, margine interna 
mutico vel spinulosa, margine externa mutica. Tibiae anticae supra, margine 
antica mutica, margine piostico spinulosa. Segmentimi anale truncatum. 
Cerci teretes, valde incurvi, apice lange mucronati vel laminati, margine interna 
hirsuti. Lamina subgenitalis <^ cercis brevior, attenuata, fissa, stylis longiari- 
bus instructa. Ovipasitar basi subita incurvus, apicem versus acuminatus, apice 
ipso obtusiuscula. 9- 

Diifert a gener e Amaura lamina subgenitali attenuata; a gener e 
Theudara lamina subgenitali breviore, segmenta abdominali, ventrali, 
ultimo 9 a ceteris segmentis haud varia. Differt a hinis Ulis generibus femori- 
hus posticis subtus, margine externa mutico. 

Dispositio specierum. 

1. Pronotum antice et postice subaeque latum, scabriusculum, lobis deflexis 
ratundatis. Femora postica subtus, margine interiare spimdoso. 
2. Pronotum lobis deflexis angulo acuta insertis. Ovipasitar attenuatus, 
acutiusculus. (Lamina subgenitalis $ transversa, abtuse acuminata, apice 

leviter emarginata.) 1. minor m. 

2'. Pronotum lobis deflexis angulo obtusiuscula insertis. Ovipasitar non atte- 
nuatus, apice obtusiusculus. 

3. Elytra lancealata, rama radiali media Oriente. Ovipasitar pranata 
parum langiar. Lamina subgenitalis $ emarginata, lobis ratundatis. 

Species Brasiliensis 2. c?iversaspec. nov. 

3'. Elytra apice ratundata, rama radiali ante medium venae radialis 
Oriente. Ovipasitar pranata distincte langiar. Lamina subgenitalis 9 
triangularis, abtusa. Species Venemelae. 3. subdistincta spec. nov. 
1'. Pronotum antice angustius quam postice, laeve, lobis deflexis subtrapezoideis. 
Femora postica subtus utrinque inermia. ( Cerci laminata-deplanati.) 

4. laminata spec. nov. 

1. Homotoieha minor m. Olim Scudderia minor, Monogr., S. 242. 



Additamenta zur Monographie der Plianeropteriden. 



125 



2. Hotnotoiclia diversa spee. iiov. (Fig. 23.) 

Tota olivaceo-viridis. Pronotum lohis deflexis angulo obtuso. Elytra 
laticeolata, ramo radiali meclio Oriente. Segmentitm anale truncatum, medio 
triangidariter impressiim. Lamina siqjraanalis triangidaris, clongata, inter 
cercos dcflexa. Ccrci teretes, suhangiUato-inflexi, longe mucronati. Lamina 
suhgenitalis attemiata, fissa, stylis sat longis instructa. Ovipositor promto 
parum longior, margine inferiore rotundato, apice ohtusiuscido. Lamina suh- 
genitalis 9 rotundata, emarginata, lohis rotundatis. $. 







9 


Long, corporis 


19 


19 mm 


„ pronoti 


4-4 


o „ 


„ ehjtrorum 


25 


26 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 65 


6-8 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 22 


25 „ 


., ovipositoris 




6-5 „ 



Patria: Lagos in provincia Sta. Catharina in Brasilia (coli m.). 
3. Hotnotoicha siihclistincta spec. uoa'. 

Differt minime a specie praecedente: elytris longiorihus, apice ohtusis, 
ramo radiali ante medium venae radialis Oriente, ovipositore longiore, lamina 
subgenitali 9 triangulari, ohtusa. 9- 



Long, corporis 21 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ ehjtrorum 5Ö „ 

Lat. „ medio 7 „ 

Long, femorum p)Osticorum .... ,25 „ 

„ ovipositoris 7 „ 

Patria: Merida in Venezuela (coli. m.). 



4. Homotoicha Imninata spec. iiov. 

Statura majore, colore olivaceo-viridi. Pronotum disco antice angustiore 
quam postice, laevi, medio lineola imptressa signato, lohis deflexis angulo ohtu- 
siuscido insertis, suhlongiorihus quam altiorihus, margine postico ohliquo, suh- 
recto. Elytra venis radialihus hasi necnon in dimidia parte apicali disjunctis, 
ramo ante medium Oriente, pone medium furcato. Femora omnia suhtus inermia, 
postica gracillima, hasi parum dilatata. Tihiae anticae supra, margine postico 
6-spinuloso. Segmentum anale truncatum. Cerci pone hasin angulato- 
incurvi, in angido dente acuminato instrucii, dehinc laAninato-deplanati, tri- 
angidares, acuminati, margine interno hirsuto. Ljamina suhgenitalis angustata, 
in tertia parte apicali fissa, stylis parrAs instructa. Ovipositor subito incurmis, 
sensim attenuatus, acuminatus, margine superiore recto, toto crenulato, margine 
inferiore apice crenulato. Jjamina suhgenitalis 9 triangidaris, compressa, acumi- 
nata. 9- 



126 



C. Brunuer v. Wattenwyl. 







9 


Long, corporis 


, 22 


22 mm 


„ pronoti 


6-5 


65 „ 


„ elytrorum 


37 


38 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 8 


8 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 31 


32 „ 


„ ovipositoris 




8 „ 



Patria: Bio grande da Sul (Mus. Genau., coli. m.). 
S. 250. 

Die Dispositio specierum generis Theudoriae ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Älae apice rotundatae. Femora postica suhtiis, margine interno 8 — 10 spinu- 
loso. Cerci ^ integri. 

2. Colore ferrugineo. Femora omnia apice, necnon tihiae totae aterrimae. 

1. melanocnemis Stäl. 

2'. Colore viridi. Pedes toti concolores. (Elytra in tertia parte hasali nigro- 

lineata.) 3. nigrolineata spec. nov. 

V.Alae apice acuminatae. Femora x^ostica suttus, margine interno 2 — 4 spinu- 
loso. Cerci hasi dente longo, interno armati . 2. pyrrhocnemis m. 

S. 251. 

Als neue Species ist anzuschliessen : 

3. T7ieudo7%a nigrolineata spec. nov. 

Viridis. Pronotum disco scabiusculo, lohis deflexis angulo aeuto insertis. 
Elytra vena iilnari hasi atro-lineata, ramo radiali non furcato. Femora postica 
subtus, margine interno 8—10 spiniiloso, margine externo spinulis 3 — 4 armato. 
Lamina subgenitalis 9 transversa, levissime marginata. 9- 



2^ 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 4'6 „ 

„ elytrorum 25 „ 

Lat. „ medio 5 5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 24 „ 

„ ovipositoris 7 „ 

Patria: Buenos-Äyres (coli. m.). 



Als neue Genera sind einzuschalten: 

Gren. noY. Parasciidderia, (Fig. 24.) 

(Genus Scudderiam imitans.) 

Oculi valde prominuli. Pronotum supra planum, sulcis transversis pro- 
funde impressis, lohis deflexis angulo acuto insertis, altiorihus quam longiorihus. 
Elytra angusta, apice oblique subtruncata, venis radialibus hasijiecnon pone 



Additamenta zur Monographie der Plianeropteriden. 



127 



medium divisis, ramo radiali ante medium venae radialis Oriente, longe pone 
medium furcato, ntroque ramo in apicem ehjtri exeunte, vena ulnari ramos duos 
in marginem posticum ehjtri emittente. Alae elytra quinta imrte superantes. 
Femora antica et intermedia suhtus inermia. Femora postica subtus utroqxie 
margine spinulis fortiorihus 5 — 7 armata. Ovipositor hasi subito incurms, 
acuminatus, margine inferiore in tertia parte apicali dentato. Lamina suh- 
genitalis 9 triangidaris, apice profunde quadrato-emarginata, quo modo appen- 
diees styliformes formantur. $. 

Von diesem Genus liegt ein einziges 9 "^or, dessen Classification schwierig 
ist. Es hat den Habitus von Scudderia und mit diesem Genus namentlich die 
zugespitzte Legescheide gemein. Allein die stark vorstehenden Augen, das tief 
gefurchte Pronotum und die mit kräftigen Dörnchen versehenen Hinterschenkel, 
sowie endlich der Fundort verweisen dasselbe in die Gruppe der Plagiopleurae. 

Species unica. 
Pavascudderia Dohrni spec. iiov. (Fig. 24.) 

Sordide olivacea. Alae margine antico ferrugineo, apice cum elytris 
concolores. Femora posiica subtus nigro- spinulosa. Tibiae posticae fusco- 
ligatae. 9. ^ 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 31 „ 

Lat. „ medio 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 25 „ 

„ ovipositoris S „ 

Patria: Fonteboa in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 

Gren. noT. Ceraia. (Fig. 25.) 

(/.apaia — cornu.) 

Ociili magni, prominuli. Pronotum antice parum angustius quam postice, 
disco inaequali, punctis impressis seabriusculo, lobis deflexis angulo obtuso 
insertis, altioribus quam longioribus. Elytra longa, angusta, plus minus dilute 
reticidata, venulis transversis valde expressis, venis radialibus basi, necnon a 
medio divisis, ramo radiali ante medium Oriente, medio vel pone medium fur- 
cato, vena ulnari interdum cum ramulo posteriore rami radialis confluente. 
Alae acuminatae, elytra parte octaca superantes. Mesosternum triangidariter 
lobatum, metasternum lobis rotundatis instructum. Femora antica subtus inermia. 
Femora postica gracilia, subtus utrinque spinulosa. Tibiae anticae supra sulcatae, 
margine externo submutico vel raro-spinuloso. Segmentum anale cT margine 
postico truncato vel emarginato, interdum utrinque appendiculato. Cerci cT 
breves, obesi vel longi, graciles. Lamina subgenitalis plus minus elongata 
et attenuata, margine postico profunde emarginato vel truncato, stylis brevissimis 
(interdum aegre ^jerspicuis) instructa. Ovipositor basi angulato curvatus, non 



128 



0. Brunner v. Watten w}^!. 



attenuatus, valvulis mperiorihus ajnce rotundatis, disco xjarum ruguloso, mar- 
gine crenulato, valvulis inferiorihus apice acuminatis, apice crenulatis. Lamina 
suhgenitalis $ triangularis, ohtusa. 9- 

Dieses Genus, welches sich durch lange Füsse auszeichnet, unterscheidet 
sich von Scudderia durch das Vorhandensein allerdings sehr kleiner Styli an der 
männlichen Suhgenitalplatte und das stark gerundete Ende der Legescheide, so- 
wie die stärkere Bedornung der Hinterschenkel. 

Die früher (Monographie der Phaneropteriden, S. 238, 2.2.) unter Smdderia 
beschriebenen südamerikanischen Species werden hieher versetzt. 

Dispositio specierum. 

1. Femora postica suhtus simpliciter spinulosa. Alae hyalinae. 
2. Statiira majore. ( Ovipositor pronoto suhduplo longior.) 

3. Tibiae posticae nigrae. Species Amazonica . 1. tibialis spec. nov. 
3 '. Tibiae posticae ferrugineae. Species Boliviana. 2. maxima spec. nov. 
2'. Statur a minore. (Tibiae posticae pallidae.) 
3. Antennae, pronotum et elytra tota viridia. 
4. Cerci breves, crassi, mucronati. 

5. Elytra dilute fusco-punctata. Segmentum anale hreve, triangu- 
lariter emarginatum. Lamina siibgenitalis 9 valde attenuata, 

breviter fissa ^. punctulata m. 

5', Elytra unicoloria. Segmentum anale productum, triangu- 
lariter emarginatum necnon utrinque dentatum. Lamina subgeni- 
talis minus attenuata, apice profunde triangulariter emarginata. 

4. Surinamensis spec. nov. 
4'. Cerci graciles, sensim acuminati, dente longo interno instructi. 
(Segmentum anale ^ breve, triangulariter emarginatum. Jjamina 
siibgenitalis attenuata et apice dilatata, leviter rotundato-emarginata.) 

5. dentata m. 

3'. Antennae basi, vel pronotimi postice, vel elytra basi atro-signata. 
4. Pronotum unicolor. 

5. Antennae ferrugineae, articulis basalibus binis aterrimis. Elytra 
tota unicoloria. Tarsi infuscati. (Segmentum anale cT longe cor- 
7%utim. Cerci graciles, longi, apice bimucronati. Lamina sub- 
genitalis elongata, attenuata, margine postico triangulariter 

emarginato.) 6. cornuta spec. nov. 

5'. Antennae totae unicolores ferrugineae. Elytra basi, macula atra 

signata. Tarsi pallidi 7. atro-signata spec. nov. 

4. Pronotum disco postice atro. (Elytra viridi- et palUde-zebrata. 
Segmentum anale profunde emarginatum, lobis valde attenuatis, 
teretibus, apice securiformibus. Cerci gracillimi, sensim acumi- 
nati. Lamina siibgenitalis cT brevis, non attenuata, rotundato-emar- 
ginata, stylis longiorihus instructa.) . . . 8. ^eferafaspec. nov. 
1. Femora piostica subtus lobato-dentata. Alae disco sanguineo. 9. cruentaBnrm. 



Additamonta zur Monographie der Phancropteriden. 



129 



1. Cei'dia tibialis spec. uov. 

Statura majore. Elytra colore oliraceo, clensior reticulata, imnetis ferru- 
gitieis siyarsis signata, ramo radiali longe pone medium furcato. Femora postica 
snbhis et apicem versus nigrata, suhtus spinis fortioribus nigris, in margine 
interno numero 10, in margine cxterno numero 5 armata. Tihiae posticae nigrae 
longae, fortiores, sat dilatatae, dense dentatae. Ovipositor rotimdato inciirvus, 
apice rohindatus. Lamina siibgenitalis 9 triangularis, obtusa. 9- 



9 

Long, corporis 29 mm 

„ pronoti 6 4 — 7 „ 

„ elytrorum 46 — 50 „ 

Lat. „ medio . . . 8'8—10 „ 

Long, femorum posticorum . . 35 — 37 „ 

„ ovipositoris 12 „ 



Patria: Fonteboa in provincia Alto Amazonas Brasiliae (coli. Dohm, 

coli. 771.). 

Obgleich kein vorliegt, lässt die Form der Legescheide keinen Zweifel 
über die Stellung dieser hervorragenden Speeles. 

2. Ceraia maxima spec. iiot. 

Statura majore. Colore viridi? Differt a Cer. tibiali statura majore, 
fcmoribus posticis minus infuscatis, subtus, margine interno 5 — 6 spinuloso, 
margine externo 3-spi'nuloso, ovipositore tantum basi incurvo, dehinc recto, 
apice magis acuminato, tibiis posticis ferrugineis, lamina subgenitali 9 trapezoidea, 



truncata. Q. 

9 

Long, corporis 37 mm 

„ p)ronoti S'2 

„ elytrorum 57 „ 

Lat. „ medio 13 „ 

Jjong. femorum posticorum . ... 40 „ 

„ ovipositoris 15 5 „ 



Patria: Sorata in Bolivia (Mus. Lubecense). 

3. Ceraia punctulata m. Olim Scudderia punctulata (Monogr., 
S. 243). 

4. Ceraia Surinamensis spec. iiov. 

Elytra unicoloria viridia, ramo radiali primo longe pone medium furcato, 
utrumqae ramulum in marginem posticum elytri emittente. Tibiae anticae supra, 
margine postico trispinuloso. Segmentum anale productum, triangulariter 
emarginatum, lobis rotundatis, necnon utrinque spina obtusa apposita. Cerci 
toti absconditi, breves, crassi, apice mucronati. L^amina subgcnitalis parum 
attenuato-producta, margine postico triangulariter emarginato, lobis acuminatis, 
stylis minimis instructis. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 17 



130 



C. Brunner v. Wattenwj'l. 



Long, corporis 23 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 57 „ 

Lat. „ medio 8 „ 



Long, femorum posticorum . . . . 25 „ 

Olim Scudderia punctulata var. (Monogr., S. 244). 
Patria: Surinam (coli m.). 

5. Ceraia dentata m. Olim Scudderia dentata m. (Monogr., 
S. 243). 

6. Ceraia cormita spec. iiov. 

Colore laete ferrugineo. Äntennae articuUs hasalihus hinis atris. Elytra 
venulis transversis necnon margine postico leviter infuscatis, ramo radiali medio 
furcato, utrumque ramulum in marginem %Josticum elytri emittente. Tarsi, 
excepto articulo terminali, aterrimi. Segmentum anale hreve, deflexum, 
triangulariter emarginatum, lohis triangularibus , utrinque appendicem lon- 
gissimam (pronoto sesqui longiorem), articulato-insertam, compressam, apice 
ohtusam gerens. Cerci longi, sigmoidales, apice compressi et himucronati. Lamina 
subgenitalis elongata et valde attenuata, apice suhdilatata, triangulariter 



excisa, stylis minimis instructa. ^T. 

Long, corporis 24 7nm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 39 „ 

Lat. „ medio 7'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 28 „ 



Patria: Fontehoa in provincia Alto Amazonas Brasiliae (coli. Dohm). 
7. Ceraia atro-signata spec. iiov. 

Statura et colore speciei praecedentis. Antennae unicolores. Elytra suh- 
pellucida, hasi macula atra signata, venulis transversis infuscatis, ramo radiali 
medio furcato, ramulo posteriore cum vena ulnari confluente. Femora postica 
vitta longitudinali fusca ornata. Tarsi unicolores. Ovipositor viridis. 9- 



9 

Long, corporis 26 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 41 „ 

Lat. „ medio „ 

Long, femorum posticorum . . . 28 „ 

„ ovipositoris 8'5 „ 



Patria: Fontehoa in provincia Alto Amazonas Brasiliae (coli. Dohm, 
coli. m.). 



Additamenta zur Monograplüe der Phaneropteriden. 



131 



8. Ceraia zebrata spec. iiov. 

Statura minore. Colore smaragdino. Antennae unicolores. Pronotum 
disco parte quarta postica atra. Ehjtra longitudim pronoti vix latiora, viridia, 
fasciis obliquis, paUidis zebrata, ramo radiali primo pone medium furcato. 
Femora postica subtus nigrospinulosa. Tarsi unicolores, virides. Segmentum 
anale profunde emarginatum, lobis valde attenuatis, teretibus, apice securi- 
forme dilatatis. Cerci gracillimi, subulati, acuminati. Lamina subgenitalis 
brevis, rotundato-emarginata, sti/lis longioribiis instructa. ^f. 



Long, corporis 19 mm 

„ pronoti ^'6 „ 

„ elytrorum 31 „ 

Lat. „ medio 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 21 „ 
Patria: Peru (coli. Dohm). 



Die schmalen Deckflügel weisen auf das Genus Parascudderia. Die 
Form der Legescheide müsste über die Einreihung entscheiden. 

9. Ceraia cruenta Burm. Olim Scudderia cruenta (Monogr., S.244). 
S. 251. 

JEctetnua caHnata m. 

Mit einigem Zagen stelle ich zu dem beschriebenen $ ein aus Fonte- 
boa, welches in zwei Exemplaren vorliegt (coli. Dohrn). 

Carina obliqua loborum deflexorum pronoti atro-lineata, linea alba 
apposita. Elytra mar g ine antico ipso atrato. Segmentum anale utrinque in 
lobum angustum acuminatum productum necnon lamina supraanali trianguli 
instructum. Cerci longi, teretes, sigmoidei, apice truncati. Lamina subgenitalis 
brevis, rotundato-emarginata, stylis minimis instructa. 



Long, corporis 23 mm 

„ pronoti ^"5 „ 

„ elytrorum 42 „ 

Lat. „ medio 6 „ 

Long, femorum posticorum . ... 24 „ 



S. 252. 

Die Diagnose des Genus I^lagiopleura ist abzuändern wie folgt: 

Fastigium verticis sulcatum, parum declive, acuminatum, cum fastigio 
frontis non contiguum. Antennae setaceae, longissimae. Pronotum disco piano, 
postice latiore vel aeque latum, lobis deflexis angulo plus minus acuto insertis, 
altioribus quam longioribus, margine inferiore rotundato. Elytra angusta, mar- 
gine postico recto, campo mediastino in tertia parte basali cum campis radiali 

17* 



132 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



et ulnari unitis aeque lato, Denis radialihus contiguis, ramo ante medium Oriente, 
furcato, ramulum anticum in apicem ehjtri emittente, ramulo postico lihere in 
marginem posticmn exeunte, vel cum vena ulnari conjuncto, campo tympanali 
in elytro sinistro vena transversa recta, in elytro dextro tympano pellucido 
nullo instructo, campo tympanali 9 w elytro dextro venulis scalaribus distinctis 
instructo. Mesosternum lohis triangularibus , metasternum lohis rotundatis. 
Femora antica subtus, margine antico spinulosa. Femora postica gracillima, 
subtus utrinque spinulosa. Tibiae anticae supra sulcatae, spinulosae vel muticae. 
Tibiae intermediae spinulosae. Segmentum anale truncatum. Lamina supra- 
analis lanceolata. Cerci cT longi, apice incurvi et clavati, margine interno 
truncato. Lamina subgenitalis longe producta, angulata, utrinque obtuse 
carinata, margine postico profunde sinuato et utrinque in processum cylindricum, 
stylum longum gerentem, extenso. Ovipositor brevis, basi angulato incurvus, 
acuminatus, disco tuberculis plus minus acutis scabro, margine superiore toto, 
margine inferiore apice sei'rato. Q. 

Dispositio specierum. 

1. Statura majore. Pronotum disco antice angustato, lobis deßexis angulo ob- 
tuso insertis, pone medium altissimis. Elytra margine antico basi atro-lim- 
bato, lineola alba apposita. Ovipositor scaberrimus, apice niger. 

1. nigro-marginata Stäl. 

1'. Statura minore. Pronotum disco antice et postice aeque lato, lobis deflexis 
angulo acuto insertis, medio altissimis. Elytra margine antico ferruginato. 
Ovipositor granulosus, apice ferrugineus. 

2. Flytra in prima tertia parte, longitudine pronoti sesqui angustiora. 
Femora postica subtus, margine interno 9-spinuloso, margine externo 
4—5 spinulosa. Cerci apice obtusi 2. gracilis in. 

2'. Flytra in prima tertia parte, longitudine xwonoti sesqui latiora. Femora 
postica subtus, margine interno 10 — 12 spinulosa, margine externo 8-spinu- 
loso. Cerci cT apice clavati 3. consobrina spec. nov. 

S. 253. 

Folgende neue Speeles sind anzuscliliessen : 

2. Plagiopleura gracilis m. (Olim Futyrrhachis gracilis.) 

Statura minore. Pronotum disco piano, antice et postice aeque lato, 
lobis deßexis angulato insertis, medio altissimis, margine inferiore rotundato, 
angulis insertionis ferrugineis, lineola fusciore intus apposita. Elytra gracilia, 
sensim angustata, margine antico ferrugineo-limbato, ramo ante medium venae 
radialis inserto, recto, longe pone medium furcato, ramulo anteriore in apicem 
elytri, ramulo posteriore in marginem posticum elytri exeunte. Femora antica 
subtus submutica, intermedia raro spinulosa, postica margine interno 9 — 10 spi- 
nulosa, margine externo 4 — 5 spinulosa. Cerci teretes, apice obtusi. Lamina 
subgenitalis brevis, stylis quartam partem longitudinis laminae haud attin- 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



133 



gentihus. Ovipositor acuminatus, viridis, apice fernigineus, margine superiore 
recto, toto serrnlato, margine inferiore apicem versus serriilato, disco granuloso. 
Lamina subgoiitcdis 9 triangidaris, apice leviter emarginata. Q. 



d' 9 

Long, corporis 19 20 mm 

„ pronoti 4 43 ^ 

„ ehjtrorum 30 35 „ 

Lat. elijt ror um in tertiaparte hasali 5 ß'2 „ 

Long, femorum posticorum . . . 20 23 „ 

„ ovipositoris — 5 „ 



Eutyrrhachis gracilis m., Mouogr. der Phaneropt., S. 331, Fig. 95. 
Patria: Paramariho (coli, m.), Fontehoa in provincia Alto Amazonas 
Brasiliae (coli. Dohm, coli. m.). 

3. Plagiopleiira consohrina spec. iiov. 

Differt a specie praecedente statura parum majore, elijtris latioribus, 
femorihus suhtus, ictroque margine spinulis 8 — 12 armato, cercis apice cla- 
vatis, lamina suhgenitali stglis longioribus, dimidiam longitudinem laminae 
attingentibus instructa. cf , 9 • 



Long, corporis 22 22 mm 

„ pronoti 4 5 5 „ 

„ ehjtrorum 36 38 „ 

Lat. ehjtrorum in tertiapartehasali 8 8' 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 24 25 „ 

„ ovipositoris — 5 „ 



Patria: Fonteboa in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 
S. 253. 

Die Diagnose des Genus Parableta ist abzuändern wie folgt: 

Fastigium verticis acuminatum, sulcatum, cum fastigio frontis contiguum. 
Frons rotundata. Pronotum disco piano, lobis deflexis angulo acuto insertis. 
Elijtra lanceolata, viridia vel irregidariter robiginoso-maculata, venis radialibus 
contiguis, ramo radiali ante medium Oriente, medi furcato, in marginem posticum 
ehjtri deflexo, cum vena ulnari venula obliqua conjuncta. Alae acuminatae. 
Pedes graciles. Femora antica margine antico, spimdis minimis, sanguineis 
spinosa. Mesosternum lobis triangularibus, metasternum lobis rotundatis. Seg- 
mentum anale truncatum. Cerci flexuosi, apice subtus excavati, in mu- 
cronem defkxum terminati. Lamina subgenitalis cT profunde fissa, stylis longis 
instructa. Ovipositor p)arum incurvus, plus minus acuminatus, laevis, marginibus 
integris vel apice cremdatis. ^f, 9- 

Dispositio specierum. 

1. Femora postica margine interno 7—0 spimdoso. Ovipositor integerrimus, 
apice obtusiusculus 1. integricauda m. 



134 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



1'. Femora postica margine interno 4 — 5 spinuloso. Ovipositor obtusus, apicc 
utrinque C7'enulatus 2. soror spec. nov. 

Parableta phyllopteroicles m. ist dem Genus Phylloptera ein- 
zureihen. 

S. 255. 

Folgende neue Speeles ist einzureihen: 
2. Plagiojileura soror spec. iiov. 

Dijfert a PI. integricauda elytris hrevioribiis, femoribus posticis rarius 
spinulosis. Ovipositore acuminato, apice cremilato. 9- 



cf 9 

Long, corporis 20 22 mm 

„ pronoti 5 5'8 „ 

„ elytrorum 28 33 „ 

Lat. elytrorum in tertiaparte basali 7' 5 10 „ 

Long, femorum posticorum . . . 18 18 „ 

„ ovipositoris — 8 „ 



Patria: Provincia Alto Amazonas Brasiliae (coli. m.). 
S. 256. 

Die Dispositio specierum geueris Scapliurae ist zu ergänzen 
wie folgt: 

1. Antennae basi incrassatae, hirsutae. Colore atro-chalybaeo vel ferrugineo. 
2. Corpus nitidum. Ovipositor pronoto duplo longior, laeuissimus obtusus. 
3. Antennae atrae parte quarta apicali ferruginea. Pronotum atrum, 
nitidum. Elytra atra nitida. Alae fuliginosae. Species Brasiliensis. 

1. nitida Perty. 

3'. Antennae parte tertia basali atra, ceterum ferrugineae. Pronotum 
atrum velutinum. Elytra ferruginea, atro-fasciata. Alae ferrugineae. 

Species Americae centralis 8. öicoZor spec. nov. 

2'. etc. etc. 

■ S. 262. 

Anzuschliessen : 

8. Scapliurae hicolor spec. nov. 

Corpus atrum, nitidum. Antennae valde incrassatae et dense hirsutae, 
basi atrae, pone tertiam partem basalem ferrugineae. Pronotum atrum, velutinum. 
Elytra ferruginea, margine antico basi atro-fasciato. Alae ferrugineae. Pedes 
atri, nitidi. Femora postica supra, fnaculis flavis diiabus ornata. Ovipositor 
pronoto duplo longior, nitidus, laeviusculus, apice obtusus. 9- 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 5 „ 



Additatnenta zur Monographie der Pbaneropteriden. 



135 



9 

Long, elytrorum 25 mm 

„ femorum posticorum .... 55 „ 

^ ovij^ositoris 10 „ 

Patria: Chiriqui (coli. Dohm). 



S. 262. 

Die Gruppe der Phrixae ist aufzulassen, indem das einzige hieber ge- 
hörende Genus in die Gruppe der Phyllopteridae verlegt wird. 

S. 271. 

Anzuschliessen : 

Gren. noY. Agaitva. (Fig. 26.) 

(ayaupto«; — maximo fastu.) 

Statura valde mirdbilis, genus Plagiopteram imitans. Vertex ab occipite 
valde deflexus, a fronte sulco divisus. Frons valde rotundata. Antennae gra- 
cilUinae, hreves, suhnodulosae. Oculi ohlongi. Pronotum a latere compressum, 
disco excavato, lohis deflexis angulato insertis, altioribus quam longioribus. 
Ehjtra latissima, obovata, vena radiali flexuosa, ramo medio Oriente, medio fur- 
cato, vena tilnari a margine postico elytri magis remota quam a margine antico, 
ramos quatuor incertos perpendiculariter in marginem posticum elytri emittente. 
Alae elytra superantes, acuminatae. Femora omnia brevia, valde compressa et 
dilatata, antica et intermedia foliaceo-lobata, postica basi lata, apice gracilia, 
suhtus spinulosa. Tibiae anticae et intermediae supra lobatae, illae utrinque 
foramine aperto instructae. Tarsi brevissimi. Ovipositor rotundato-incurvus, 
apice rotundato et angustissime crenulato. Lamina subgenitalis 9 triangularis, 
obtnsa. 9- 

Speeles unica. 
Agaura mirabilis spec. iiov. (Fig. 2G.) 

Olivacea. Pronotum latere necnon pcdes fusco-ferruginei. Antennae gra- 
UUmae, ferrugineae, nigro-nodulosae. Elytra margine postico ipso necnon 
maculis discoidalibus incerte circumseriptis fusco-ferrugineis conspiircata. Alae 



apice fusco- ferrugineae. Tibiae posticae curvatae. 9 • 

9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 55 ^ 

Lat. „ in qiiarta parte apicali . . 20 „ 

Long, femorum posticorum 15 „ 

„ ovipositor es 10 ^ 

Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 



136 



C. Bri;nner v. Wattenwyl. 



S. 272. 

Die Dispositio specierum generis Eurycoryphae ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Lamina supraanalis <^ inter cercos deflexa vel segmentum anale cT rotun- 
dato-productum. Tibiae anticae supra distincte sulcatae. Speeles terrae 
Capensis et Insulae Madagascar. 
2. Elytra alis hrevioi^a. 

3. Pronotum disco antice et postice aeque lato, lineola longitudinali impressa 
instructum. (Segmentum anale rotundato-productum.) 1. CererisStäl. 
3'. Pronotum disco postice suhlatiore, lineola media longitudinali nulla. 
4. S])ecies Africae meridionalis. 

5. Statura majore. Ovipositor pronoto parum longior. 

2. prasinata Stäl. 
5'. Statura minore. Ovipositor pronoto valde longior. 

3. Proserpinae m. 

4'. Species Africae orientalis 6. varia spec. nov. 

2'. Elytra alas totas tegentia. Species Madagassa. 7. hrevipennis Karscb. 
1'. Segmentum anale cT processum attenuatum productum. Tibiae anticae 
supra teretes. Species Africae occidentalis. 
2. Tibiae anticae et intermediae supra inermes. 

3. Processus analis ^ apice bifidus. Cerci cf medio dente hrevi instructi, 

apice oblique truncati 4. stylata Stäl. 

3'. Processus analis ^ a latere compressus, in dentem acutum terminatus. 
Cerci ^ integri, apice dilatati, compressi . . . . b. securifera m. 
2'. Tibiae anticae s^ipra, margine antico unispinoso. Tibiae intermediae supra, 
margine antico spinulis tribus armatae . . . . 8. spinulosa Kersch. 

5. 275. 

Folgende Species des Genus Eurycorypha sind einzureihen: 

6. Eurycorypha varia spec. iiov. 

Differt ab Eur. prasinata statura minore, elytris obtusioribus, margine 
postico rotundato, ab Eur. Proserpinae ovipositore breviore et angustiore. 







9 


Long, corporis 


22 


12' 5 mm 


„ pronoti 


4-5 


4-5 „ 


„ elytrorum 


27 


24-5 „ 


Lat. „ 7nedio . . . 


. 9-5 


11 r 


Long, femorum posticorum . . 


? 


13 „ 


„ ovipositoris 




5-2 „ 



Patria: Kilimandscharo (coli. m.). 

7. Ihirycorypha hrevipennis Karseli. 

Laete viridis, marginibus disci pronoti lateralibus intus nigro-lineatis. 
Pronotum antice sinuatum, disco lineola longitudinali media impressa signato. 



Additamcnta zur Monograpliie der Phanoropteridon. 



137 



Elytra lata, vena ulnari mar(jinem posticum ehjtri angulo acuto attingente, 
vena radiali ramos tres, ultimum furcatum, in marginem posticum elytri emittente. 
Älae elytris non longiores. Tihiae anteriores supra sidcatae. $. 



9 

Long, corporis 15 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 21 „ 

Lat. „ maxima .... W2 „ 

Long, femorum posticorum . ... 12 „ 

„ ovipositoris 5 S „ 



Eurycorypha brevipennis Karsch, 1888, Berliner Eiitom. Zeitschr., XXXII 
S. 455. 

Patria: Madagascar centralis (Karsch). 
8. Eurycoryiiha spinulosa Karsch. 

Viridis. Pronotum disco lineola media impressa, costis lateralihus sub- 
parallelis acutis, margine antico profundius sinuato. Tihiae anteriores supra 
planiusculae, anticae margine antico pone foramen Spina armatae, intermediae 
margine antico hasi spinulis tribus armatae. $. 



9 

Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 23'5 „ 

Lat. „ maxima .... 8 „ 

Long, femorum posticorum . . . 13'5 „ 

„ ovipositoris 5 „ 



Eurycorypha spinulosa Karsch, 1888, 1. c, S. 455. 
Patria: KimpoTzo (Kamerun) (Karsch). 

S. 276. 

Die Dispositio specierum generis Plangiae ist aufzustellen 
wie folgt: 

1. Alae elytris longiores. Femora ayitica et intermedia subtus spinosa. 

2. Statura majore. Elytra unicoloria vel irregulariter maculata. Species 

Africae meridionalis et occidentalis \. graminea Serv. 

2'. Statura minore. Elytra guttulis sparsis nigris signata. Species Madagassa. 

2. guttatipennis Karsch. 
r. Alae elytris breviores. Femora antica et intermedia subinermia. Species 
Africae occidentalis B. camerata KcirsGh. 

Als neue Species sind anzureihen: 
2. JPlanf/ia guttatipennis Karsch. 

Fusco-viridis, elytris in campo radiali punctis decem nigris signatis. 
Femora antica subtus, margine antico trispinuloso. ^, 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 18 



138 



C. Brunner v. Wattenwyl. 





JA 
o 


o 




20 




„ pronoti 


6 




„ elytrorum 


27-5 


28 „ 


Lat. „ maxima . . 


. 8 


9 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. U 


^4 « 






5 „ 



Plangia guttatipennis Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, 

S. 457. 

Patria: Madagascar centralis (Karsch, coli. m.). 
3. Plangia camerata Karsch. 

Laete viridis, nitida. Pronotum grosse sparse-punctatum, disco latissimo, 
subconvexo, lohis deflexis camer ato-insertis, suhaeque altis et longis. Elytra 
latissima, camerata, densissime punctulata, margine postico valde rotundato, 
Vena radiali hiramosa, ramo primo furcato, vena ulnari parum furcata. Alae 
elytra non superantes. Femora anteriora subtus subinermia, postica hasi usqiie 
ad tertiam partem apicalem valde incrassata, extus punctata. Tihiae anteriores 
siibplanae, non sulcatae, inermcs. Ovipositor brevis, disco impresso-punctato. $ . 



9 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 26'5 „ 

Lat. „ maxima . ... 13 „ 

Long, femorum posticorum . . . 15 „ 

„ ovipositoris 6 „ 



Plangia camerata Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 457. 
Patria: Lacus Elephantum in Kamerun (Karsch). 
Durch die stark gewölbten, die Hinterflügel völlig bedeckenden, verhält- 
nissmässig kurzen und breiten Deckflügel und das breite Pronotum auffallend. 



Butler beschreibt (Proc. of the Zool. Soc. of London, 1878, p. 648) eine 
Phylloptera segonoides aus Madagaskar, welche nach der beigegebenen Ab- 
bildung zum Genus Plangia gehören könnte. 

Greil. Monteiroa Karsch. 

Vertex latissimus, valde declivis, fastigio articulo primo antennarum 
saltem triplo latiore, vix sulcato, cum fastigio frontis linea transversa longa 
contiguo. Oculi oblongi. Antennae setaceae, unicolores. Pronotum disco piano, 
antice angustiore quam postice, margine antico sinuato, margine postico 
rotundato, lobis deflexis angulato-insertis, altioribus quam longioribus. Elytra 
oblongo-elliptica, marginibus rotundatis, venis radialibus basi contiguis, ramo 



Additamouta zur Monographie der Pbancroptcridcu. 



139 



radiali primo rix ante medium Oriente, longe pone medium furcato. Femora 
omnia valde compressa, postica basi altissima, anteriora suhtus, margine antico, 
postica margine externo apicem versus spinis raris armata. Tibiae anteriores 
supra sulcatae, intermediae margine antico spinulosae. Lamina suhgenitalis 
ampla, longitudinaliter tricarinata, compressa. Ovipositor pronoti longitudine, 
sensim incurvus, apice utroque margine minutissime crenulato. Lamina suh- 
genitalis 9 triangularis, suhhicarinata. c^, 9- 

Dieses Genus unterscheidet sich von Eurycoryplia und Plangia durch 
den breiteren Kopfzipfel und hat mit Plangia die ungekielte Stirne gemein. 

Monteiroa Karsch, 1888, Berliner Entom. Zeitschr., XXXII, S. 458. 

Speeles unica. 
Monteiroa latifrons Karsch. 

Fusco-viridis, femorihus posticis et ovipositor fusco-variegatis, lohis late- 
ralihus pronoti in transverse fusco-striatis. Pronotum grosse impresso- 
punctatum. Bamus radialis primiis cum venis radiali et ulnari venulis ohliquis 
imiltis conjunctus. Alae elytra superantes. 9. 







9 


Long, corporis 


19-5 


20' 5 mm 


„ pronoti 


6-3 


6-5 „ 


„ elytrorum 


30 


28 „ 


Lat. „ maxima . . 


. 11 


10 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 15 




„ ovipositoris 




7 „ 



Monteiroa latifrons Karsch, 1888, 1. c, S. 458. 
Patria: Sinus maritimus Delagoa (Karsch). 

Greil, nov. Vossia. (Fig. 27.) 

(Ad honorem J. Vossi, Lubacensis, qui diligentissime in colonia Kamerun coUegit.) 

Statura ohesa. Vertex verticaliter deflexus. Fastigium verticis articulo 
primo antennorum duplo latius. Fastigium frontis angustius. Frons hrevis, 
rotundata. Oculi valde elongati. Pronotum adscendens, postice latius, disco 
piano, antice sinuato, postice ovato-producto, lohis deflexis angulo ohtuso insertis, 
altioribus quam longiorihus, ad marginem posticum altissimis, margine inferiore 
ohliquo, suhrecto, margine anteriore suhemarginato, margine posterio7'e recto. 
Elytra lanceolata, lata, vena ulnari a vena radiali et margine postico elytri 
aeque remota, angiilato-flexuosa, venulis transversis trihus cum vena radiali con- 
juncta. Alae elytris longiores. Femora hrevia, antica suhtus inermia, intermedia 
margine antico spinuloso, postica suhtus, margine externo toto multispinuloso, 
margine interno apice raro-spinuloso. Tihiae anticae et intermediae supra planae, 
inermes (etsi spinula apicali deficiente), foraminihus utrinque clausis. Tibiae 
posticae suhtus, apicem versus raro-spinulosae. Meso- et metasternum truncata. 

18* 



140 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Ovipositor rotundato-incurvus, ohtusiusculus, minute crenulatus. Lamina sub- 
genitalis 9 hrevis, truncata. $. 

Speeles unica. 
Vossia ohesa spec. iioy. (Fig. 27.) 
Tota viridis, ohesa. 9- ^ 



Long, corporis 22 mm 

„ pronoti S'5 „ 

„ elytrorum 44 „ 

Lat. „ medio 15 „ 

Long, femorum posticorum . ... 19 „ 

„ ovipositoris 10' 5 „ 

Patria: Kamerun (coli. m.). 



S. 278. 

Die Dispositio specierum generis Anaulacomerae ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Frons a latere compressa, utrinque longitudinaliter carinata. (Statura majore. 
Pronotum lohis deflexis longioribus quam latiorihus. Species Brasilienses.) 
2. Femora postica longitudinem dimidiam elytrorum parum superantia. 
3. Cerci spina armati. Femora intermedia suhtus rarissime spinulosa. 
4. Cerci cT angusti, teretes, pone medium spina interna recurva armati. 

Elytra margine postico recto 1. spinata m. 

4'. Cerci valde incrassati, chelati. Elytra margine postico rotundato. 

2. angustifolia m. 
3'. Cerci integri. Femora intermedia apice spinulosa. 

3. suhmaculata Stäl. 
2'. Femora postica duas tertias partes longitudinis elytrorum superantia. 
3. Femora antica et intermedia suhtus inermia. 

4. Fastigium verticis sulcatum. Ovipositor pronoto sesgui longior. 

Lamina suhgenitalis $ appendices longas emittens. 4. concica m. 
4'. Fastigium verticis angustissimum, haud sulcatum. Ovipositor pronoto 
hrevior. Lamina suhgenitalis 9 hrevis, triangularis, non appendiculata. 

31. hrevicauda spec. nov. 
3'. Femora antica et intermedia suhtus spinulosa. 

4. Cerci latere interno spina longa, incurva armati. Tihiae anticae 

hasi circum foramina sanguineae 5. intermedia m. 

4'. Cerci integri, latere interno excavati. Tihiae anticae circum fora- 
mina nigro-maculatae. (Elytra opaca.) . . 6. erinifolia Sauss. 
r. Frons rotundata, laevis. {Statura minore.) 

2. Fastigium verticis supra non sulcatum, apice nodosum. 

3. Elytra dense reticulata. Lamina suhgenitalis 9 profunde triangulariter 
emarginata. 



Additaiuenta znr Monographie der Phancropteriden. 



141 



4. Pronotum lohis cleflexis angulo rotimdato insertis. Ovipositor margine 
siiperiore medio angidato-fracto. (Lamina subgenüalis 9 lobos an- 
gustos producta.) 12. furcata m. 

4'. Pronotum lohis deflexis angulato-insertis. Ovipositor margine superiore 
recto. 

5. Femora postica subtus inermia. Ovipositor medio dilatatus. Lamina 
subgenitaUs 9 ^obis triangularibus, obtusis instructa. 13. recta m. 
5'. Femora postica subtus, margine externo 4 — 5 spinuloso. Ovipositor 
medio non dilatatus. Lamina subgenitaUs $ lobis angustis, acumi- 

natis instructa 32. olivacea si^ec. hoy. 

3'. Elijtra dilute reticulata, nodulis eburneis, pallidis inaequalia. Lamina 
subgenitaUs § triangularis, vix emarginata. (Pronotum lobis deflexis an- 
gulo obtuso insertis.) 33. diluta spec. nov. 

2'. Fastigium verticis supra sulcatum. 
3. Species Americanae. 

4. Fastigium frontis acuminatum vel obtusum, liaud tuberculatum. 
5. Cerci cT teretes, integri vel appendiculati. 

6. Cerci integri (dentibus vel appendiculis nullis). 

7. Lamina subgenitaUs <^ brevis, margine postico recto vel leviter 
sinuato. Cerci apice ipso plus minus incrassati, excepta 
An. sororcula (cercis acuminatis praedita). 
8. Lobi deflexi ptronoti aeque alti ac longi vel altiores quam 
longiores. 

9. Lobi deflexi pronoti aeque alti ac longi. 

10. Cerci semicirculariter incurvi. Elyt7'a (venis con- 
fluentibus) raro-nodulosa. 

11. Bamus radialis in medio venae radialis oriens. 
(Elytra longitudine pronoti latiora. Ovipositor 
pone medium haud dilatatus.) Species Surinamensis. 

20. nodulosa Stäl. 
11'. Pamus radialis ante medium venae radialis oriens. 
12. Elytra longitudine pronoti valde latiora, vix 
nodulosa. ( Ovipositor pone medium levissime 
dilatatus.) Species Mexicana et Guatemalensis. 

21. laticauda m. 
12'. Elytra longitudine pronoti vix latiora, nodulis 
albis 5 — 6 secimdum venam radialem dispo- 
sitis. Species Brasiliensis. 

34. albo-nodulosa spec. nov. 
10'. Cet'ci cT recti. Elytra haud nodulosa. 

35. gracilis spec. nov. 
9'. Lobi deflexi pronoti altiores quam longiores. (Cerci 
apice dilatati, truncati.) Species Peruviana. 

25. brevicollis m. 



142 



C. Brunncrv. Wattenwyl. 



8'. LoM deflexi pronoti longiores quam altiores. 

9. Fastigium verticis, ah antico visum, angustum, vix sulcatum. Fasti- 
gium frontis acuminatum. Speeles Brasilienses et Peruvianae. 
10. Pronotum lohis deflexis rotundato-insertis. Gerd cT cipice oh- 
tusi. Ovipositor latiusculus. 

11. Statur a majore. Elytra medio, pronoti longitudine distincte 
latiora, nodulis 5 — 6 alineatis signata. 

12. Elytra campo tympanali lineola atra circumscripto. Ovi- 
positor pronoto sesqui haud longior. 

36. delineata spec. nov. 
12'. Elytra campo tympanali concolore. Ovipositor pronoto 

duplo suNongior 37. unicolor spec. nov. 

11 '. Statura minore. Elytra medio, pronoti longitudine an- 
gustiora, nodulis nullis instructa. 

38. angusta spec. nov. 
10'. Pronotum lohis deflexis angulato-insertis. Gerd cT o^pice acumi- 
nati. Ovipositor angustus . . . 39. sororcula spec. nov. 
9'. Fastigium verticis, ah antico visum, articulo primo antennarum 
aeque latum, sulcatum. Fastigium frontis ohtusum. (Elytra pronoti 
longitudine sesqui latiora, nitidula.) Species Golumhicae. 
10. Elytra margine postico recto, campo tympanali cT infuscato. 

22. lativertex m. 

10'. Elytra margine postico rotundato. 

11. Elytra in tertia parte hasali, pronoto sesqui latiora. Femora 
postica suhtus, spinis fortiorihus armata. 29. latifolia m. 
11'. Elytra pronoto vix latiora. Femora postica suhtus inermia. 

30. inermis m. 

7'. Lamina suhgenitalis elongata, plus minus attenuata, margine postico 
triangulariter emarginato. Gerd cT graciles vel ante apicem incrassati, 
apice ipso acuminato. (Fastigium verticis ah antico visum, compressum, 
angustum.) Species Brasilienses et Peruvianae. 

8. Segmentum anale truncatum. Lamina supraanalis triangularis, 
acuminata. 

9. Alae elytra valde super antes, acuminatae. Gerd ante apicem 

dilatati. Species Brasiliensis 9. inconspicua m. 

9'. Alae elytra parum superantes, rotundatae. Gerd graciles. Species 

Boliviana 40. Boliviana spec. nov. 

8'. Segmentum anale cT hilohum, lohis teretihus, decurvis. 

9. Statura majore. Femora antica pronoto sesqui longiora. Gerd 

ante apicem angulo recto incurvi, vix incrassati . 10. hiloha m. 
9'. Statura minore. Femora antica pronoto vix longiora. Gerd <^ ante 

apicem rotundato-incurvi et hoc loco incrassati, apice ipso acuminati. 

41. clavata spec. nov. 

6'. Gerd cT spinosi vel ramosi vel apice chelati. 



Additamcnta zur Monographie der Phaneropteriden. 



143 



7. Cerci cipice chelati (ncc spinis, nec ramis praediti). Species 

Brasüiensis 24. chel ata m. 

7'. Cerci cT spinosi aut ramosi. 

8. Segmentum anale cT truncatum. (Lamina supraanalis triangu- 
laris vel in lohum longum producta.) 
9. Cerci cT Spina laterali interna unica armati. 

10. Lamina supraanalis in lohum longiwi teretem producta. 
Cerci longissimi, dente mediano necnon appendicula 
apicali tereti, contorta instructi. Species Venezuelica. 

7. harpago m. 

10'. Lamina supraanalis triangularis. Cerci dente mediano 
instructi, apice ohtusi. Species Columhica. 

18. dentata m. 

9'. Cerci hasi spina longa instructi, apice furcati, utroque 
ramo dentato. Species Peruviana . . 19. cornucervi m. 
8'. Segmentum anale bilohatum. 

9. Cerci latei'e interno spina longa, simplici, apice convoluta 

instructi. Species Brasiliensis 8. inversa m. 

9'. Cem latere interno hasi, ramo longo, anguloso, medio 
Spina hrevi, acuminata instructi. 42. hiramosa spec. nov. 
5'. Cerci in latere interno sulcati vel apicem versus deplanati et mar- 
gine laterali interno acuto. Cerci in hasi ipsa appendicula gracillima, 
flexuosa instructi. 

6. Pronotum lohis deflexis aeque longis et altis, vel longiorihus quam 
altiorihus. 

7. Segmentum anale truncatum. Species Brasilienses et Peruvianae. 
8. Cerci latere interno sulcato, apice ohtusiusculi. 

17. sulcata m. 

8'. Cerci cf hreves, latere interno non sulcato sed margine interno 
acuto, apice ipso incurvo, dilatato et oblique truncato. 

16. securifera m. 

7'. Segmentum anale cT bilohatum, lohis deflexis. (Cerci latere in- 
terno non sulcato, sed margine acuto, apice acuminato.) Species 

Columhica 15. lanceolata m. 

6'. Pronotum lohis deflexis altiorihus quam longiorihus. (Segmentum 
anale hilohum, lohis triangularihus. Cerci cT compressi, latere 
interno sulcato, apice acuminato. Camp)0 tympanali infuscato.) 

Species Columhica 14. maculata m. 

4'. Fastigium frontis hituherculatum 23. hituherculata m. 

3'. Species Asiaticae et Äustralicae. 

4. Fastigium verticis valde compressum, ab antico visiim, articulo primo 
antennarum multo angustius. Pronotum lohis deflexis angulato-insertis. 
Species Indica 11. exotica m. 



144 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



4'. Fastigium verticis ah antico visum, artimilo yrimo antennarum aeque latum. 
Pronotum lohis deflexis roUmdato-insertis. Speeles Sundaicae et Australicae}) 
5. Pronotum lohis deflexis aeque altis et longis, vel altiorihus quam longiori- 
hus. Elytra margine postico recto. 

6. Pronotum lohis deflexis aeque altis et longis. Species Australicae. 

7. Ovipositor pronoto parum longior ... 27. insularis Stäl. 

7'. Ovipositor pronoto sesqui longior 28. incerta m. 

6'. Pronotum lohis deflexis altiorihus quam longiorihus. Species Sundaica. 

26. Malaya Stäl. 

5'. Pronotum lohis deflexis longiorihus quam altiorihus. Elytra margine 
postico rotundato, apice acuminato. Species Australica. 

43. acuminata spec. nov. 

S. 297. 

Den Species des Genus Anaulacomera sind folgende neue anzu- 
schliessen : 

31. Anaulacomera hrevicaiida spec. nov. 

Colore pallide-viridi, opaco. Fastigium verticis angustissimum, non sul- 
catum. Frons a latere compressa. Pronotum lohis deflexis parum longiorihus 
quam altiorihus. Elytra opaca, ramo radiali medio Oriente, pone medium fur- 
cato. Femora omnia gracilia, sanguineo-conspersa, suhtus inermia. Ovipositor 
pronoto vix longior, parum incurvus, apice acuminato et utrinque crenulato. 
Lamina suhgenitalis $ triangularis. $. 

9 

Long, corporis 12 mm 

„ pronoti ........ 4 „ 

„ elytrorum 25 „ 

Lat. „ medio 5"5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 17 „ 
„ ovipositoris ^'5 „ 

Patria: San Paulo in Brasilia (coli. Dohm). 

32. Anaulacomera olivacea spec. nov. 

Colore olivaceo, nitido. Fastigium verticis angustum, haud sulcatum, 
apice nodulosum. Pronotum disco piano, lohis deflexis angulato-insertis, suhaeque 
altis et longis. Elytra angusta, dense reticulata, ramo radiali in medio venae 
radialis Oriente, parum ante medium furcato. Femora postica suhtus, margine 
externo 4 — 5 spinuloso, margine interno 2 — 3 spinuloso. Ovipositor gracilis, 
margine superiore recto, utroque margine suhtiliter crenulato. Lamina suh- 
genitalis 9 profunde triangulariter emarginata, lohis acuminatis. 



1) Die Species dieser Section stimmen mit Ausnahme der Gehöröffnungen der Vorderschienen 
ganz mit dem Genus Casigneta überein. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



14Ö 



9 

Long, corporis 14 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ eli/troriim 19 „ 

Lat. „ media 3'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 13 „ 

„ ovipositoris 7 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 
33. Anaulacomera diliita spec. nov. 

Statura parva. Colore pallide-coeruleo-viridi. Fastigium verticis lineare, 
angustum, compressum, haud sulcatum. Fastigium frontis acuminatum. Pronotum 
lohis deflexis longiorihus quam altiorihus. Elytra dilute reticulata, maculis 
pallidis inaequalia, ramo radiali medio furcato. Femora omnia sanguineo- 
pimctata. Ovipositor sensim incurvus, acuminatus, margine superiore sinuato. 
Lamina subgenitalis 9 triangularis, apice vix emarginata. 9- 



9 

Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 3 5„ 

„ elytrorum 24 „ 

Lat. „ medio 3 „ 

Long, femorum posticorum .... 16 5 „ 

„ ovipositoris 6'3 „ 



Patria: Cumhasi (Peru) (coli Dohm). 

34. Anaulacomera alho-nodttlosa spec. nov. 

Statura gracili. Fastigium verticis sulcatum. Pronotum lohis deflexis 
sublongioribus quam altiorihus. Elytra longa, angusta, nodulis 5 — 6 secundum 
venam radialem regulariter dispositis ornata, ramo radiali ante medium venae 
radialis Oriente, pone medium furcato. Femora postica suhtus parce spinulosa. 
Cerci in modum An. nodulosae constructi, graciles, curvati, apice ohtusi. 
Lamina suhgenitalis <^ hrevis, partim attenuata, triangulariter emarginata. 
Ovipositor pronoto duplo longior, sensim incu/rvus, acuminatus, marginihus non 
crenulatis. Lamina suhgenitalis 9 hrevis, triangularis. cT, $. 







9 


Long, corporis 


17 


18 mm 


„ pronoti 


4-2 


4-6 „ 


„ elytrorum 


28 


28-5 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 45 


5-4 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 19o 


IS „ 






11 « 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 

35. Anaulacomera gradlis spec. nov. 

Statura minore. Fastigium verticis ab antico visum, latiusculum, cum 
fastigio frontis lineola contiguum. Frons rotundata. Pronotum lohis deflexis 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 19 



146 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



aeque altis ac longis. Elytra angusta, textura aequali, margine postico ipso 
punctis nigris infuscato, ramo radiali medio furcato. Segmentum anale 9 trun- 
catum. Cerci cT recti, usque ad apicem teretes, mucrone inflexo terminati. 
Lamina siibgenitalis <^ hrevis, truncata. Ovipositor pronoto duplo longior, 
parum incurvus, uhique aeque latus, acuminatus. cf, 9 • 







9 


Long, corporis 


. 15 


15 mm 


„ pronoti 


3-6 


36 „ 


„ elytrorum 


23-5 


23-5 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 45 


4-5 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 16 


17 „ 






9 „ 



Patria: Venezuela (coli. m.). 

36. Anaulacomera delineata spec. nov. 

Statura majore. Fastigium verticis ah antico visum, angustum. Frons 
rotundata. Pronotum lohis deflexis rotundato-insertis, longioribus quam altioribus. 
Elytra nodulis flavis 4 — 5 secundum venam radialem alineatis instructa, campo 
tympanali in utroque sexu, necnon margine postico toto lineola atra delineatis. 
Femora postica suhtus, margine exteriore ad apicem uni- vel bispinuloso. Seg- 
mentum anale truncatum. Cerci longi, sensim incurvi, apice clavati. 
Jjamina subgenitalis hrevis, latiuscula, truncata. Ovipositor pronoto sesqui 
parum longior, parum incurvus, latus. Lamina suhgenitalis 9 triangularis. 9 • 







9 


Long, corporis 


21 


21 mm 


„ pronoti 


5 


5 „ 




33 


33 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 65 


6 5 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 20 


30 „ 


„ ovipositoris 




8 „ 



Patria: Alto Amazonas, Cumhase (coli. m.). 
37. Anaulacomera unicolor spec. nov. 

Statura et hahitu speciei praecedentis. Differt campo tympanali haud 
delineato sed in infuscato, femorihus posticis 5 — 6 spinulosis, cercis gra- 
ciliorihus, ovipositore pronoto duplo longiore. cT, 9 • 

cf, 9 

Long, corporis 15 —17 mm 

„ pronoti 4 — 4 5 „ 

„ elytrorum 25 — 28 „ 

Lat. „ medio 4' 5 — 6 „ 

Long, femorum posticorum . ... 17 — 19 „ 
„ ovipositoris 10 „ 

Patria: Alto Amazonas, Cumhase (coli, m., coli. Dohm). 



Additainenta zur Monographie der Phaneropteridon. 



147 



38. Anmilacomera angusta spec. iiov. 

Gracillima. Fastigium verticis ah antico visum, conipressum, cum fastigio 
frontis inincto contigmim. Frons rotundata. Fronotum lobis deßexis rotundato- 
insertis, longioribiis quam altioribus. Elytra textiira aeqiiaU, ramo radiali pone 
medium furcato. Femora omnia longa, antica pronoto sesqui longiora. Seg- 
mentum anale tnmcatum. Cerci teretes, rotundato-incurvi, apice clavati. 
Lamina suhgenitalis hrevis, suhemarginata. Ovipositor latiusculus, pronoto 
sesqui vix longior. Lamhm suhgenitalis triangularis. ^f, 9- 







9 




13 


13 mm 


„ pronoti 


35 


35 „ 


„ elytrorum 


23-5 


23 5 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 3-2 


32 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 17 


19 „ 


„ ovipositoris . . . . . 




6-5 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 

39. Anaulacomera sororcula spec. nov. 

Statura et hahitu An. angustae. Differt pronoto lohis deflexis angu- 
lato-insertis, femorihus hreviorihus, anticis pronoto parum longiorihus, cercis 
acuminatis, lamina suhgenitali cT latiore, ovipositore angusto, parum incurvo, 
lamina suhgenitali 9 hiloha, lobis longis acuminatis. cT, 9 • 



Long, corporis 17 17 mm 

„ pronoti 3'8 S'S „ 

„ elytrorum 24 24 „ 

Lat. „ medio .... 3'8 3'8 „ 

Long, femorum posticorum ... 17 18'5 „ 

„ ovipositoris — 7 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli m.). 



40. Anaulacomera Boliviana spec. nov. 

Statura minore. Fastigium verticis compressum, sulcatum. Pronotuni 
lobis deflexis angulo obtusiusculo insertis, suhlatiorihus quam altioribus. Elytra 
dilute reticulata, sed nodulis nullis. Alae elytris parum longiores, apice rotun- 
datae. Femora postica subtus, apicem versus spinulis 3 — 4 minimis, vix con- 
spicuis, armata. Segmentum anale cT truncatum. Lamina supraanalis valde 
angustata et elongata, acuminata. Cerci toti graciles, apice incurvi, acuminati. 
Lamina suhgenitalis attenuata, triangulariter emarginata. cT. 



Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 25 „ 

„ elytrorum 20' 5 „ 

Lat. „ medio 5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 15 „ 



Patria: Sorata in Bolivia (Mus. Luhecense). 

19* 



148 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



41. Anaulacomera clavata spec. iiov. 

Statura minore. Fastigium verticis acuminatum. Frons rotundata. 
Pronotum disco piano, lohis deflexis angulato-insertis, aeque altis et longis. 
Mytra textura aequali, ramo radiali pone medium venae radialis Oriente, ante 
medium furcato, campo tympanali ^ levissime infuscato. Femora antica hrevia, 
pronoto parum longiora. Segmentum anale hilohum, lohis teretibus, acuminatis. 
Cerci ante apicem rotundato incurvi, in curvatura valde incrassati, apice 
acuminato. Lamina suhgenitalis cT elongata, attenuata. . 



Long, corporis 13 mm 

„ pronoti 3'^ „ 

„ elytrorum 22 „ 

Lat. „ medio ^'2 „ 

Long, femorum posticorum . ... 13 „ 



Patria: ÄpiaJiy in Brasilia (coli. Bolivar). 
42. Anaulacomera biramosa spec. nov. 

Fastigium verticis apicem versus valde compressum, apice ab antico visum, 
angustum. Pronotum lobis deflexis rotundato-insertis, aeque longis et altis. 
Elytra ramo radiali primo ante medium vene radialis Oriente, medio furcato, 
ramo secundo integro. Femora postica pone medium in utroque margine spinu- 
losa. Segmentum anale cT i'^ lobos duos, angustos, teretes, acuminatos, reflexos 
terminatum. Cerci cf ante medium angulato-fracti, hoc loco appendicem internam, 
longam, medio tumidam, apice acuminatam emittentes. Lamina suhgenitalis 



brevis, triangulariter emarginata. ^. 

Long, corporis 13 mm 

„ pronoti 32 „ 

„ elytrorum 24 „ 

Lat. „ medio ^"5 „ 



„ femorum posticorum . ... 15 „ 
Patria: Huila in montibus Cordilleris (an Venezuelae?) (coli. m.). 

43. Anaulacomera acuminata spec. nov. 

Statura minore. Fastigium verticis articulo primo antennarum sublatius, 
sulcatum, cum fastigio frontis lineola contiguum. Frons rotundata. Pronotum 
lobis deflexis rotundato-insertis, longioribus quam altiorihus. Elytra sublaneeolata, 
margine postico rotundato, campo tympanali necnon margine postico ely- 
trorum toto infuseatis, ramo radiali longe ante medium venae radialis Oriente, 
in quarta parte apicali furcato. Femora postica apice, margine externo solo 
spinuloso. Segmentum anale truncatum. Gerd cT simplices, longi, incu/rvi, 
teretes. Lamina suhgenitalis brevis, latiuscula, triangulariter emarginata. cT. ^) 



') Ich kenne nur das cf. Diese Speeles könnte auch in die Gruppe der Caedicien gehören, 
worüber die Legescheide entscheidet. 



Addituinonta zur Monographie der Pbaneroptcridcn. 



149 



Long, corporis 15 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum S2 „ 

Lat. „ medio 6 „ 

Long, femorum posticorum . . . 17 5 „ 
Patria: Queensland (coli. m..). 



Folgendes neue Genus ist anzuschliessen: 

Greil. noT. l^avapyvrliicia. (Fig. 28.) 

(Genus Pyrrhiciam imitans.) 

Fastigium verticis sulcatum, apice rotundatum, cum fastigio frontis 
rotiindato-contiguum. Pronotum disco piano, lobis deflexis rotundato-insertis, 
longiorihus quam altioribus. Elytra dilute reticulata, suhpellucida, venis radiali- 
hus contigiiis, ramo radiali pariim ante medium venae radialis Oriente, pone 
medium furcato. Alae elytris longiores. Femora antica et intermedia suhtus 
teretia, inermia. Femora xwstica suhtus suhsulcata, spinulosa. Ovipositor pronoto 
sesqui longior, sensim incurvus, attenuatus et acuminatus, utroque margine 
serrato, disco granulis acutis scabro. Lamina subgenitalis § brevis, truncata. $ . 

Speeles unica. 

Parapyrrhieia Zanziharica spec. nov. (Fig. 28.) 

Pallide viridis. Elytra ad basin campi tympanalis nigro-punctata. 9- 

9 

Long, corporis 13 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 27 „ 

Lat. „ medio .... „ 

Long, femorum posticorum . . . 19 „ 

„ ovipositoris 8 „ 

Patria: Zanzibar (Mus. Vindob.). 

S. 298. 

Die Dispositio specierum generis Grammaderae ist zu er- 
gänzen wie folgt: 

1. Fastigium verticis ante fastigium frontis non productum. Species Brasiliensis 
et Argentinica. 

2. Segmentum anale profunde sulcatum, marginibus calloso-costatis, mar- 
gine postico bifido . . . 1. clara m. 

2'. Segmentum anale calloso-bituberculatum, medio in processum longum, 
acute compressum, securiformem productum 2. albida m. 



150 



C. ßrunner v. Wattenwyl. 



1'. Fastigium verticis ante fastigium frontis valde productum. Speeles Cayen- 
nensis 3. hastata spec. nov. 

S. 299. 

Einzusclialten : 

3. Grammadera hastata spec. nov. 

Colore palUde viridi. Fastigium verticis horizontaliter valde productum, 
supra non sulcatum, apice ohtusum. Pronotum angustum, compressum, linea 
ferruginea longitudinali obsoleta signatum. Elytra suhhyalina, longitudine pro- 
noti multo latiora. Femora antica suhtus, margine antico spinuloso. Femora 
intermedia suhtus inermia. Femora postica suhtus, apicem versus utrinque spinu- 
losa. Ovipositor ptronoto 2^1^ longior, acuminatus. Lamina suhgenitalis 9 
ohtusa, leviter emarginata. 9- 

9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 33 „ 

Lat. „ medio 7 „ 

Long, femorum posticoru^n . . . 19 „ 

„ ovipositoris 14 „ 

Patria: Cayenna (Mus. Genav.). 

Greil. HOT. Abrodiaeta, (Fig. 29.) 

(aßpoSiaiTo? — effeminatus.) 

Fastigium verticis in modum generis Grammaderae constructum. Pro- 
notum elongatum, disco rotundato, linea longitudinali media elevata perducta, 
lohis deflexis longiorihus quam altiorihus, margine inferiore ohliquo, recto. Elytra 
angusta, prasina, venis et venulis valde expressis, ramo radiali longe ante 
medium venae radialis Oriente, pone medium furcato, ramulo antico apice denuo 
furcato. Alae acuminatae. Pedes gracillimi. Femora antica et intermedia suhtus 
teretia, inermia, illa pronoto sesqui-, haec pronoto duplo longiora. Femora 
postica suhtus usque ad apicem sulcata, tota inermia. Meso- et metasternum 
rotundato-lohata. Segmentum anale cf triangulariter sinuatum, angulato-deflexum, 
lohulis acuminatis. Cerci rotundato-inflexi, apice depressi, ohtusi. Lamina 
suhgenitalis triangularis, apice truncata et leviter emarginata, stylis nullis. 
Ovipositor suhrectus, acuminatus, marginihus laevihus. cT, 9- 

Speeles uiiica. 
Abrodiaeta lanceolata spec. iiov. (Fig. 29.) 

Statura gracillima, colore pallide viridi, lineola longitudinali pronoti 
angustissima, ferruginea. 9- 



Additamcnta zur Monographie der rbaneropteriden. 



151 





71 

o 


o 




91 


üA TflTtl 


„ pronoti 


5 


5 „ 


„ ehjtrorum 


35 


35 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 6 


6 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 25 


34-5 „ 


„ ovipositoris 




8 „ 



Patria: Alto Amazonas (coll.m.), Peru (coli. Bolivar, coli. Dohm). 
S. 299. 

Als erstes Genus der Gruppe der Ctenophlehiae ist einzureihen: 

Gren. noY. Agennis, (Fig. 30.) 

{d-jt^^ric, — ignobilis.) 

Caput elongatum. Fastigium verticis horizontdliter productum, valde 
compressum, sxdcatum, articulo primo antennarum dimidio brevius. Frons 
rotundata, recUnata. Pronotum disco piano, lohis deflexis angulato-insertis, lon- 
gioribus quam altiorihus, margine postico rotundato, haud producto. Elytra 
litiearia (basi et apice aeque lata), venis radialihus apice a tertia parte dis- 
jimctis, ramis duohus non furcatis, in apicem elytri exeuntihus, primo longe 
ante medium Oriente, vena ulnari rectissima, non ramosa, in apicem elytri 
exeunte. Alae acuminatae. Meso- et metasternum lohis rotundatis instructa. 
Femora omnia gracillima, antica et intermedia subtus teretia, inermia, postica 
sulcata, pone medium spinulosa. Ovipositor basi subito incurvus, acuminatus, 
disco granuloso, marginibus crenulatis. 9- 

Species unica. 
Agennis parallelinervis spec. nov. (Fig. 30.) 



9 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 4'<S „ 

„ elytrorum 29 „ 

Lat. „ medio 4'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 20 „ 

„ ovipositoris 5 a „ 



Patria: Nosibe (Madagascar) (coli. m.). 
S. 300. 

Die Dispositio specierum generis Tomeophera ist zu ergänzen 
wie folgt: 

1. Fastigium verticis laminato-compressum , articulum primum antennarum 
valde superans 1. gladiatrix m. 



152 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



1 '. Fastigium verticis apiee ohtusum, articulo primo antennarum aeque longum. 
2. Elytra medio, pronoto subduplo latiora. Speeles Peruviana. 

2. punguiculata m. 
2', Elytra medio, pronoto sesqui haud latiora. Speeies Brasiliensis. 

3. modesta spec. nov. 

S. 301. 

Anzuschliessen : 

3. Tomeophera modesta spec. nov. 

Diifert a Tom. punguiculata m. lohis deflexis pronoti Jiumiliorihus, 
elytris multo angustiorihus, lamina subgenitali 9 emarginata (in T. pungui- 



culata triangularis). $. 

9 

Long, corporis 17 mm 

„ pronoti <5"6 „ 

„ elytrorum . . ^ 27 „ 

Lat. „ medio 5 5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 15 „ 

„ ovipositoris S'5 „ 



Patria: Lages in provincia Santa Catharina Brasiliae (coli. m.). 
S. 302. 

Die Dispositio specierum generis Ctenophlehiae ist zu ergänzen 
wie folgt: 

1. Elytra oblong o-ovata, vena radiali apice parum decurva. Ovipositor longi- 
tudine pronoti duplici hrevior, semicirculariter incurvus, (excepta Ct. granu- 
lös a ovipositore pronoto duplo suhlongiore et subrecto). 
2. Bami marginales venae radialis protinus directi. 

8. Lobi deflexi pronoti angulo obtusiusculo inserti. ( Cerci graciles, longi, 
apice himucronati. Lamina subgenitalis <^ triangularis, emarginata.) 

1. inversa m. 

3'. Lobi deflexi pronoti angulo acuto inserti. 

4. Bami radiales posteriores angulosi. Segmentum abdominale trun- 
catum, leviter emarginatum. Cerci cT incrassati, breves, apice dila- 
tati et chelati. 

5. Bami radiales postici numero 5. Cerci apice infuscati, spina 
exteriore breviore. Lamina subgenitalis cT truncata, utrinque in 
appendicem gracilem, styliformem producta. 

9. styliformis spec. nov. 

5'. Bami radiales postici numero 6. Cerci apice non infuscati, 
Spina exteriore longiore. Jjamina subgenitalis triangulariter 
emarginata 10. altera spec. nov. 



Adilitaracnta zm Monographie der Phaneroptcriclen. 



153 



4'., Bami radiales posteriores recti. Segmentnm anale in lohos pro- 
ductim. Cerci longi, acuminaii, rotnndato-incurvi, longitudi- 

'naliter sulcati II. longicercata s])qg. noy. 

2'. Jiami marginales venae radialis retrocurrentes, ramos campi radialis eonti- 
nuantes. 

3. Elytra margine antico suhrecto. Vena radialis ramos 5 — 6 in marginem 
anticnm elytri emittens. 

4. Pronofum laeve. Ovipositor pronoto partim longior, margine in- 
feriore rotundato. Lamina suhgenitalis 9 ampla. 
5. Lamina suhge^iitalis 9 rhomhoidea, oblique tnmcata, margine 

toto dentato 2. myrtifolia L. 

5'. Lamina sitbgenitalis 9 lohos obtusus, margine integros pro- 
ducta 3. lobata m. 

4'. Pronotum granulosum. Ovipositor pronoto sesqui longior, subrectus. 
Lamina suhgenitalis 9 brevis, lohis rix prominulis instructa. 

12. granulosa spec. nov. 
4". Pronotum laeve, supra subrotundatum. Ovipositor? Lamina suh- 
genitalis 9? 13. curvicercata spec. nov. 

3'. Elytra margine antico rotundato. Vena radialis ramos 8 in marginem 

anticum emittens 4. Brasiliensis m. 

r. Elytra rJiomboidea, pone medium latissima, vena radiali apiee subito de- 
curva. Ovipositor longitudinem pronoti triplicem suhattingens, partim incurvtis. 
2. Vena radialis ramos tres in marginem posticum elytri emittens. 

3. Campus marginalis in quarta parte basali (supra insertionem femorum 
posticorum) longitiidine pronoti siibaeqtie latum. 

4. Campus marginalis medio latior quam in quarta parte basali. Ovi- 
positor sensim acuminatus. Species Coltimbica et Ämericae centralis. 

5. Zetterstedti Stäl. 

4'. Campus marginalis medio et in qtiarta parte basali aeque latus. 
Ovipositor medio latissimus. Species Brasiliensis. 

14. Fruhsdorferi spec. nov. 
3'. Campus marginalis in quarta parte basali, longitudine pronoti brevior, 
longe pone medium latissimus. 

4. Elytra margine antico toto rotundato, ramis radialibus, qui in mar- 
ginem posticum emittuntur, basi laevihus. 

5. Fastigium verticis, a supero visum, trianguläre, ohttisiusculum, 
supra stilcattim. Lamina suhgenitalis 9 truneata. 

6. Peruviana m. 

5'. Fastigium verticis, a supero vistim, compressum, nodulosum. 
Lamina stibgenitalis 9 triangularis. 15. rhombifolia spec. nov. 
4'. Elytra margine antico in tertia parte apicali sinuato, ramis radiali- 
bus, qui in marginem postictim elytri exeunt, basi nodulosis. 
(Fastigium verticis, a sujiero vistim, compressum, nodulosum. 
Lamina suhgenitalis 9 triangularis.) . . . . 1. difformis m. 

Z. B. Ges. B. XLI. Ahh. 20 



154 



C, Brunner v. Wattenwyl. 



2'. Vena radialis ramos quinque in marginem ^osticum elytri emittens. (Fasti- 
gium, verticis compressum., nodulosum.) .... 8. multiramosa m. 

S. 307. 

Folgende neue Speeles des Genus Ctenophlehia sind anzuschliessen : 
9. Ctenophlehia styliformis spec. uot. 

Pallide viridis. Fastigium verticis a supero visum, compressum, apice haud 
nodulosum. Pronotum supra suhrotundatum, lohis deßexis angulo aeuto insertis. 
Elytra oblong o-ovata, margine antico recto, vena o'adiali apice parum fexuosa, 
ramos 7 — 8 vix perspicuos, protinus tendentes, in marginem anticum, necnon 
ramos 5 suhangulosos in marginem posticum emittente. Segmentum anale ^ 
amplum, margine postico truncato, leviter emarginato. Cerci hreves, valde 
incurvi, apicem, versus incrassati et acuminato-chelati, spinis hinis acuminatis 
et infuscatis, spina exteriore breviore. Lainina subgenitalis truncata, utrinque 
in appendicem, angustam, styliformem terminata. ^. 



Long, corporis 18 mm 

„ pronoti 4'2 

„ elytrorum 26 „ 

Lat. „ medio 8'6 „ 



Long, femorum posticorum . . . 13 „ 
Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 

10. Ctenoplilehia altera spec. noY. 

Minime differt a Ctenophlebia styliformi: Vena radiali ramos 6 suh- 
angulatos in marginem posticum elytri emittente, segmento anali profundius 
emarginato, cercis incrassatis et clielatis, apice non infuseatis, spina exteriore 
longiore quam spina interior, hac obtusa et subobliterata, lamina subgenitali cT 



triangulariter emarginata, non appendiculata. ^f. 

d' 

Jjong. corporis 16 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 24 „ 

Lat. „ medio 8'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 13' 5 „ 
Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 



11. Ctenophlehia longicercata spec. uor. 

Pallide viridis. Fastigium verticis compressum, acuminatum. Pronotum 
supra subrotundatum, lobis deflexis angulo acuto insertis. Elytra oblongo-ovata, 
margine antico subrotundato, vena radiali apice parum flexuosa, ramos 5 pro- 
tinus tendentes in marginem anticum, necnon ramos 6 rectos in marginem 
posticum elytri emittente. Segmentum anale in lobos duos piroductum, quorum 
lobus sinister rotundatus, lobus dexter fusco-mucronatus. Cerci cf longi, rotun- 



Additaiueuta zur Monogiapliio der Phaueropteriden. 



155 



dato-incuni, amminati, supra sulcati. Lamina siibgenitalis obtuse triangii- 



lariter emarginata. cf. 

Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ ehjtronun -n 

Lat. „ medio 7 „ 



Long, femorum posticorum .... ? „ 
Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 
12. CtenopJtlebia gramtlosa spec. iioy. 

Laete viridis, venis valde distinctis. Fastigium verticis a supero visum, 
apice nodulosum. Pronotum graniilis obtusis scahrum, lohis deflexis angulo 
acuto insertis. Ehjtra ohlongo-ocata, margine antico subrecto, vena radiali 
ramos 4 retro tendentes in marginem anticum, necyion ramos 5 in marginem 
posticiim emittente, ramis campi radialis in tertia parte apicali, vena spuria 
transversa, flexuosa inter se conjunctis. Ovipositor subrectus, aciminatus. Lamina 
siibgenitalis $ brevis, triangularis, emarginata. 9- 



9 

Long, corporis 14 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 25 „ 

Lat. „ medio S'3 „ 

Long, femorum posticorum . . . . H o „ 

„ ovipositoris 8'6 „ 



Patria: Pebas in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 

13. Ctenoplilehia ciirvicercata spec. iiov. 

Pallide viridis. Lasiigiiim verticis, a supero visum, compressiim, apice 
vix nodulosum. Pronotum supra subrotundatum, lobis deflexis angulo acuto 
insertis. Elytra oblongo-ovata, vena radiali ramos 6 — 7 retro-tendentes in mar- 
ginem anticum, necnon ramos 8 in marginem xoosticum emittente. Segmentiim 
anale late emarginatum. Cerci angulato-incurvi, longe acuminati, subsulcati, 
in fßiarta parte basali appendicula longa gracili instructi. Lamina sub- 
genitalis brevis, triangulariter emarginata. ^. 

Long, corporis 15 mm 

„ pronoti 4'5 „ 

„ elytrorum 23 „ 

Lat. „ medio 8 „ 

Long, femorum posticorum . ... 13 „ 
Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 

14, Ctenophlebia FruhstorfeH spec. nov. 

Minime differt a Ct. Zetterstedtii Stäl: Fastigio verticis, a supero 
' ISO, apice noduloso, ehjtris latioribus, campo marginali basi et medio aeque lato 

20* 



156 



C. Brunner v. Watten wyl. 



(in Zetterstedtii medium versus latiore), ramo ultimo radiali ad furcationem 
angulato in apicem elytri deflexo (in Zetterstedtii rotundato-fracto), ovipositore 



suhhreviore, medio subdilatato. $. 

9 

Long, corporis 23 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 32 „ 

Lat. „ in tertia parte apicali . 15 „ 

Long, femorum posticorum 15 „ 

„ ovipositoris 9'5 ^ 



Patria: Theresopolis in provincia Santa Catharina Brasiliae (coli, m., a 
K. Fruhstorfer allata). 

15. Cteuophlehia rhomhifolia spec nov. 

Forma intermedia inter Ct. Feruvianam et difformem. Differt a 
Ct. Peruviana in. fastigio verticis apice et hasi noduloso, elytris margine 
apicali obliquiore, lamina subgenitali 9 hrevissima, triangulari. Segmentum 
abdominale truncatum. Lamina supraanalis triangularis. Cerci <^ graciles, 
curvati, apice dilatati et clavato-acuminati. Lamina subgenitalis ampla, 



triangularis, emarginata. cf, $. 

9 

Long, corporis 12 18 mm 

„ pronoti 4 ^'5 „ 

„ elytrorum 26 26 „ 

Lat. „ in tertia parte apicali . 11 11 „ 

Long, femorum posticorum 15 » 

„ ovipositoris — 95 ^ 

Patria: Peru (coli. Dohm). 



S. 308. 

Die Dispositio specierum generis Phyllopterae Serv. ist abzu- 
ändern wie folgt: 

1. Tibiae anticae supra inermes, sulcatae vel teretes. 

2. Tibia anticae supra sulcatae. Pronotum disco pone medium fusco-pur- 
pureo, nigro-circumdato. Elytra maculis 5 albis, purpureo-circumdatis 

ornata 1. maculosa Burm. 

(Ph. phyllopteroides m. interdum spinis in tibiis anticis deficientibus.) 
2'. Tibiae anticae supra teretes. Pronotum unicolor. Elytra unicoloria viridia, 
vel maculis singulis albidis, interdum marmoratis ornata. 
3. Elytra opaca. (Frons a latere compressa.) 

4. Elytra unicoloria vel maculis minimis raris ornata. 

5. Pronotum lobis deflexis altioribus quam latioribus. (Species Bra- 
silienses.) 



Additamcnta zur Monographie der Pbauoropteriden. 



157 



0. Elytra femora postica duplo superantia. Fronotum disco piano, lobis 

deflexis mar(jine antico sinuato 4. ovalifolia Burm. 

6'. Elstra femorihus posticis sesqui vix longiora. Pronotum disco suh- 
rotundato, lobis deflexis margine antico recto. 

13. brevifolia spec. nov. 
5'. Fronotum lobis deflexis subaeqiie altis ac latis (margine antico recto). 
6. Frons parum compressa. Femora postica gracilia, pronoto qua- 
druplo longiora. Species Brasiliensis. 14. gracilipes spec. nov. 
6'. Frons valde compressa. Femora postica ])ronoto triplo liaud longiora. 

Species Mexicana *. 5. pisifolia ^n,iiss. 

4'. Elytra maculis majoribus ornata. (Species Brasilienses.) 

5. Elytra maculis robiginosis, valde irregularibus instructa, campo tympa- 

nali sinistro sublaeci 2. corrodita m. 

5'. Elytra maculis albis, confertis, regulär iter delineatis ornata, campo 
tympanali sinistro corrugato-rugoso . . . 3. derosifolia Sauss. 
3'. Elytra nitida. 

4. Fastigium verticis acuminatum,, a fastigio frontis remotum. Metasternum 
rotundato-lobatum. 

5. Frons valde inclinata, a latere angulato-compressa. Fronotum lobis 
deflexis aeque altis et latis. 

6. Femora antica subtus, margine antico spinulis 5 — 6 concoloribus ar- 
mata. Elytra unicoloria, nitidissima . . . 15. wer a spec. nov. 
6'. Femora antica subtus, margine antico spinulis 3 — 4 leviter rosatis, 
armata. Elytra minus nitida, margine ipso levissime ferruginato.'^) 

16. roseo-inflata spec. nov. 
5'. Frons perpendicularis, rotundata, a latere plus minus compressa. Lobi 
deflexi pronoti altiores quam latiores. 

6. Statura minore. Fronotum angulis insertionis loborum deflexorum 
unicoloribus. 

7. Elytra membranacea, suhpellucida, campo marginali medio, cam- 
pis radiali et ulnari unitis dimidio valde angustiore. Frons a 
latere vix compressa. 

8. Famus radialis pone furcationem, venae ulnari parum appro- 
pinguatus, cum hac vena venula transversa longiore conjunctus. 
9. Ramus radialis utrumque ramulum in marginem posticum 
elytri emittens. 

10. Femora antica subtus, margine antico 6 — 8 spinuloso. 
11. Antennae articulis basalibus unicoloribus. Elytra 
margine postico necnon campo tympanali concolori- 
bus, ramo radiali medio furcato. 

17. socia spec. nov. 



') Nota subtilissima : 



158 



C. Brunner v. Watten wyl. 



11'. Äntennae articuUs hasalihus nigro-striolatis. 
Elytra marcjine postico necnon campo tympa- 
nali infuscatis, ramo radiali pone medium fur- 

cato 18. infuscata speo. nov. 

10'. Femora antica siibtus, margine antico mutico vel 
spinuUs 2 — 3 minimis armata. 
11. Banius radialis pamm pone hasin angulato- 
furcatus. Species Surinamensis. l.ancillam. 
11 '. Bamus radialis longe pone hasin fureatus. 
12. Bamus radialis parum ante medium venae 
radialis oriens, ante medium fureatus. 
13. Lohi deflexi pronoti rotundato-inserti, 
multo altiores quam latiores. Pronotum 
disco in parte postica nigro. Species 
Columhica . . 10. dimidiata m. 
13'. Lobi deflexi pronoti angulo acuto in- 
serti, aeqiie alti ac lati. Pronotum uni- 
color. Species Peruviana et Brasiliensis. 
14. Statura minore. Foramina tibiarum 
antica viridia. . 8. famula m. 
14'. Statura majore. Foramine tibiarum 
anticarumfusco-repleta. 9. serva m. 
12'. Bamus radialis in tertia parte hasali 
oriens, medio fureatus. ( Ovipositor pronoto 
longior.) ... 19. vicina spec. nov. 
9'. Bamus radialis ramulum anteriorem in apicem elytri 
emittens. (Femora antica suhtus spinulosa. Bamus radia- 
lis pone medium fureatus. Tibiae anticae circa foramina 
nigro-notatae.) . 20. nigro-auriculata spec. nov. 
8'. Bamus radialis pone furcationem, venae ulnari valde 
appropinqiiatus, cum hac vena venula transversa hrevissima 
conjunctus .... 21. hreviramulosa spec. nov. 
7'. Elytra coriacea, campo marginali medio, campis radiali et 
ulnari unitis dimidio latiore. Frons a latere compressa. 

22. coriacea spec. nov. 
6'. Statura majore. Pronotum disco secundum lobos deßexos, linea 
atra, in elytra continuata, signata, fascia flava extus apposita. 
Elytra subcornea, medio macula magna nigra, annulo flavo 
cireumdata, ornata, venulis transversis pallidis, lineola fusca 

apposita 23. ^*c^a spec. nov. 

4'. Fastigium verticis obtusiusculum, cum fastigio frontis contiguum. 
(Femora antica et intermedia suhtus inermia.) Metasternum lobis 

triangularihus instructum 6. Peruviana m. 

X'. Tibiae anticae siqyra, margine postico spinuloso. 

I 



Additamenta zur Mouograiiliie der Pbaneropterideu. 



159 



2. Tihiae unticae supra icretes. Elytra ovata, scahriuscula, veniiUs transversis 

elevatis l\. S2)inulosa in. 

2'. Tihiae anticae stipra snlcatae. 

3. Pronotum lobis defJexis angulato-insertis, angulis aurantiacis. Elytra 
opaca, ovata, venis in moäiim Fh. ovalifoliae construciis. 

24. phyllopteroides m. 
(olim Parahleta phyllopteroides). 
;>'. Pronotum lohis deflexis angulo ohtuso insertis. Elytra ovata, nitida, 
strigis transversis, ohliquis, itnpressis nnmero 8 — 10 orata. 12. arata m. 

S. 315. 

Den Specie.s des Genus Phylloptera sind folgende neue anzureihen: 
13. I*hyllopteva hrevifolia si)ec. iiov. 

Pronotum disco suhrotundato, lohis deflexis rotundato-insertis, margine 
antico recto. Elytra femore postico sesqui parutn longiora, opaca, venis fusciori- 
hits, venalis transversis liand expressis, ramo radiali hasi furcato, macula alhida 
renae ulnari in medio apposita (nonnunquam deficiente). 9- 



9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum -50 „ 

Lat. „ medio i5 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 18 „ 

„ ovipositoris C „ 



Patria: Lagos in provincia Santa Catharina Brasiliae (coli. m.). 
14. Phylloptera yracilipes spec. iiov. 

Frons parum producta, haud eompressa. Antennae articulo primo viridi, 
articulis sequentibiis nigro- vel piirpureo-pictis. Pronotum lohis deflexis latiorihus 
quam altiorihus. Elytra opaca, olivacea, maculis nullis, venulis transversis irre- 
gulariter dispositis, ramo radiali anguloso, ptarum ante medium furcato. Pedes 
inusitate graciles. Femora suhtus tota inermia. Ovipositor suhito incurvus. 



hrevis, latus. 9 -^) 

9 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti ^"5 „ 

„ elytrorum 28 „ 

Lat. „ medio 11 „ 

Long, femorum posticorum . . . 21 „ 

„ ovipositoris ^-■^ „ 

Patria: Pernamhuco (coli. m.). 



') Diese Specios gehört nach der Form der Füssc in das Genus ITyperplirona, nach der Ver- 
In ihing der Adern und der Form der Legescheide liieher. 



160 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



15. riiylloptera teiiera spec. iiov. 

Pcdlide viridis, nitida. Pronotum disco antice quam postice angustiore, 
angulo insertionis lohorum deflexorum minus acuto. Elytra nitida, macula 
fusca venae ulnari medio apposita, saepe obliterata, ramo radiali parum pone 
medium venae radialis Oriente, longe ante medium furcato, vena ulnari mm 
ramo radiali venulis transversis conjuncta, retem rJwmbicum formante. Femora 
pällida, antica suhtus, margine antico spinulis 5 — 6 concoloribus armata. 



Ovipositor apice infuscatus. cf, 9- 

Long, corporis 21 21 mm 

„ pronoti 6 6 ^ 

„ elytrorum 31 34 „ 

Lat. „ medio . ... 10 13 ^ 

Long, femorum posticorum . . . 16 5 18 „ 

„ ovipositoris — 5"5 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 



16. Phylloptera foseo-inflata spec. iiov. 

Differt a Ph. tenera angulo insertionis lohorum deflexorum pronoti sul)- 
ferrugineo, elytris vix nitidis, margine ipso, praesertim in , dilute ferrugineo, 
femoribus anticis subtus, margine antico spinulis 3 — 4 rosatis armata. $. 







9 


Long, corporis 


18—21 


21mm 


„ pronoti 


5 


5 „ 


„ elytrorum 


28—30 


33 „ 


Lat. „ medio . . 


. 10—11 


12 „ 


Long, femorum posticorum . 


17 


18 „ 


„ ovipositoris .... 




5 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 
Phylloptera roseo-inflata Yar. major. 

In Omnibus, excepta magnitudine, cum diagnosi praecedente congruit. 9 • 



9 

Ijong. corporis 30 mm 

„ pronoti 8 „ 

„ elytrorum 45 „ 

Lat. „ medio 16 

Long, femorum posticorum . . . . 21 „ 

„ ovipositoris 7 „ 

Patria: Alto A^nazonas [coli. m.). 

17. JPhylloptera socia spec. hot. 



Statura minore. Frons rotundata, a latere haud compressa. Fastigium 
verticis ohtusum, sulcatum. Elytra nitidula, pronoti longifudine vix duplo 
latiora, ramo radiali ante medium venae radialis Oriente, medio furcato, cum 



Additamcnta zur Monogiapliie der Phaneroptciidcn. 



161 



lena tilnari cemiUs transversis äuahiis conjuncto. Femora antica siibttis, mar- 
(jine anfico 6 — S spinuloso. Ovipositor iironoto longior. 9- 

Hahitu Ph. famulae m. Diff'ert ehjtris snhlatiorihus, femoribus anticis 
spinnlis mmerosis (in Ph. famula — 3), ovipositore longiore. 

Long, corporis 10 mm 

„ pronoti ^'o „ 

„ elytrorum 29 „ 

Lat. „ medio 9'5 „ 

Long, femorum posticorum . ... IS „ 

„ ovipositoris 5*5 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 

18. PhyUoptera infuscata spec. nov. 

Statura minore. Antennae articulis hasalihus hinis nigro-signatis. 
Elytra margine antico ipso (praecipue ah infero viso) necnon campo tympa- 
ndli sinistro infiiscatis, ramo radiali pone medium furcato. Femora antica et 
intermedia suhtus, margine antico 7 — 9 spinuloso. Segmentum anale ti'un- 
catum. Cerci cT stihrecti, longi, apice dilatati, margine apicali emarginato et 
utrinque ohtuse acuminato. cf.^) 

cf 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5'^ „ 

„ elytrorum 31 „ 

Lat. „ medio 10'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 18 „ 
Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 

19. l^hyllox}tera vicina spec. nov. 

Flytra angusta, margine antico toto purpureo-marginato, ramo radiali 
in tertia parte hasali venae radialis Oriente, medio furcato, a vena ulnari sat 
remoto. Femora antica et intermedia suhtus suhinermia. Cerci cT longi, valde 
fle.vuosi, acuminati. Lamina suhgenitalis ampla, attenuata. Ovipositor pro- 
voto multo longior, margine superiore sinuato. Jjamina suhgenitalis 9 triangu- 
Inris, ohtusa. cT, 9- 

^ 9 

Long, corporis 20 20 mm 

„ pronoti 5 5,2 „ 

„ elytrorum 37 37 „ 

Lat. „ medio .... 8 93 „ 



') Diese Species könnte auch zum Genus Ilyperphrona gestellt werden, indem die schwarz 
gestrichelten Basalglieder der Fühler sonst nur hier vorkommen. Die Form der Legescheide wäre 
entscheidend. In diesem Falle stünde sie zunächst der //. gracilis, von welcher sie sich jedoch durch 
die schmäleren Flügel, das nicht in eine Spitze auslaufende Analsegment und die an der Spitze ge- 
stutzten Cerci unterscheidet. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abh. 21 



162 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Long, femorum posticorum . . . 21 21 mm 

„ ovipositoris — 7'5 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli. Bolivar, coli. m.). 

20. Phylloptera nigro-auriculata spec. uov. 

Frons rotundata, latere compressiuscula. Antennae pallide virides. Pro- 
notum disco piano, lohis deflexis altioribus quam latioribus, angulato-insertis, 
angulo aurantiaco. Elytra angusta, margine postico subrecto, margine antico 
lineola ehurnea, purpurescente limhato, ramo radiali recto, pone medium furcato, 
ramulo anteriore in apicem ipsum elytri exeunte. Femora antica subtus, mar- 
gine antico spinuloso. Tibiae anticae basi nigro-signatae. Ovipositor brevis, 



viridis, unicolor. 9 • 

9 

Long, corporis 23 mm 

„ pronoti . . . , 5 „ 

„ elytrorum 39 „ 

Lat. „ medio S'5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 24 „ 

„ ovipositoris 6'2 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Bolivar). 

21. Phylloptera breviramulosa spec. nov. 

Frons rotundata, haud compressa. Elytra subpellucida, ramo radiali in 
tertia parte basali venae radialis Oriente, ante medium furcato, ramulo postico 
venae ulnari angulato-appropinquato et cum hac vena ramulo brevissimo con- 
juncto, vena ulnari ad insertionem ramorum trium, punctis nigris minimis 
signata. Femora antica et intermedia subtus, spinulis raris minimis ornata. 
Ovipositor margine superiore recto. Lamina subgenitalis $ cimpla, profunde 



triangulariter emarginata. 9- 

9 

Long, corporis 19 mm 

„ pronoti ^"ö „ 

„ elytrorum . . . . ^ . . 33 „ 

Lat. „ medio „ 

Long, femorum posticorum . . . 19' 5 „ 

„ ovipositoris 6 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 



22. Phylloptera coriacea spec. uov. 

Colore pallide viridi. Frons a latere valde compressa. Genae vitta alba 
signatae. Pronotum lobis deflexis altioribus quam longioribus. Elytra coi'iacea, 
latiora, obtusa, campo marginali medio, campis ceteris unitis dimidio latiore. 
Venis radialihus rectis, ramo ante medium furcato, a vena ulnari sat remoto. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropferidcn. 



168 



Alae elytra vix siiperantes. Femora antica subtus mutica. Ocipositor brevis, 
acumimtus. Lamina subgenitalis 9 triangulariter emarginata. 9- 



9 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 6 „ 

„ elytrorum 37 „ 

Lat. „ medio 13'5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 17 „ 

„ ovipositoris 5'3 „ 



Patria: Sorata in Bolivia (Mus. Lubecense). 
23. Tlujlloptera picta spec. noT. 

Statura majore, colore saturate viridi, nitido. Frons rotundata. Fastigium 
i crticis non compressum, sulcatum, apice obtusiim. Pronotum disco piano, lobis 
deflexis obtiiso insertis, altioribus quam latioribus, angulo insertionis atro- 
lineato, fascia aurantiaca extus apposita. Elytra subcornea, nitida, macula 
atra, magna venae radiali medio apposita, venulis transversis curvatis, pallide 
flavis, lineola nigra, minutissima apposita, retem rhombicum, efficientibus, campo 
tympanali linea atra, illam pronoti continuante, delineato. Femora antica subtus, 
margine antico spinuUs minimis 2 — 3 armato. Femora postica submutica. Cerci 
breves, incurvi, acuminati. Lamina subgenitalis ampla, truncata, stylis sat 
longis instructa. Ovipositor vix ferriiginatus, brevis. Lamina subgenitalis 
mlcata et costata, apice triangulariter emarginata, lobis rotundatis. 9 • 







9 


Long, corporis 


27 


30 mm 


„ pronoti 


6 


7 „ 


„ elytrorum 


40 


A3 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 13 


„ 


Long, femorum posticorum . . 


. 19 


22 „ 


„ ovipositoris 




5-5 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm, coli. m.). 

24. Phylloptet'a phyllopteroides m. Olim Parableta phyllo- 
pteroides (Monogr., S. 254). 

S. 316. 

Die Dispositio specierum generis Hyperphronae ist abzuändern 
wie folgt: 

1. Foramina tibiarum utrinque aperta. 
2. Articuli basales antennarum unicolores. 

3. Elytra longitudine pronoti duplo haud latiora. 

4. Elytra pone medium, latissima, subopaca, venis pallidis, ramulis binis 
rami radialis rectissimis, in apicem ipsum elytri exeuntibus, campo 

tympanali unicolore 1. angusta m. 

21* 



164 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



4'. Elytra medio latissima, nitida, ramulis hinis rami radialis levissime 
deflexis, in marginem posticum elytri cxeuntibus, campo tympanali 

atro-hisignato C$ unicolore) 7. hinotata sij^ec. iio\. 

3'. Elytra longitudine pronoti 2^/^ latiora, (ramo radiali cum vena ulnari 

apice deflexo). 

4. Elytra nitida, vena ulnari immaculata. Species Columhiea. 

2. nitidipennis Stäl. 

4'. Elytra opaca, vena ulnari interdum punctis trihus purpureis signata. 

Species Peruviana 3. suhmaculata m. 

2'. Articuli basales antennarum nigro-striolati. 

3. Articulus primus antennarum unicolor, secundus solus striolatus. (An- 
tennae pone articulum secundum, latere interna nigro-lineato. Ovipositor 

pronoto parum longior.) 8. coerulescens spec. nov. 

3'. Articulus primus antennarum striolatus. 

4. Femora postica longitudinem dimidiam elytrorum superantia. Bamus 
radialis pone medium furcatus. 

5. Statur a majore. Ovipositor pronoto duplo longior. Species BaJiiana. 

5. striolata m. 

5'. Statura minore. Ovipositor pronoto parum longior. Species Ama- 

zonica 9. gracilis spec. nov. 

4'. Femora postica longitudinem dimidiam elytrorum vix attingentia. 
Bamus radialis ante medium furcatus. Ovipositor pronoto sesqui 

longior. Species Cayennensis 6. hidentata m. 

V. Foramina tihiarum anticarum in latere antico conchata, in latere postico 
aperta. 

2. Articuli basales antennarum unicolores. 

3. Elytra longitudine pronoti 2^/2 latiora, campo tympanali atro- 
circumscripto. Segmentum anale tumescens, in lobos duos acumi- 
natos productum. Gerd inflexi, sensim acute acuminati. 

10. atro-signata spec. nov. 
3'. Elytra longitudine pronoti duplo haud latiora, campo tympanali 
unicolore. Segmentum anale in lobos obtusos productum. Cerci 
recti, apice et basi aeque lati, apice ipso in cacumen contortum producto. 

11. punctulata spec. nov. 

2'. Articuli basales antennarum nigro-signati. 

3. Elytra longitudine pronoti 2^1^ latiora, maculis albis tribus, circulariter 
fusco-circumscriptis ornata. 

4. Articulus primus antennarum unicolor. Elytra in tertia parte api- 
cali latissima, maculis tribus inter se aeque remotis. 

4. trimaculata m. 

4\ Articulus primus antennarum nigro-marginatus et nigro-punctatus. 
Elytra in medio latissima, macula prima a binis alteris magis remota. 

12. irre'^ularis spec. nov. 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



165 



3'. Elijtra (medio latissima) pronoti longitudine diipla vix latiora, maculis 
albis nullis, sed maculis fnscis indistincte circiimscriptis ornata. (Äntennae 
articulis hinis hasalihus nigro-striolatis.) ... 13. sordida spec. iiov. 

S. 317. 

Die Diagnose der Hyperplirona angusta m. ist zu ergänzen wie folgt: 

Segmentum anale tumescens, emarginatum. Cerci cT suhrecti, apice 
clavati, truncati. Lamina subgenitalis <^ tricarinata. 

S. 318. 

Der Diagnose der Hijperphronc(, stihmaculata ist beizufügen: 

Vena ulnaris in 9 haud ornata. Tibiae anticae utrinqiie foramine aperto 
instnietae. Ovipositor pronoto sesqui longior, acuminatus, totus granulatus. 



■ 9 

Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 5<S „ 

„ elytrorum 44 „ 

Lat. „ in tertia parte apiccdi .16 „ 

Long, femorum posticoritm 24 „ 

„ ovipositoris 10'8 „ 



In der Beschreibung der Hyperphrona striolata ist das zu elimi- 
niren, indem dasselbe zu HyiJ. gracilis gehört. 

S. 319. 

Die Diagnose der Hyperphrona hidentata ist zu ergänzen durch: 
Ttamus radialis ante medium furcatus. Ovipositor pronoto sesqui longior, 



granulis fortioribus obsitus. 

9 

Long, corporis 20 mm 

„ pronoti 5d „ 

„ elytrorum 33 „ 

Lat. „ medio 12 „ 

' Long, femorum poslicorum . ... 18 „ 

„ ovipositoris 0'5 „ 



Folgende neue Speeles des Genus Hyperphrona sind anzureihen: 
7. Hyiierphrona binotata spec. iiov. 

Äntennae, exceptis articulis basalibus, atrae. Frons parum producta. 
Pronotiim lobis deflexis aeque altis et latis. Elytra nitida, longitudine pronoti 
diipla angustiora, venulis transversis regiilariter dispositis, ramo radiali pone 
medium furcato, pone furcationem a vena ulnari sat remoto, cum hac vena, 



166 



C. Brunuer v. Watten wyl. 



venula transversa conjuncto, campo tympanali cT hasi et apice fusco-notato, in 
9 unicolore. Tihiae anticae utrinque foramine aperto instructae. Cerci (j^ suh- 
recti, apice pariim dilatati et oblique truncati. Ovipositor pronoto sesqui haud 
longior, a tertia parte hasali fusco-ferrugineus, disco granuloso. Lamina suh- 
genitalis 9 hrevis, triangularis. 9- 







9 


Long, corporis .... 


. 17 


21 mm 


„ pronoti 


4-3 


6-4 „ 


„ elytrorum 


27 


32 „ 


Lat. „ medio . . . 


. 73 


9 „ 


Long, femorum posticorum . . 


. 17-5 


20 „ 


„ ovipositoris 




7 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm, coli. m.). 
8. Hyperphrona coeriilescens spec. iiov. 

Colore coerulescente-viridi. Antennae articulo primo viridi, unicolore, 
articulo secundo nigro-striolato, deliinc latere interno toto nigro-lineato. JPro- 
notum lohis deflexis angulo ohtuso insertis, aeque altis et latis. Elytra margine 
postico valde rotundato, medio, longitudine pronoti 2^/^ latiora, vena ulnari 
plus minus distincte trimaculata. Tihiae gracillimae, anticae et intermediae 
fusco-purpureo-annulatae. Ovipositor pronoto parum longior, ferrugineus, regu- 
lariter acuminatus, disco granoso. Lamina siibgenitalis triangularis. 9- 



9 

Long, corporis 22 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 35 „ 

Lat. „ medio 14 „ 

Long, femorum posticorum . . . 22 „ 

„ ovipositoris 6"5 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm, coli. m.). 
9. Hyperphrona gracilis spec. iioy. 

Parum differt a Hyp. coerulescente. Colore olivaceo-viridi. Antennae 
articulo primo nigro-marginato, articulo secundo nigro-striolato, dehinc latere 
interno nigro-lineato. Pronotum lohis deflexis angulo ohtuso insertis, suh- 
altiorihus quam latiorihus. Elytra medio, longitudine pronoti duplici vix latiora, 
vena ulnari tri-maculata, maculis valde inaequalihus. Tihiae anticae et intermediae 
graciles, unicolores. Segmentum anale parum tumescens, in lohos duos 
acuminatos, Jiorizontaliter prorectos productum. Cerci cT longi, parum flexuosi, 
ante apicem attenuati, dehinc denuo dilatati, apice ipso acuminato. Lamina 
siibgenitalis cT parum attenuata, obtuse triangulariter emarginata. Ovipositor 
pronoto sesqui longior, ante apicem leviter dilatatus, apice acuminato, disco 
granoso. Lamina subgenitalis 9 triangularis, obtusa. (f, 9- 



Additanieuta zur Monographie der Phaneropteriden. 



167 



d 9 ^ 

(var. minor) 

Long, corporis 21 25 22 mm 

„ pronoti 5 5 5 5 5 „ 

„ elytrorum 35 36 30 „ 

Lat. „ medio . . . 12 12 115 „ 

Long, femorum posticoriim . . 19 21 17'5 „ 

„ ovipositoris — 8' 5 8 „ 

Fatria: Alto Amazonas (coli. Böhm, coli. m.). 

10. Hyperi)hrotui citro-sigtiata spec. iiov. 

Antennae ferrugineae, articulis hasalibus viridihiis, unicoloribus. Frons 
parum producta. Elytra pronoti longitudine 2^/2 latiora, venulis transversis in 
campo ulnari irregulariter dispositis, vena ulnari ad insertionem ramulorum 
ferrugineo-trimaculata, Jiis maculis intcrdum ohliteratis, interdum lineola orhi- 
culari alba et fusca circumscriptis, campo tympanali atro-circiimscripto, 
necnon margine elytri postico ipso toto in atro, (in $ elytra tota uni- 
coloria). Tibiae anticae latere antico foramine conchato, latere postico foramine 
aperto instructae. Segmentum anale cf inflatum, in duos lobos acuminatos termi- 
natum. Cerci <^ apice subito incurvi, ad angulum incrassati, acuminati. Lamina 
subgenitalis truncata. Ovipositor pronoto parum longior, infuscatus, sensim 
incurvus, acuminatus, apice nee dilatatus, me oblique truncatus, disco granoso. 
Lamina subgenitalis $ triangularis, obtusa. cf» 9- 

9 

Long, corporis 23 28 mm 

„ pronoti 5 5 7 „ 

„ elytrorum 37 47 „ 

Lat. „ in tertia parte apicali 14 17 „ 

Long, femorum posticorum . . . 22 26 „ 

„ ovipositoris — 9 „ 

Fatria: Alto Amazonas (coli. Dohm, coli. m.). 

11. Hyperphrotta piincttilata s])ec. iiov. 

Frons parum producta. Antennae articulis basalibus viridibus unicolori- 
bus, sequentibus ferrugineis et apicem versus atris. Fronotum sulco medio 
longitudindli distincto. Elytra pronoti longitudine dupla haud latiora, viridia, 
maculis typicis nullis, sed serie punctorum ferrugineorum 15 — 20 secundum 
venam radialem dispositorum signata. Tibiae anticae latere antico foramine 
conchato, latere postico foramine aperto instructae. Segmentum anale in 
lobos brecissimos obtusos terminatum. Cerci recti, ante apicem dilatati, in 
mucronem obtusum, serrulatum terminati. Lamina subgenitalis triangulariter 
emarginata. Ovipositor apicem versus ferriiginatus. cf", $. 

9 

LjOng. corporis 30 30 mm 

„ pronoti 62 6'2 „ 



168 



C. Brunner v. Wattenwyl. 







9 




43 


43 mm 


Lat. „ medio . . . 


. 12 


12-5 „ 


Long, femorum posticomm . . 


. 24 


25 „ 


„ ovipositoris 




7*5 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Bolivar, coli. Dohm, coli mj. 
12. Hyperphrona irref/ularis spec. iiov. 

Parum differt a Hyp. trimaculata. Antennae articulo primo nigro- 
marginato et medio nigro-signato, articulo secundo nigro-striolato, articulis 
ceteris latere interno nigris. Elytra medio, longitudine pronoti 2^/^ latiora, vena 
ulnari maculis trihus orhicularibus, albis, fusco-circumscriptis ornata, macula 
prima a ceteris magis remota. Segmentum ahdominale non tumescens, trunca- 
tum. Cerci cT longi, parum incurvi, apice dilatati, ohtusi. I^amina suhgenitalis 
cf hrevis, angustata, triangulariter emarginata. cf. 



Long, corporis 25 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 40 „ 

Lat. „ medio l^'S „ 

Long, femorum posticorum . ... 22 „ 

Patria: Chiriqui (coli. Dohm). 



13. Hyperphroiia sordida spec. uov. 

Antennae articulis hasalihus pallidis, nigro-striolatis, dehinc fusco-ferru- 
gineae. Frons valde producta, compressa. Pronotum lohis deflexis rotundato- 
insertis, sublatioribus quam altiorihus. Elytra medio, longitudine pronoti duplo 
non latiora, olivacea, ox)aca, venis et venulis partim pallidis, vena ulnari ad 
insertionem venularum transversarum, maculis fuscis, irregulariter descriptis et 
pallide reticulatis signata. Tihiae anticae latere antico foramine conchato, latere 
postico foramine aperto instructae. Segmentum anale fornicatum, in appen- 
dices duas hreves productum. Cerci ^ longi, parum flexuosi, apice compresso- 
dilataii, cochleati. Lamina suhgenitalis angustata. Ovipositor angustus, 
scnsim acuminatus, a medio ferrugineus. ^, 9- 







9 




Long, corporis 


24 


24 


mm 




5-4 


5-8 


r> 




39 


39 


n 


Lat. „ medio . . . 


. 10-4 


11-5 


n 


Jjong. femorum posticorum . . 


. 22-5 


22 


?i 






8 


11 



Patria: Alto Amazonas (coli. Bolivar, coli. Dohm). 



Additameuta zur Monographie der Plianeroptcriden. 



169 



S. 320. 

Einzuschalten : 

Gen. iiOT. Arota, (Fig. 31.) 

(apoxo; — aratiis.) 

Fastignm verticis liorizontaliter prodiictum, sidcatum, cum fastigio frontis 
haud conHguum. Frons tumescens, a latere compressa. Fronotum lohis deflexis 
angnlo ohtuso insertis, altiorihus quam latiorihus. Elytra coriacea, nitida, öb- 
tuse lanceolata. Vena radialis recta, ramos 12 ohliquos, aeque distantes in mar- 
ginem anticum elytri emittens. Campus radialis, cum campo tilnari, venulis 
transversis ohliquis parallelis 7, apice replicatis aratus. Vena ulnaris antica 
renae radiali valde appropinquata, illas venulas transversas secans, Alae elytris 
parum longiores, campo triangulari partim producto. Mesosternum suhtruncatum. 
Metast ernum ohtuse lohatum. Femora antica et intermedia siihtus mutica. 
Femora postica suhtus, apicem versus utrinque spinulosa. Tibiae anticae et 
intermediae supra sulcatae, inermes. Ovipositor hrevis, valde incurvus, acumina- 
tus. Lamina subgenitalis 9 triangularis, triangulariter emarginata. 9- 

Speeles unica. 

Arota alineata spec. uov. (Fig. 31.) 
Colore pallide flavo-viridi. 

9 

Long, corporis ........ 20 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 32 „ 

Lat. „ media 10 „ 

Long, femorum posticorum . ... 17 „ 

„ ovipositoris ^'5 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 

S. 320. 

Die Diagnose des Genus Prosagoga ist zu ergänzen wie folgt: 
Eamus radialis rectus vel parum flexuosus. Ovipositor hrevis, hasi siihito 
incurvus, latus, apice acuminatus, disco granuloso, margine superiore suhrecto, 
margine inferiore valde rotimdato, utroque margine apice crenulato. 

S. 321. 

Für (las Genus Prosagoga ist folgende Dispositio specierum aufzustellen : 

1. Venae radiales^) plus minus flexuosae, (ramo primo medio Oriente). Pronotum. 
disco pjlano vel concaviusculo. Species Surinamenses. 



') Das Geäder ist auf der Unterseite der Fliigel zu beobachten. 
Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 



22 



170 



C. Brunner v. Wattenwj'l. 



2. Femora antica subtus mutica. Pars hasalis dilatata tihiarum antiearum, 
foramen gerens, cum parte apicali gracili, suhaeque longa. 

1. nitidula m, 

2'. Femora antica subtus spinulosa. Pars basalis dilatata tibiarum anti- 
earum quam pars apicalis gracilis brevior . . . . 2. coriacea 'Pictet. 
r. Venae radiales rectae. Pronotum disco rotundato. Species Brasilienses. 

2. Pamus radialis ante medium venae radialis oriens. Vena ulnaris posterior 
campum tympanalem circumscribens, in acuta et crenulata, in § obtusa, 
basi ipsa sola crenulata. Femora postica subtus, margine externo 10-spi- 
nuloso, margine interna submutico . . . . ^. crenulata s^ec. nov. 

2'. Pamus radialis pone medium venae radialis oriens. Vena ulnaris posterior 
in utroque sexu obtusa. Femora postica subtus, margine externo 10-spinu- 
loso, margine interno 4 — 5 spinuloso. 

3. Pamus radialis pri^nus flexuosus, haud angulatus, in marginem posti- 
cum elytri exeuns. 

4. Ehjtra apicem versus attenuata. Vena ulnaris prima subrecta, a vena 
radiali dimidia parte quam a margine postico elytri remota. 

4. rectinervis spec. nov. 
4'. Elytra apicem versus haud attenuata, rhomboidea. Vena ulnaris 
prima curvata, a vena radiali tertia parte quam a margine postico 

elytri remota 5. curvinervis spec. uov. 

3'. Pamus radialis primus cum vena ulnari angulato- conjunctus. 

4. Elytra nitida. Vena ulnaris a vena radiali dimidia parte quam d 
margine postico elytri remota. 

5. Elytra margine antico flavo-limbato. Vena radialis ante inser- 
tionem rami radialis cum vena ulnari, venulis transversis 1 — 
conjuncta. Pamus radialis angulo obtusiore venae radiali insertus. 

6. flavo-limbata spec. nov 
5'. Elytra margine antico angustius limbato. Vena radialis cum vena 
ulnari haud conjuncta. Pamus radialis angulo acuto insertus. 

7. splendens spec. nov. 
4'. Elytra opaca. Vena ulnaris a vena radiali tertia parte quam a 
margine postico elytri remota. (Vena radialis cum vena ulnari ant 
insertionem rami non conjuncta. Pamus radialis angulo acuto in- 
sertus.) 8. o^jrtca spec. nov. 

S. 321. 

Als neue Species des Genus Prosagoga sind anzureihen: 

2. Prosagoga comacea Pictet. 

Pronotum disco piano, lobis deflexis aeque altis et latis. Elytra vena 
radiali leviter fexuosa. Femora antica pronoto parum breviores, suhtus, margine 
antico 3-spinuloso. Tibiae aniicae parte basali dilatata distincte breviore quam 
pars angusta. Lamina subgenitalis bicarinata, excavata. cf. 



Additamcuta zur Monographie ilor riiaucroptcridca. 



171 



Long, corporis 23 mm 

„ pro not i 7 „ 

„ ehjtrorum 33 

Lat. „ mcdio ^-2 „ 



Long, femoriim posticorum . . . . 16 „ 

Prosagoga coriacca Pictet, 1888, Locust. nouveaux, p. 9, Fig. 2. 
Fatria: Guyana (Pictet). 

3. Prosagoga cvemilata spec. iiov. 

Pronotim disco rotundato, lohis deflexis angulo ohtuso insertis. Elijtra 
intcrdum maculis vel punctis fusco-ferrugimis, irregulariter dispositis con- 
S2)crsa, apicem versus non attenuata. Venae radiales rectae, ramo primo ante 
medium inserto, ante medium furcato. Vena ulnaris anterior a vena radiali, 
tcrtia parte quam a margine elytri remota. Vena ulnaris posterior, compum 
tympanalem circumscrihens, in ^ in tertia parte apicäli suhangulato-fracta, 
ante angulum crenulata. Campus tympanalis plus minus fusco-ferrugincus. 
Fcmora antica suhtus, margine antico trispinuloso. Femora postica suhtus, 
margine externo 10-spinuloso, margine interno inermi. Cerci cf longiusculi, 
parum incurvi, apice fusco-mucronati. Lamina suhgenitalis rotimdato-emar- 
ginata, stylis hrevibus. 

9 statura majore. Elytra emendata, vena ulnari tantum in hasi ipsa 
crenulata, cetcrwn ohtusa. Ovipositor disco scahro. 







9 




Long, corporis 


20—22 


35 


mm 


„ pronoti 


6—6-5 


7-6 




„ elytrorum .... 


33 


38 




Lat. „ medio . . 


12-5 


10 


» 


Long, femorum posticorum . 


14-5—16 


16 




,, ovipositor is . . . . 




6-5 





Patria: Pernamhuco (coli, m.), Guyana (coli, m.), Alto Amazonas (coli. 
Dohm). 

1. rrosagoga rectinervis spec. iiov. 

Caput angustius. Oculi subconici. Pronotum supra rotundatum, lohis 
deflexis angulo ohtuso insertis, altioribus quam latioribus. Elytra nitida, apicem 
versus attenuata, vena radiali recta, cum vena ulnari non conjuncta, ramo 
radiali pone medium venae radialis Oriente, ante medium furcato, vena ulnari 
subrecta, a vena radiali dimidia parte quam a margine postico elytri remota. 
Campus tympanalis in utroque sexit lanceolatus, vena ulnaris posterior ohtusa. 
Femora antica suhtus suhmutica. Femora postica suhtus, utroque margine 
7 — 8 spinuloso. Cerci cT (tpice infuscati. Lamina suhgenitalis tricarinata, 
rotundato-emarginata. Ovipositor apice fusco-ferrugineus. c^, 9- 

22* 



172 



C. Brunn er v. Wattenwyl. 





cf 


9 




Long, corporis 


23 


24 


mm 


„ pronoti 


6 


6 


11 


„ elytrorum 


31 


31 


n 


Lat. „ medio . . 


. 11-2 


12 


57 


Long, femorum posticorum . 


. 16 


15 


n 






4-2 


»5 


Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm, 


coli. m.). 







5. JProsagoga curvinervis spec. iiov. 

Caput latius. Ociili glohosi. Pronotum supra rotundatum, lohis deflexis 
altiorihus quam latioribus. Elytra nitida, suhtilissime fusco-punctata, apicem 
versus non angustata, vena radiali recta, cum vena ulnari non conjuncta, ramo 
pone medio Oriente, pone medium furcato, vena ulnari curvata, a vena radiali 
tertia parte quam a margine elytri remota. Femora antica suhtus mutica. 
Femora postica suhtus, margine externo 6-spinuloso. Ovipositor apice vix in- 
fuscatus. $. ■ ^ 

Long, corporis 23 mm 

„ pronoti 5 5 „ 

„ elytrorum 30 „ 

Lat. „ medio 13 „ 

Long, femorum posticorum . . . 13 5 „ 

„ ovipositoris ^ S „ 

Patria: Fontehoa in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 

6. Prosagoga flavo-linibata spec. nov. 

Viridis, nitida, linea aurantiaca utrinque ab oculo per pronotum ad apice 
campi tympanalis perducta. Pronotum supra rotundatum, lobis deflexis obtus 
insertis, altiorihus quam longiorihus. Elytra apice et hasi aeque lata, inter 
dum maculis fuscis 3 — 4, ad junctionem venarum sitis, inquinata, margine antic 
aurantiaco-limhato. Vena radialis rectissima, ante insertionem rami, cum ve- 
ulnari venulis transversis 1 — 2 conjuncta, ramo angulo majore inserto, angulato 
fracto, cum vena ulnari confluente. Vena ulnaris parum curvata, a vena radial 
dimidia parte quam a margine elytri remota. Femora antica submutica. Cerci 
apice haud infuscati. Lamina subgenitalis cT truncata, stylis minimis instructa 
Ovipositor totus pallide ferrugineus. Lamina subgenitalis 9 minutissime emar 
ginata. 9- 

Long. 



corporis .... 
„ pronoti . ■ . . . 
„ elytrorum .... 
Lat. „ medio . 

Long, femorum posticorum 
„ ovipositoris .... 
Patria: Alto Amazonas (coli, m., coli 







22 


27 mm 


5-2 


7 „ 


29 


38 „ 


10-8 


15 „ 


14'5 


17-5 „ 




6 „ 



Dohm). 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



173 



7. Prosagoga splendeiis spec. iioy. 

Saturate viridis, splenclens, obsolete aurantiaco-lineata, ohsoletissime lim- 
hata. Vena radialis ante insertionem rami, cum vena ulnari non conjuncta. 
Ilamus radialis longe imie medium angulo angiistiore insertus, ante medium 
angulato-furcatus, ramulo inferiore cum vena ulnari conjuncto. Vena ulnar is 
recta, medio a vena radiali et margine elytri aeque remota. Femora antica 
subtus, margine antico trispinuloso. Femora postica margine exteriore 8-spinu- 
loso. Ocipositor apice infuscatus. Lamina suhgenitalis 9 triangularis, emar- 



ginata. cf, $• ^ 

Long, corporis 28 mm 

„ pronoti 6 5 „ 

„ elytrorum 35 „ 

Lat. „ medio ^^'5 „ 

Long, femorum posticorum .... 17 5 „ 

„ ovipositoris 6 „ 



Patria: Cumhasi in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 
8. Prosagoga opaca spec. iiov. 

Laete viridis, opaca. Pronotum supra rotundatum, lohis deflexis altioribus 
quam latioribus. Elytra lata, apice et basi aeque lata. Vena radialis ante in- 
sertionem rami, cimi vena ulnari non conjuncta. Ramus rodialis longe pone 
medium insertus, ante medium furcatus et angulato cum vena ulnari conjunctus. 
Haec flexuosa, a vena radiali tertia parte quam a margine elytri remota, ramos 
tres fortiores in marginem elytri emittens. Femora postica subtus submutica, 
margine exteriore spinulis sanguineis $ armata. Ovipositor totus infuscatus. 
Lamina subgenitalis 9 triangularis, emarginata. 9- 



9 

Long, corporis ' . . 27 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 35 „ 

Lat. „ medio 16'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 16 „ 

„ ovipositoris 5 ,, 

Patria: Alto Amazonas (coli. m.). 



Steht in Betreif des Geäders der Prosagoga flavo-limbata sehr nahe 
und unterscheidet sich, abgesehen von der matten Textur und der Abwesenheit 
des orangefarbenen Saumes, durch die der vena radialis näher gerückte vena 
ulnaris und die Abwesenheit einer Transversalverbindung zwischen vena radialis 
und vena ulnaris, sowie die etwas kürzeren Hinterschenkel. 

S. 323. 

Die Diagnose der Plagioptera cineticornis ist zu ergänzen wie folgt: 
Variat pronoto non solum margine postico, sed etiam angulo insertionis 
loborum deflexorum fusco-lineato. 



174 



C. Bruuucr v. Wattenwyl. 



Patria varietatis: Theresopolis et Lages in provincia Santa Catharina 
Brasiliae (coli. vi.). 

S. 324. 

Einzusclialten : 

Greil. iiOY. Theia. (Fig. 32.) 

(Osio; — avuuculus.) 

Colore fusco-testaceo. Vertex decUvis, fastigio sulcato, cum fastigio frontis 
contiguo. Palpi articulis gracilihus, teretibus. Antennae fusco-cingulatae. Pro- 
notum laeve, postice rotundato-truncatum, löbis deflexis angulo acuto insertis, 
altiorihus quam latiorihus. Elytra angusta, apicem versus dilatata, margine 
apicali öbliqiie truncato. Älae elytra superantes, campio triangidari truncato. 
Fcmora antica teretia, sidjtus mutica vel spinulis parvis armata. Femora postica 
gracilia, hasi incrassata, utroque margine spimdoso. Tihiae anticae sidcatae, 
hasi ad foramina dilatata et subito angustata, spinula basali nidla. Segmenta 
abdominala postice in dentem producta. Segmentum anale truncatum. Cerci 
parum incurvi, basi incrassati, apicem versus attenuati, apice obtusi. Lamina 
subgenitalis rotundata, stylis nullis instructa. Ovipositor brevis, subito in- 
ciiruus, acuminatus, disco scabriusculo, margine superiore toto, margine in- 
feriore a^nce cremdato. Lamina suljgenitalis 9 triangidaris, obtusa. 9- 

Dispositio specierum. 

1. Pronotum antice lineola albida, longitudinali signatum. Elytra medio, long' 
tudine pronoti duplo latiora, margine postico recto. Femora antica subtu, 
inermia. Species Amazonica 1. Zineo?a^a spec. iiov 

1'. Pronotum unicolor fuscum. Flytra medio, longitudine pronoti sesqui a " 
gustiora. Femora antica siibtus, margine antico spimdoso. Species Brasilia 
meridionalis 2. ^^>^^coZor spec. iiov* 

1. Theia lineolata spec. nov- 

P\iSco-testacea, punctis fuscis conspersa. Fastigium verticis triangulariter 
acuminatum. Pronotum medio lineola longitudinali alba brevissima, in margine 
antico nascente, necnon puncto albido in margine postico ornatum. Elytra longi- 
tudine pronoti duplo latiora, margine postico recto. Femora omnia incerte 
pallide ligata. Femora antica pronoto sesqui liaud longiora, subtus mutica. , 9 • 







9 




Long, corporis 


12 


12 


mm 


„ pronoti 


2-4 


2-4 






20 


20 




Lat. „ medio . . . 


5 


5 


n 


Long, femorum posticorum . . 


. 13-5 


ISo 


r> 


„ ovipositoris 




4-5 


n 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 



Additamenta zur Monographie der Pliancropteriden. 



175 



I 



2. Theia unicolov spec. iiov. (Fig. 32.) 

Fusco-iestacea, imnctis fuscis conspersa. Fastigium verticis apice tiiber- 
culahim. Pronotum unicoJor. Ehjtra meäio, longitudine pronoti sesqui angiistiora, 
margine postico late simiato. Femora antica pronoto duplo longiora, siibtus, 
margine cmtico o-spinuloso. 9- 

Long, corporis 15 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 22 „ 

Lat. „ media 3 5 „ 

Long, femorum posticorum . ... 18 „ 

„ ovipositoris 6 „ 

Patria: San Paulo in Brasilia meridionali (coli. m.). 

Greil. HOT. Hetaira. (Fig. 33.) 

(ItaTpo? — sociiis.) 

Colore smaragdino. Caput elongatiim. Vertex declivis, cum fronte rotun- 
dato-contiguus. OcuJi glohosi. Palpi articulis hinis terminalihus compressis, sed 
non dilatatis. Pronotum disco planissimo, elongato, margine postico lanceolato- 
producto, lohis deflexis antice angustis, postice duplo altiorihus, angulo postico 
rotundato. Elijtra hasi angusta, apicem versus dilatata, margine postico oblique 
rotundato-truncaio . Alae ehjtra superantes. Femora antica teretia, suhtus, mar- 
gine antico 3—4 spinuloso. Femora postica suhtus suhmutica. Tibiae anticae 
pone foramen subito angustatae, spinula basali nulla. Segmenta abdominalia, 
exceptis binis terminalihus, postice truncata. Ovipositor minus incurvus, apice 
suhrotundatus, disco laeviusculo, margine superiore toto, margine inferiore 
apice crenulato. Lamina siibgenitalis 9 triangiilaris, compressa, rotundato- 
emarginata. 9- 

Speeles unica. 
Hetaira smaragdina spec. uov. (Fig. 33.) 

Supra laete viridis, latere ferruginea. Frons smaragdina, genae ferru- 
gitieae. Ehjtra smaragdina, margine antico cum margine alarum fusco-purpureo- 
marmorato. Femora postica cum tibiis pallide viridia, hasi et apice ferruginea. 
Ovipositor ferrugineus. 9- 

9 

Long, corporis 16 mm 

„ pronoti 5'5 „ 

„ elytrorum 22 „ 

IM. „ in quarta parte apicali . 7 5 „ 

Long, femorum posticorum 13 5 „ 

„ ovipositoris i^ • • •'^■•5 „ 

Patria: San Paulo in Brasilia meridionali (coli. m.). 



176 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



S. 326. 

Die Dispositio specierum generis Turpiliae erleidet folgende 
Abänderung : 

Die Turpilia ohtusangula ist in der Abtheilung 2' (Metasternum Idhis 
triangularibus) einzureihen. Die letztere Abtheilung gestaltet sich nunmehr 
wie folgt: 

2'. Metasternum lohis triangularibus, acutis instructum. 

3. Pronotum disco laevi. (Elytra pronoti longitudine duplo latiora.) 

11. laevigata spec. nov. 
3'. Pronotum disco punctis impressis scahriusculo. 
4. Elytra pronoti longitudine sesqui haud latiora. 

5. Pronotum nitidum, lobis deflexis aeque altis ac latis. Species 

Cubensis 8. obtusangula m. 

5'. Pronotum opacum, lobis deflexis altioribus quam latioribus. 

Species Mexicana . 9. opaca m. 

4'. Elytra pronoti longitudine duplo latiora . . 10. punctata Stäl. 
Sedis incertae 12. Madagassa Karsch. 

S. 330. 

Als neue Species des Genus Turpilia sind anzureihen: j| 
11. Turpilia laevigata spec. iiOY. 

Statura minore. Pronotum disco piano, laevi et opaco, sulculo mediano, 
longitudinali perducto, lobis deflexis angulato-insertis, subaeque altis et latis. 
Elytra lata, ovata, margine postico valde rotundato. Meso- et metasternum 
triangulariter lobata. Ovipositor valde incurvus, pronoto parum longior. $. 



9 

Long, corporis ........ 21 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ elytrorum 30 „ 

Lat. „ medio 11'5 „ 

Long, femorum posticorum, . ... 16 „ 

„ ovipositoris 5'5 „ 

Patria: Cayenne (coli. m.). 



12. Turpilia Madagassa Karsch. 

Statura 7ninore. Laete viridis. Fastigium verticis acuminatum. Oculi 
globosi. Pronotum disco piano, opaco, striis irregularibus ruguloso, lobis deflexis 
angulo acuto insertis, granuloso-rugosis, subaeque altis et latis, margine inferiore 
emarginato, margine postico late rotundato. Lobi metasternales rotundati. Elytra 
'pronoti longitudine parum, latiora, apicem versus sensim. angustata, apice rotun- 
data. Pamo radiali primo paulo pone medium venae radialis Oriente, ante medium 
furcato, ramulis inter se et cum venis ulnari et radiali venulis obliquis con- 
jnnctis, ramo radiali secundo integro. Femora antica cylindrica, postica apicem 



Adclitamcuta zur Monographie der Pbaneroptcridca. 



177 



elytrorum non attingentia. Tihiae anteriores supra terefes, inermes, posticae 
non dilaiatae, femoribus multo longiores. Ovipositor ]ironoto aeqiie longiis. 9 • 



9 

Long, corporis 17 mm 

„ pronoti 5 „ 

„ ehjtrorum 28'5 „ 

Lat. „ medio 6'5 „ 

Long, femorum posticorum . . . 17 5 „ 

„ tihiarum posticarum . ... 21 „ 

„ ovipositoris 5 „ 



TurpiUa Madagassa Karscli, 1888, Berliner Eiitom. Zeitsclir., XXXII, S. 448. 
Patria: Madagascar (Karscli). 

Das Genus Eutyrrliacliis ist aufzulassen, indem die einzige Speeles zu 
Pa rahleta eingereiht wird. 

S. 332. 

Die Dispositio specierum generis Apoceryctae gestaltet sich 
wie folgt: 

1. Pronotum antice et postice aeque latum, lobis deflexis altioribus quam latiori- 
hus. Ramiis radialis medio venae radialis insertus, ante medium furcatus. 
Ooipositor sensim rotundato-incurvus, apice margine superiore oblique trun- 



catus \. incommoda iTi. 

r. Pronotum postice latius quam antice, lobis deflexis aeque latis et altis. 
Ramus radialis ante medium venae radialis insertus. Ovipositor basi subito 
incurvus, apice haud truncatus 2. Bariana Vietet 



Der einzigen Speeles ist anzureihen: 
2. Apocerycta Bariana Pictet. 

Pallide viridis. Oculi magni, globosi. Pronotum sulco longitudinali, 
mediano suhtilissimo instructum, margine antico levissime sinuato, medio rugula 
transversa fusca instructo, margine postico levissime emarginato, lobis deflexis 
aeque altis et longis. Elytra lata, coriacea, dense punctulata, margine postico 
magis rotundato quam margo anticus, ramo radiali ante medium Oriente, pone 
medium furcato, apice venulis transversis cum vena ulnari conjuncto. Alae 
campo triangulari obtuso. Mesosternum lobis triangularibus, metasternum lobis 
rotundatis instructa. Femora postica subtus utrinque 6 — 7 spinulosa. Ovipositor 
basi subito incurvus, margine superiore suhrecto, crenulato, margine inferiore 
apice crenulato, valvulis superioribus disco granulato. 9- 

9 

Long, corporis 21 mm 

„ pronoti 5 „ 

r, elytrorum 32 „ 

Z. B. Ges. B. XU. Abb. 23 



178 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Lat. elytrorum medio 6 mm 

Long, femorum posticomm . . . . 19 „ 
„ ovipositoris 7 „ 



Apocerycta Bariana Pictet, 1888, Locust. nouveaux, p. 10, Tab. I, Fig. 3. 
Patria: Cayenne (Pictet). 

S. 332. 

Als neue Gruppe ist einzureihen: 

Gruppe Anepitactae. 

Obgleich nur eine einzige Species vorliegt, muss für dieselbe eine eigene 
Gruppe aufgestellt werden, welche sich durch die schlanke Form auszeichnet, die 
an das Genus Xiphidium erinnert. Charakteristisch sind das elliptisch ver- 
längerte Pronotum, die sehr schmalen Deckflügel mit deutlich getrennten Eadial- 
nerven, die complicirte Gestaltung des männlichen Analsegmentes und die mit 
Griffeln versehene Subgenitalplatte. 9 unbekannt. 

Gren. nov. Ane2)itacta, (Fig. 34.) 

(aveTrixaxTo? — nemini mancipatus.) 

Statura parva, gracili. Fastigium verticis angustum, apice ohtusum, cum 
fastigio frontis non contiguum. Pronotum cylindricum, loho postico elliptico- 
producto, lohis deflexis latiorihus quam altiorihus, margine inferiore rotundato. 
JElytra angusta, linearia, ohtuse acuminata, subhyalina, venis radialihus totis 
discontiguis , ramo radiali medio Oriente, pone medium furcato, utrumque 
ramulum in marginem posticum elytri emittente. Alae elytris valde longiores. 
Mesosternum truncatum. Metasternmn angustum, truncatum. Femora omnia 
gracillima, suhtus inermia. Tibiae anticae teretes, utrinque foramine aperto 
instructae, supra totae inermes, suhtus spinulosae. Segmentum anale in 
cornua dua decurva productum. Cerci valde flexuosi, incurvi, apicem versus 
deplanati, aeuminati, processum hilohum includentes. Lamina suhgenitalis 
minima, hrevissima, stylis sat longis instructa. 

Species unica. 

Anepitacta inconspicna spee. iiov. (Fig. 34 a, h.) 
Colore pallide-stramineo. Elytra subhyalina. 



Long, corporis 9 mm 

„ pronoti 4 „ 

„ elytrorum 13 „ 

Lat. „ medio l'O r, 

Long, femorum posticorum .... 9 „ 
Patria: Kamertin (coli. m.). 



Additamcnta zur Mouograpliic der Phaueroptcriden. 



179 



S. 334. 

Die Dispositio specierum generis Microcentri ist zu ergänzen 
wie folgt: 

1. Ramulus anticus rami radialis in marginem posticum elijtri exeuns. 
2. Fastigium vcrticis articulo primo antennarum duplo vix latius. 
3. Elytra coriacea, nitida. Species Americae meridionalis. 

4. Pronotmn lobis deflexis rotundato-insertis. (Elytra in margine antico 
ipso punctis ehurneis signata.) 

5. Fastigium frontis articulo primo antennarum aeque latum, ocello 
parvo instructum. Statur a minore . . . \. angustatum m. 
5'. Fastigium frontis articulo primo antennarum latius, ocello magno 
instructum. Statura majore .... 2. lanceolatum Burm. 
4'. Pronotum lohis deflexis angulato-insertis. 

5. Elytra in margine antico ipso, piunctis ehurneis, elevatis instructa. 

3. marginatum m. 
5'. Elytra in margine antico ipso, punctis ehurneis, elevatis nullis. 
6. Fastigium verticis acuminatum, articulo primo antennarum 

angustius. Sterna non lohata 4:. lucidum m. 

6'. Fastigium verticis obtusum, articulo primo antennarum latius. 
Sterna lohata. 

7. Frons laevis. Fastigium verticis articulo primo antennarum 
vix latius. 

8. Pronotum margine postico rotundato. 

9. Fastigium verticis sulcatum. Mamus radialis cum vena 
ulnari venula transversa, longiore conjunctus. Cerci 

apice securiformes 5. securiferum m. 

9'. Fastigium verticis non sulcatum. Mamus radialis cum 
vena ulnari suhcontiguus, venula transversa hrcvissima 
conjunctus. Cerci apice ohtusi. 6. pallidum m. 
8'. Pronotum margine postico ohtuse triangulariter producto. 
(Fastigium verticis sulcatum. Bamus radialis partim 
flexuosus, a vena ulnari sat distans. Cerci aince clavati.) 

7. triangulatum m. 
7 '. Frons impresso-punctata. Fastigium verticis articulo primo 
antennarum duplo latius. (Bamus radialis angulato-deflexus, 
cum vena ulnari venula transversa longiore conjunctus.) 

14. punctifrons spec. nov. 
3'. Elytra opaca. Species Americae horealis. 

4. Pronotum margine antico, medio denticulato. (Statura majore.) 

8. laurifolium L. 

4'. Pronotum margine antico integro, suhsinuato. 9. retinervis Burm. 
2'. Fastigium verticis articulo prrimo antennarum triplo latius. (Elytra ovata, 
lata.) Species Americae meridionalis. 

23* 



180 



C. Briinncrv. Wattenwyl. 



3. Mamus radialis hasi, a vena radiali remotiis. Statura ininore. 

4. Pronotum margine antico dentato, costa insertionis Idborum de- 

flexorum recta. Ehjtra viridia 10. concisum m. 

4'. Pronotum margine antico integro, costa insertionis lohonim de- 
flexorwn sinuata. Elytra macula transversa, lata, fusco-ferruginca. 

15. ligatum spec. nov. 

3'. Bamus radialis usque ad furcationem cum vena radiali suheontiguus. 
Statura majore. 

4. Caput et pronotum laevia, nitida. Elytra partim hyalina. 

5. Bamus radialis ante medium venae radialis oriens, cum hac vena 
siibcontiguus et angulo suhrecto furcatus. Vena ulnaris hasi suh- 
recta, a vena radiali sat remota . . . . 11. colosseum m. 
5'. Bamus radialis longe pone medium venae radialis oriens, angulo 
suhrecto deflexus, non furcatus. Vena ulnaris hasi versus venam 
radialem inflexa et circa medium Jiujus venae, angulo suhrecto 

deflexa 16. erosum spec. nov. 

4'. Caput et ptronotum impresso-punctata. Ehjtra opaca. 

12. Elephas m. 

1'. Bamulus anticus rami radialis in apicem ehjtri exeuns. (Elytra coriacea, 
margine antico ehurneo-punctato.) 13. Oiomium Sauss. 

S. 342. 

Als neue Speeles sind anzureihen: 

14. 3Iicroceiitrum punctifrons spec. iiot. 

Nitidum. Fastigium verticis valde defleximi, articulo primo antennarum 
suhduplo latius. Frons impresso-punctata. Pronotum disco impresso-punctato, 
margine antico sinuato, non dentato, margine postico rotundato, lohis deflexis 
angulo acuto insertis. Elytra medio, longitudine pronoti duplo latiora, coriacea, 
nitida, ramo radiali a vena ulnari sat remoto et liaccum venula transversa 
conjuncto. Femora antica suhtiis mutica. Femora postica suhtiis, apicem versus, 



utroque margine spinuloso. 9 • 

9 

Long. corp07'is 24 mm 

„ ptronoti ö „ 

„ elytrorum 55 „ 

Lat. „ 7nedio ^5 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 17 

„ ovipositoris ö „ 

Patria: Cayenne (coli. Dohm). 



Ausgezeichnet durch die punktirte Stirne und den breiten Gipfel. 
15. Microcmitrmn ligattmi spec. iioy. 

Statura minore. Colore olivaceo. Caput cum pronoto impresso-punctatum. 
Fastigium frontis latissimum, articulo primo antennarum triplo latius. Pronotum 



Additaiuenta zur Monographie der Pbancropteridcn. 



181 



marginc antico non dentato, lohis deflexis fusco-ferrugineis, angulo acuto in- 
scrtis. Elijtra campo marginali toto infuscato, macula lata transversa fusca in 
media elytri venae radiali apjwsita, ramo radiali medio venae radialis Oriente, 
ante medium furcato, ramulo posteriore cum vena itlnari non conjuncto. Femora 
omnia hrevia, compressa, fusco-ferruginea, antica suhtus, margine antico 3-spinu- 
loso, postica margine externo, apice 6-spinuloso. Tihiae anticae foraminibus 
liigro-repletis. Tihiae posticae atrae, pallide annulatae. Abdomen 9 fusco- 
nrrugineum, segmento anali atro, nitido, cercis cum ovipositore ferrugineis. $. 



9 

Long, corporis 19 mm 

„ pronoti ^^"5 „ 

„ elijtrorum 27 „ 

Lat. „ medio 9 „ 

Long, femorum posticorum . ... 13 „ 

„ ovipositoris 5 „ 

Patria: Columbia (coli. m.). 

16. Microcentrum erosum spec. nov. 



Pallide viride. Elytra siüypellucida, fasciato-liyalina. Fastigium verticis 
artictdo primo antennaruni quadniplo latius, rotundatum, nitidmn et punctis 
impressis raris inaequale. Pronotum nitidimi, impresso-punctatum. Elytra lata, 
vena radiali flexuosa, ramis tribus non furcatis, angulo siibrecto insertis instructa, 
vena ulnari a basi, venae radiali flexuoso-appropinquata et ad medium hujus 
venae angulato-defiexa. Femora omnia longepilosa. Femora antica subtus, 
margine antico bispinuloso. cT- 



Long, corporis 26 mm 

„ pronoti „ 

„ elytrorum -5(9 „ 

Lat. „ medio » 

Long, femorum posticorum . . . . 17 „ 



Patria: Fonteboa in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 

Diese Speeles bildet mit Microcentrum colosseum eine eigene Gruppe, 
welche sich durch den breiten runden Kopfgipfel, der ohne Winkel in den Stirn- 
gipfel übergeht, sowie durch die zart gefärbten Deckflügel auszeichnet. Bei den 
letzteren fehlt stellenweise die grüne Farbe des Geäders vollständig, so dass an 
diesen Stellen die Flügel glashell erscheinen. 

S. 364. 

Die Dispositio specierum generis Peucestes ist zu ergänzen 
wie folgt: 

1. Pronotum disco ruguloso. Metasternum triangulariter lobatum, lobis acutis. 

(Femora postica siipra teretia.) 1. dentatus St-dl 

(coronatus Stäl). 



182 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



1'. Pronotmn disco laevi. Metasternum lohis ohtusis. 

2. Femora postica supra, apice teretia. Pronotum costis vix elevatis, denti- 
hus 10 aequalihus instructis. 

3. Pronotum margine antico valde emarginato, non dentato. Femora 
antica suhtus, margine antico trispinuloso. 5. emarginatus spec. nov. 

3'. Pronotum margine antico obtuse emarginato, medio dente instructo. 
F'emora antica suhtus inermia .... 6. unidentatus spec. nov. 
2'. Femora p)OStica supra, ante apicem laminato-compressa. Pronotum costis 

rotundato-elevatis, dentibus inaequalibus instructis. 

3. Fastigium frontis bituberculatum. Pronotum costis cristatis subperpen- 
diculariter elevatis. Elytra lineolis fuscioribus, confertis, flexuosis 
striolata 3. striolatus m. 

3'. Fastigium frontis obtusum. Pronotum costis cristatis oblique expansis. 
Elytra lineolis fuscioribus obsoletissimis . . 4. cristatissimus m. 

S. 366. 

Eine Vergleichung vieler Exemplare hat mich überzeugt; dass die Unter- 
scheidung des Peucestes dentatus und coronatus kaum haltbar ist. Stäl 
hat die beiden Species nach verschiedenen Geschlechtern aufgestellt, und zwar 
die erstere nach dem 9^ die letztere nach dem (f. 

S. 367. 

Als neue Species des Genus Peucestes sind anzureihen: 
5. Peucestes emarginatus spec. uov. 

Statura maxima. Fastigium verticis articulo primo antennarum haud 
latius, sulcatum. Fastigium frontis ocitlo angustius, subbituberculatum. Pronotum 
disco laevi, postice parum dilatato, margine antico profundius sinuato, margine 
postico recto, costis ubique aeque altis, utrinque 11-dentatis, dentibus obtusis, 
subaequalibus. Elytra lata, campo marginali cum campis caeteris unitis aeque 
lato. Femora antica et intermedia subtus, margine antico 3 — 4 spinuloso. Femora 
postica supra, apice teretia, subtus multispinulosa, spinulis brevibus. Tibiae 
posticae compressae sed haud dilatatae. Mesosternum lohis acutis, metasternum 



lohis obtusis instructa. 9- 

9 

Long, corporis 63 mm 

„ pronoti 13 5 „ 

Lat. „ medio 12 „ 

Long, elytrorum 85 „ 

Lat. „ ante medium . . 30 „ 

Long, femorum posticormn . . . 40 „ 

„ ovipositoris 7'5 „ 

Patria: ? (coli. m.). 



Additamenta zur Monographie der IMianeroptcridcn. 



183 



(>. l^eucestes unUlentattis spec. nov. 

Diff'ert a Peuc. emarginato statura minore, margine antico pronoti 
minus sinuato et medio dente instructo, dentihns costarum ohtusiorihus, femoribus 
anticis et intermediis suhtus muticis, femoribus posticis brevioribus. 9- 

9 

Long, corporis 46 mm 

„ pronoti 12 n 

Lat. „ medio 10 „ 

Long, elytrorum 7'5 „ 

Lat. „ ante medium . . . 24 „ 

Long, femorum posticorum . . . . 32 ,^ 

„ ovipositoris 8 „ 

Patria: Cumbase in Peru (coli. Bolivar). 
S. 368. 

Die Dispositio specierum generis Posidippi ist zu ergänzen 
wie folgt : 

1. Frons rotundata. Pronotum costis lateralibus, a latere visis, leviter rotun- 
datis, obtuse dentatis. Metasternum lobis obtusis, latere rotundatis. ^) 
2. Pronotum margine antico, medio dentato, costis 15 dentatis. 

1. citri folius L. 
2'. Pronotum margine antico non dentato, costis 6 — 10-dentatis. 

3. Pronotum et elytra unicoloria, costis dentibus aequalibus, rotundatis 
instructis. Tibiae posticae compressae, sed non dilatatae. 

2. Stäli m. 

3'. Pronotum costis, necnon elytra vena radiali nigro-lineatis. Costae pro- 
noti dentibus inaequalibus, tribus anticis majoribus, rotundatis, 7 se- 
quentibus minimis. Tibiae posticae compressae et basi late dilatatae. 

5. lineatus spec. nov. 

r. Frons plana, reclinata. Pronotum costis, a latere visis, rectis vel leviter 
sinuatis, dentatis vel subtilissime crenulatis. Metasternum lobis acuminatis, 
latere rectis vel subsinuatis. 

2. Pronotum costis dentibus distinctis instructis. (Fastigium verticis fastigio 
frontis aeque latum vel latius. Tibiae intermediae supra, margine postico 
2 — 3 spinuloso.) 

3. Pronotum margine antico dentato, costis dentibus 13 plus minus acumi - 

Inatis instructis. (Femora postica subtus utrinque spinulis 7 — 8 armata.) 
Species Amazonica 6. Dohrni spec. nov. 
3'. Pronotum margine antico mutico, costis dentibus obtusis instructis. 
4. Costae dentibus 6 instructae. Femora postica subtus utrinque 
7 — 8 spinulosa. Species Cayennensis . . 1. Barellus Fictet. 



') Nota subtilissima ! 



184 



C. Brunn er v. Watte uwyl. 



4'. Cüstae dentibus 3 majorihus, necnon 4 minoribus instructae. Femora 
postica subtus utrmque 10-spinulosa. Speeles Peruviana. 

8. irregulariter-dentatus spec. nov. 
2'. Pronotum costis acutis, non dentatis sed angustissime crenulatis. 

3. Fastigium verticis fastigio frontis aeque latum. Femora antica supra 
depressa et albo-fasciata. 

4. Tibiae anticae supra, margine postico spinula basali instructae, ad 
dilatationein, foramina gerentem sita. Tibiae intermediae supra, mar- 
gine antico l-spinuloso, margine postico 8-spinuloso. Femora postica 

subtus, margine externo 12-spinuloso 3. De (7eeri Stäl. 

4'. Tibiae anticae supra, spinula basali nulla. Tibiae intermediae supra, 
" margine antico unispinuloso vel inermi, margine postico 4-spinuloso. 
Feinora postica subtus, margine externo 9-spinuloso. 

9. raro-spinulosus spec. nov. 
3'. Fastigium verticis fastigio frontis angustius. Femora antica supra 
teretiuscula, unicoloria. (Tibiae anticae spinula basali nulla. Tibiae inter- 
mediae supra, margine antico 3-spinuloso, margine postico 5-spinuloso. 
Femora postica subtus, margine externo 7 — 9 spinuloso.) 

4. fastigiosus m. 

S. 370. 

Die Diagnose des Posidippus fastigiosus ist zu ergänzen wie folgt: 

Femora antica subtus, margine antico 3-spinuloso. Elytra in 9 margine 
postico leviter sinuato. Femora p>ostica subtus utringue 7 — 9 spinulosa. Tibiae 
anticae supra sulcatae, spinula basali nulla. Tibiae intermediae comprcssae, 
supra, margine antico 3-spinuloso, margine postico 5-sxnnuloso. 9 . 

9 

Long, corporis 30 mm 

„ pronoti 7'5 y, 

„ elytrorum 48 „ 

Lat. „ intertiapartebasali 16 „ 

„ femorum posticorum . ... 23 „ 

„ ovipositoris 5 „ 

Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm, coli. m.). 

S. 370. 

Folgende neue Speeles sind dem Genus Posidippus anzureihen: 
5. Posidippus lineatus spec. nov. 

Colore laete viridi, utrinque linea nigra, pone oculum Oriente, per costam 
pronoti et secundum venam radialem perducta. Fastigium verticis angustum, 
sulcatum- Fastigium frontis acuminatum. Frons rotundata. Pronotum margine 
antico sinuato, disco subdepresso, costis irregulariter dentatis, utrinque dentibus 
majoribus obtusis tribus, dehinc dentibus 6 — 8 minoribus instructis. Elytra 



Additamenta zur Monographie der Phancropteridea. 



185 



minute viridi-striolata, sensim angustata, margine postico recto. Feinora antiea 
apice infuscata, siihtus, margine antico 3-spinuloso. Femora postica in qiiarta 
parte apicali fiisco-fasciata, siihtus, carina externa 8-spinulosa, carina interna 
6-spinnlosa. Tihiae omnes, praecipiie posticae, basi compressae et dilatatae, 
apice infuscatae. Tihiae anticae siipra paruvi profunde sulcatae, spinula hasali 
(ad dilatationem sita), instructae, intermediae in parte dilatata utrinque spinis 
trihus armatae. Mesosternum triangulariter lohatum. Metasternum lohis rotun- 



datis instructum. ^ 

Long, corporis 35 mm 

„ pronoti 9 „ 

„ elytrorum 60 „ 

Lat. „ medio ^5 „ 

Long, femorum posticoriim . . . . 32 „ 
Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm). 

6. Posidippus Dohrni spec. iiov. 



Habitu Pos. citrifolii, sed statura minore. Pallide viridis. Fastigium 
verticis sulcatum, fastigio frontis aeque latum. Frons subrotundata. Pronotum 
margine antico medio dentato, margine postico recto, costis rectis, 13 dentatis, 
dentibus aeqiialibus, subacuminatis. Elytra opaca, parum dilatata, margine 
postico sinuato. Femora antica subtus submutica. Femora postica subtus 
utrinque spinulis 7 — 8 armata. Tibiae anticae basi parum dilatatae, distincte 
sulcatae, spinula hasali, ad partem dilatatem, foramina gerentem, sita. Tibiae 
intermediae parum compressae, margine antico inermi, margine postico spinulis 
2 minimis armato. Mesosternum triangulariter lobatum. Metasternum lobis 
triangularihus, acuminatis, latere subsinuatis instructum. 9- 



9 

Long, corporis . 35 mm 

„ pronoti 8'5 „ 

„ elytrorum 54 „ 

Lat. „ medio . ... 14 „ 

Long, femorum ptosticorum . . . 27 „ 

„ ovipositoris 5'5 „ 



Patria: Santarem in provincia Alto Amazonas (coli. Dohm). 
7. PosuUppus Pareiitis Pictct. 

Prasinus. Fastigium verticis cum fastigio frontis aeque latum. Frons 
reclinata. Pronotum disco subconcavo, postice latiore, costis 6-dentatis, margine 
postico truncato. Elytra pone medium leviter attenuata, margine postico recto. 
Metasternum lobis acutis instructum. Femora antica subtus, margine antico 
4—5 spinuloso. Femora postica subtus utrinque 7 — 8 spinulosa. Tibiae inter- 
mediae supra, margine postico 4 — 5 spinuloso. 9 • 

Long, corporis 29 42 mm 

„ pronoti : 8 9 „ 

Z. B. Ges. B, XLI. Abb. 24 



186 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



9 

Long, elytrorum 55 62 mm 

Lat. „ 15 19 „ 

Long, femorum posticorum . . . 25 27 „ 

Posidippus Barellus Pictet, 1888, Locust. nouveaux, p. 11, Tab. I, Fig. 4. 

Patria: Cayenne (Pictet). 

8. Posidippus irregulariter-dentatns spec. iiOT. 

Saturate viridis, nitidus. Fastigium verticis fastigio frontis aeque latum, 
sulcatum. Frons plana, reclinata. Pronotum margine antico sinuato, margine 
postico leviter rotundato, costis rectis, dentibus tribus anterioribus majoribus, 
necnon denticulis parvis 4 — 5 posterioribus instructis. Elytra latiora striolata, 
margine postico sinuato. Femora antica subtus, carina antica 3-spinulosa. 
Femora postica suhtus utrinque 10-spinulosa. Tibiae anticae eompressae, sulcatae, 
spinula basali instructae. Tibiae interm^ediae eompressae, supra, margine antico 
3-spinuloso, margine postico 4-spinuloso. Mesosternum lobis triangularibus brevi- 
bus, metasternum lobis triangularibus, acutis, latere subsinuatis instructa. 



Long, corporis 30 mm 

„ pronoti 7 „ 

„ elytrorum 48 „ 

Lat. „ medio 13 5 „ 



Long, femorum posticorum . . . 21 „ 
Patria: Peru (coli. Dohm). 

9. JPosidi^ypus rarospinulosus spec. iiov. 

Olivaceo-viridis, nitidus. Oeciput et pronotum. albo-pruinosa. Fastigium 
verticis latum, valde deflexum, vix sulcatum, carinis lateralibus acutis. Fastigium 
frontis illo aeque latum, depressum. Pronotum antice et postice aeque latum, 
costis subrotundatis, dense crenulatis. Elytra attenuata, margine postico sinuato. 
Femora antica supra deplanata et albo-nitida, subtus, margine antico tri- 
spinuloso. Femora intermedia et postica compressa. Haec subtus utrinque 
spinis majoribus 9 armata. Tibiae anticae eompressae sulcatae, spinula basali 
nulla. Tibiae intermediae eompressae, carina antica unispinulosa, carina postica 



4 — 5 spinulosa. ^J". ^ 

Long, corporis 29 mm 

„ pronoti ^'5 „ 

„ elytrorum 47 „ 

Lat. „ medio 12 5 „ 

Long, femorum posticorum .... 22'5 „ 



Patria: Alto Amazonas (coli. Dohm, coli. m.). 

Steht dem Posidippus De Geeri sehr nahe und unterscheidet sich 
durch den breiteren, weniger tief gefurchten Kopfgipfel, die weniger stark be- 
dornten Tibien und die viel grösseren Dornen der Hinterschenkel. 



Additameuta zur Monographie der Plianeroptoridcu. 



187 



Index. 



A. 






Seite 


Seite 


Anmilacomera 


. . 20, 140, 144 




. ... 116 


Anaulacomerae 


20 


Abrodiaeta . . . 


... 20, 150 


Ajichispora . . 


.... 16, 119 


Accrana 


, . , 64, 66 


ancilla .... 


158 


Acva 


.... 23 




11 


AcHdopeza . . . 


. . . . 8 


Anepitacta . . 


.... 22, 178 


AcridojJezae . . . 


. . . . 8 




.... 22, 178 


Aci'ometojya . . . 


. . . . 5 




19 


Aci'ometopae . . 


. . . . 5 


Angara . . . 


.... 4, 37 




. 34, 144, 148 


angusta .... 


142, 147, 163, 165 


acutangula .... 


. . . . 74 




179 


Aegimia .... 


. . . . 9 


angusticauda . . 


.... 38, 39 


Aegimiae .... 


. . . . 9 




140 


Afra 


. . . 96, 97 




99 


affinis 


. . . . 25 


angustipennis . . 


59 


Africana 


. ... 118 


Aniara .... 


.... 7, 58 


Agaura .... 


, . . 19, 135 


Aniarae . . . 


6 


Agennis .... 


. . . 20, 151 


Anisotochra 


51 


AgnapJia .... 


. . . 14, 108 


annulata .... 


46, 47, 107 




. . . 90, 149 




62 


alhofasciata .... 


. . . . 38 


Antinorii. . . . 


39 


albo-nodidosa . . . 


. . 141, 145 


Aphidnia . . . 


9 


Alectoria .... 


. . , 10, 95 




9 




, . 16, III 


Apoballa . . . 


..... 23 




. ... 169 


Axiocerycta . . 


.... 22, 177 


AllodajHi .... 


. . . 15, III 




119 


altera 


, , 152, 154 


Arantia . . . 


.... 8, 63 


Ammira .... 


. . . 17, 122 


Arantiae . . . 


..... 8 


Amblycorypha 


. . . . 19 


arata 


..... 159 


Amblycoryx}hae . 


. . . . 19 


Arethaea . . . 


16 


aniissus 


. . . . 26 




.... 99, 100 


ampUatus .... 


. . . . 26 


Arnobia . . . 


.... 11, 72 


amplipennis .... 


. . . . 34 


Arota .... 


.... 21, 169 



24* 



188 C. Brunner v. Wattenwyl. 







Seite 




Seite 


atrolineata . 




, 63, 69 


Centroferae . . 


9 


atro-Uneatum 




. . . . 61 


Ceraia .... 


.... 18, 127 


atro-signata . 


. 128, 130, 164, 167 


Cerato2)ompa . 


.... 9, 69 










136 




B. 




Ceylonica . . . 


87 






Ceylonicus . . . 


73 


Barhitistes 




Q Q1 




143 






loq iQt: 


cliinensis .... 


.... 51, 54 


Bariana . . 




177 


chlorotica . . . 


.... 79, 81 


Belcki . . . 






cincticornis . . . 


178 


hicolor . . . 




119 mi. 


citrifoUus . . . 


183 


hidentata . . 




A(K ^(KA Ißt: 


elara 


149 






119 




. . . 142, 148 


hiloba . . . 




OA 01 1/19 

yu, yi, 14Z 






hinotata . . 




Ißl Ißfi 


cochleata .... 


77 






tiÄ 11Q 14Q 
04:, 140, 140 


coerulescens . . . 


. . . 164, 166 


hituherculata 




14-^ 


colosseum. . . . 


180 


Boliviana 




1/19 ^A^ 


compressa . . . 


.... 79, 81 


Borneensis . 




07 


Co^ichot02)oda . 


.... 5, 45 


Bosplioricus . 




97 






Brasiliensis . 




09 ^9. 1 
Oa, Oo, 100 




180 


drevicauda . 




1 40 1 AX 




. . . 132, 133 






. ... 141 


Cora 


21 


hreuifissa . . 




Ql 




. . 158, 162, 170 


hrevifoUa . , 




1 ^7 T^Q 


cornucervi . . . 


143 


hrevipennis . 




Q 1 1 QA 


cornuta .... 


. 80, 83, 128, 130 


hrevipes . . 




oo 1 AA 

. yy, lUU 




. . . 181, 182 


hreviramulosa 




1 KO 1 ßO 


corrodita .... 


157 










41 


Bulgariens. . 




97 ^0 






Burgiiis . 




n 


Corymeta . . 


7 






11 1 A"^ 


Coryphoda . . 
Cosmoi)hylla 


7 

7 




C. 




Cosmophylltim 


. . . . 8, 60 






Cosmozoma . . 


. . . .17, 120 


Caeclicia 




... 10, 96 


costata .... 


33 


Calopsyra 




... 12, 85 


crenulata .... 


. . . 170, 171 






137, 138 




1 oo 


camptoxiplia 




.... 33 




53 






. 46, 47, 131 


cruenta .... 


. .118, 128, 131 


Casigneta . 




... 12, 77 


Cteno2)hlebia 


.... 21, 152 






.... 90 


Ctenophlebiae . 


.... 20, 151 


Centrofera 




.... 9 


cucullata .... 


74 



Additameuta zur Monographie der rhaueropteriden. 



189 



Seite 

curvicercata . . . .47, 50, 153, 155 



curvüierüis 170, 172 

D. 

Dapmtera 12, 75 

deflürita 52 

Degeeri 184 

delineata 142, 146 

dentata . . . .118, 128, 130, 143 

dentatus 181, 182 

denticauda 24, 80, 84 

deplanatiis 25, 27 

derosifoUa 157 

mastella 10, 98 

JOichopetala 4 

Dictyota 10 

diffonnis 153 

dihita 141, 145 

dimidiata 158 

I>io{/€iia 15 

Dioiicomena 14, 107 

dirempta 118 

diversa 124, 125 

Doenitzi 121 

Dohrni ... 40, 52, 127, 183, 185 

Ducetia 6,53 

Ducetiae 6 

I>ysnioypha 24 

I>ysmorphae 24 

E. 

Ectadia 6 

Ectemna 18, 131 

Elhenia 12, 78 

elcgans 26 

Elepha^itodeta 14 

Eleplias 180 

Elimaea 5, 45 

Elimaeae 5 

emarginata 90 

emarginatus . . . . . . . . 182 

Ephip2}ithyta 10 



Seite 

Ephippithytae 10 

Eiigonia 7 

ensis 87 

erinifoUa 140 

erosum 180, 181 

Eticatopta 15, 108 

Eiirycorypha 19, 136 

Eiirypalpa 9 

Eurypalpae 9 

Etityrrhachis . . . . 132, 177 

excelsior 64, 65 

Exora 6, 52 

exotica 143 

F. 

fallax 71 

famula 158 

fasciata 116 

fastigiosus 184 

fatidica 64 

femorata 46 

fenestrata 115 

festiva 70 

Fieberi 25 

flavescens 27 

flavipennis 70 

flavo-Umhata 170, 172 

flavoUneata 46 

flexiioso-cercata 98 

Forstenii 90 

Frivaldshji 31 

Fnihstorferi 153, 155 

furcata 141 

fusca 108 

fusco-spinosa 91, 92 

Fussi 26 

Gahimensis 64 

Gelotojfoia 15, III 

genuteres 75 

gladiatrix 151 



190 



C. Brunner v. Watten wyl. 



Seite 

Gonatoxia . . . . . . 12, 76 

gracilipes 51, 157, 159 

gracilis 79, 81, 116, 132, 141, 145, 164, 

166 

grallatoria 43, 44, 45 

graminea 137 

Grmnmadera 20, 149 

granulosa 153, 155 

guttulata 98 

guttatipennis 137 

H. 

Hahra 12, 85 

hamatus 25 

Hmnmatofera 9 

liamuligem 95 

harpago 143 

hastata 150 

hebetata 114 

Hemielimaea 6, 51 

Heringi 109 

Hetaira 22, 175 

heteromorpha 51 

Hildehrandtiana 42, 43 

Himerta 6, 55 

Hoehneli 43, 44 

Holochlora 13, 89 

HolocJilorae 13 

Homotoicha 17, 124 

Horutosphaga 5, 45 

Hormilia 16, 116 

Hormiliae 16 

hydatinoptera 64, 66 

Jlyiyerophora ..... 7, 58 
Hyperphrona 21, 163 

I. 

Japonica 53, 91 

Javanica 54, 90, 91 

immaeulata 76 

incerta 144 

incertus 25, 28 







Seite 


incommoda . . 




.... 177 


inconspicua . . 




80, 83, 142, 178 






... 80, 82 






.... 142 


inflattis . . . 




... 25, 28 


infuscata . . . 




. 158, 161 


inhamata . . . 




, . 112, 113 






.... 120 








integricauda 




.... 133 


intermedia . . 




. . 116, 140 


inversa . . . 




46, 48, 143, 152 






.... 25 


irregularis . . 




75, 76, 164, 168 


irregulariter-dentatus 


. . 184, 186 


Ischnoptera . 




.... 16 






.... 23 






Q QO 






15 109 






15 


Isotmuc . . 




... 6, 54 




K. 




Karschia . . 




... 4, 41 


Karschiae 




... 4, 41 






.... 35 




L. 




laevigata . . . 




.... 176 


laevis . . . . 




... 79, 80 






.... 25 






.... 77 






. . 124, 125 






. 143, 150 






.... 179 






.... 106 












... 98, 142 






.... 139 






.... 117 






.... 142 






.... 179 



Additaraenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



191 





Seite 




Seite 


Lenzi 


... 80, 83 






leptocerca .... 


. . . . 45 




... 33, 36 


Lepfodera . . . 


. . . 9. 70 


3Iouteiroa . . . 


. . .19, 138 


Leptoderae . . . 


. . . . 9 




... 13, 95 


Lept02)7iy€s . . . 


... 4, 38 




.... 154 




. ... 180 


3Iyrmecophana . 


. . . 9, 71 


lineatus 


. . 183, 184 








. ... 174 






LiotracheUt . . . 


. . . 13, 93 


N. 










Lohoiyhyllus . . . 


. . . . 22 


nigro-antennata . . 


.... 107 




. . . 87, 88 


nigro-auriculata . . 


. . 158, 162 


longestylata .... 


. . . 87, 88 




.... 126 


longicercata 47, 49, 99, 


100, 122, 123, 




.... 132 




153, 154 




. . 102, 104 




. ... 179 


nigro-signata . . . 


.... 78 
... 96, 97 


M. 






.... 134 






. . . . 164 


Machima .... 


. . . . 9 


nitidula 


.... 170 




76, 77, 143 




.... 25 


maculiceps .... 


. ... 106 


nodulosa 


.... 141 




. ... 156 








. ... 176 


0. 




major .... 34, 52, 53, 59, 160 




Malaya 


. ... 144 


ohesa 


101, 102, 140 


Marenestha . . . 


. . . . 8 






marginata . 56, 72, 89, 91, 112, 113 




34, 36, 89, 109 


marginatum .... 


. ... 179 


ohtusangula . . . . 


.... 176 


marmorata .... 


46, 56, 64, 68 


obtusus 


.... 31 


Massaiae 


. . . . 37 


octo-maculata . . . 


.... 86 


maxima 


, , 128, 129 


Odontiira .... 


.... 4 


Megotoessa . . . 


. , . 17, 119 




.... 3 




. ... 126 


odonturaeformis . . 


... 56, 57 




. . . . 87 


Oertzeni 


... 31, 32 


melanopeza .... 


. . . . 94 


olivacea . . 96, 122, 123, 141, 144 


Melidia .... 


. . . . 15 




.... 60 


Microcentra . . . 


. . . . 22 


opaca 


170, 173, 176 


Microcentrum . . 


, 22, 179 


ornata 


.... 107 


minor . . 46, 48, 59, 102, 118, 124 




.... 70 




. . . . 135 


Orphcmia .... 


... 3, 24 


Mirollia .... 


. . . . 6 


Otiaphysa . . . 


... 16, 114 


Mirolliae .... 


. . . . 6 


Otiaphysae . . . 


... 16, 114 



192 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Seite 

Otomium 180 

ovalifolia 157 

Oxy2)rora 9 

P. 

pallida 56, 57 

liallidulum 60 

pallidum 179 

Pmitolepta 5, 50 

rarahleta 18, 133, 159, 163, 177 

Paracaedicia 10, 101 

ParacosmopJiylhim . . 8, 61 

jyarallelinervis 151 

Pavapyvrhicici . . . .20, 149 
Parascndderia . . . . 18, 126 

Pardalota 8 

Pardalotae 8 

parumpunctata 47, 48 

parvicauda 99 

Pavelii 37 

pellucida 77 

peregrina 80, 84 

Pergamicus 26, 29 

Perox)y7'7'hi€ia 4, 37 

Peronura 5, 42 

Peruviana . . . 59, 117, 153, 156 

Petaloptera 23 

Peticestes 18, 181 

pieta 158, 163 

jnlipes 72 

pisifolia 157 

Phmievoptera 14, 107 

Phmieropterae 14 

phaneropteroides 79, 81 

Phaula 12, 79 

PTiilopTiyllia 23 

Philippina 93 

Plilaurocentra 10, 105 

Phlaiiroceiitrum . . . . 11, 106 

Phoebolampta 23 

Phrixa 21 

Phrixcie 135 

Phygela 11, 27 



Seite 

Phylloptera . . .21, 86, 138, 156 
phyllopteroides .... 134, 159, 163 

Plagiox^leura 18, 131 

Plagiopleurae 17 

Plagioptera 22, 173 

Plmigia 19, 137 

Plmigiopsis 13, 88 

planieollis 102, 104 

Plegmatopterci .... 5, 43 

poaefolia 46 

Poecilimon 3, 24 

Poecilogramma .... 8, 61 

PoUchne 10, 99 

Poreuomena 13 

Po7^euomenae 13 

porrecta 96 

Posidippiis 19, 183 

praestantissima 72 

praeterinissa 90, 92 

prasinata 136 

propinquus 27 

Prosagoga 21, 169 

Proserpinae 136 

Protina 10, 98 

proxima 58 

Pseudohiirgilis 7 

Pseudophaneroptera . . 6, 52 
Pseudophaneropterae . . . 6 
Pseudopyrrhicia . . . . 15, 110 

Psyra 13, 86 

Psyrae 11 

pulcher 25, 27 

pulchripennis 31 

punctata 110, 122, 176 

punctifrons 179, 180 

punctinervis 33 

punctulata 58, 109, 118, 128, 129, 164, 

167 

punguiculata 152 

Pyrgoi)hylax 12, 73 

Pyrrhicia 6 

Pyrrhiciae 6 

pyrrhocnemis 126 



Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 




193 


M.V» 












Seite 


Sikorae 




121 


raro-ramosa .... 


101, 102 


simpUcinervis . . . . 




64 67 


raro-spinulosus . . 


. 184, 186 


Smaragdina 


115 


116, 175 


recta 


... 141 


Smyrnensis 






rectifolia 


... 64 


socia 




157 160 






sordida 




165, 168 


rectinervis .... 


170, 171 


soror 




134 


regvia 


, 64, 65 


sororcula » 




142, 147 




43, 44 






34 


reticiilosa 


, , 54, 55 


spinata 




122, 140 


retinervis 


64, 68, 179 






46 


TthegmatopoiJd 


. . 5, 44 


spinosa 




102, 103 




. 153, 156 


spinoso-laminata . . . 




79 80 




, 47, 49 


spinulosa . 63, 99, 101, 


136, 


137, 159 




157, 160 






170, 173 


rufomarginata . . . 


... 54 


Stäli 




183 




79, 80 


Steirodon 




18 






Steirodontia. . . . 




18 






Stenophyllia . . . 




7 








23 




... 27 






18 


sangiiinolentum . . 


... 63 






33 


Savigniji 


... 34 






62 


scalaris 


115, 116 


striolata 




164, 165 


Scambophylla . . 


... 8 






182 


Scaanhophyllum . 


. . 8, 63 






, . 136 




18, 134 






152, 154 


Sca2>lmrae . . . 


... 18 


subdistincta 




124, 125 


Sehmidti 


... 25 


submaculata .... 


140, 164, 165 




... 34 






143 




. . 33, 35 






. 80, 82 




16, 118 


superha 


40, 00, 107 


Scudfleriae . . . 


... 16 


Surinamensis . . . . 




128, 129 


scutata 


... 24 


SytmnacJiis . . . . 




. . 10 


securifera .... 


85, 136, 143 


SymmetropleKVff 




. 16, 118 


securiferum 


... 179 






. . 13 


securigera .... 


46, 47 


Syntechnu . . . 




. . 23 




. . . 138 






. 26, 29 


semiconehata . . . 


... 89 








serrata 


102. 103 


T. 








... 31 








... 158 


Taeniomena . . . . 




. , 14 


signata 


. . 90, 92 


Taeniomenae . . . 




14 


Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 






25 





194 



C. Brunner v. Wattenwyl. 



Seite 

Tapeina 12, 74 

Taurica 34, 35 

Tauricus 27 

tenera 78, 157, 160 

Terpnistria 15 

Terpnistriae 15 

Tetana 7 

Tetraconcha 16, 115 

Theia 22, 174 

TJiessalicus 27, 30 

Tlieudoria 17, 126 

thoracicus 26 

tigrina 87 

ToUeca 116 

Tomeo2>7iora 21, 151 

triangularis 33, 36 

triangulatum 179 

Trigonocoryplia 17 

trimaculata 164 

Trochalodera 9 

truncata 74 

tumescens 90, 91 

turbida 52 

Ttirpilia 22, 176 

Turpiliae 22 

Tylopsis 15, 112 

Tylopsidae 15 

typica 58 



u. 

Seite 

unicolor . . 87, 142, 146, 174, 175 

unidentatus 182, 183 

unispinosus 25 

V. 

varia 136 

venosa 89, 91 

verrucosa 46, 102, 104 

vicina 158, 161 

vittata 112 

voluptaria 121, 122 

Vossia 19, 139 

w. 

Weissenhomia 11, 71 

X. 

Xantia 19 

Xenica 4, 39 

z. 

Zanziharica 55, 149 

zehrata 128, 131 

Zetter stedti 153 

Zetmeria 13, 94 



Additamenta zur Monographie der Phaueropteriden. 



195 



Explicatio Tabularum. 



Tabula I. 

Fig. 1. Angara albofasciata spec. nov. . 

„ 2. Xenia superba spec. nov. 9 • 

„ 3. Karschia corrosa spec. nov. 9 • 

„ 4. Plegmatopiera Hoelmeli spec. nov. 9 • 

„ 5. FaracosmopJiyllum atro-delineatum spec. nov. J^. 

b. Apex abdominis ^T. 

„ 6. Poecilogramma striatifemur Karsch. 9- 

„ 7. Ceratopompa festiva Karsch. ^T. 

,, 8. Myrmecopliana fallax m. 

,, 9. Weissenhornia praestantissima Karsch. (f. 

10. Pyrgophylax Ceyloniais spec. nov. — a. 9- 

b. Apex abdominis 

11. Habra securifera spec. nov. cf, 

„ 12. Calopsym octomacidata Westw. 9- 
13. Zeuneria melanopeza Karsch. — a. cf. 
b. Apex abdominis cT. 
„ 14. Morgenia JiamnUgera Karsch. — a. Apex abdominis ^f. 
b. Tibia intermedia sinistra. 
15. Älectoria siiperba m. 9- 
„ 16. Protina guttidata ni. 9 • 



Tabula IT. 

Fig. 17. Paracaedicia tibialis spec. nov. 9- 

„ 18. Eucatopta Heringi Karsch. 9- 

„ 19. Gelotopo'ia bicolor spec. nov. 

„ 20. Tetraconcha fenestrata Karsch. 

„ 21. Änchispora appendiculata spec. nov. — a. 

b. Apex abdominis 

„ 22. Cosmozoma voluptaria spec. nov. cf. 

„ 23. Homotoiclia diversa spec. nov. 9 • 

„ 24. Parascudderia Bohrni spec. nov. 9- 



25^ 



196 C. ßrunner v. Watten wyl. Additamenta zur Monographie der Phaneropteriden. 



Fig. 25. Ceraia tibialis spec. nov. 9- 

„ 26. Ägaura miräbilis spec. nov. 9 • 

„ 27. Vossia ohesa spec. nov. 9 • 

„ 28. Parapyrrhicia Zanzibarica spec. nov. 9- 

„ 29. Äbrodiaeta lanceolata spec. nov. 

„ 30. Agennis parallelinervis spec. nov. 9 • 

„ 31. Arota alineata spec. nov. 9- 

„ 32. Theia unicolor spec, nov. 9 • 

„ 33. Hetaira smaragdina spec. nov. 9 • 

„ 34. Anepitacta inconspicua spec. nov. — a. cf. 
h. Apex abdominis cT. 



Druckfehler. 

Seite 4, Zeile 6 von unten, soll es statt „Mundi antici''^ heissen: „Mimdi 

Seite 5. Ganz oben ist einzuschalten: 

7'. Ovipositor pronotum aequans vel hoc longior. Elytra acumi- 
nata vel rotundata, apice non dilatata. 



197 



Oesterreichisclie Brombeeren. 

Eine Aiifzälilimg imd Beschreibung der in den Kronländern Schlesien, 
Mähren, Böhmen, Oesterreich unter und ob der Enns, Steiermark, Salz- 
burg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Krain, Istrien und im Küstenlande 
bisher beobachteten Brombeerarten. 

Von 

Dr. Eugen y. Haläcsy. 



(Vorgelegt in der Versammlung am 7. Jänner 1891.) 



Vorwort. 

Der Brombeerflora Oesterreichs, so formenreich und mannigfaltig als 
irgend welche eines anderen Landes, wurde bisher verhältnissmässig wenig 
Beachtung geschenkt. Zu den ersten Floristen, die, offenbar angeregt durch 
Weihe's bahnbrechende Arbeiten, sich mit dieser polymorphen Gattung be- 
schäftigt hatten, gehört L. Ch. Vest, der derselben in Steiermark seine Auf- 
merksamkeit zuwandte. Seine neu aufgestellten Arten, welche zum Theile heute 
noch als vollgiltig anerkannt werden, publicirte theils Trattinick in seiner 
Rosacearum Monographia im Jahre 1823, theils er selbst in der Stey ermärkischen 
Zeitschrift und in der Sylloge Florae Ratisbonensis in den Jahren 1823 — 1824. 
Fast zu gleicher Zeit beschrieben J. S. und C. B. Presl in Deliciae Pragenses 
im Jahre 1822 einige Arten aus Böhmen. Bald darauf, im Jahre 1823, erschienen 
P. M. Opiz's „Böheims phanerogamische und cryptogamische Gewächse", in 
welchem Werke eine einfache Aufzählung der in jener Zeit in Böhmen bekannten 
Rubi geliefert wird. Die einzige hier neu benannte Art, der Buhns Jieptcq)hyllus, 
wurde später, im Jahre 1831, im Nomenciator botanicus nebst anderen von Ort- 
mann aufgestellten Arten beschrieben. Eine Wiederholung jener Aufzählung, 
vermehrt durch die eben erwähnte und zum Theil auch durch eine Anzahl zumeist 
falsch gedeuteter Weihe 'scher Arten, erfolgte dann im Jahre 1852 in Seznani 
rostlin kveteny ceske, zu welchem in „Lotos" im Jahre 1854 noch ein Nachtrag 
mit neuen Standortsangaben und der Beschreibung des Ruhus hicolor Opiz erschien. 
Im Jahre 1835 publicirte Ort mann in der „Flora" eine Arbeit ebenfalls über 
böhmische Rubi, in welcher zum Theile Bemerkungen und Standortsangaben für 



198 



E. V. Halacsy. 



bereits bekannte Arten gegeben, zum Tbeile aber auch neue Formen beschrieben 
wurden. Gewissermassen als Abschluss der batographischen Publicationen dieser 
Periode für Böhmen wäre das in den Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen 
Gesellschaft in Wien erschienene, von Keichardt redigirte Verzeichniss der von 
J. Ch. Neumann in Böhmen gesammelten Bubi zu betrachten. Nebst einer 
Anzahl theilweise unrichtiger Angaben enthält dasselbe einige neue Arten und 
Varietäten, als nomina sola. Die Original-Exemplare derselben befinden sich im 
Herbare der genannten Gesellschaft. Sie wurden von Krasan 11 Jahre später 
im XV. Bande der Verhandlungen der genannten Gesellschaft, in dem Aufsatze 
„lieber die Polymorphie der Gattung Buhus'^ weitläufig besprochen und nebst 
anderen Arten, nach den damaligen Anschauungen, zum Theil als Hybride gedeutet. 
In demselben Aufsatze finden wir zugleich auch eine Aufzählung der um Görz 
vorkommenden Brombeerenformen . 

Für Schlesien waren Fr. Wimmer und H. Grabowski diejenigen, die in 
der Flora Silesiae vom Jahre 1829 die Brombeerflora ihres Landes ausführlich 
behandelten. Wesentlich reducirt erscheint dieselbe in Fr. Wimmer 's Flora von 
Schlesien vom Jahre 1841 und wieder umgestaltet in der dritten Bearbeitung 
des letztgenannten Werkes vom Jahre 1857. Für Mähren lieferte J. C. Schlosser 
in seiner „Anleitung, die im mährischen Gouvernement wild wachsenden Pflanzen 
zu bestimmen, 1843" eine Aufzählung der im Lande vorkommenden Brombeer- 
arten. Die Angaben darin beruhen zum Theile jedenfalls auf unrichtigen Bestim- 
mungen. In Host's Flora Austriaca vom Jahre 1831 sind vier neue Arten aus der 
Umgebung Wiens beschrieben. In der „Flora von Tirol" von Hausmann finden 
wir ebenfalls eine etwas ausführlichere Aufzählung von in Tirol und Vorarlberg 
vorkommenden, zum grössten Theile jedoch unrichtig gedeuteten Bubus-kvtm. 

Für die übrigen Kronländer ist kaum etwas Nennenswerthes bezüglich der 
Bubi zu verzeichnen. Die Autorität Koch 's, der in seiner Synopsis der deutschen 
und Schweizer Flora nur fünf Brombeerarten unterschied, alle früher aufge- 
stellten Formen einfach ignorirend, war für die betrefi'enden Publicationen, schon 
der Bequemlichkeit wegen, massgebend und beherrschte auch mehr weniger alle 
übrigen, nicht nur österreichischen, sondern auch deutschen Werke. Diese Zeit der 
Keaction, mit einem entschiedenen Kückschritt in der Kenntniss der Brombeeren 
einhergehend, dauerte, trotz der Arbeiten Kaltenbach's, Metsch's, Sendtner's, 
Wirtgen 's und P. J. Müller 's, bis weit in die Sechziger Jahre hinein, bis im 
Jahre 1867 0. Kuntze mit seiner Keform deutscher Brombeeren, dann Focke 
mit seinen in den Abhandlungen des naturwissenschaftlichen Vereines zu Bremen 
publicirten Aufsätzen und bald darauf auch Gremli mit den im Jahre 1870 
erschienenen Vorarbeiten zu einer Monographie der schweizerischen Brombeeren 
den ersten Anstoss zu neuen Forschungen auf dem Gebiete der Batographie gaben. 
In Oesterreich waren es J. Bayer, J. L. Holuby und A. Kerner, die dem 
gegebenen Impulse Folge leisteten und durch eine Keihe von Publicationen, in 
welchen zugleich eine Anzahl von neuen Arten von ihnen beschrieben wurden, die 
Aufmerksamkeit neuerdings auf die arg vernachlässigte Gattung der Bubi lenkten. 
Im Jahre 1877 erschien endlich Focke 's Synopsis Ruborum Germaniae, ein auf 



Ocstcrrcicliischc Brombeeren . 



199 



die sorgfältigsten Untersuchungen und Beobachtungen in der freien Natur ge- 
gründetes "Werk, welches mit vollem Recht die Grundlage aller ferneren bato- 
graphischen Arbeiten bildet und dem zugleich das unvergängliche Verdienst gebührt, 
eine grosse Anzahl fast gänzlich in Vei-gessenheit gerathener Arten der älteren 
Autoren aufgeklärt und nebst neu beschriebenen Formen in ein rationelles System 
gebracht zu haben. Von nun an, da einmal diese Basis gegeben war, mehren 
sich die Arbeiten in Bezug der Brombeeren zusehends, es erscheinen in Zeit- und 
Vereinsschriften mehr minder werthvolle Publicationen und in keiner der neueren 
Localfloren vermisst man eine mehr oder weniger ausführliche Bearbeitung der 
Bubi nach dem Focke 'sehen Werke. In dem weiter unten folgenden Literatur- 
verzeichnisse werden diese Publicationen, soweit sie sich auf die Brombeerflora 
unseres Gebietes beziehen, angeführt werden. 

Es sind ungefähr zehn Jahre her, dass ich selbst, aus Anlass der Bearbeitung 
der Nachträge zur Flora von Niederösterreich, begonnen habe, an der Hand der ge- 
nannten Synopsis die Brombeeren zu studiren. Die bald darnach in den „Nach- 
trägen zur Flora von Niederösterreich" niedergelegte kleine Arbeit konnte selbst- 
redend keinen Anspruch auf eine nur annähernde Vollständigkeit erheben und 
ich sah mich auch in der Folge schon nach kurzer Zeit, während welcher ich 
mich eifrig mit der Durchforschung der Brombeerenflora Niederösterreichs be- 
schäftigte, genöthigt, weitere Beiträge zu derselben zu veröffentlichen, die theils 
inA. Kerner's Schedae ad Floram exsiccatam Austro-Hungaricam, theils Inden 
Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft und in der Oester- 
reichischen botanischen Zeitschrift zur Publication gelangten. Die Folge hievon 
war, dass von verschiedenen Seiten, auch aus anderen Ländern der Monarchie, 
mir Exsiccata zur Bestimmung eingesandt wurden, welche mit der Zeit zu einem 
ansehnlichen Materiale angewachsen, mich in die Lage versetzten, den lang ge- 
hegten Wunsch, eine Aufzählung und Beschreibung der in der Monarchie bekannten 
Brombeerformen endlich in Angriff" zu nehmen, zu verwirklichen. Obzwar ich 
der grossen Schwierigkeiten bewusst war, die mit jeder ähnlichen Arbeit verbunden 
sind und ich auch im Voraus die Ueberzeugung hatte, dass es zur Zeit noch eine 
Unmöglichkeit ist, ein dem wirklichen Stande in der Natur entsprechendes Bild 
unserer Brombeerflora zu geben, unternahm ich dieselbe dennoch, schon desshalb, 
um erstens alle die an den verschiedenen Orten niedergelegten werthvollen Publi- 
cationen an einer Stelle zu vereinigen und zweitens, um durch dieselbe wenigstens 
eine, wenn auch noch so bescheidene Grundlage zu schaffen, auf welcher man 
dann später vielleicht doch leichter weiter arbeiten wird können. Um die Arbeit 
übrigens nicht gar zu lückenhaft zu geben, beschränkte ich mich auf den west- 
lichen Theil der Monarchie und liess vorderhand Galizien, die Länder der ungari- 
schen Krone und Dalmatien, da diese Gebiete überhaupt noch hinsichtlich der 
Muhi weniger durchforscht sind und mir andererseits auch aus diesen Ländern 
nur wenig Material zur Verfügung stand, unberücksichtigt. Umso mehr bemühte 
ich mich, die auf den oben erwähnten Theil der Monarchie bezügliche Literatur, 
so vollständig als es eben möglich war, zu benützen, wie auch die verschiedenen 
Sammlungen, insbesondere jene, in welchen Original-Exemplare von Autoren auf- 



200 



E, V. Haläcsy. 



liegen, wie jene des k. k. Hofmuseums, der Universität und der zoologisch- 
botanischen Gesellschaft, zu verwerthen. Leider standen mir von den älteren 
Exsiccaten die Exemplare von Vest, Presl, Opiz und Anderen nicht zur Ver- 
fügung und musste ich diessbezüglich, da aus den Beschreibungen allein in vielen 
Fällen die gemeinte Art mit Sicherheit nicht zu erkennen war, oft nur auf Ver- 
muthungen in der Deutung derselben mich beschränken. 

So lückenhaft nun auch vorliegende Arbeit in dieser Kichtung hin sein mag 
und so unvollständig andererseits bezüglich der Zahl der in derselben beschriebenen 
Formen, so glaube ich doch behaupten zu dürfen, dass die im Gebiete weit ver- 
breiteten Arten darin sämmtlich enthalten sind und dass nur eine Anzahl ver- 
hältnissniässig seltener, auf engere Bezirke beschränkter Formen übergangen 
worden sind. Dass von diesen übrigens eine ziemliche Menge zum Theile völlig 
unbekannter Arten im Gebiete noch vorhanden sein wird, steht zu erwarten, 
insbesondere wenn man den Formenreichthum gut durchforschter Gegenden mit 
jenen der minder oder noch gar nicht untersuchten in Vergleich bringt. Fast 
in jedem Herbare fand ich auch einige solcher Formen, die unter keine der be- 
schriebenen Arten einzureihen waren, die ich aber theils aus dem Grunde, weil 
sie unvollkommen oder nicht instructiv genug gesammelt waren, theils weil ich 
nicht genügend über ihr Vorkommen und ihre Verbreitung orientirt war, uner- 
wähnt lassen musste. 

Bezüglich der Anordnung und der Beschreibung der Arten bin ich fast 
vollständig Focke's schon erwähnter Synopsis, als der hervorragendsten neueren 
batographischen Arbeit, gefolgt, obzwar ich mir nicht verhehlen kann, dass die 
Eintheilung und Charakterisirung der Gruppen noch Manches zu wünschen übrig 
lässt und besonders dem Anfänger bei Bestimmung der Arten grosse, für den 
ersten Blick anscheinend unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstellt. Nur 
für die von Focke vorgeschlagene verschiedene Werthigkeit der einzelnen Formen, 
je nach ihrer grösseren oder geringeren Verbreitung, konnte ich mich, als für 
etwas zu Künstliches, nicht erwärmen und führte dieselben, sofern sie nur con- 
stant und genügend zu unterscheiden waren, als gleichwerthige Arten auf. Die 
Bastarte wurden zumeist nach den ihnen zunächst stehenden Arten ohne Diagnose 
angeführt und nur die Unterscheidungsmerkmale derselben von den Stammeltern 
hervorgehoben ; ein freilich nicht vorwurfsfreier Vorgang, da hiedurch das Erken- 
nen derselben eben nicht leicht wird ; allein ich zweifle, dass in anderer Weise 
dasselbe leichter gemacht werden könnte. Citirt habe ich nicht allein das Werk, 
in welchem der Autor zuerst die Art beschrieben hat, sondern auch alle mir be- 
kannten, auf das genannte Gebiet bezüglichen, in den einzelnen Länderfloren oder 
in Vereins- und Zeitschriften vorkommenden Stellen von Belang, welche sich auf 
die betreffende Art bezogen. Ebenso habe ich bezüglich der Standorte alle in 
den verschiedenen Werken aufgezählten nennenswerthen Angaben angeführt und 
meine Zweifel bezüglich der Eichtigkeit der Bestimmungen eventuell angedeutet. 

Hinsichtlich der genaueren morphologischen und biologischen Verhältnisse 
der Brombeeren verweise ich auf Focke's wiederholt erwähntes Werk, in welchem 
alles Wissenswerthe ausführlich abgehandelt ist, imd will hier nur einige der 



Oesterreichisclie BromLceron. 



201 



wichtigsten, bereits in den Nachträgen zur Flora von Niederösterreich hervorge- 
hobenen Merkmale wiederholen. 

Die Gruudachse unserer einheimischen Brombeeren treibt zweijährige, ast- 
lose oder mit Seitenzweigen versehene, bestachelte, verholzende LauKriebe, die im 
ersten Jahre steril bleiben, im Herbste meist sich mit ihren Spitzen einwurzeln, 
die Art so auf vegetativem Wege vermehrend und im zweiten Jahre erst aus den 
Achseln der inzwischen meist abgestorbenen Blätter die Blüthenzweige entwickeln. 
Bei jedem Strauche findet man daher zweierlei Stengel, den diessj ährigen Laub- 
trieb oder Schössling und den zweijähiigen, mit seitlichen Blüthenästen versehenen 
vor. Zur Bestimmung der Art ist jener nicht minder wichtig, wie dieser, und ist 
daher vom ersteren stets auch ein Stück, womöglich aus dem mittleren kräftigen 
Theile, nebst den darauf befindlichen Blättern einzulegen. Bemerkenswerth am 
Schössling ist seine Eichtung. Diese ist bei freiem Stande desselben aufrecht, d. i. 
gerade oder nur mit der Spitze umgebogen, oder hochbogig und endlich niedrig- 
bogig oder niederliegend. In Gebüschen sind jedoch die Schösslinge letzterer 
Kategorie nicht selten kletternd. Der Form nach ist der Schössling rundlich oder 
kantig, und zwar stumpfkantig bei convexen oder scharfkantig bei ebenen oder 
concaven Seitenflächen. Derselbe ist ferner bereift oder unbereift, mit kräftigen 
oder schwachen, geraden oder gekrümmten Stacheln besetzt, mit Stachelborsten 
und Stieldrüsen versehen oder stieldrüsenlos, kahl oder spärlich bis dicht behaart. 
Von grosser Wichtigkeit für die Unterscheidung der Arten sind auch die Blätter 
des Schösslings; sie sind drei-, fünf- bis siebenzählig. Das mittlere, endständige 
Blättchen, dessen Gestalt die meiste Bedeutung hat, ist stets grösser als die 
übrigen und länger gestielt, die mitteren Seitenblätter sind kürzer, die äusseren 
noch kürzer gestielt bis fast sitzend. Das fünfzählige Blatt ist entweder fuss- 
förmig, wenn die Stielchen der beiden Seitenblättchen je einer Seite mit ein- 
ander verwachsen sind, oder gefingert, wenn sie vollständig getrennt sind, so dass 
alle fünf Stielchen in einem Punkte zusammentreffen. Die Behaarung insbesonders 
der Unterseite der Blättchen ist ebenfalls oft von wesentlichem diagnostischen 
Werthe. Aehnlich wie bei dem Schössling wähle man zur Bestimmung der Art 
diejenigen Blüthenzweige, welche aus oder doch in der Nähe der Mitte des Blüthen- 
stengels entspringen, da die dem Grunde nahestehenden oder die der Spitze oft 
nicht gehörig entwickelt sind. Der Blüthenstand der BuM ist in der Eegel 
zusammengesetzt und stellt eine Elspe dar, deren Seitenäste aus Trauben oder 
Trugdolden bestehen; oft verjüngt sich letztere gegen oben zu und ist an der 
Spitze traubig; seltener sind rein traubige Blüthenstände. Die Kelchzipfel sind 
nach dem Verblühen bei vielen Brombeeren zurückgeschlagen, bei anderen wieder 
abstehend oder aufrecht und der Frucht angedrückt. Dieses verschiedene Verhalten 
derselben ist stets zu berücksichtigen und ist daher zum sicheren Erkennen der 
Art oft nothwendig, dass man von ein und demselben Strauch Exemplare sowohl 
in der Blüthe, als auch im Fruchtstadium einsammle. Ein verschiedenes Verhalten 
zeigen auch bei verschiedenen Arten die Staubgefässe ; sie sind nach dem Ver- 
blühen ausgebreitet, zusammenneigend oder der Frucht anliegend. Auch bezüglich 
ihrer Länge variiren dieselben. Die Kronblätter sind ihrer Form nach rundlich, 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 26 



202 



E. V. Halacsy. 



elliptiscli oder länglicli etc., der Farbe nach weiss, rosa oder roth. Die Frucht- 
knoten sind kahl, spärlich behaart bis filzig, gewöhnlich grünlich, manchmal jedoch 
auch roth. Da diese, übrigens auch bei den Staubgefässen auftretenden Farben- 
unterschiede zuweilen von Belang sind, an getrockneten Exemplaren jedoch meist 
undeutlich werden, erscheint es zweckmässig, wenn sie beim Einsammeln aufnotirt 
werden. Auch die Früchte zeigen in Bezug auf Form, Grösse und Geschmack 
manche Verschiedenheit, sind aber zur Unterscheidung der kritischen Arten meist 
weniger von Belang. 

Bei gewissenhafter Berücksichtigung der eben geschilderten Merkmale und 
genauer Befolgung der erwähnten Cautelen bei der Einsammlung der Rubi, wird 
es in den meisten Fällen auch dem Ungeübten gelingen, an der Hand der vor- 
liegenden Arbeit einen Strauch zu erkennen. Einzelne Herbar-Exemplare jedoch, 
insbesonders wenn dieselben unvollständig sind, oder auch mitunter selbst gute, 
aber nur in einem Stadium befindliche Exemplare, bieten oft selbst für den 
Geübtesten unüberwindliche Schwierigkeiten bei der Bestimmung dar. Mangelhafte 
und schlecht gesammelte Exemplare sind, überhaupt unbestimmbar und verdienen 
keine Berücksichtigung; jeder Versuch, sie zu determiniren, ist nur Zeitverlust, 
und Jemanden die Bestimmung derselben zuzumuthen, verräth grobe Unwissenheit. 

Wien, 1. Jänner 1891. 



Literatur. 

(Sofern dieselbe in irgend einer Eichtung auf die Brombeerflora des behan- 
delten Gebietes bezüglich ist.) 

Aichinger V., Beiträge zur Flora Vorarlbergs in Oesterr. botan. Zeitschr., 1880. 
Anderson G., Description of a uew british Buhns in The Transactions of the 

Linnean Society of London, 1815. 
Bayer J., Notizen über Rubus in Oesterr. botan. Zeitschr., 1859. 
Bayer J. N., Botanisches Excursionsbuch für das Erzherzogthum Oesterreich ob 

und unter der Enns. Wien, 1869. 
Bellardi L., Appendix ad Floram pedemontanam. Augustae Taurinorum, 1792. 
Bluff M. J. et Fingerhut C. A., Compendium Florae Germaniae. Norim- 

bergae, 1825. 

Boenninghausen C. M. F., Prodromus Florae Monasteriensis Westphalorum. 
Monasterii, 1824. 

Borbäs V., Ehodo- und batographische Kleinigkeiten in Oesterr. botan. Zeitschr., 
1883. 

— Clusius szedre in Erdeszeti Lapok, 1885 und in Oesterr. botan. Zeitschr,, 
1887. 

— Vasvärmegye növenyföldrajza es floräja. Szombathely, 1887. 
Borkhausen in J. J. Eoemer, Neues Magazin für die Botanik in ihrem ganzen 

Umfange. Zürich, 1794. 



Oestcrrcicliischo Brombeeren. 



203 



Celakovsky L., Prodiomiis der Flora von Böhmen. Prag, 1867 — 1875. Nach- 
träge, 1881. 

— Eesultate der botanischen Durchforschung Böhmens in Sitzungsberichte 
der königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften in Prag, Jahr- 
gang 1883—1888. 

Decandolle A. P,, Catalogus plantarum horti monspeliensis. Monspelii, 1813. 

Dichtl A., Ergänzungen zu den Nachträgen zur Flora von Niederösterreich in 
Deutsche botanische Monatsschrift, 1886. 

Fiek E., Flora von Schlesien. Breslau, 1881. 

Fleisch mann A., Uebersicht der Flora Krains. Laibach, 1844. 

Focke W. 0., Beiträge zur Keuntniss der deutschen Brombeeren in Abhand- 
lungen des naturwissenschaftlichen Vereines zu Bremen, 1868. 

— Nachträge zur Brombeerflora der Umgegend von Bremen in Abhand- 
lungen des naturwissenschaftlichen Vereines zu Bremen, 1871. 

— Synopsis Ruborum Germaniae. Bremen, 1877. 

Formänek E., Nachtrag zur Flora der Beskiden und des Hochgesenkes in Oesterr. 
botan. Zeitschr., 1884. 

— Correspondenz in Oesterr. botan. Zeitschr., 1886. 

— Beitrag zur Flora des mittleren und südlichen Mährens. Prag, 1886. 

— Mährische und schlesische Buhus-Yormen in Oesterr. botan. Zeitschr., 1887. 

— Beitrag zur Flora des nördlichen Mährens und des Hochgesenkes in Oesterr. 
botan. Zeitschr., 1888. 

Freyn J., Die Flora von Südistrien in Verhandl. der k. k. zool.-botan. Gesellsch. 
in Wien, 1877. 

— Nachträge zur Flora von Südistrien in Verhandl. der k. k. zool.-botan. 
Gesellsch. in Wien, 1881. 

Pride richsen K. et Gelert 0., Buhns comww^itts, nova subspecies in Botanisk 

Tidsskrift, 17 Bind, 4 Haefte. Kjobenhavn, 1890. 
F ritsch C, Vorläufige Mittheilung über die JRit&ws-Flora Salzburgs in Verhandl. 

der k. k. zool.-botan. Gesellsch. in Wien, 1888. 

— Beiträge zur Flora von Salzburg in Verhandl. der k. k. zool.-botan. Ge- 
sellsch. in Wien, 1889. 

Gene vier L. G., Buhns Lloydianus in Memoires de la Societe acad. de Maine 
et Loire, 1861. 

— Essai monographique sur les Buhns du bassin de la Loire. Angers, 1869. 
Gmelin C, Flora badensis alsatica. Carlsruhe, 1805—1826. 

Gremli A., Beiträge zur Kenntniss der schweizerischen Brombeeren in Oesterr. 
botan. Zeitschr., 1871. 

— Beiträge zur Flora der Schweiz. Aarau, 1870. 

— Excursionsflora für die Schweiz. Aarau, 1881. 

Haläcsy E., Beiträge zur Brombeerflora Niederösterreichs in Verhandl. der k. k. 
zool.-botan. Gesellsch. in Wien, 1885. 

— Neue Brombeerformen aus Oesterreich in Oesterr. botan. Zeitschr., 1890 
und 1891. 



204 



E. V. Haläcsy. 



Haläcsy E. und Braun H., Nachträge zur Flora von Niederösterreicli. Wien, 
1882. 

Hall W., Account of a variety of the bramblo in Transactions of the Royal 

Society of Edinburgli, Vol. III. Edinburgh, 1794. 
Hansgirg A., Ein Beitrag zur Flora des böhmiscb-mährisclien Grenzgebietes in 

Oesterr. botan. Zeitscbr., 1882. 
Hausmann F., Flora von Tirol. Innsbruck, 1851. 

Hayne F. G., Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneikunde 

gebräuchlichen Gewächse. Berlin, 1805 — 1846. 
Heimerl A., Buljus hmchystemon n. sp. in Oesterr. botan. Zeitschr., 1882. 

— Floristische Beiträge in Verhandl. der k. k. zool.-botan. Gesellsch. in Wien, 
1884. 

Hinterhuber J. und Pichlmayer F., Prodromus einer Flora des Herzogthums 

Salzburg. Salzburg, 1879. 
Holuby J. L., Die JRubi der Nemes-Podhrägyer Flora in Oesterr. botan. Zeitschr., 

1868. 

— Die Brombeeren der Flora von Nemes-Podhrad in Ungarn in Oesterr. 
botan. Zeitschr., 1873. 

— Batographische Notizen in Oesterr. botan. Zeitschr., 1875. 
Host N. Th., Flora Austriaca. Viennae, 1827. 

Kaltenbach J. H., Flora des Aachener Beckens. Nachtrag. Aachen, 1845. 
Kerner A., Novae plantarum species. Innsbruck, 1871. 

— Schedae ad Floram exsiccatam Austro-Hungaricam. Vindobonae, 1881 — 1888. 
Kosteletzky, Clavis analytica in floram Bohemiae. 1832. (Manuscriptum in 

Bibliotheca musei palat. Vindob.) 

Krasan F., Versuch, die Polymorphie der Gattung Buhns zu erklären in Ver- 
handl. der k. k. zool.-botan. Gesellsch. in Wien, 1865. 

Kuntze 0., Reform deutscher Brombeeren. Leipzig, 1867. 

Lasch W., Die Buhus-¥ ormen, welche und wie sie um Driesen wild wachsen in 
Linnaea, 1833. 

Lejeune A. L. S., Flore des environs de Spa. Liege, 1811 — 1813. 

— Revue de la flore des environs de Spa. Liege, 1824. 
Lindley J., A Synopsis of the British Flora. London, 1829. 
Linne C, Species plantarum, ed. II. Holmiae, 1762 — 1763. 

MercierE., Bubi GeneYenses in G. F. Reuter, Catalogue des plantes vasculaires, 
qui croissent naturellement aux environs de Geneve, ed. II. Geneve, 1861. 
Metsch J. C, Buhi Hennebergenses in Linnaea, 1856. 
Meyer G. F. W., Chloris Hannoverana. Göttingen, 1836. 

Müller P. J., Beschreibung der in der Umgebung von Weissenburg am Rhein 
wild wachsenden Arten der Gattung Buhns in „Flora", 1858. 

— Versuch einer monographischen Darstellung der gallo-germanischen Arten 
der Gattung Buhns in XVI. und XVII. Jahresbericht der „Pollichia", 1859. 

Murr J., Eine Umgehung des Höhenberges bei Innsbruck in Deutsche botan. 
Monatsschrift, 1886. 



Oesterreichische Bromheeren. 



205 



Oboriiy A., Die Flora des Znaimer Kreises in Verhandl. des naturforschenden 
Vereines in Brünn, Bd. XVII. Brünn, 1879. 

— Flora von Mähren und Oesterreichisch-Schlesien. Brünn, 1883 — 1887. 

— Mittheilungen zur Flora von Mähren in Ocsterr. botan. Zeitschr., 1890. 
Opiz Ph. M., Böheims phanerogamische und cryptogamische Gewächse. Prag, 1823. 

— Nomenciator botanicus. Prag, 1831. 

— Seznam rostlin kveteny ceske. Praze, 1852. 

— Nachtrag zu meinem Seznam rostlin kveteny ceske in „Lotos", Zeitschrift 
für Naturwissenschaften, Jahrg. IV. Prag, 1854. 

Ortmann, Botanische Beobachtungen über einige Pflanzen, welche in der Um- 
gebung von Carlsbad oder in Böhmen überhaupt vorkommen in „Flora", 1835. 

Fächer D. und Jabornegg M., Flora von Kärnten. Klagenfurt, 1881—1887. 

Petter Fr., Botanischer "Wegweiser in der Gegend von Spalato in Dalmatien. 
Zara, 1832. 

Preissmann E., Zur Flora der Serpentinberge Steiermarks in Oesterr. botan. 

Zeitschr., 1885. 
Presl J. Sw. et C. B., Deliciae Pragenses. Pragae, 1822. 

Progel A., Flora des Amtsbezirkes Waldmünchen in Achter Bericht des Botani- 
schen Vereines in Landshut über die Vereinsjahre 1880 — 1881. Landshut, 
1882. 

Reichardt H. W., Verzeichniss aUer von Herrn J. Ch. Neumann in Böhmen 
gesammelten Pflanzen in Verhandl. der zool.-botan. Gesellsch. in Wien, 1854. 

Reichenbach L., Flora Germanica excursoria. Lipsiae, 1830 — 1832. 

Richter C, Notizen zur Flora Niederösterreichs in Verhandl. der k. k. zool.- 
botan. Gesellsch. in Wien, 1887. 

Sabransky H., Zur Kenntniss des Buhns Pseudoradula Kol. in Oesterr. botan. 
Zeitschr., 1886. 

— Beiträge zur Brombeerflora der Kleinen Karpathen in Verhandl. der k. k. 
zool.-botan. Gesellsch. in Wien, 1886. 

— Zur Batographie Niederösterreichs in Oesterr. botan. Zeitschr., 1887. 

— Ein Beitrag zur Kenntniss der mährischen Brombeerflora in Oesterr. 
botan. Zeitschr., 1889. 

— Batographische Miscellen in Deutsche botanische Monatsschrift, 1889 — 1890. 
Saut er, Flora des Herzogthums Salzburg. Salzburg, 1866. 

Schlosser J. C, Anleitung, die im mährischen Gouvernement wild wachsenden 

Pflanzen zu bestimmen. Brünn, 1843. 
Schott, Botanische Berichte für Europa in „Isis" oder Encyklopädische Zeitung 

von Oken, 1818. 

Sendtner 0., Zur Kenntniss der bayerischen Brombeersträucher in „Flora", 
1856. 

Se ringe N. C. in A. P. Decandolle, Prodromus systematis naturalis regni 

vegetabilis, Tome II. Parisiis, 1825. 
>^mirh J. E., Compendium florac Britannicae. Londini, 1800. 

— The English Flora. London, 1824—1836. 



206 



E. V. Haläcsy. 



Spitz ner V., Kveteiia okresu prostejovskeho a pliimovskeho. Prostejove, 1887. 

— Correspoiidenz in Oesterr. botan. Zeitsclir., 1888. 
Sprengel K., Caroli Linnaei systema vegetabilium. Gottingae, 1825. 
Strobl G., Flora von Admont in 31. und 32. Jahresbericht des k. k. Ober-Gym- 
nasiums zu Melk. Wien, 1881—1882. 

Trattinick L., Kosacearum Monographia. Vindobonae, 1823. 

Vest L. Ch., Buhi nonnuUi Styriae finitimaeque Carinthiae in Sylloge plantarum 
novarum itemque minus cognitarum a societate regia botanica Ratisbonensi 
edita. Ratisbonae, 1824. 

Vierhapper Fr., Prodromus einer Flora des Innkreises in Oberösterreich in 
14. — 18. Jahresbericht des k. k. Staatsgymnasiums in Eied, 1885 — 1889. 

Waldstein F. et Kitaibel P., Descriptiones et icones plantarum rariorum 
Hungariae. Viennae, 1802 — 1812. 

Weihe K. E., Buhus Sprengeiii, ein noch unbeschriebener Strauch des Fürsten- 
thums Minden in „Flora", 1819. 

— et Nees v. Esenbeck C. G.,^R^tZ>^ germanici descripti et figuris illustrati. 
Elberfeldae, 1822. 

Willkomm M., Botanische Berichte aus Spanien in Botan. Zeitung. Berlin, 1844. 
Wimm er F., Flora von Schlesien. Breslau, 1841. 

— Flora von Schlesien. Dritte Bearbeitung. Breslau, 1857. 

— et Grabowski H,, Flora Silesiae. Vratislaviae, 1829. 
Wirtgen P., Flora der preussischen Rheinprovinz. Bonn, 1857. 



Kubus L., Gen. Nr. 632. 

Kelch fünfspaltig, bleibend, deckblattlos. Blumenkrone fünfblättrig. Staub- 
gefässe zahlreich. Früchte steinfruchtartig, meist zahlreich, auf einem scheiben- 
oder kegelförmigen, meist schwammigen Fruchtboden eingefügt und in eine an 
der Basis ausgehöhlte, abfällige Scheinbeere mehr oder minder verwachsen. Griffel 
an der Spitze eingefügt, abfallend. 

Schlüssel zum Bestimmen der Arten, ohne Berücksichtigung der 

Bastarde. 

Stengel krautig, einjährig 1 

Stengel zwei- bis mehrjährig, verholzend 2 

1. Pflanzen zweihäusig; Stengel kurz, aufrecht, wenigblättrig; Blätter einfach, 
seicht fünflappig; Blüthen ansehnlich; Früchte orange. B. Chamaemorus L. 

„ Pflanzen zwittrig; unfruchtbare Stengel lang, niederliegend, vielblättrig; 
Blätter dreizählig; Blüthen klein; Früchte roth. B. saxatilis L. 

2. Früchtchen kurzhaarig-filzig, roth, in eine Scheinbeere verwachsen, vom kegel- 
förmigen trockenen Fruchtboden sich ablösend. B. Idaeus L. 



Oesterreichisclie Brombeeren. 



207 



2. Früchtchen kahl, schwarz, selten schwarzroth, mit dem erweichenden oberen 
Theile des Fruchbodeus in eine Scheiubeere verwachsen und mit demselben 
verbunden abfallend (Euhatus) 3 

3. Nebenblätter lineal 4 

„ Nebenbltätter lanzettlich oder lineallanzottlich ; äussere Seitenblättclien stets 

sitzend (CorylifoUi) 84 

4. Achsen ohne Stieldrüsen . 5 

„ Achsen mit Stieldrüsen 30 

5. Schössling aufrecht, kahl; Blätter beiderseits grün, mit fast sitzenden oder 
kurz gestielten äusseren Seitenblättchen; Staubgefässe nach dem Verblühen 
ausgebreitet (Suherecti) 6 

„ Schössling bogig, kahl oder behaart; Blätter unterseits häufig filzig, mit deut- 
lich gestielten äusseren Seitenblättchen ; Staubgefässe nach dem Verblühen zu- 
sammenneigend (TJiyrsoidei) .9 

6. Schösslingsstacheln klein, kurz, kegelförmig; Früchte schwarzroth. 

M. nessensis Hall. 

„ Schösslingsstacheln ziemlich kräftig, am Grunde breit-zusammengedrückt: 
Flüchte schwarz 7 

7. Staubgefässe kaum so hoch wie die Griffel. M. fruticosus L. 
„ Staubgefässe die Griffel überragend 8 

8. Blüthenstand meist traubig ; Fruchtkelch zurückgeschlagen. E. sulcatus Vest. 
„ Blüthenstand mehr zusammengesetzt; Fruchtkelch abstehend. 

R. nitidus Wh. et N. 

9. Schösslinge hochbogig, wenig behaart oder kahl, unbereift ; Blüthenstand nach 
oben zu traubig, nach der Spitze zu verjüngt, meist dicht bestachelt; Kelchzipfel 
aussen graugrün oder filzig; Staubgefässe nach dem Verblühen zusammen- 
neigend oder der Frucht angedrückt (Rhamnifolii) 10 

„ Schösslinge hochbogig, meist kahl, unbereift; Blüthenstand verlängert, schmal, 
zur Spitze kaum verjüngt, aus ein- bis mehrblüthigen Aestchen zusammengesetzt, 
wenig bestachelt ; Kelchzipfel aussen graufilzig, zurückgeschlagen ; Staubgefässe 
nach dem Verblühen zusammenneigend (Candicantes) 14 

„ Schösslinge bogig, mehr weniger behaart, bereift oder unbereift; Blüthenstand 
zusammengesetzt, nach der Spitze zu verjüngt, meist reichlich bestachelt, Kelch- 
zipfel aussen graufilzig; Staubgefässe nach dem Verblühen zusammenneigend 
(Villicaules) 16 

10. Endblättchen eiförmig oder elliptisch, etwa dreimal länger als sein Stielchen 11 
„ Endblättchen rundlich, kaum doppelt so lang als sein Stielchen. 

R. rhamnifolius Wh. et N. 

11. Fmchtkelch zurückgeschlagen. J^. affinis Wh. et N. 
„ Fruchtkelch abstehend 12 

12. Blüthenstiele locker behaart. R. senticosus Koehl. 
r, Blüthenstiele abstehend dichthaarig 13 

13. Endblättchen eiförmig; Blüthenstand dicht. R. carpinifolius MVh. 



208 



E. V. Halacsy. 



13. Endblättclien elliptiscli oder verkehrt-eiförmig ; Blüthenstand locker. 

B. vulgaris Wh. et N. 

14. Endblättchen breit-eiförmig oder fast kreisrund; Blüthenstand fast traubig; 
Fruchtknoten an der Spitze bärtig-zottig. B. Vestii Focke. 

„ Endblättchen elliptisch oder eiförmig; Blüthenstand meist mit dreiblüthigen 
Aestchen; Fruchtknoten kahl oder behaart 15 

15. Staubgefässe und Griffel grünlich. B. montanus Lib. 
„ Staubgefässe und Griffel purpurn. B. persicinus Kern. 

16. Blättchen oberseits kahl, unterseits angedrückt weissfilzig 17 

„ Blättchen oberseits mehr minder behaart, unterseits behaart, oft ausserdem 

filzig 19 

17. Schösslinge blau bereift; Kronblätter purpurn; Staubgefässe griffelhoch. 

B. ulmifolius Schott. 

„ Schösslinge unbereift; Kronblätter weiss oder rosa; Staubgefässe die Griffel 
überragend 18 

18. Schösslinge dicht abstehend behaart; Elspe umfangreich, reichblüthig, deren 
Achsen dicht filzig-zottig, mit kurzen sicheligen Stacheln besetzt. 

B. myrianthus Freyn. 

„ Schösslinge zerstreut behaart, Elspe schmal, deren Achsen abstehend behaart, 
mit schlanken, geraden, langen Stacheln besetzt. jR. bifrons Vest. 

19. Schösslinge bereift. B. rorulentus Hai. 
„ Schösslinge unbereift 20 

20. Schösslinge meist hochbogig; Blattunterseite mehr oder weniger dicht grau- 
filzig; Blüthenstand mit sicheligen oder hackigen Stacheln bewehrt . . 21 

„ Schösslinge niedrigbogig; Blattunterseite weichhaarig oder graufilzig; Blüthen- 
stand mit geraden, meist schwachen Stacheln bewehrt 23 

21. Blättchen lederig, mittelgross; Staubgefässe und Griffel grünlich ... 22 
„ Blättchen dünner, gross ; Staubgefässe und Griffel röthlich. jR. rhombifoUus Wh. 

22. Schösslinge fast kahl; Endblättchen breitelliptisch, am Grunde herzförmig, 
kurz bespitzt. B. discolor Wh. et N. 

„ Schösslinge büschelig behaart; Endblättchen eiförmig, am Grunde abgerundet, 
allmälig lang zugespitzt. B. puhescens Wh. 

28. Staubgefässe kürzer oder höchstens so lang als die Griffel 24 

„ Staubgefässe länger als die Griffel 25 

24. Schösslinge sehr wenig behaart; äussere Seitenblättchen deutlich gestielt; 
Eispenachsen kurzfilzig; Kelchzipfel zurückgeschlagen. B. centronotus Kern. 

„ Schösslinge dicht behaart; äussere Seitenblättchen sehr kurz gestielt; Eispen- 
achsen dichtzottig- langhaarig; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend. 

B. carpinetorum Freyn. 

25. Blüthenstand mit langen Stacheln reichlich bewehrt 26 

„ Blüthenstand mit schwachen zerstreuten Stacheln bewehrt 27 

26. Schösslinge ziemlich dicht behaart; Blättchen unterseits weichhaarig bis dünn 
graufilzig, das endständige am Grunde abgerundet; Elspe verlängert, mit 
sparrigen Aesten. B. villicauUs Koehl. 



Oesterreichiscbe Brombeeren. 



209 



2G. Schösslinge fast kahl; Blättclien untcrseits au dou Nervon behaart, das end- 
ständige am Grunde herzförmig; Rispe bis zur Spitze durchblättert, mit 
laugen, bogig abstehenden entfernten Aesten. jR. Kelleri Hai. 

27. Schösslinge fast kahl 28 

„ Schösslinge deutlich behaart 29 

28. Blättchen unterseits dünn graufilzig, das endständige kurz bespitzt; Rispe fast 
traubig. R. gorizianus Kern. 

„ Blättcheu unterseits grün, an den Nerven behaart, das endständige lang 
zugespitzt; Rispe zusammengesetzt. R. macrojihyllm Wh. et N. 

•J9. Endblättchen breit herz-eiförmig-ruudlich; Deckblättchen drüsig. 

M. quadicus Sabr. 

y, Endblättchen elliptisch, am Grunde abgerundet; Deckblättchen drüsenlos. 

B. silvaticiis Wh. et N. 

30. Blattstiele rinnig; Blättchen oberseits Sternhärchen führend; Blüthen gelblich- 
weiss. R. tomentosus Borkh. 

„ Blattstiele flach; Blättchen oberseits ohne Sternhärcheu; Blüthen weiss oder 
roth 31 

31. Staubgefässe die Griffel nicht überragend, nach dem Verblühen nicht zu- 
sanimenneigend. B. Sprengelii Wh. 

„ Staubgefässe kürzer oder länger als die Griffel, nach dem Verblühen zusammen- 
neigend oder der Frucht angedrückt 32 

32. Schösslinge mit ziemlich gleichartigen grösseren Stacheln, nebst diesen oft 
auch mit Stachelchen und Stachelhöckern besetzt, mehr weniger stieldrüsig; 
Stieldrüsen im Blüthenstande kurz oder doch nicht erheblich länger als die 
Haare oder der Querdurchmesser der Blüthenstiele (Adenopho7i) ... 33 

„ Schösslinge meist dicht ungleich stachelig, zwischen Stacheldrüsen, Stachel- 
höckern und Stacheln mancherlei Uebergänge vorhanden; Stieldrüsen im 
Blüthenstande weit länger als die Haare oder der Querdurchmesser der Blüthen- 
stiele ( Glandulosi) 64 

oo. Schösslinge zertreut behaart oder kahl, mit fast gleichförmigen Stacheln, zer- 
streuten Stieldrüsen, oft auch mit Stachelhöckern besetzt, zuweilen fast stiel- 
drüsenlos; Blättchen unterseits grün bis dichtfilzig; Blüthenstand mit abstehend 
behaarten oder kurzfilzigen Achsen (Euadenophori) 34 

„ Schösslinge verwirrt-abstehend rauhhaarig, mit fast gleichförmigen Stacheln, 
zerstreuten oder zahlreichen Stieldrüsen, oft auch kleinen Stachelchen besetzt; 
Blättchen unterseits dichtfilzig und durch lange schimmernde Haare an den 
Nerven sammtig; Blüthenstand mit rauhhaarigen Achsen (Vestiti) . . 44 
„ Schösslinge kahl oder behaart, von meist dicht gestellten Stachelborsten und 
Stieldiüsen gleichmässig rauh, ohne mittlere und mit fast gleichen grösseren 
Stacheln; Blättchen unterseits grün bis dichtfilzig; Blüthenstand mit kurz- 
filzigen oder abstehend behaarten Achsen (Radulae) 51 

:{4. Blüthenstand verlängert, schmal, nur unten durchblättert, drüsenarm. 

R. silesiacus Wh. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 27 



210 



E. V. Haläcsy, 



34. Blüthenstaud kurz oder verlängert, nach oben zu kaum verjüngt, bis zur Mitte 
und darüber hinaus beblättert, mit fast gleichlangen abstehenden Aesten 35 

„ Blüthenstaud nach oben zu deutlich verjüngt, die oberen Aestchen kurz, ein- 
bis wenigblüthig 41 

35. Kelchzipfel nach dem Verblühen aufrecht oder abstehend; Staubgefässe kürzer 
als die Griffel. B. orthosepälus Hai. 

„ Kelchzipfel zurückgeschlagen; Staubgefässe so lang oder länger als die 

Griffel 3G 

3G. Blättchen unterseits grün, auf den Nerven behaart 37^ 

„ Blättchen unterseits mehr weniger graufilzig 38 

37. Schösslinge abstehend behaart, unbereift; Blättchen unterseits wenig behaart, 
das endständige elliptisch; Eispe bis zur Spitze mit zahlreichen genäherten, meist 
einfachen Blättern besetzt; Staubgefässe griffelhoch. JR. chlorothyrsos Focke. 

„ Schösslinge wenig behaart oder kahl, schwach bereift; Blättchen unterseits 
dichter behaart, das endständige breit-eiförmig; Eispe unten beblättert; Staub- 
gefässe griffelhoch. B. ejnpsilos Focke. 

38. Endblättchen fast kreisrund^ kurz bespitzt; Eispe umfangreich, mit langen, 
sperrig abstehenden Aesten; Kronblätter und Staubgefässe purpurn. 

B. ceticus Hai. 

„ Endblättchen elliptisch oder eiförmig; Eispe schmal; Kronblätter weiss oder 
rosa; Staubgefässe grünlich 39 

39. Staubgefässe länger als die Griffel. B. Caflischii Focke. 
„ Staubgefässe griffelhoch 40 

40. Schösslinge bereift; Endblättchen herzförmig; Kronblätter rosenroth. 

B. inaequalis Hai. 

„ Schösslinge unbereift; Endblättchen elliptisch oder eiförmig, am Grunde ab- 
gerundet; Kronblätter weiss. B. loseudomelanoxylon Hai. 

41. Aeussere Seitenblättchen im Sommer fast sitzend. B. Beichenbachii Koehl, 
„ Aeussere Seitenblättchen deutlich gestielt 42 

42. Kronblätter roth; Staubgefässe griffelhoch. B. salishurgensis Focko 
„ Kronblätter weiss oder rosa überlaufen; Staubgefässe die Griffel überragend 4;> 

43. Schösslinge niederliegend, fast kahl, mit vereinzelten, sehr kurzen Stieldrüscii 
besetzt; Eispe klein, kurz, armblüthig, oft ganz traubig, mit spärlichen Stiel- 
drüsen besetzt. B. styriacus Hai, 

„ Schösslinge bogig, ziemlich dicht behaart, mit zerstreuten Stieldrüsen besetzt ; 
Eispe umfangreich, sehr locker, reichdrüsig. B. Beckii Hai, 

44. Kelchzipfel an der Frucht zurückgeschlagen 45 

„ Kelchzipfel an der Frucht abstehend oder aufrecht 48 

45. Endblätter und Kronblätter fast kreisrund. jR. leucostachys Schleich. 
„ Endblättchen und Kronblätter elliptisch oder eiförmig 46 

46. Schösslinge unbereift, mit geraden Stacheln bewehrt; Staubgefässe die Griffel 
überragend 47 

„ Schösslinge bereift, mit sicheligen Stacheln bewehrt, Staubgefässe griffelhoch, 

B. Haläcsyi Borb. 



Oesterreichischc Brombeeren. 



211 



■17. Schös.sling bogi^ 

(Irüseu besetzt; Uliitteheu oberseits zerstreut behaart, uuterseits dicht filzig, 
saiiiiiitig, das eudstiiudige elliptisch, kurz bespitzt. B. pyramidalis Kalteub. 
^ Seliössliiige bogig uiederliegeiid, mit pfriemlichen Stacheln und zahlreichen 
8tieldrüsen besetzt; Blättclien oberseits ganz kahl, unterseits mit dicht an- 
liegendem gelblichweissen Filze bekleidet, kaum sammtig, das endständige 
eiförmig oder breitelliptisch, lang bespitzt. 11. dasyclados Kern. 

16. Staubgefässe kürzer oder so lang als die Griffel 49 

„ Staubgefässe länger als die Griffel 50 

l!). Schösslinge schwach bereift, mit gleichförmigen, rückwärts geneigten Stacheln, 
zerstreuten Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt; Griffel grünlich. 

B. GremblicJiii Hai. 

^ Schösslinge unbereift, mit ungleichen geraden Stacheln, zahlreichen Drüsen- 
borsten und Stieldrüsen besetzt ; Griffel röthlich. B. fusciditlus Hai. 

-0. Endblättchen breiteiförmig-rundlich, ohne abgesetzte Spitze; Eispe bis zur 
Spitze durchblättert, deren Achsen kurzhaarig-filzig, mit zahlreichen, zum Theile 
langen Stieldrüsen besetzt; Fruchtknoten filzig. B. vestitifolius Fritsch. 

^ Endblättchen verkehrt-eiförmig oder herzförmig, kurz bespitzt; Eispe unten 
durchblättert, deren Achsen dichtfilzig-zottig, mit meist kurzen Stieldrüsen 
besetzt; Fruchtknoten kahl. B. teretiusculus Kaltenb. 

M. Blättcheu unterseits angedrückt grau- oder weissfilzig 52 

., Blättchen unterseits grün, an den Nerven behaart, nur selten mit einem 
dünnen Filze überzogen 54 

"'2. Staubgefässe die Griffel überragend 53 

.. Staubgefässe griflelhoch; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend, an der 
Frucht aufrecht; Staubgefässe röthlich. B. denticiilatus Kern. 

Endblättchen am Grunde gestutzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Staubgefässe 
grünlich. J^. Badula Wh. 

„ Endblättchen am Grunde herzförmig; Kelchzipfel nach dem Verblühen ab- 
stehend; Staubgefässe nach dem Verblühen purpurn. B. carinthiacus Hai. 

A. Endblättchen am Grunde nicht herzförmig 55 

.. Endblättchen am Grunde herzförmig 58 

55. Schösslinge unbereift 56 

. Schösslinge bereift. J^. scaber Wh. et N. 

■0. Schös.slinge kahl oder fast kahl; Eispe ausgebreitet, deren Achsen kurzfilzig, 
mit den Filz überragenden Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel abstehend oder 
locker zurückgeschlagen; Staubgefässe die Griffel überragend. 

B. rudis Wh. et N. 

„ Schösslinge behaart; Eispe verlängert, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit das 
Haarkleid nicht oder kaum überragenden Stieldrüsen besetzt .... 57 
■>!. Schösslinge ziemlich dicht behaart; Eispe oft bis zur Spitze durchblättert; 
Blüthenstiele rauhharig-filzig; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend 
oder locker herabgeschlagen; Kronblätter weiss; Staubgefässe die Griffel 
überragend. B. foliosus Wh. et N. 

27* 



212 



E. V. Haläcsy. 



57. Schösslinge zerstreut behaart; Rispe unterwärts durchblättert; Blüthenstiele 
kurzhaarig; Kelchzipfel herabgeschlagen; Kronblätter blassröthlich ; Staub- 
gefässe etwa gritfelhoch. R. saltuum Focke. 

58. Staubgefässe so lang oder länger als die Gritfei 59 

„ Staubgefässe kürzer als die Griffel 62 

59. Kelchzipfel an der Frucht zurückgeschlagen 60 

„ Kelchzipfel an der Frucht abstehend oder aufrecht 61 

60. Blättchen unterseits an den Nerven spärlich behaart; Griffel grünlich. 

B. Gremlii Focke. 

„ Blättchen unterseits anliegend flaumig oder dünnfilzig; Griffel purpurn. 

B. paUidus Wh. et N. 

61. Schösslinge fast kahl; Endblättchen breit-eiförmig oder rundlich, mit aufge- 
setzter Spitze ; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend ; Fruchtknoten be- 
haart. B. thyrsiflorus Wh. et N. 

„ Schösslinge dicht behaart; Endblättchen herz-eiförmig, lang zugespitzt; Kelch- 
zipfel nach dem Verblühen aufrecht; Fruchtknoten kahl. B. moravicus Sabr. 

62. Schösslinge unbereift, kahl oder fast kahl 63 

„ Schösslinge unbereift, kurzhaarig; Staubgefässe nach dem Verblühen aufrecht 

abstehend. B. macrocalyx Hai. 

63. Schösslinge kahl; Eispe umfangreich, mit langen, aufrecht abstehenden, viel- 
blüthigen Aesten ; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend; Fruchtknoten 
filzig. B. amplus Fritsch. 

„ Schösslinge fast kahl ; Rispe sehr schmal, mit sehr kurzen Aesten ; Kelchzipfel nach 
dem Verblühen zurückgeschlagen ; Fruchtknoten kahl. B. hracliystemon Heimerl. 

64. Schösslinge meist unbereift, die grösseren Stacheln kräftig; Blüthenstand 
zusammengesetzt, die mittleren Aestchen trugdoldig, die grösseren einfach 
(Hystrices) 65 

„ Schösslinge bereift oder unbereift, meist dicht ungleich-stachelig; Blüthen- 
stand an der Spitze meist traubig, unterwärts mit traubig-wenigblüthigen 
Aesten (Euglandulosi) 68 

65. Kelchzipfel zurückgeschlagen; Rispe ziemlich lang, oft bis zur Spitze durch- 
blättert. B. Koehleri Wh. et N. 

„ Kelchzipfel nach dem Verblühen aufgerichtet 66 

66. Schösslinge unbereift; Kronblätter weiss; Staubgefässe die Griffel über- 
ragend 67 

„ Schösslinge schwach bereift; Kronblätter rosa; Staubgefässe griffelhoch. 

B. pilocarpus Gremli. 

67. Schösslinge abstehend behaart; Endblättchen am Grunde abgerundet; Rispe 
kurz, mehr weniger durchblättert, oberwärts dicht, fast halbkugelig gedrängt. 

B. apricus Wimm. 

„ Schösslinge sehr spärlich behaart; Endblättchen am Grunde herzförmig; Rispe 
verlängert, locker, bis zur Spitze durchblättert. B. foliolosus Hai. 

68. Schösslinge kantig, Stacheln derselben fast gleich, Uebergänge zwischen Stacheln 
und Stieldrüsen kaum vorhanden. B. Metschii Focke. 



Oesterreichische Bromheeren. 



213 



68. Schösslinge niudlieli, Starhcln luig-leieh. die grösseren am breiten zusammen- 
gedrückten Grunde rückwärts geneigt oder gebogen, ziemlich kräftig . 69 
^ Schösslinge rundlich, Stacheln ungleich, schwach, pfriemlich oder nadelig 71 
60. })lüthenstiele abstehend hlzig behaart, mit zahlreichen, die Haare nicht über- 
ragenden und zerstreuten längeren Stieldrüsen besetzt 70 

^ Blüthenstiele anliegend behaart, mit zerstreuten, die Haare überragenden Stiel- 
drüseu besetzt; Blättchen fast kahl. jR. Bichteri Hai. 

„ Blüthenstiele kurzhaarig, dicht mit langen Boj'sten und. Stieldrüsen besetzt. 

B. insolatus P. J. Müll. 

70. Rispe locker, vor dem Aufblühen nickend, die oberen Aestc traubig; Kelch- 
zipfel zuletzt zurückgeschlagen; Staubgefässe länger als die GriiFel; Frucht- 
knoten filzig. B. Schleichen Wh. 

„ Rispe oben gedrungen, fast ebensträussig; Kelchzipfel nach dem Verblühen 
abstehend oder aufgerichtet; Staubgefässe die Griffel kaum oder gar nicht 
überragend; Fruchtknoten kahl. B. pygmaeopsis Focke. 

71. Staubgefässe mehrreihig, länger oder doch so lang als die Griffel ... 72 
„ Staubgefässe kürzer als die Griffel, fast einreihig 80 

72. Blättchen mit schmaler aufgesetzter Spitze 73 

„ Blättchen allmälig zugespitzt 75 

73. Schösslinge bereift; Griffel grünlich 74 

„ Schösslinge unbereift; Endblättchen rundlich, am Grunde herzförmig; Achsen 

dicht rothdnisig; Griffel am Grunde röthlich. B. Wittingii Hai. 

74. Schösslinge sparsam behaart; Endblättchen elliptisch, am Grunde abgerundet; 
Rispe kurz, dicht rothdrüsig; Kelchzipfel nach dem Verblühen aufgerichtet. 

J^. Bellardii Wh. et N. 

„ Schösslinge kahl; Endblättchen fast rundlich, am Grunde herzförmig; Rispe 
umfangreich, pyramidal, mit gelblichen Stacheln und Stieldrüsen besetzt; 
Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend. B. vindobonensis Sabr. 

75. Schösslinge zerstreut behaart 76 

„ Schösslinge dicht behaart 78 

76. Schösslinge bereift; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend oder auf- 
recht 77 

„ Schösslinge unbereift; Kelchzipfel herabgeschlagen. B. Preissmanni Hai. 

77. Blüthenstand kurz oder wenig verlängert; Staubgefässe etwas länger als die 
Griffel; Fruchtknoten kahl. B. seitens V^h. 

^ Blüthenstand ansehnlich, unten durchblättert; Staubgefässe deutlich länger 
als die Griffel; F'ruchtknoten filzig-kurzhaarig. B. rivularis P. J. Müll. 

78. Blüthenstiele und Kelche durch dichte, dunkle Stieldrüsen violettroth oder 
schwärzlich. B. hirtus Wh. et N. 

„ Blüthenstiele und Kelche grünlich oder röthlich drüsig 79 

70. Schösslinge reichdrüsig; Blättchen unterseits dichthaarig-schimmernd, die 
jüngeren selbst graufilzig; Rispe kurz, armblüthig; Kelchzipfel nach dem Ver- 
blühen aufrecht; Staubgefässe etwas länger wie die Griffel. 

J^. lamprophyUus Grenili. 



214 



E. V. Haläcsy. 



79. Schösslinge zerstreut drüsig; Blättchen unterseits an den Nerven behaart; Eispe 
aus zwei bis vier entfernten wenigblüthigen, von grossen dreizähligen Blättern 
gestützten und von diesen überhöhten Aesten bestehend; Kelchzipfel zuletzt 
abstehend; Staubgefässe die Griftel weit überragend. U. pauciflorus Hai. 

80. Grilfel purpurn 81 

„ Griffel gelblichgrün 82 

81. Blättchon beiderseits anliegend behaart; Rispe bald kurz und wenigblüthig, 
bald verlängert, deren Achsen dicht rothdrüsig; Fruchtknoten kahl oder spär- 
lich behaart. B. Guentheri Wh. et N. 

„ Blättchen unterseits von dichten Haaren seidig-schimmernd; Rispe abstehend 
ästig, oft sehr reichblüthig und durchblättert, deren Achsen dicht rothdrüsig ; 
Fruchtknoten filzig. Ji^. polyacantlms Gremli. 

82. Schösslinge dicht behaart; Rispe mit sehr langen violettrothen Drüsenborsten 
und Stieldrüsen dicht besetzt; Kelchzipfel violettroth oder schwärzlich. 

J?. erytlirostachys Sabr. 

„ Rispe mit kurzen Nadelstacheln und zahlreichen blassen oder seltener röth- 
lichen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel grünlich- oder rothdrüsig ... 83 

83. Schösslinge wenig behaart; Rispe schmal, zusammengesetzt, deren Achsen 
kurzhaarig, mit hellen oder seltener röthlichen Stieldrüsen besetzt; Kelch- 
zipfel grünlich- oder röthl ichdrüsig; Fruchtknoten kahl oder behaart. 

B. Bayeri Focke. 

„ Schösslinge diclit behaart; Rispe kurz, oft fast traubig, deren Achsen filzig, 
mit blassen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel helldrüsig; Fruchtknoten filzig. 

B. hrachycmdrus Gremli. 

84. Schösslinge rundlich, ungleich stachelig und drüsig, mit meist geraden, pfrieni- 
lichen Stacheln besetzt; Nebenblätter lineallanzettlich ; Blüthenstand. drüsen- 
reich; Kelchzipfel nach dem Verblühen der Frucht angedrückt oder abstehend; 
Früchte unbereift (Orthacanthi) 85 

„ Schösslinge stumpfkantig oder rundlich, drüsenlos oder zerstreut drüsig, 
mit fast gleichen, häufig am Grunde zusammengedrückten Stacheln besetzt; 
Nebenblätter lineallanzettlich; Blüthenstand oft drüsig; Kelchzipfel nach 
dem Verblühen aufrecht oder abstehend, selten zurückgeschlagen; Früchte 
unbereift (Sepincoli). B. dumetorum Wh. 

„ Schösslinge rundlich, drüsig, mit kleinen, fast gleichen Stacheln besetzt; 
Nebenblätter lauzettlich; Blüthenstand drüsig; Kelchzipfel nach dem Ver- 
blühen aufrecht, der Frucht angedrückt; Früchte bereift ( Caesii). B. caesius L. 

85. Kelchzipfel an der Frucht abstehend. B. ortliacantlms Wimm. 
„ Kelchzipfel an der Frucht aufrecht 

86. Blättchen unterseits graufilzig 87 

„ Blättchen unterseits grün, an den Nerven behaart 

87. Schösslinge wenig behaart; Staubgefässe die Gritfei überragend; Fruchtknoten 
kahl 

„ Schösslinge dicht abstehend rauhhaarig; Staubgefässe griifelhoch; Fruchtknoten 
filzig; Endblättchen eiförmig, mit breiter, langer Spitze. B. suhsessilis Hai. 



Ocsterreicliischo Brombeeren. 



215 



88. Schösslinge ziemlieli kräftig, bereift, mit aus breitem Gruude nadelig ver- 
engten Stacheln und zahlreichen Stieldriiseu bewehrt; Endblättchen rundlich, 
kurz bespitzt; Staubgefässc die Griffel wenig überragend. R. fossicola Hol. 
„ Schösslinge dünn, unbereift, mit feinen und zerstreuten Stieldrüsen bewehrt ; 
Endblättchen ei-rautenförmig, spitz; Staubgcfässe die Griffel deutlich über- 
ragend. B. Heimerlii Hai. 
„ Schösslinge mit zahlreichen ungleich langen Drüsenborsten und Stieldrüsen 
besetzt; Endblättchen rundlich oder breit-eiförmig; Staubgcfässe die Griffel 
deutlich überragend. B. oreogeton Focke. 

SO. Schösslinge mit zerstreuten Stieldrüseu besetzt; Endblättchen elliptisch, ei- 
förmig oder ei-rautenförmig; Staubgefässe so lang oder nur wenig länger als 

die Griffel 90 

„ Schösslinge fast kahl. Stacheln derselben nadelig; Blätter fussförmig fünf- 
zählig und dreizählig, Endblättchen ei-herzförmig oder ei-rautenförmig; Rispe 
zusammengesetzt, ziemlich gedrungen. M. Ehneri Kern. 

90. Schösslinge wenig behaart. Stacheln derselben feiner, pfriemlich; Blätter drei- 
zählig, Endblättchen elliptisch oder eiförmig, am Grunde abgerundet; Rispe 
armblüthig, klein, fast traubig. B. pseudopsis Gremli. 



Aufzählung und Beschreibung der Arten und Bastarte. 
I. Rotte. Chamaemorus Focke, 

Syn. Rub. Germ., p. 93. 

Blüthen zweihäusig; Kelch flach; Früchtchen verwachsen; Fruchtsteinchen 
glatt. Stengel einjährig, armblüthig; Blätter einfach, gelappt, Nebenblätter 
stengelständig oder fehlend. 

1. Ii, Chamaemorus L. Stengel aufrecht, einfach, unbe wehrt, am 
Grunde mit stengelumfassenden, schuppenförmigen Niederblättern; Blätter 1 — 4, 
langgestielt, nierenförmig, seicht fünflappig, mit gekerbt-gesägten Lappen ; Blüthen 
endständig, die männlichen grösser als die weiblichen; Kelchzij^fel stum])flich; 
Kronblätter eirundlich, weiss; Staubgefässe am Grunde verbreitert; Früchte aus 
einigen grossen Steinfrüchtchen bestehend, roth, später gelblich, kahl. 

B. Chamaemorus L., Spec. pl., p. 494 et autor. omn. 

Stengel 8— 20 cm hoch, mit kurz gestielten Drüsen besetzt; Blüthen an- 
sehnlich, durch Verkümmerung der männlichen oder weiblichen Geschlechtsorgane 
zweihäusig. 

Torfmoore, besonders unter Knieholz. Auf der Iserwiese in den Hoch- 
sudeten (Tausch); im Riesengebirge auf der p]lbwiese und Pantschewiese (Lud- 
wig), weisse Wiese (Wimmer). Mai bis Juni. %. 



216 



E. V. Halacsy. 



II. Rotte. Cylactis Rafin. 

in Sillim., Journ., 1819, p. 377. 

Blüthen zwittrig; Kelch kreiselig; Blüthenboden flach; Früchtchen meist 
nicht zusammenhängend; Fruchtsteinchen glatt oder schwach gerunzelt; Neben- 
blätter stengelständig. 

2. R. saxatilis L. Stengel einjährig, sammt den Blatt- und Blüthen- 
stielen zerstreut behaart, feinstachelig oder uubewehrt, die unfruchtbaren aus- 
läuferartig; Blätter dreizählig, Blättchen beiderseits grün und behaart, ungleich 
doppelt-gesägt, die seitlichen kurz gestielt, das endständige ei-rautenförmig; Neben- 
blätter an den unteren Blättern eiförmig bis lineallanzettlich, an den oberen 
lineal; Blüthen endständig, doldentraubig ; Kelchzipfel lanzettlich; Kronblätter 
schmal, spatelig, weiss; Staubgefässe lineal, nach der Spitze zu pfriemlich ver- 
schmälert, die Griffel überragend; Früchte aus wenigen grossen Steinfrüchtchen 
bestehend, roth, kahl. 

R. saxatilis L., Spec. pl., p. 494 et autor. omn. 

Stengel 10 — 30 cm lang, die unfruchtbaren viel länger; Blüthen unan- 
sehnlich; Früchte sauer, herb. 

Waldränder, felsige, schattige Stellen der Berg- und Voralpenregion. In 
allen Ländern. Juni bis Juli. %. 

III. Rotte. Idaeobatus Focke, 

Syn. Kub. Germ., p. 97. 

Blüthen zwittrig; Kelch flach; Griffel fädlich; Früchtchen in eine Schein- 
beere verwachsen, vom kegelförmigen trockenen Fruchtboden sich ablösend; Frucht- 
steinchen runzelig; Blätter zusammengesetzt, Nebenblätter blattstielständig. 

3. Ii, Idaeus L. Schösslinge zweijährig, aufrecht, rundlich, bereift, kahl 
oder flaumig, mit kleinen kegeligen Stacheln besetzt; Blätter dreizählig oder ge- 
fiedert 5— 7 zählig, Blättchen oberseits kahl oder behaart, unterseits dicht weiss- 
filzig, das endständige herz-eiförmig oder länglich, die untersten kurz gestielt; 
Nebenblätter fädlich; Blüthen in überhängenden, armblüthigen Doldentrauben; 
Kelchzipfel graugrün-filzig, zurückgeschlagen ; Kronblätter länglich, weiss ; Staub- 
gefässe einreihig, griffelhoch; Fruchtknoten filzig; Früchte kurzhaarig-filzig, roth. 

U. Idaeus L., Spec. pl., p. 492 et autor. omn. 

Ein ansehnlicher, bis V-j^m hoher Strauch und darüber. Blüthen klein, 
Früchte von einem eigenthümlichen Gerüche, sehr wohlschmeckend ; sie enthalten 
ein ätherisches Oel, das den ' anderen Arten fehlt. Der Artname Idaeus bezieht 
sich auf den Berg Ida in Kleinasien, an dessen Fuss die Stadt Troja stand. 



Oesterreicbisclie Bromlieeieu. 



217 



Aeudert ab: 

p. viridis A. Br. in Focke, Syu. Rub. Genn., p. 99. Blättclieu beider- 
seits grün und ziemlich kalil. 

y. chrysocarpiis Celak. in ISitzungsber. der böhm. Ges. d. Wiss., 1884, 
p. 87. Früchte gelb. 

Holzschläge, Wcälder hügeliger und gebirgiger Gegenden bis in die Vor- 
nlpeuregiou, im ganzen Gebiete verbreitet. Die var. ß. bisher nur bei Platz in 
Böhmen (Celakovsky) und bei Aussee in Steiermark (Focke), die var. y. bei 
Wolfersdorf und Chudenitz in Böhmen (Celakovsky). Wird der wohlschmeckenden 
Flüchte wegen sehr häufig cultivirt. Mai bis Juli. fj. 

IV. Rotte. Eubatus Focke, 

Syn. Rub. Genn., p. 102. 

Blüthen zwittrig; Kelch flach; Griffel fädlich; Früchtchen mit dem er- 
weichenden oberen Theile des Fruchtbodens in eine kahle Scheinbeere verwachsen 
und mit demselben verbunden abfallend. Stengel zweijährig, seltener ausdauernd ; 
Blätter zusammengesetzt, Nebenblätter blattstielständig. 

1. UnteiTotte. Siiberecti Focke, 
Syn. Rub. Germ., p. 103. 

Schössliuge aufrecht, an der Spitze überhängend, fast nie mit derselben 
wurzelnd, mit entfernten gleichartigen Stacheln besetzt, kahl oder fast kahl, un- 
bereift, stieldrüsenlos; Nebenblätter lineal, Blätter beiderseits grün, nicht filzig, 
mit fast sitzenden oder kurz gestielten äusseren Blättchen; Blüthenstand einfach 
traubig oder mit traubig wenigblüthigen Aestchen, stieldrüsenlos; Kelchzipfel aussen 
grün, weiss berandet; Staubgefässe nach dem Verblühen nicht zusammenneigend. 
Früchte unbereift. 

«. Schösslingsstacheln klein, kurz, kegelförmig; Früchte braunroth. 

4. H, 7iesseiisis W, Hall. Schösslinge stumpfkantig, nur die kräftigen 
zuweilen scharfkantig und gefurcht; Blätter derselben 3 — 5-, öfters auch 7 zählig, 
mit sitzenden oder kaum gestielten äusseren Seitenblättchen ; Blättchen ziemlich 
gross, flach, oberseits glänzend grün, fast kahl, unterseits blasser, an den Nerven 
behaart, das endständige herz-eiförmig, lang zugespitzt; Blüthenstand 5 — 8-, seltener 
mehrblüthig, au der Spitze doldentraubig, dessen Achsen schwach bewehrt; Kelch- 
zipfel grün, behaart, weissfilzig berandet, nach dem Verblühen meist ab- 
stehend; Kronblätter gross, verkehrt-eiförmig, weiss; Staubgefässe länger 
als die Griffel, ausgebreitet; Fruchtknoten kahl, oder mit einzelnen Haaren. 

R. nessensis W. Hall, in Transact. roy. See. Edinb., Vol. III, p. 20 (1794); 
R. suberechfs Anders, in Transact. Linn. Soc, XI, p. 218 (1815); Focke, Syn. 
Rub. Germ., p. 104; Saut., Fl. Salzb., S. 169; (Jelak., Prodr. Fl. Böhm., S. G3G 

Z. B. Ges. 15. XTJ. Abb. 28 



218 



E. V. Haläcsy. 



u. 992; Fiek, Fl. Schles., S. 122; Hai. u. Br., Nacht r. Fl. Niederöst., S. 320; 
Obor., Fl. Mähr., S. 957; Murr in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 151; 
Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, S. 337; Forman. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 126 
u. 205; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 776 u. 1. c, 1889, S. 590; 
Vierh., Prodr. Fl. Innkreis., V, S. 20; R. fastigiatus Wh. et N., Rub. Germ., p. 16, 
p. p. ; Hausm., Fl. Tirol, S. 256; B. heptaphyllus Opiz, Böh. phan. u. crypt. Gew., 
S. 61, Nomencl. bot., p. 14, Sezn., p. 85; B. hyhridus Yest in Steyerm. Zeitschr., 
I, 3, S. 162, non Vill. ; B. nutans Vest in Syll. Ratisb., I, p. 238; B. heterocaulon 
Ortm. in Opiz, Nomencl. bot., p. 14, in Flora, 1835, S. 488; B. viridis Presl 
ap. Ortm. in Flora, 1835, S. 488; B. pseucloidaeus P. J. Müll, in Flora, 1858, 
S. 129, Pollich., 1859, S. 75; B. fruticosus-Idaeus Kuntze, Ref., S. 47. 

Durch die mit kleinen röthlichen Stacheln versehenen Schösslinge, die 
lebhaft grünen, öfters siebenzähligen Blätter und die röthlichen, schwach him- 
beerschmeckenden Früchte leicht zu erkennen. Sicher kein Bastart zwischen 
B. Idaeus und fruticoms, wie manche Autoren gemeint haben. Von B. fruticosus 
und sulcatus nebst der schwachen Bewehrung durch die stumpfkantigen, unge- 
furchten Schösslinge, von ersterem ausserdem durch nicht gefaltete, lebhaft grüne 
Blätter und längere Staubgefässe, von letzterem durch fast sitzende Seitenblättchen 
und durch wenigblüthige Trauben verschieden. Die Art wurde von W. Hall im 
Jahre 1787 in England entdeckt und von ihm im Jahre 1794 in den Transactions 
of the Royal Society of Edinburgh beschrieben. Die Diagnose lautet: „Buhns 
Nessensis, foliis quinato-digitatis, ternatis, septemnatisque nudis, caule suhinermi, 
petiolis canaliculatis, stolonihus erectis hiennantihus" . Hall vergleicht weiters 
die Pflanze mit B. idaeus und fruticosus und sagt, sie sei eine Mittelform zwischen 
diesen beiden Arten. Nach diesen Angaben und aus den der Diagnose noch bei- 
gefügten Erörterungen kann es keinem Zweifel unterliegen, dass er dieselbe Art 
vor sich hatte, welche 21 Jahre später G. Anderson als B. suberectus publicirt 
hat, was übrigens Anderson selbst zugibt, indem er B. nessensis als Synonym 
zu seinem B. suherectus anführt. Anderson änderte ganz willkührlich den Namen, 
indem er sagt: „The impropriety of Mr. Hall's specific name will i hope be a 
sufficient excuse for my changing it". 

Feuchte Wälder, Gebüsche, Waldränder, verbreitet aber zerstreut durch ganz 
Böhmen, Schlesien und Mähren (Celakovsky, Fiek, Obor ny). In Niederösterreich 
im Thaya- und Fuggnitzthale bei Hardegg (Oborny), auf dem Leithagebirge 
bei Mannersdorf (Walz exs.) und im südöstlichen Schiefergebiete bei Edlitz, Hass- 
bach und Krumbach (Haläcsy und B r a u n) ; in Oberösterreich bei Linz (Schieder- 
mayer exs.), Ried, Raab, Reichenberg, Braunau (Vierh app er); in Steiermark bei 
Graz (Vest); in Kärnten bei St. Leonhard ob Sirnitz (Fächer und Ja bornegg); 
in Salzburg bei Pfarr Werfen im Pongau (Fritsch), Salzburg (Saut er); in Tirol 
am Berge Isel, bei Kitzbüchl (Hausmann), auf dem Höhenberg bei Innsbruck 
(Murr) und im Fussacher Ried in Vorarlberg (Hausmann), im Daonethal in 
Judicarien (Porta exs.). Mai bis Juni. |i. 

ß. Schösslingsstacheln ziemlich kräftig, am Grunde breit zusammen- 
gedrückt; Früchte schwarz. 



Oesterreichische Brombeeren. 



219 



5. JB. fi'Hticosiis L. Schössliiige oberwärts scharfkantig, oft gefurcht; 
Blätter derselben fünfzählig, mit fast sitzenden oder erst im Herbste kurz gestielten 
äusseren Seitenblättchen, Blättcheu gefaltet, oberseits striegelhaarig, unter- 
seits weichhaarig und selbst dünntilzig, das endstäudige lierz-eiförmig, breit zuge- 
spitzt; Blüthenstand traubig oder nur am Grunde einzelne 2 — oblüthige Aeste 
führend, manchmal auch zusaumiengesetzt-rispig, mit traubigen Aestchen, deren 
Achsen mit hackigen oder leicht gekrümmten Stacheln mehr weniger bewehrt; 
Kelchzipfel grün, behaart, weissfilzig berandet, nach dem Verblühen ab- 
stehend; Kronblätter mittelgross, verkehrt-eiförmig, weiss oder blassröthlicli ; 
St aubge fasse kaum so hoch wie die Griffel, ausgebreitet; Fruchtknoten 
kahl oder mit einzelnen Haaren. 

M. f mucosus L., Spec. pl., p. 493; Wimm., Fl. Schles., 1841, S. 131; 
Ilal. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 321; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, S. 337; 
B. cori/lifolius Hayne, Arzneigew., III, T. 11, non Sni.; B. plicatus Wh. et N., 
Itub. Germ., p. 15; Wimm, et Grab., Fl. Sil., II, 5, p. 23; Opiz, Böh. phan. 
u. crypt. Gew., S. 61; Schloss., Anleit., S. 144; Celak., Prodr. Fl. Böhm., 
S. 637 (var. racemosus, corymhosus et parviflonis); Celak. in Sitzungsb. böhm. 
Ges. Wiss., 1881, p. 392 (var. nemorosus); Bayer, Bot. Excursb., S. 295; Aichinger 
in Oe. b. Zeitschr., 1880, S. 259; Fiek, Fl. Schles., S. 123; Strobl in 32. Jahresb. 
Gymn. Melk, S. 55; Oborny, Fl. Mähr., S. 958; Forman. in Oe. b. Zeitschr., 
1887, S. 126 u. 205; Fritsch in Verh. z.-b. G. Wien, 1888, S. 777 u. 1. c, 1889, 
S. 590; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 20; B. carpinifolius Presl, Del. Prag., 
p. 220, non Wh. ; B. PmZw Weitenweb. in Opiz, Naturalient., S. 346; Ortm. in 
Flora, 1835, S. 487; B. Weihe Ortm., 1. c, S. 489; Celak., Prodr. Fl. Böhm., S. 637, 
non Koehler, nec Lejeune; B. nitidus Neum, ap. Reichardt in Verh. z.-b. G. Wien, 
1854, S. 278; Krasan, 1. c, 1865, S. 365; Sabransky in Deutsch, bot. Monatsschr., 
1889, S. 132, non Wh. et N. 

Der stämmigste von allen Arten dieser Unterrotte. Variirt in Bezug auf 
mehr minder zahlreich bestachelte und behaarte Schösslinge und in Bezug auf 
die Behaarung der Blattunterseite, sowie auch hinsichtlich des Blüthenstandes 
insoferne, als man bei demselben traubige, traubig-rispige und doldentraubige 
Blüthenstände vorfindet. Auch die Blüthengrösse ist eine verschiedene, doch stets 
sind die Kronblätter kleiner wie bei der folgenden Art. 

Hecken, Wälder, Waldränder gebirgiger Gegenden. Verbreitet, aber seltener 
als der vorige in Böhmen (Celakovsky); häufig in Schlesien (Fiek) und Mähren 
(Oborny); im Waldviertel von Niederösterreich von der böhmischen Grenze bis 
Krems und Dürrenstein herab (Haläcsy und Braun); in Oberösterreich bei 
Steyr (Bayer), Ried, Lohnsburg, Eberschwang (Vierhapper); Steiermark: Bei 
Admont (Strobl), auf dem Ruckerlberg bei Graz (Preissmann exs.); Kärnten: 
Am Kreuzbergl hinter St. Martin, bei Tiffen (Fächer und Jabornegg); Salz- 
burg: Häufig zwischen Salzburg und dem Untersberg, dann bei Werfenweng 
(Fritsch); Tirol: Bei Hall, Innsbruck (Kerner exs.), bei Kitzbüchel, Waidach, 
Lengmoos und in Vorarlberg bei Fussach, im Bodenseer Ried (Hausmann), im 
Tissnerried (Aichinger). Juni bis Juli. \i. 

28* 



220 



E, V. Haläcsy. 



(5. jB, sulcatus Y efiU Schössliiige scharfkiiutig, gefurcht; Blätter desselben 
fünfzählig, mit kurzgestielten äusseren Seitenblättclien, Blättchen flach, oher- 
seits fast kahl, unterseits auf den Nerven behaart, das endständige herz-eiförmig, 
lang zugespitzt ; Blüthenstand meist traubig, seltener schmalris])ig, mit zwciblüthigen 
Aestchen, deren Achsen mit zerstreuten sicheligen Stacheln bewehrt; Kelch zip fei 
grün, behaart, weissfilzig berandet, nach dem Verblühen herabgeschlagen; 
Kronblätter gross, verkehrt-eiförmig, weiss oder blassröthlich ; Staubgefässe die 
Griffel deutlich überragend, ausgebreitet; Fruchtknoten kahl. 

R. siilcatus Vest in Tratt., Eosac. Monogr., III, p. 42, Sjll. Ratisb., I, 
p. 237; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 322; Oborny, Fl. Mähr., S. 959; 
Fach. u. Jab., Fl. Kärnt., III, S. 338; Fritsch in Verh. z.-b. G.Wien, 1888, 
S. 777 u. 1. c, 1889, S. 591; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 20; B. fastifjiatiis 
Wh. et N., Rub. Germ., p. 16, p. p.; Opiz, Böhm, crypt. u, phan. Gew., S. 62; 
Bayer in Oe. b. Zeitschr., 1859, S. 183, Botan. Excursb., S. 295; Krasan in 
Verh. z.-b. G. Wien, 1865, S. 330; R. aff'inis Neum. ap. Reichardt in Verh. z.-b. 
Ges. Wien, 1854, S. 278, non Wh. et N. ; R. i^raecox Kern., Nov. pl. spec, III, 
p. 1, non Bert., Fl. It., V, p. 220. 

Von der Tracht des R. fruticosus, von demselben aber durch die grösseren 
Blüthen, längeren Staubgefässe, die zuletzt zurückgeschlagenen Kelchzipfel, wie 
auch durch die fast kahlen Blätter und die langen Früchte verschieden. Durch 
die grossen, weit leuchtenden Blüthen eine Zierde unserer Wälder. 

Gebirgswälder, stellenweise. In Böhmen bei Georgswalde, Kleinskal, Nix- 
dorf, Rumburg (Neu mann); in Schlesien bei Schildberg, Hotzenplotz (Oborny); 
in Mähren bei Adamsthal, Prossnitz, Seloutek, im Znaimer Kreise (Oborny), bei 
Iglau (R e i c h a r d t exs.) ; in Niederösterreich im Thay athale bei Hardegg (0 b o r n y ), 
hin und wieder im Wiener Walde, dann bei Aspang, Hassbach, Gloggnitz (Haläcsy 
u. Braun), bei St. Pölten (Ha ekel exs.); in Oberösterreich bei Steyr (Bayer), 
Aistersheim (Keck exs.), Ried, Aurolzmünster, Andrichsfurth, Baumgarten, Peters- 
kirchen und Minning (Vierhapper); Steiermark: Bei Graz (Vest), Pöltschach 
(Preissmann exs.); Kärnten: Um Berg im Oberdrauthale (Fächer u. Jabornegg); 
Görz (Krasan); Tirol: Bei Innsbruck (Kerner exs.), in Judicarien bei Prezzo 
(Porta exs.); Salzburg: Auf dem Heuberg und Gaisberg bei Salzburg, bei Fürsten- 
brunn (Fritsch). Juni bis Juli, fi- 

Obs. R. ferox Vest in Tratt., Ros. Monogr., III, p. 40; Syll. Fl. Ratisb., 
1824, p. 236, von dem Autor an a. 0. vor R. sulcatus angeführt, ist nach den 
Diagnosen allein nicht mit Sicherheit zu deuten. Möglicher Weise gehört derselbe 
zu R. dumetorum Wh. 

7. M, nitidus Wh. et N. Schösslinge kantig, mit gewölbten oder flachen 
Seiten; Blätter desselben fünfzählig, mit kurz gestielten äusseren Seitenblättchen, 
Blättchen fl ach, oberseits wenig, unterseits etwas mehr behaart, das endständige 
eiförmig, mit sehr kurzer Spitze; Blüthenstand rispig, nur die schwachen traubig, 
dessen Achsen mit sicheligen oder hackigen Stacheln bewehrt, seltener fast Avehrlos ; 
Kelchzipfel grün, behaart, weiss berandet, nach dem Verblühen abstehend; 



OesteiToichisclie Brombeeren. 



221 



Kronblätter eiförmig, liollrotli; 8taiiLgefässe die Griffel überragend, ans- 
gebreitet; Fruchtknoten kahl. 

E. nitidHs\\h. et N., Rub. Germ., p. 19; Ortm. in Flora, 1835,8.489; 
Hausm., Fl. Tirol, S. 256; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128. 

Dem B. siilcatiis ähnlich und von demselben hauptsächlich durch die nach 
dem Verblühen abstehenden Kelchzipfel und die rispige Inflorescens verschieden. 
H. fniticosus weicht von ihm durch griffelhohe Staubgefässe ab. R. nitidus blüht 
übrigens auch mit etwa 14 Tagen später als die beiden erwähnten Arten. 

Bachufer, Gebüsche. Im Fussacher Eied von Vorarlberg (Hausmann), 
dann um Ellbogen in Böhmen (Ortmann) und in Mähren bei Krasna (For- 
mänek). Alle diese Standorte jedoch höchst dubiös; denjenigen in Mähren be- 
zweifelt Sabransky, der die Bestimmungen der von Formänek gesammelten 
2?ft?>/ gewöhnlich vorzunehmen pflegte, nachträglich in Oe. b. Zeitschr., 1889, S.402, 
selbst, und hält nunmehr die Pflanze eher für M. plicatus. Juli bis August, ti- 

Obs. B. Decloetii Ortm. in Flora, 1835, S. 389, dem Autor nach dem 
B. nitidus sehr ähnlich, doch durch folgende Merkmale leicht zu unterscheiden: 
„Gaule Sterin subtereti, gldbro vel puherulo, aculeis reflexis, foliis quinatis 
grosse et duplicato serratis, suhtus holosericeis, superiorihus et mediis hasi cor- 
datis, cuspidatis, surculis florescentihus, petioUs pedunculisque villosis, folioUs 
inciso-lohatis, florihus racemosis". Kann nur nach Einsicht der Original-Exemplare, 
die möglicher Weise doch noch in irgend einem Herbare in Böhmen vorhanden 
.■^ein dürften, richtig gedeutet werden. Ortmaun gibt denselben bei Carlsbad au. 

2. ünteiTotte. Tliyrsoidei Hai. et Br., 

Nachtr. Fl. Niederöst., S. 322. 

Schösslinge hoch- oder niedrigbogig, im Herbste mit der Spitze meist wur- 
zelnd, mit entfernten, meist kräftigen kantenständigen Stacheln besetzt, stieldrüsen- 
los, kahl oder behaart; Nebenblätter lineal, Blätter unterseits meist grau- oder 
weissfilzig, mit deutlich gestielten äusseren Seitenblättchen ; Blüthenstand zu- 
sammengesetzt, rispig, stieldi'üsenlos, selten einzelne Stieldrüscn führend; Kelch- 
zipfel aussen graugrün oder filzig; Staubgefässe nach dem Verblühen zusanimen- 
neigend oder der Frucht angedrückt; Früchte schwarz, unbereift. 

a. Bhamnifolii Focke, Syn. Rub. Germ., p. 125. Schösslinge hochbogig, 
wenig behaart oder kahl, nnbereift; Blüthenstand nach oben zu traubig, nach der 
Spitze zu verjüngt, meist dicht bestachclt; Kelchzipfel aussen graugrün oder filzig; 
Staubgefässe nach dem Verblühen zusammenneigend oder der Frucht angedrückt. 

a. Endblättchen eiförmig oder elliptisch, etwa dreimal länger als 
sein Stielchen. 

8. Ii, senticosiis Koelil. Schösslinge oft klimmend, kantig, flachseitig, 
oberwärts seicht gefurcht, zuletzt kahl, mit kräftigen, rückwärts geneigten oder 
sicheligen Stacheln besetzt; Blätter derselben fünfzählig, Blättchen mittclgross, 



222 



E. V. Halacsy. 



gefaltet, oberseits kahl, uiiterseits mehr weniger graufilzig, das end- 
ständige elliptisch oder länglich- verkehrt-eiförmig, am Grunde ge- 
rundet, zugespitzt, die äusseren Scitenblättchen sehr kurz gestielt; Rispe am 
Grunde beblättert, meist kurz, die oberen Aeste genähert, deren Hauptachse 
krummstachelig, mehr minder dicht abstehend behaart, Aeste und Bliithenstielchen 
mit langen, pfriemlichen Stacheln dicht bewehrt, meist vereinzelte Stiel- 
drüsen führend; Kelchzipfel etwas filzig, grauweiss berandet, zuletzt ab- 
stehend oder halb aufgerichtet; Kronblätter breitelliptisch, weiss; Staub- 
gefässe die Griffel weit überragend; Fruchtknoten kahl oder etwas behaart. 

B. senticosus Koehler in Wimm, et Grab., Fl. Sil., II, 1, p. 51 (1829); 
Focke, Syn. Eub. Germ., p. 414; B. montanus Wirtg., Fl. Pr. Rheinpr., S. 150 
(1857); Forman. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128 (errore typogr. moritanus); 
Spitzner, Kvet. okr. prostcj. a plumovsk., p. 98; B. macroaccmthus Neum. ap. 
Reichardt in Verh. z.-b. G. Wien, 1854, S. 278, non Wh.; B. 2^seudoraclula Holuby 
in Oe. b. Zeitschr., 1873, S. 379; Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1886, S. 17. 

Durch die gefalteten, unterseits mehr minder graufilzigen Blättchen, die 
oberwärts dicht bewehrte Rispe und die zuletzt abstehenden oder halb auf- 
gerichteten Kelchzipfel ziemlich gut charakterisirt, gleichwohl im Herbare oft 
schwerer zu erkennen. Mit den Suberecti, denen derselbe nach Focke nahe 
stehen soll, finde ich, wenigstens soweit dies die mir vorliegenden Wirtgen'schen 
Original-Exemplare des B. montanus betrifft, keine Analogie. Auch Holuby 's 
und Kerner's Exemplare haben mit jenen nichts gemein. Dieselben weichen 
übrigens von der Wirtgen'schen Pflanze durch einen dichteren Filz der Blatt- 
unterseite, dichter behaarte Rispenästchen und schwach behaarte Fruchtknoten, 
die Kerner 'sehen Exemplare ausserdem noch durch länglich-verkehrt-eiförmige, 
keilig in den Stiel verlaufende Endblättchen ab. Wie weit diese Unterschiede 
durchgreifend sind, lässt sich nach einzelnen Herbar-Exemplaren nicht feststellen, 
und ich folge Sabransky 's Vorschlage, dem das Verdienst auch gebührt, Ho- 
luby "s B. Pseudoradtda zu B. montanus gestellt zu haben, und vereinige die 
erwähnten Formen mit B. senticosus Koehl., als dem nach Focke ältesten Namen 
dieser Art, muss jedoch zugleich bemerken, dass Wimmer und Grabovsky 
demselben a. a. 0. einen calyx fructifer reflexus zuschreiben. Neumann 's B. ma- 
croacanthus stimmt mit Wirtgen 's B. montanus \olht'indig überein. 

Hecken, Gebüsche bei Schmiedeberg am Riesengebirge (Koehler), schon 
jenseits der böhmischen Grenze, dann bei Nixdorf und Kleinskal in Böhmen (Neu- 
mann); in Mähren: Zubsteiu bei Bystritz (Formanek), bei Drahan (Spitzner); 
in Niederösterreich: Am Muglerberg bei Rossatz (Kerner exs.). Juni bis Juli. fi. 

9. jB. carpinifolius Wli. Schösslinge kräftig, oberwärts scharfkantig 
und oft gefurcht, mehr weniger behaart, mit kräftigen, leicht gekrümmten, gelb- 
lichen Stacheln besetzt; Blätter derselben fünfzählig. Blättchen mittelgross, 
gefaltet, wellig, oberseits fast kahl, unterseits anliegend weichhaarig, 
grün, seltener dünnfilzig, das endständige eiförmig, am Grunde kaum herz- 
förmig, zugespitzt, die äusseren Seitenblättchen deutlich gestielt; Rispe mässig 
lang, nach oben zu rasch verschmälert, meist traubig endigend, deren Achsen dicht 



Oestorreiclüsche Brombeeren. 



223 



abstehend behaart, mit feiuen uadeligen Stachelu dicht bewehrt; Kelchzipfel 
graugrün, dicht behaart, zur Fruchtzeit abstehend oder halb zurück- 
geschlagen; Kroublätter verkehrt-eiförmig, weiss; Staubgefcässe die Griffel weit 
überragend; Fruchtknoten spärlich behaart. 

R. carpinifolins Wh. in Boenningh., Prodr. Fl. Monast., p. 152; Wh. et N., 
Rub. Germ., p. 36, excl. var. ß.-, Focke, Syn. Eub. Germ., p. 131; Oboruy, Fl. 
Mähr., S. 960. 

Eine hochwüchsige Art; durch die blassgelbe Bestachelung, die meist ge- 
falteten und welligen Blättchen, den dichten Blüthenstand und die mit feineu 
Stacheln dicht bewehrten Blüthenstiele kenntlich. Von B. senticosus unterscheidet 
er sich vorwiegend durch den viel höheren Wuchs, die grösseren welligen Blättchen, 
dichtere, drüsenlose Rispe und grössere Blüthen, Ich habe keine Exemplare aus 
dem Gebiete gesehen. 

Wälder, Hecken, Waldränder. In Mähren bei Blumenau, Prossnitz, Bilovitz 
nächst Brünn, im Josefsthal bei Adamsthal, in der Frain zwischen Schönwald und 
Paulitz, im Breitauer Walde und im Thayathale unterhalb Hardegg (Oborny). 
Nach Krasan auch um Görz, was ich sehr bezweifeln möchte, und nach Neu- 
mann in Böhmen um Georgswalde, Kleinskal und Nixdorf; allein das im Her- 
bare der zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien befindliche Exemplar Neu- 
mann 's besteht zum Theile aus H. sulcatus oder plicatus (der Schössling) und 
aus dem Blüthenzweige einer stieldrüsigen Art. Juli bis August, fi- 

10. jB. affinis Wh. et N. Schösslinge stumpfkantig, seltener oberwärts 
scharfkantig, kahl, mit kräftigen geraden Stacheln besetzt; Blätter derselben 
fünfzählig, selten einzelne siebenzählig, Blättchen flach, breit, einander mit 
den Rändern deckend, oberseits spärlich behaart, unterseits grün, mehr 
minder filzig, das endstäudige breit herz-eiförmig, lang zugespitzt, 
die äusseren Seitenblättchen kurz gestielt; Rispe zusammengesetzt, am Grunde 
lange, starke, gerade Stacheln führend, mit aufrecht abstehenden, trugdoldig- 
mehrblüthigen Aestchen, deren Achsen mässig behaart, mit zahlreichen nadeligen 
Stacheln bewehrt; Kelch zip fei graugrün, dicht behaart, zurückgeschlagen; 
Kronblätter eirundlich, weiss oder röthlich; Staubgefässe die Griffel weit über- 
ragend; Fruchtknoten kahl. 

B. affinis Wh. et N., Rub. Germ., p. 18 (errore typogr. 22); Ortm. in 
Flora, 1835, S. 488; Krasan in Verh. z.-b. G. Wien, 1865, S. 333; Fach. u. Jab., 
Fl. Kämt., m, S. 338. 

Eine hochwüchsige Art mit dunklem Laub ; durch die breit herz-eiförmigen 
Endblättchen, die dichte, am Grunde mit laugen, kräftigen, fast geraden Stacheln 
bewehrte Inflorescenz und die an der Frucht zurückgeschlagenen, bald vertrocknen- 
den Kelchzipfel von den beiden vorigen Arten verschieden. Ich kenne keine öster- 
reichischen Exemplare von dieser Art und bezweifle sehr die Richtigkeit der Be- 
stimmungen von den unten angeführten Standorten. 

Hecken, Gebüsche an Wegen, nicht in Wäldern. Wird von Ortmann in 
Böhmen zwischen Lieben und Troja bei Prag, von Fächer und Jabornegg in 
Kärnten ober St. Martin bei Klagenfurt, bei Tiffcn und Leoben und bei Sems- 



224 



E. V. Haläcsy. 



bach im Möllthale (eine Form mit spärlichen Drüsen an den Blüthenstielen und 
Kelchzipfeln) und endlich von K ras an, allerdings mit einem Fragezeichen, als 
fast überall um Görz wachsend angegeben. Juli. f^. 

11. Jß, vulgaris Wh. et Schösslinge kantig, oberwärts gefurcht, 
sparsam behaart, mit kräftigen, rückwärts geneigten Stacheln besetzt; Blätter 
derselben fünfzählig-gefingert. Blättchen gefaltet, oberseits wenig behaart, 
glänzend, unterseits dünn graufilzig, das endständige elliptisch oder 
verkehrt- eiförmig, zugespitzt, die äuseren Seitenblättchen deutlich gestielt; 
Rispe locker, mit sperrigen mehrblüthigen unteren und meist einblüthigen oberen 
Aestchen, deren Achsen dicht abstehend behaart, mit feinen sicheligen Stacheln 
bewehrt; Kelchzipfel graugrün filzig, an der Frucht abstehend oder 
seltener zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt-eiförmig, weiss; Staub- 
gefässe die Griffel wenig überragend; Fruchtknoten kahl oder wenig behaart. 

R. vulgaris Wh. et N., Rub. Germ., p. 38, excl. var. ß, y, 6-, Focke, Syn. 
Ruh. Germ., p. 138; Hausm., Fl. Tirol, S. 258; Krasan in Verh. z.-b. G. Wien, 
1865, S. 333. 

Durch die meist elliptischen Endblättchen und die lockere, mit nach dem 
Verblühen abstehenden Aesteu versehene Rispe von den vorigen abweichend. Von 
JR. senticosus ausserdem durch die unterseits schwächer bekleideten grünen Blätt- 
chen, den Mangel der Drüsen in der Rispe, von B. carpinifoUus durch die spar- 
samere Bewehrung und von jR. affinis durch die kurz bespitzten Endblättchen 
und den abstehenden Fruchtkelch verschieden. Die Früchte sollen etwas aromatisch 
schmecken. 

Hecken, Gebüsche, Waldränder. In Tirol: Bozen, selten im Kühbacher 
Walde, sehr selten bei Klobenstein, ein einziger Busch im Krotenthale (Haus- 
mann). Um Görz (Krasan). Wird von Schlosser, Anleitung, S. 144, auch 
für Mähren angegeben; seine Pflanze ist aber sicher nicht die Weihe 'sehe, da 
er derselben durchwegs dreizählige Blätter mit kreisrunden Blättchen zuschreibt; 
auch an der richtigen Bestimmung der Tiroler und Görzer Pflanzen möchte ich 
zweifeln. Juli. fi. 

Obs. B. macroacanthus Wh. et N., Rub. Germ., p. 44, von welcher Art 
nach Focke nur ein einziger Strauch bei Volmardiugen heute bekannt ist, wird 
von Vierhapper in Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22, für Oberösterreich angegeben, 
sicher gänzlich unrichtiger Weise, was schon daraus erhellt, dass der Verfasser 
denselben unter den Glandulosen, und zwar zwischen B. hirtus und Bayeri auf- 
zählt. Opiz in Lotos, 1864, S. 70, gibt ihn bei Fugau in Böhmen an, was wahr- 
scheinlich ebenfalls unrichtig ist. 

ß. Endblättchen rundlich, kaum doppelt so lang wie sein Stielchen. 

12. -K. rhamnifolhts Wh. et J^. Schösslinge kantig, gefurcht, fast kahl, 
im Herbst oft stahlblau angelaufen, mit ziemlich zahlreichen, rückwärts geneigten, 
am Grunde sehr breiten Stacheln besetzt; Blätter derselben fünfzählig, Blättchen 
Anfangs gefaltet, oberseits kahl, unterseits weissfilzig, das endständige 
rundlich, auffallend lang gestielt, kurz bespitzt, die äusseren Seitenblättchen 



Oesterrcicbiscbo Brombeeren. 



225 



deutlich gestielt; Rispe unterwärts mit entfornteu, kurzen, traubig-mehrblütliigeu 
Aesteu, oberwärts gedrungen, deren Achsen abstehend behaart, mit gelblichen 
pfriemlichen Stacheln dicht bewehrt; Kelchzipfcl grauzottig, an der unreifen 
Frucht abstehend, zuletzt zurückgeschlagen; Kronblätter rundlich, weiss; Staub- 
gefässe die meist rothen Grilfel weit überragend, nach dem Abblühen am Grunde 
oft roth; Fruchtknoten an der Spitze bärtig, seltener kahl. 

B. rhamnifoUus VTh. et N., Ruh. Germ., p. 22; Tratt., Rosac. Monogr., 
III, p. 24; Opiz, Böh. phan. u. crypt. Gew., S. 62; Ortm. in Flora, 1835, 
S. 491; Schloss., Anleit., S. 144. 

Durch die rundlichen, sehr lang gestielten Endblättchen von den voran- 
gehenden Arten sofort zu unterscheiden. Besonders hervorzuheben wären bei dieser 
Art noch die aus sehr breitem Grunde plötzlich verschmälerten Schösslings- 
stachehi, die oberseits kahlen, unterseits weissfilzigen Blätter und die am Grunde 
meist rothen Staubgefässe und Gritfei. 

Waldränder, Wälder. Nach Weihe und Nees in Böhmen ohne nähere An- 
gabe des Fundortes von Opiz gesammelt, nach diesem und Ortmann bei Krumau; 
dann in Mähren um Schildberg (Schlosser), wenn sonst die Bestimmung richtig 
ist. Die von Oster meyer am Schlossberge bei Teplitz gesammelte und von 
Sabransky in Oe. b. Zeitschr., 1889, S. 403, für R. rhamnifolius erklärte Pflanze 
ist nicht die Weihe -Nees 'sehe Art, sondern jR. vüUcaulis Koehl. Juli, fi- 

Obs. R. cordifolius Wh. et N., Rub. Germ., p. 21, von R. rhamnifolius 
durch herzförmig-rundliche Blättchen und zerstreut-drüsige Blüthenstiele ver- 
schieden, gibt Ortmann in Flora, 1835, S. 490, bei Falkenau in Böhmen an, 
Presl in Del. Prag, p. 219 und Opiz in Böhm. phan. u. cryp. Gew., S. 62, über- 
haupt in Bergwäldern Böhmens. Die PresTsche Pflanze ist sicher etwas ganz 
Anderes und scheint zu den Corylifolii zu gehören ; wahrscheinlich die anderen auch. 

h) Canclicantes Focke, Syn. Rub. Germ., p. 154. Schösslinge hoch- 
bogig, meist kahl, unbereift; Blüthenstand verlängert, schmal, zur Spitze kaum 
verjüngt, aus ein- bis mehrblüthigen Aestchen zusammengesetzt, wenig bestachelt; 
Kelchzipfel aussen graufilzig, zurückgeschlagen; Staubgefässe nach dem Verblühen 
zusammenneigend. 

13. H, Vesta Focke. Schösslinge kräftig, kantig, gefurcht, kahl oder ver- 
einzelte Haare führend, mit mittelstarken, rückwärts geneigten Stacheln besetzt; 
Blätter derselben gefingert-fünfzählig. Blättchen dünn, oberseits kahl, unter- 
seits feinhaarig bis dünn graufilzig, das endständige breit herz- 
oiförmig oder fast kreisrund, kurz bespitzt; zur Spitze zusammengesetzt, 
deren Achsen locker, filzig, spärlich bestachelt, oberwärts oft ganz stachellos; Kron- 
blätter gross, eiförmig, weiss; Staubgefässe grünlich, die Griffel über- 
ragend; Griffel grünlich; Fruchtknoten au der Spitze bärtig-zottig. 

R. Vestii Focke, Syn. Rub. Germ., p. 154; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. 
Niederöst., S. 322; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, S. 339; Form, in Oe. b. Zeitschr., 
1887, S. 207; Spitzn., Kvet. okr. prosty.. p. 98; F ritsch in Verh. z.-b. G. Wien, 
1889, S. 778; Vierh., Prodr. Fl. Innkn, V, S. 21. 

Z. 15. Ges. Ii. XLI. Abb. 29 



226 



E. V. Haläcsy. 



Durcli die breit-eirundlielien Endblättchen, die grossen Blüthen und die an 
der Spitze bebärteten Fruchtknoten gut charakterisirt, gleichwohl durch Zwischen- 
formen — vielleicht Bastarte — mit H. montanus verbunden. Bei typischen 
Exemplaren ist die Eispe allerdings zum Theile traubig und die Fruchtknoten 
bärtig-zottig, allein es finden sich genug Stöcke, bei welchen diese Merkmale 
verschiedenen Abstufungen unterworfen sind, so dass man im Unklaren bleibt, ob 
man R. Vestii oder R. montanus vor sich hat. Auch die Form des Endblättchens 
scheint nicht constant zu sein und nähert sich oft der eiförmigen Gestalt. 

Wälder, Waldränder. In Mähren bei Adamsthal, Horka, Lultsch (For- 
mänek), Skalic (Spitzner). In Niederösterreich verbreitet im Wiener Walde 
(Focke); in Oberösterreich im Hausruck- und Kobernaus walde (Vierhapper). 
Bei Salzburg (Fritsch), auch in Steiermark und bei Laibach in Krain (Focke). 
In Kärnten am Kreuzberge bei Klagenfurt (Fächer und Jabornegg). Juni 
bis Juli. fi. 

14. M, montanus Lib. Schösslinge kräftig, kantig, gefurcht, kahl, mit 
ziemlich starken, geraden oder rückwärts geneigten Stacheln besetzt; Blätter 
derselben gefingert-fünfzählig. Blättchen meist dünn, oberseits kahl, unter- 
seits grau- oder weissfilzig, das endständige elliptisch bis herz- 
eiförmig, mit schlanker Spitze; Eispe lang, schmal, bis zur Spitze zusammen- 
gesetzt, deren Achsen kurzfilzig, sehr sparsam bewehrt, oberwärts oft ganz stachel- 
los; Kronblätter mittelgross, länglich, meist weiss; Staubgefässe grünlich, 
die Griffel überragend; Griffel grünlich, Fruchtknoten kahl oder spär- 
lich behaart. 

jR. montanus Lib. in Lej., Fl. Spa, II, p. 317; B. candicans'Wh.. in Echb., 
Fl. Germ, exe, p. 601; Bayer, Bot. Excursb., S. 289; Hai. in Kern., Sched. Fl. 
Austro-Hung., III, p. 37; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21; B. thyrsoideus 
Wim., Fl. Schles., ed. I, S. 204; Focke, Syn. Eub. Germ., p. 161; Celak., Prodr. 
Böhm., S. 638; Freyn in Verh. z.-b. G., 1881, S. 8; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. 
Niederöst., S. 323; Obor., Fl. Mähr., S. 960; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, 
S. 339; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21; B. fruticosus Wh. et N., Eub. Germ., 
p. 24; Neum. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 278; Hausm., Fl. Tirol, S. 257, 
non L.; B. candicans ß. GrahovsMi, vulgaris et silvaticus Neum. ap. Eeich. in 
Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 278; B. hicolor et racemosus Opiz in Lotos, 1854, 
S. 70, ex Celak., Prodr. Fl. Böhm., S. 638. 

Eine polymorphe, in Mitteleuropa weit verbreitete Art, deren Formen, wie 
die voransteh.ende Synonymie zeigt, zum Theile vielfach falsch gedeutet wurden, 
zum Theile zur Aufstellung neuer Arten Veranlassung gaben. Dieselbe variirt 
sowohl hinsichtlich der Furchung des Schösslings, der Behaarung und der Form 
der Blättchen, als auch in Bezug auf Grösse und Färbung der Kronblätter, der 
Länge der Staubgefässe und der Bekleidung des Fruchtknotens in so vielfacher 
Weise, dass es kaum möglich erscheint, einige constantere Varietäten aus diesem 
Formengewirre heraus zu greifen. Von diesen wären folgende, als in unserem 
Gebiete vorkommend, zu erwähnen: 



Oesterieichische Brombeeren. 



227 



c(. thi/ rsn nthus Focke. Schössliiige durchaus gefurcht; Endblättcheu 
breit-elliptisch oder herz-eiförinig; Blütheii weiss; Fruchtknoten kahl oder behaart. 

B. thyrsanthus Focke, Syn. Rub. Germ., p. 168; ? M. corcUfoliiis U.-d,\\sm., 
Fl. Tirol S. 257, non Wh. et N. 

p. argyropsis Focke. Blüthenstand unten verbreitert, durchblättert; 
Kronblätter schmäler; Staubgefässe länger, die Gritfei weit überragend, sonst wie a. 

B. thyrsanthus var. argyropsis Focke, Syn. Rub. Germ., p. 170; B. ar- 
gyropsis Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 778; B. argenteus Gremli, 
Beitr. Fl. Schweiz, S. 48, non Wh. et N. 

coarctatiis P. J. Müll. Schösslinge unterwärts nicht gefurcht; End- 
blättchen meist schmalelliptisch mit gestutztem oder herzförmigem Grunde; 
Blüthen weiss; Fruchtknoten kahl. 

B. coarctattis P. J. Müll, in Flora, 1858, S. 133; B. candicans Focke, Syn. 
Rub. Germ., p. 163. 

J. fragrans Focke. Blättcheu freudiggrün, glänzend, das endständige 
elliptisch; Blüthen lebhaft rosenroth; Fruchtknoten behaart. 

B. fragrans Focke, Syn. Rub. Germ., p. 172; Obor., Fl. Znaim. Kr. in 
Verh. Nat. Ver. Brünn, XVII, S. 282; B. purpureus Obor., Fl. Mähr., S. 961, 
non Hol. 

Waldränder, Holzschläge, Wälder. Verbreitet im ganzen Gebiete, die var. cc, 
am häufigsten. Juli, ti- 

X -ß- montanits X siilccittis. Von B. montanus durch den schwachen 
Filz der Blattunterseite, sehr kurz gestielte äussere Seitenblättchen, derbere Be- 
stachelung und grössere Blüthen; von B. sulcatus durch minder lebhaft grüne, 
unterseits filzige Blätter, oberwärts dicht behaarte Rispenachse und den nicht 
traubigen, sondern zusammengesetzten Blüthenstand verschieden. Sehr an B. Vestii 
erinnernd, von ihm aber durch die schmäleren Endblättchen, sehr kurz gestielten 
äusseren Seitenblättchen und die fast kahlen Fruchtknoten abweichend. 

B. incertus (candicans X sulcatus) Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 658. 

Wälder auf dem Troppberge bei Wien unter den Eltern, ein Strauch. 

15. jR. persicittiis Kern. Schössling kräftig, stumpfkantig, gefurcht, 
kahl oder spärlich behaart, mit starken geraden oder rückwärts geneigten Stacheln 
besetzt. Blätter derselben gefingert-fünfzählig. Blättchen oberseits fast kahl, 
unterseits dünn graufilzig, das endständige herz-eiförmig, mit 
schlanker Spitze; Rispe schmal, ganz oder doch oberwärts traubig, deren Achsen 
sehr spärlich bewehrt; Kronblätter gro.'JS, breitelliptisch, purpurn; Staubgefässe 
purpurn, die ebenfalls purpurnen Griffel überragend; Fruchtknoten 
behaart. 

B. persicinus Kern., Nov. pl. sp., III, p. 14; Murr in Deutsch, bot. Mo- 
natsschr., 1886, S. 151; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 778. 

Eine durch die grossen, an die Blüthen des Pfirsichbaumes erinnernden 
rothen Blumen, die gleichfalls rosenroth gefärbten Staubgefässe und Griffel auf- 
fällige Art und hiedurch von den beiden vorigen Arten verschieden. 

29* 



228 



E. V. Haläcsy. 



Bergwälder, Holzschläge. In Tirol um Innsbruck, insbesondere am Fusse 
der Solsteinkette (Kerner). Bei Salzburg (Fritsch). Juni bis Juli. f^. 

c) VilUcaules Focke, Syn. Eub. Germ., p. 175. Scbösslinge bogig, 
meist behaart, bereift oder unbereift; Blüthenstand zusammengesetzt, nach der 
Spitze zu verjüngt, meist reichlich bestachelt; Kelchzipfel aussen graufilzig; 
Staubgefässe nach dem Verblühen zusammenneigend. 

«. Blättchen oberseits kahl, unterseits angedrückt weissfilzig. 

16. M. ulmifolius Schott. Schössling niedrigbogig, oft klimmend, 
kräftig, kantig, anliegend behaart, blau bereift, mit starken breitlanzett- 
lichen, geraden oder gekrümmten Stacheln besetzt; Blätter derselben gefingert- 
oder fussförmig-fünfzählig. Blättchen klein, oberseits dunkelgrün, das endständige 
meist verkehrt-eiförmig, kurz bespitzt; Elspe verlängert, schmal, reichblüthig, 
deren Achsen oberwärts dicht angedrückt filzig, mit kräftigen, breiten, 
hackigen Stacheln besetzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter rundlich, 
purpurn; Staubgefässe griffelhoch; Fruchtknoten filzig. 

B. ulmifolius Schott, fil. in Isis, 1818, S. 821 (solum nomen); Freyn 
in Yerh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 367, nec non var. rohiistus Freyn, 1. c. ; B. db- 
ruptus Lindl., Syn. Brit. Fl., ed. I, p. 92; B. his]7anicus Willk. in Bot. Zeit., 1844, 
S. 819; B. riisticanus Merc. in Eeut., Cat. pl. Gen., p. 279; Kern., Nov. pl. sp., 
III, p. 9; B. amoenus Freyn, Fl. von Südistr., S. 92, nec non var. hifrons 
Freyn, 1. c. ; B. discolor Wh. exs.; Freyn, Fl. von Südistr., S. 91, p. p. ex ipso. 

Eine charakteristische mediterrane Art, die im südlichen Theile unseres 
Gebietes ihre nördliche Verbreitungsgrenze erreicht. 

Aendert ab: 

ß. gracilis Freyn. Schösslinge dünn, niederliegend, kaum kantig; 
Blätter desselben dreizählig. Blättchen sehr klein. 

B. amoenus ß. gracilis Freyn, Fl. von Südistr., S. 92; B. ulmifolius ß. gra- 
cilis Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 369. 

y. decalvans Freyn. Schössling behaarter, kaum bereift; Blätter ver- 
kahlend, beiderseits grün. 

B. amoenus y. decalvans Freyn, Fl. von Südistr., S. 92; B. ulmifolius 
ß. decalvans Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 369. 

dalmatinus Tratt. Schösslinge minder bereift, reichlicher behaart ; 
Eispenachsen abstehend dicht behaart. 

B. fruticosus var. dalmatinus Tratt., Eosac. Mon., III, p. 33; B. fruti- 
cosus 6. dalmaticus Ser. in DG. Prodr., II, p. 561; B dalmaticus Guss., Fl. Sic. 
Syn., I, p. 567; Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 369; B. amoenus 
Portenschi, in Pett. bot. Wegw., S. 108; Kern., Nov. pl. sp., III, p. 9. 

Hecken, Zäune, felsiger Boden. In Südtirol, Görz (Kerner), Krain (Focke), 
gemein in ganz Istrien (Freyn). Die var. ß. bei Pola, Eovigno; die var. y. im 
Kaiserwald bei Pola (Freyn); die var. cT. bei Triest und Pola (Focke), nach 
Freyn in Südistrien gemein. Juni bis Juli. \i. 



Oesterreichische Brombeeren. 



229 



17. i?. myrianthus Freyii. Schösslingo niedrigbogig, kräftig, kantig 
gefurcht, dicht abstehend behaart, un bereift, mit starken behaarten, ge- 
raden Stachehi besetzt ; Blätter derselben gefiugert-fünfzählig. Blättchen ziemlich 
klein, oberseits dunkelgrün, das endständige länglich verkehrt-eiförmig, kurz bc- 
-pitzt; Eispe umfangreich, reichblüthig, mit langen, aufrecht abstehenden 
Vesten, deren Achsen dichtfilzig-zottig, mit entfernten kurzen, sicheligen 
Stacheln besetzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter elliptisch, weiss; 
Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten behaart. 

B. myrianthus Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 372. 

Eine durch die hervorgehobenen Merkmale sehr gut charakterisirte Art, 
dem B. ulmifoUiis und bifrons zunächst stehend. Von beiden durch den umfang- 
reichen, vielblüthigen, gedrungenen Blüthenstaud, mit langen, zum Theile die 
Spitze der Hauptachse erreichenden Secuudärachsen verschieden; von B. ulmi- 
foUiis ausserdem durch dicht abstehend behaarte, unbereifte Schösslinge, dicht- 
tilzig-zottige, mit kürzeren imd spärlicheren Stacheln bewehrte Eispenachsen, 
weisse Blüthen und die Griffel überragende Staubgefässe abweichend. 

Istrien, bei Eovigno, an den Eändern der Strasse nach Canfanaro und am 
Eande von Olivengärten Hecken bildend und dort wohl weiter verbreitet (Freyn). 
Juni bis Juli. fi. 

18. jR. bifrons Test. Schösslinge niedrigbogig, kräftig, kantig, roth- 
braun, zerstreut abstehend behaart, unbereift, mit kräftigen geraden 
Stacheln besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünfzählig, Blättchen mittelgross, 
iberseits dunkelgrün, das endständige verkehrt-eiförmig, zugespitzt; Eispe ver- 
längert, schmal, deren Achsen abstehend behaart, mit schlanken, geraden, 
langen Stacheln besetzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt- 
eiförmig, röthlich; Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten 
zerstreut langhaarig. 

B. bifrons Ye&t in Tratt., Eos. Monogr., III, p. 28; Syll. pl. nov. Eatisb., 
I, p. 232; Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 79; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. 
Niederöst., S. 325; Hai. in Kern., Sched. ad Fl. Austro-Hung., III, p. 41; 
Oborny, Fl. Mähr., S. 963, Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 422; Fach. u. Jab., Fl. 
Kämt., III, S. 340; Spitzner, Kvet. okr. prostej., p. 99; Fritsch in Verh. z.-b. 
Ges. Wien, 1889, S. 778; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21; Celak. in Oe. b. 
Zeitschr., 1890, S. 319; B. macroaccmthus Sendt. in Flora, 1856.. S. 201; Bayer 
in Oe. b. Zeitschr., 1859, S. 184, non Wh. et N.; B. albatus Bayer, Bot. Excursb., 
S. 298; B. amoenus Celak., Prodr. Fl. Böhm., p. 639 u. 902, in Sitzungsb. böhm. 
Ges. Wiss., 1883, p. 81, 1. c, 1884, p. 88, non Portenschi.; B. amoenus var. bifrons 
Celak. in Sitzungsb. böhm. Ges. Wiss., 1885, p. 45. 

Eine sehr wohl charakterisirte Art, von B. ulmifolius durch die unbereiften, 
abstehend behaarten Schösslinge und Eispenachsen, die Griffel überragende Staub- 
gefässe und nicht filzige Fruchtknoten leicht zu unterscheiden. Von B. myrianthus 
durch zerstreut behaarte, rothbraune Schösslinge, fussförmig-fünfzählige Blätter 
derselben, schmale, mit langen Stacheln besetzte Eispe und die nicht zottige Be- 
haarung der Eispenachsen abweichend. 



230 



E. V. Haläcsy. 



Aendert ab : 

ß. cinerascens Celak. in Sitzungsb. böhm. Ges. Wiss., 1884, p. 88. 
Blättchen dünner, unterseits sehr dünnfilzig, graugrün. 

/. suhglandulosus Celak., 1. c. Eispe einzelne Stieldrüsen führend. 

Lichte Bergwälder, Abhänge. Vom Fusse der Lissa Hora in Schlesien 
(Oborny) an über Frankstadt, Kosnau (Formänek), das ganze Ostravitzathal, 
Plateau von Drahan (Spitzner) bis Bisenz und Althart an der Thaya, auch am 
Kosir bei Czech (Oborny) in Mähren. Im südlichen Böhmen bei Gr atzen, Blansker- 
walde, Moldauhänge bei Kotylnik, Hnevsin, Hosin bei Frauenberg, bei Klattau, 
Chudenitz, Blatna an der Uslava (Celakovsky). In Niederösterreich bei Kottes 
im Waldviertel (Beck), Eossatz, verbreitet im südlichen Wiener Becken (Haläcsy) 
und durch ganz Steiermark (Vest). In Oberösterreich bei Steyr (Bayer), im 
ganzen lunkreise (Vierhapper). In Salzburg bei Salzburg, Hallein, Sulzau, 
Pfarrwerfen (F ritsch). Tirol bei Mils, Hall (Gremblich exs.), Innsbruck (Ker- 
ner exs.). In Kärnten im Keutschachthal bei Klagenfurt, Ulrichsberg, Titfen 
(Fächer und Jabornegg), offenbar auch in Krain, obwohl ich ihn nicht ver- 
zeichnet finde. In Istrien bei Dignano und am Monte Maggiore (Freyn). Juli. fi. 

Obs. E. velutinus Vest in Syll. pl. nov. Eatisb., I, p. 234, der Be- 
schreibung nach hieher gehörig, aber „unguihiis petdlorum longis calycinas la- 
cinias fere aequantibus ah omnibus differt", Vest, 1. c, konnte bisher nicht sicher 
gedeutet werden. 

ß. Blättchen oberseits mehr minder behaart, unterseits behaart, oft 

ausserdem filzig. 
X Schösslinge bereift. 

19. H, roriilentus HaL Schösslinge hochbogig, kräftig, scharfkantig, 
reichlich behaart, mit kr'.äftigen, gebogenen gelblichen Stacheln 
besetzt; Blätter derselben fünfzählig. Blättchen mittelgross, oberseits mattgrün, 
unterseits graufilzig, das endständige eiförmig, kurz bespitzt; Eispe ver- 
längert, beblättert, mit unterwärts entfernten, oberwärts gedrängten Aesten, deren 
Achsen dichtfilzig, mit hackigen gelben Stacheln bewehrt; Kelchzipfel 
zurückgeschlagen; Kronblätter eiförmig, weiss ; Staubgefässe die Griffel überragend; 
Fruchtknoten behaart. 

B. rorulentus Hai. in Kern., Sched. Fl. Austr.-Hung., III, p. 49, Nr. 846; 
B. carpinifolius Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 325, non Wh. 

Durch die reichlich behaarten und autfallend stark bereiften Schösslinge 
von den übrigen hier angeführten Arten dieser Gruppe leicht zu unterscheiden. 
Steht dem in Oesterreich noch nicht beobachteten B. Winten Focke am nächsten, 
unterscheidet sich jedoch von ihm durch die erwähnte dichtere Behaarung und 
stärkeren Eeif der Schösslinge, durch kürzer gestielte, nicht plötzlich in eine 
lange schmale Spitze verschmälerte Endblättchen und den nach oben nicht 
traubigen, sondern zusammengesetzten gedrungenen Blüthen stand. 

Hecken, Wegränder, Gebüsche. Bei Gloggnitz in Niederösterreich (Haläcsy). 
Juli. fi. 



Oesterreicliische Brombeeren. 



231 



XX Schösslinge unberoift. 

o Schösslingc meist hoehbogig; Blattuuterseite mehr weniger dicht 
graufilzig; Blüthenstimtl mit sicheligeii oder haekigeii iStachelu 
bewehrt. 

20. R. (UscOlor Wh. et N. Schössliuge kantig, gefurcht, kräftig, 
fast kahl, mit starken, meist geraden Stacheln besetzt; Blätter derselben fünf- 
zählig. Blättchen lederig, niiltelgross, unterseits dicht graufilzig, das end- 
ständige breitelliptisch oder fast rundlich, mit herzförmigem Grunde, kurz 
bespitzt; Rispe mittellang, dichtblüthig, am Grunde durchblättert, oberwärts 
gedrungen, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit hackigen Stacheln besetzt; Kelch- 
zipfel zurückgeschlagen; Kronblätter rundlich, weiss oder röthlich; Staubgefässe 
grünlich, die grünlichen Griffel weit überragend; Fruchtknoten kahl oder 
wenig behaart. 

B. discolor Wh. et N., Ruh. Germ., p. 46; Fleischm., Uebers. Fl. Krains, 
S. 101; Hausm., Fl. Tirol, S. 258 p. p.; Kras. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1865, 
S. 332; Freyn, Fl. Südistr., S. 91 p. p.; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., 
S. 324; Hai. in Kern., Sched. Fl. Austro-Hung., II, p. 24; Oborny, Fl. Mähr., 
S. 962; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21; B. argenteus Hausm., Fl. Tirol, 
8. 358, non Wh.; B. inibescens Bayer in Oe. b. Zeitschr., 1859, S. 184, non Wh.; 
B. villicaulis ß. discolor Celak., Prodr. Böhm., S. 639 u. 902; Sitzungsb. böhm. 
Ges. Wiss., 1883, p. 80, 1884, p. 88; B. communis Bayer, Bot. Excursb., S. 298; 
B. hedycarpus Pocke, Syn. Pub. Germ., p. 190 p. p.; B. macrostemon Pocke, 
1. c, p. 193; Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 13; Form, in Oe. b. 
Zeitschr., 1887, S. 128; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 780. 

Eine kräftige, hochstämmige Art. Die Schösslinge, meist rothbraun gefärbt, 
verlieren bald die wenigen Büschelhaare und sind zuletzt ganz kahl. Durch die 
lederigen Blätter, die wenig behaarten Blüthenzweige und den charakteristischen, 
oberwärts gedrungenen, mit starken, hackigen Stacheln bewehrten Blüthenstand 
ziemlich leicht kenntlich. Nicht typische Exemplare sind übrigens im Herbare 
mit Formen des B. montanus Lib. leicht zu verwechseln. Allerdings scheinen 
beide Arten öfters zu bastartiren. Intermediäre Formen zwischen diesen und 
B. hifrons und Vestii glaube ich auch hin und wieder angetroffen zu haben. 

Waldränder, Hecken, Weinberge. Zerstreut im mittleren und südlichen 
Mähren (Oborny) und im mittleren Böhmen von Landskron und Senftenberg bis 
in das Moldauthal stellenweise, dann im Brdygebirge, über Pürglitz und Pfibram 
bis Chudenitz, scheint in Nordböhmon zu fehlen. Verbreitet und stellenw^eise ge- 
mein in Niederösterreich, so am Kahlengebirge, über Baden, Neustadt bis Fitten, 
Gloggnitz und auf dem Semmering, auch in den beiden nördlichen Vierteln. 
Seltener in Oberösterreich, so bei Aistersheim (Keck exs.), dann bei Wernstein 
und EngelszeU (Vierhapper). Häufig in Salzburg, so am Gaisberge, bei Söll- 
heim, Fürstenbrunn (Fritsch). In Tirol bei Hall (Gremblich exs.), dann bei 
Innsbruck und Bozen (Hausmann). Sicherlich auch in Steiermark, obzwar ich 
denselben nirgends erwähnt finde. In Krain (Fleisch mann). Bei Görz (Krasan). 
Nach Freyn auch in Istrien bei Pola, sowohl der Typus, als auch eine var. ß. pohj- 



232 



E. V. Halacsy. 



acanthus; es scheint jedoch, dass beide Formen von der mitteleuropäischen 
Pflanze ziemlich abweichen. Juli, fi- 

X -ß. S2)urius (Gremlii X discolor) Hai. et Br. Hochstämmiger 
Strauch, von M. discolor durch dünnere, nicht lederige Blättchen, grüne, nicht 
graufilzige Unterseite derselben und eine hie und da vorfindliche kurze Stieldrüse 
im Blüthenstande verschieden. M. Gremlii, an welchen besonders die Schösslings- 
blätter erinnern, weicht durch die Bestachelung, die zahlreichen Stieldrüsen, eine 
lockerere Rispe, zerstreut behaarte, nicht graufilzige Blattunterseite und schmälere, 
grünlichweisse Kronblätter ab. 

B. spurius (Gremlii X discolor) Hai. et Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 329. 

Ein Strauch auf der Sofienalpe bei Wien (Halacsy). 

21. H, 2)ubesceiis^\ h, Schösslinge kantig, kräftig, deutlich behaart, 
mit starken geraden oder gekrümmten Stacheln besetzt; Blätter derselben fünf- 
zählig. Blättchen lederig, mittelgross, unterseits dicht graufilzig, das 
endständige eiförmig oder oval, am Grunde abgerundet, allmälig lang 
zugespitzt; Elspe verlängert, dichtblüthig, am Grunde durchblättert, oberwärts 
gedrungen, deren Achsen filzig behaart, mit hackigen Stacheln bewehrt ; Kelchzipfel 
zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt-eiförmig, weiss oder röthlich; Staub- 
gefässe grünlich, die grünlichen Griffel überragend; Fruchtknoten 
behaart. 

B. puhescens Wh. in Boenningh., Pr. Fl. Monast., p. 152; Schlosser, 
Anleit., S. 144; Hausm., Fl. Tirol, S. 258; Krasan in Verh. z.-b. Ges. Wien, 
1865, S. 333, nou Vest in Tratt., Ros. Mon., III, p. 34. 

Dem B. discolor sehr nahe stehend und eigentlich nur durch die büschelig 
behaarten Schösslinge und das lang zuges])itzte Endblättchen verschieden. Oft 
sind die Staubgefässe des B. xmhescens übrigens auch kürzer, die Griffel kaum 
überragend. Der Vest 'sehe B. puhescens Nom Berge Plabutsch bei Eggenberg 
in Steiermark ist mit einem Jahre älter als der Weihe 'sehe, jedoch eine vor- 
läufig nicht aufgeklärte Art. Der von Neu mann in Verh. z.-b. Ges. Wien, 
1854, S. 278, bei Georgswalde in Böhmen angegebene B. pubescens gehört nach 
den im Herbare der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien befindlichen 
Exemplaren sicher nicht hieher, da der Blüthenstengel stieldrüsig ist; aus den 
vorhandenen Rudimenten lässt sich jedoch nicht constatiren, was er sei. 

Tirol, selten im Griesnerberge gegen Morizing bei Bozen iTiid bei Kloben- 
stein (Hausmann), dann bei Görz (Krasan) und in Mähren bei Zwittau 
(Schlosser). In neuerer Zeit jedoch nirgends wieder gesammelt. Juli, ti- 

22. jB. t'hombifolius Wh. Schösslinge unterwärts rundlich, oberwärts 
kantig, kräftig, fast kahl, mit mittelstarken, meist geraden Stacheln besetzt; 
Blätter derselben fünfzählig, Blättchen gross, grün, unterseits blässer, 
dünnfilzig, das endständige elliptisch oder eiförmig, am Grunde gerundet 
oder rautenförmig, in eine ziemlich lange Spitze auslaufend; Rispe 
mässig entwickelt, die unteren Aeste entfernt, die oberen kürzer, meist ein- bis 
zweiblüthig, deren Achsen locker filzig, unterwärts mit sicheligen, mit breitem 
Grunde aufsitzenden Stacheln besetzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter 



Oesterreichiscbc Brombooreti. 



233 



verkehrt-eiförmig, rosenroth; Staubgef ässe röthlieh. die röthlichon Griffel 
weit überragend; Fruektkiioten kahl. 

jR. rhomhifoUus Wh. in Boeuningh., Prodr. Fl. Monast., p. 151 ; Focke, 
Syn. Ruh. Germ., p. 204; jR. vulgaris rhomhifoUus Wh. et N., Ruh. Germ., 
p. 38; i?. carpinifoUiis ß. roseus Wh. et N., 1. c, p. 36. 

Eine sehr schöne, durch die freudiggrünen grossen Blätter und die grossen 
rosenrothen Blüthen auffallende Art. Die Deckblättchen sind am Rande meist 
drüsig. Von den beiden vorigen durch diese Merkmale, ferner durch die röthlichen 
Staubgefässe und Griffel, wie nicht minder durch die ganze Tracht auffällig ver- 
schieden. Die österreichische Pflanze weicht zwar in einigen Punkten von den 
Beschreibungen Weihe's und Focke 's ab, stimmt jedoch mit den in Baenitz, 
Herb, europ., Nr. 5184 ausgegebenen, von Kretzer in Braunschweig gesammelten 
und von Focke bekanntlich revidirten Exemplaren so völlig überein, dass ich 
ohne Bedenken dieselbe hier als E. rhomhifoUus anführe. 

Wälder bei Bitten in Niederösterreich (Richter exs.). Juli, ti,- 

oo Schössliuge niedrigbogig ; Blattunterseite weichhaarig oder grau- 
filzig; Blüthenstand mit geraden, meist schwachen Stacheln 
bewehrt. 

— Staubgefässe kürzer oder höchstens so lang als die Gritfei. 

23. H. ceiitronotus Keru. Schösslinge stumpf kantig, kräftig, kahl 
oder spärlich behaart, mit kräftigen geraden Stacheln besetzt; Blätter 
derselben fünfzählig, Blättchen mittelgross, oberseits fast kahl, unterseits grau- 
filzig, das endständige breit-eiförmig, mit seicht herzförmigem Grunde, zugespitzt; 
Rispe klein, aus traubig angeordneten, wenigblüthigen Aestchen bestehend, deren 
Achsen kurzfilzig, mit ziemlich zahlreichen nadeligen Stacheln bewehrt, v e r- 
einzelte kurze Stieldrüsen führend; Kelchzipfel zurückgeschlagen; 
Kronblätter rundlich, weiss; Staubgefässe so lang oder kürzer als die Griffel; 
Fruchtknoten langhaarig. 

R. centronotus Kern., Nov. pl. spec, III, p. 18. 

Durch die die Griffel nicht überragenden Staubgefässe charakteristisch. An 
dem mir vorliegenden Original-Exemplare fand ich im Blüthenstande vereinzelte 
kurze Stieldrüsen, ein vom Autor in der Beschreibung nicht hervorgehobenes 
Merkmal, daher vielleicht nicht bei allen Exemplaren vorfindlich. Nach Kerner 
muthmasslich ein Bastart zwischen einer Art aus der Gruppe der Homoacanthi 
und einem der CoryUfoUi, welcher Ansicht ich mich der gestielten äusseren 
Seitenblättchen wegen nicht anschliessen kann. 

Holzschläge, Gebüsche bei Stangensteig nächst Innsbruck in Tirol (Kerner). 
Juli bis August, ti- 

24. II, carxMUietOfum Freyu. Schösslinge rundlich, dünn, dicht 
behaart, mit mittelstarken geraden Stacheln besetzt; Blätter derselben dreizählig 
oder unvollkommen fünfzählig, Blättchen mittelgross, oberseits striegelhaarig, 
unterseits dicht graufilzig und von feinen Haaren an den Nerven schimmernd, 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 30 



234 



E. V. Haläcsy. 



das endständige eirundlich, ohne abgesetzte Spitze, am Grunde abgerundet, 
äussere Seitenblättchen sehr kurz gestielt; Rispe mässig entwickelt, mit 
entfernten wenigblüthigen Aesten, deren Achsen dicht zottig-langhaarig, 
mit zerstreuten rückwärts geneigten, ziemlich kräftigen, nach oben zu verjüngten 
nadeligen Stacheln bewehrt; Kelchzipfel nach dem Verblühen abstehend-, 
Kronblätter rundlich verkehrt-eiförmig, dunkelrosa; Staubgefässe griffelhoch; 
Fruchtknoten fast kahl. 

B. carpinetorum Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 373; R. vüUcaulis 
ß. trifoliolatus Freyn, Fl. Südistr., S. 91. 

Eine auffällige, mit keiner anderen Art unserer Villicaules zu verwechselnde 
Brombeere. Mit J^. centronotus hat sie ausser den kurzen Staubgefässen nichts 
gemeinsam. Sehr auffallend sind bei derselben die fast sitzenden Seitenblättchen, 
wodurch sie einigermassen an die CorylifoUi erinnert. Freyn schreibt seiner 
Art oberseits sternhaarige Blättchen zu, durch welches Merkmal selbe ohneweiters 
in die Unterrotte der Tomentosi zu stellen und als Bastart des B. tomentosus 
mit einer drüsenlosen Art aufzufassen wäre; allein ich konnte an dem mir vor- 
gelegenen Original-Exemplare, trotz sorgfältigsten Suchens, keine Spur von Stern- 
härchen auffinden und reihe dieselbe hier unter die Villicaules ein. 

Istrien, in den Carpinus-Gehüschen im Walde Siana und unter Korkeichen 
am Mt. Pero und im Kaiserwalde bei Pola (Freyn). Juni. fi. 

= Staubgefässe länger als die Griffel. 
• Blüthen stand mit langen Stacheln reichlich bewehrt. 

25. jB. villicaulis Koehl. Schösslinge stumpfkantig, kräftig, ziemlich 
dicht behaart, gegen die Spitze zu scharfkantig, mit kräftigen geraden Stacheln 
besetzt; Blätter derselben gefingert-fünfzählig. Blättchen mittelgross, oberseits 
spärlich behaart, unterseits weichhaarig bis dünnfilzig, das endständige 
elliptisch oder eiförmig, am Grunde abgerundet, kurz bespitzt; Rispe ver- 
längert, mit sparrigen Aesten, deren Achsen zottig-filzig, öfters vereinzelte 
Stieldrüsen führend; Kelchzipfel zuilickgeschlagen ; Kronblätter elliptisch oder 
rundlich, meist röthlich; Fruchtknoten mit vereinzelten langen Haaren. 

B. villicaulis Koehler in Wh. et N., Rub. Germ., p. 43; Opiz, Böheims 
phan. u. crypt. Gew., S. 62; Wimm. u. Grab., Fl. Sil., p. 27; Schlosser, 
Anleit., S. 144; Neum. ap. Reich, in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 278; Krasan 
in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1865, S. 333; Celak., Prodr. Böhm., S. 639 u. 902 p.p.; 
Fiek, Fl. Schles., S. 122; Obor., Fl. Mähr., S. 963; Form, in Oe. b. Zeitschr., 
1887, S. 127 u. 205; B. vulgaris ß. glahratus Neum. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 
1854, S. 278; B. Koehleri Neum., 1. c, S. 279; B. sanctus Kuntze, Ref., S. 17; 
B. rhamnifolius Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1889, S. 403, non Wh. et N. 

Durch die mit kräftigen langen Stacheln bewehrten Schösslinge und 
Blüthenzweige, den unterbrochenen, aus trugdoldigen, sparrig abstehenden Aesten 
zusammengesetzten Blüthenstand und die grünen, unterseits nur schwach grau 
schimmernden Blättchen sehr wohl charakterisirt. 



Oesterreichisclie Brombeeren. 



235 



Aendert ab: 

;x rectang alatus Maass in Focke, 8yn. Riib. Genn., p. 209. Blättchen 
kleiner, dicklich, etwas lederig, unterseits weisslich-grautilzig; Risjie schmal, mit 
kurzen Aesten. 

y. douhravnicensis Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1889, S. 403. Blättchen 
aus herzförmigem Grunde breit-eiförmig, unterseits weichfilzig-grau ; Eispe schmal, 
sehr lang, mit aufrechten, viel kürzer bestachelten Aesten; Neben- und Deck- 
blättchen stets stieldrüsig. 

Wälder, Gebüsche. In Schlesien bei Weidenau, Hermsdorf, im Mordgrunde, 
um Wilmsdorf, Jörgsdorf, Friedeberg, Niclasdorf (Oborny) und im Teschener 
Kreise (Wimmer und Grabe vsky). In Mähren im ganzen Lande zerstreut 
(Oborny). In Böhmen verbreitet (Celakovsky), doch ist Celakovsky's B. villi- 
caulis sowohl nach der Beschreibung, als auch den citirten Synonymen nach eine 
Sammelart, die erst der Sichtung bedarf. Die var. ß. bei Prossnitz in Mähren 
und bei Gloggnitz in Niederösteri'eich (Sabransky in Oe. b. Zeitschr., 1889, 
S. 403), was ich bezüglich Niederösterreichs bezweifle. Die var. y. bei Dou- 
bravnik in Mähren (Sabransky). Juli. % 

26. jR. Kelleri Hai. Schösslinge stumpfkantig, mittelstark, fast 
kahl, mit mittelstarken, rückAvärts geneigten Stacheln besetzt; Blätter derselben 
fünfzählig. Blättchen mittelgross, oberseits dunkelgrün, fast kahl, unterseits 
blasser, an den Nerven kurzhaarig, das endständige breitelliptisch, kurz 
bespitzt, am Grunde herzförmig; Rispe locker bis zur Spitze durch- 
blättert, mit langen, entfernten, bogig abstehenden Aesten, deren 
Achsen kurzfilzig, Blüthenstielchen und Deckblätter theilweise spär- 
liche, sehr kurze Drüsen führend; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kron- 
blätter elliptisch, klein, weiss; Fruchtknoten kahl. 

B. Kelleri Hai. in Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 431. 

Eine durch das dunkelgrüne, fast gänzlich kahle Laub, den mit dreizähligen 
und einfachen Blättern völlig durchblätterten und mit langen, entfernten, bogig 
abstehenden Aesten versehenen Blüthenstand sehr auffällige Art. Von B. villicaulis 
durch diese Merkmale, ferner durch den fast kahlen Schössling und die am Grunde 
herzförmigen Endblättchen verschieden. 

In W\äldern auf dem Eichberg bei Gloggnitz in Niederösterreich von 
L. Keller entdeckt. Juli, ti- 

• • Blüthenstand mit schwachen zerstreuten Stacheln bewehrt. 

27. H, goHziamts Kern. Schösslinge stumpfkantig, ziemlich kräftig, 
spärlich behaart, zuletzt kahl, mit ziemlich starken geraden Stacheln besetzt; 
Blätter derselben fünfzählig, Blättchen hellgrün, gross, dünn, oberseits spärlich 
behaart, unterseits dünn graufilzig, das endständige breiteUiptisch, kurz 
bespitzt, am Grunde schwach herz-eiförmig; Rispe kurz, armblüthig, aus 
ein- bis zweiblüthigen Aestchen bestehend, deren Achsen abstehend be- 
haart; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter rundlich-elliptisch, weiss; Frucht- 
knoten mit vereinzelten langen Haaren. 

80* 



236 



E. V. Haläcsy. 



B. (jorizianus Kern., Nov. pl. spec, III, p. 6. 

Durch die dünnen, weichen Blätter und die armblüthige, an schwächeren 
Exemplaren fast traubige Inflorescenz mit auffallend langen Blütheiistielchen 
bemerkenswerth. Nach Kern er 's Muthmassung ein der Combination: Ii. praecox 
Kerner und B. rusticanus Merc. (id est sulcatus X ulmifolius) entsprechender 
Bastart. 

Gebüsche, Waldränder bei Görz (Krasan). Juni bis Juli. \i. 

28. jB. fnacro2)hylliis Wh. et N. Schösslinge stumpfkantig, kräftig, 
fast kahl, mit schwachen geraden Stacheln besetzt; Blätter derselben fünfzählig. 
Blättchen sehr gross, beiderseits grün, dünn, oberseits fast kahl, unter- 
seits au den Nerven behaart, das endständige aus schwach herzförmigem 
Grunde eiförmig, mit lang vorgezogener Spitze; Elspe locker, mit ent- 
fernten achselständigen Aesten, der obere blattlose Theil kurz, gestutzt, deren 
Achsen zottig-filzig; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt-eiförmig; 
Fruchtknoten kahl. 

M. 7nacrop7iyllus Wh. et N., Eub. Germ., p. 35, excl. ß.; Hai. u. Br., 
Nachtr. Fl. Niederöst., S. 326; Obor., Fl. Mähr., S. 964, Oe. b. Zeitschr., 1890, 
S. 422; Fiek in Ber. deutsch, bot. Ges., 1887, S. XCI; Form, in Oe. b. Zeitschr., 
1887, S. 127; Spitz ner, Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 145; Vierh., Pr. Fl. Innkr., 
V, S. 21; B. Wimmert Wh. in Wimm. u. Grab., Fl. Sil., II, 1, p. 53; B. villi- 
caulis nemorosus Wh. in Wimm. u. Grab., Fl. Sil., II, 2, p. 28; jB. villicauUs 
ß. Wimmeri Fiek, Fl. Schles., S. 124. 

Eine durch die grünen, auffallend grossen, lang zugespitzten Endblättchen 
und die schwache Bewehrung sehr leicht kenntliche Art. Mit B. villicauUs Koehl. 
hat er nichts zu thun. B. (jorizianus ist von demselben durch die unterseits 
dünn graufilzigen Blättchen, das kurz bespitzte Endblättchen und den fast traubigen 
Blüthenstand verschieden. 

Laubwälder, selten. In Schlesien bei Eopitz (Fiek) und bei Boguscho- 
witz nächst Teschen (Formänek), am Fusse der Lissa Hora bei Mettilovitz 
und Malenovitz, dann bei Cheladna am Aufgange zur Kniehina (Oborny), ferner 
an der Jahodova bei Drahan (Spitz ner) und im Zbanover Wald bei Plumenau 
(Oborny) in Mähren. In Niederösterreich bei Hainburg (Au st), auf der Sofien- 
alpe oberhalb Steinbach bei Wien (Haläcsy). Oberösterreich: Bei Eied, im Hart- 
walde bei Eeichersbeug und im Wilhartsforst bei Eadegund (Vierh apper). In 
Steiermark bei Mariagrün nächst Graz (Preissmann exs.). Juli bis August. % 

29. R, qtiaüiciis Sal)r. Schösslinge scharfkantig, kräftig, deutlich 
behaart, mit mittelstarken geraden Stacheln besetzt; Blätter derselben fünfzählig, 
Blättchen gross, oberseits fast kahl, unterseits graugrün, dicht behaart, 
diejüngeren graufilzig, das endständige breit herz-eif örmig-rundlich, 
mit kurzer aufgesetzter Spitze; Elspe locker, mit entfernten achsel- 
ständigen Aesten, der obere blattlose Theil kurz gestutzt, deren Achsen zottig- 
filzig. Deckblättchen und manchmal auch die Blüthenstiele kurze 
Stieldrüsen führend; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt- 
eiförmig, weiss ; Fruchtknoten behaart. 



Oesterreichische Brombeeren. 



237 



R. macrophijllus subspec. quadicus Sabr. in Deutsch, bot. Monatsschr., 
1889, S. 131 ; B. CafUschii Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 663, pro p., 
uon Focke. 

Eine durch die angeführten Merkmale gut charakterisirte und von Ii. macro- 
phyllus hinhänglich verschiedene Art. Die Schösslinge sind an einigen der mir 
vorliegenden Exemplare schwach bereift und hin und wieder mit einer einzelnen 
Stieldrüse besetzt. Die österreichische Pflanze weicht von derjenigen der kleinen 
Karpathen (dem Origiualstandorte Sabransky's) durch schwächere Bekleidung 
der Blattunterseite und sparsamere Bedrüsung in der Rispe ab, ist sonst aber, 
nach dem mir verfügbaren Materiale, mit dieser vollständig identisch. 

Niederösterreich: Bisher bloss im Rehgraben bei Gloggnitz (Richter). 
Juli, ti- 

30. jK. silvaticiis AVh. et Xees. Schösslinge am Grunde rundlich, 
steifhaarig, mit pfriemlichen Stachelchen dicht besetzt, oberwärts kantig, behaart, 
mit schwachen Stacheln bewehrt; Blätter derselben gefingert-fünfzählig. Blättchen 
mittelgross, beiderseits weichhaarig, grün, das endständige elliptisch, 
zugespitzt, am Grunde abgerundet; Rispe schmal, ziemlich dicht, manch- 
mal völlig durchblättert, deren Achsen locker filzig; Kelchzipfel zurückgeschlagen ; 
Kronblätter verkehrt-eiförmig, weiss; Fruchtknoten an der Spitze bärtig- 
zottig. 

B. süvaticus Wh. et Nees, Rub. Germ., p. 41; Form, in Oe. b. Zeitschr., 
1887, S. 127. 

Von allen drüsenlosen Arten, mit Ausnahme des B. suherectus, mit den 
schwächsten Stachehi versehen; hiedurch, dann durch die Form des Endblättchens, 
die zumeist dichtere Rispe und die behaarten Fruchtknoten von B. macrophyllus 
verschieden. 

Wälder, Waldränder, buschige Bachufer. Bei Pernstein in Mähren (For- 
mänek). Wird von Krasan in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1865, S. 333, auch als 
um Görz wachsend angegeben, es ist jedoch sehr zu bezweifeln, dass diese bisher 
aus England und Nordwestdeutschland bekannte Art, so weit nach Süden gehen 
sollte. Juli bis August. % 

3. Unterrotte. Tomeiitosi Focke, 
Syn. Rub. Germ., p. 225. 

Schösslinge zum Theile aufrecht und nicht wurzelnd, mit kleinen, kurzen, 
derben Stacheln, oft auch mit Stieldrüsen, Borsten und Stachelhöckern besetzt, 
kahl oder behaart, unbereift; Nebenblätter lineal; Blätter oberseits Sternhaare 
führend, unterseits filzig, mit sehr kurz gestielten äusseren Seitenblättchen ; 
Blattstiel rinnig; Blüthenstand zusammengesetzt, rispig, meist stieldrüsig; Kelch- 
zipft'l aussen graufilzig; Staubgefässe nach dem Verblühen zusammenncigend; 
Früchte schwarz, unbereift. 

31. It, tometitosiis Borkh. Schösslinge kantig, gefurcht, sparsam be- 
haart, seltener kahl, mit kurzen Stacheln, zerstreuten Stieldrüsen und Stachelchen 



238 



E. V. Haläcsy. 



besetzt; Blätter derselben drei- bis fünfzählig, Blättchen dicklich, oberseits stern- 
filzig, iinterseits dicht weissfilzig, das endständige mehr minder rantenförmig, 
spitz, am Grnnde abgei'uudet oder keilförmig; Rispe lang, schmal, dichtblüthig, 
nach der Spitze zn verjüngt, am Grunde durchblättert; Kelchzipfel graufilzig, 
zurückgeschlagen; Kronblätter klein, elliptisch, gelblichweiss, sehr selten röthlich- 
weiss; Staubgefässe die Griffel nicht überragend; Fruchtknoten kahl; Früchte 
meist saftlos, seltener saftig. 

R. tomentosus Borkh. in Roeni., Neu. Mag. Bot., I, S. 2 und aller Autoren. 
B. tripliyllm Beil., App. Fl. Ped., p. 24, non Thunb.; R. argenteus Gmel., 
Fl. Bad., II, p. 434; R. canescens DC., Cat. hört. Monsp., p. 139. 

Niedriger Strauch von IV2 — 1 Höhe, an den rhombischen, am Grunde 
meist keiligen Blättchen und den gelblichen, honigduftenden Blüthen leicht kennt- 
lich. Charakteristisch sind für denselben die Sternhaare der Blattoberfläche, da 
sie bei keiner anderen Art der Rotte Euhatus vorkommen und die auch auf die 
Bastarte desselben stets übergehen. 

Aeudert ab: 

ß. hypoleucos Y e^it. Achsen mit zerstreuten Stieldrüsen und Stachelchen 
besetzt; Blättchen oberseits glänzend, fast kahl. 

J^. liyimleucos Vest in Sjll. pl. Ratisb., I, p. 235; jR. ohtusifoUus Tratt., 
Rosac. Monogr., III, p. 46, non Willd. 

y. Lloy dianus Genev. Achsen dicht mit Stieldrüsen und Stachelchen 
besetzt; Blättchen oberseits glänzend, fast kahl. 

R. Lloydianus Genev. in Mem. Soc. Maine et Loire, X, p. 26; Essai 
monogr. sur les Rubiis, p. 228. 

cT. einer eus Rchb. Achsen dicht mit Stieldrüsen und Stacheln besetzt; 
Blättchen oberseits dicht grau-sternfilzig. 

R. cinereus Rchb., Fl. germ. exs., p. 607; R. Weiteniveheri Ortm. in Opiz, 
Nomencl. bot., p. 16, Flora, 1835, S. 491. 

f. meridionalis Kern. Schösslinge mit Sternhärchen bestreut und 
nebstdem von büscheligen Haaren dicht zottig; Stieldrüsen und Stachelchen bald 
reichlich, bald spärlich; Blättchen oberseits nebst dem Sternfilze Striegelhaare 
führend. 

R. tomentosus var. meridionalis Kern, in Focke, Syn. Rub. Germ., p. 227; 
Freyn in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1881, S. 375; R. australis Kern., Nov. pl. sp., 
III, p. 32, non Forster, Florul. ins. austr. Prodr,, p. 40 (1786). 

Abhänge, sonnige, steinige Orte, Waldblössen hügeliger und gebirgiger 
Gegenden ; fehlt in der Ebene. Verbreitet in allen Ländern, nur in Salzburg, nach 
Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 782, bisher nicht nachgewiesen. Wird 
im Norden immer seltener und erreicht in den nördlichen Ländern Oesterreichs 
die Nordostgrenze seiner Verbreitung; so wächst derselbe noch bei Freudenthal 
in Schlesien und bei Kösling in Preussisch-Schlesien (Fiek). Die Varietät y., 
eine südliche Form, kommt in Südtirol, Görz (Kerner) und Istrien (Freyn) vor. 



Oesterreichisclie Brombeeren. 



239 



X Ii* montanus X tomentosiis. Von E. montanus durch die steru- 
haiirige Blattoberseite und die Stieldrüscn im Blütlienstande; von Ii. tomentosus 
durch kräftigere Bestachehing, sehr spärliche Stieldrüsen, nicht rhombische 
Blättchen und länger gestielte äussere Seitenblättchen verschieden. 

B. polyanthiis P. J. Müll, in Pollich., XVI, S. 96; R. candicans X tomen- 
tosus Pocke in Abh. Nat. Ver. Bremen, I, S. 311; R. ])olyanthus (candicans X 
tomentosus) Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 660; R. tliyrsoideus X tomen- 
tosus Dicht! in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 131. 

Niederösterreich: An Waldwegen beim Sattelkogel nächst Giesshübel unier 
den Eltern (Haläcsy), bei dem Eothen Stadl nächst Kalksburg (Dicht 1). 

X -K. ulmifoliiis X tomentosus. Von R. ulmifolius durch die stern- 
haarige Blattoberseite und kahle Fruchtknoten, von R. tomentosus durch kräfti- 
geren Wuchs, bereifte Schösslinge, längere Stacheln, den Mangel an Stieldrüsen 
und röthliche Blüthen verschieden. 

R. haldensis Kern., Nov. pl. spec, III, p. 21; Freyn in Verh. z.-b. Ges. 
Wien, 1881, S. 375; R. tomentosus ß. gldbratus Freyn, Fl. Südistr., S. 90, ex ipso. 

Tirol, in der unteren Eegion des Monte Baldo unter den Eltern häufig 
(Kern er). Istrien bei S. Giorgio nächst Pola, mit oberseits graufilzigen und 
am Monte Turco bei Pola mit oberseits verkahlenden grünen Blättchen (Frey n). 

X jK. bifrons X tomentosus. Von R. hifrons durch weichere, oberseits 
sternhaarige Blättcheu und die mit Stieldrüsen besetzten Achsen; von jR. tomen- 
tosus durch eiförmige Blättchen, deutlich gestielte, fussförmig gestellte Seiten- 
blättchen, kräftige Bestachelung und fast kreisrunde Kronblätter verschieden. 

R. anomalus P. J. Müll, in Flora, 1858, S. 136; R. megatliamnus Kern., 
Nov. pl. spec, III, p. 27; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 328; Murr in 
Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 151; Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 81; 
Rieht, in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1887, S. 199. 

Niederösterreich: Bei Eossatz im Donauthale vereinzelt unter den Eltern 
(Kerner), im Eehgraben bei Gloggnitz (Eichter), zwischen Sebenstein und 
Pitten (Sabransky). In Tirol: Auf dem Höhenberge (Murr) und bei Stangen- 
steig nächst Innsbruck (Kerner exs.). 

X Ii, discolor X tomentosus. Von R. discolor durch sternhaarigo 
Blättchen und das Vorhandensein von einzelnen Stieldrüsen im Blüthenstande; von 
R. tomentosus durch kräftige, kantig gefui-chte, mit starken Stacheln bewehrte 
Schösslinge und grössere, breit-eiförmige Kronblätter verschieden. Von den unter 
sich ebenfalls ähnlichen Bastarten des R. tomentosus mit R. montanus und R. 
hifrons im Herbare schwer zu unterscheiden. In der freien Natur sind die am 
Staudorte wachsenden Stammeltern für die richtige Deutung des Bastartes ent- 
scheidend. 

R. discolor X tomentosus Gremli, Beitr. Fl. Schweiz, 1870, S. 18; Hai. u. 
Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 328; R. moestus Holuby in Oe. b. Zeitschr., 1873, 
S. 375; Spitzner in Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 145; R. tristis Hol. exs., olim 
non Gremli; jR. Schivarzeri Hol., I.e., S. 376; R. macrostemon X tomentosus 
Pocke, Syn. Eub. Germ., p. 239. 



240 



E. V. Halacsy. 



Tritt in zweierlei Modificationen auf. Die eine als U. supertomentosus X 
discolor, dem B. tomentosus in der Tracht, dann durch die rhombischen Blättchen, 
rinnigen Blattstiele, kleineren Blüthen und die kürzeren Staubgefässe näher 
stehend. Hieher gehört B. Schwarzeri Hol. Die andere als B. superdiscolor X 
tomentosus-, dem B. discolor in der Tracht, ferner durch die eiförmigen Blättchen, 
die grösseren Blüthen und die längeren Staubgefässe sich nähernd. Hieher zähle 
ich den B. moestus Hol., bei dem ich übrigens ebenfalls an einzelnen Deckblättchen 
vereinzelte kurze Stieldrüsen beobachtete, Dass dieser stets reichlich Früchte 
trägt, während der andere, nach Holuby, gänzlich steril bleibt, spricht nicht 
gegen die Bastartnatur desselben, da Hybride bekanntlich nicht immer steril 
bleiben müssen. 

Auf dem Heuberge bei Dornbach in Niederösterreich unter den Eltern, 
sehr selten (Braun). In den mährischen Karpathen bei Brezova unter dem 
Loppenik (Spitzner). 

X Ii» carpinetorum X tomentosus. Von der Tracht des B. tomen- 
tosus f. meridionalis, von demselben jedoch durch die gewimperten, unterseits 
nebst dem weissen Filze von langen Haaren seidig schimmernden Blättchen, 
die mit kräftigeren, etwas sicheligen Stacheln bewehrten Blüthen zweige, abstehende 
Kelchzipfel und rosenrothe Blüthen verschieden; von B. carpinetorum durch die 
Tracht, durch dicht sternhaarige Blattoberseite, rinnige Blattstiele und lichtere 
Blüthen abweichend. 

B. mortuorum (carpinetorum X tomentosus) Freyn in Verh. z.-b. Ges. 
Wien, 1881, S. 376. 

Brachäcker beim Kirchhof am Monte Clivo bei Pola (Freyn). 

X -ß. Mrtus X tomentosus. Schösslinge niederliegend, rundlich, zer- 
streut behaart, mit zerstreuten ungleichen, geraden Stachelchen und Stieldrüsen be- 
setzt; Blätter derselben dreizählig. Blättchen oberseits striegelhaarig und zerstreute 
Sternhärchen führend, unterseits weissfilzig, mit stark vorspringenden Nerven, das 
endständige herz-eiförmig, zugespitzt; Blüthenstand unansehnlich, wenigblüthig, 
fast traubig, deren Achsen zottig-filzig, dicht mit Nadelstacheln und röthlichen 
Stieldrüsen bewehrt; Kelchzipfel graufilzig, zurückgeschlagen; Kronblätter läng- 
lich verkehrt-eiförmig, weiss; Staubgefässe die Gritfei wenig überragend; Frucht- 
knoten kahl; Früchte fehlschlagend. 

B. cancellatus Kern, herb., B. reticulatus Kern., Nov. pl. sp., III, p. 42, 
non Wal lieh, Cat., Nr. 747 in Hook, Fl. Brit. Ind., II, p. 331; B. super- 
hirtus X tomentosus Focke, Syn. Eub. Germ., p. 241. 

Ein zierlicher, kleiner Strauch von der Tracht der Glandulosen, durch 
die sternhaarige Blattoberseite seine Abstammung von B. tomentosus verrathend. 
Kerner muthmasst in demselben eine Hybride zwischen B. dasy ciados und 
B. Mrtus. Gegen diese Annahme spricht jedoch die erwähnte sternhaarige Blatt- 
oberseite und, wie schon auch Kerner hervorhebt, der Umstand, dass die Schöss- 
linge des B. reticulatus nur sehr spärlich behaart sind. Ich theile daher auch 
die Ansicht Focke 's, der B. cancellatus für einen der Combination hirtusX 



Oesterreichisclie Brombeeren. 



241 



tomentosus entsprechenden Bastart hält. Der Name reticulatus miisste aus Priori- 
tätsrüeksichton fallen gelassen werden. 

Bergwälder bei Innsbruck in Tirol (Kerner). 

X -B. ttnchothamnos (hirtus vel affinis X tomentosus) Diclitl 

in Deutseh. bot. Monatschr., 1886, S. 131. Ist der sternhaarigen Blattoberseite 
wegen, welches Merkmal zwar in der Beschreibung nicht erwähnt ist, aber dem 
von mir eingesehenen Original-Exemplare eigen ist, ebenfalls als Bastart des 
B. tojnentos2is und eines Glandulosen anzusprechen. Durch die rundlichen Schöss- 
linge, die feine Bestachelung, die zahlreichen Stieldrüsen, durch die nicht rhombi- 
schen Blättchen und die ganze Tracht erinnert derselbe sofort an eine Art der 
erwähnten Unterrotte ; durch die schmale Elspe, die gelblichweissen Blüthen und 
das Vorhandensein von Sternhärchen auf der Blattoberseite schliesst er sich 
andererseits an J?. tomentosus an. Welche Art der Glandulosen bei dieser Hybride 
mit im Spiele ist, lässt sich aus dem vorhandenen Herbar-Exemplare nicht 
ermitteln und kann nur am Standorte selbst festgestellt werden. 
Im Parke von Kalksburg in Niederösterreich. 

Obs. Weitere Bastarte von B. tomentosus mit Glandulosen erhielt ich von 
Grem blich aus Hall in Tirol in drei verschiedenen Formen, die ich jedoch nach 
dem trockenen Materiale allein nicht im Stande bin sicher zu deuten. 

4. UnteiTotte. Spreiig'eliaiii Focke, 
Syn. Ptub. Germ., p. 241. 

Schösslinge bogig niederliegend, im Herbste mit der Spitze wurzelnd, mit 
kleinen gleichförmigen Stacheln besetzt, drüsenlos oder einige Drüsen führend, 
behaart, unbereift; Nebenblätter lineal; Blätter beiderseits grün, oberseits ohne 
Sternhaare, mit deutlich gestielten äusseren Seitenblättchen ; Blattstiele flach; 
Blüthenstand locker, sperrig, stieldrüsig; Kelchzipfel aussen filzig, nach dem Ver- 
blühen abstehend oder aufrecht; Staubgefässe die Griffel nicht überragend, nach 
dem Verblühen nicht zusammenneigend; Früchte schwarz, unbereift. 

32. jR. Sprengeiii Wh. Schösslinge rundlich, stumpfkantig, abstehend 
behaart, mit geneigten, manchmal hackigen mittelstarken Stacheln und meist auch 
mit spärlichen Stieldrüsen besetzt ; Blätter derselben dreizählig, seltener fussförmig- 
fünfzählig, Blättchen lebhaft grün, beiderseits zerstreut behaart, das endständige 
eilänglich oder elliptisch, zugespitzt; Rispe locker, mit dünnen langen Aestchen, 
au schwachen Zweigen fast traubig, an kräftigen ziemlich reichblüthig, deren 
Achsen filzig-dichthaarig, mit zerstreuten schwachen Stacheln und Stieldrüsen 
besetzt ; Kelchzipfel zuw^eilen etwas drüsig, nach dem Verblühen abstehend ; Kron- 
blätter verkehrt-eiförmig, rosenroth; Fruchtknoten behaart. 

R. Sprengeiii Wb. in Flora, 1889, S. 18; Celak. in Sitzungsb. böhm. Ges. 
Wiss., 1888, p. 499. 

Eine in England, Nordfrankreich, über Belgien, Holland, Dänemark und 
Norddeutschland verbreitete Art, deren Vorkommen in Böhmen höchst auffällig 

Z. B. Ges. B. XLI. ALh. :jl 



242 



E. V. Halacsy. 



ist. Die böhmische Pflanze soll sich übrigens, nach Celakovsky, durch eine 
mächtige reichblüthige, beblätterte Kispe und weisse Blüthen auszeichnen und 
gibt hiedurch um so mehr der Vermuthung Raum, dass sie kaum die echte 
Weihe 'sehe Art sei. 

Waldrand bei Lucovic nächst Slatinau bei Chrudim in Böhmen (Cela- 
kovsky). Der einzige österreichische Fundort. Juli bis August, fi. 

5. Unterrotte. Adenophori Hai. et Br., 

Nachtr. Fl. Niederöst., S. 328. 

Schösslinge meist niedrigbogig oder kriechend, im Herbste mit der Spitze 
wurzelnd, kahl oder behaart, bereift oder unbereift, mit ziemlich gleichartigen 
grösseren Stacheln, nebst diesen oft auch mit Stachelhöckern und Stachelchen 
besetzt, mehr weniger stieldrüsig; Nebenblätter lineal; Blätter oberseits ohne 
Sternhaare, unterseits grün bis diehtfilzig, mit deutlich gestielten äusseren Seiten- 
blättchen; Blattstiele flach; Blüthenstand zusammengesetzt, rispig, stieldrüsig; 
Stieldrüsen in der Regel jedoch nicht erheblich länger als die Haare oder der 
Querdurchmesser der Blüthenstiele ; Kelchzipfel aussen filzig; Staubgefässe nach 
dem Verblühen zusammenneigend oder der Frucht anliegend ; Früchte schwarz, 
unbereift. 

a) JEuadenophori. Schösslinge zerstreut behaart oder kahl, mit fast gleich- 
förmigen Stacheln, zerstreuten Stieldrüsen, oft auch mit Stachelhöckern besetzt; 
zuweilen fast stieldrüsenlos. Blättchen unterseits grün bis dichtfilzig; Blüthen- 
stand mit abstehend behaarten oder kurzfilzigen Achsen. 

a. Blüthenstand verlängert, schmal, nur unten durchblättert. 

33. H, silesiacus Wh. Schösslinge bogig-niederliegend, kräftig, kantig, 
kurzhaarig, unbereift, mit kurzen, pfriemlichen, geraden Stacheln be- 
setzt, an der Spitze stieldrüsig; Blätter derselben fünf zähl ig-gefingert. Blätt- 
chen beiderseits grün, oberseits striegelhaarig, unterseits an den Nerven weich- 
haarig, das end ständige breit he rz-ei förmig, allmälig zugespitzt; Rispe 
gedrungen, deren Achsen kurzhaarig-filzig, mit fast geraden Nadelstacheln und 
einzelnen Stieldrüsen besetzt ; Kelchzipfel weiss berandet, zurückgeschlagen ; Krou- 
blätter verkehrt-eiförmig, weiss; Staubgefässe die Griffel überragend; 
Fruchtknoten spärlich behaart oder kahl. 

R. silesiacus Wh. in Wimm, Fl. Sil., II, 1, p. 53; Wimm., Fl. Schles., 
1857, S. 629; Fiek, Fl. Schles., S. 124; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 127; 
Ii. fruticosus ß. silesiacus Wimm., Fl. Sil., I, 2, p. 26; R. Trevirani Koehl. in 
Wimm, et Grab., Fl. Sil., II, 1, p. 53; B. lividicaulis Neum. ap. Reich, in Verh. 
z.-b. Ges. Wien. 1854, S. 279. 

Durch die kräftigen, mit pfriemliehen Stacheln bewehrten Schösslinge, die 
ziemlich breiten, mit den Rändern sich meist deckenden Blättchen, den schmalen, 
gedrungenen, nicht durchblätterten Blüthenstand und die spärliche Bedrüsung 



Oesterreichische Brombeeren. 



243 



ausgezeichnet. B. licidicaiilis Neuiii. halte ich nach iin Herbare der k. k. zoologisch- 
botanischen Gesellschaft in Wien befindlichen Original-Exemplaren für identisch 
mit 7t. silesiaciis. 

Waldränder, Gebüsche. Im Riesengebirge bei Schmiedeberg (Wimmer), 
>ehon jenseits der böhmischen Grenze, wahrscheinlich auch diesseits derselben; 
dann bei Nixdorf und Kleniskal in Böhmen (Neu mann) und in Mähreu im 
Pimkvathal bei Blausko (Formanek). Juli. % 

ß. Blüthenstaud kurz oder verlängert, nach oben zu kaum verjüngt, 
bis zur Mitte oder darüber hinaus beblättert, mit fast gleich- 
langen abstehenden Aesten. 

X Kelchzipfel nach dem Verblühen aufrecht oder abstehend ; Staub- 

gefässe kürzer als die Griffel. 

34. -K. orthosepahis Hai. Schösslinge ziemlich hochbogig, kräftig, 
>tunipfkantig, reichlich behaart, bereift, mit kräftigen, geraden, gelblichen 
Stacheln und zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünf- 
zählig, Blättchen beiderseits grün, oberseits spärlich, unterseits an den 
Nerven behaart, das endständige breit herz-eif örmig bis eirundlich, 
mit kurzer schlanker Spitze; Rispe schmal, mit entfernten, kurzen achselständigen 
Aesten, deren Achsen kurzhaarig-filzig, mit schwachen geraden Stacheln und Stiel- 
drüsen besetzt; Kelchzipfel lang zugespitzt; Kronblätter verkehrt-eiförmig, klein, 
weiss, Fruchtknoten dicht behaart. 

B. orthosepahis Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 664. 

Durch die kurzen Staubgefässe und die nach dem Verblühen aufgerichteten 
Kolchzipfel von allen übrigen Arten dieser Unterrotte abweichend. 

Wälder oberhalb Klamm am Semmering in Niederösterreich (Richter). 
Juli. \i. 

X X Kelchzipfel zurückgeschlagen. Staubgefässe so lang oder länger 
als die Griffel, 
o Blättchen unterseits grün, auf den Nerven behaart. 

35. -K. chloi'Othyrsos Foeke. Schösslinge niedrigbogig, ziemlich 
kräftig, kantig, abstehend behaart, unbereift, mit mässig kräftigen, geraden 
gelblichen Stacheln und zerstreuten Stieldrüsen, oft auch mit Stachelborsten 
besetzt; Blätter derselben fünfzählig. Blättchen schlaff, dünn, oberseits zerstreut 
striegelhaarig, unterseits auf den Nerven behaart, das endständige elliptisch, mit 
langer Spitze; Rispe lang, schmal, mit dreiblüthigen Aesten, von unten bis 
oben durchblättert, mit zahlreichen, genäherten, meist ungetheilten 
Laub blättern, deren Achsen dicht abstehend behaart, mit Nadeln und die 
Haare selten überragenden Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel graugrün, zottig; 
Kronblätter klein, länglich, grünlichweiss; Staubgefässe griffelhoch; 
Fruchtknoten kahl. 

M. chlorothyrsos Focke in Abh. Nat. Ver. Brem., II, S. 462; Syn. Rub. 
Germ., p. 263. 

31* 



244 



E. V. Haläcsy. 



Die bis oben durchblätterte sclimale Rispe, die kleinen grüulichweissen 
Blüthen und die grünen, sehr spärlich behaarten Blätter sind für die Art bezeich- 
nend. Die böhmische Pflanze ist mit der nordwestdeutschen vollständig identisch. 

Im Walde Krepelnik bei Hradek nächst Sloupnice im nordöstlichen Böh- 
men (Fleischer exs.). Juli bis August, ti- 

36. jB. ejnpsilos Focke. Schösslinge niedrigbogig, ziemlich kräftig, 
unterwärts rundlich, oberwärts kantig, wenig behaart oder kahl, schwach 
bereift, mit ziemlich gleichartigen geneigten Stacheln, zersti-euten Stieldrüsen, 
oft auch mit Stachelborsten besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünfzählig, 
Blättchen oberseits kahl, unterseits weichhaarig, die jüngeren locker filzig, das 
endständige breit-eiförmig, lang zugespitzt; Elspe mässig entwickelt, 
mit sparrig abstehenden, oberwärts genäherten, abstehend behaarten, 
stachelborstigen und zerstreut-drüsigen Aesten; Kelchzipfel graufilzig; Kron- 
blätter rundlich-elliptisch, weiss; Staubgefässe etwa so hoch wie 
die Griffel; Fruchtknoten meist behaart. 

E. epipsilos Focke, Syn. Eub. Germ., p. 258; Sabransky in Oe. b. 
Zeitschr., 1887, S. 81; Vierhap., Pr. Fl. Innkr., V, S. 21. 

Von B. cMorothyrsos durch schwach bereifte Schösslinge, breit-eiförmige 
Endblättchen, dicht behaarte Blattunterseite, die nicht bis zur Spitze durchblätterte 
Elspe und rundlich-elliptische Kronblätter verschieden. Die Blüthenstielchen der 
niederösterreichischen Pflanze sind nach Sabransky weniger dicht behaart als 
bei baierischen Exemplaren. 

Aendert ab: 

ß. adustus Progel im VIII. Ber. bot. Ver. Lands., S. 93. Elspe ge- 
drungen, Kelchzipfel innen, so wie die Kronblätter und Griffel röthlich. 

Waldränder. In Niederösterreich zwischen Steinbach und Weidlingau (Sa- 
bransky). Im Innkreise Oberösterreichs verbreitet (Vierhapper). Die var. p. 
bei Obergrafen ried und Schwarzbach im Böhmer walde (Pro gel). Juli. f^. 

o o Blättchen unterseits mehr weniger dicht graufilzig. 

37. jB. ceticiis. Schösslinge niedrigbogig, mittelstark, stumpfkantig, 
zerstreut behaart, schwach bereift, mit fast gleichartigen mittelstarken, rück- 
wärts geneigten Stacheln und zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben 
fussförmig-fünfzählig oder unvollkommen fünfzählig, Blättchen dunkelgrün, ober- 
seits kahl, unterseits dünn graufilzig, das endständige breit-eiförmig bis 
fast kreisrund, kurz bespitzt; Elspe umfangreich, mit langen, sperrig 
abstehenden Aesten, deren Achsen dicht abstehend behaart, mit geraden 
Stacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt; Kronblätter elliptisch, 
klein, purpurn; Staubgefässe purpurn, die Griffel überragend. Frucht- 
knoten behaart. 

B. epipsilos Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 330, non Focke. 

Durch die grosse umfangreiche Elspe, die rundlichen Endblättchen und 
die kleinen purpurnen Kronblätter und Staubgefässe ausgezeichnet. Ich hielt 
früher diese Art für B. epipsilos, welcher, wie ich mich nachträglich endgiltig 



Oesterreichische Brombeeren. 



245 



übei'zeiigto, sich vou derselben clureli schwächere Bekleidung der Blattunterseite, 
die kleine Rispe, das eiförmige, lang zugespitzte Endblättchen und die weissen 
Blüthen hinlänglich unterscheidet. 

An Waldrändern an der TuUuerstrasse unweit von Scheiblingstein in Nieder- 
österreich ziemlich häufig (Halacsy). Juli bis August, fi- 

88. jR. inaequalis Hai. Schösslinge niedrigbogig, ziemlich kräftig, 
stumitlTvantig, spärlich behaart, bereift, mit mittelstarken, gleichartigen geraden 
Stacheln und zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünf- 
zählig. Blättchen oberseits zerstreut behaart, unterseits graufilzig, das end- 
ständige herz-eiförmig, lang zugespitzt; Rispe schmal, mit entfernten 
kurzen achselständigen Aesten, oberwärts gedrungen, deren Achsen 
kurzfilzig, mit geraden Stacheln und ziemlich zahlreichen Stieldrüsen besetzt; 
Kronblätter mittelgross, elliptisch, rosenroth; Staubgefässe griffel- 
hoch, grünlich; Fruchtknoten behaart. 

B. inaequalis Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 662; R. carpaticus 
Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 83, non Borb. u. Sabr. in Verh. z.-b. Ges. 
Wien, 1886, S. 92. 

Niedriger Strauch, durch die oberwärts gedrungene schmale Rispe, die rosen- 
rothen Blüthen und die kurzen Staubgefässe charakteristisch. Von JR. ceticus 
durch diese Merkmale, dann durch die dicht graufilzige Blattunterseite und die 
Tracht völlig verschieden; durch letztere eher noch an R. Caflischii erinnernd, 
von Avelcheni derselbe Avieder durch wenig behaarte Schösslinge, rothe Blüthen 
und die kurzen Staubgefässe abweicht. Nahe verwandt scheint derselbe übrigens 
mit R. salisburgensis zu sein, auf welchen ich hier verweise. 

Waldränder des Hartholzes und im Rehgraben bei Gloggnitz in Nieder- 
österreich (Halacsy). Juli, t^ 

39. i?. Caflischii Focke. Schösslinge niedrigbogig, ziemlich kräftig, 
stumpfkantig, behaart, unbereift, mit mittelstarken, fast gleichartigen, rück- 
wärts geneigten Stacheln und sehr zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter der- 
selben drei- bis fünfzählig, Blättchen oberseits fast kahl, unterseits graufilzig, 
das endständige herz-eiförmig, kurz bespitzt; Elspe schmal, mit 
sperrig abstehenden, kurzen Aesten, oberwärts gestutzt, deren Achsen 
dicht abstehend behaart, mit rückwärts geneigten Stacheln und Stieldrüsen be- 
setzt; Kronblätter breitelliptisch, ansehnlich, blassrosa; Staubge- 
fässe grünlich, viel länger als die Griffel; Fruchtknoten spärlich behaart. 

R. Caflischii Focke, Syn. Rub. Germ., p. 278; Hai. in Verh. z.-b. Ges. 
Wien, 1885, S. 662 p.p.; Spitzner in Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 145. 

Die niederösterreichischen Exemplare stimmen mit den von Caf lisch bei 
Augsburg gesammelten ziemlich gut überein, nur haben letztere, wenigstens die 
mir vorliegenden Exemplare, eine kürzere, armblüthigere Rispe, mit viel reichlicher 
stieldrüsigen Achsen. Der niederösterreichische R. Caflischii ähnelt sehr dem 
7?. quaclicus vom Rehgraben bei Gloggnitz, welche Pflanze ich auch früher für 
eine Form des ersteren mit sehr spärlicher Bedrüsung hielt; die ausgewachsenen 
Blättchen des letzteren sind aber unterseits stets grün und nicht graufilzig und 



246 



E. V. Halacsy. 



meist nur die Deckblättcheu mit einigen Stieldrüseu besetzt. Die Pflanzen ans 
Mähreu und Tirol kenne ich nicht; letztere sollen nach Focke übrigens von den 
baierischen durch gedrungenere Kispen imd kürzere Blüthenstielchen abweichen. 

Waldränder. In Tirol zwischen Innsbruck und Vill (Kern er ex Focke); 
in Niederöslerreich im Schachergrabeu bei Payerbach (Eicliter exs.) und in 
Mähren bei Wischau (Spitzuer). Juli. f^. 

40. II, xtseudomelmioxylon, Schösslinge niederliegend, abgerundet, 
kantig, ziemlich schwach, zerstreut behaart, unbereift, mit zahlreichen fast geraden 
und gleichartigen Stacheln und vereinzelten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben 
drei- bis fussförmig-fünfzählig, Blättchen oberseits fast kahl, unterseits grau- 
filzig, das endständige elliptisch oder breit-eiförmig, zugespitzt, 
am Grunde abgerundet; Elspe schmal, ziemlich lang, oberwärts ge- 
drungen, deren Achsen filzig behaart, mit zahlreichen pfriemlichen Stachelchen 
und Stieldrüsen besetzt; Kronblätter klein, verkehrt-eiförmig, weiss; 
Staubgefässe griffelhoch, grünlich; Fruchtknoten kahl. 

B. melanoxylon Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 330, non P. J. Müll, 
u. Wirtg. 

Ein kleiner niederliegender Strauch, mit meistens rothbraunen Achsen, 
vielleicht ein Kreuzungsproduct von M. hifrons und einer drüsigen Brombeere. 
Ich hielt ihn früher für lt. melanoxylon P. J. Müll., welcher aber durch die 
unterseits behaarten, nicht graufilzigen Blättchen, rothe Kronblätter und Staub- 
gefässe von demselben verschieden ist. In den einzelnen Merkmalen^ nicht in der 
Tracht, nähert sich J^. pseudomelanoxylon dem M. inaequalis. Durch die bereiften 
Schösslinge, die herz-eiförmigen, lang zugespitzten Endblättchen, die rosenrothen 
Blüthen und die behaarten Fruchtknoten ist dieser jedoch leicht zu unterscheiden. 

Waldränder auf der Sofienalpe bei Wien (Halacsy). Dann in Oberö.ster- 
reich bei Eied und Hofmarkt Ibm, wenn der von Vierhapper in Prodr. Fl. 
Innkr., V, S. 21, aufgezählte B. melanoxylon hieher gehört. Juli bis August ti- 

y. Blüthenstand nach oben zu deutlich verjüngt, die oberen Aestchen 

kurz, ein- bis wenigblüthig. 
X Aeussere Seitenblättchen im Sommer fast sitzend. 

41. JR, ReicJienhachii Koelil. Schösslinge niederliegend, kantig, behaart, 
unbereift, mit fast gleichartigen, rückwärts geneigten, mässig langen Stacheln und 
mitunter auch mit einzelnen Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben gefingert-fünf- 
zählig, Blättchen beiderseits grün und behaart, unterseits mit feinen, 
etwas schimmernden Härchen, das endständige verkehrt-eiförmig oder 
elliptisch, zugespitzt; Elspe mässig entwickelt, deren Achsen behaart, nadelstachelig 
und stieldrüsig; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter ziemlich gross, weiss; 
Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten mit einigen langen 
Haaren, 

B. Beichenhacliii Koehl. in Bluff u. Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, 
p. 685; Wh. et N., Eub. Germ., p. 87; Echb., Fl. Genn. exs., p. 606; Focke^ 
Syn. Eub. Germ., p. 260; Fach. u. Jab., Fl. Kämt, III, S. 342. 



Ocstorroichischo Bromhoorcn. 



247 



Am Schössling fehlen nach Weihe und Nees, wie auch mich Reichen- 
hach die Stieldrüsen, nach Focke jedoch, der Original-Exemplare zu unter- 
suchen Gelegenheit hatte, sind solche au manchen Exemplaren vorhanden. Ich 
kenne die Art selbst nicht; sie ist übrigens so selten, dass, wie Focke sagt, ihr 
Anspruch auf besondere Erwähnung bis jetzt nur auf dem historischen Interesse 
beruht, welches sich an sie knüpft. 

Schlesien bei Schmiedeberg, am Riesengebirge, jenseits der böhmischen 
Grenze (Koehler), von Zimmermann in neuerer Zeit wieder aufgefunden. 
Angeblich auch bei Tiffen in Kärnten (Fächer und Jabornegg). August, fi. 

Obs. R. infcstus Wh. in Boenningh., Prodr. Fl. Monast., p. 153, in 
die Gruppe der Eüadenophori mit ebenfalls sehr kurz gestielten äusseren Seiten- 
blättchen gehörig, wird von Opiz in Seznam, p. 85, als in Böhmen vorkommend 
angegeben, ist jedoch in neuerer Zeit nicht wieder gefunden worden. 

XX Aeussere Seitenblättchen deutlich gestielt. 

42. lt. salishiirgensis Focke. Schösslinge dünn bis mittelstark, 
niederliegend, rundlich-stumpfkantig, behaart, später fast kahl, mit etwas un- 
gleichen pfriemlichen oder nadeligen Stacheln und Stieldrüsen 
besetzt; Blätter derselben dreizählig oder fussförmig-fünfzählig, Blättchen fast 
lederig, oberseits behaart, später kahl werdend, unterseits weichhaarig und filzig, 
das eudständige breit-elliptisch oder rundlich, am Grunde herzförmig, ohne abge- 
setzte Spitze; Rispe ziemlich entwickelt, an stärkeren Zweigen pyramidal, 
unten durchblättert, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit zerstreuten schwachen 
Stacheln, kurzen Stachelborsteu und Stieldrüsen bewehrt; Kelchzipfel zurück- 
geschlagen oder abstehend; Kronblätter klein, roth; Staubgefässe griffel- 
hoch; Fruchtknoten kahl. 

R. salisbm-gensis Focke, Syn. Rub. Germ., p. 280; Vierh., Pr. Fl. Innkr., 
V, S. 21. 

Eine mir ebenfalls unbekannte Art; nach Focke dem B. Cafliscliii ähnlich, 
aber viel zarter, von welchem er auch übrigens durch die kurzen Staubgefässe 
abweicht. B. maequalis, mit dem derselbe mehrere Merkmale, namentlich die 
rotben Blüthen und die kurzen Staubgefässe, gemein hat, unterscheidet sich 
durch meist drüsenärmere Schösslinge, eiförmige, zugespitzte Endblättchen und 
oberwärts gedrungene, nicht verjüngte Rispe. An und für sich ziemlich variable 
Merkmale, doch bin ich, solange nicht Exemplare des R. salishiirgensis mir zur 
Verfügung stehen, nicht in der Lage, über beide Formen ein endgiltiges IJrtheil 
abzugeben und halte dieselben vorderhand für verschieden, umsomehr, als E. in- 
aeqimlis stets bereifte Schösslinge aufweist, während bei B. salishurgensis die- 
selben, da Focke diessbezüglich nichts angibt, wahrscheinlich unbereift sind. 

Wälder bei Salzburg (Focke), dann in Oberösterreich zwischen Wildshut 
und St. Pantaleon (Vierhappe r). Juli bis August, fi- 

43. H, styriacus Hai. Schösslinge mittelstark, niederliegend, kantig, 
fast kahl, unbereift, mit mässig kräftigen, geraden oder schwach gekrümmten 
Stacheln und vereinzelten sehr kurzen Stieldrüscn besetzt, strecken- 



248 



E. V. Haläcsy. 



weise stieldrüsenlos; Blätter derselben dreizählig, seltener fussförmig-fünf- 
zählig, Blättchen grob gesägt, oberseits zerstreut striegelhaarig, unterseits weicb- 
haarig oder dünn graufilzig, das endständige elliptisch oder eiförmig, in eine 
lange Spitze vorgezogen; Elspe klein, kurz, armblüthig, meist mit ein- 
blüthigen Aestchen, oft ganz traubig, wenig durchblättert, deren Achsen 
dicht abstehend behaart, mit ziemlich zahlreichen hackigen Stachelchen und 
zerstreuten, sehr kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kron- 
blätter ansehnlich, elliptisch, weiss oder blassröthlich ; Staubgefässe die Griffel 
weit überragend; Fruchtknoten kahl. 

B. styriacus Hai. in Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 432. 

Eine kleine Waldbrombeere, mit dunkelgrünem Laub. Durch die fast stiel- 
drüsenlosen und unbehaarten Schösslinge, die meist dreizähligen Blätter und die 
kleine drüsenarme, armblüthige, an B. pseudopsis erinnernde Rispe sehr auf- 
fällig. Die mir vorliegenden Exemplare zeigen sämmtlich den gleichen Typus, 
nur besteht bezüglich der Behaarung der Blattunterseite eine Variabilität inso- 
ferne, als einzelne Exemplare (var. suhcanescens) an den jungen Blättern einen 
dünnen grauen Filz aufweisen. 

Lichte Waldstellen bei Graz in Steiermark, wie es scheint verbreitet, so 
zwischen dem Stiftingsthal und der Ries, ober dem Hilmteiche, bei Mariagrün, 
auf dem Ruckerlberge und beim kalten Brunnen (Preissmann); dann in Nieder- 
österreich bei Kranichberg (Richter). Juli, ti- 

44. M, JBecMi Hai. Schösslinge mittelstark, niedrigbogig, kantig, 
ziemlich dicht behaart, unbereift, mit fast gleichartigen mittelstarken 
geraden Stacheln und spärlichen Stieldrüsen besetzt; Blätter der- 
selben drei- bis fussförmig-fünfzählig, Blättchen oberseits spärlich, unterseits 
dichter behaart, das endständige elliptisch, zugespitzt; Rispe umfangreich, 
sehr locker, durchblättert, oberwärts traubig, deren Achsen dicht ab- 
stehend behaart, mit geraden kurzen Stacheln und zahlreichen Stieldrüsen be- 
setzt; Kelchzipfel zurückgeschlagen; Kronblätter länglich, weiss oder rosa über- 
laufen; Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten etwas behaart. 

B. Beclii Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 663; B. laxiflorus Hai. 
in Kern., Sched. Austro-Hung., III, p. 46, non P. J. Müll, et Lef. 

Umfangreicher, ansehnlicher, lockerer Strauch, mit grossen dünnen Blättern, 
langen, oft zickzackförmig gebogeneu Blüthenzweigen und dichten, mit ungleich 
langen Stieldrüsen besetzten Blüthenstielchen. Von voriger Art durch die derbere 
Bcstachelung, behaarte Schösslinge, die umfangreiche lockere Rispe und die 
reiche Bedrüsung der Rispenachsen, wie auch durch die ganze Tracht verschieden. 

Bachränder im Payerbachgraben bei Payerbach in Niederösterreich in 
zahlreichen Stöcken. Juli bis August, ti- 

h) Vestiti Focke, Syn. Rub. Germ., p. 285. Schösslinge sternhaarig und 
ausserdem verwirrt abstehend-rauhhaarig, mit fast gleichförmigen Stacheln, zer- 
streuten oder zahlreichen Stieldrüsen, oft auch kleinen Stachelchen besetzt; 
Blättchen unterseits dichtfilzig und durch lange schimmernde Haare an den Ner- 
ven sammtig ; Blüthenstand mit rauhhaarigen Achsen. 



Oesterreichischo Bromteeren. 



249 



«. Kelchzipfel an der Fracht zurückgeschlagen. 
X Endblättcheu und Kronblätter fast kreisrund. 

45. -K. leucostachys Schleich. Schösslinge ziemlich hochbogig, oft 
kletternd, kräftig, stumpfkantig, unbereift, mit geraden kräftigen Stacheln 
und zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünfzählig, 
seltener dreizählig. Blättchen oberseits dunkelgrün, zerstreut behaart, das end- 
ständige kurz bespitzt; Rispe verlängert, mit kurzen wenigblüthigen 
Aesten, deren Achsen rauhhaarig-zottig, mit langen, meist geraden Stacheln 
und zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel zottig-graufilzig; Kronblätter 
weiss oder röthlich; Staubgefässe die Griffel etwas überragend; Fruchtknoten 
kahl oder spärlich behaart. 

B. leucostachys Schleich, in Sm., Engl. Fl., II, p. 403; Hai. in Kern., 
Sched. Fl. Austro-Hung., IV, p. 15; B. vestitus Wh. et N. in Bluff et Fing., 
Comp. Fl. Germ., I, p. 684; Focke, Syn. Rub. Germ., p. 291; Hai. u. Br., Nachtr. 
Fl. Niederöst., S. 331; Murr in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 152; Strobel 
in 32. Jahresber. Gymn. Melk, S. 55; B. Menkei Wh. in Spreng., Syst., II, 
p. 528, nou Wh. et N.; B. leucanthemus P. J. Müll, in Pollich., 1859, S. 122; 
B. 2^ilosissi'nms Bayer, Bot. Excursb., S. 297. 

Eine durch das dunkelgrüne, sammtig anzufühlende Laub und die rund- 
lichen Endblättcheu charakteristische und sehr leicht kenntliche Art. 

Wälder, Waldränder gebirgiger Gegenden, selten. In Niederösterreich bei 
Kalksburg, Siegenfeld (Dichtl), Laab, Hochrotherd, in der Paunzen und auf der 
Rudolfshöhe bei Purkersdorf, bei Rekawinkel (Haläcsy), Weissenbach in der 
Brühl (Braun), auf dem Troppberge (Beck). Am Ramingbache bei Steyr in 
Oberösterreich (Bayer). Bei Spital am Fusse des Pyrgas in Steiermark (Strobl). 
Bei Tentschach nächst Klagenfurt in Kärnten (Krenb erger exs.). In Tirol 
(Focke), auf dem Höhenberg bei Innsbruck (Murr). Juli, fi- 

X JR, montaniis X leucostachys. Von B. montanus durch behaarte 
Schösslinge, sammtige Blattunterseite und spärliche Drüsen im Blüthenstande; 
von B. leucostachys durch höheren Wuchs, schwächer behaarte Schösslinge, helle- 
ren Filz der Blattunterseite, eiförmige Endblättcheu und die an B. montanus 
erinnernde Tracht verschieden. 

B. villosulus (candicans X vestitus) Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, 

S. 665. 

Holzschläge auf der Rudolfshöhe bei Purkersdorf, einzeln unter den zahl- 
reichen Eltern (Haläcsy). 

X jB. hifrons X leucostachys. Von B. bifrons durch den verwirrt- 
abstehend behaarten Schössling, die unterseits sammtigen Blätter und die 
eiförmig-rundlichen Endblättcheu; von B. leucostachys durch schwächere Be- 
haarang aller Theile, hellere Färbung des Laubes und den Mangel an Stiel- 
drüsen verschieden. 

B. vestitus var. eglandulosa Hai. u. Br,, Nachtr. Fl. Niederöst., S. 332; 
B. conspicuus Hai. in Verh. z.-b, Ges. Wien, 1885, S. 665 und in Kern., Sched. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abh. 32 



250 



E. V. Halacsy. 



Fl. Austro-Hung., IV, p. 16; R. pseiidovestitus Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 
1885, S. 666. 

Ich. hielt diesen Bastart früher für den Müller 'sehen B. conspicuus, der 
nach Ansicht der meisten Autoren ebenfalls eine intermediäre Form zwischen 
B. leucostachys und B. hifrons ist; dieser unterscheidet sich jedoch von ersterem 
durch höheren Wuchs, weissfilzige Blättchen und stieldrüsigen Blüthenstand und 
ist vielleicht nicht hybriden Ursprungs. 

Föhrenwald nächst der Schiessstätte von Mauer bei Wien, mit B. hifrons, 
aber ohne B. leucostachys, sehr spärlich (Halacsy). 

X X Endblättchen und Kronblätter elliptisch oder eiförmig. 

46. H* pyramidalis Kaltenb. Schösslinge bogig, rundlich-stumpf- 
kantig, unbereift, mit geraden, ziemlich kräftigen Stacheln und sehr 
spärlichen Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben gefingert-fünfzählig oder 
dreizählig, Blättchen oberseits dunkelgrün, zerstreut behaart, das endständige 
elliptisch, kurz bespitzt; Rispe pyramidal, mit vielblüthigen Aesten, 
deren Achsen filzig behaart, mit geraden, ziemlich starken Stacheln und 
zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel zottig-graufilzig, nach dem Verblühen 
abstehend, zuletzt zurückgeschlagen; Kronblätter elliptisch, blassröthlich ; Staub- 
gefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten kahl. 

B. pyramidalis Kaltenb., Fl. Aach. Beck., S. 575; Hai. in Verh. z.-b. Ges. 
Wien, 1885, S. 664; B. villosus Lasch in Linn., VIII, p. 297, non Ait.; B. um- 
hraticus P. J. Müll, in Flora, 1859, S. 71. 

Dem B. leucostachys nahestehend, von ihm durch die Form des End- 
blättchens, die pyramidale Rispe und die nicht rundlichen Kronblätter verschieden. 

Hecken bei Kottes im Waldviertel in Niederösterreich (Kissling exs.) und 
in den Hofer Waldungen am Leithagebirge (Walz exs.). Juli bis August, f^. 

Obs. Von Gremblich erhielt ich Exemplare eines in schattigen Föhren- 
beständen bei Mils nächst Hall in Tirol gesammelten Buhus, welcher fast in allen 
Merkmalen mit B. eifeliensis Wir ig. übereinstimmt, nur sind dessen Achsen 
mit zahlreichen Sitzdrüsen und nur vereinzelten Stieldrüsen besetzt. Leider sind 
die Exemplare zugleich in einem weit vorgerückten Fruchtstadium, so dass ich, in 
Anbetracht dieser Umstände, kein definitives Urtheil abgeben kann. 

47. JB. dasyclaclos Keru. Schösslinge bogig-niederliegend, kantig, un- 
bereift, mit pfriemlichen Stacheln und zahlreichen Stieldrüsen besetzt. 
Blätter derselben fussförmig-fünfzählig oder dreizählig, Blättchen etwas lederig, 
oberseits ganz kahl, das endständige eiförmig oder elliptisch, lang bespitzt; 
Rispe pyramidal, mit drei- bis mehrblüthigen Aesten, deren Achsen 
dicht abstehend behaart, mit Nadelstacheln und kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelch- 
zipfel graufilzig, zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt-eiförmig, weiss oder rosa; 
Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten kahl. 

B. dasyclaclos Kern., Nov. pl. spec, III, p. 38; Murr in Deutsch, bot. 
Monatsschr., 1886, S. 151. 



Oesterreicbische Bromteeren, 



251 



Von R. pyramidalis durch den bogig niedeiiiegenden, mit pfriemlichen 
Stacheln und zahlreichen Stieldrüsen bewehrten Schössling, die oberseits voll- 
ständig kahlen, unterseits mit dicht anliegendem, gelblichweissen Filz bekleideten, 
kaum sammtig anzufühlenden Blättchen und die breiteren, lang zugespitzten End- 
blättchen verschieden, 

Kalkberge des Innthaies nördlich von Innsbruck (Kerner). Juli. % 

48. 1?. Haldcsyi Borb. Schösslinge niedrigbogig, kantig, bereift, 
mit mittelstarken sicheligen Stacheln, spärlichen Stachelborsten und 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben drei- bis fünfzählig, Blättchen lederig^ 
hellgrün, oberseits striegelhaarig, das endständige herz-eiförmig, lang zuge- 
spitzt; Rispe umfangreich, unterwärts durchblättert, deren Achsen kurz- 
filzig, mit gelben hackigen Stacheln und spärlichen Stieldrüsen besetzt; 
Kelchzipfel graufilzig, herabgeschlagen; Kronblätter klein, elliptisch, weiss; 
Staubgefässe griffelhoch; Fruchtknoten kahl. 

B. Haldcsyi Borb. ap. Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 10; Eicht., 
1, c, 1887, S. 199; B. decorus Hai. in Kern., Sched. Fl. Austro-Hung., III, 
p. 42, non P. J. Müll. 

Die äusseren Seitenblättchen sind bei dieser Art sehr kurz gestielt und 
die Kelchzipfel innen am Grunde mehr weniger purpurn gefärbt. Durch diese 
Merkmale, ferner durch das helle Colorit, die bereiften Schösslinge, die umfang- 
reiche reichblüthige Rispe und die grilfelhohen Staubgefässe ausgezeichnet. 

Hecken, Gebüsche am Semmering oberhalb Klamm in Niederösterreich, 
eine Reihe von Sträuchern (Haläcsy), nach Richter von Klamm bis gegen 
Gloggnitz und Payerbach verbreitet, Juli. fi. 

ß. Kelchzipfel an der Frucht abstehend oder aufrecht. 
X Staubgefässe so lang oder kürzer als die Griffel. 

49. -B. Ch^emblicJiii Hai. Schösslinge bogig niederliegend, kantig, 
schwach bereift, mit gleichförmigen mittelstarken, rückwärts geneigten 
Stacheln, zerstreuten Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter 
derselben dreizählig oder fussförmig-fünfzählig. Blättchen oberseits striegelhaarig, 
das endständige eiförmig, am Grunde abgerundet, kurz bespitzt; Rispe eiförmig, 
locker, mit zwei- bis dreiblüthigen Aesten, deren Achsen filzig-zottig, mit zer- 
streuten, geraden pfriemlichen Stacheln und zahlreichen röth- 
lichen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel graufilzig, rothdrüsig, nach dem 
Verblühen abstehend, zuletzt aufgerichtet; Kronblätter klein, elliptisch, weisse 
Griffel grünlich; Fruchtknoten filzig-zottig. 

B. GremUichii Hai. in Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 433. 

Eine durch die rothbraunen, mittelstarken, schwach bereiften Schösslinge, 
die rothdrüsigen Rispenachsen, die an der Frucht aufrechten Kelchzi])fel, sehr 
kleine Kronblätter, kurze Staubgefässe und filzige Fruchtknoten ausgezeichnet 
charakteristische Art. In der Tracht noch am ehesten dem B. Haldcsyi ähnlich, 
das herz-eiförmige, lang bespitzte Endblättchen, die gelblichen hackigen Stacheln, 

32* 



252 



E. V. Haläcsy. 



die herabgeschlagenen Kelchzipfel und die kahlen Fruchtknoten unterscheiden 
jedoch letztere Art hinlänglich. 

Waldränder zu Volderwald bei Hall in Tirol (G r e mb 1 i c h). Juli bis August, ti- 

50. M. fusdduliis Hai. Schösslinge niederliegend, rundlich-stumpf- 
kantig, unbereift, mit ungleichen geraden Stacheln, zahlreichen 
Drüsenborsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig oder 
fussförmig-fünfzählig, Blättchen oberseits kurzhaarig, das endständige eiförmig- 
rundlich oder etwas rhombisch, kurz bespitzt, am Grunde seicht herzförmig; 
Rispe kurz, mit dreiblüthigen Aesten, deren Achsen dicht zottig behaart, mit 
zahlreichen Nadelstacheln und röthlichen Stieldrüsen besetzt; Kelch- 
zipfel graufilzig, nach dem Verblühen abstehend; Kronblätter ansehnlich, breit- 
elliptisch, weiss oder röthlich; Griffel röthlich; Fruchtknoten dicht behaart. 

B. fuscidulus Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 666. 

Niederliegender Strauch von dunklem Colorit, mit unterseits grünen, durch 
lange Haare an den Nerven sammtigen, nur im Jugendzustande schwachfilzigen 
Blättchen, Die Kelchzipfel sind nach dem Verblühen abstehend, richten sich 
jedoch wahrscheinlich an der Frucht auf, doch ist dies an dem im Stadium der 
Blüthe gesammelten Exemplaren nicht ersichtlich. Der dicht ungleichstacheligen 
Schösslinge und der zahlreichen, zum Theile langen Stieldrüsen wegen an die 
Glandulosen erinnernd und vielleicht eine Hybride zwischen B. Guentheri und 
B. leucostachys, mit welchen Arten derselbe auch zusammen vorkommt. Von 
voriger Art ist derselbe, abgesehen von den angegebenen Merkmalen, auch in 
der Tracht völlig verschieden. 

Buschige Abhänge bei Ober-TuUnerbach in Niederösterreich, in ziemlicher 
Menge (Haläcsy). Juli, ti- 

X X Staubgefässe länger als die Griffel. 

51. -ß. vestitifoUus Fritsch. Schösslinge niedrigbogig, stumpfkantig, 
unbereift, mit zahlreichen langen, ziemlich gleichen grösseren Stacheln, Drüsen- 
borsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig, Blättchen ober- 
seits striegelhaarig, unterseits dicht graufil zig-sammtig, das end- 
ständige breiteiförmig-rundlich, ohne abgesetzte Spitze, am Grunde 
herzförmig; Rispe bis zur Spitze durchblättert, mit entfernten langen, aufrecht 
abstehenden Aesten, deren Achsen kurzhaarig-filzig, dicht mit ungleichen 
Nadelstacheln und zahlreichen, zum Theile langen Stieldrüsen 
besetzt; Kelchzipfel graufilzig, rothdrüsig; Kronblätter elliptisch, weiss; Griffel 
grünlich; Fruchtknoten filzig. 

B. vestitifoUus Fritsch in herb, meo; B. Koehleri Rieht, in Verh. z.-b. 
Ges. Wien, 1887, S. 199, non Wh. et N. 

Eine sehr auffällige, in den Blättern an B. leueostachys erinnernde, durch 
die reichbewehrte, bis hinauf durchblätterte Rispe dagegen dem B. Koehleri 
ähnliche Art; von beiden jedoch, abgesehen von den übrigen Merkmalen, sofort 
durch die aufgerichteten Kelchzipfel zu unterscheiden. 

Niederösterreich: Auf dem Eichberg bei Gloggnitz (Richter). Juli, ti- 



Oesterreiebische Brombeeren. 



253 



52. R, tei'etutsculus Kalteiil). Schösslinge niedergestreckt oder klim- 
mend, unterwärts rundlieh, oberwärts kantig, mit fast gleichen pfriemlichen 
Stacheln und kurzen ^Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig oder fuss- 
förmig-fünfzählig, Blättchen oberseits dunkelgrün, striegelhaarig, unterseits 
fast sammtig-w eichhaarig, die jüngeren grauschimmernd, die älteren blass- 
grün, das endständige verkehrt-eiförmig oder herz-eiförmig, kurz 
bespitzt; Rispe kurz, imten durchblättert, oberwärts meist traubig, deren 
Achsen dichtfilzig-zottig, mit zerstreuten pfriemlichen Stacheln und 
meist kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel grautilzig, drüsig; Kron- 
blätter verkehrt-eiförmig, weiss; Fruchtknoten kahl. 

B. teretiuscxdus Kaltenb., Fl. Aach. Beck., S. 282; Focke, Syn. Rub. Germ., 
p. 300; B. hregutiensis Kern, in sclied. ex Focke, 1. c. 

Stellt ebenfalls eine Mittelform zwischen den Vestiti und den Glandulosen 
dar, ist aber vermöge der Behaarung des Schösslings und der Blattunterseite 
unter erstere einzureihen. Von B. vesHtifoliiis ist derselbe sowohl durch die 
Tracht, als auch durch die schwächere Bewehrung, die kürzeren Stieldrüsen, 
beiderseits grüne Blätter, kleinere gedrungenere Rispe und kahle Fruchtknoten 
gänzlich verschieden. B. hregutiensis Kern, in sched. ist nach Focke die- 
selbe Art; wahrscheinlich ist B. Menlcei Hausm., Fl. von Tirol, S. 259, vom 
Schlossberg bei Bregenz mit diesem identisch. 

Vorarlberg: Bei Bregenz (Kern er). Juni bis Juli, fi- 

Obs. B. ruhens Wh. in sched., nach Focke, Syn. Rub. Germ., p. 303, 
ein Synonym von B. Menkei Wh. et N. in Bluff et Fing., Comp. Fl. Germ., I, 
p. 699, wird von Neumann in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 279, in Böhmen 
bei Nixdorf angegeben, allein das im Herbare der zoologisch-botanischen Gesell- 
schaft befindliche Exemplar ist ein Glandulose aus dem Formenkreise des B. 
Bellardi. Ebenso ist B. MenJcei Neum., 1. c, irgend ein, nach den schlechten 
Exemplaren nicht näher bestimmbarer Glandulose und keineswegs in die Gruppe 
der Vestiti gehörig. Dasselbe dürfte auch von B. MenTcei Opiz, Sezn., p. 85, gelten. 

c) Badulae Focke, Syn. Rub. Germ., p. 317. Schösslinge kahl oder 
behaart, von meist dicht gestellten Stachelborsten und Stieldrüsen gleichmässig 
rauh, ohne mittlere und mit fast gleichen grösseren Stacheln; Blättchen unter- 
seits grün bis dichtfilzig; Blüthenstand mit kurzfilzigen oder abstehend behaarten 
Aesten. 

a. Blättchen unterseits angedrückt grau- oder weissfilzig. 
X Staubgefässe die Griffel überragend. 

53. -R. Madula Wli. Schösslinge kräftig, ziemlich hochbogig, oft klet- 
ternd, unterwärts stumpfkantig, oberwärts scharfk:antig, zerstreut behaart, unbe- 
reift, mit gleichartigen kräftigen, meist geraden Stacheln und mit viel kürzeren 
Stachelchen und Drüsenborsten besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünfzählig. 
Blättchen oberseits fast kahl, das endständige eiförmig oder elliptisch, in eine 
lange Spitze verschmälert, am Grunde gestutzt; Rispe verlängert, schmal, 
deren Aeste ziemlich kurz, nebst den Blüthenstielen filzig, abstehend behaart, 



254 



E, V. Halacsy. 



mit langen Nadelstacheln und das Haarkleid meist nicht überragenden Stieldrüsen 
reichlich besetzt; Kelch zipfel graufilzig, zurückgeschlagen; Kronblätter 
breitelliptisch, weiss oder röthlich ; Staubgefässe grünlich; Fruchtknoten mit 
einzelnen Haaren. 

B. Badula Wh. in Boenningh., Prodr. Fl. Monast., p. 152; Neum. in 
Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 279; Focke, Syn. Eub. Germ., p. 320; Celak., 
Prodr. Fl. Böhm., S. 640 u. 903, p. p.; Obor., Fl. Mähr., S. 968; Hai. in Verh. 
z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 661; Spitzn., Kvet. okr. prostej., p. 99; Fritsch in 
Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 783; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21; R. rudi- 
formis Bayer, Bot. Excursb., S. 299. 

Eine der kräftigsten Arten dieser Gruppe. Trotz der Veränderlichkeit in 
der Bewehrung, der Bekleidung der Blattunterseite und in der Grösse der Rispe 
eine sehr gut kenntliche Art. Charakteristisch für dieselbe sind die am Grunde 
niemals herzförmigen, höchstens manchmal eine seichte Ausbuchtung aufweisen- 
den Endblättchen. 

Aendert ab: 

ß. sparsisetus. Schössling fast kahl, sammt dem Blüthenstengel mit 
sehr spärlichen Drüsenborsten und Stieldrüsen besetzt; Blättchen unterseits dünn- 
filzig, graugrün; Rispe kurz, armblüthig. 

y. callophyllus Kern. Schössling dicht behaart, Blüthenstengel dicht 
borstig und drüsig. Blättchen unterseits weissfilzig; Rispe gross, umfangreich, 
bis zur Spitze durchblättert, mit entfernten, reichblüthigen Aesten. 

M. callophyllus Kern, herb., non B. calliphyllus B. J. Müll., Pollich., 
1858, S. 168. 

Wälder, Waldränder gebirgiger Gegenden. Zerstreut in Böhmen (Cela- 
kovsky). In Mähren am Fusse der Javorina und auf dem Schilibka bei Pau- 
litz (Oborny), bei Prossnitz (Spitzner). In Oberösterreich in den Salzach- 
Auen bei Wildshut und Ach (Vierhapper). Salzburg: Bei Hallein (Fritsch). 
Die var. ß. auf der Sofienalpe bei Wien (Halacsy). Die var. y. in Tirol bei Inns- 
bruck (Kerner exs.). Juli. fi. 

Obs. B. apiculatus Wh. et N., Rub. Germ., p. 69, eine den heutigen 
Botanikern unbekannte Art, wird von Opiz in Seznam, p. 85, in Böhmen und 
von Neumann in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 278, um Nixdorf, ebenfalls in 
Böhmen angegeben. Es lässt sich jedoch, da keine weitere Beschreibung den 
betreffenden Angaben beigefügt ist, nicht feststellen, welche Art die genannten 
Autoren darunter verstanden haben. 

54. jB. carinthiacus, Schösslinge kräftig, niedrigbogig, scharfkantig, 
zerstreut behaart, unbereift, mit gleichartigen kräftigen geraden Stacheln und 
mit spärlichen, viel kürzeren Stachelchen und Drüsenborsten besetzt; Blätter 
derselben fussförmig-fünf zählig, Blättchen oberseits fast kahl, das endständige 
eiförmig, in eine lange Spitze verschmälert, am Grunde herzförmig; Rispe 
verlängert, durchblättert, deren Aeste ziemlich kurz, nebst den Blüthenstielen 
filzig, abstehend behaart, mit langen Nadelstacheln und das Haarkleid nicht 



Oesterrcichische Brombeeren. 



255 



überragenden Stieldrüsen besetzt; Kelch zip fei graufilzig, nach dem Ver- 
blühen abstehend; Kronblätter ansehnlich, rundlich-elliptisch, weiss; Staub- 
gefässe nach dem Verblü hen purpurn; Fruchtknoten spärlich behaart. 

Eine durch die grossen weissen Blüthen auffällige Art. Zur Zeit der Blüthe 
sind die Staubge fasse grünlich, nach dem Abfallen der Kronblätter färben sie 
sich erst und werden, wie der Grund der Kelchzipfel, roth. Hiedurch, wie auch 
durch die am Grunde nicht gestutzten, sondern herzförmigen Endblättchen vom 
zunächststehenden H. radula leicht zu unterscheiden. 

Strassenränder zwischen Villach und St. Euprecht in Kärnten (Witting 
exs.). Juli. fi. 

X X Staubgefässe gritFelhoch. 

55. jB. denticulatus Kern. Schösslinge ziemlich kräftig, niedrigbogig 
oder kletternd, rundlich, zerstreut behaart, unbereift, rothbraun, mit etwas ungleich- 
artigen, ziemlich kräftigen geraden Stacheln, zerstreuten, viel kürzeren Stachelchen 
und Drüsenborsten besetzt ; Blätter derselben fussförmig-fünfzählig oder dreizählig. 
Blättchen oberseits fast kahl, das endstäudige breitelliptisch oder eiförmig, 
mit schlanker Spitze, am Grunde abgerundet oder seicht ausgerandet; 
Rispe verlängert, schmal, deren Achsen rothbraun, filzig, abstehend behaart, mit 
langen röthlichen Nadelstacheln und das Haarkleid nicht überragenden Stieldrüsen 
besetzt; Kelchzipfel graufilzig, rothdrüsig, nach dem Verblühen abste- 
hend, an der Frucht aufrecht; Kroublätter elliptisch, weiss; Staubgefässe 
röthlich; Fruchtknoten etwas behaart. 

H. dentiailatiis Kern, in Focke, Syn. Rub. Germ., p. 282; i?. melanoxylon 
Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 7, non P. J. Müll, et Wirtg., nec. 
Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 330. 

Eine durch die dunkel rothbraunen Schösslinge, von welchen die mit dich- 
tem Filze bekleideten Blätter lebhaft abstechen, auffällige Art. Dem M. melano- 
xylon, für welchen ich die niederösterreichische Pflanze früher hielt, sehr ähnlich, 
welcher aber durch die unterseits nicht graufilzigen Blätter, längere Stieldrüsen 
im Blüthenstande, purpurne Blüthen und herabgeschlagene Kelchzipfel von dem- 
selben abweicht. Auch der oben angeführte H. pseudomelanoxylon ist ihm nahe- 
stehend; durch die schwachen, niederliegenden, spärlich drüsigen Schösslinge, 
wie auch die weniger bedrüsten Rispenachsen, die herabgeschlagenen Kelchzipfel 
und die grünlichen Staubgefässe halte ich ihn jedoch für hinlänglich verschieden. 
Es ist indessen nicht zu verkennen, dass alle diese Formen einigermassen an 
JR. bifrons erinnern und vielleicht verschiedene Abkömmlinge desselben mit 
drüsenreichen Arten sind. Focke selbst äussert sich über B. denticulatus in 
diesem Sinne, welcher ihm die beständigste und verbreitetste Form aus der 
Reihe der Mittelglieder zwischen R. hirtus und B. bifrons zu sein scheint. 

Aendert ab: 

ß. chloroxylon. Schösslinge und Blüthenstengel grün. Stacheln gelblich, 
Kelchzipfel lichtdrüsig; Blüthen viel grösser. Wahrscheinlich eine durch einen 
schattigen Standort bedingte Varietät. 



256 



E. V. Halacsy. 



Waldränder, Zäune gebirgiger Gegenden. In Tirol: Stangensteig bei Inns- 
bruck (Kern er). In Niederösterreich am Semmering zwischen Küb und Klamm 
(Halacsy), hier auch die Varietät (Richter exs.). Juli bis August. |i. 

ß. Blättchen unterseits grün, an den Nerven behaart, nur selten 

mit einem dünnen Filze überzogen. 
X Endblättchen am Grunde nicht herzförmig, 
o Schösslinge unbereift. 

56. -R. rudis Wh. et N. Schösslinge kräftig, niedrigbogig oder 
kletternd, unten rundlich-stumpf kantig, oberwärts scharfkantig, kahl oder 
mit vereinzelten Haaren, mit kurzen, aber ziemlich kräftigen Stacheln be- 
setzt und von zahlreichen kurzen Stieldrüsen und Stachelhöckerchen rauh; Blätter 
derselben drei- bis fünfzählig, Blättchen oberseits kahl oder zerstreut behaart, 
unterseits an den Nerven behaart, seltener dünnfilzig, das endständige eiförmig 
oder elliptisch, zugespitzt, am Grunde abgerundet oder keilig; Rispe aus- 
gebreitet, sperrig, am Grunde durchblättert, oft ziemlich umfangreich, deren 
Achsen kurzfilzig, mit Nadelstacheln und kurzen, den Filz überragenden 
Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel graufilzig, nach dem Verblühen abste- 
hend oder locker zurückgeschlagen; Kronblätter schmal, klein, blass- 
röthlich; Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten kahl. 

B. rudis Wh. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, p. 687; 
Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 667; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 
1888, S. 783; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21. 

Eine durch die fast kahlen Schösslinge, die meist grosse, sperrige Rispe, 
die kurzfilzige Behaarung der Achsen derselben und die kleinen, schmalen Kron- 
blätter wohl charakterisirte Art. 

Waldränder, Gebüsche, selten. In Niederösterreich bei Kottes im Wald- 
viertel (Kissling exs.). Oberösterreich: Im Kobernauswalde bei Kobernausen 
und Frauscheregg und bei Ried (Vierhapper). Salzburg: Im Blühnbachthale 
(Fritsch). Juli, ti- 

57. -R. foliosus Wh. etN. Schösslinge mittelstark, bogig-niederliegend, 
rundlich-stumpfkantig, meist ziemlich dicht behaart, mit schwachen, 
aus zusammengedrücktem Grunde pfriemlichen Stacheln, zerstreuten Stachel- 
borsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig oder fussförmig- 
fünfzählig, Blättchen etwas lederig, oberseits striegelhaarig, unterseits graugrün, 
weichhaarig, das endständige elliptisch oder eiförmig, lang zugespitzt, am Grunde 
abgerundet; Rispe ziemlich lang, unterwärts unterbrochen, oft bis zur Spitze mit 
meist einfachen eiförmigen oder ei-herzförmigen Blättern durchblättert, deren 
Achsen rauhhaarig-filzig, mit feinen Stacheln und das Haarkleid nicht 
überragenden Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel graufilzig, weiss berandet, 
nach dem Verblühen abstehend oder locker herabgeschlagen; Kron- 
blätter elliptisch, weiss; Staubgefässe die Griffel überragend; Frucht- 
knoten spärlich behaart. 



Oesterreichischc Brombeeren. 



257 



R. foUosus Wh. et N. in Bluffet Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, p. 682; 
Opiz, Sezuam, p. 85; Bayer, Bot. Excursb., S. 297; R. scdber Neum., ap. Reich, 
in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 279, non Wh. et N. ; R. medius Bayer, 
1. c, pro p. 

Von R. rudis durch rundlich-stumpfkantige, schwächer bewehrte, reichlich 
behaarte Schösslinge, rauhhaarig-filzige Rispenachsen, weiss berandete Kelchzipfel 
und grössere Blüthen leicht zu unterscheiden. 

Holzschläge, lichte Waldplätze. In Böhmen (Opiz), bei Georgswalde, 
Kleniskal und Nixdorf (Neu mann exs. im Herbare der zoologisch-botanischen 
Gesellschaft). Nach Bayer auf der Hohen Wand bei Wien und in Oberösterreich 
bei Steyr. Juli. fi. 

Obs. Opiz führt in Seznam, p. 85, zwei angeblich Weihe 'sehe Arten, 
R. heteroacanthus und R. pallescens, für Böhmen an; ich finde dieselben jedoch 
nirgends bei Weihe erwähnt. Auch R. fuscus Wh. vfird a.a.O. aufgezählt. Da 
mir dessen Vorkommen in Böhmen unwahrscheinlich ist, habe ich die Angabe hier 
nicht weiter berücksichtigt. 

58. JR» saltiiuni Focke. Schösslinge ziemlich dünn, bogig-niederliegend, 
unten rundlich, oben stumpfkantig, zerstreut behaart, mit schwachen, 
rückwärts geneigten Stacheln, ziemlich zahlreichen Stachelborsten und Stieldrüsen 
besetzt; Blätter derselben dreizählig oder fussförmig-fünfzählig. Blättchen dünn, 
oberseits striegelhaarig, bald verkahlend, unterseits graugrün, an den Nerven 
behaart, das endständige elliptisch, kurz bespitzt, am Grunde abgerundet; Rispe 
ziemlich lang, pyramidal, unterwärts durchblättert, oberwärts gedrungen, deren 
Achsen filzig-kurzhaarig, mit feinen Stacheln und das Haarkleid kaum 
überragenden Borsten und Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel grau- 
filzig, herabgeschlagen; Kronblätter schmal, blassröthlich; Staub- 
gefässe etwa griffelhoch; Fruchtknoten kurzhaarig. 

R. saltuum Focke in Gremli, Beitr. Fl. Schweiz, S. 30; Syn. Ruh, 
Germ., p. 333. 

Dem R. foliosus in den einzelnen Merkmalen, aber nicht in der Tracht 
nahestehend. Von demselben durch den dünneren, wenig behaarten Schössling, 
die meist nur am Grunde beblätterte Rispe, die kurzhaarigen Blüthenstiele, herab- 
geschlagene Kelchzipfel, blassröthliche kleinere Blüthen und grilfelhohe Staub- 
gefässe verschieden. Die böhmische Pflanze ist etwas weniger bestachelt und 
stieldrüsenärmer als die Focke 'sehen Original- Exemplare, sonst aber mit diesen 
übereinstimmend; ob dieselbe auch röthliche Blüthen hat, kann ich an den im 
vorgerückteren Stadium befindlichen Exemplaren nicht constatiren. 

Böhmen, im Walde Krepelnik bei Hradek nächst Sloupnice (Fleischer 
exs.). Juli. fi. 

Schösslinge bereift. 

59. jB. scaber ^Yh^ et N. Schösslinge bogig-niederliegend, rundlich, 
kurzhaarig, mit kurzen, kleinen, sicheligen Stacheln, zerstreuten kurzen 
Borsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben meist dreizählig, 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 33 



258 



E. V. Halacsy. 



Blättclien beiderseits grün und kurzhaarig, das endständige elliptisch, be- 
spitzt, am Grunde abgerundet oder seicht ausgerandet; Rispe massig entwickelt, 
unterwärts durchblättert, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit zerstreuten Nadel- 
stacheln und zahlreichen kurzen, das Haarkleid nicht überragenden Stieldrüsen 
besetzt; Kelchzipfel graugrün, nach dem Verblühen aufrecht abstehend; 
Kronblätter schmal, weiss; Staubgefässe die Griffel weit überragend; 
Fruchtknoten etwas behaart. 

J^. scaher Wh. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, p. 683; 
Hai. et Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 333. 

Durch die rundlichen bereiften Schösslinge und die aufrecht abstehenden 
Kelchzipfel von den vorangeführten Arten verschieden. 

Wälder; bisher nur im Minniholz und Stadelmayerholz bei Steyr in Ober- 
österreich (Bayer exs.). Juli bis August, f^. 

XX Endblättchen am Grunde herzförmig. 

o Staubgefässe so lang oder länger als die Grifi'el. 
— Kelchzipfel an der Frucht zurückgeschlagen. 

60. -ß. Gremlii Focke. Schösslinge niedrigbogig oder kletternd, stumpf- 
kantig, zerstreut behaart, unbereift, mit fast gleichförmigen, rückwärts geneigten, 
kräftigen Stacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fuss- 
förmig-fünfzählig, Blättchen gross, dunkelgrün, oberseits fast kahl, unterseits 
an den Nerven spärlich behaart, das endständige herz-eiförmig, lang zuge- 
spitzt; Rispe lang, ziemlich schmal, unterwärts durchblättert, mit einigen ent- 
fernten Aesten, oberwärts gedrungen, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit 
rückwärts geneigten Stacheln und kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel 
grau filzig, zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt-eilänglich, grünlich- 
weiss; Staubgefässe die Griffel überragend; Griffel grünlich; Fruchtknoten 
kahl oder spärlich behaart. 

B. Gremlii Focke, Syn. Ruh. Germ., p. 266; Hai. u. Br., Nachtr. Fl. 
Niederöst., S. 329; Hai. in Kern., Sched. Fl. Austro-Hung., III, p. 45; Obor., 
Fl. Mähr., S. 966; Heim, in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1884, S. 100 u. 103; Form, 
in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 127 u. 207; Spitzner in Oe. b. Zeitschr., 1888, 
S. 145; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 21; B. infestus et Lingua Bayer, Bot. 
Excursb., S. 299, non Wh. et N.; B. piletostachys Gremli, Beitr. Fl. Schweiz, 
1870, S. 43; Oe. b. Zeitschr., 1871, S. 129, non Gr. et Godr.; B. montanus Obor. 
in Verh. nat. Ver. Brünn, XVII, S. 83, non Lib., nec Wirtg. ; B. Koehleri Hai. et 
Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 335, pro p., non Wh. et N.; B. Clusii Borbäs in 
Erdesz. Lap., 1885, p. 401 und in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 67 ; B. Gremlii forma 
austriacus Focke, ap. Dichtl in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 132; B. rudis 
Spitzn., Kvet. okr, prostej., p. 99, laut handschriftlicher Correctur, non Wh. et N. 

Eine weit verbreitete, durch die kräftigen, stark bewehrten Schösslinge, das 
dunkelgrüne, anscheinend fast kahle Laub, den ansehnlichen Blüthenstand und 
die grünlichweissen Blüthen sehr charakteristische Art unserer Gebirgswälder. 
Variirt in der Bestachelung des Schösslings, welcher zuweilen nur mit zerstreuten 



Oesterreichiscbe Brombeeren. 



259 



kräftigen Stacheln bewehrt ist, ohne Stachelborsten und nur mit wenigen Stiel- 
drüsen; ebenso in den Blättern, bei welchen die äusseren Seitenblättchen bald 
länger, bald kürzer gestielt erscheinen; auch sind an manchen Exemplaren die 
Staubgefässe nur wenig, bei anderen wieder deutlich länger als die Grilfel. 
Sträucher, die in dichtem Walde stehen, bleiben niedrig und haben eine sehr 
kurze, wenigblüthige, fast traubige Inflorescenz; andere wieder an den Wald- 
rändern und besonders solche, die an Gebüschen einen Halt finden, klettern in 
diesen, ihre Schösslinge werden kräftig, derbstachelig, dicht borstig und stiel- 
drüsig und erreichen eine beträchtliche Höhe von bis 2 m. Durch die verschie- 
denen Combinationen dieser Abänderungen an einzelnen Sträuchern erhält man 
dann oft Exemplare, die man kaum für ein- und dieselbe Art halten möchte. 
Bei grossem Materiale und wiederholter Beobachtung der Pflanze in der freien 
Natur wird einem jedoch deren Zusammengehörigkeit zweifellos erscheinen. Ebenso 
ist es für mich ausser allem Zweifel, dass die eben beschriebene Art Focke's 
R. Gremlii ist, nicht allein desshalb, weil der Autor zahlreiche, von verschiede- 
nen Standorten ihm übersandte Exemplare für seinen M. Gremlii erklärt hat, 
sondern auch aus dem Grunde, weil die in der Synopsis Ruborum Germaniae 
angeführten Standorte, wie Südrand des böhmisch-mährischen Gebirges, Wiener- 
wald, Steyr in Oberösterreich, für dieselbe zutreffen und ausser dieser auch keine 
andere Art, mit welcher selbe confundirt werden könnte, daselbst anzutreffen ist. 
Dass einzelne Merkmale in der Diagnose Focke's, wie die kurz gestielten äusseren 
Blättchen, die ein- bis wenigblüthigen Aestchen, die die Griff'el nur wenig über- 
ragenden Staubgefässe etc., nicht für alle Exemplare Giltigkeit haben, ist aus dem 
Augeführten leicht zu ersehen und ist nur ein Beweis, dass der Autor auf Grund- 
lage eines geringen Materiales seine Beschreibung verfasste. Focke selbst hebt 
ja a. a. 0. hervor, er habe die Art lebend nicht zu beobachten Gelegenheit ge- 
habt. Uebrigens passt auf so manche der mir zahlreich vorliegenden Exemplare 
Focke's Beschreibung fast wörtlich, und man könnte diese, nach Focke's Vor- 
gang, ohneweiters mit demselben Eechte unter die Ädenophori einreihen, wie in 
die Gruppe der Badulae, wohin die Pflanze der überwiegenden Mehrzahl der 
Exemplare nach gehört. Diese etwas ausführlichen Erörterungen glaubte ich hier 
vorbringen zu müssen, um zu motiviren, warum ich auf eine Namensänderung 
unserer Art, wie sie Borbäs a.a.O. vorgeschlagen hat, nicht eingegangen bin. 

Bergwälder, Waldränder. In Schlesien bei Butosonka unterhalb der Lissa- 
hora (Formänek). In Mähren bei Adamsthal, Prossnitz (Oborny), auf dem 
Plateau von Drahan (Spitzner), bei Paulitz, Schönwald, zwischen Baumöhl und 
Neuhäusel, zwischen Zaisa und Luggau, am Mühlberge bei Frain, verbreitet um 
Zlabings und in den benachbarten Wäldern Böhmens (Oborny), auch bei Heil- 
brunn nächst Grazen in Südböhmen (Heimerl). In Niederösterreich bei Dobers- 
berg (Oborny), Schrems (Heimerl) und Raabs (Krenberger) im Wald viertel, 
ferner am ganzen Kahlengebirge, bei Gloggnitz, Aspang (Haläcsy), In Ober- 
österreich bei Steyr (Bayer), Ried, St. Martin, Lambrechten, Eggerding, Braunau, 
im Wildshute r Bezirk (Vierhappe r). In Steiermark bei Aflenz (Richter exs.), 
Graz (Preissmann exs.). In Kärnten beiEisenkappel(Fritsch exs.). Juni bis Juli. f^. 

33* 



260 



E. V. Haläcsy. 



X Ii» montanus X GvemlU* Einen dieser Combination zu entsprechen 
scheinenden Bastart fand ich an der TuUnerstrasse am Rosskopf hei Wien. Der- 
selbe, ein hoher Strauch von der Tracht des B. montanus Lib., unterscheidet 
sich von B. Gremlii durch die mit gleichförmigen geraden Stacheln und nur mit 
vereinzelten Stieldrüsen besetzten Schösslinge, kleinere, unterseits dünnfilzige 
Blättchen, oberwärts nicht gedrängte, mit spärlichen Stieldrüsen besetzte Rispe 
und grössere, reimweisse Kronblätter. Von R. montanus weicht derselbe durch 
unterseits grüne Blätter und die lockere, mit zahlreichen feinen Nadeln und zer- 
streuten Stieldrüsen bewehrte Rispe ab. Eine zweite Form, muthmasslich von 
denselben Eltern abstammend, erhielt ich von Oborny, aus dem Thayathale 
bei Znaim; dieselbe unterscheidet sich von ersterer durch unterseits nur an den 
Nerven behaarte Blättchen, einen verkümmerten, wenigblüthigen, kurzen, fast 
traubigen, mit nur vereinzelten, sehr kurzen Stieldrüsen versehenen Blüthenstand. 
Ich will sie hier, zu Ehren des Entdeckers der einen Form, B. Ohornyanus nennen. 

X -R. scotopMlus (Greiniii X Mrtiis?) Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 
1885, S. 667. Ein muthmasslicher Bastart der angeführten Arten. Von B. Gremlii 
durch die mit zahlreichen schwachen, pfriemlichen Stacheln und nebstbei mit 
dicht stehenden Stachelchen und Drüsenborsten besetzten, niederliegenden rund- 
lichen Schösslinge; von B. hirtus durch kräftige Schösslinge, kurze Stieldrüsen 
in der langen, schmalen, zusammengesetzten Rispe, grössere Blüthen und die 
ganze Tracht verschieden. Von beiden Arten übrigens durch dünn graufilzige 
jüngere Blättchen abweichend. 

In Laubwäldern auf der Sofienalpe oberhalb Steinbach in Niederösterreich 
und eine zweite Form vom Kahlenberge bei Wien, mit beiderseits fast kahlen 
Blättchen und mit theilweise längeren Stieldrüsen im Blüthenstande. 

61. jB. pallidus Wh, et N. Schösslinge niedrigbogig, unterwärts rund- 
lich, oberwärts kantig, wenig behaart, unbereift, mit fast gleichartigen, rückwärts 
geneigten, am Grunde verbreiterten Stacheln und zerstreuten Stieldrüsen besetzt; 
Blätter derselben meist fussförmig-fünfzählig. Blättchen oberseits zerstreut 
kurzhaarig, unterseits grün, anliegend-flaumig oder dünnfilzig, das 
endständige herz-eiförmig, lang zugespitzt; Rispe mässig lang, unterwärts durch- 
blättert, mit einigen entfernten Aesten, locker, deren Achsen filzig-rauhhaarig, 
mit geneigten Nadelstacheln und zahlreichen kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelch- 
zipfel graufilzig, an der unreifen Frucht aufrecht, zur Zeit der 
Blüthe und Fruchtreife zurückgeschlagen; Kronblätter elliptisch, weiss; 
Staubgefässe die Grifi'el etwas überragend; Griffel purpurn; Fruchtknoten kahl. 

B. pallidus Wh. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, 
p. 682; Focke, Syn. Rub. Germ., p. 337. 

Die Tiroler Exemplare weichen von den deutschen durch wenig behaarte, 
mit etwas längeren Stacheln bewehrte Schösslinge und dichter bekleidete Blatt- 
unterseite ab. Durch letzteres Merkmal und die purpurnen Griffel unterscheidet 
sich B. pallidus von B. Gremlii ganz leicht. 

Zäune im Volderberg bei Hall in Tirol (Gremblich exs.). Nach Neumann 
in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 279, auch bei Georgswalde in Böhmen; das 



Oesterreichische Brombeeren. 



261 



im Herbare der Gesellschaft liegende Exemplar ist aber nicht die Weihe 'sehe 
Art Juli, ti- 

= Kelchzipfel an der Frucht abstehend oder aufrecht. 

62. R, tJiyrsiflorus Wh. et N. Schösslinge bogig-niederliegend, 
rundlich oder stumpfkantig, fast kahl, schwach bereift, mit kurzen, etwas 
ungleichen, geraden oder leicht gekrümmten Stacheln, zerstreuten Boi'sten und 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben drei- bis fünfzählig, Blättchen beiderseits 
grün, spärlich behaart, das endständige breit-eiförmig oder rundlich, 
mit aufgesetzter Spitze; Rispe mit einigen achselständigen entfernten Aesten, 
übrigens kurz und gedrungen, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit Nadelstacheln 
und zahlreichen, ungleich langen, das Haarkleid zum Theile überragenden Stiel- 
drüsen besetzt; Kelchzipfel graugrün, nach dem Verblühen abstehend; 
Kronblätter elliptisch, weiss ; Staubgfefässe die GrilFel wenig überragend; Frucht- 
knoten behaart. 

J?. thyrsiflorus Wh. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, 
p. 684; Ortm. in Flora, 1835. S. 492; B. Sintzneri Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 
1889, S. 436. 

Durch die sehr wenig behaarten Schösslinge, fast rundliche Eudblättchen 
mit kurzer aufgesetzter Spitze und oberwärts gedrungene Eispe auffällig. Durch 
diese Merkmale, wie auch durch die grünlichen GritFel und die behaarten Frucht- 
knoten von voriger Art verschieden. Von M. Gremlii durch die Form des End- 
blättchens und die nach dem Verblühen aufrecht abstehenden Kelchzipfel ab- 
weichend. Durch die zum Theile langen Stieldrüsen bildet JR. thyrsiflorus ge- 
wissermassen den Uebergang zu den Glandulosen. Der B. Spitzneri Sabransky's 
stimmt in allen Merkmalen mit den von G. Braun bei Minden gesammelten 
Exemplaren des B. thyrsiflorus überein, nur sind bei demselben die inneren 
Seitenblättchen länger gestielt und dadurch die Blättchen sich nicht deckend, 
ein Merkmal, das wohl nicht genügt, um beide Pflanzen zu trennen und das auch 
Sabransky gewiss hiezu nicht verleitet hätte, wenn er den echten B. thyrsi- 
florus vor sich gehabt hätte. Sabransky verglich aber, wie ichvermuthe, seinen 
B. Spitzneri mit einer von ihm und auch bisher von mir für B. thyrsiflorus 
gehaltenen Art der kleinen Karpathen, die jedoch mit der Weihe-Ne es 'sehen Art 
nicht identisch ist und welche meines Erachtens, nach Vergleich mit Original- 
Exemplaren Gremli's, in den Formenkreis des B. densiflorus des genannten 
Autors gehört. Von diesem ist allerdings B. Spitzneri wesentlich verschieden. 

Wälder, im Klapper Revier in dem Berauner Kreise Böhmens (Ort mann) 
und im W^alde Skalice bei Prossnitz in Mähren (Spitzner exs.). Juli. fi. 

63. M* moraviciis Salbr. Schösslinge bogig-niederliegend, rundlich- 
stumpfkantig, dicht behaart, unbereift, mit kurzen, ungleichen, geraden 
oder rückwärts geneigten Stacheln, zahlreichen Borsten und Stieldrüsen besetzt; 
Blätter derselben fussförmig-fünfzählig. Blättchen beiderseits grün, sehr spärlich 
behaart, das endständige herz-eif örmig, lang zugespitzt; Rispe schmal, 
durchblättert, oberwärts gedrungen, deren Achsen filzig-kurzhaarig, mit Nadel- 



262 



E. V. Halacsy. 



stacheln und kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel graugrün, nach dem Ver- 
blühen aufrecht; Kronblätter elliptisch, weiss ; Staubgef ässe griffelhoch ; F r u c h t- 
knoten kahl. 

B. moravicus Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 405; Obor., 1. c, 1890, S.422. 

Die dicht behaarten Schösslinge, das lebhaft grüne, beiderseits fast kahle 
Laub und die an der Frucht aufgerichteten Kelchzipfel charakterisiren aus- 
gezeichnet diese Art. Von B. thyrsiflorus durch die erwähnte Behaarung des 
Schösslings, die Form des Endblättchens, die aufrechten Kelchzipfel und kahle 
Fruchtknoten verschieden. 

Mähren: Auf dem Plateau von Drahan (Spitzner exs.) und im Zbanover 
Walde bei Plumenau (Ohorn y). Juli. fi. 

Staubgefässe kürzer als die Griffel. 
— Schösslinge unbereift. 

64. M. amplus Fritscli. Schösslinge niedrigbogig, kantig, kahl, 
mit kurzen, fast gleichen, geraden Stacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen be- 
setzt; Blätter derselben dreizählig oder fussförmig-fünfzählig, Blättchen beider- 
seits grün, spärlich behaart, das endständige herz-eiförmig, zugespitzt; Elspe 
umfangreich, locker, vielblüthig, unterwärts durchblättert, mit langen, auf- 
recht abstehenden, vielblüthigen Aesten, deren Achsen filzig, abstehend 
behaart, mit Nadelstacheln und zahlreichen kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelch- 
zipfel graufilzig, nach dem Verblühen abstehend; Kronblätter klein, ellip- 
tisch, weiss; Fruchtknoten filzig. 

B. amplus Fritsch in herb, meo; jR. rudis Hai. u. Br., Nachtr. Fl. 
Niederöst., S. 332, non Wh. et N. 

Eine durch die grosse, ausgebreitete Eispe und die kleinen Blüthen wohl 
charakterisirte Art. Ich hielt ihn, auf Focke's Determination hin, für B. rudis, 
bin aber jetzt mit Fritsch, der die Pflanze für eine von diesem verschiedene, 
selbstständige Art hält, vollständig einer Meinung. Die herzförmigen Endblättchen 
und die kurzen Griffel sind vor Allem wesentliche Unterscheidungsmerkmale. 

Feuchte Waldränder bei Kranichberg nächst Gloggnitz, sehr selten (Hei- 
merl). Juli bis August. \i. 

65. -B. brachystemon Keim, Schösslinge bogig-niederliegend, rund- 
lich oder schwachkantig, fast kahl, mit kurzen, fast gleichen, rückwärts ge- 
neigten Stacheln, Stachelborsteu und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben drei- 
zählig oder fussförmig-fünfzählig. Blättchen gross, beiderseits grün, spärlich be- 
haart, das endständige breit herz-eiförmig, mit breiter Spitze; Eispe schmal, 
mit sehr kurzen Aesten, deren Achsen kurzhaarig, mit Nadelstacheln und 
sehr kurzen Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel graufilzig, nach dem Verblühen 
zurückgeschlagen; Kronblätter klein, eiförmig, weiss; Fruchtknoten kahl. 

B. hrachystemon Heim, in Oe. b. Zeitschr., 1882, S. 109; Hai. u. Br., 
Nachtr. Fl. Niederöst., S. 333. 

Eine durch die grossen Blätter, die auffallend schmale Eispe und die 
kahlen Fruchtknoten bemerkenswerthe Art. Durch diese Merkmale, wie auch 



Oesterrcichischc Brombeeren. 



263 



durch die nach dem Verblühen herabgeschlagenen Kelchzipfel von voriger Art ver- 
schieden. 

Waldränder bei Gloggnitz au der Strasse von Kranichberg nach Kirch- 
berg in Niederösterreich (Heimerl) und bei Mariagrün nächst Graz in Steier- 
mark (Preissmann exs.) August, fi- 

= Schösslinge bereift. 

66. jB. macrocalyx Hai. Schösslinge niedrigbogig, stumpf kantig, 
kurzhaarig, mit ungleichen, geraden, mittelstarken Stacheln, Stachelborsten und 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünfzählig. Blättchen beiderseits 
grün, sehr spärlich behaart, das endständige breitelliptisch, mit schlanker Spitze ; 
Rispe eiförmig, die unteren Aeste entfernt, mit dreizähligen Blättern gestützt, 
oberwärts ziemlich gedrungen, deren Achsen dicht abstehend behaart, mit geraden 
Stacheln und zahlreichen Nadeln und Stieldrüsen besetzt; Kelch zip fei lang 
bespitzt, nadelstachelig und dicht stieldrüsig, nach dem Verblühen aufrecht 
abstehend; Kronblätter elliptisch, ansehnlich, weiss; Fruchtknoten etwas 
behaart. 

B. macrocalyx Hai., Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 433. 

Durch die bereiften Schösslinge und die in eine lange Spitze vorgezogenen, 
nach dem Verblühen aufrecht abstehenden Kelchzipfel sehr auffällig. Durch die 
Tracht an B. foliosiis erinnernd, von welchem derselbe durch die am Grunde 
herzförmigen Endblättchen und insbesondere durch die kurzen Staubgefässe 
wesentlich abweicht. 

Auf dem Eichberge bei Gloggnitz in Niederösterreich (Richter exs.). Juli. fi. 

6. UnteiTotte. G-laiidulosi. 

Schösslinge niedrigbogig oder kriechend, im Herbste mit der Spitze wur- 
zelnd, kahl oder behaart, bereift oder unbereift, meist rundlich oder undeutlich 
kantig, dicht ungleichstachelig, zwischen Stieldrüsen, Stachelhöckern und Stacheln 
mancherlei Uebergänge vorhanden; Nebenblätter lineal; Blätter oberseits ohne 
Sternhaare, unterseits meist grün, mit deutlich gestielten äusseren Seitenblättchen ; 
Blattstiele flach; Blätterstand zusammengesetzt, gegen die Spitze zu oft traubig, 
dicht stieldrüsig; Stieldrüsen weit länger als die Haare oder der Querdurchmesscr 
der Blüthenstiele ; Kelchzipfel aussen filzig; Staubgefässe nach dem Verblühen 
zusammenneigend; Früchte schwarz, unbereift. 

a) Hystrices Focke, Syn. Rub. Germ., p. 342. Schösslinge meist un- 
bereift, die grösseren Stacheln kräftig; Blüthenstand zusammengesetzt, die mittleren 
Aestchen trugdoldig, die obersten oft einfach. 

X Kelchzipfel zurückgeschlagen. 

67. H, Koehleri Wh. etN. Schösslinge bogig-niederliegend, rundlich, 
oberwärts schwachkantig, ziemlich stark, spärlich behaart, unbereift, dicht 
mit grösseren lanzettlichen, geraden oder etwas rückwärts geneigten und kleinen 



264 



E. V. Haläcsy. 



Stacheln, Drüsenborsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben meist fuss- 
förmig-fünfzählig, Blättchen fast lederig, oberseits spärlich behaart, unterseits 
heller grün, weichhaarig, das endständige breitelliptisch, zugespitzt, am 
Grunde abgerundet oder seicht herzförmig; Elspe locker, ziemlich 
lang, oft bis zur Spitze durchblättert, deren Achsen abstehend behaart, 
dicht nadelstachelig und stieldrüsig; Kelchzipfel graufilzig, drüsenborstig; Kron- 
blätter eiförmig, weiss; Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten kahl 
oder flaumig. 

E. Koehleri Wh. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, 
p. 681; Wimm, et Grab., Fl. Sil., p. 44; Wimm., Fl. Schles., ed. III, S. 625; 
Schloss., Anleit., S. 145; Neum. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 279; Focke, 
Sjn. Eub. Germ., p. 348; Obor., Fl. Mähr., S. 968; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, 
S. 22; B. hirtus var. ferox et glabrescens Neum., 1. c. ; B. glandulosus var. 
Koehleri Celak., Prodr. Fl. Böhm., p. 641 ; Sitzungsber. böhm. Ges. Wiss., 1882, 
p. 393; a. 1883, p. 91; a. 1888, p. 551. 

Eine in der typischen Form durch die kräftigen, mit starken Stacheln 
und zahlreichen Stachelborsten dicht bewehrten Schösslinge und den verlängerten, 
durchblätterten Blüthenstand wohl charakterisirte Art; gleichwohl häufig in 
vieler Beziehung variirend. So in den Blättern, welche bald lederig, bald dünn 
sind, in der Stärke und Form der Stacheln, in der Grösse der Elspe u. s. w. 
Die Schattenformen insbesonders sind oft durch die viel schwächere Bewehrung 
und die oft kurze Eispe sehr abweichend. 

Aendert ab: 

ß. havaricus Focke. Stacheln des Schösslings und der Blüthenzweige 
hackig; Blattunterseite graufilzig; Eispe nur am Grunde beblättert; Frucht- 
knoten behaart. 

B. Koehleri subspec. havaricus Focke, Syn. Eub. Germ., p. 351 ; B. Koehleri 
Hai. et Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 335, p. p. 

Bergwälder. In Schlesien, im Hochgesenke bei Zuckmantel, Einsiedel 
(Wimmer und Grabovsky), Carlsbrunn (Wimmer). In Mähren auf dem Pla- 
teau von Drahan (Oborny). Böhmen: Bei Leitomischl, Pardubitz, Böhmisch- 
Trübau, Nachod (Celako vsky), Sloupnice (Fleischer), Sazawa, Dablitzberg bei 
Prag, Schlan, Böhmisch-Leipa, Tetschener Schneeberg, Teplitz (Celakovsky), 
Georgswalde, Kleinskal, Nixdorf, Eumburg, Schluckenau (Neumann), Carlsbad 
(Focke), Mariaschein (Dichtl exs.). Niederösterreich: Bei Gmünd (Jetter exs.). 
In Oberösterreich zerstreut im Innkreise (Vierhapper). Die var. ß. bei Steyr 
in Oberösterreich (Bayer exs.); in Tirol (Kerner ex Focke). Juli, fi- 

X Kelchzipfel nach dem Verblühen aufgerichtet. 
— Staubgefässe die Grifi'el überragend. 

68. -B. apricus Wimm. Schösslinge bogig-niederliegend, rundlich oder 
schwachkantig, ziemlich stark, abstehend behaart, unbereift, dicht mit 
grösseren lanzettlichen, rückwärts geneigten und kleinen Stacheln, Drüsenborsten 



Oesterreichisclie Brombeeren. 



265 



und Stieldrüsen besetzt; BLHtter derselben dreizählig oder fussförmig-fünfzählig, 
Blättchen lederig, oberseits spärlich, unterseits auf den Nerven behaart, das end- 
ständige breitelliptisch, zugespitzt, am Grunde abgerundet; Eispe 
meist kurz, mehr weniger durchblättert, oberwärts dicht, fast halb- 
kugelig gedrängt, deren Achsen abstehend behaart, fast zottig, dicht nadel- 
stachelig und ^tieldrüsig; Kelchzipfel graugrün, drüsenborstig; Kronblätter ver- 
kehrt-eiförmig, weiss; Fruchtknoten spärlich behaart oder kahl. 

B. ajmcHS Wimm., Fl. Schles., ed III, S. 626; Hai. ei Br., Nachtr. Fl. 
Niederöst., S. 335; Oborny, Fl. Mähr., S. 969; Pach.u. Jab., Fl. Kämt., S. 342; 
Spitzner in Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 145; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22; 
i?. Koehlen ß. apricus Fiek, Fl. Schles., S. 125. 

Durch die oberwärts halbkugelig gedrängte Eispe und die nach dem Ver- 
blühen aufgerichteten Kelchzipfel charakterisirt. Von B. Koehleri nebst diesen 
Merkmalen durch die schwächere Bestachelung verschieden. 

Sonnige Waldplätze, Schluchten, selten. An der niederösterreichisch-mähri- 
schen Grenze, im Breithauer Wald bei Frain, im Fugnitzthal bei Hardegg am 
Wege nach Felling, ferner bei Waltersdorf nächst Liebau und in annähernden 
Formen im Hüttenwalde bei Stalleck nächst Zlabings (Oborny). dann bei Klein- 
Hradisko in Mähreu (Spitzner). In Oberösterreich: Im Hausruckwalde bei Haag, 
bei dem Schlosse Starhemberg, bei Eied, Eiegerting (Vierhapper). Angeblich 
auch bei Tiffen gegen Sallach in Kärnten (Fächer u. Ja bornegg). Juni bis 
Juli. fi. 

Obs. B. yiigmaeus Wh. et N., Eub. Germ., p. 93, nach Focke eine Mittel- 
form zwischen B. Koehleri und Schleicheri, finde ich in Opiz, Seznam, p. 85, für 
Böhmen verzeichnet. Daselbst auch B. fuscoater Wh. et N. in Bluff et 
Fing erb.. Comp. Fl. Germ., I, p. 681. Keine der beiden Arten wurde jedoch 
in neuerer Zeit wieder gefunden. 

69. R, foliolosus, Schösslinge bogig-niederliegend, rundlich, ziemlich 
stark, sehr spärlich behaart, unbereift, dicht mit grösseren lanzettlichen, 
rückwärts geneigten und kleinen Stacheln, Drüsenborsten und Stieldrüsen besetzt; 
Blätter derselben dreizählig oder unvollkommen fünfzählig. Blättchen lebhaft 
grün, lederig, oberseits kahl, unterseits sehr wenig behaart, das endständige 
herz-eif örmig, kurz bespitzt; Eispe verlängert, locker, mit zahlreichen 
einfachen Blättern bis zur Spitze durchblättert, deren Achsen locker 
abstehend behaart, mit zahlreichen sicheligen Stacheln, Stachelborsten und Stiel- 
drüsen bewehrt; Kelchzipfel graufilzig, rothdrüsig; Kronblätter eirundlich, 
weiss; Fruchtknoten fast kahl. 

B. Koehleri Hai. in Verb. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 667, non Wh. et N. 

Eine durch die lange, mit vielen einfachen Blättern bis zur Spitze durch- 
blätterte, an die des B. chlorothyrsos erinnernde Inflorescenz sehr auffallende Art. 
Hiedurch, wie auch durch die anscheinend gänzlich kahlen Blätter, die am Grunde 
herzförmigen Endblättchen und den mit sicheligen, röthlich gefärbten Stacheln 
bewehrten Blüthenstand von B. apricus verschieden. Zum Theil durch dieselben 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb, 34 



266 



E. V. Haläcsy. 



Merkmale, insbesondere aber durch die nach dem Verblühen aufgerichteten Kelch- 
zipfel von B. Koehleri abweichend. 

Lichte, grasige Waldplätze im Payerbachgraben bei Payerbach in Nieder- 
österreich (Haläcsy). Juli. fi. 

= Staubgefässe grilfelhoch. 

70. R, pilocm^pus Gremli. Schösslinge bogig-niederliegend, stumpf- 
kantig, ziemlich stark, spärlich behaart, schwach bereift, mit sehr ungleichen, 
am Grunde verbreiterten, zum Theile kräftigen Stacheln und zerstreuten Stiel- 
drüsen besetzt; Blätter derselben drei- bis fünfzählig, Blättchen oberseits wenig 
behaart, unterseits grün oder häufiger kurzhaarig-graufilzig, das end- 
ständige breitelliptisch bis fast rundlich, am Grunde herzförmig, kurz bespitzt; 
Rispe unterwärts durchblättert, mit aufrecht abstehenden dreiblüthigen, an der 
Spitze meist einfachen Aestchen, deren Achsen kurzfilzig, dicht nadelstachelig und 
stieldrüsig; Kelchzipfel graufilzig, rothdrüsig; Kronblätter verkehrt-eiförmig, 
rosa; Fruchtknoten reichlich langhaarig. 

B. pilocarpus Gremli, Beitr. Fl. Schweiz, 1870, S. 42; Oe. b. Zeitschr., 
1871, S. 133; Pocke, Syn. Pub. Germ., p. 354; Hai. et Br., Nachtr. Fl. Niederöst., 
S. 334. 

Durch die bereiften Schösslinge, die unterseits meist kurzhaarig-graufilzigen 
Blätter, rosafarbigen Blüthen und die griffelhohen Staubgefässe von den voran- 
geführten Arten dieser Gruppe verschieden. 

Wälder am Rosskopf bei Neuwaldegg in Niederösterreich (Bayer exs.); in 
neuerer Zeit jedoch nicht wieder gefunden. Juli. fi. 

h) Euglandulosi. Schösslinge bereift oder unbereift, meist dicht un- 
gleichstachelig; Blüthenstand an der Spitze meist traubig, unterwärts mit traubig- 
wenigblüthigen Aestchen. 

«. Schösslinge kantig. Stacheln derselben fast gleich, Uebergänge 
zwischen Stacheln und Stieldrüsen kaum vorhanden. 

71. M, Metschii Focke. Schösslinge bogig-niederliegend, kantig ge- 
furcht, spärlich behaart, bereift, mit kurzen, rückwärts geneigten, fast gleichen, 
am Grunde verbreiterten Stacheln und Stieldrüsen reichlich besetzt; Blätter der- 
selben dreizählig und fussförmig-fünfzählig, Blättchen beiderseits grün, das end- 
ständige länglich- oder verkehrt-eiförmig, in eine lange Spitze verschmälert, am 
Grunde abgerundet oder schwach herzförmig; Rispe locker, verlängert, die 
oberen Aestchen traubig-trugdoldig, deren Achsen mässig behaart, reich mit 
Stachelchen und Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel an der Frucht abstehend 
oder aufgebogen; Kronblätter länglich, weiss; Staubgefässe die Griffel über- 
ragend; Fruchtknoten kahl. 

B. Metschii Focke, Syn. Rub. Germ., p. 359; Pach. u. Jab., Fl. Kämt., 
III, S. 343; F ritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 783; B. Kaltenhachii 
Metsch, Rub. Henneb., p. 82, in Linn., 1856, p. 170, p. p. 



Oesterreichische Brombeereu, 



267 



Bildet gleichsam das Bindeglied zwischen der Gruppe der Radiilae und 
jener der Glandulosen, von diesen durch die Bestachelung, von jenen durch die 
langen Stieldrüsen im Blüthenstande abweichend. Eine süddeutsche Art, deren 
östlichste, bisher bekannte Standorte bei München waren. 

Bei Salzburg (F ritsch) und bei Tiffen in Kärnten (Fächer und Ja bor- 
negg, mit?). Juli. \i. 

ß. Schösslinge rundlich. Stacheln ungleich, die grösseren aus breitem 
zusammengedrückten Grunde rückwärts geneigt oder gebogen, 
ziemlich kräftig. 

X Blüthenstiele abstehend filzig behaart, mit zahlreichen, die Haare 
nicht überragenden und zerstreuten längeren Stieldrüsen besetzt. 

72. -ß. ScJileieheri Wh. Schösslinge bogig-niederliegend, oft kletternd, 
rundlich-stumpfkantig, schwach bereift, mehr minder behaart, dicht mit ungleichen, 
zum Theile kräftigen, rückwärts gebogenen Stacheln und Drüsenborsten besetzt; 
Blätter derselben meist dreizählig. Blättchen dunkelgrün, oberseits striegelhaarig, 
unterseits blässer, dichter behaart, das endständige verkehrt-eiförmig, in eine 
schlanke Spitze auslaufend, nach dem Grunde verschmälert, gestutzt; Rispe 
schmal, locker, vor dem Aufblühen nickend, die oberen Aeste traubig, 
deren Achsen dicht behaart, mit Nadelstacheln, zahlreichen Borsten und Stiel- 
drüsen besetzt; Kelchzipfel drüsig, oft nadelstachelig, nach der Blüthezeit halb 
aufgerichtet, zuletzt zurückgeschlagen; Kronblätter verkehrt-eilänglich, 
weiss; Staubgefässe die Griffel überragend; Fruchtknoten kurz- 
haarig-filzig. 

R. Schleichen Wh. in Tratt., Ros. Monogr., III, p. 22; Wimm, et Grab., 
Fl. Sil., II, 1, p. 48; Wimm., Fl. Schles., ed. III, S. 624; Hausm., Fl. Tirol, 
S. 259; Neum. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 278; Bayer, Bot. Excursb., 
S. 296; Fiek, Fl. Schles., S. 126; Oborny, Fl. Mähr., S. 22; Hansgirg in Oe. 
b. Zeitschr., 1882, S. 18; Dichtl in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 132; B. 
glandulosus var. Schleichen Celak., Prodr. Fl. Böhm., p. 641. 

Durch die gedrängte ungleiche Bewehrung des Schösslings, die lockere 
schmale Rispe, die an der Frucht zurückgeschlagenen Kelchzipfel und die ziem- 
lich grossen Blüthen meist leicht zu erkennen. Von R. Metschii durch die Be- 
wehrung wesentlich abweichend. 

Waldränder, Zäune. In Schlesien zerstreut in der Ebene und im Vor- 
gebirge (Fiek). In Mähren auf der Jahodova in den Drahaner Wäldern und auf 
der Spalena an der Strasse von Prossnitz nach Drahan (Oborny). Verbreitet in 
Böhmen (Celakovsky). In Niederösterreich bei Mauer (Dichtl). In Ober- 
österreich bei Steyr (Bayer). In Tirol bei Innsbruck (Kerner exs.) und im 
Kübacherwalde bei Bozen (Hausmann). Juni bis Juli. f^. 

Obs. R. humifusus Wh. et N., Rub. Germ., p. 84, nach Focke mit 
R. Schleichen verwandt, aber noch nicht mit einer lebenden Form mit Sicher- 
heit identificirt, wird von Opiz in Sezn., p. 85, und von Neumann in Verh. 
z.-b. Ges. Wien, 1854, S. 279, in Böhmen angegeben. 

34* 



268 



E. V. Haläcsy. 



73. -R. pygmaeopsis Focke. Schösslinge niederliegend, rundlich, un- 
bereift, locker kurzhaarig, mit ungleichen, zum Theile kräftigen, rückwärts 
geneigten Stacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben drei- 
bis fünfzählig, Blättchen beiderseits wenig behaart, das endständige eiförmig oder 
elliptisch, gespitzt, am Grunde gerundet oder seicht herzförmig; Kispe unter- 
wärts unterbrochen, durchblättert, oben gedrungen, fast ebensträussig, 
deren Achsen zottig-filzig, mit ungleichen Stacheln und Stieldrüsen dicht besetzt ; 
Kelchzipfel meist stachelborstig, nach .dem Verblühen abstehend oder 
aufgerichtet; Kronblätter elliptisch, weiss; Staubgefässe die Griff el kaum 
oder gar nicht überragend; Fruchtknoten kahl. 

B. pygmaeopsis Focke, Sjn. Eub. Germ., p. 364; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., 
III, S. 343; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, S. 783. 

Von voriger Art durch die im oberen Theile kurze, dichte, fast eben- 
sträussige Rispe, abstehende oder aufgerichtete Kelchzipfel, kürzere Staubgefässe 
und kahle Fruchtknoten verschieden. 

Bergwälder. Bei Eberstein in Kärnten (Fächer und Jabornegg) und 
bei Salzburg (Fritsch). Juli. fi. 

XX Blüthenstiele anliegend behaart, mit zerstreuten, die Haare 
überragenden Stieldrüsen besetzt. 

74. Richtei^ Hai. Schösslinge niederliegend, rundlich, dünn, unbe- 
reift, spärlich behaart oder fast kahl, mit zerstreuten pfriemlichen Stacheln und 
Stieldrüsen besetzt, die grösseren Stacheln am Grunde verbreitert; Blätter der- 
selben dreizählig. Blättchen freudiggrün, glänzend, oberseits fast kahl, 
unterseits zerstreut behaart, bald verkahlend, das endständige eiförmig oder 
elliptisch, bespitzt, am Grunde seicht herzförmig; Eispen locker, kurz, die 
kleineren kurztraubig, die entwickelten mit langen zarten, hin- und her- 
gebogenen, 2 — 3blüthigen Blüthenstielen, deren Achsen kurzhaarig, mit 
feinen langen Nadeln und Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel zur Blüthezeit herab- 
geschlagen, nach dem Verblühen abstehend; Kronblätter elliptisch, weiss; Staub- 
gefässe die Griffel weit überragend; Fruchtknoten kahl. 

R. Richten Hai. in Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 434. 

Eine sehr zierliche Waldbrombeere, mit rothbraunen Achsen und ebenso 
gefärbten Stacheln; hiedurch, sowie durch die freudiggrünen, fast kahlen Blätter 
und die lockere, mit sehr langen, dünnen, gebogen abstehenden Aestchen versehene 
Elspe sehr auffällig. Durch die verhältnissmässig sparsame Bewehrung von allen 
übrigen Glandulosen abweichend und eher zu den Adenophori neigend, der langen 
Stieldrüsen wegen aber doch zu den ersteren einzureihen. 

Wälder auf dem ,p] ichberge bei Gloggnitz in Niederösterreich (Eichter 
exs.). Juli. \i. 

XXX Blüthenstiele kurzhaarig, dicht mit langen Borsten und Stiel- 
drüsen besetzt. 

75. JR, iusolatus P. J. Müll. Schösslinge bogig-niederliegend, rund- 
lich, unbereift, locker behaart, mit zahlreichen ungleichen, zum Theile 



Oesterreichische Bromheeren. 



269 



sicheligen Stacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen dicht besetzt; 
Blätter derselben dreizählig, Blättehen derb, beiderseits wenig behaart, das end- 
ständige eiförmig oder elliptisch, zuweilen fast rundlich, kürzer oder länger be- 
spitzt, am Grunde seicht herzförmig; Rispe ziemlich lang, durchblättert, 
mit ob er war ts genäherten Aestchen, deren Achsen dicht mit sicheligen 
oder rückwärts geneigten Stacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt; Kelch- 
zipfel dicht drüsenborstig, nach dem Verblühen aufrecht, zuletzt halb zurück- 
geschlagen; Kronblätter schmal, weiss; Staubgefässe die Griffel über- 
ragend; Fruchtknoten flaumig. 

B. insolatus P. J. Müll, in Flora, 1858, S. 166; Focke, Syn. Ruh. Germ., 
p. 374; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. 
Wien, 1888, S. 783; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22; B. hirtus var. insolatus 
Hai. u. Br., Nachtr, Fl. Niederöst., S. 337; B. hirtus var. subaculeatus Borb. in 
Oe. b. Zeitschr., 1883, S. 151; B. subaculeatus Borb., Vasvär. Fl., p. 300. 

Dem B. hirtus zunächst verwandt und von demselben durch die viel der- 
bere Bestachelung. kleinere Blättchen und den zusammengesetzten Blüthenstand 
verschieden. Vielleicht nur eine durch den sonnigen Standort bedingte Varietät 
desselben. Borbäs hält a. a. 0. den Müller'schen B. insolatus von dem Focke's 
und also auch von unserer Pflanze verschieden. Da ich keine Müller'schen 
Exemplare gesehen habe, wage ich bei so kritischen Formen auf Grund der Be- 
schreibungen allein kein Urtheil abzugeben, wie weit eine Trennung derselben 
berechtigt ist oder nicht, und halte mich vorläufig nach dem Monographen. 

Wegränder, sonnige Plätze. In Mähren bei Wolschy (Formänek). In 
Niederösterreich bei Schlöglmühl und Gloggnitz (Heimerl). In Steiermark in 
der mittleren Region des Wechsels bei Friedberg (Borbäs). Im Wildshuter 
Bezirke in Oberösterreich (Vierhappe r). Bei Salzburg (Fritsch). Juni bis 
Juli. \i. 

y. Schösslinge rundlich. Stacheln ungleich, schwach, pfriemlich oder 
nadelig. 

X Staubgefässe mehrreihig, länger oder doch so lang als die Griff'el. 
o Blättchen mit schmaler aufgesetzter Spitze. 

76. -R. Bellardii AVli. et N. Schösslinge niederliegend, rundlich, 
bereift, sparsam behaart, dichtstachelig und stieldrüsig; Blätter derselben 
fast alle dreizählig. Blättchen weich, hellgrün, oberseits anliegend, unterseits 
kürzer und dichter behaart, das endständige elliptisch, am Grunde ab- 
gerundet, zuweilen etwas ausgerandet; Rispe kurz, locker, mit sperrigen, 
unterwärts achselständigen, meist dreiblüthigen, oberwärts zwei- 
bis einblüthigen Aesten, deren Achsen behaart, feinstachelig, dicht roth- 
drüsig; Kelchzipfel etwas filzig und drüsenborstig, nach dem Verblühen aufge- 
richtet; Kronblätter schmal, spatelig, weiss; Staubgefässe reichlich so lang 
wie die grünlichen Griffel; Fruchtknoten kahl. 

B. Bellardi Wh. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, 
p. 688; Wimm, et Grab., Fl. Sil., p. 41; Wimm., Fl. Schles., ed. III, p. 623; 



270 



E. V. Haläcsy. 



Focke, Syn. Rub. Germ., p. 382; Oborny, Fl. Mähr., S. 971; Fach. u. Jab., 
Fl. Kärnt., III, S. 346; Celak. in Sitzungsb. böbm. Ges. Wiss., 1887, p. 635; 
Öpitzner, Kvet. okr. prostej., p. 100; Fritsch in Verb. z.-b. Ges. Wien, 1888, 
S. 783; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22; ? R. glandulosus Beil., App. Fl. 
Ped., p. 24; Hausm., Fl. Tirol, S. 259; B. hirtus Ecbb., Fl. Germ, exe, p. 607, 
non W. K. ; B. hyhridus aut. mult., non Vill. ; B. glandulosus var. Bellardii Neum. 
in Verb. z.-b. G. Wien, 1854, S. 279; B. glanduloso-hirtus Neum., 1. c; B. hirtus 
var. gläbratus Neum., 1. c. und B. rubens Neum., 1. c. 

Eine in typischer Form durch die elliptischen Blättchen mit aufgesetzter 
lanzettlicher oder lineal-lanzettlicher, oft gebogener Spitze leicht kenntliche Art. 
Die Blätter sind grösstentheils alle dreizählig, doch scheinen bei uns Exem- 
plare mit fünfzähligen und unvollkommen fünfzähligen Blättern nicht zu selten 
zu sein. Die oben citirten, in den Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen 
Gesellschaft in Wien nur dem Namen nach angeführten Bul)i gehören, so weit man 
dieselben nach den zuweilen recht mangelhaften, im Herbare der Gesellschaft 
befindlichen Exemplaren beurtheilen kann, sämmtlich hieher. 

Aendert ab: 

ß. suhalpinus. Blättchen freudiggrün, glänzend; untere Eispenäste weit 
entfernt, mit dreizähligen Blättern gestützt; Stieldrüsen heller; Kelchzipfel lang 
zugespitzt, grün, anliegend behaart. 

B. calyculatus Eicht, in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1887, S. 199, non Kaltenb. 

y. glaucophyllus Celak. Blättchen steif, unterseits hell graulichgrün, 
nur an den Hauptnerven spärlich behaart, das endständige eiförmig oder verkehrt- 
eiförmig, am Grunde herzförmig; gut entwickelte Eispen ziemlich umfangreich, 
mit mehrblüthigen Aesten. 

B. glandulosus subsp. glaucophyllus Celak. in Sitzungsber. böhm. Ges. Wiss., 
1887, p. 634. 

Eine schöne, sehr auffallende Varietät, die vielleicht als selbstständige Art 
aufzufassen sein wird. Von Heimerl schon im Jahre 1882 am Originalstandorte 
gesammelte Exemplare scheinen die Staubgefässe am Grunde rothgefärbt zu haben. 

Bergwälder. Bei Klein-Hradisko, Plumenau (Spitzner), auf der Javorina 
in Mähren und im Tetschener Gebiete in Schlesien (Oborny), überall in den 
Vorbergen des Gesenkes und im Eiesengebirge (Wimm er), dann im nördlichsten 
Böhmen (Celako vsky), bei Georgswalde, Kleinskal, Nixdorf, Eumburg (Neu- 
mann). In Niederösterreich bei St. Pölten (Hackel exs.). In Oberösterreich beiHoch- 
bruck und am Tannberg (Vierhapper). In Salzburg (Fritsch). In Vorarlberg 
bei Bregenz (Hausmann). Kärnten: Bei St. Leonhard, St. Kunigund bei Türn im 
Lavantthale (Fächer und Jabornegg). Die var. ß. in Niederösterreich in der 
Prein bei Eeichenau und eine Form mit kurzen Eispenästen am Abhänge der 
Eams gegen Kirchberg am Wechsel (Eicht er exs.). Die var. y. zwischen Heil- 
brunn und Schlagles bei Gratzen in Südböhmen (Celako vsky). Juni bis Juli. fi. 

Obs. B. asper Yresl, Del. Prag., p. 222; Kostel., Clav, analyt., p. 69; 
Ortm. in Flora, 1835, S. 493, Böhmen bei Tucap im Taborer Kreise und auf 



Oestcrreicliische Brombeeren. 



271 



dem Parer im Leitmeritzer Kreise (Ort mann), scheint der Beschreibung nach 
hieher zu gehören. 

77. Ii, vindohoiietisis Sabr. Schösslinge niederli^geud, rundlich, 
bereift, kahl, dichtstachelig und stieldrüsig; Blätter derselben fussförmig- 
fünfzählig, Blättchen hellgrün, oberseits fast kahl, unterseits spärlich behaart, 
das endständige breitelliptisch oder fast rundlich, am Grunde herz- 
förmig; Rispe umfangreich, pyramidal, durchblättert, mit vielblüthigen 
Aesten, deren Achsen kurzfilzig, mit gelblichen Nadelstacheln und Stieldrüsen 
dicht besetzt; Kelchzipfel grün, gelbborstig, nach dem Verblühen abstehend; Kron- 
blätter länglich, grünlichweiss; Staubgefässe die grünlichen Griffel über- 
ragend; Fruchtknoten kahl. 

B. vindobonensis Sabr. in Deutsch, bot. Monatsschr., 1889, S. 131; B. 
eurythyrsos Sabr. u. Br. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 82, non G. Braun. 

Eine zierliche Art. Durch die umfangreiche, mit dünnen Aesten versehene 
Eispe, die gelbliche Bestachelung, die lebhaft grünen Blätter, fast rundliche End- 
blättcheu und die länglichen, grünlichweissen Ki'onblätter sehr auffällig. Die 
Kelchzipfel sind meist schon während der Blüthe abstehend und dürften sich zur 
Fruchtreife wahrscheinlich gänzlich aufrichten, die Autoren scheinen jedoch keine 
Finchtexemplare gesehen zu haben, da sie diessbezüglich nichts weiter erwähnen. 

Am Fusse des Exelberges bei Neuwaldegg und an der TuUnerstrasse gegen 
die Sofienalpe zu in Niederösterreich (Sabransky und Braun). Juli. % 

78. -ß. Wittingii, Schösslinge niedrigbogig, ziemlich kräftig, rund- 
lich, unbereift, sparsam behaart, dicht rothdrüsig, mit ziemlich zerstreuten, 
rückwärts geneigten, pfriemlichen Stacheln besetzt; Blätter derselben dreizählig, 
lederig, dunkelgrün, oberseits fast kahl, unterseits spärlich behaart, das end- 
ständige rundlich-herzförmig; Rispe verlängert, reichblüthig, unter- 
wärts mit mehreren entfernten achselständigen Aesten, der obere Theil ziem- 
lich gestutzt, deren Achsen kurzfilzig, mit Nadelstacheln besetzt, durch 
dicht stehende dunkle Borsten und Stieldrüsen violettroth; Kelchzipfel 
dicht rothdrüsig, nach dem Verblühen abstehend; Kronblätter eiförmig, weiss; 
Staubgefässe griffelhoch; Griffel am Grunde röthlich; Fruchtknoten 
fast kahl. 

FÄne durch die dunkelrothe Bedrüsung an M. hirüis erinnernde Art; die 
runden, mit einer kurzen aufgesetzten Spitze versehenen Endblättchen, der zu- 
sammengesetzte Blüthenstand, die grossen Blüthen und die röthlichen Griffel 
unterscheiden R. Wittingii jedoch hinlänglich von diesem. Dem J^. Kalten- 
hachii Metsch steht er ebenfalls, insbesonders auch durch die röthlichen Griffel 
nahe, doch hat dieser ganz anders geformte Blättchen. An einigen Blüthen sind 
auch die Kelchzipfel innen am Grunde, sowie auch die Staubgefässe röthlich ge- 
färbt. Mit den beiden vorangeführten Arten hat derselbe, ausser den kurz be- 
spitzten Blättchen, wenig gemein. 

Im Eichholzgraben unweit' Villach in Kärnten von E. Witting entdeckt 
und ihm hiemit freundlichst gewidmet. Juli. \i. 



272 



E. V. Haläcsy. 



Blättchen allmälig zugespitzt. 
— Schösslinge zerstreut behaart. 

79. K, serpens Wh. Schösslinge uiederliegend, rundlich, bereift, 
diclitstachelig und stieldrüsig; Blätter derselben dreizählig oder fussförmig-fünf- 
zählig, Blättchen beiderseits grün und kurzhaarig, das endständige eiförmig oder 
herz-eiförmig, lang zugespitzt; Eispe kurz, traubig oder etwas verlängert 
und mehrblüthig, mit unterwärts traubigen Aesten; deren Achsen kurz- 
filzig, mit ungleichen Stieldrüsen und Nadeln dicht besetzt; Kelch zipfel grün- 
lich, dicht borstig, zur Blüthezeit locker zurückgeschlagen, zur Fruchtzeit 
aufrecht; Kronblätter länglich, weiss; Staubgefässe etwas länger als die 
Griffel; Fruchtknoten kahl. 

B. serpens Wh. in Lej. et Court., Fl. Belg., II, p. 172; Fach. u. Ja b., 
Fl. Kämt., III, S. 344; Formän. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128 u. 207; 
Spitzner in Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 145; Vierhapper, Prodr. Fl. Innkr., 
V, S. 22. 

Durch die zerstreut behaarten, bereiften Schösslinge, die zumeist fünf- 
zähligen Blätter, den kurzen, unterwärts mit mehrblüthigen Aesten versehenen 
Blüthenstand und die verhältnismässig grossen Blüthen auffällig. Das von Focke 
hervorgehobene Merkmal der gedi-ängten kurzen und zerstreuten langen Stiel- 
drüsen in der Eispe finde ich nicht durchgreifend. 

Bergwälder. In Mähren beim Silnicker Teiche nächst Gr.-Bitesch, im 
Brandwalde bei Deutsch-Märzdorf (Form an ek), bei Protivanov nächst Bosko- 
witz (Spitzner). Oberösterreich: Bei Wildshut, Ettenau, Ibm, Eothenbuch (Vier- 
happer). In Tirol im Farnthale bei Hall (Gremblich) und im Liesergraben 
bei Spittal in Kärnten (Fächer und Jabornegg). Juli. fi. 

80. H, rivularis P. J. Müll. Schösslinge niederliegend, rundlich, 
schwach bereift, dichtstachelig und stieldrüsig; Blätter derselben dreizählig oder 
fussförmig-fünfzählig. Blättchen beiderseits grün und kurzhaarig, das endständige 
herz-eiförmig, lang zugespitzt; Eispe ansehnlich, verlängert, unterwärts 
durchblättert, unterbrochen, deren Achsen kurzfilzig, mit Nadelstacheln 
und ungleichen Stieldrüsen dicht besetzt; Kelchzipfel locker filzig, sammt den 
Blüthenstielen rothdrüsig, nach dem Verblühen abstehend oder auf- 
gerichtet; Kronblätter verkehrt -eiförmig, weiss; Staubgefässe deutlich 
länger als die Griffel; Fruchtknoten filzig-kurzhaarig. 

B. rivularis P. J. Müll, et Wirtg. in Herb, Eub. Ehen., ed. I, Nr. 104; 
Flora, 1859, S. 237; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22; Spitzner, ap. Ob orny 
in Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 422; B. hrachyandrus Spitzner, Kvet. okr. prostej., 
p. 100, laut handschriftlicher Correctur. 

Dem B. serpens verwandt und von demselben durch den verlängerten, 
durchblätterten Blüthenstand, lange Staubgefässe und behaarte Fruchtknoten 
verschieden. Die Blüthen sind ebenfalls ansehnlich. Von B. hirtus und dessen 
Formen ist derselbe durch die Tracht, die ansehnliche Eispe und grössere Blüthen 
und Früchte verschieden. 



Oesterreichische Brombeeren. 



273 



Aendert ab: 

ß. prionophyllus Progel. Schösslingsstachelii feiner, dichter stehend; 
Blättchen meist dichter behaart, das endständige breit, rundlich-eiförmig; Elspe 
oben gedrungen. 

i?. rivularis subsp. prionophyllus Prog. in VIII. Ber. Bot. Ver. Landsh., 
S. 98; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128. 

y. laetevirens Progel. Schösslingsstacheln klein, aber zerstreut; die 
äusseren Seitenblättchcn beinahe sitzend; Rispenachsen dicht stieldrüsig, aber 
wonig bestachelt; Rispe locker; Fruchtknoten flaumig, seltener kahl. 

R. laetevirens Progel, 1. c, S. 95; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128; 
Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22. 

Nach mir vorliegenden Original-Exemplaren halte ich B. laetevirens Prog. 
und B. rivulaHs subsp. prionophyllus Progel für sehr wenig verschieden. Der 
Schössling und der Blätterstengel soll bei ersterem wenig bestachelt, oder letzterer 
wie die Blüthenstiele fast wehrlos sein, die Rispe locker, während beim zweiten 
die Achsen dicht bestachelt und die Rispe oben gedrungener sein soll. Merkmale, 
die thatsächlich an Progel 'sehen Exemplaren selbst nicht immer zutreffen, da 
bei beiden vermeintlichen Arten die gut entwickelten Rispen gleich nadelstachelig 
und oberwärts mehr weniger gedrungen sind, und selbst wenn sie zutreffen würden, 
meines Erachtens als Artunterschiede nicht genügen würden. Die fast sitzenden 
äusseren Seitenblättchen des R. laetevirens dürften noch das beste Unterscheidungs- 
merkmal abgeben. 

Feuchte Waldi)lätze. In Mähren bei Hartmanitz (Spitzner). In Ober- 
österreich in den Salzach -Auen bei Wildshut, bei Ettenau (Vierhapper). Die 
var. ß. in Mähren bei Potylky nächst Strilek (Form an ek); am Stangensteig bei 
Innsbruck in Tirol (Gremblich exs.); die var. y. bei dem Silniker Teiche nächst 
Gr. -Bitesch in Mähren (Formänek); dann bei Wildshut und Ueberackern in 
Oberösterreich (Vierhapper). Etwas abweichende Formen auch in Niederöster- 
reieh, so an der Tullnerstrasse oberhalb Neuwaldegg mit dichtfilzigen Frucht- 
knoten (Halacsy exs.) und im Rehgraben bei Gloggnitz (Richter exs.). Juli. f^. 

Obs. R. longiramulus Sabr., ap. Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128, 
und R. ischnoclodus Progel, ap. Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22, beide 
unmittelbar nach jR. rivularis aufgezählt, sind mir, da ich weder eine Beschrei- 
bung derselben gefunden, noch Exemplare gesehen habe, völlig unbekannt. 

81. JJ. Preissmmmi, Schösslinge dünn, niederliegend, rundlich, un- 
bereift, mit pfriemlichen, rückwärts geneigten Stachelchen und Stieldrüsen besetzt; 
Blätter derselben fussförmig-fünfzählig, Blättchen gross, dunkelgrün, beiderseits 
kurzhaarig, das endständige elliptisch oder verkehrt-eiförmig, kürzer oder länger 
bespitzt; am Grunde seicht ausgerandet; Rispe ansehnlich, verlängert, 
locker, meist blattlos, deren Achsen abstehend langhaarig, mit Nadelstacheln 
und ungleichen Stieldrüsen dicht besetzt; Kelchzipfel grün, lockerfilzig, drüsig, 
nach dem Verblühen, wie auch an der Frucht herabgeschlagen; Kron- 
blätter verkehrt-eilänglich, weiss; Staubgefässe die Griffel weit über- 
ragend; Frachtknoten filzig-kurzhaarig. 

Z. B. Ges. B. XLI. Abb. 35 



274 



E. V. Haläcsy. 



Die Schösslinge sind sehr dünn und stehen dadurch im lebhaften Con- 
traste mit den grossen, an R. macrophyllus erinnernden Blättern und der oft 
ansehnlichen Elspe. Die Stacheln an denselben sind ziemlich zerstreut, gelblich 
und sehr schwach, die Stieldrüsen ebenfalls ziemlich sparsam. Die Blätter, fast 
ausschliesslich fussförmig-fünfzählig, sind lang gestielt, Blättchen dünn, dunkel- 
grün, die äusseren seitlichen ebenfalls lang gestielt. Elspe bei gut entwickelten 
Zweigen lang, reichblüthig, meist gänzlich unbeblättert, nur ein bis zwei untere 
entfernte Eispenäste eventuell achselständig. Kelchzipfel grün, weiss berandet, 
mit hellen oder doch wenig gefärbten Stieldrüsen besetzt, stets zurückgeschlagen 
und durch dieses Merkmal von den verwandten Arten wesentlich verschieden. Die 
Staubgefässe sind lang. Griffel in der Eegel grünlich, doch beobachtete ich auch 
an einzelnen Blüthen röthlich gefärbte. In der Tracht ist B. Preissmanni dem 
B. vindohonensis noch am ähnlichsten, dieser unterscheidet sich jedoch vom 
ersteren durch bereifte Schösslinge, viel kleinere Blätter, breitelliptische oder fast 
rundliche, am Grunde herzförmige Endblättchen und die nach dem Verblühen 
abstehenden, zur Fruchtzeit wahrscheinlich sich aufrichtenden Kelchzipfel. 

Häufig in Wäldern bei Mariagrün nächst Graz in Steiermark; von E. Preiss- 
mann entdeckt und ihm hiemit freundlichst gewidmet. Juli. 

= Schösslinge dicht behaart. 

82. R. hirtus W. et K. Schösslinge niederliegend oder kletternd, rundlich, 
meist bereift, dicht mit pfriemlichen, rückwärts geneigten Stacheln und Stiel- 
drüsen besetzt; Blätter derselben vorwiegend dreizählig, seltener fussförmig-fünf- 
zählig. Blättchen oberseits matt, dunkelgrün, zerstreut behaart, zuletzt fast kahl, 
unterseits blassgrün, auf den Nerven abstehend-weichhaarig, das endständige in 
der Eegel breitelliptisch, ziemlich kurz bespitzt, am Grunde abgerundet; Elspe 
mässig entwickelt, unten durchblättert, mit ziemlich kurzen, wenigblüthigen 
Seitenästen, deren Achsen dicht behaart, mit Nadelstacheln, langen violett- 
rothen Drüsenborsten und Stieldrüsen dicht besetzt; Kelchzipfel 
sammt den Blüthenstielchen durch zahlreiche dunkle Stieldrüsen und Borsten 
violett roth oder schwärzlich, nach dem Verblühen aufrecht; Kronblätter 
länglich verkehrt-eiförmig, weiss; Staubgefässe die Griffel überragend; Frucht- 
knoten behaart. 

U. hirtus W. et K., PI. rar. Hung., II, p. 150 et aut. plur. ; R. glandulosus 
Echb., Fl. Germ, exe, p. 607; B. hirtiformis Bayer, Bot. Excursb., S. 296, p. p.; 
R. glandulosus var. hirtus Celak., Pr. Fl. Böhm., p. 641 et 903; R. hirtus nigre- 
scens Pocke, Eub. Sei., Nr. 82; Syn. Eub. Germ., p. 372; R. nigrescens Form, in 
Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 207; R. erythrocomus G. Braun, Herb. Eub. Germ., 
Nr. 113; Form., 1. c, S. 128; R. Kaltenbachii Spitzner, Kvet. okr. prostej., p. 99, 
laut handschriftlicher Correctur, non Metsch. 

Durch die violettrothe, oft fast schwärzliche Bewehrung sehr ausgezeichnet, 
im Ganzen jedoch eine höchst veränderliche Art. Die Blättchen, in der typischen 
Gestalt breitelliptisch, sind manchmal verkehrt-eiförmig, ein anderes Mal herz- 
eiförmig, bald sind selbe schmal, bald ziemlich breit, mitunter sogar fast rundlich ; 



Oesterreichische Brombeeren. 



275 



ebenso ist die Spitze bald kurz, bald lang. Auch die Rispe zeigt die verschiedensten 
Abweichungen und ist zuweilen umfangreich und reichblüthig, bei wenig ent- 
wickelten Zweigen wieder sehr mager und fast gänzlich traubig. Selbst die doch 
bei der grössten Mehrzahl der Exemplare vorhandene dunkle Färbung der Stachel- 
borsten und Stieldrüsen verliert sich öfters an solchen, welche im dichten, für 
die Sonne undurchdringlichen Unterholz gewachsen sind. Durch verschiedene 
Combination dieser von der Norm abweichenden Merkmale entstehen dann auch 
vom typischen B. hirtus recht abweichende Individuen, die man nach Herbar- 
Exemplaren allein leicht versucht wäre, als verschiedene Arten aufzufassen und 
die auch zum Theile als solche beschrieben worden sind, zum Theile wieder mit 
anderen bekannten Arten confundirt wurden. Zu diesen zähle ich auch folgende, 
von Reichardt in den Verh. der z.-b. Ges. in Wien, 1854, S. 278—279 als 
nomina sola publicirte Neumann 'sehe Buht, von welchen Original-Exemplare 
im Herbare der Gesellschaft aufliegen : B. amoenus Neum., non Port, (der Blüthen- 
stengel, denn der auf demselben Bogen aufgespannte Schössling gehört zu B. 
catus), B. Pseudoamoenus Neum. = B. hohemicus Krasan in Verh. z.-b. Ges.Wien, 
1865, S. 359, B. Guentheri Neum., non Wh. et N., B. hirtus var. hystriciformis, 
giganteus und aciculatissimus Neum. und B. grandis Neum., letzterer eine auf- 
fallend üppige grossblättrige Form des B. hirtus. 

Bergwälder, im ganzen Gebiete verbreitet. Juni bis Juli. % 
X -R. mon tamis X hirttis. Von B. montanus Lib. durch niedrigen Wuchs, 
die mit Stieldrüsen besetzten Achsen, den schwächeren, im Alter verschwindenden 
Filz der Blattunterseite und die wenig entwickelte Rispe; von jR. hirtus durch 
den stumpf kantigen Scbössling, die spärlichere, aber kräftigere Bestachelung, helle, 
weniger zahlreiche Stieldrüsen, grössere Blüthen und die reichblüthigere Rispe 
verschieden. 

B. debilis (candicans X hirtus) Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 659. 

Laubwälder, selten. Auf dem Waldwege von Hadersdorf auf die Sofienalpe 
au einigen Stellen, auf der Sofienalpe selbst und im Payerbachgraben bei Payer- 
bach in Niederösterreich. Die Exemplare der beiden letzteren Standorte stehen 
dem B. montanus, die von Hadersdorf dem B. hirtus näher. 

83. JR, Imnprophyllus Gremli. Schösslinge niederliegend, rundlich, 
schwach bereift, mit rückwärts geneigten gelblichen Stachelchen und zahlreichen 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig, Blättchen graugrün, ober- 
seits behaart; unterseits dichthaarig schimmernd, die jüngeren selbst 
graufilzig, das endständige verkehrt-eiförmig, zugespitzt, am Grunde aus- 
gerandet; Rispe kurz, armblüthig, deren Achsen dicht abstehend behaart, 
mit gelblichen Nadeln und zahlreichen wenig gefärbten Stieldrüsen 
besetzt; Kelchzipfel graufilzig, zum Theile rothdrüsig, nach dem Verblühen auf- 
recht; Kronblätter länglich, weiss; Staubgefässe etwas länger wie die Griffel; 
Fruchtknoten wenig behaart. 

B. lamprophyllus Gremli in Oe. b. Zeitschr., 1871, S. 94; Excursfl. Schweiz, 
IV. ed., S. 145; Pocke, Syn. Rub. Germ., p. 381. 

35* 



276 



E. V. Haläcsy. 



Eine kleine Waldpflanze, durch die . dichte Behaarung der Achsen und der 
Blattunterseite, die gelblichen zerstreuten Nadelstacheln und die wenig gefärbten 
Stieldrüsen bemerkenswerth. In der Oesterreichischen botanischen Zeitschrift stellt 
G rem Ii dieselbe in die G-ruppe mit fast sitzenden Seitenblättchen, also in die 
der Orthacanthi Focke's, später scheint er sich jedoch von der Unrichtigkeit 
seiner anfänglichen Beobachtung überzeugt zu haben, denn in der Excursions- 
flora für die Schweiz steht dieselbe bereits unter den Arten mit deutlich gestielten 
Seitenblättchen und Focke reiht sie auch unter seinen Glandulosen ein. 

Wälder am Eichberg bei Gloggnitz in Niederösterreich (Richter exs.), 
offenbar weiter verbreitet. Juni bis Juli. f^. 

84. jB. pauciflorus Hai. Schösslinge niederliegend, dünn, rundlich, 
schwach bereift, mit schwachen, sehr kurzen, zerstreuten Stacheln und zerstreuten 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig, selten unvollkommen fünfzählig, 
Blättchen gross, grün, oberseits spärlich, unterseits an den Nerven behaart, das 
endständige elliptisch, am Grunde abgerundet, lang zugespitzt; Rispe 
aus zwei bis vier entfernten wenigblüthigen, vongrossen dreizähligen 
Blättern gestützten und von diesen überhöhten Aesten bestehend, 
deren Achsen abstehend behaart, mit zerstreuten feinen Nadeln und erst oberwärts 
dichter werdenden Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel grünlich, nach der Blüthe 
herabgeschlagen, später abstehend; Kronblätrer länglich, weiss; Staubgefässe die 
Griffel weit überragend; Fruchtknoten kahl. 

R. pauciflorus Hai. in Oe. b. Zeitschr., 1891, p. 12. 

Eine eigenthümliche, mit keiner anderen zu vergleichende Art, ganz und 
gar nicht von der Tracht der übrigen Glandulosen, von welchen dieselbe übrigens 
auch durch die nur mit sehr spärlichen Stieldrüsen besetzten Schösslinge ab- 
weicht. Der rundlichen, schwachen, mit sehr feinen Nadeln bewehrten Schöss- 
linge und der an den Blüthenstielen befindlichen längeren Stieldrüsen halber 
andererseits auch nicht in die Gruppe der Radulae zu stellen. Sehr auffällig ist 
bei B. pauciflorus der mit grossen dreizähligen Blättern versehene und in diesen 
förmlich verborgene reducirte Blüthenstand. 

In schattigen Wäldern bei Brünnl und Georgenthal nächst Gratzen in Süd- 
böhmen (Heimerl). August. %. 

Obs. B. adenodes Dichtl in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 132. 
„Schösslinge rundlich, mit wenigen schwachen, strohgelben, etwas geneigten 
Stacheln, zahlreichen Nadeln und Stieldrüsen, sonst unbehaart; Blätter dreizählig, 
oberseits dunkelgrün, schwach striegelhaarig, unterseits blasser und zartfilzig, End- 
blättchen verkehrt-eiförmig-elliptisch, lang zugespitzt; Blüthenäste mit zahlreichen 
geneigten Stacheln, Nadeln, langen rothköpfigen Drüsen und krauser Behaarung ; 
Rispen lang und locker, die unteren Aeste in den Blattwinkeln dreizähliger 
Blätter; Kelche beiderseits filzig, zurückgeschlagen, lang zugespitzt, mit Stiel- 
drüsen und Nadeln; Blumenblätter schmal, verkehrt-eiförmig, weiss; Fruchtknoten 
dicht behaart". Dichtl, 1. c. Laubwald auf dem Hermannskogel bei Wien 
(Wiesbaur). 




Oesterreichischo Brombeeren. 



277 



■ Ich bin weder nach der eben citirten Diagnose, noch auch nach Einsicht 
eines einzigen, wenig instnictiven Original-Exemplars im Stande, mir ein Urtheil 
über diese Art zu bilden und muss es daher der Zukunft überlassen, über die- 
selbe eine endgiltige Entscheidung zu treffen. 



85. -B. Chientlieri Wh. et X. Schösslinge niederliegend, dünn, rundlich, 
meist unbereift und ziemlich dicht behaart, mit pfriemlichen Stachelchen und 
zahlreichen ungleichen Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben meist dreizählig, 
seltener fussförmig-füuf zählig. Blättchen dunkelgrün, beiderseits anliegend 
behaart, das endständige elliptisch oder eiförmig, am Grunde ausgerandet, zu- 
gespitzt; Rispe bald kurz und wenigblüthig, bald verlängert, mit ent- 
fernten, achselständigen unteren Aesten, deren Achsen kurz graufilzig, mit zer- 
streuten Nadelstacheln und dicht stehenden schwarzrothen Stieldrüsen besetzt; 
Kelchzipfel sammt den Blüthensti eichen dicht rothdrüsig und borstig, nach dem 
Verblühen herabgeschlagen, später aufrecht; Kronblätter klein, weiss; Frucht- 
knoten kahl oder spärlich behaart. 

R. Guentheri W. et N. in Bluff et Fingerh., Comp. Fl. Germ., I, p. 670; 
Wimm, et Grab., Fl. Sil., II, 1, p. 54; Schloss., Anleit., S. 145; Focke, Syn. 
Eub. Germ., p. 376; Hinterh. u. Pichlm., Prodr. Fl. Salzb., p. 63; Progel in 
VIII. Ber. bot. Ver. Landsh., S. 108; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, S. 345; Sabr. 
in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 82; Formän. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128; Dichtl 
in Deutsch, bot. Monatsschr., 1886, S. 132; R. hirtus var. Chamaehatus Wimm, 
et Grab., Fl. Sil., II, 1, p. 41; R. coloratus Gremli, Fl. Schweiz, ed. IV, p. 143. 

Eine durch das dunkle Colorit, die wenig behaarten Blätter, die kleinen 
Blüthen, kurzen Staubgefässe und rothen Griffel leicht kenntliche Art. Die Be- 
haarung des Schösslings ist variabel, manchmal ist dieselbe unbedeutend, ein 
anderes Mal wieder dicht. Ebenso ist es mit der Rispe, die zwar zumeist kurz und 
wenigblüthig ist, an kräftig entwickelten Stengeln jedoch ziemlich umfangreich 
und reichblüthig wird. Die Bedrüsung ist stets dunkelroth. Die Griffel sind in 
der Regel purpurn, doch findet man zuweilen Exemplare mit gelblichen Griffeln, 
bei denen aber doch auch, wenigstens am Grunde, ein Stich ins Röthliche zu 
sehen ist. 

Bergwälder. In Schlesien im Riesengebirge und in Böhmen (Focke), auf 
dem Cerchow im Böhmerwalde (Progel). In Mähren um Solanetz (Schlosser), 
Ho.stein (Formänek). Niederösterreich: Zugberg bei Kalksburg (Dichtl), auf 
der Tullnerstrasse und der Sofienalpe bei Wien (Sabrausky), bei Ober-Tullner- 
bach (Haläcsy). Oberösterreich: Bei Steyr (Bayer und Focke), St. Gilgen 
(Kremer exs.). Salzburg: Bei Salzburg (F ritsch), Lofer und Saalfelden (Hinter- 
huber und Pichlmayer). In Tirol (Kerner ex Focke). Kärnten: Am Kreuz- 
berg bei Klagenfurt, am Gailbergsattel zwischen Oberdrauburg und Kötschach 
(Fächer und Jabornegg). In Steiermark in der Briel bei Hartberg (Preiss- 
mann exs.). Juli. fi. 



XX Staubgefässe kürzer als die Griffel, fast einreihig, 
o Griffel purpurn. 



278 



E. V. Haläcsy. 



86. R. polyacanthus Oremli. Schösslinge niedeiiiegend, dünn, rund- 
lich, bereift oder unbereift, dicht behaart, mit pfriemlichen Stachelchen und 
zahlreichen ungleichen Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben meist dreizählig, 
Blättchen dunkelgrün, beiderseits behaart, unterseitsvon dichteren Haaren 
seidig schimmernd, das endständige elliptisch oder eiförmig, am Grunde 
seicht herzförmig; Rispe abstehend ästig, oft sehr reichblüthig und 
durchblättert, locker, deren Achsen kurzfilzig, mit zerstreuten Nadelstacheln 
und dicht stehenden dunkel gefärbten Stieldrüsen besetzt; Kelchzipfel sammt 
den Blüthenstielen dicht rothdrüsig und borstig, nach dem Verblühen abstehend, 
später aufrecht; Kronblätter klein, weiss; Fruchtknoten filzig. 

B. polyacanthus Gremli in Oe. b. Zeitschr., 1871, S. 95; Focke, Syn. 
Rub. Germ., p. 380; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, S. 346; Sabr. in Deutsch, 
bot. Monatsschr., 1890, S. 8. 

Der vorigen Art sehr ähnlich und von derselben hauptsächlich durch die 
dichte Behaarung der Blattunterseite und die filzigen Fruchtknoten verschieden. 

Aendert ab: 

ß. chlorosericeus Sabr. Schössling bereift, filzig behaart, mit derberen 
Stacheln bewehrt; Blättchen unterseits weichsammtig. 

B. Guentheri var. chlorosericeus Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S.'82; 
B. glandulosus subsp. microstemon Celak. in Sitzungsb. böhm. Ges. Wiss., 1888, 
p. 499. 

Ich stelle diese interessante, von Sabransky als Varietät des B. Guentheri 
aufgestellte Form hieher, da sie mir mit B. polyacanthus, vermöge der Beklei- 
dung, näher verwandt zu sein scheint. B. glandulosus subsp. microstemon 
Celak., den ich nur nach der kurzen Beschreibung kenne, dürfte nach letzterer 
mit jener identisch sein. Vielleicht wird mau übrigens in Zukunft, auf Grund 
eines reicheren Materials, als mir zur Zeit zur Verfügung steht, diese Formen 
sammt B. polyacanthus mit B. Guentheri in eine Art zu vereinigen haben. 

Wälder. In Oesterreich an verschiedenen Orten (Focke). In Niederöster- 
reich bei Kirchberg am Wechsel (Sabransky); in Steiermark bei Traföss unter- 
halb Bruck a. d. Mur (Preissmann exs.); in Kärnten bei Tiffen (Fächer und 
Jabornegg). Salzburg: Bei Aigen (Stohl), eine sehr grossblättrige Form, mit 
umfangreicher, unbeblätterter, reichblüthiger Rispe. Die var. ^3. auf der Sofien- 
alpe bei Wien (Sabransky) und in Südböhmen auf dem Hochwaldberge bei 
Heilbrunn (Celakovsky). Juli. f^. 

o Griffel gelblichgrün. 

87. It, erythrostachys Sabr. Schösslinge niederliegend, rundlich, 
schwach bereift, dicht behaart, dicht mit pfriemlichen Stacheln und Stieldrüsen 
besetzt; Blätter derselben dreizählig, Blättchen lederig, beiderseits grün und 
zerstreut behaart, das endständige herz-eiförmig, zugespitzt; Rispe meist 
mässig entwickelt, unten durchblättert, mit ziemlich kurzen, wenigblüthigen 
Seitenästen, deren Achsen dünnfilzig, mit sehr langen violettrothen 



Oesteneichisclio Brombeeren. 



279 



Drüsenborsteil und Stieldrüsen dicht besetzt; Kelehzipfel durch dicht 
stehende Stieldrüsen und Borsten violett roth oder schwärzlich, nach dem 
Verblühen aufrecht; Kronblätter elliptisch, weiss; Fruchtknoten kahl oder behaart. 

B. Guentheri var. erythrostachys Sabr. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1886, 
S. 91; Oe. b. Zeitschr., 1886, S. 291; B. gracilis Hol. in Oe. b. Zeitschr., 1873, 
S. 380; Spitzner in Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 145, non Presl; B. longistylus 
Borb., Vasvarm. flor., 1887, p. 300; B. vinodorus Sabr. in Deutsch, bot. Monatsschr., 
1890. S. 6. 

Dem B. hirtus am ähnlichsten, durch die kurzen Staubgefässe von dem- 
selben jedoch sofort zu unterscheiden. Die Exemplare Sabransky's sowohl, als 
auch die übrigen von mir untersuchten unseres Gebietes unterscheiden sich vom 
ungarischen B. gracilis Holuby's nur in der Behaarung des Fruchtknotens. 
Bei diesem sind dieselben nämlich, wie es schon Holuby richtig angibt, dicht 
filzig, während sie bei jenen stets sehr wenig behaart oder fast kahl sind. Ein 
Merkmal, welches, da die übrigen Charaktere gleich sind, nicht hinreichend ist, 
um beide Formen zu trennen. 

Waldränder, Holzschläge. In Mähren bei Protivanov nächst Boskowiiz 
(Spitzner). In Niederösterreich bei Gloggnitz und Neuwaldegg (Haläcsy), 
ferner am Nebelstein an der niederösterreichisch-böhmischen Grenze (Heimerl). 
Die Exemplare der beiden letzteren Standorte mit ungewöhnlich langen, unter- 
brochenen, durchblätterten Rispen. Auch am Cerchovstock des Böhmerwaldes 
(Sabransky). Juli. fi. 

88. -K. Bayeri Focke. Schösslinge niederliegend, rundlich, unbereift 
oder schwach bereift, wenig behaart, mit ungleichen, zum Theile mit breitem 
Grunde aufsitzenden nadeligen Stacheln und zahlreichen Stieldrüsen besetzt; 
Blätter derselben drei- und fünfzählig, Blättchen beiderseits grün und spärlich 
behaart, das endständige breitelliptisch oder eiförmig, am Grunde seicht ausge- 
randet, zugespitzt; Rispe ziemlich schmal, unterwärts durchblättert, mit kurzen 
Aesten, deren Achsen kurzhaarig, mit kurzen Nadelstacheln und 
zahlreichen hellen oder seltener dunkelrothen Stieldrüsen besetzt; 
Kelchzipfel grünlich- oder rothdrüsig, nach dem Verblühen aufrecht; 
Kronblätter länglich, weiss; Fruchtknoten kahl oder behaart. 

B. Bayeri Focke in Oe. b. Zeitschr., 1868, S. 99; Syn. Rub. Germ., p. 378; 
Hai. u. Br., Nachtr. Fl. Niederöst., S. 337; Progel in VIII. Ber. botan. Ver. 
Landsh., S. 104; Oborny, Fl. Mähr., S. 971; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, 
S. 345; Preissm. in Oe. b. Zeitschr., 1885, S. 263; Formän. in Oe. b. Zeitschr., 
1887, S. 207; Spitzn., Kvet. okr. prostej., p. 99; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, 
S. 22; B. pygmaeus Bayer, Botan. Excursb., S. 296, non Wh. et N.; B. hirti- 
formis Bayer, 1. c, pro p. 

Von voriger Art durch wenig behaarte, zuweilen ganz kahle Schösslinge, 
kürzere, schmälere und dichtere Rispe, die kurzhaarigen, mit lichten oder doch 
heller gefärbten Stieldrüsen und kurzen Nadeln bewehrten Achsen und Kelch- 
zipfel verschieden. Die sehr dichte, aus ungemein langen purpurnen Nadel- 



280 



E. V. Haläcsy. 



stacheln und schwarzrothen Stieldrüsen und Borsten bestehende Bewehrung des 
Ii. erythro stachys verleiht diesem einen von R. Bayeri gänzlich verschiedenen 
Habitus. 

Aendert ab: 

ß. gracilescens Progel. Bestach elung sehr schwach, Schössling oft 
fast stachellos; Blättchen beiderseits fast kahl, unterseits oft bläulich. 

B. Bayeri var. gracilescens Progel in VIII. Ber. Bot. Ver. Landsh., S. 104; 
Spitzner, Corresp. in Oe. b. Zeitschr., 1888, S. 144. 

/. drahanensis Sabr. Schössling stark hechtblau bereift, mit kräfti- 
geren, den Querdurchmesser des Schösslings oft überragenden Stacheln besetzt; 
Blättchen unterseits meist seidig schimmernd, das endständige am tief herz- 
förmigem Grunde breitelliptisch oder eiförmig ; Elspe ansehnlich ; Kelche in lange 
fadenförmige Zipfel endigend. 

B. Bayeri var. drahanensis Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1889, S. 436; B. 
Ebneri Spitzner, Kvet. okr. prostej., p. 100, laut handschriftlicher Correctur. 

Bergwälder. In Schlesien auf der Smrcina unter dem Gipfel der Lissa- 
hora (Oborny). In Mähren bei Keigersdorf (Form änek), Blumenau (Spitzner), 
auf der Spalena kn der Strasse im Drahaner Walde, bei Maires nächst Zlabings, 
zwischen Stalleck und Modes (Oborny). In Böhmen auf dem Cerchow im 
Böhmerwalde (Progel). In Niederösterreich zerstreut im Wiener Walde, dann 
bei Gloggnitz, Aspang (Haläcsy). In Oberösterreich bei Steyr (Bayer), im 
Innkreise (Vierhapper). In Steiermark auf den Serpentinen bei Kirchdorf, 
Weizklamm bei Graz, Lieserthal bei Spital (Preissmann). In Kärnten bei 
Tiffen und im Freiwald (Fächer und Jaborn egg). In Tirol (Pocke). Die 
var. ß. an der Babka bei Hartmanitz in Mähren (Spitzner). Die var. y. in 
Mähren bei Drahan (Spitzner). Juni bis Juli. % 

89. M, hrachyandrus Gremli. Schösslinge dünn, niederliegend, rund- 
lich, unbereift, dicht behaart, mit schwachen Nadelstacheln und zahlreichen 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig, Blättchen beiderseits grün und 
behaart, das endständige rhombisch-elliptisch, kurz bespitzt, am Grunde abge- 
rundet; Rispe kurz, wenigblüthig, fast traubig, deren Achsen filzig, mit 
kurzen Nadelstacheln und zahlreichen blassen Stieldrüsen besetzt, 
Kelchzipfel graugrün filzig, helldrüsig, nach dem Verblühen aufrecht; 
Kronblätter elliptisch, weiss; Fruchtknoten filzig. 

B. hrachyandrm Gremli, Beitr. Fl. Schweiz, 1870, S. 29; Borbäs in Oe. 
b. Zeitschr., 1883, S. 151; Formän. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128; Eichter 
in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1887, S. 199; Fritsch in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1888, 
S. 783. 

Kleine, niedrige Pflanze mit oft kaum fusslangem Schössling und trüb- 
grünem Laub. Von B. Bayeri durch die dicht behaarten Schösslinge, die kurze, 
fast traubige Eispe, die hellen Stieldrüsen und filzige Fruchtknoten verschieden. 
Die niederösterreichische Pflanze, welche ich allein zu untersuchen Gelegenheit 
hatte, weicht von den Gremli 'sehen Original-Exemplaren durch etwas schwächer 



Oesterreichischo Brombeeren. 



281 



behaarten Schössling und durch reichere Behaarung der Blättchen ab und nähert 
sich hiedurch dem B. scahrifolius Gremli, welchen ich übrigens nach der Be- 
sehreibung nur als eine Varietät des B. hracliyandrus auffasse. Von Richter 
erhielt ich aus Gloggnitz auch eine dem R. hrachyandrus sonst ganz ähnliche 
Brombeere, aber mit fast kahlen Fruchtknoten. 

Bergwälder. In Mähren in den Kalksteinbrüchen bei Saar, Jaworina 
(Formänek). In Niederösterreich im Hartholz bei Gloggnitz (Richter). Bei 
Salzburg (F ritsch) und in Kärnten bei Eberndorf, im Walde auf dem Kolbu 
(Bor b äs). Sicher weiter verbreitet. Juni, fi- 

7. UnteiTotte. Corylifolii Focke, 

Sjn. Rub. Germ., p. 387. 

Schösslinge niedrigbogig oder niederliegend, im Herbste mit der Spitze 
wurzelnd, zerstreut behaart oder kahl, fast immer bereift, rundlich oder stumpf- 
kantig, mit fast gleichen oder ungleichen Stacheln, mit oder ohne Stieldrüsen; 
Nebenblätter lineallanzettlich oder lanzettlich; Blätter breit, sich oft mit den 
Rändern deckend, beiderseits behaart und grün, oder unterseits graufilzig, mit 
im Sommer fast sitzenden, im Herbste sehr kurz gestielten äusseren Seiten- 
blättchen; Blüthenstand in der Regel kurz, meist mit doldentraubigen Aestchen, 
meist stieldrüsig; Kelchzipfel aussen filzig, nach dem Verblühen meist aufgerichtet; 
Staubgefässe etwa so lang wie die Griffel, selten länger; Früchte schwarz, unbereift 
oder bereift. 

a) Orthacanthi Focke, 1. c, p. 388. Schösslinge rundlich, ungleich 
stachelig und drüsig, mit meist geraden, pfriemlichen Stacheln besetzt; Neben- 
blätter lineallanzettlich; Blüthenstand drüsenreich; Kelchzipfel nach dem Ver- 
blühen der Frucht angedrückt oder abstehend; Früchte unbereift. 

X Kelchzipfel au der Frucht abstehend. 
90. -B. orthacauthus Wimm. Schösslinge niederliegend, stumpf- 
kantig, schwach bereift, wenig behaart oder kahl, mit gleichartigen, ziemlich 
starken, geraden oder etwas geneigten Stacheln und langen Stieldrüsen 
besetzt; Blätter derselben drei- bis fünfzählig. Blättchen oberseits fast kahl, 
unterseits weichhaarig, das endständige fast rundlich, kurz bespitzt; 
Rispe beblättert, mit abstehenden, graufilzigen, geradstacheligen und drüsigen 
Aesten; Kelchzipfel graufilzig, weiss berandet, dicht drüsig; Kronblätter verkehrt- 
eiförmig, weiss; Staubgefässe die Griffel deutlich überragend; Fruchtknoten 
flaumig. 

R. orthacanthus Wimm., Fl. Schles., ed. III, S. 626; Fiek, Fl. Schles., 
S. 126; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 127. 

Durch die gleichen Stacheln und die an der Frucht abstehenden Kelch- 
zipfel von den anderen Arten abweichend. 

Waldränder, Hecken im Riesengebirge (Wimm er). In Mähren bei Blansko, 
Wolschy, Neustadtl, Marschowitz, Rokytno, Pohledetz (Formänek). Juli, fi- 

Z. B, Ges. B. XLI. Abb. 36 



282 



E. V. Haläcsy. 



X X Kelchzipfel an der Frucht aufrecht, 
o Blättchen unterseits graufilzig. 

91. jB. fossicola Hol, Schösslinge niederliegeud, rundlich, ziemli ch 
kräftig, bereift, wenig behaart, mit aus breiterem Grunde nadelig verengten, 
geraden, ungleichen Stacheln und zahlreichen Stieldrüsen besetzt; Blätter der- 
selben 3 — 5 zählig. Blättchen oberseits striegelhaarig, unterseits wenigstens in der 
Jugend graufilzig, später weich behaart, das end ständige aus seicht herz- 
förmigem Grunde rundlich, kurz bespitzt; Eispe kurz, unterwärts mit 
dreiblüthigen Aestchen, oberwärts traubig, deren Achsen kurzfilzig, dicht nadel- 
stachelig und stieldrüsig; Kelchzipfel nadelstachelig und drüsig; Kronblätter 
elliptisch, weiss; Staubgefässe die Griffel wenig überragend; Frucht- 
knoten kahl. 

B. fossicola Hol. in Oe. b. Zeitschr., 1873, S. 381; Obor., Fl. Mähr., S. 973; 
Oe. b. Zeitschr., 1890, S. 422; Form., Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 128; Spitzn., 
Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 332. 

Nach Oborny weicht die mährische Pflanze von der Hol uby 'sehen aus 
Ungarn durch den Mangel eines dichten Filzes auf der Blattunterseite und 
schwächere Behaarung der Achsen ab, stimmt jedoch in den übrigen Merkmalen 
mit derselben überein. 

Gräben, trockene Wälder. Mähren: Bei Teltsch (Forma nek), Wolf ramitz- 
kirehen, Paulitz, Frainersdorf, Schönwald, Zaisa, Luggau, Frain, Bilovitz (Oborny), 
Wischau (Spitzner), Tischnovitz (Formänek), Ottaslavitz, Prossnitz, Jenovitz 
nächst Könitz (Oborny). Juni bis Juli. fi. 

92. jB. Heimeriii Hai. Schösslinge niederliegend, rundlich, dünn, 
unbereift, wenig behaart, mit feinen, geraden Nadelstacheln und zerstreuten 
Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig. Blättchen oberseits striegelhaarig, 
unterseits graufilzig, das endständige ei-rautenförmig, spitz, am Grunde 
herzförmig; Eispe kurz doldentraubig, armblüthig, deren Achsen kurzfilzig, 
nadelstachelig und zerstreut stieldrüsig; Kelchzipfel zerstreut nadelstachelig und 
drüsig; Kronblätter breitelliptisch, weiss; Staubgefässe die Griffel deutlich 
überragend; Fruchtknoten kahl. 

J^. Heimeriii Hai. in Verh. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 668. 

Eine zierliche kleine Waldpflanze von der Tracht der eigentlichen Glandu- 
losen, durch die sitzenden Seitenblättchen jedoch von ihnen abweichend. Von 
R. fossicola durch die schwachen unbereiften, mit viel schwächeren Stacheln und 
sparsamen Stieldrüsen bewehrten Schösslinge, die rautenförmigen kleinen Blätt- 
chen und die langen Staubgefässe verschieden. 

Gebirgswälder bei Schottwien und Klamm am Semmering in Niederöster- 
reich (Heimerl). Juni bis Juli, fi- 

93. jB. suhsessilis Hai. Schösslinge niederliegend, rundlich, dünn, 
dicht abstehend rauhhaarig, unbereift, mit geraden Nadelstacheln und 
zahlreichen Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig oder unvollkommen 
fünfzählig, Blättchen oberseits striegelhaarig, unterseits dicht graufilzig, das end- 



A 



Oestcrreichisclic Brombeeren. 



283 



ständige eiförmig, mit breiter, langer Spitze; Kispe unterbrochen, be- 
blättert, untere Aeste entfei-nt, oberwärts gedrängt, deren Achsen dicht filzig 
behaart, nadelstaehelig und dicht stieldrüsig; Kelchzipfel i-eichdrüsig; Kronblätter 
verkehrt-eiförmig, weiss; Staubgefässe griffelhoch; Fruchtknoten filzig. 

J?. suhsessilis Hai. in Oe. b. Zeitschr., 1891, S. 12 (errore typogr. suhsenilis). 

Von den beiden vorigen Arten durch die Blattform, die oberwärts ge- 
drungene Rispe, die kurzen Staubgefässe und die filzigen Fruchtknoten, von 
Ii. fossicola ausserdem durch die dicht behaarten, mit viel schw^ächeren Stacheln 
bewehrten unbereiften Schösslinge verschieden. 

Laubwälder auf dem Kahlengebirge bei Wien, selten (Haläcsy). ti- 

Blättchen unterseits grün, an den Nerven behaart. 

94. H, oreof/eton Focke. Schösslinge niederliegend, am Grunde rund- 
lich, oberwärts stumpf kantig , wenig behaart, bereift, mit ungleich langen, 
geraden Stacheln und zahlreichen ungleich langen Drüsenborsten und Stieldrüsen 
besetzt; Blätter derselben 3 — 5zählig, Blättchen trübgrün, oberseits striegel- 
haarig, unterseits an den Nerven weichhaarig, das endständige rund- 
lich oder breit-eiförmig, kurz bespitzt, am Grunde ausgerandet; Eispe kurz, 
locker, mit wenigblüthigen Aestchen, deren Achsen kurzhaarig, nadelstachelig 
und dicht stieldrüsig; Kelchzipfel drüsig, nach dem Verblühen aufgerichtet; 
Kronblätter breit-eiförmig, weiss; Staubgefässe die Griffel deutlich über- 
ragend; Fruchtknoten kahl. 

B. oreogeton Focke, Syn. Eub. Germ., p. 404; Obor., Fl. Mähr., S. 974; 
Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 84; Form, in Oe. b. Zeitschr., 1887, S. 127 u. 
206; Vierh., Prodr. Fl. Innkr., V, S. 22; R. nemorosus ß. montanm Wimm., Fl. 
Schles., ed. III, S. 631; J^. dumetorum c. montanus Fiek^ Fl. Schles., S. 127; 
M. chlorophyllus Form, in Oe. b. Zeitschr., 1886, S. 127; Fl. mittl. u. südl. Mähr., 
S. 103, non Gremli; R. Vräbelyianus Obor. in Verh. nat. Ver. Brünn, XVII, 
S. 283, non Kern. 

Seiner ungleichen Bestachelung und seines Drüsenreichthums wegen, wie 
auch der schwächeren rundlichen Schösslinge halber reihe ich R. oreogeton, nach 
dem Vorgange Oborny's, in die Gruppe der Orthacanthi und nicht wie Focke 
unter die Sejnncoli. Durch die eben erwähnten Merkmale unterscheidet er sich 
auch von den Formen des jR. dumetorum. Von den beiden folgenden Arten ist 
derselbe ebenfalls durch die reichere Bedrüsung, ferner durch rundliche End- 
blättchen und längere Staubgefässe verschieden. 

Wälder, Gebüsche. In Böhmen bei Opocno (Freyn ex Sabransky); in 
den Vorbergen Schlesiens (Wimmer), im Eiesengcbirge am Eabenstein (Fiek). 
Verbreitet in Mähren (Oborny, Formänek). In Niederösterreich nach Sa- 
bransky im Eehgraben bei Gloggnitz (Eichter exs.) Oberösterreich: Zwischen 
Minning und Hagenau, bei Eadegund, am Tannberge (Vierhapper). Juli bis 
August. \i. 

X H» oreogetmi X tometitosus. In der Tracht zwischen den Eltern 
stehend. „Blätter gross, wie die der Schattenform des jK. oreogeton, theils hell- 

36* 



284 



E. V. Haläcsy. 



grün, theils (unten stets) mit einem durchscheinenden vSternfilz dünn überzogen, 
sämmtlich mit stark keilförmiger Basis, grob mehrfach gesägt, wie die des 
B. tomentosus ; Kispe ans sehr verlängert gestielten Cymen gebildet, der des 
B. oreogeton ähnlich ; Blüthenstielchen fein bestachelt, mit kürzeren und längereu 
Stieldrüsen versehen; Kelche mit verlängerten Zipfeln, diese graufilzig, mit 
sitzenden und gestielten Drüsen versehen; Nebenblätter lineallanzettlich." Sabr. 
B. Formänekii (oreogeton X tomentosus) Sabr. in Oe. b. Zeitschr., 1889, 

S. 404. 

Am Hügel Bozinka bei Doubravnik in Mähren (Formänek). 

95. jB. Ebneri Kern. Schösslinge niederliegend, rundlich, fast kahl, 
bereift, mit aus zusammengedrücktem Grunde nadeligen, geraden, gelben Stacheln 
und kurzen, zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fussförmig-fünf- 
zählig und dreizählig, mit kurz gestielten äusseren Blättchen, Blättchen ober- 
seits dunkelgrün, unterseits blässer, beiderseits spärlich behaart, das end- 
ständige ei-herzf örmig oder ei-rautenförmig, kurz bespitzt; Rispe kurz, 
eiförmig, ziemlich gedrungen, mit wenigblüthigen Aestchen, deren Achsen 
kurzhaarig, mit zerstreuten Nadeln und sehr kurzen Stieldrüsen bewehrt; 
Kelchzipfel drüsig, nach dem Verblühen aufgerichtet; Kronblätter länglich ver- 
kehrt-eiförmig, weiss; Staubgefässe so lang oder wenig länger als die 
Griffel; Fruchtknoten etwas behaart. 

B. Ehneri Kern., Nov. pl. sp., III, p. 46; Hai. in Kern., Sched. Fl. Austro- 
Hung., II, p. 27; Fach. u. Jab., Fl. Kämt., III, S. 347; B. Schleichen Hol. in 
Oe. b. Zeitschr., 1873, S. 382, non Wh. 

Gehört der Tracht und den meisten Merkmalen nach in diese Gruppe, hat 
jedoch abweichend von den übrigen nächststehenden Arten oft ziemlich lang 
gestielte Seitenblättchen. Kerner muthmasst in ihm einen der Combination 
dumetorum X hirtus entsprechenden Bastart, mit welcher Anschauung j edoch die 
schwache Behaarung, die relativ sparsame Bestachelung, die kurzen Stieldrüsen 
und Staubgefässe nicht recht in Einklang zu bringen sind. 

Schattige Wälder des Innthaies nördlich von Innsbruck (Kern er), auf 
der sogenannten Milsereben bei Hall (Gremblich exs.) in Tirol und bei Tiffen 
in Kärnten (Fächer und Jabornegg). Juli, fi- 

96. jB. pseudojjsis Gremli. Schösslinge niederliegend, rundlich, 
schwach bereift, wenig behaart, mit pfriemlichen Stachelchen und kurzen, 
zerstreuten Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben dreizählig. Blättchen beider- 
seits grün und wenig behaart, das endständige elliptisch oder ei- 
förmig, kurz bespitzt, am Grunde abgerundet; Rispe klein, armblüthig, fast 
traubig, deren Achsen kurzhaarig, nadelstachelig und stieldrüsig; Kelchzipfel 
kurzdrüsig, nach dem Verblühen aufgerichtet; Kronblätter eilänglich, weiss; 
Staubgefässe so lang oder wenig länger als die Griffel; Fruchtknoten 
etwas behaart. 

B. pseudopsis Gremli in Focke, Syn. Rub. Germ., p. 394; Excursfl. 
Schweiz, ed. IV, S. 145; Hai. in Verb. z.-b. Ges. Wien, 1885, S. 668; B. prasinus 
Gremli, Beitr. Fl. Schweiz, 1870, S. 26, non Focke. 



Oesterreicbisclic Bromteoren. 



285 



Eine der kleiiisteu Arten. Die niederösterreichische Pflanze mit Gremli- 
schen, von Focke in den Rubi selecti, Nr. 75 herausgegebenen Exemplaren völlig 
übereinstimmend und keineswegs zu i?. Ebneri, wie Sabransky in Verh. z.-b. 
Ges. Wien, 1886, S. 92, meint, gehörig, von welcher Art dieselbe durch die mit 
schwachen pfriemlichen Stachelchen bewehrten Schösslinge, die stets dreizähligen 
Blätter, die elliptischen, am Grunde abgerundeten Endblättchen und die wenig- 
blüthige, zuweilen rein traubige Rispe verschieden ist. jR. pseiidopsis ist übrigens 
auch im Ganzen eine viel zartere, schwächere Pflanze. 

Laubwälder bei Neuwaldegg und Gloggnitz in Niederösterreich; sicher 
weiter verbreitet. Juli, fi.- 

Obs. Von Gremblich erhielt ich Exemplare einer in schattigen Fichten- 
beständen im Baumkirchner Holz bei Hall in Tirol häufig vorkommenden Brom- 
beere, welche zwar zu den beiden eben angeführten Arten in naher Verwandt- 
schaft steht, andererseits aber doch wieder durch mehrere Merkmale von denselben 
so weit abweicht, dass ich sie mit keiner von beiden vereinigen kann. Leider 
sind die Exemplare nur im Fruchtstadium gesammelt, so dass ich über das 
Artrecht derselben vorderhand kein endgiltiges Urtheil abgeben kann. Im Herbare 
bezeichnete ich dieselben mit dem Namen R. pinetorum: Schösslinge niederliegcnd, 
rundlich, unbereift, dicht abstehend behaart, mit zahlreichen ungleichen pfriem- 
lichen Nadeln, Borsten und Stieldrüsen besetzt; Blätter derselben fussförmig- 
fünf zählig, mit kurz gestielten äusseren Seitenblättchen, Blättchen beiderseits 
grün und spärlich behaart, das endständige länglich-eiförmig, mit kurzer Spitze, 
am Grunde herzförmig; Rispe kurz, fast traubig, mit kurzen Aestchen, deren 
Achsen kurzfilzig, mit zahlreichen Nadeln und ungleich langen, röthlichen Stiel- 
drüsen dicht besetzt; Kelchzipfel rothdrüsig, an der Frucht aufrecht. Kronblätter, 
Staubgefässe und Fruchtknoten? 

h) Sepincoli Focke, Syn. Rub. Germ.,^. 394. Schösslinge stumpfkan